08/01/2015 - 08:35

Stadt-Mama Katharina

Warum ich nichts vom Familienbett halte...

Liebe Lisa, gestern im Wartezimmer beim Kinderarzt saßen noch zwei andere Mütter. Sie unterhielten sich und kamen – wie sollte es anders sein – auf das Thema Nr.1 : Den Schlaf.

Die eine Mutter erzählte, wie fertig sie sei, weil ihre 3 und 5 Jahre alten Kinder jede Nacht bei ihr im Bett schlafen, dass das ja so eng sei und sie kaum ein Auge zutue. Und während sie ihre Leidensgeschichte ausschmückte, hörte ich einen Unterton heraus, der öfter mitschwingt, wenn es um das Thema „Familienbett“ geht: Stolz.  Stolz, dass sie sogar nachts für ihre Kinder da ist, ihren Schlaf für den der Kinder opfert.

Es gibt ein paar Themen, zu denen es höchst unterschiedliche Meinungen gibt und bei denen Müttern zu Diskussions-Furien werden. Diese Themen sind Stillen, Impfen und Schlafen. Auch wir beide haben schon oft über das Familienbett-Modell gesprochen und es ist eins der wenigen Dinge, in denen wir KOMPLETT unterschiedlich ticken. Denn ich halte nichts vom Familienbett.

Meine Kinder können in meinem Bett schlafen, wenn sie:

  • noch voll gestillt werden,
  • krank sind
  • wir die erste Nacht an einem fremden Ort sind

 

ABER sonst schlafen sie in ihren Betten. Warum? Weil ich eine Pause brauche. Jeden Tag von 6.30 Uhr bis 20 Uhr bin ich für meine Kinder da. Ich tue mein Bestes und denke, dass es meine Kinder gut haben. Wir kuscheln viel und genießen die Nähe zueinander. Doch nachts will ich alleine sein, ich will Raum für mich haben und schlicht meine Ruhe. Ich will Kraft tanken für den nächsten Tag. Ich will wieder nur Katharina sein und nicht Mama.

Deshalb habe ich bisher auch nicht einen Abend meiner Mutterschaft im abgedunkelten Kinderzimmer gelegen und gewartet, bis meine Kinder eingeschlafen sind. Nein, sie schlafen alleine ein. Zuvor lesen wir eine Geschichte, singen und beten und dann ist Nachtruhe.

Ich habe Freunde, da waren wir zum Abendessen eingeladen und die Dame des Hauses verschwand um kurz nach acht, um die Kinder ins Bett zu bringen. Sie tauchte allerdings erst zwei Stunden später wieder auf, weil das Söhnchen ihre Hand einfach nicht los lassen und schlafen wollte. Sorry, Lisa, aber da frage ich mich schon, ob wir Eltern oder Sklaven sind.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Kinder keinen Schaden davon nehmen, wenn man sagt: „Ab acht Uhr ist Erwachsenen-Zeit und die Kinder haben Schlafenszeit.“ Natürlich geht so ein „Alleine-Einschlafen“ nicht von heute auf morgen, sondern man muss die Kinder dafür stark machen und ihnen vor allem nicht das Gefühl geben, es sei total außergewöhnlich, wenn sie in ihren Betten schlafen. Wir haben es von Anfang an so gehalten, für die Kinder ist es das normalste der Welt.

Der Mama gestern aus dem Wartezimmer hätte ich gerne gesagt: „Deine Kinder sind 3 und 6. Und somit sicher in der Lage, dich mal schlafen zu lassen.“ Aber weißt Du, was ich glaube? Dass diese Mutter es gar nicht anders will. Sie will sich aufopfern. Mit ihrer Geschichte allen zeigen, dass sie 24 Stunden am Tag für die Kinder da ist, auch wenn sie darunter leidet. Und um mich noch weiter aus dem Fenster zu lehnen: Ich glaube, dass sie Probleme hat, loszulassen. Sie kriegt sogar noch nachts alles genau mit, was ihre Kinder machen.

Sorry, so bin ich nicht. Ich opfere mich nicht auf. Ich habe klare Grenzen. Ich bin auch noch ich. Und ich will abends im Bett lesen, mich mit meinem Mann unter die Decke kuscheln. Denn last but not least: Mir kann keine erzählen, dass ein Familienbett das Sexleben nicht beeinträchtigt. Um mich noch weiter aus dem Fenster zu lehnen: Ich glaube, dass viele Frauen das Familienbett als willkommene Ausrede dafür nutzen,  das eingeschlafene Sexleben nicht wieder aufleben zu lassen.

So Lisa, bevor ich jetzt aus dem Fenster falle, frage ich Dich: Was magst Du am Familienbett? Und wann werden Deine Kinder in ihren eigenen Betten in ihren eigenen Zimmern schlafen?

Hier reagiert Katharina auf die vielen Kommentare zum Text.

Tags: Familienbett, Ehe, Schlafen, Kinder

Das könnte dich auch interessieren...

Kommentare

Mama notes — Do, 01/08/2015 - 09:19

Ich muß lachen, weil ich Dich gerade vor meinem geistigen Auge aus dem Fenster gelehnt mit den Beinen strampeln sehe, um nicht gänzlich rauszufallen. Provokation im Elternland, kannste! ;) Ich habe eine 5jährige, die seit sie 16 Monate alt ist, komplett durchschläft und auch bei Krankheit gut in ihrem Bett bleiben kann. Und einen 3jährigen, der das nicht kann. So what. Ich kenne auch den Brustton der Überzeugung, warum das sein muß oder nicht sein darf. Es gibt gute Gründe für beide Haltungen, man muß es nur selbst ganz genau wissen. Für sich. Dann fühlt man sich auch nicht mehr angegriffen, wenn jemand anderes sich mit Anderem brüstet. Das mit dem Sexleben kann auch ohne Kinder im Bett sterben. Oder auf dem Sofa leben. Oder sonstwo. Liebe Grüße!

Anna — Do, 01/08/2015 - 09:20

das ist ja ein Start ins neue Jahr, gleich mit so einem Knallerthema! Ich finde vieles gut, was Du sagst. Z.B. Frage ich mich auch immer wie ein Sexleben im Familienbett stattfinden soll und ehrlich, so cool finde ich es auch nicht, es mit drei kleinen Kindern im Haushalt in der Küche oder so zu treiben. Wohlgemerkt: Wir praktizieren das Familienbett. Ich habe nämlich weder Lust auf Geschrei in der Nacht, ich will schlafen, noch auf Erziehungsmassnahmen. Abgesehen davon ist der Kinderschlaf nun einmal ein anderer als der von Erwachsenen. Sie brauchen ihre Brücken, um in einen sicheren Schlaf zu finden und diese Brücken sind am liebsten vertraute Menschen. Das ist sicher nicht bei allen Kindern so und Du hast vielleicht zufällig zwei Exemplare bekommen, bei denen das Einschlafen von fast alleine klappt. Glückwunsch! Aber für viele, viele Familien bedeutet das Familienbett die Rettung des Schlafes und eine Erholung, die für alle gilt. Mein Tipp daher für alle, die das Familienbett praktizieren und dennoch nicht schlafen können: Einfach ein größeres Bett bauen. Und für den Sex: Samstag und Sonntag morgens KIKA anstellen;-)

bettyblue — Sa, 01/10/2015 - 22:33

Herrlich, hier war das irgendwie ein Selbstläufer das Familienbett. Wir haben da nicht drüber nachgedacht und für uns wäre es ein Opfer wenn wir kein Familienbett praktizieren würden.

Gabriele — Do, 01/08/2015 - 09:21

Ich kann deine Meinung nur zu 100% unterschreiben. Ich brauche meine Auszeit und ich will vor allem nicht stundenlang bei meinem Kind im Bett liegen müssen, vielleicht noch mit der Hand auf der Brust, so wie es bei einer Freundin der Fall ist... Danke für diesen Beitrag, denn oftmals hat mann das Gefühl es geht um den Best-Mother-Avard und den gewinnt jene Mutter, die sich selbst am meisten aufopfert! Lg Gabriele

M. — Do, 01/08/2015 - 09:28

genau, Familienbett bedeutet automatisch: Überglucke und im Gegenzug ist man mit Kindern im eigenen Bett dann wohl eine Ego-Zicke, oder was!? Schade, ich dachte, mit Caros Abschied hätte sich dieses überhebliche Geschreibsel auch erledigt, dem ist aber anscheinend nicht so...

Jana — Do, 01/08/2015 - 09:33

Liebe Katharina, Danke! Ich sehe es ganz genauso! Unsere Tochter schläft seit sie 10 Wochen alt ist durch und MIR! fiel es schwer, ihr Bett aus dem Schlafzimmer zu verbannen und ICH! genieße es, mit ihr so lange zu kuscheln bis sie eingeschlafen ist. ICH liebe es, ihr beim Schlafen zuzusehen. Meine Tochter hat "gelernt" allein und zufrieden einzuschlafen. Oft fordert sie uns sogar auf, sie in ihr eigenes Bett zu legen, damit sie dort einschlafen kann. Ich möchte abends auch noch kinderfreie Zeit mit meinem Mann verbringen und auch das Ehebett gehört uns.

miri — Do, 01/08/2015 - 09:37

mutig von dir :) und respekt, dass du es so ehrlich geschrieben hast - ohne dabei großartig um dich zu schlagen. für mich wäre das derzeit auch nix. allerdings war das auch nie ein Thema, da die Prinzessin immer im beistellbett schlief und mit 2 jahren dann im eigenen Zimmer. Sie weiß aber, dass sie bei Problemen (böse Träume,...) jederzeit zu uns kommen kann. Dann wird ne Lösung gesucht für die restliche Nacht. Mal trinken wir eine Milch und jeder schläft bei sich (ich bringe sie natürlich) oder sie kuschelt sich mit zu uns. aber eben nicht als dauerzustand :)

Tom — Do, 01/08/2015 - 09:50

Danke, liebe Kadda! Du sprichst mir aus der Seele!

Katrin — Fr, 01/09/2015 - 13:07

Da würde mein arbeitender Mann und ich als arbeitende Mutter (Vollzeit) aber mal richtig widersprechen!

Amüsierte Mama — Do, 01/08/2015 - 10:07

An alle die sich aufregen: heißt Toleranz keine eigene Meinung zu haben und alles gut und toll zu finden? Und wenn ich mich für einen Weg entschieden habe - darf ich den darstellen? Darf ich ihn begründen? Darf ich auch andere Wege anzweifeln? Oder ist das alles intolerant? Katharina hat KEINEM von uns gesagt, dass wir etwas falsch machen. Und die sehr steilen Deutungen - die viele auf die Palme bringen und mich doch sehr zum Schmunzeln, weil eben genau deshalb gemacht - von möglichste vielen Reaktionen lebt so ein Blog schließlich - sind doch letztlich Gedanken, die auch jeder kennt, vielleicht etwas abgeschwächt aber sich nie erlaubt zu sagen oder denken. Seie s, weil man sich selbst so fühlt oder eben, weil man über andere so denkt. Ich finde es gut, wenn Beiträge Profil haben und Leute nicht diesen ewigen Kuschelkurs - alles ist toll - fahren - und TROTZDEM tolerant sind - denn Katharina HAT Freundinnen die 2 Stunden bei ihren Kindern sitzen, und sicherlich bleiben sie es auch. Also - so what - macht euer Ding udn ändert etwas wenn ihr unzufrieden seid. Und freut oder reibt euch über solche Artikel. Sagt eure Meinung, tauscht euch aus. Aber lasst euer - das hätte ich hier nicht erwartet ... - Gestänker!

Anni — Do, 01/08/2015 - 10:18

...als gar nicht geschlafen ;-) In diesem Sinne lasst doch alle machen wie sie gerne möchten und vor allem wie es funktioniert. Was bei Kind A funktioniert, klappt bei Kind B nicht und Kind C braucht wieder was anderes. Ich habe mittlerweile alle Varianten durch behaupte ich. Von Familienbett über Händchen halten am Bett über Nackenkraulen bis in den Tiefschlaf bis zu Kindrr schlafen durch im eigenen Bett und zwar in der gleichen Nacht ;-) Alles zu seiner Zeit! LG von Anni.

Anne — Do, 01/08/2015 - 10:34

Liebe Katharina, ich verstehe und teile Deine Auffassung vollkommen und gratuliere Dir, dass es bei Dir tatsächlich auch so wunderbar und offensichtlich reibungslos funktioniert. Unser Sohn hat sich nach der Stillphase leider nicht so einfach "umstellen" lassen. Grenzen hin - Mamas Bedürfnisse her. Ich hätte mein Bett nachts ebenfalls lieber für mich. Zumal der Hubby schon mehr als genügend Platz beansprucht. ;-) Aber nach anderthalb Jahren mit kaum mehr als zwei Stunden Schlaf am Stück und beharrlichem wieder ins Bett zurücklegen sowie eines mehrmonatigen und so verzweifelt wie erfolglosen "Jedes-Kind-kann-schlafen-lernen"-Versuches, konnte ich nicht mehr. Meine Augenringe wurden nicht einmal mehr durch das müde Lächeln angehoben, das ich mir gelegentlich abrang. Inzwischen habe ich akzeptiert, dass da eben jedes Kind anders ist. Mein kleiner nächtlicher Terrorknödel (inzwischen fast 3) ist in vielen Dingen seinen Altersgenossen voraus, das Thema Schlafen gehört nicht dazu. Gar nicht leicht, das hinzunehmen, wenn man gern alles unter Kontrolle hat. Wahrscheinlich schickte mir mein Karma diesen Wink mit dem Betonpfeiler, die Dinge auch mal laufen zu lassen. Genau das tue ich nun und es geht uns allen endlich besser - ein größeres Bett war natürlich auch hilfreich und eine überaus lohnende Investition. Das Kind schläft abends nun ohne stundenlanges Händchenhalten allein ein - nach einem ganz ähnlichen Ritual, wie Ihr es habt. Und irgendwann zwischen 1 und 3 Uhr nachts huscht er in unser Bett. Leider noch nicht immer ohne Unterstützung und regelmäßig mit lautem Geschrei, so dass ich davon immer noch wach werde. Aber auch daran arbeiten wir. Ich habe mich lange, lange schuldig gefühlt deswegen. Weil mir das Anti-Familien-Bett-Lager sagte, ich sei nicht konsequent genug. Und das Familien-Bett-Lager verstand mein Problem erst gar nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass mir mal jemand sagt, vertrau einfach auf Dein Gefühl und mach es so, wie Du es für richtig hältst. Ich denke, insbesondere bei derart sensiblen Themen ist es um so wichtiger, dass wir Mütter uns untereinander solidarisch verhalten und die andere so sein lassen, wie sie ist. Wie man seine Kinder besser erzieht, wissen "die anderen" doch sowieso besser - allen voran die Kinderlosen und Rentner. ;-) Liebe Grüße, Anne

Nadine — Do, 01/08/2015 - 10:43

Ich finde es muss jeder für sich selbst entscheiden, wie man es handhabt. Ein Familienbett wie du es beschreibst, ist allerdings kein Familienbett. Ein Familienbett, ist ein Bett in welchem jeder für seinen Schlaf ausreichend Platz findet. Der 2. Punkt ist, Menschen die sich darüber beklagen, dass die Kinder sie des Nachts stören, wenn sie aus dem Stillalter raus sind, praktizieren kein Familienbett, ich weiss auch nicht, was sie tun, vermutlich hast du recht und sie Opfern sich auf. Wir praktizieren unser Familienbett und das ist auch gut so. Ich wäre nie im Leben darauf gekommen bis meine Tochter ein dreiviertel Jahr alt war, denn bis dahin schlief sie in ihrem Bett und auch noch durch. danach allerdings tat sie das nicht mehr und weil ich eben nicht stundenlang an ihrem Bett sitzen wollte und nicht 5 mal in der Nacht aufstehen wollte schlief sie dann eben bei uns und so bekam jeder seinen Schlaf. Sie wachte auch nicht mehr auf so wie in ihrem eigenen Bett. Ich denke die Bedürfnisse der Ki der sind da sehr unterschiedlich. Seit sie vier ist schläft sie nicht mehr bei uns ist aber jederzeit herzlich willkommen. Als der Kleine dann kam haben wir gleich eine Matratze angebaut und da ich ihn immer nach Bedarf gestillt habe und das 14 Monate kann ich mir keine bessere Lösung vorstellen. Er war ein sehr sehr schlechter Schläfer und ja auch wir probierten über einen sehr langen Zeitraum aus, ob dies vielleicht daran liegt, dass er bei uns schläft. Es wurde nur noch schlimmer. Und wenn ich es Rückblickend betrachte, dann war alles richtig jeder kam so auf die beste Weise zu seinem Schlaf und ich möchte die Zeit nicht missen, wenn ich bedenke wieviel Aufsteherei ich mir gespart habe und wie viel Schlaf gerettet! Ich bin ein absoluter verfechter des Familienbettes verurteile aber auch niemanden der es anders hält. Schlimm finde ich nur die, die andere deshalb verurteilen bzw über einen Kamm scheren. Denk mal drüber nach. Ich binde auch immer wieder jedem gerne auf die Nase, was für arrogannte Sprüche ich auf Lager hatte - bei meiner absolut Pflegeleichten Babytochter, die so ziemlich alles mitgemacht hat und immer zufrieden war, bei der ich mein Leben weiter leben konnte wie vorher, nur eben plus Kind- bis mein Sohn kam........ Also bitte, man sollte sich kein so vernichtendes Ureteil über etwas bilden, was man selber noch nicht kennt bzw. praktiziert hat, vielleicht weil man es auch nicht musste. Das hat wenig mit Erziehung zu tun sondern vielleicht ein wenig mit Glück. Schön das du es hattest.

Nyla — Do, 01/08/2015 - 11:01

Ich verstehe nicht, wieso man so abgehen muss bei bestimmten Themen und dann so irrwitzige Vermutungen anstellt. Es scheint schwierig zu sein, einfach seine Meinung kund zu tun, ohne aber dann das vermeintliche "Gegenlager" anzugreifen. Aber wahrscheinlich muss das auf einem Blog so sein, wie schon eine meiner Vorrednerinnen meinte. Wir praktizieren das Familienbett. Und das war`s auch schon. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso das so ein Thema ist, ob das so oder so sein soll. Mein Mann und ich (Betonung auf BEIDE) finden das prima, dass unserer Kinder bei uns nachts schlafen. Unsere Kinder finden das auch prima und alle sind zufrieden. Wir haben uns nicht aus der Not heraus dafür entschieden, oder weil Kinder nicht schlafen wollen, oder weil wir kein Sexualleben haben möchten (das finde ich immer das lustigste Argument überhaupt. Als ob man nur das Schlafzimmer hätte und nicht Ausweich-räume, -Betten und Möglichkeiten). Oder die Theorie des nicht Loslassens. Oh, mann, das lese ich und frage mich ernsthaft, ob du schlecht geschlafen hast ;-). Es hat sich bei uns einfach so ergeben. Ich würde nie auf den Gedanken kommen jemanden nun zu verurteilen, was du hier tust, nur weil er oder sie nicht das Familienbett praktiziert. Aber auch an diesem Thema wird es wieder deutlich. Wenn man mit seinem Erziehungsstil und Familienleben im Reinen ist, dann verspürt man auch nicht das Bedürfnis andere so anzugehen und seine Meinung mit Händen und Füßen zu verteidigen. Schön, dass du einen Weg gefunden hast der für dich und deine Familie funktioniert. Unnötig andere so anzugehen, vor allem da du dich offensichtlich mit dem getrennt schlafen auskennst, aber keine Ahnung vom Familienbett hast. Gruß, Nyla

Katinka aus LE — Do, 01/08/2015 - 11:41

Erstens stimme ich mit Dir 100 % überein. Und zweitens finde ich, dass Du einen sehr guten Text geschrieben hast, da niemand angegriffen wird. Jedem seine eigene Entscheidung. Wer will, der soll. Aber wer nicht will, ist auch keine schlechte Mutter.

Kathrin — Do, 01/08/2015 - 11:42

Ich wünsche Dir eine sanfte Landung bei Deinem Sturz aus dem Fenster und dass niemand so hässliche Vermutungen über Dich und Dein Leben anstellt! Warum müssen Frauen anderen Müttern gegenüber immer so gemein sein? Es ist doch völlig in Ordnung, wenn Du Dein Bett nicht mit Deinen Kindern teilen möchtest. Warum musst Du jedoch die andere Seite für ihren Weg angreifen? Da fehlt mir absolut das Verständnis dafür, obwohl ich selber blogge (www.nestling.org)! Kathrin

Ute — Do, 01/08/2015 - 11:44

Ja sorry der Artikel ist echt daneben. Caros Artikel waren das ein oder andere Mal grenzwertig aber den finde ich total daneben und unsympathisch... Schade

Verena — Do, 01/08/2015 - 12:54

Jedem das seine. Aber diese Unterstellungen - weniger Sex, sich heroisch fühlen wollen - sind daneben. Hast du solch ein schlechtes Gewissen, dass du dich besser fühlst, wenn du andere nieder machst?

Anna K — Do, 01/08/2015 - 13:12

Unser Sohn wird bald 3 und schläft auch nicht alleine in seinem Zimmer. Wir haben alle möglichen Schlaf-Varianten ausprobiert und letztendlich schlafe ich mit Sohn im Kinderzimmer auf seiner großen Matraze. Dazu kommt, dass mein Mann laut schnarcht und unter der Woche um 4:30 aufstehen muss. Am Wochenende schläft Papa manchmal beim Sohn oder alle zusammen im familienbett. Für Zweisamkeit gibt es für uns immer noch genug Zeiten, zb wenn unser Sohn am Wochenende bei den Großeltern ist oder jeden Abend wenn Sohn im Bett ist. Für uns ist diese schlaf-Variante die beste, da wir alle den erholsamsten Schlaf bekommen. Das muss jeder für sich selber wissen. Immer öfter höre ich vom familienbett und von "Chaos"-Varianten, das hört man dann gerne, wenn man von sich selber denkt "sind wir unnormal?". Zum Glück leben wir in einer toleranten, lockeren Zeit! Und alles ist möglich, Hauptsache es fühlen sich alle gut dabei!

kiddo the kid — Do, 01/08/2015 - 14:18

Ich muss gestehen, der Artikel regt mich jetzt gar nicht sonderlich auf. Entlockt mir eher so ein Schulterzucken und ein "Och ja, kommt drauf an." Bringt halt viele Klicks, nech. Als Mutter einer 11 Monate alten Schlechtschläferin, die noch gestillt wird, kann ich mir gar nichts anderes vorstellen als Familienbett. Müsste ich nachts mehrfach aufstehen, ins andere Zimmer gehen, stillen und warten – ich wäre vermutlich schon tot umgefallen. Was ich jedoch nicht glaube, ist diese Geschichte von: 'Bei uns ist um 20 Uhr Nachtruhe und die Kinder machen dann auch mit.' Ich schwöre, mein Kind macht da nicht mit. Hat es nie, wird es bestimmt auch nicht so bald. Manche Menschen haben beim Schlafthema einfach auch Glück – das hat nicht mal so sehr was mit elterlicher Kompetenz zu tun, schlichtweg mit Glück. Was mich von Katharina noch interessieren würde: Wie habt Ihr das eingeübt mit dem Allein-Einschlafen, was heißt "stark dafür machen"? Und wenn Eure Kinder dann geschrieben haben, wie seid Ihr damit umgegangen? Das gehört ja irgendwie auch zum Kontext des Artikels. Alle Eltern und alle Kinder sind einzigartig. Deshalb glaube ich nicht an Schema F-Lösungen. Sondern an das Prinzip "Herausfinden, was für alle Beteiligten okay ist, und das dann machen." Schöne Grüße, Liz & das Kiddo

Sonja — Do, 01/08/2015 - 14:23

Nadine, Du sprichst mir aus dem Herzen!!! Danke!

Sylvia — Do, 01/08/2015 - 15:30

Also ich muss sagen, dass es sicherlich nicht bei allen Kindern funktioniert, das "richtige" (was ist schon richtig) Schlafen einzuüben, aber trotzdem glaube ich ganz ehrlich, dass viele Eltern es nicht mit letzter Konsequenz versuchen, sei es weil sie es nicht können oder aber auch einfach gar nicht unbedingt wollen. Ich würde niemals Leute verurteilen, die es anders machen/gemacht haben, als ich und es kann natürlich auch genauso sein, dass es bei anderen Kindern nicht so gut geklappt hätte wie bei meinem. Mir jedenfalls war es auch von Anfang an wichtig, dass das Kind lernt in seinem eigenen Bett zu schlafen, einfach, weil ich zu viele Leute kannte, bei denen die Kinder noch mit 5 oder 6 Probleme hatten im eigenen Bett zu schlafen, und die somit auch das "Familienbett" praktizierten, aber eben unfreiwillig, oder abends 2 Stunden lang Händchen halten mussten, das aber keineswegs niedlich fanden. Sie beschwerten sich und äußerten selbst, dass sie da "den Absprung" wohl verpasst hätten und es je älter das Kind dann schon ist eben immer schwieriger wird. Mein Sohn (jetzt eineindreiviertel) hat auch nach mir geweint, wenn ich aus dem Zimmer gegangen bin und ich bin dann eben immer wieder rein gegangen, hab ihn gestreichelt, beruhigt und dann wieder bisschen raus. Wenn er weiter geweint hat, neben ihn ans Bett gestellt, nochmal gestreichelt, wieder gut zugeredet, wieder raus. Ich habe ihn niemals lange schreien lassen und das braucht es auch nicht. Wichtig war (bei ihm) nur die Konsequenz. Es war klar, dass ich nicht dauerhaft bei ihm sitzen bleiben werde und es war klar, dass ich ihn nicht wieder raus nehmen werde. Das Elternbett war nur bei Krankheit überhaupt eine Option, so dass er darauf nie gekommen wäre. Nach und nach hat er das eben begriffen und akzeptiert. Heute bringe ich ihn um halb 8 ins Bett, er erzählt seinem Schnuffeltuch und dem Bär Geschichten und schläft manchmal erst eine halbe Stunde später ein. Aber zufrieden und gut gelaunt. Es hat natürlich einige Abende lang gedauert, das so einzuüben, aber letztlich wurde die Mühe belohnt und es war mir persönlich eben lieber, als jeden Abend händchenhaltend am Bett stehen zu müssen, bis er eingeschlafen ist...

Verena — Do, 01/08/2015 - 15:43

Hast das böse Kind, das bei dir sein wollte, gut in den Griff bekommen. Schreibe doch mal ein Buch. Titel: Jedes Kind kann schlafen lernen.

Carina — Do, 01/08/2015 - 16:04

Ich habe meine Kinder vor 19 bis 12 Jahren bekommen, ich kenne niemanden, der das Familienbett praktiziert hat. JA! Kinder können im eigenen Bett schlafen lernen. Wenn es mir nicht behagt, mein Bett mit drei Kindern zu teilen, warum sollte ich es tun? Zwischen 19:30 und 20:00 wurde im Elternbett vorgelesen und dann wanderten alle Kinder in ihr Bett. Warum soll das nicht funktionieren? Das eigene Bett ist doch etwas Schönes.

Inka — Do, 01/08/2015 - 15:52

Hallo! Ich kann deine persönliche Abneigung gegen das Familienbett absolut teilen, ich selber brauch meinen Schlafplatz auch für mich und kann nicht schlafen, sobald jemand an mir klebt... Wir haben Glück gehabt mit unsrer Tochter (mittlerweile8), die fast immer ohne Murren in ihrem Bett geschlafen hat. Wer das Familienbett gerne praktiziert, soll das tun. Jeder soll da den eigenen passenden Weg finden. Für die Entwicklung der Selbstständigkeit denke ich, dass Kinder spätentens ab dem Grundschulalter im eigenen Bett schlafen sollten. Als Grundschullehrerin erlebe ich hin und wieder "ungesunde" Mama-Kind-Bindungen, die die persönliche Entfaltung des Kindes kaum zulassen.

Gast — Do, 01/08/2015 - 16:07

Offtopic : von einer studierten Grundschullehrerin erwarte ich eigentlich, dass sie den Ausdruck "Jedem das Seine" nicht verwendet...

Herzmutter.de — Do, 01/08/2015 - 17:09

Meine Antwort könnt ihr hier nachlesen: http://www.herzmutter.de/familie/386-warum-ich-das-familienbett-super-finde

Claudia — Do, 01/08/2015 - 17:59

Ich hoffe einfach mal, dass dieser Artikel eine reine Provokationsmaßnahme für mehr Klicks ist. Ein bisschen Schwung kann ja hier nicht schaden! Ich finde jedoch arg dreist, die Ausführung bis hin zum "die können einfach nicht loslassen und wollen Sex umgehen" herablassend zu reduzieren. Ich möchte nicht das Kind von Eltern sein, die mich regelrecht zwingen im eigenen Bett zu schlafen! Genau diesen Eindruck vermittelst du hier mit deiner Aussage, dass du deine Ruhe willst. So what! Mommywars hat damit absolut nichts mehr zu tun. Lediglich veraltete Ansichten, die sicherlich gut zum oft zitierten Jedes Kind kann schlafen lernen - Buch passen. Prost Mahlzeit! Mein Beileid für solch Geschreibsel! Adieu. Und damit verabschiede ich mich nun als Leser.

Manuela — Do, 01/08/2015 - 18:34

... wieso das Familienbett inzwischen mehr als Normalität gesehen wird als das Schlafen im eigenen Bett. Ja, doch ich weiß, Bindung, Primaten, ganz früher... und so. Habe mich lange genug mit allen Argumenten pro Familienbett beschäftigt, brauche also keine Erklärungen ;-) Was ich sagen will: ich verstehe nicht, warum es inzwischen in die Richtung gekippt ist, dass man das Gefühl hat sich entschuldigen/erklären zu müssen, wenn das eigene Kind in seinem eigenen Bettchen schläft. Vielleicht bin ich ja auf dem Mond aufgewachsen, aber in meiner Kindheit und Jugend kannte ich niemanden, bei dem das Kind im Elternbett geschlafen hat. Klar, in den ersten Wochen/Monaten, wenn es gerade in der Stillzeit bequemer ist, vielleicht. Aber danach nicht mehr. Für mich war es als Kind immer etwas ganz Besonderes, wenn ich sonntags morgens zu meinen Eltern ins Bett krabbeln und noch ein bisschen kuscheln durfte. Jetzt kommt es mir vor, als sei das Familienbett Standard, als sei man Außenseiter/Rabeneltern, wenn man es nicht so macht, und das befremdet mich. Klar, es soll jeder machen wie er mag, aber jemanden quasi an den Pranger zu stellen, weil er es anders macht als man selbst, geht wirklich zu weit. Ich persönlich bin für mein Kind eine bessere Mutter, wenn ich ausgeruht bin und Platz im Bett habe zum Schlafen. Als Bauchschläferin habe ich ohnehin mehr Platzbedarf als andere. Unser Schlafzimmer ist so klein, dass nur ein 1,40 m breites Bett hinein passt. Zu zweit geht das gerade so, aber noch ein Kind dazwischen? No Go für mich. Warum Katharinas Post als Provokation betrachtet wird, wundert mich wirklich. Sie schreibt doch nur, was sie denkt. Überhaupt nicht provokativ, sondern um Verständnis für beide(!) Sichtweisen bittend. Also lasst doch bitte die Kirche im Dorf. Dankeschön!

anni — Fr, 01/09/2015 - 12:46

Danke Manuela, genau so denke ich auch immer wieder. Jeder will einem einreden, man sei eine schlechte Mutter, wenn das Kind im eigenen Bettchen schläft.

Tanja — Do, 01/08/2015 - 18:54

Ich möchte mich hier gar nicht für oder gegen das Familienbett aussprechen, ich habe, so hoffe ich, die notwendige Toleranz gegenüber allen anderen Familien und jeder kann es daher handhaben, wie er möchte. Was mich an dem Artikel stört? Warum reagiert jemand derart heftig, wenn sie einerUnterhaltung lauscht? Warum hört man einen Unterton, den man gleich deuten muss? Kann man nicht einfach akzeptierte, dass manche Leute manches anders machen als man selbst? Leute, es gibt in der Aufzucht der Jungen nicht nur schwarz und weiß, es gibt jede Menge Schattierungen. Laßt es doch einfach zu und genießt die Vielfalt. Ach ja, und wir praktizieren das Familienbett, bis die Kids von alleine "ausziehen". Und liebe Autorin, wir haben sechs Kinder (mit demselben Mann), soviel zum Thema "Sex bleibt auf der Strecke oder die Frauen benutzen das Familienbett, weil sie mit ihrem Mann nicht schlafen wollen"

Carina — Do, 01/08/2015 - 19:32

Angenommen, alle sechs Kinder wollen bei Euch schlafen.....

Gast — Do, 01/08/2015 - 23:16

wär doch mal was anseres. Ne, mehr wie drei sinds nicht. Die Großen (man glaubt es kaum) sind trotz Familienbett selbstständig geworden und schon recht lange ins eigene Bett gewandert. Der ganz Kleine mit 3 Monaten und der Bruder mit knapp 3 sind nich Dauergast..

Anke — Do, 01/08/2015 - 19:47

wenn du nur nachts und abends du selbst sein kannst und nur dann das Gefühl hast, nicht nur Mutter zu sein, solltest Du dringend etwas an Deiner Tagesgestaltung ändern. Ich höre da Stolz. Stolz so eine tolle Mutter zu sein, die von 6:30 Uhr bis 20 Uhr für ihre Kinder da ist. .... schön blöd.

Sandra — Do, 01/08/2015 - 20:00

Hallo an alle, die das Familienvater praktizieren?! Wie klappt das bei euch, wenn die Kids auswärts ohne Eltern schlafen? Wir schlafen seit Kurzem auch im Familienbett!

Katrin — Do, 01/08/2015 - 22:20

Kinder sind anpassungsfähig. Mein Sohn weiß bspw., dass er in der Kita ist. Dort schläft er problemlos allein. Auch bei Oma und Opa hat er schon übernachtet. Ging auch problemlos.

Nyla — Do, 01/08/2015 - 22:23

Also Oma ist kein Problem gewesen, weil die Kinder bei ihr schlafen dürfen. Unser Großer (6 Jahre) hat ohne Probleme bei Kita Übernachtungen oder bei seinem Freund geschlafen. Da schlief er aber auch nicht alleine, weil andere Kinder da sind :-). Unser Kleiner (fast 3 Jahre) hat nur bei Oma Übernachtet bis jetzt. Gruß, E.

Andrea — Do, 01/08/2015 - 20:04

Wir haben das Familienbett und möchten die Nähe der Kinder nicht missen. Das leise Schnarchen, die kleine Hand, die dich in der Nacht sucht. Und wenn sie nicht mehr im Familienbett schlafen möchten, dann gehen sie in ihr Bett. Das dauert hoffentlich noch eine Weile. Da ich voll berufstätig bin, habe ich weniger Zeit für meine Engelchen und da tut diese Nähe gut. Wir wissen, wie schnell die Kindheit vorbei ist, genießen wir einfach die Nähe. Und ehrlich gesagt: "Mir tut es gut." Und den Kindern gibt es Sicherheit.

Evi — Do, 01/08/2015 - 20:15

Was für hochemotionale Diskussionen das Thema generiert und wie schade, dass bei sovielen unterschiedlichen Meinungen von erwachsenen Frauen doch so schnell persönlich angegriffen und verletzt wird. Meine Meinung dazu: Katharina, Du hast soo Recht! Ich wurde selbst so erzogen und habe mit 10 Monaten tief und fest 8 Stunden durchgeschlafen und meine anderen 4 Geschwister ebenso. Genauso habe ich es dann bei meinen Kindern mit Erfolg umgesetzt - ohne viel Drama. Das Familienbett ist leider schlichtweg anerzogen und hat man sich leider selbst als Eltern eingebrockt. Aber jeder so, wie er es für richtig hält und wenn man jahrelang nachts neben seinen Kindern liegen möchte, dann auch gut. Ich möchte die abendlichen Gespräche mit meinem Mann, ein gutes Buch, nochmal den TV anschalten oder mit der besten Schwester der Welt telefonieren nicht missen... denn egal wie, die Kids stehen so oder so ab 7 wieder auf der Matte und dann kuscheln ich mich auch gerne noch für ein paar Minuten in ihr Hochbett. In diesem Sinne Gute Nacht Ihr Lieben!

Julia — Do, 01/08/2015 - 20:27

Meine Tochter hat schon im Krankenhaus nicht in meinem Bett, sondern auf der Kinderstation geschlafen - ruhig, tief und fest. So haben wir es dann ab der ersten Nacht auch in ihrem eigenen Kinderzimmer gehandhabt und seitdem sind alle (Mama, Papa und die Kleine - sie schläft wunderbar!) glücklich. Jeder so wie er will, aber ich glaube, Kinder sind schon fähig, im eigenen Bett/Zimmer zu schlafen. Toller Beitrag, mach weiter so ;)

Stephan — Do, 01/08/2015 - 20:43

Deine Küchenpsychologie ist ziemlich anmaßend. Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt weit aus dem Fenster lehne: bist du zu verklemmt, um mit deinem Mann auf dem Sofa zu ***? Wir drei genießen das Familienbett und es hat uns auch über die ein oder andere schwierige Nacht geholfen. Unterm Strich haben wir alle mehr davon.

Stephan — Do, 01/08/2015 - 20:45

letztlich sind wir immer beides: wir selbst UND Eltern.

BigK — Do, 01/08/2015 - 20:46

Also wir haben: ein großes Sofa, einen kuscheligen Hochflorteppich, eine Badewanne, einen Küchentisch, eine Lümmelecke, einen Fußboden und wenn das Kind in der Krippe ist oder den Mittagsschlaf im eigenen Bett absolviert auch das Bett. Und ich kann nicht behaupten, dass das Familienbett das Sexleben beeinflusst. Bei uns ist alles wieder wie vor dem Kind und das zu beidseitiger Zufriedenheit. Und mal davon abgesehen, es ist ja schön, wenn deine Kinder so unkompliziert schlafen, aber das ist nun mal nicht bei jedem so. Außerdem ist es nur das natürlichste, dass die Kinder bei den Eltern schlafen. Das ist beim größten Teil der Weltbevölkerung so. Nur weil wir uns für besonders zivilisiert halten, bedeutet es ja nicht, das wir unser genetisches Programm ausschalten und unsere Kinder unnatürlichen Situationen, mit denen sie vielleicht nur schwer umgehen können, aussetzen müssen.

Andrea — Do, 01/08/2015 - 20:53

Nachdem wir mit unseren Kindern (5 und 2) ein Familienbett haben (und 1. die Kinder dennoch eine Schlafmöglichkeit in ihrem Zimmer haben und es vom Großen neuerdings auch immer mehr freiwillig genutzt wird und 2. wir gleichzeitig festgestellt haben, dass wir leider zu alt für den Küchentisch werden), haben wir uns eine separate 1,40 Matraze gekauft und sie in eine Ecke eines Schränke-Abstell-Raumes gelegt. Dort amüsieren wir uns ausschweifend und regelmäßig =D. Das Beziehungen mit Familienbett einen Knacks haben oder Frauen ein Familienbett als Ausrede benutzen um keinen Sex haben zu wollen? Keine Ahnung...vielleicht gibt es das. Aber es gibt ja auch Babys, die mit ein paar Wochen durchschlafen oder morgens mit einem Mund voller Zähne aufwachen...

Stephie — Do, 01/08/2015 - 20:58

Ich, Jahrgang 81, psychisch gesund, beziehungsfähig, Psychologen kenn ich nur von der Uni ;) habe 9 Jahre lang im Bett meiner Eltern geschlafen. Anfangs immer, später kam ich jede Nacht hergewandert, bettete meinen "Hundi" auf das Kopfkissen meiner Mutter, und rollte mich auf ihrem Arm ein. Ich hörte BEWUSST damit auf, weil meine Mutter mir irgendwann sagte, dass sie ganz schön Armschmerzen hatte von mir. Das wollte ich natürlich nicht. Deshalb blieb ich dann in meinem Bett. Meine Mutter hat keine bleibenden Schäden ;) Und was soll ich sagen: Ich bin meinen Eltern unglaublich dankbar, dass sie dieses Nähebedürfnis (das ich schon immer stärker hatte als meine Geschwister) genommen haben und nicht pathologisiert haben, mich auch nicht "bis in letzter Konsequenz" durch "lange Abende der Übung" dazu gebracht haben, in meinem Bett ein- und durchzuschlafen. Mein großer Sohn (4,5 Jahre) schlief übrigens 2,5 Jahre im Familienbett (das bedeutet tatsächlich nicht, sich auf 1,60 m zu viert zu quetschen, sondern, jedem Schläfer ausreichend Platz zu geben). Er zog freiwillig aus. Alleine einschlafen konnte er mit knapp 4, und bis dahin wurde er einschlafbegleitet. Deshalb musste ich aber nie 2 Stunden lang von einem Abendessen verschwinden. Mir gefällt der Ton in diesem Posting nicht. Schon der Aufhänger ist nämlich reine Vermutung und Interpretation - ob da Stolz mitschwang oder nicht, weißt du nicht, vermutest du, interpretierst du. ICH kann nur vermuten und interpretieren, warum du offensichtlich fremde Mamas beim Kinderarzt belauschst, und warum du bei diesem Thema - wenn es dich nicht betrifft - nicht einfach weghörst, und warum es dich nervt oder trifft, selbst WENN besagte Mutter stolz war.

Sin — Do, 01/08/2015 - 20:59

Du hat so Recht! "Ich möchte die abendlichen Gespräche mit meinem Mann, ein gutes Buch, nochmal den TV anschalten oder mit der besten Schwester der Welt telefonieren nicht missen..." Das möchte ich auch nicht. Und muss ich auch nicht. Trotz Familienbett. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, verstehe ich nicht. Mein Kind geht 20Uhr im Familienbett schlafen. Und ich so gegen 24Uhr. Brauchst du für das alles mehr als 4 Stunden täglich?

Anonyma — Do, 01/08/2015 - 21:11

was haben wir doch für ein Glück, dass wir alle es geschafft haben jede Menge Nächte alleine in unseren Betten zu überleben.... weder meine Mutter, noch höchstwahrscheinlich Eure Mütter, haben Euch in ein Familienbett gepackt oder nächtelang Händchen gehalten. Wir wurden zu mehr oder weniger festen Zeiten in unsere Kinderzimmer gebracht und wohl fast alle nach festen Ritualen, sei es vorlesen, singen, Geschichten erzählen, beten oder was auch immer, der Ruhe und dem Schlaf überlassen. Und genau diese Ruhe ist es, die - meiner Meinung nach - heute vielen Kindern einfach fehlt... Schlafen muss man nicht lernen, Ruhe muss man lernen, genauso wie man lernen muss mit Stress und Aufregung umzugehen. Für beides werden die Fähigkeiten früh angelegt... kein Wunder, dass Kinder heute an ADS und ADHS "erkranken" Auch Kinder brauchen eine Auszeit und Ruhe ohne Mama und Papa... Und mir ist übrigens lieber, eine Mutter nimmt sich nachts die Ruhe die sie braucht, als dass ihr irgendwann die Nerven durchgehen.... Seit wann schließt Mutter sein alles andere aus... kaum eine Mutter ist mehr Frau, Freundin, Geliebte, hängt Eure Persönlichkeit nicht an den Nagel nur weil Ihr schwanger gewesen seid

isa — Do, 01/08/2015 - 21:13

Und mir tut jede Mama leid, die nicht in diesen Genuss kommt, mit ihrem Kind zusammen zu schlafen. Welches Mitgefühl ich für die Kinder empfinde.. Aber das wars auch schon. Hast du dich mal damit beschäftigt, dass einen immer nur Themen beschäftigen oder Ärgern, die man von sich selbst abspalten will? Vielleicht informierst du dich mal darüber, macht mehr Sinn, als komische Einträge im Internet zu schreiben. Viele Grüße und alles Gute

Stephie — Do, 01/08/2015 - 21:20

Ah, jetzt ist das Familienbett auch noch an ADHA schuld. Möglicherweise auch an ALlergien, Diabetes, Zökiakie? Ach, das ist was anderes? Warum? So kann nur jemand sprechen, der a) kein ADHS-Kind hat, und der b) keine Ahnung hat, dass Kinder in einem Familienbett GENAUSO schnell oder schneller einschlafen, GENAUSO lang oder länger schlafen, GENAUSO fest oder fester schlafen... Im Umkehrschluss bekommen Kinder in ihrem eigenen Bett sicher Autismus, nich? *wer Ironie findet, darf sie behalten*

Ines — Do, 01/08/2015 - 21:29

Die die nicht auf das Familienbett angewiesen sind, standen nie vor der Wahl/mussten es nie in Erwägung ziehen. Hat hier irgendeiner schonmal Ursachenforschung betrieben? Mein Kind wurde interventionsreich geboren, förmlich aus dem Bauch geschmissen und hat seit jeher Probleme mit der Selbstregulation (also dem Einschlafen u.Ä.) Am zweiten Lebenstag schlugen mir schon Kommentare einer erfahrenen Mutter entgegen ich hätte hoffentlich nicht so ein Schreikind :( Höre ich nun von befreundeten Müttern wie es mit dem zweiten Kind geht, so meine ich, dass eine gute (weil komplikations- und interventionslose) Geburt und Gelassenheit gegenüber Panikmache von hauptsächlich Pflegern und Hebammen sehr schlafregulationsfördernd beim Kind sind. Betreffende Mutter hat ihr Kind eben nicht geweckt "weil es doch nach 4 Stunden nun mal wieder Hunger haben MUSS"... Wenn ich aber einmal den Salat habe, dann ist für mich familienbetten die einzig erträgliche Lösung für mehr Schlaf für alle!! Mit genügend Platz wird es dadurch auf einmal schlagartig besser und nicht mit der Zeit schlimmer, wie einige behaupten, man könne den Zeitpunkt des Auszuges ins eigene Bett verpassen. Und falls ich zuwenig zum Sex kommen sollte, dann weil ich zuwenig Schlaf bekam oder den Kopf nicht frei habe, weil zum Beispiel kein Papa oder Oma oder ... mal das Einschlafritual übernimmt... Glaubt mir, die Mütter von -nicht-allein-(ein)schlafenden Kindern reissen sich nun wahrlich nicht um diese Extraarbeit und würden immernoch gerne zur Glück-gehabt-Fraktion wechseln

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA

Diese Frage soll automatisierten Spam verhindern und überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind.

u
A
w
g
P
3