Landleben

16/03/2015 - 08:45

Land-Mama Lisa

Die lustige Welt da draußen: Lisa über antizyklisches Kinderkriegen.

Ihr Lieben, in der Nido gab es mal einen ziemlich tollen Artikel darüber, wie es ist, wenn man "außer der Reihe" Kinder bekommt. Wenn man also antizyklisch zum heute vorherrschenden Durchschnittsalter Kinder bekommt. Also zum Beispiel zu früh. So wie ich.

Ich wurde schwanger, als ich 23 war, bekam mein Kind mit 24 und Kind zwei und drei mit 26. Mit 26 zog ich also mit drei Kindern im Zwillingswagen samt Kiddyboard durch Berlin-Prenzlauer Berg, trocknete Tränen, freute mich über Gluckser, wischte Sand aus Augen, wickelte, wickelte, wickelte, stillte, machte Nächte durch, starb fast vor Sorge, hatte Verantwortung und bekam einen Sinn dafür, was Liebe bedeutet. Unbändige Liebe.

Ich entfernte mich vom hippsten Cocktail, von der gerade angesagtesten Mode, von Partys, die bis morgens gehen und von Jobangeboten mit 60 Stundenwochen und dauernden Auslandsaufenthalten.

Die meisten Freunde nicht.
Die machten einfach weiter. Und bekommen jetzt Kinder. Jetzt, da meine Kinder keine Windeln mehr brauchen, da die Große anfängt, sich auf ihre ersten Babysitterjobs zu konzentrieren und die Jungs abblitzen lässt, die ein Auge auf sie geworfen haben. Ich gerate langsam zurück in diese alte Welt, in der man auch mal wieder ausgehen und man-selbst-sein kann. Und trotzdem klafft da eine Lücke von zehn Jahren.

Ich gehe durch Berlin und denke: Warum tragen die alle so komische Sachen, so klobige Schuhe, so enge Leggings, so sackartige Jacken in dunkelgrün oder braun oder senfgelb und dann auch noch ne Mütze auf dem Kopf? Dazu knallroten Lippenstift.

Ich sitze in einer Bar und wundere mich über Moscow Mules und wie lecker die schmecken und frage mich, warum es die damals noch nicht gab, als ich noch aktiv und trinkfest war? Ach, der Drink ist gar nicht neu? Interessant. Für mich schon.  

Und die Gespräche: Ach, ich hab mich heute für das Wollkleid entschieden, aber Du in Seide siehst echt spitze aus. Hm. Ich hingegen freue mich, etwas im Schrank gefunden zu haben, dass nicht bekleckert ist und halbwegs tragbar. Modisch? Keine Ahnung, da wurde ich abgehängt. Wolle? Seide? Mir doch egal. Meine letzten zehn Jahre bestanden nicht aus Seide oder Wolle, sondern aus Trotzanfall und Kackawurst. Aus Krankenhauskanülen und gebrochenen Armen, aus Schulhofstreiterein und Reiterferien. Aus Laufenlernen und Durchbrüchen, aus barfuß-über-die-Wiese-rennen und Kinderlachen. Aus Kichern über Pupse, aus kuscheligen Morgen mit viel zu vielen Menschen im eigenen Bett. Das erzähle ich nicht beim Moscow Mule, aber ich denke schon, dass meine Prioritäten einfach anders sind, auch wenn wir alle in einem Alter sind.
Ich bewerte das nicht, ich finde beides super. Ich sehe nur, dass da womöglich nicht nur zehn Jahre zwischen uns liegen, sondern Welten. Eben bis ich den Anruf kriege, dass auch bei ihnen Nachwuchs unterwegs ist. Und sich auch da die Prioritäten verschieben. Oder auch nicht, denn auch das ist ja interessant. Ich mag das, mich mit Leuten zu treffen, die ein ganz anderes Leben führen. Mich bereichert das, auch wenn es mich manchmal wundert. So wie es sie wundert, was ich so den ganzen Tag mache. Bestimmt.

Tags: Unterschiede, Lebenswege, Lifestyle, Ausgehen, Mutter, Phasen

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Kommentare

Anna — Mo, 03/16/2015 - 11:18

Liebe Lisa, ich habe mein Kind mit 25 bekommen, nun werde ich bald 28. Während meine Kommilitonen an der Uni weitermachen, wie bisher - feiern, ausschlafen, lernen, reisen, in den Tag hineinleben etc. - hat sich für mich alles verändert. Langsam beginnt es, dass mein Freund und ich abends mal wieder unterwegs sind, wenn die Großeltern aufpassen, ich vormittags Zeit für die Uni habe, wenn der Kleine in der Krippe ist,... Ich habe auch das Gefühl, dass die neuste Musik, die aktuelle Mode usw. immer erst etwas verspätet bei mir ankommt, wenn überhaupt. Aber dafür kenne ich so Vieles ganz genau: jede einzelne Speckfalte meines Kindes, seinen bezaubernden Geruch am Kopf, das schöne blaue Muster in seinen Augen, das Gefühl, wenn seine kleine Hand nachts in meiner liegt...ich kenne die schönsten Kinderbücher auswendig, singe den ganzen Tag und weiß, dass eine durchschlafene Nacht, ein Monat ohne Erkältung und ein Kinderlachen am frühen Morgen tausend mal schöner sind, als das neuste Paar Schuhe (über das ich mich aber natürlich auch sehr freue, wenn es per Post ankommt ;) )!Ich meine nur: die Prioritäten verschieben sich und vor allem das, was wir als "Glück" bezeichnen.

JuSu — Mo, 03/16/2015 - 11:19

ich habe meine Kinder zwar nicht wirklich antizyklisch bekommen, sondern nur ein, zwei Jahre vor dem Freundeskreis. Aber dafür ist in der Still- und Windelzeit dann z.B. das Getränk Hugo komplett an mir vorbeigerauscht *lach* LG JuSu

Land-Mama Lisa — Mo, 03/16/2015 - 12:47

<p>Ha! Hugo! Auch an mir komplett vorbeigezogen! ;-)</p>

JuS — Di, 03/17/2015 - 19:11

Na dann müssen wir unbedingt mal einen Hugo trinken, wenn wir uns einmal über den Weg laufen ;-)

Andrea Kai — Mo, 03/16/2015 - 11:35

Ich habe Kind Nummer eins mit 19 bekommen und mit 25 hatte ich drei Kinder. Auch bei mir fängt nun wieder eine Zeit an, in der es wieder mehr um mich geht. Was Mode betrifft; ich hatte immer einen eigenwilligen und außergewöhnlichen Stil. Aber nach den Kindern hatte ich irgendwie das Gefühl mich selber verloren zu haben. Meinen Stil, meinen Musikgeschmack sogar meine Vorstellungen davon, wie ich mir mein Leben vorstelle musste ich mir erst wieder erarbeiten. Nun habe ich das Gefühl angekommen zu sein und möchte mich neuen Herausforderungen stellen und die Welt entdecken. Und das mit einem fast 16-jährigen Sohn, dem es gerade genauso geht. Aber auch finde es nicht so schlecht, etwas aus der Reihe zu tanzen. Ich war immer schon unkonventionell, ohne das aber krampfhaft zu erzwingen. Es ist eben passiert und ich bin eigentlich ganz zufrieden damit. Andere in meinem Alter hören die biologische Uhr immer lauter ticken und haben vielleicht noch nicht einmal den richtigen Mann gefunden. Ich habe das alles hinter mir und kann mich nun in Ruhe auf mich konzentrieren, mit dem beruhigenden Wissen, dass es mit den Jahren noch leichter wird. Lg Andrea

Lea — Mo, 03/16/2015 - 12:14

Ich bin total akademikerdurchschnittsmäßig mit Anfang 30 Mutter geworden, so wie die meisten meiner Freundinnen. Da ich aber noch mal studiere und dort doch einige twenty-somethings herumlaufen, bin ich zumindest modemäßig auf dem neuesten Stand. Dazu kann ich, Kind hin oder her, nur sagen: warum? Es ist genau wie Du schreibst und ich finde es schrecklich! Wahrscheinlich hängt das weniger mit dem Alter des Eltern werdens zusammen, als mit dem eigenen Alter. Mich erinnern diese gemusterten Leggins, die sackartigen Parkas und all die anderen hippen F'hain- ist und P-Berg-Klamotten einfach zu sehr an die Kleidung meiner Kindheit in den 80ern. Die größte Lücke klafft bei mir in Sachen Musik. Wer bitte ist diese ominöse Rita Ora? Und bis ich mal mitbekomme, dass irgendein Staat pleite ist, muss der Shitstorm auf Facebook schon enorm sein. Ich bin gespannt, was noch so alles an mir vorbeiziehen wird. Und ich hoffe, dass die Mode bis dahin weniger augenfeindlich ist

Land-Mama Lisa — Mo, 03/16/2015 - 12:41

<p>Rita Ora? Nie gehört ;-)</p>

Britta — Mo, 03/16/2015 - 12:16

Hier ist der Link: aus dem Gleichschritt http://www.nido.de/artikel/aus-dem-gleichschritt/

Land-Mama Lisa — Mo, 03/16/2015 - 12:43

<p>Schon eingebaut in den Text. Super!</p>

Vivi von hexhex — Mo, 03/16/2015 - 12:37

oh wie wunderbar geschrieben, mit soviel Wahrheit! Ich bin auch sehr junge Mutter geworden, mit 22, habe nun mit 28 das zweite Kind und Freunde neben mir im gleichen Alter mit völlig anderem Lebensentwurf. Aufjedenfall bin dann sicher ich, mit Erfahrung, die erste Ansprechpartnerin nach dem positiven Schwangerschaftstest der Freunde ;) liebe Grüße

Land-Mama Lisa — Mo, 03/16/2015 - 12:42

<p>Und dieses Erster-Ansprechpartner-nach-den-positiven-Schwangerschaftstest sein, das liebe ich. Jemanden willkommen heißen in dieser Welt, die sich einem erst nach dem Kreißsaal eröffnet... Herrlich!</p>

Anne — Mo, 03/16/2015 - 12:55

Ich habe mit 33 und 35 meine Kinder bekommen – also total durchschnittlich heute. Wenn ich noch mal die Chance hätte, dann würde ich auch in den 20er Mutter werden. Damals hat es nicht gepasst für mich. Jetzt bin ich 40 und selbst in diesem "hohen" Alter Eine, die früh Kinder bekommen hat. Ich finde es eher komich, wenn man mit 40 plus Babies bekommt. Aber es gibt für alles im Leben keinen Masterplan.

Kampfzwerg Mama — Mo, 03/16/2015 - 13:15

Das endlich mal jemand über dieses Thema schreibt. Ich dachte schon, nur mir geht es so. Meinen Zwerg habe ich mit 20 bekommen und sogar noch kurz davor geheiratet ( wir waren da schon 5 Jahre zusammen und verlobt). Damit war ich dann schon ein richtiger Exot, während meine Freundinnen gerade erst eine zweite Schule oder noch eine Ausbildung anfingen und erst richtig anfingen Party zu machen. Wenn ich jetzt mit ihnen weggehe muss ich mir auch häufiger die Getränke erklären lassen. Nur mit der Mode habe ich weniger Probleme, ich liebe Modezeitungen und laufe auch etwas eigener rum ( Retro ). Das einzige wo ich zuerst mit meinen Freundinnen etwas Probleme bekommen habe, war die Zeitplanung, als Mama kann man leider schlechter einer Party zusagen wenn man eine Stunde vorher gefragt wird. Manchmal hat dieses "Kinderbekomm" Alter natürlich auch Nachteile, aber meistens bin ich sehr zufrieden mit allem. Nur in unserem neuen Kindergarten werde ich leider seeehr misstrauisch von den anderen Mamis beäugt und man spricht sogar kaum mit mir ( in unserem Kiga liegt der Altersdurchschnitt bei Ende 30). So etwas finde ich schade, schließlich beiße ich nicht und man sollte es jedem selber überlassen wann er Kinder bekommt.

Carina — Mo, 03/16/2015 - 13:52

Ich bekam mein erstes Kind mit 23 und war im Geburtsvorbereitungskurs die absolut jüngste - damals in Berlin-Treptow. Meine zweite Tochter bekam ich mit 24 und besuchte einen Geburtsvorbereitungskurs in Berlin-Marzahn....da war ich die Älteste. Beim dritten Kind mit 29 war ich wieder die Jüngste im Kurs. So verschieden kann das sein.

Denise — Mo, 03/16/2015 - 14:05

Ohh liebe Lisa, der Beitrag tut so gut. ich bin jetzt 28 und hab letztes Jahr meine erstes Kind bekommen. Mit 26 habe ich geheiratet und war in meinem Freundeskreis ein absolutes Alien. Das Kind war dann natürlich das I-Tüpfelchen. Da ich selbst ein ziemlicher Nachzügler bin, hab ich ziemlich früh beschlossen, dass ich niemals so spät Kinder bekommen möchte. Schade ist, das man tatsächlich schief angeguckt wird, sei es in der Krabbelgruppe oder sonstwo. Auch das Kennenlernen anderer Mamis fällt schwer, da die meisten doch 10 Jahre älter sind und sich eher von mir fernhalten. Wie die Kampfzwerg Mama vor mir shcon geschrieben hat, sollte der zetpunkt des Kinderkriegens jeden selbst überlassen sein und anstatt sich gegenseitig anzugehen und komisch zu beäugen, sollte man sich doch lieber unterstützen...

chris — Di, 03/17/2015 - 10:45

Meinen ersten Sohn bekam ich mit 24, den zweiten mit 27. Wir waren noch im Studium und niemand in unserem Umfeld hatte Kinder. Ich sagte immer, dafür habe ich mit 45 die Kinder aus dem Haus. Doch wir merkten das noch jemand fehlte und die Kinder viel zu schnell groß wurden.So bekam ich mit 41 den dritten Sohn. Und ich bin sehr glücklich mit meinen Männern. Aber auch jetzt gibt es in unserem Umfeld niemandem mit Kleinkindern, aber alle haben sich mit uns gefreut. Außen Stehende haben es nicht verstanden. Wie, nochmal von vorne anfangen? Wie kann man nur. Naja, das kann ja nicht gewollt sein. Solche Kommentare waren hart. Aber der Kleine ist ein Sonnenschein und bringt dadurch die Skeptiker auf seine Seite. Nun fühlen wir uns als Familie vollständig.

Julia — Do, 03/19/2015 - 10:11

Hallo Chris, ich als Außenstehende kann dir sagen: ganz tolle Entscheidung; ich denke, dass diese auch eine Entscheidung von mir sein könnte. Ich habe meine Tochter mit fast 31 bekommen. Jetzt bin ich 32, drück ab dem Sommer nochmal die Schulbank, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hier nicht möglich wäre und hoffe, noch ein oder zwei weitere Kinder bekommen zu können. Ich finde es toll, wenn sich jmd nach der Babyzeit nochmals für ein Baby entscheidet. Jedes weitere neue Leben ist ein Grund zur Freude, nicht für Unverständnis. :-)

Katja — Mi, 03/18/2015 - 14:17

Hey! Ich bin 33 hab zwischen 21 und 29 meine Kinder bekommen- 4 sind es und es war eine anstrengende schöne Zeit und inzwischen hab ich Freunde auf die ich mich zu 100% verlassen kann. Freunde mit gleichen Lebenslagen denen man auch mal sagen kann dass einen die Kids anstrengen und bei denen es egal ist wenn man nicht der Mode entsprechend gekleidet oder gar mit einem Fleck aus dem Haus geht! Ich kann nur sagen: ich liebe meine Kinder und ich würde nix in meinem Leben anders machen!!!

Dorothea — Mo, 03/23/2015 - 10:53

Hallo Lisa, Du hast es richtig gemacht. Im Beruf durchstarten kannst Du mit 40 auch noch, das ist nicht zu spät.

Denise — So, 06/12/2016 - 11:43

Ich bin mit 23 das erste Mal schwanger geworden und bekomme jetzt mit fast 29 unser zweites Kind. Viele Freunde von uns Anfang und Mitte 30 leben immer noch so wie wir mit Anfang 20...Es sind die gleichen lieben Menschen aber in unseren Prioritäten und Lebenavorstellungen trennen uns viele Jahre. Sie wirken mit ihren Sorgen oft fast ein bißchen naiv und jung.

Jana — So, 06/12/2016 - 19:51

Lisa, du sprichst mir aus der Seele: Erst gestern saß ich mit meinem Göga auf dem Sommerfest der Firma, in der er arbeitet und sagte zu ihm: "Irgendwie waren wir viel zu früh dran mit dem Babies haben, die machen das alle jetzt erst." Mein Mann sieht sich um, schüttelt den Kopf ob der vielen weinenden Babies und schuckelnd rumlaufenden Eltern (sehr ungemütlich übrigens) und meint: "Nöööö, das war schon ganz gut." Währenddessen haben wir unsere Kinder seit längerem schon nicht mehr gesehen, die kicken irgendwo im Sand mit den Betreuern oder bestellen sich alkoholfreien Cocktail oder holen sich ein Eis. Ich werde jetzt bald 35, bei dem ersten positiven Schwangerschaftstest war ich 22, auch bei der folgenden Frühgeburt mit Todesfolge. Damals ein Alien unter all meinen Freunden, bei uns ging es ab da nur noch um Familie und heute, 12 Jahre später geht es wunderbarerweise auch wieder um uns :-)

Olivia — So, 06/12/2016 - 23:05

Liebe Lisa, Im ersten Moment musste ich stutzen....und dann schmunzeln :-) Meine Geschichte ist ähnlich und es ist richtig toll von anderen "Jungmamas" zu lesen! Wir haben uns ebenfalls dafür entschieden, recht früh Kinder (12, 8, 6) zu bekommen-sogar gegen Ende meines Studiums. Das wurde sehr kritisch beäugt- gerade in Bayern :-) Rückblickend finde ich die Entscheidung super, es war eine anstrengende, chaotisch, fröhliche Kleinkindzeit zwischen Windeln und Büchern...es ging tatsächlich! Gerade als junge Eltern hat man doch die Bereitschaft Kompromisse einzugehen, ist unkomplizierter und flexibler. Ich möchte alle ermutigen, die sich in ähnlichen Situationen befinden! Glaubt an Euch, haltet zusammen und genießt die Zeit ;-) Lieben Gruß, Olivia

Birte — Do, 09/01/2016 - 22:28

.. das antizyklische Kinderkriegen. Mit 22 kam Tochter nr 1, vor 10 Wochen mit 31 kam Tochter nr 4... die Kinder meiner (früheren) Freunde sind maximal 2 Jahre alt, oder noch gar nicht auf der Welt. Mir egal. Ich hab meine großFamilie, die ich mir immer gewünscht habe.da mein Mann schon über 40 ist,kam später Kinder kriegen gar nicht in Frage... Ich vermisse keine PartyNächte, keine Cocktails, ich mag gern alkoholfreies Bier undzufallende Augen mitten im Tatort. Und wenn es doch mal so sein soll, dass wir gemeinsam weiter ausgehen als bis in den BierGarten hinterm Haus, dannhaben wir einen super Babysitter, ein Mädchen von 18Jahren von gegenüber, dass auch drei Kinder locker ins Bett bringt, während nr 4 im Tuch vor meinem Bauch schlummert..

Anja — Di, 11/07/2017 - 14:05

Ich kann deinen Text sooo nachvollziehen! Während meine Jungs jetzt 6 Jahre, 4,5 Jahre und 6 Monate sind, bekommen die meisten Freunde jetzt mit Anfang/Mitte 30 das erste Baby. Während ich während der ersten Schwangerschaft alles noch mitgemacht habe, mich "nicht so angestellt habe" und das Gerede über Babys usw bei kinderlosen Freundinnen weitestgehend für mich behalten habe, habe ich das Gefühl um mich herum flippen alle aus. Und ganz ehrlich nervt mich das. Am liebsten würde ich ständig sagen "siehste! Jetzt weißt du wie das ist!!" Wir mussten uns so viel erklären warum wir nicht mehr so oft weggehen und haben es doch so oft wie möglich eingerichtet oder irgendwie Wege gefunden unsere Freunde nicht zu doll zu vernachlässigen. Aber ich freue mich natürlich auch viel mehr über Babys seitdem ich selbst welche habe.

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