Gastbeiträge

31/08/2016 - 07:45

Land-Mama Lisa

Gastbeitrag von Anne: Warum ein Studium mit Kind eine gute Idee ist

Ihr Lieben, unsere Leserin Anne ist 27 Jahre alt, schwanger mit Kind Nr. 2 und sie hat seit drei Jahren eine Tochter. Sie kam zu Beginn von Annes Studiums zur Welt, ihr Sohn wird zum Ende des Studiums geboren. Wie das alles ging? Das hat sie, die sonst unter www.umgenaeht.com bloggt, für uns aufgeschrieben, um anderen die Angst zu nehmen.
 

Ein Studium mit Kind? Warum nur? Hier die kleine Vorgeschichte. Als ich 2008 endlich fertig mit der Schule war, wollte ich in die große weite Welt oder zumindest nach Berlin, um irgendwas zu studieren, was mich meinem Traumjob ein entscheidendes Stück näher bringen sollte - dem der Journalistin.

Die Liebe machte einen Strich durch die Rechnung

 

Ende 2008 fand ich mich in Rostock wieder, in einer abgewrackten 2-Zimmer-Wohnung mit der liebsten Mitbewohnerin und ich begann, Anglistik und Kommunikation zu studieren. Natürlich nur für ein Semester, dann sollte es in die Hauptstadt zum Weiterstudieren gehen. Doch ich fand meine große Liebe und blieb - bis heute.

Nach dem abgeschlossenem Studium wollte ich nun endlich Journalistin werden, aber da war auch der bereits sehr intensive und langjährige Wunsch, eine Familie zu gründen, und zwar besser heute als morgen. Als mein jetziger Mann dann sein Studium erfolgreich abschloss und sich entschied, hauptberuflich Musik zu machen, war klar, dass mein Traum und sein Traum wenig kompatibel waren.

Ich befasste mich also lange mit meinem Wunsch und war schnell ernüchtert. Ich habe in einer Blase gelebt und mir meinen Traumjob so rosig vorgestellt, obwohl es nur wenige zum großen Erfolg schaffen und der Weg dahin sehr steinig sein kann. Ich dachte über Alternativen nach, befasste mich lange mit meinen Interessen und entschied, dass ich zwei Praktika machen wollte: einmal im Journalismusbereich und einmal an einer Schule für Geistigbehinderte.

DAS sollte mein Beruf werden!

 

Nach zehn Minuten am ersten Praktikumstag in der Schule war ich „angekommen“ und sagte das zweite Praktikum ab. Ich bewarb mich für ein Lehramtsstudium im Fach Sonderpädagogik und bekam im Sommer 2012 die Zusage, fast zeitgleich mit dem positiven Schwangerschaftstest. Im Oktober begann der fünfte Monat meiner Schwangerschaft und mein erstes Semester in der Sonderpädagogik. In der Einführungsveranstaltung spürte ich unsere Tochter zum ersten Mal treten…

Zeitlich passte es super - die Vorlesungszeit ging bis Ende Januar, das neue Semester begann Mitte April, der errechnete Termin für die Geburt war Mitte März. Weil ich von vielen hörte, dass Studium und Kind zusammen machbar sind, beantragte ich nach Rücksprache ein Urlaubssemester unter Vorbehalt. Ich wollte sehen, ob es möglich wäre, gleich weiter zu studieren, mit einigen wenigen Veranstaltungen pro Woche.

Unsere Tochter kam acht Tage später Ende März gesund und munter zur Welt. Meine Welt schien jedoch auf einmal auf den Kopf gestellt, ich war überfordert, konnte die negativen Gefühle nicht einordnen, wollte wieder mein altes Leben zurück. Rückblickend hatte ich vielleicht „nur“ Startschwierigkeiten, vielleicht war es aber auch ein bisschen mehr (darüber könnte ich wohl auch einen langen Artikel schreiben).

Weiter studieren nach der Geburt

 

Nachdem wir uns eingependelt hatten, wollte ich unbedingt weiter studieren, um wieder ein bisschen ICH zu sein, nicht stehen zu bleiben, nicht den Anschluss zu verlieren. Ich hob den Antrag auf und ging einige Wochen nach Semesterbeginn wieder in die Vorlesungen. Mit meinen Dozenten hatte ich schon in der Schwangerschaft abgemacht, dass das so in Ordnung wäre und ich sollte einfach sehen, wieich beides vereinbaren kann.

Zum Ende des Semesters legte ich mir mehrere Wochenendseminare, dadurch war es möglich, auf wöchentliche Veranstaltungen zu verzichten und alles musste eben an mehreren Wochenenden nachgeholt werden. Für mich die perfekte Lösung, denn hatte ich unsere Tochter ja vorher bereits stundenweise beim Papa gelassen, fiel es
mir jetzt nicht schwer, sie vom Morgen bis zum Nachmittag bei ihm oder unseren Eltern zu lassen. Diese kamen dann entweder zu uns, oder sie wurde für ein Wochenende abgeholt.

Als ich anfing, wieder für Klausuren zu lernen und Hausarbeiten zu schreiben, entlasteten sie mich wieder und betreuten unsere Tochter an den Wochenenden, sodass ich lernen oder schreiben konnte. Schnell merkten wir, dass wir aber ohne Fremdbetreuung so nicht weitermachen konnten. Ich hatte weniger Veranstaltungen im zweiten Semester besucht und wollte im dritten nun wieder voll einsteigen. Also kam Frieda bereits mit sechs Monaten zur Tagesmutter für exakt 6 Stunden am
Tag, von denen sie in den ersten Monaten mindestens 3-4 Stunden verschlief. Ich konnte studieren, mein Mann arbeiten. Mittlerweile geht sie in eine tolle Kita und hatte bisher keine Probleme damit, abgegeben zu werden, worüber ich sehr froh bin.

Es war kein Spaziergang, aber genau das Richtige

 

Natürlich war es nicht immer so leicht, wie es hier vielleicht klingen mag. Es war mitunter richtig, richtig stressig. Am Anfang bin ich alle zwei Stunden bei Wochenendseminaren nach Hause gefahren, um abzupumpen, denn auch Frieda sollte bis zum sechsten Monat Muttermilch bekommen. Es gab viele Vorträge, Klausuren und Hausarbeiten. Oft waren Gruppentreffen notwendig, die nicht selten bei uns nach 20 Uhr stattfanden, gut, dass meine meist jüngeren Kommilitonen überwiegend sehr verständnisvoll waren. Wir sind so viel hin- und hergefahren, weil unsere Familien je zwei Stunden entfernt wohnen.

Ich habe mich oft unter Druck setzen lassen, wenn andere mir von ihren Vorbereitungen auf Unterrichtsstunden, Klausuren, etc. berichtet haben und musste einsehen, dass ich eben nur die Leistung erbringen kann, zu der ich nach dem Kind-zu-Bett-bringen noch in der Lage war und das war bisher okay. Ich bzw. wir mussten viel Kritik dafür einstecken, dass wir unsere Tochter so früh zur Tagesmutter gegeben haben, dass sie oft bei den Großeltern war, dass ich immer noch studierte…

Aber es gab auch so vieles, für das ich dankbar bin. Ich habe im ersten Studium Englisch studiert und konnte mir nun einen Großteil der Veranstaltungen anrechnen lassen, mit ein Grund dafür, warum ich jetzt nicht länger als nötig studieren muss (hoffentlich). In der Sonderpädagogik habe ich fast ausschließlich tolle und meist verständnisvolle Dozenten gehabt, die auch mal nachsichtig und mitunter sogar sehr fürsorglich waren.

Überraschung zum Studienende!

 

Ich konnte mein Kind zu Veranstaltungen mitnehmen, wenn es nicht anders ging und hatte liebe Kommilitonen, die sich über ihre Anwesenheit gefreut haben. Und vor allen Dingen bin ich für unsere Familien dankbar, denn mit einem selbstständigen Musiker, der überwiegend an den Abenden und Wochenenden arbeitet, wäre ich ohne sie aufgeschmissen gewesen.

Jetzt, 2016, bin ich am Ende des Studiums angelangt, ich habe versäumte Veranstaltungen aufholen können und kann mich nun auf die Examensarbeit konzentrieren, während unser zweites Kind mir sanfte Tritte verpasst - Überraschung, ich bin wieder schwanger und studiere immer noch. Wenn alles klappt, habe ich die Arbeit bis zur Entbindung schon „lange“ abgegeben und die mündlichen Prüfungen weitestgehend vorbereitet, bekomme unser Baby, mache kurz Pause und habe dann Anfang nächsten Jahres meine mündlichen Abschlussprüfungen.

Und wenn ich dann fertig bin, habe ich zum ersten Mal ein paar Monate bis zum Berufseinstieg richtige Elternzeit, auf die ich mich diebisch freue. Denn, wovon ich lange glaubte, dass ich es nicht brauchte, weiß ich jetzt, dass ich es unbedingt ausprobieren möchte: einfach mal nur Mama sein.

 

Tags: Studium, Kind, Partnerschaft, Familie, Vereinbarkeit, Uni, Hörsaal, Kommilitonen, Netzwerk, Hilfe

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Kommentare

Sabrina — Mi, 08/31/2016 - 08:26

Liebe Anne, respekt an dich das du das alles so durchgezogen und geschafft hast (also schon fast ;). Stimmen die einem sagen man macht etwas falsch mit dem Eigenen Kind gibt es immer und wie und wann man mit der Fremd Betreuung startet ist ja eh ein großes Thema. Ob ein Studium mit Kind im allgemeinen aber eine wirklich Gute Idee ist muss ich auch speziell wegen deinem interessanten Bericht in Frage stellen. Neben all der Eigenleistung die du erbracht hast, hast du auch ein tolles Netzwerk drum herum das gut mithilft. Die Schwangerschaft scheint gut gelaufen zu sein. Deine Tochter hat sich gut eingelebt und die Studienrichtung stimmen. Diese guten Rahmenbedingungen findet man leider nicht allzu oft vor. Alles gute für euch und natürlich für denn Studienabschluss.

Jana — Mi, 08/31/2016 - 09:13

Liebe Anne, ich habe meine Tochter auch zwischen Bachelor und Master bekommen und es keinen Moment bereut. Ich hatte in der Schwangerschaft viel Zeit, um diese genießen zu können und auch sehr unterstützende Dozenten, die es mir ermöglichten, vieles von zu Hause aus zu erarbeiten. Bei mir war es auch das zweite Studium und ich war auch 30 als unsere Tochter geboren wurde. Als meine Tochter vier Monate alt war, begann ich wieder mit einigen Lehrveranstaltungen und meine Oma betreute meine Tochter sehr liebevoll, mit zehn Monaten ging meine Tochter dann stundenweise zu einer uniinternen Babybetreuung, wo sie sich auch sehr wohl fühlte. Natürlich schaffte ich in dieser Zeit nicht das Pensum, was meine Kommilitonen ohne Kinder locker stemmten, aber gleichzeitig hatte ich auch viel Zeit für mein Kind. Das, was etwas schwieriger war, war die finanzielle Seite, in der Schwangerschaft war das Geld sehr knapp, weil ich kaum noch arbeiten gehen konnte, aber danach ging es wieder. Ich finde es toll, dass du den Mut hattest, dich für ein Kind zu entscheiden, als ihr den Wunsch danach hattet und nicht erst, wenn die klassische Biografie es zuläßt. Viel Glück und Freude auf eurem weiteren Weg als Familie!

Magda — Mi, 08/31/2016 - 09:48

Der Artikel ist interessant, aber der Titel etwas zu plakativ. Mit Sicherheit ist ein Studium mit Kind nicht für alle eine gute Idee. Ein Studium allein ist schon ein Kraftakt und Mutter werden und sein ebenfalls. Klar, wenn man beides zusammen geschafft hat, ist man bestimmt stolz, aber ob es der ideale Weg ist, muss jeder für sich entscheiden. Frischgebackene Abiturienten, die gerade ein Studium beginnen, haben erst einmal genug mit sich zu tun und lernen für sich selbst zu sorgen. In meinem Studium musste ich so viel lernen, hatte so viele Zweifel, habe gerne gefeiert und bin rumgereist, da war kein Wunsch nach Kinderkriegen und der Partner hat auch noch gefehlt. Aber klar, eine Zeitersparnis ist es allemal. Wenn ich erst Kinder kriege, wenn ich berufstätig bin, dann muss ich meistens mindestens ein Jahr aus dem Job raus und ein Wiedereinstieg ist auch nicht leicht. So hat Anne schon zwei Kinder, ist 30 und kann mit Arbeiten loslegen. Für alle anderen Mamas sind Kinder meist ein Karriereknick.

Myriam — Mi, 08/31/2016 - 10:06

Auch ich habe mein Kind zwischen Bachelor und Master bekommen. Nachdem ich den positiven Schwangerschaftstest mehr oder weniger zum Bachelorabschluss in der Hand hatte (geplant und gewünscht), war klar, dass ich noch nicht in die Arbeitswelt einsteige sondern noch den Master mache. Nach einem Semester Pause bin ich hochschwanger wieder in die Uni gegangen, nur zwei Vorlesungen besucht und nach 1,5 Monaten entbunden. Für die Klausuren später habe ich mich Zuhause vorbereitet. Auch im zweiten Semester bin ich mit nur zwei Veranstaltungen nochmal kürzer getreten, um im dritten wieder voll einzusteigen. Da hatte mein Mann zwei Monate Elterzeit und auch die Eingewöhnung in die Kita begleitet. Für mich war das Studium mit Kleinkind perfekt, da ich mich vor keinem Arbeitgeber verantworten musste. In meinem Studium gibt es keine Anwesenheitspflicht und so konnte ich ohne größeren Stress Zuhause bleiben, wenn meine Tochter mal krank war, was in der Anfangszeit in der Kita ja leider öfter passiert. Gerade schreibe ich an meiner Masterarbeit und bin mit unserem zweiten Kind schwanger, das knapp zwei Monate nach dem geplanten Abschluss kommen soll. Wie Anne freue ich mich auch besonders auf eine Elterzeit ohne zusätzliche Verpflichtungen. Dennoch war es für mich perfekt, meine Tochter während des Studiums zu bekommen. Ich muss aber auch anmerken, dass es ohne die finanzielle Unterstützung meiner Schwiegereltern und den Babysitterqualitäten meiner Mutter während der Prüfungsphasen sehr viel schwieriger gewesen wäre. Als nächstes wird es interessant, wie die Jobsuche und der Arbeitseinstieg mit zwei Kleinkindern wird.

Lene — Mi, 08/31/2016 - 13:46

Ihr Lieben, ich freue mich wirklich für euch, dass ihr das alles so annähernd reibungslos hinbekommt. Ich hatte zwei Tage vor Anmeldung meiner Masterthesis das Ultraschallfoto vom Gyn in der Hand und obwohl unser Sohn total gewünscht (aber nicht geplant) war, fühlte ich mich ziemlich alleine mit dieser Situation. Ich war monatelang müde, hatte noch eine Vorlesung und meinen Studentenjob zu meistern und keine, nullkommanull, familiäre Unterstützung. Mein Prüfungsbüro signalisierte mir auf Anhieb, dass ich "nur schwanger und nicht krank" sei (O-Ton!) und eine angepasste Bearbeitungsfrist vergessen könne. Ich konnte die Arbeit dann zurückziehen. Auch meinen Komilitonen war das alles sehr befremdlich, wollte sie doch erst mal unabhängig sein und Geld verdienen, einige meldeten sich bis heute nie wieder bei mir und gratulierten nicht zur Geburt. Als das Kind da war, klebte es 24h am Tag an mir, schlief tagsüber nur 20min am Stück, wollte immer nur getragen werden, wachte nachts alle 45 Min auf und schlief nur stillenderweise ein. An ein Leben neben dieser Babyzeit war nicht zu denken und ich ging wirklich auf dem Zahnfleisch, denn pflegeleicht war das Kind kein Stück. Mit knapp 9 Monaten begann die Kita und damit ein sehr langwieriger Start mit dollen Trennungsängsten beim Kind und vielen, vielen Kinderkrankheitstagen - wie denn auch, wenn die einzigen wirklichen Bezugspersonen Mama und Papa sind und man noch nie abgegeben wurde. Nicht einmal zum Kinderwagenschieben kamen Oma und Opa nämlich vorbei, die 40h-Woche und das rege Vereinsleben waren wichtiger. Noch mit knapp 2 ist Opa der Meinung, dass man mit dem Kind ja fast nichts anfangen könne. Mittlerweile schreibe ich wieder an meiner Masterarbeit und obwohl unsere Uni ein Sigel für Familienfreundlichkeit hat, muss ich mir alles erkämpfen. Zunächst wollte mein Prüfungsamt keine Kinderkrankheitstage anrechnen und jetzt gibt es einen offiziellen Antrag, damit mir die drei Wochen Kitaferien angerechnet werden (und bevor jemand fragt: Nein, ich kann die Arbeit nicht erst schreiben und danach melden. Es gibt feste Meldezeiten an unserem Insitut, 1x im Semester. Ich müsste meinen Abschluss also schon wieder um ein halbes Jahr verschieben). Das alles kostet mich Zeit und Kraft und ich empfinde das Verhalten meines Prüfungsbüros nicht als unterstützend. Mädels, ihr müsst wirklich wissen, dass Schwangerschaft und Kinder unter 10 Jahren Gründe für Nachteilsausgleich sind, kämpft dafür!! LG!

Anne — Mi, 08/31/2016 - 23:25

Liebe Lene, was ich gerade gelesen habe, tut mir sehr leid. Natürlich nicht, dass du ein Kind bekommen hast, aber dass die Vereinbarkeit von Studium und Kind für dich alles andere als ein Spaziergang war und auch, dass du aus der Familie so wenig Unterstützung erfährst. Ich hoffe sehr, dass du deine Masterarbeit in Ruhe schreiben kannst und du gestärkt aus dieser Zeit herausgehst. Wie ich oben beschrieben habe, war mir auch die ganze Zeit in meinem Studium bewusst, dass es ein Privileg ist, so viel Unterstützung zu erfahren und hatte ich auch ein Kind, dass erst jetzt, wo ich wieder schwanger bin, sehr, sehr anhänglich ist. Schade, dass deine Uni sich so querstellt - hier in Rostock haben einfach auch sehr viele Studenten Kinder und ich habe einen Studiengang gewählt, der im Gegensatz zu anderen auch kinderfreundlich ist. Ich wünschte, das wäre überall so. Ich wünsche dir nur das Beste!! Anne

Nici — Do, 09/01/2016 - 10:56

Liebe Anne, so schön, dass es für dich & deine kleine Familie so gut geklappt hat. Ich selbst studiere mit 31 Soziale Arbeit. Nach dem Abi war ich im Ausland, hab 2 Semester das Falsche studiert und dann eine Ausbildung gemacht und schließlich 3 Jahre in dem Beruf gearbeitet. Dann kam der Wunsch, Kind oder Stellenwechsel. Ende 2014 kam unsere Tochter zu Welt, ich habe bei meinem alten Arbeitgeber 3 Jahre Elternzeit genommen und werde zum Ablauf dieser kündigen. Ich war die ersten 14 Monate mit meiner Kleinen Zuhause & hab die letzten Monate so auf meinen Studienbeginn hingefiebert. Nach meinem 1.Semester kann ich nur sagen "ja, es ist taff, egal wie viel Unterstützung man erhält ABER es lohnt sich!" Ob ein Studium mit Kind gelingt hängt von so vielen (individuellen) Faktoren ab. Daher möchte ich nicht per se sagen, dass das jede & jeder gut meistern kann. Viel schwieriger als Kind & Studium zu vereinen, finde ich es anschließend einen Job bzw während des Studium Praktika mit familienfreundlichen Arbeitszeiten zu finden. Gerade dann wie in deinem und meinem Fall, wenn der Partner abends & am Wochenende arbeitet und die Eltern 2 oder mehr Stunden entfernt wohnen. Letztlich ist meine Tochter meine größte Herausforderung aber auch meine größte Motivation für mein Studium. Alles Gute dir & deiner kleinen Familie!

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