Gastbeiträge

31/07/2015 - 07:00

Stadt-Mama Katharina

Florentina ist eine Full-Time-Mama und sehr happy darüber

Ihr Lieben, wir merken immer wieder, dass das Thema Vereinbarkeit nicht nur uns bewegt, sondern auch Euch. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und herausfinden, was zu seiner Familie passt. Heute erzählt uns Florentina (32) aus dem österreichischen Innsbruck, wie sie sich entschieden hat. Danke, liebe Florentina für den Einblick in Deine Familie. 

"Karriere oder zu Hause bleiben? Arbeiten wollen oder arbeiten müssen? Halbtags, ganztags, Kinder gleich abgeben müssen in eine Krippe? Wie die Kinder betreuen und alles unter einen Hut bekommen, wenn eines krank wird? Wie den Haushalt schmeißen, kochen, spielen und eigene Interessen in die vom Tag übrig gebliebene Zeit quetschen? Diese Fragen wollte ich mir nie stellen müssen, wenn ich einmal Kinder bekomme. Denn ich wollte sie immer schon werden, eine klassische Mutterglucke, die ihren Kindern vom Küchenfenster aus beim Spielen zuschaut und dabei ihre Hände in Prilwasser tunkt, während das Hähnchen im Ofen bei 180 Grad brutzelt.

Die Realität hat mich eines Besseren belehrt, denn Küchenfenster haben wir keine, Hähnchen mach ich quasi nie und von Pril bekomme ich trockene Hände. Aber ich bin zuhause, 24 Stunden, 7 Tage die Woche - um meine Kinder aufwachsen zu sehen. Dank meinem Mann, der arbeitet und uns 3 Mädels daheim dadurch den Rücken frei hält, kann ich meinen Traum der Full-Time-Mama leben. 

Mein Mann Christof, meine 2 Töchter Margarete (fast 3) und Marianne (4 Monate) und ich leben das klassische Modell. Christof verdient für die Familie und ich kümmere mich um diese. Ob ich das Arbeiten vermisse? Gelegentlich, aber zur Zeit eher die ruhigen Autofahrten hin und wieder zurück. Ohne Kinder.... [So viel zum Thema Mutterglucke :) ]

Im Winter gehen wir rodeln, skifahrern und schauen fern, wann immer uns der Kopf danach steht. Im Sommer gehen wir Eis essen, schwimmen, radfahren und bleiben meist bis weit nach 21 Uhr auf (obwohl ich jeden Tag alle ermahne, morgen schneller ins Bett gehen zu müssen). Wenn meine Tochter krank wird nach einer Woche in der Krippe (und das geschieht fast immer), dann bleiben wir halt daheim...kein Druck, kein Stress, kein Pflegeurlaub, der beantragt werden muss. 

Ob ich es genieße?? Jaaaaaa, wahnsinnig!!! 2017, wenn meine 2 Tochter in die Krippe kommt, muss ich wieder arbeiten, da wird dann alles ein Stück komplizierter...

Bis dahin danke ich meinen Mann einfach nur dafür, dass er uns dieses Stück Freiheit und das Gefühl von Dauerwochenende schenkt."

 

 

Tags: Vollzeit-Mama, Erziehung, Kinder, Rollenverteilung, Arbeit, Job, Familie

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Kommentare

Anya — Fr, 07/31/2015 - 13:55

Ich finde nicht, dass das ein gutes Beispiel für eine Full-time-mutti ist. Im Gegenteil, ich finde es sehr unpassend. Wie oben beschrieben geht diese Mutter 2017 zurück in den Job..., dann ist ihr jüngeres Kind so um die 2, wenn ich alles richtig verstanden habe. Also, 2 jahre pause bzw Elternzeit zu nehmen, das ist nichts ungewöhnliches und hat nichts damit zu tun, dass man sich bewusst für ein Leben als Mutter und Hausfrau entscheidet. Wenn diese Mutter nach Ablauf der Elternzeit ihren bis dahin noch sicheren Job aufgeben würde, und zuhause bleibt obwohl kein Säugling oder Kleinstkind mehr versorgt werden muss, dann ist das eine Full-time-mutti. Schade, ich hätte gerne eine Story über eben so eine Mutter gelesen. Ich selber habe auch 2 Jahre im Job ausgesetzt, Elterngeld bekommen (also zum Einkommen beigetragen, dafür musste ich mich auch nicht bei meinem Mann bedanken) und bin danach wieder in den Job eingestiegen. Ich habe alle Probleme der schwierigen Vereinbarkeit, ich sehe mich als berufstätige Mutter, keinesfalls als fulltime-mutti! Auch während meiner Elternzeit habe ich immer gewussr-ich gehe zurück in de job, ich bin (leider) keine fulltime-mutti. Liebe Lise, liebe Katharina, vielleicht findet ihr ja noch eine richtige "fulltime-mutti", keine die es nur für 2 jahre ausprobiert. So ein Interview würde ich sehr interessant finden!

Florentina — Fr, 07/31/2015 - 14:42

liebe anya, Ich bin ja schon seit 2012 daheim, also werden es 2017 5 Jahre sein die ich meine große daheim betreut habe, finde ich schon ziemlich lang und luxuriös von meinem Mann :) Danach geh ich nur 6 Stunden arbeiten, oder 4!?! Mal schauen, bin nämlich Lehrerin an einer Volksschule... Also zum Glück wieder Vereinbarkeit mit den Kids! Glg

martina — Do, 07/27/2017 - 20:18

Huhu,hier bin ich :-)) seit 2009 bin ich voll24stunden zuhaus. Ich habe 3 kinder,8,5 und 1jahr.meine grossen kamen erst mit 3 1/2jahren in die kita und das auch nur bis 13uhr. Ich geniesse den zustand,solange es geht,habe aber den luxus,dass ich ab und an kurse an einer schule anbiete.so komme ich auch mal raus. Ausserdem tu ich nebenbei auch was für mich und mein seelenheil,wie sport,freunde treffen,ausgehn.mein mann hält mir da dann den rücken frei und ich finde es wichtig,dass manfrau sich nicht komplett von diesem 24stundenjob absorbieren lässt und manauch mal zeit ohne familie hat.ist nicht immer umsetzbar,aber immer öfter und dazu verbringe ich gern meine zeit mit meinen kindern,wissend,dass diese zeit so kostbar,einzigartig,wunderbar ist und ehrlich gesagt wahnsinnig schnell vorbei geht. Jeder muss für sich seinen wohlfühlzustand finden und dabei offen dafür bleiben,wie sich gegebenheiten weiterentwickeln und bedürfnisse auch immer wieder ändern. Schön,dass wir frauen da heutzutage wählen können. Liebe grüsse

Anni — Fr, 07/31/2015 - 14:04

Oder mal ein paar Full Time Papas zur Abwechslung?

kiddo the kid — Fr, 07/31/2015 - 14:53

Jaaaaa, wo sind die Papas? Oder die Familien, in denen beide nicht Vollzeit arbeiten, sondern ganz anders? Zum Beispiel wir ;) Wäre schön, von möglichst vielen verschiedenen Familienmodellen zu lesen.

Nina — Fr, 07/31/2015 - 16:08

Liebe Florentina, ich finde es super, dass eine Vollzeit-Mama mal sagt, dass sie es genießt. Das darf Frau heute ja fast gar nicht mehr, ohne gleich als Heimchen am Herd und als hinderlich für die Empanzipation zu gelten. Ich bin seit 6 Jahren Vollzeit-Mama und genieße die Freiheiten auch sehr. Gleichzeitig empfinde ich manchmal meine heutigen Tage mit zwei Kids fast stressiger als Überstunden-Tage im Office - aber das ist nun mal so, denn wir haben uns ja auch dazu entschieden, die Kinder zu bekommen. Und ja, auch mein Mann sorgt finanziell für unsere Familie und ich leiste mit der "Heimarbeit" meinen Teil - da ist jeder dem anderen dankbar für seine Arbeit. Dankbar zu sein ist doch nichts Schlimmes. Ich verstehe grundsätzlich sowieso nicht, warum es immer so ein Gezanke & Gezicke um diese Thema gibt. Jeder soll doch mit seiner Entscheidung leben und zufrieden sein.

Manuela — Fr, 07/31/2015 - 19:29

Meine große Tochter wird im August 10 Jahre alt und unsere Zwillingsbuben sind 4 Jahre alt. Ich bin seit der Geburt unserer Großen daheim... immer Hausfrau und Mutter. Ich habe vor der Geburt meiner großen Tochter 11 Jahre als Arzthelferin gearbeitet immer in Vollzeit! Nun bin ich daheim - immer in Vollzeit ;O) Ich bin für meine Kinder da, es gibt Mittags warmes Essen, es werden die Hausaufgaben kontrolliert und es wird zusammen rausgegangen. Wir unternehmen sehr viel zusammen als Familie. Mein Mann arbeitet Schichtdienst als Rettungssanitäter, hat seine Vor- und Nachteile dieser Schichtdienst. Bei uns ist es manchmal schon sehr eng finanziell (wodurch wir noch zusätzlich in ein tiefes Loch gefallen sind, als wir uns ein Haus gekauft haben, das in einem "einwandfreien Zustand" war, aber es eben dann doch nicht so war, da der Vormieter schon überall Schimmel hatte und wir nach 5 Wochen Einzug auch - aber das ist eine andere Geschichte, jedenfalls haben wir so viel renovieren lassen müssen, dass wir uns eine Villa hätten kaufen können und damit haben wir noch größere finanzielle Probleme bekommen). Ich kaufe viel bei Ebay, auf Flohmärkten und verkaufe auch dann wieder viel bei Ebay und auf Flohmärkten. Habe auch schon viel von meinem gesparten Geld ausgeben müssen, da wir uns halt auch mal den einen Urlaub oder den anderen Ausflug geleistet haben mit unseren Kindern. Aber und das meine ich total ernst, ich würde es immer wieder so machen und meine Kinder nicht weggeben in die Krippe wenn sie noch so klein sind. Dafür wollte ich Familie, dass ich für meine Kinder da sein kann, mit ihnen spielen, lernen und geniessen. Nächstes Jahr kommen unsere Zwillinge in den Kindergarten, in die Vorschulgruppe, das reicht völlig als Vorstufe zur Schule. Aber ich werde, sofern wir es weiterhin finanziell schaffen, auch da daheim bleiben. Zu Hause kochen, putzen, waschen..., wenn die Kurzen von der Schule kommen werde ich auch mit ihnen, bis sie in eine höhere Schule kommen, so wie unsere große Tochter jetzt, Hausaufgaben machen/korrigieren, mit ihnen Nachmittags spielen und alles was man so als Full-time-Mutti macht, machen ;O) Klar, manchmal fehlt mir etwas oder ich brauche mal eine kleine Auszeit, dann gehe ich mit meiner Mama shoppen, mit einer Freundin essen oder mit meinem Mann mal einen halben Tag in eine Therme... dann hatte ich meinen Ausgleich und es geht daheim weiter. Liebe Anya, sieht so eine Full-time-Mama aus? Bin gerne bereit, mehr zu erzählen...

Anni — Sa, 08/01/2015 - 21:26

@Manuela: ich denke ich verstehe was Du sagen möchtest. Ich glaube aber die meisten berufstätigen Mamas (so wie ich) machen auch all die von Dir angesprochenen Dinge wie Hausaufgaben mit den Kindern, Ausflüge etc. Das ist doch jetzt kein Alleinstellungsmerkmal einer full-time-Mama. Das machen doch alle Mamas! Lediglich der Haushalt hat keinen besonders großen Stellenwert bei uns. Aber das ist jetzt auch nix, was ich mir am Ende des Lebens vorwerfen würde ;-)

Manuela — Mo, 08/03/2015 - 12:34

@Anni: Klar machen das alle anderen Mamis auch - ich habe den Beitrag so verstanden als Vollzeitmamai, die Mütter, die wirklich jeden Tag, 24 Stunden, daheim bei ihren Kindern sind und eben NICHT arbeiten gehen! Und das bin ich..... Es ging darum, komplett daheim zu sein und überhaupt nicht zu arbeiten, und eben auch nicht nach 2 oder 3 Jahren wieder arbeiten zu gehen nach der Elternzeit, sondern weiterhin daheim zu sein. So habe ich den Beitrag verstanden und auch die Antwort von Anya zu dem Artikel. Daraufhin habe ich geschrieben, da ich eben doch schon seeeehr lange dahein bin und nicht nach der Elternzeit wieder in die Arbeit gegangen bin oder gleich nachdem die Kinder auf der Welt waren - sondern eben zu 100% Mama und Hausfrau bin. = VOLLZEITMAMA

Maren — Fr, 09/18/2015 - 10:49

...Find ich voll gut, dass jemand dazu steht, zu Hause bleiben zu wollen und sich um die Kinder zu kümmern. Das ist heute wirklich selten, d.h. eigentlich sooo selten vielleicht auch nicht. In meinem privaten Umkreis kenne ich fast nur zwei Arten von Müttern: Die, die sowas NIE aushalten würden, weil sie den regelmäßigen Pausen von den Kindern brauchen, für die Arbeit also insofern auch Erholung ist. Und die, die sich das durchaus vorstellen können (und das auch zaghaft so andeuten), aber meist aus finanziellen Gründen nicht können. Und genau dazu zähle ich mich mal auch. Also, mein Freund verdient relativ gut, aber es wäre mit Wohnung und vielleicht mal Bio-Gemüse und -Fleisch doch sehr knapp, wenn mein Einkommen nicht dazu käme. Außerdem wäre es glaube ich auch eine große emotionale Belastung für ihn, wenn wir finanziell alle von ihm abhängig wären. Klar hätte ich auch Lust, 100% Hausfrau und Mutter zu sein. Das würde sich sicher wie im ersten Jahr Elternzeit anfühlen. Ich könnte sogar jeden Tag ein Mittagsschläfchen machen, wenn ich Lust hätte. ...aber ich fände es doch ein bisschen ungerecht. Ist ja nicht so, dass mein Freund nicht auch lieber ein Mittagsschläfchen machen wollen würde anstatt zu arbeiten ;). Du kannst deinem Mann jedenfalls wirklich sehr dankbar sein, dass er dieses Familienmodell ermöglicht.

Nicole — Fr, 11/27/2015 - 13:21

Ich forsche gerade, wer ich sonst hier gelandet? Zu mir hat noch nie jemand Heimchen am Herd gesagt. Vielleicht gedacht? Aber weiß ich das wirklich? Gut bestimmt, wenn man sich mit solchen Begriffen mal beschäftigt, aber viel Bedeutung würde ich diesen nicht geben. Jede Frau muss doch ihren Weg gehen, finden, ändern dürfen. Wenn wir mal aufhören würden ständig zu vergleichen und vor allem zu bewerten. Ich habe bis jetzt keine Frau getroffen, die exakt meinen Weg gegangen ist und meine Art Familie zu leben, teilt. Wie soll das auch gehen? Wir kommen aus verschiedenen Familien, sind unterschiedlich erzogen, aufgewachsen..... Ich bin für Vielfalt und Akzeptanz, nur so können wir voneinander lernen und profitieren! Ihr lieben Mütter freut euch doch einfach mal über eure jetzige Situation, voll, geteilt, geviertelt, wie auch immer, seid zufrieden und dankbar, gerade jetzt in dieser Zeit!

Nicole — Fr, 11/27/2015 - 15:03

Die Frage ist doch auch, wer bin ich, wenn ich Vollzeit-Mama oder Teilzeit-Mama bin und halte ich das oder mich selbst so aus? Wenn ja, dann ist es der richtige Weg, wenn, nein, muss ich mich in Bewegung setzen! Und halte ich den gewählten Weg der Anderen aus?

Gast — So, 02/19/2017 - 18:24

Wie dumm... vollzeitmama in der babyzeit ist ja jeder... extrem dämlicher artikel. Ich dachte jetzt kommt mal ne echte mutter.

Julia — Do, 07/27/2017 - 22:23

Finden den Artikel auch eher komisch. Kind ist vier Monate und sie geht 2017 wieder arbeiten..Momentane Vollzeit-Mama. Wenn sie allerdings weiß, dass sie bald wieder arbeiten geht, ist es was ganz anderes.

Miriam — Do, 07/27/2017 - 19:34

Fand den Artikel ehrlich gesagt auch enttäuschend. Und hat die Artikel Mama nicht auch ihre große Tochter in der Krippe. Mhhh. Ich bin Alleinerziehend und arbeite. Bin fast jeden Mittag da und koche / hausis / Spiel und Spaß

Florentina — Do, 07/27/2017 - 22:49

Ich gebe mein Kind in die Krippe damit es spielen kann 3 mal die Woche bis 12.00 dann Koch ich auch und mach spiel und Spaß.... das hat ja nichts damit zu tun ob ich zuhause bin, müssen ja auch irgendwann in die Schule...

studimama — Do, 07/27/2017 - 19:55

Für meinen Begriff ist es jetzt auch eher ein ganz normal gelebtes Familienmodell. Viele Mamas bekommen doch in der Elternzeit das zweite Kind und sind somit mehrere Jahre am Stück zu Hause. Trotzdem danke für diesen Einblick. Schön das Dich das Familienleben so ausfüllt Ich finde die Sichtweise der Dankbarkeit gegenüber den Partner allerdings etwas befremdlich Du ermöglichst ja das er Arbeiten gehen kann, ohne sich Gedanken um Hausarbeit (jedenfalls größtenteils denk ich) und Familienarbeit zu machen. Das Modell sollte also eigentlich dann für beide Seiten so praktisch sein und keine Großzügigkeit vom Partner.

Teresa — Fr, 07/28/2017 - 23:31

Was mir wichtig ist hier zu sagen: seit der Geburt meiner Kinder bin ich Mama. Mutter. Nicht Teilzeit-, Halbzeit-, Vollzeit-, Langzeit-, Kurzzeit-, .... und auch nicht auf Englisch. Schon gar nicht "echt", "halbecht", "unecht" oder sonstwie. Und das, ihr Lieben, lass ich mir auch von niemandem (dr)anhängen. Mama sein ist die schönste, herausfordernste, tiefgreifendste, beglückendste und beängstigendste Aufgabe meines Lebens. Und: Mama bin ich immer. Mein ganzes Leben lang. Ich bin auch Frau, Mensch mit meinen Wünschen, Zielen, meinen Fähigkeiten, Begabungen , meiner Ausbildung, meinen Interessen - über das Mutter sein hinaus. Und ich bin materiellen Zwängen ausgesetzt, manchmal reicht ein Gehalt nicht aus oder es gibt eben nur einen. Mich stört dieses Schwarz-Weiß malen, dieses einander verurteilen und heruntermachen. Schlagworte wie "die Kinder aufwachsen sehen wollen", "die Zeit genießen" unterstellen jenen die arbeiten gehen müssen oder wollen, dass sie das nicht tun. Das eine schließt das andere nicht aus. Dass es immer einfach ist Familie und Beruf zu vereinbaren, das sage ich nicht. Es ist sogar manchmal verdammt hart. Das, was mich stärkt ist der Glaube daran, dass unsere Kinder an uns als Modell lernen, auch wenn sie sich dann bewusst für ein anderes entscheiden. Ich will, dass sie wissen, dass man als Frau nicht automatisch bei den Kindern daheim bleiben MUSS und nicht automatisch den Haushalt allein schupfen MUSS und nicht seinen Beruf völlig ausser acht lassen MUSS. Das Kinder, Pril und Hendl nicht allein glücklich machen MUSS. Und ich will vor allem, dass sie lernen auf sich zu schauen, was ihnen gut tut und was sie brauchen und sich zu mögen jenseits allen Leistungsdenkens und gesellschaftlicher Klischees.

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