Interviews

01/02/2018 - 07:45

Stadt-Mama Katharina

"Darum habe ich mich nach zwei Schwangerschaften für eine Brust-OP entschieden"

Liebe Maja, Du hast eine Brust-Op hinter Dir. Lass uns mal von vorne anfangen. Wie hast Du Deinen Körper in der Schwangerschaft erlebt?

Ich habe ja zwei Kinder, ein tolles Mädchen, geboren im November 2011 und einen ebenso tollen Jungen, geboren im März 2014. In der ersten Schwangerschaft hatte ich ein rundum positives Körpergefühl. Ich hatte nur am Anfang etwas mit Übelkeit zu kämpfen, ansonsten keinerlei Komplikationen, bin bis wenige Tage vor er Geburt regelmäßig schwimmen gegangen.

In der zweiten Schwangerschaft war die Übelkeit deutlich größer und ich habe ab der Hälfte extrem starkes Sodbrennen gehabt, zum Schluss eine Symphysenlockerung. In beiden Schwangerschaften hagte ich einen eher kleinen Bauch, ich habe einmal 10 und einmal 13kg zugenommen und auch meine Brüste sind nicht wie bei anderen enorm gewachsen, nur jeweils um eine Körbchengröße. Mir wurde auch immer gesagt, von hinten würde man nicht sehen, dass ich schwanger bin.

Und wie war die Stillzeit für Dich?

Während der Stillzeit waren meine Brüste deutlich größer. Diese „erhöhte Weiblichkeit“ habe ich durchaus genossen Und hatte auch darüber hinaus ein durchweg positives Körpergefühl. Ich habe gerne gestillt und die Zeit ebenso wie die Schwangerschaften schon als entspannte „Auszeit“ empfunden.

Du hast uns gesagt, dass nach der Stillzeit deine Brüste praktisch verschwunden verschwunden waren...

Genau. Vor den Schwangerschaften hatte ich BH-Größe 75a/75b (bei einer Körpergröße von 1.73m und ca..60kg.) Ich hatte also nie wirklich viel Brust, aber es war okay für mich. Ich habe meistens gepolsterte BHs getragen und konnte damit sehr gut leben. Das war einfach meine Figur. Eher sportlich als sehr weiblich, einfach ich.

Während der Stillzeit waren die Brüste wie gesagt etwas größer, nach dem Abstillen von Kind Nr.2 im Januar 2015 habe ich dann entsetzt festgestellt, dass mir meine alten BHs nicht mehr richtig passen und ich viel Push-UP brauche, damit man überhaupt eine Brust unter dem T-Shirt sieht. Ich habe mich dann auch sehr unwohl im Schwimmbad gefühlt. Das vorherrschende Gefühl war nicht „ich bin hässlich“, sondern „es fehlt etwas“. Und das hat mich sehr belastet. Ich habe mich unvollkommen gefühlt, als wäre ein Teil von mir weg.

Wann hast du das erste Mal darüber nachgedacht, deine Brust operieren zu lassen?

Mir wurde immer gesagt, dass es nach dem Abstillen ein paar Monate dauert, bis die „alte Brust“ wieder da ist. Darauf habe ich natürlich auch gehofft und ein halbes Jahr abgewartet. Im Sommer 2015 habe ich dann aber gemerkt, dass da bei mir wohl nicht mehr viel zurückkommt und das hat mich sehr traurig gemacht...
 
War Deine veränderte Brust auch ein Thema zwischen Dir und Deinem Mann?
 
Meinen Mann hat das alles nicht gestört, mich aber sehr und es war mir auch unangenehm, mich von ihm berühren zu lassen. Das konnte er nicht verstehen und das führte zu Unstimmigkeiten zwischen uns. Also habe ich mich im August 2015 zum ersten Mal beraten lassen. Bei diesem ersten Beratungsgespräch war mein Mann auch dabei. Er fand die Idee einer Brustvergrößerung zunächst eigentlich unnötig, hat aber natürlich selbst gemerkt, wie sehr es mich belastet, mich in meinem Körper nicht mehr wohl zu fühlen. Er hat es ja auch indirekt zu spüren bekommen..
 
Wie ging es nach dem Beratungsgespräch weiter?
 
Ich habe das Thema aber erstmal ruhen lassen. Erstens sind 5000 Euro eine Menge Geld. Und zweitens wurde uns geraten, dass wir uns überlegen, ob der Kinderwunsch abgeschlossen ist oder nicht. Und natürlich ist eine Brust-OP ein großer Schritt, immer noch vorurteilsbehaftet und nichts, was man spontan entscheiden kann oder sollte.
Ein Jahr später, an unserem Hochzeitstag am 3.9.2016, hat mein Mann mir dann einen Gutschein geschenkt für eine „halbe Brustvergrößerung“. Er meinte, wenn ich die Hälfte der Summe von meinem eigenen Verdienst zahlen könnte, würde er den Rest von unserem gemeinsamen Ersparten drauf legen (und er ist der Hauptverdiener, ich arbeite nur stundenweise, habe ein eigenes Konto, was ich für Fortbildungen und Supervisionen usw. nutze).
Diese Art von Bestätigung und Unterstützung, diese tolle Geste, dieses Gefühl urteilsfrei gesehen und unterstützt zu werden, egal worum es geht, hat mich dann letzten Ende dazu gebracht, dass ich noch im September 2016 einen erneuten Beratungstermin hatte und ein OP-Termin für November 2016 festgelegt wurde. Da hat sich dann doch der Persönlichkeitsanteil in mir durchgesetzt, der nach der Methode „Augen zu und durch“ handelt.
 
Hast du mit vielen Leuten darüber gesprochen oder hast du deine Entscheidung eher allein getroffen?
 
Meine Mutter habe ich eingeweiht und von ihr kam sofort positives Feedback und das Angebot, mir zu Weihnachten Geld, einen Zuschuss, zu schenken. Und sie sagte sofort zu, meinen Kindern einen Urlaub bei den Großeltern für die erste Woche nach der OP zu ermöglichen (wir haben leider 220km zwischen den Großeltern und uns). Das fand ich unglaublich lieb, aber auch erstaunlich, weil meine Eltern eher alternativ und intellektuell geprägt leben, mein Vater „Natur am schönsten findet“, meine Mutter beispielsweise auch mit 40 ihre grauen Haare mit Stolz getragen hat.
Aber sie konnte mich verstehen und meinte, „wenn du dir sicher bist, dass es dich zufriedener macht, dann tu’s. Ich merke doch, dass dich das belastet“. Meine jüngere Schwester und meine Schwägerin habe ich eingeweiht, weil meine Kinder in der Woche nach der OP ja bei meinen Eltern sein sollten und ich deswegen im Familienkreis nicht irgendeinen Grund erfinden, unehrlich sein, wollte. Sie waren beeindruckt und haben sich völlig wertfrei nach Details erkundigt – mir dann auch nach der OP ungefragt sehr positives Feedback gegeben.
Meine andere Schwester weiß es bis heute nicht, muss sie auch nicht. Der Kontakt ist schwierig und wie sehen uns sehr selten. Außerhalb der Familie habe ich vorab nur drei Freundinnen eingeweiht mit der Bitte um Verschwiegenheit. Und auch von diesen kam nur positives Feedback und Verständnis. Ich hätte den Eingriff auch machen lassen, wenn es anders gewesen wäre, aber natürlich haben mir diese Reaktionen gut getan.
 
Erzähl doch mal was zur OP?
 
In der OP wurden  tropfenförmige Implantate („natürliche Form“) unter den Brutmuskel eingesetzt. Auf der einen Seite 305ml, auf der anderen 355ml. Mir wurde ein C/D-Körbchen angekündigt und ich hatte auch im Beratungsgespräch einen Sport-BH an mit den entsprechenden Implantaten drin, damit ich es mir vorstellen kann. Der Chirurg hat auch ein sehr gutes Augenmaß bewiesen, es ist ein D-Körbchen geworden. Die OP hat 4800 Euro gekostet.
 
Die OP an sich verlief komplikationslos. Ich war natürlich unglaublich nervös davor und konnte es an dem Tag kaum erwarten, endlich in Narkose zu liegen und das Ganze hinter mich gebracht zu haben. Davor wurde noch Fotos gemacht zur Dokumentation. Nach der OP bin ich eine Nacht stationär geblieben und dann von meinem Mann abgeholt worden. Sicher wäre eine längere Zeit in der Klinik gut gewesen, wird aber nicht so geplant, weil man die Kosten für diese Nacht ja auch tragen muss. Und eine Nacht auf der Privatstation ist kein Schnäppchen. 
 
Wie ging es Dir nach der Operation körperlich?
 
Ich hatte wirklich starke Schmerzen, da gibt es nichts zu beschönigen. Und sollte aber auch dreimal täglich Ibuprofen nehmen – was ich auch gebraucht habe. Ich war eine Woche allein zuhause und das war gut so. Ich hätte mich nicht um die Kinder kümmern können, konnte mich nur sehr schwer aus dem Bett aufsetzten, kaum etwas tragen, hatte beim Anziehen Probleme usw. Der tägliche Gang mit dem Hund war anstrengend, weil jedes kurze Ziehen an der Leine weh getan hat.
Schlafen durfte ich einige Zeit nur auf dem Rücken, was mir nur mit vielen Kissen möglich war. Auch Autofahren war schmerzhaft. Klar, der Brustmuskel musste durchgetrennt werden. Das muss erst wieder heilen.
Ich habe in der Klinik einen sehr festen Sport-BH angepasst bekommen und musste in der ersten Zeit auch den „Stuttgarter Gurt“ tragen, damit die Implantate schön einwachsen und nicht verrutschen - auch wenn das relativ unwahrscheinlich ist bei Implantaten unter dem Muskel.
Die erste Woche war hart, dann wurde es von Tag zu Tag besser und ich habe auch wieder gearbeitet und die Kinder bei mir gehabt.
Durch die Narkose hatte ich aber sehr viel Luft im Bauch. Und das hat 3 Wochen gedauert, bis der Bauch sich nicht mehr so aufgebläht angefühlt hat. Da spielte sicher mit rein, dass ich ja am Anfang viel gelegen bin. Aber diese Ruhe ist trotz allem wichtig. Es ist alles gut verheilt und beim Kontrolltermin nach 6 Wochen habe ich dann das Okay für normale Unterwäsche bekommen. Und bin natürlich sofort zu Dessous kaufen gefahren. So viel Spaß hatte ich noch nie beim BH kaufen Mit BH-Größe 75D kann man nämlich einfach alles tragen. 
 
Wie geht es Dir heute? Hat Dich die OP verändert?
 
Es geht mir sehr gut. Die Narben sind kaum sichtbar, ganz toll verheilt und es fühlt sich wirklich so an, als wäre alles natürlich, alles normal, immer schon so gewesen. Das sind meine Brüste und sie passen zu mir. Ich bin stolz auf mich, dass ich das durchgezogen habe und fühle mich rundum wohl in meinem Körper. Es sieht auch sehr natürlich aus. Ich glaube, die meisten Menschen haben es gar nicht bemerkt bzw. bemerken es nicht, weil es eben so natürlich aussieht. Die Brut paast gut zu meinem Körperbau 

Auch wenn mein Mann immer gesagt hat, dass er mich schön so findet, wie ich bin – und das auch ernst gemeint hat, da bin ich mir sicher – gefällt ihm meine Brust jetzt sehr gut und er sagt mir das auch sehr oft. Er merkt natürlich auch, dass ich wieder wesentlich entspannter mit meinem Körper umgehe – und das kommt auch ihm bzw. unserer Beziehung zugute.

 

Tags: Brust, Brust-OP, Schwangerschaft, Beratung, Operation, Krankenhaus, Stillzeit, BH

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Kommentare

Schokominza — Do, 02/01/2018 - 08:49

Es freut mich für dich, dass die OP gut ausgegangen ist und du auch die Zeit danach gut überstanden hast. Eine Freundin von mir hat mit ihrem Mann den Deal, dass er nach dem 4. Kind eine Brust-OP spendiert. 3 Kinder haben sie bereits :-) Eigentlich sieht sie top aus, aber wenn man sich selbst halt nicht top fühlt, kann eine OP ja durchaus eine Lösung sein. Viele Grüße!

V — Do, 02/01/2018 - 13:11

Vielen Dank für dieses schöne Interview. Muss man denn die Implantate irgendwann austauschen? Das würde mich nämlich abschrecken. Viele Grüße

S — Do, 02/01/2018 - 23:59

Nein muss man nicht. Die heutigen Implantate können ein Leben lang drin bleiben, außer natürlich, sie gehen kaputt (was aber nur durch stumpfe Gewalt passieren kann).

R.M. — Do, 02/01/2018 - 14:41

Mich persönlich würde ja nachdenklich machen, dass es keiner bemerkt hat. Ich meine, lohnt es sich dann überhaupt? Und wiegt das dann die OP Risiken auf, die es ja nunmal einfach gibt? Nicht bei allen ist die OP ja so "ein Spaziergang"?

S — Fr, 02/02/2018 - 00:03

Sie hat es ja nicht für die anderen gemacht und wenn man sich unwohl im eigenen Körper fühlt, dann ist es jedes Risiko wert, damit es nachher besser ist. Das kann man aber nur verstehen und nachvollziehen, wenn man es selbst erlebt hat. Das ist genauso wie wenn man jemand eine Geburt, die dazugehörenden Schmerzen und das unglaubliche Glücksgefühl danach beschreiben soll der das noch nicht erlebt hat. Derjenige wird es nicht verstehen.

Saskia — Do, 02/01/2018 - 18:22

Hätte eine Bruststraffung nicht gereicht? Ich finde von A auf D ganz schön heftig. Was passiert in 20 Jahren...30 Jahren? Die Brust wird ja total ausgeleihert sein wenn man sie wieder entfernt.

S — Do, 02/01/2018 - 23:56

Das hätte es mit Sicherheit nicht, denn wo nichts ist kann man auch nichts straffen. Ist doch logisch, oder?!? Eine Straffung ist nur möglich, wenn eine große Brust nach dem Stillen hängt.

Marina — Do, 02/01/2018 - 23:02

schon seit ein paar Beiträgen wundert mich die Einseitigkeit Eurer Berichterstattung über Äußerlichkeiten, ganz ohne das politische und gesellschaftliche Setting in dem diese persönlichen Entscheidungen getroffen werden (Stichwort Werbung). Wo ist die deutsche Debatte zu Kinder-, Frauen- und Familienrecht angesichts der aktuellen Koalitionsverhandlungen, wo die deutsche Sicht zu #metoo? Auf amerikanischen Blogs geht es da gerade hoch her, und hier nur Biedermeier und Bauchnabelschau. Ist das wirklich das, was ihr Euren Töchtern vermachen wollt?

S — Fr, 02/02/2018 - 00:30

Zu allererst möchte ich dir, liebe Maja, zu deiner Entscheidung, die OP durchzuziehen, gratulieren! Ich kann jedes Wort das du schreibst nachvollziehen. Ich hatte vor der Schwangerschaft ebenfalls ein A-Körbchen und hatte immer Push-ups an. Während der Schwangerschaft hatte ich zum ersten Mal ein Dekoltée und fand meine Brust richtig gut. Es war zwar nur ein B-Körbchen, aber für mich schon echt viel. Danach war es dann wieder wir zuvor, allerdings habe ich auch nur 2 Wochen gestillt. Da unsere Familienplanung mit Kind 1 aber abgeschlossen war und ich schon seit ich volljährig bin mit dem Gedanken einer Brustvergrößerung gespielt habe (es war mir aber immer zu teuer - ich bin halt eine echte Schwäbin ;-)), habe ich mich bei mehreren Ärzten und Klinken beraten lassen. Ich habe dann den Arzt meines Vertrauens gefunden und mich für die OP entschieden. Da ich kein Korsett tragen und auch gleich wieder „fit“ sein wollte habe ich mich für die teureren Polyuretan-Kissen entschieden. Diese sind innerhalb von ein paar Stunden so fest mit dem Gewebe verwachsen, dass nichts mehr verrutschen kann und man sofort wieder mobil sein kann. Mein Arzt operierte mit einer besonderen Schnitttechnik, die kaum blutet und somit weniger schmerzhaft ist. Und in der Tat hatte ich fast keine Schmerzen und keine Einblutungen danach. Ich habe keine Schmerzmittel eingenommen und hatte lediglich zwei Tage lang das Gefühl eines starken Muskelkaters in den Bauchmuskeln. Das war alles und ich würde es jederzeit wieder machen. Ich kann nur jeder Frau empfehlen, wenn ihr darüber nachdenkt eine solche OP zu machen, weil ihr euch in eurem Körpe nicht (mehr) wohl fühlt - tut es, aber sucht euch einen guten Arzt (in Deutschland!) und investiert das Geld, es lohnt sich!!! P.S.: ich habe jetzt ein wunderschönes C-Körbchen und bei mir hat es auch keiner bemerkt - oder es spricht halt keiner drüber. Aber egal, ich kann mich jetzt wieder gerne im Spiegel anschauen und das Dessous- und Bikini-Kaufen macht einfach nur Spaß!!!!

Sabine — So, 07/07/2019 - 01:45

Bei welchem Arzt hast du deine OP durchführen lassen?

Sabine — Fr, 02/02/2018 - 07:10

Hallo Stadt- und Landmama. Ich bin irritiert, warum bei Euch aktuell das Thema der Schönheits- OPs so stark behandelt wird. .. mir ist es wichtig, Mütter zu bestärken, dass sie ihren Körper akzeptieren dürfen wie er ist. Die Frauen, die das nicht können und sich über ihren Körper definieren, haben ja immer die Möglichkeit, sich operieren zu lassen. Aber hier klingt es nach einem Frauenbild der 1950ger Jahre, allerdings mit “emanzipierter“ finanzieller Selbstbeteiligung= der Ehemann lässt Geld für die Sanierung der Ehefrau springen, allerdings vom gemeinsamen Konto und den Rest muss die brave Gattin selbst finanzieren... so richtig können sich Frauen wohl nie von Schönheitsidealen und weiblicher finanzieller Abhängigkeit lösen- wie schade...

Saskia — Fr, 02/02/2018 - 09:12

Ich bin ganz deiner Meinung. Man sollte seinen Körper so akzeptieren wie er ist mit Narben und alles was eine Schwangerschaft und Stillzeit mit sich bringt. Wir sollten stolz sein was wir und unser Körper geleistet hat. Mal abgesehen davon finde ich es erschrecken zu lesen dass der Ehemann!!! so etwas „spendiert“ Ihr Blogführer, warum so viele Schönheits OPs? „For every Woman unhappy with her postpartum marks, is another Who wishes she had then.“ - unknown

Kathrin — Fr, 02/02/2018 - 09:50

Hallo, ich bin selber eher aus der Ecke Körper akzeptieren, jedoch kann ich nachempfinden, warum die Blogautoren auch solchen Frauen eine Stimme geben wollen, die eben mit ihren Körpern gehadert haben und nun aktiv etwas verändert haben. Denn die Akzeptanzseite wird ja schon viel „bespielt“. Und ehrlich gesagt finde ich es ganz informativ auch mal von „Normalfrauen“ zu lesen, die mit Hilfe der plastischen Chirurgie ihre Körper gerichtet haben... denn in den Medien findet man ja doch eher nur die Ergebnisse von OP Exessen.

Britta — Fr, 02/02/2018 - 15:54

Wow, der Mann “spendiert“ die Hälfte vom gemeinsamen (!) Konto und die Frau bezahlt den Rest von “ihrem“ Geld. Was daran ein Geschenk sein soll verstehe ich nicht. Der Hauptverdiener könnte doch ohne die Partnerin überhaupt nicht in diesem Umfang arbeiten gehen? Schade dass es 2018 noch immer so ungleiche Partnerschaften zu geben scheint und sich die (überwiegend weibliche?) Leserschaft nicht vor Empörung ereifert. Viele Grüße, Britta

Simone — Fr, 02/02/2018 - 19:29

....angesichts der sich häufenden Schönheits-OP- Berichten. Perfektionieren des eigenen Körpers...natürlich nur für sich selbst. Woher kommt denn der Wunsch, perfekt auszusehen? Ich denke, Selbstliebe ist mit teuren Schönheitsoperationen nicht herzustellen. Muss jede selbst wissen. Aber ich muss darüber nicht drei mal lesen. Ich muss übrigens gerade an die arme Frau in meinem Geburtsvorbereitungskurs denken....die einen geplanten Kaiserschnitt hatte, weil ihr Freund Angst hatte, sie könne sonst nach der Geburt zu weit sein. Gestillt hat sie natürlich auch nicht, der Busen hätte ja leiden können. Sie sagte auch immer, sie wolle sich wohl fühlen in ihrer Haut....die frau als Sexobjekt und schmückendes Beiwerk....schade.

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