Ehe-Aus: Ich bin ausgezogen, die Kinder bleiben beim Vater

Liebe Ricarda, Du steckst gerade mitten in einer Trennung. Wie lange warst du mit dem Vater Eurer beiden Kinder zusammen und wie würdest du eure Beziehung beschreiben?

Mein Mann und ich sind seit 13 Jahren zusammen, seit 11 Jahren verheiratet. In den ersten Jahren haben wir eine Fernbeziehung geführt, das war schön, aber wie der andere im Alltag lebt, bekommt man da nicht mit.

Ich wurde schwanger und wir zogen gemeinsam nach Niedersachen in ein idyllisches Bullerbü-Dorf. Für mich Berlinerin doch eine ganz schöne Umstellung. Wir kauften ein Haus und bekamen ein zweites Kind. Heute sind unsere Kinder 7 und 11 Jahre alt.

Irgendwann hat sich Eure Liebesbeziehung verändert – Ihr seid mehr und mehr zur „Familien-WG“ geworden. Wann war das?

Umso älter die Kinder wurden, desto mehr Freiräume gab es wieder und ich fühlte mich nicht mehr nur als Mutter. Ich bin ein sehr sozialer und interessierter Mensch, liebe Kultur, Musik, Abende mit Freunden. Ich arbeite als Lehrerin, bin nebenbei aber auch noch Musikerin. Darin gehe ich total auf und fühle mich nicht nur als „Muttertier.“

Mein Mann ist da ganz anders. Er liebt die häuslichen Verpflichtungen, die Konzentration und kuschelige Abgeschiedenheit nur mit unseren Kindern. Er arbeitet gerne im Garten und braucht keinen großen Imput von außen.

Mein Mann sagte irgendwann mal: „Du bist gar nicht mehr die Frau, die ich geheiratet habe.“ Da musste ich ihm sagen, dass ich eigentlich schon immer so war, diese Leidenschaften nur nicht ausgelebt habe oder er sie einfach auch nicht gesehen hat.

Wie ging es weiter?

Mein Mann ist eigentlich sehr loyal und ging zunächst mit mir in Ausstellungen und Konzerte. Er tat das für mich – aber das Ganze gab ihm selbst gar nichts. Er empfindet dafür einfach keine Leidenschaft. Und so begann ich, gewisse Dinge mit meinem Freundeskreis – und ohne ihn – zu unternehmen. Wenn ich nach Hause kam und ihm begeistert von meinen Erlebnissen erzählen wollte, erzählte er wiederum. dass er den ganzen Abend Stromanbieter verglichen hätte, um ein paar Euro zu sparen. Wir lebten einfach in zwei Welten.

Wann wurde dir das noch bewusst?

Wenn mein Mann dienstlich unterwegs war, verbrachte er die Abende immer im Hotelzimmer. Das konnte ich nie verstehen, hätte ich doch die Destination der Reise nach Dienstschluss erkundet. Er ist hygge, ich bin hungrig.

Und so lebten wir uns mehr und mehr auseinander. Still, weitgehend streitfrei, aber stetig. Dieser Prozess vollzog sich über 4 Jahren – inklusive getrennter Schlafzimmer.

Wann und warum habt Ihr beschlossen, Euch dann räumlich zu verändern?

Ich sagte immer wieder, dass ich so nicht den Rest meines Lebens verbringen will, dass ich von Partnerschaft und meiner Lebenszeit mehr erwarte als die konservative Werbeclipfamilie. Ich schlug Paartherapie vor, Paarzeit, Babysitter, Reanimation unseres Sexlebens. Aber er sah die Notwenigkeit nicht. Seine Lebensziele waren erfüllt: wunderbare Kinder, Haus, Garten, Hund, Frau, beruflichen Erfolg.

Irgendwann sagte ich ihm, dass wir ja als Paar schon lange getrennt seien und dass daher eine räumliche Trennung durchaus auch sinnvoll wäre. Ich favorisierte das Residenzmodell: Dass die Kinder also bei mir im Haus bleiben und engen Kontakt zum Vater haben. Damit war mein Mann aber nicht einverstanden.

Er war eher für das Wechselmodell, richtig?

Genau, er wollte, dass die Kinder im wöchentlichen Wechsel bei den Eltern wohnen. Ich halte als Pädagogin und Mutter gar nichts vom Wechselmodell und stimmte dem nicht zu.

Und weil ihr euch nicht einigen konntet, wurde es unschön…

Ja, mein Mann ließ zunächst alles von sich abprallen und nahm meine Trennungsabsichten nicht so richtig ernst. Ich holte mir juristischen Beistand, er auch. Und das ging nach hinten los. Die Anwälte traten eine Lawine voller Drohungen und Verleumdungen los – es war eine schreckliche Zeit. Schließlich sollte alles vor Gericht geklärt werden, aber die ständigen Streitereien hatten mich so mürbe gemacht, dass ich den Prozess absagte. Ich hatte keine Kraft für so eine Auseinandersetzung.

Und dann?

Tatsächlich rauften wir uns zusammen, fuhren sogar in den Urlaub, beruhigten uns. Ja, es kehrte Frieden ein. Meinem Mann genügte dieses WG-Leben, mir nicht. Ich will mehr und ich will meinen Kindern sowas auch nicht vorleben. Ich versuchte also rational eine Lösung zu finden. Es gab vier Wege:

  1. Dem Wechselmodell zustimmen, hinter dem ich eigentlich nicht stehe.
  2. Einfach so weiterleben
  3. Kraft sammeln für eine zweite juristische Auseinandersetzung. Das wollte ich aber auch den Kindern nicht antun.
  4. Mich selbst bewegen und ausziehen.

Schnell war mir klar, dass es auf Weg 4 hinauslaufen wird. Und das brach mir das Herz. Ich weinte die ganze Zeit, aber mir war klar, dass mein Mann ein toller Vater ist und er den Kindern in diesem Bullerbü-Haus eine stabile, tolle Kindheit ermöglichen kann. Ich musste also loslassen.

Hast du mit deinem Mann über deine Gedanken gesprochen?

Nach einiger Zeit. Ich sagte: Was ist, wenn ich ausziehe? Wenn du hier im Nest bleibst mit den Kindern und ich Euch sehr intensiv besuchen komme? Wenn ich die Kinder dafür die gesamten Schulferien bei mir im Haushält wären – und wir so etwa auf 50/50 kommen würden? Was ist, wenn es tatsächlich gut werden würde? Wenn wir ein ganz individuelles, ungewöhnliches Familiennestingmodell auf die Beine stellen – und das Leben damit gar kein Nachteil wäre für uns alle? Wenn wir es schaffen, dass die Kinder gar nicht unter dem Beziehungsabbruch leiden, wie bei anderen Trennungen? Wenn wir es schaffen, dass wir Eltern die besten Freunde sind und bleiben? Wäre es nicht irre, wenn uns heimlich all die unglücklichen Paare beneiden, weil wir ein Modell gefunden haben, das mehr ermöglicht, als nur wegen der Kinder zu stagnieren? 

Der Gedanke machte meinen Mann ziemlich glücklich und mich auch. Er war sehr dankbar, dass ich so einen unkonventionellen Gedanken hatte. Und dann machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach einer Wohnung für mich. Wir weinten zusammen, planten und sortierten Gedanken und Finanzen. Unser Weg stand nun fest.

Wie fühlte sich diese Entscheidung an?

Loslassen tut mir unheimlich weh. Mein Sohn hatte gerade Geburtstag. Mein Mann und ich bereiteten wie immer den Kuchen und Geburtstagstisch gemeinsam vor. Ich wusste, dass ich das auch im nächsten Jahr mit ihm tun würde, aber es wäre anders. Denn ich würde nicht mehr da wohnen. Ich saß mit Tränen in den Augen beim Geburtstagskaffee. Und solche Situationen gibt es ja ständig. Ich fragte mich, ob sich die Beziehung zu den Kindern verändern würde, wenn ich nicht mehr 24/7 da bin.

Und dennoch: An manchen Tagen empfinde ich Vorfreude auf mein neues Leben, auf Freiheit und Ausbrechen aus dem Käfig. Dann fühlt es sich wieder an, als würde ich mich auf eine vollbefahrene Autobahn stellen, wissend, dass ich überfahren werden könnte. Ich versuche alle Gefühle einfach zuzulassen, denn insgesamt fühlt sich der Weg richtig an.

Wie habt ihr all das den Kindern mitgeteilt und wie haben sie reagiert?

Den Kindern haben wir es an einem entspannten Sonntagmorgen gesagt. Ich habe mir die Worte genau zurechtgelegt. „Es gibt neue Entwicklungen im Leben, die einem zunächst Angst machen, sich aber hinterher als gut herausstellen. So war es als ihr eingeschult wurdet oder schwimmen gelernt habt. Nun gibt es in unserer Familie eine Veränderung, die euch vielleicht Angst macht oder traurig, aber Papa und ich sind sicher, dass es gut werden wird. Habt Vertrauen in uns.“

Und dann haben wir vom neuen Mamahause und dem Papahause, dem Nest, erzählt. Und dass ich die Spatzenmama bin, die sich im Nest um die Vogelkinder kümmert, manchmal wegfliegt, aber immer zurückkommt.  Im Anschluss haben wir das neue Haus gemeinsam besichtigt und einen fröhlichen Spaziergang im Standort gemacht. Die Kinder waren aufgeregt, fanden den Gedanken mehr spannend als beängstigend. Das lag sicher daran, dass wir die Nachricht gemeinsam angstfrei und übereinstimmend überbracht haben und dass wir sie als Ergebnis, nicht als Diskursoption vermittelt haben. Kinder können derartige Dinge nicht selbst entscheiden, es würde sie überfordern und in emotionale Konflikte bringen.

Momenten sind sie emotional stabil, suchen Möbel für ihre Zimmer aus, der Große googelt Freizeitangebote in der Umgebung vom Mamahause. Sie sehen, dass mein Mann und ich in den letzten Monaten sehr freundschaftlich miteinander umgehen und wir als Familie einen besseren Zusammenhalt haben als zuvor. 

Für enge Freunde haben wir einen Brief geschrieben, der u.a. den genauen Wortlaut an die Kinder wiedergibt. Wir erhoffen uns damit sensiblen Umgang mit den Kindern und uns, nach Möglichkeit Beistand und Unterstützung, wenn wir sie brauchen, aber auch Vorbeugen von Fragen, die unbedacht an die Kinder gerichtet werden könnten.

Wie sieht die aktuelle Regelung aus ?

Ich ziehe im Dezember ins neue Haus und werde ab dann 3 von 5 Wochentagen im Nest sein. Sollte es erforderlich sein, schlafe ich auch dort. Wir richten für mich im Untergeschoss ein Schlafzimmer mit Bad ein. So kann ich die „Familienlogistik“ nahezu weiterführen wie gewohnt: Abholen von den Schulen, Hobbys und Hausaufgaben der Kinder, ins Bett bringen. Mein neues Haus ist 30 Minuten entfernt. Ich werde auch spontan ins Nest fahren können, sollten die Kinder mich brauchen oder ich sie.

Da mein Mann beruflich viel verreist, verbringe ich diese Zeiten im Haus. An den Wochenenden wechseln wir uns ab, berücksichtigen aber die sozialen Aktivitäten der Kinder, die hier im Dorf an Wochenenden stattfinden (Kinderfeuerwehr, Waldkindergruppe). Die Ferien werden die Kinder hauptsächlich bei mir verbringen. Da ich Lehrerin bin, kann ich das ohnehin besser einrichten. 

Wie sind Freunde/Bekannte mit dieser neuen Situation umgegangen? Gab es auch mal Bashing? 

Die meisten Freunde sind betroffen und erstaunt. Viele bieten mir Gesellschaft an, wenn ich mich einsam fühle. Die werde ich brauchen! Ein paar Freunde werden uns familienlogistisch sicher unterstützen. Es gibt ein tolles Netz im Dorf.  

Es gibt aber einen Satz, den ich natürlich immer wieder höre: „Ok, ABER ich könnte es nicht.“ Ich hasse diesen Satz. Er impliziert für mich, dass irgendwas nicht mit mir, uns stimmt.

Wir müssen in diesen Schuhen gehen! ICH! Es ist unser Weg und meine Schuhe. Und da ist dieser Satz wenig hilfreich.

Es gibt auch wenige Stimmen, die mich als rabenmütterliche Egoistin darstellen, die ihre Kinder im Stich lässt. Ich habe schon gehört:“ Wie kannst du einschlafen, wenn du weißt, dass deine Kinder denken, dass du sie verlassen hast. Du fügst ihnen ein lebenslanges Trauma zu, spar schon mal für den Therapeuten. Keine richtige Mutter geht ohne ihre Kinder.“ Und auch: „Du willst dich doch nur selbst verwirklichen. Der arme Mann, der nun allein mit den Kindern ist. Du solltest dich darauf besinnen, was deine Rolle ist als Mutter. Deine Ansprüche an Leben und Partnerschaft sind nur Resultat deiner verwöhnten Privilegiertheit: Die meisten Ehen laufen so wie deine. Hör auf zu denken, du würdest in einem Walt Disney Film leben.“

Was machen solche Kommentare mit dir?

Mir tut das unheimlich weh. Ich bitte jeden bei seiner Bewertung gewiss zu sein, dass dieser Weg nicht leichtfertig oder aus einem Kurzschluss heraus entschieden wurde. Keiner hat das Recht, diese jahrelange Entwicklung mit einem unreflektierten Satz zu denunzieren.

Es ist völlig selbstverständlich, dass Väter eine Familie verlassen, wenn eine Ehe auseinander geht. Mütter werden verurteilt.

Was wünscht Du Dir für Eure Zukunft?

Ich wünsche mir nichts mehr, als dass meine Kinder glücklich sind. Dass wir es schaffen so gute Eltern zu sein, wie sie es verdienen. Unsere Kinder sollen sich nie von mir verlassen fühlen.

Eines Tages wird es sicher neue Partner in unseren Leben geben. Dann muss man sicher hier und da nachjustieren und das macht mir etwas Sorge. Wir haben darüber gesprochen was ist, wenn eine neue Freundin unser Modell ablehnt. Mein Mann sagte, dann sei sie die falsche Frau. Das sei unsere Familie, unser Modell. Und das sei etwas, was immer bleibt. Mein Mann ist im positiven und manchmal auch negativen Sinne unglaublich beständig. Das gilt auch für seine Worte und Entscheidungen. Ich wünsche ihm tatsächlich eine neue Frau an seiner Seite, die ihn mehr zu schätzen weiß als ich.

Und für mich hoffe ich, dass ich nie einschlafen muss mit dem Gedanken einen Fehler gemacht zu haben. Und dass viele liebe Menschen einen guten Gedanken, ein gutes Wort oder einen guten Wein für mich haben.  



10 comments

  1. Liebe Ricarda, dein Bericht macht Mut. Mein Ex-Partner und ich leben das Nestmodell im Eigenheim. Unsere Kinder sind 7 und 11 Jahre alt. Allerdings stehen wir erst am Anfang. Ich habe einen neuen Partner gefunden. So wie du sagst ist der Gedanke immer wieder schwer die Kinder „zurück gelassen“ zu haben. Diese Tage sind sehr schwer, aber es kommen auch wieder die guten Tage. Ich bin 3 Tage pro Woche bei den Kindern, jedes 2. Wochenende sind sie bei meinem Partner und mir. So langsam kommt etwas Routine hinein.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und ganz viel Freude am Leben.

  2. Toll und mutig finde ich euren Weg für die Kinder dazusein und trotzdem das Leben der Erwachsenen nicht zu vernachlässigen….
    Habe übrigens auch schon in dieselbe Richtung gedacht, nur der noch Mann scheint lieber an (ver) alten Gesellschaftsmodellen festzuhalten.

  3. Liebe Ricarda,

    es tut so gut zu lesen, dass es auch anderen Frauen so geht, wie mir und vor allem, dass es Lösungen gibt! Du bringst viele Dinge, die in meinem Kopf bereits herumschwirren auf Papier und dies ist das erste Mal, dass ich klar sagen kann: Mir geht es genauso! Vielleicht bedeutet das einen ersten Schritt in eine neue Zukunft – auf jeden Fall ist es für mich neuer Mut!

  4. Danke für deine Offenheit und dieses tolle interview. Ich bin sehr beeindruckt, wie ihr es trorzt der gängigen „Modelle“ geschafft habt für euch alle eine gute Lösung zu finden und wünsche euch viel Erfolg mit eurem Weg. Wenn ihr glücklcih seid, ist es doch egal, was andere sagen!
    Leibe Grüße

  5. Ich wünschte, meine Eltern wären damals so refeklektiert und im guten auseinandergegangen wie ihr, mit so einem tollen Modell! Bei uns war es das klassische Residenzmodell und es war in unserem Fall ganz furchtbar. Meine Eltern können noch immer nicht miteinander reden, obwohl sie schon lange neue Partner haben und inzwischen Großeltern sind. Euren Kindern wird es an nichts fehlen, da bin ich mir sicher 🙂

  6. Also, eine sogenannte Rabenmutter bist du ganz und gar nicht. Ihr habt eine Lösung gefunden, die für „Rabenmütter“ so nie genutzt würden. Du bist trotzdem da und für dich selbst auch. Wenn die Wege in einer Partnerschaft sich abzweigen, dann sollte nichts mehr mit Zwang gehalten werden. Sicherlich habe ich das Gefühl, heutzutage gibt man schnell auf, vor allem wenn immer noch Respekt in der Beziehung zueinander vorhanden war, aber wenn die Liebe fehlt und gar nicht mehr zurückkehren mag, dann hat es auch keinen Sinn mehr.
    Ich drücke dir die Daumen, dass euer Modell funktioniert und es keinem zu viel wird, da man sich doch trotz der Trennung sehr oft sieht.

  7. Liebe Ricarda, du machst mir Mut. Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst.
    Vom ersten Schritt bis jetzt war es nicht immer leicht. Das kann ich nachvollziehen. Ich stehe erst am Anfang und glaube auf meinem Weg sind noch einige Berge zu bezwingen.
    Alles Gute weiterhin an euch!

  8. Hallo!
    Hab Mut! Alles wird gut!
    Ich selbst bin die „neue“ Partnerin in einer Patchwork-Familie mit Wechselmodell und ich kann sagen: Es funktioniert sehr gut! Ich denke, es funktioniert so gut, weil mein Partner und seine Ex-Frau eben diesen „erwachsenen“ Zugang haben, dass sie beide Eltern der Kinder sind und sich daher zwar nicht mehr lieben, aber gut befreundet sind. Für mich fühlt es sich an, als wären wir alle (Kinder, Kindesmutter, neuer Partner, mein Partner und ich) eine große Familie. Wir feiern Geburtstage und Weihnachten gemeinsam, stehen einander in schwierigen Zeiten bei,… und die Kinder tragen dieses Gefühl einer großen Familie…
    Auch wir kämpfen immer wieder mit Sätzen wie: „Und die Kinder wechseln jede Woche hin und her? Das kann für die Kinder nicht gut sein!“. Wir leben dieses Modell nun seit über einem Jahr und ich kann sagen: Es geht gut! Die Kinder haben in beiden Wohnungen ein eigenes Zimmer und freuen sich mal hier und mal da zu sein. Dazwischen wird per Videotelefonie miteinander Konakt gehalten,…
    Ich finde es ziemlich arg, dass es nach wie vor so ist, dass „die Gesellschaft“ bei Trennungen der Eltern die Kinder immer bei der Mutter wohnen sehen und den Vater ganz schnell zum „jedes 2. Wochenende-Papa“ degradieren wollen( ob er und die Kinder das möchten oder nicht). Da kann mir doch niemand erzählen, dass dieses Modell besser ist als jedes andere Modell bei dem den Kindern auch nach der Trennung beide Elternteile zur Verfügung stehen…. daher kann ich es nur noch einmal betonen: Nur Mut! Alles wird gut!

    In diesem Sinne… alles Gute und liebe Grüße aus Wien

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