Landleben

07/12/2018 - 08:00

Land-Mama Lisa

"Ich lass mich auf einen anderen Planeten schießen": Wenn die Hausaufgaben explodieren

Ihr Lieben, ich weiß nicht, wie eure Nachmittag aussehen, aber hier, mit drei Kindern auf weiterführenden Schulen, von denen zwei noch ganz neu in dieser Welt aus Raucherecken, Bus-Schubsereien und zu tief hängenden Hosen mit Unterhosenansatz-Blickfreigabe sind, explodiert es regelmäßig.
 
Und so gern ich mich manchmal per Beamer auf einen anderen Planeten schießen lassen würde dann, so sehr kann ich es auch verstehen. Ich weiß noch, wie furchtbar ich es früher fand, wenn meine Mutter mir etwas in Mathe erklären wollte und "drei weniger eins" sagte, statt "drei minus eins".
 
Ich weiß nicht, wieso, aber mir zieht sich noch heute alles zusammen, wenn ich daran denke. Weil ich meine eigene Methode des Rechnens hatte vielleicht. Oder weil die Lehrerin die Erste Vertrauensperson in Sachen Mathe war und damit ein erster Abgrenzungsversuch zum Elternhaus. die Lehrerin sagte "minus", also hieß es auch "minus. Punkt. Ich weiß nicht, was dahinter steckt, aber meinen Kindern geht es mit mir oft genauso.
 
Wenn ich sage, dass sie für die Striche fürs schriftliche Subtrahieren oder Multiplizieren ein Lineal nehmen sollen. Wenn ich auf das Datum und die Aufgabe plus Seitenangabe am Rand bestehe. Wenn ich erkläre, dass das Ergebnis der Textaufgabe nicht reicht, sondern dass auch der Rechenweg aufgeschrieben werden muss.
 
Ich bin dann leider die blödste Mama der Welt. Und nein, das drücken sie nicht so gepflegt aus wie ich es hier gerde tue... da entsteht eine Wut, die ganz tief von innen kommt. Der Tag war lang, der Linienbus kam zu spät, es ist ja auch viel für so junge Schüler an einer so großen neuen Schule. Aber es liegt nicht nur daran, denn Mathe ist eben besonders.
 
Warum verursacht Mathe solche Wut? Ich kann mich ja selbst noch gut an diese Faust in meinem Bauch erinnern, wenn ich Mathe nicht kapierte. Bei mir war das stark Lehrerabhängig, ob mich Mathe zum Heulen oder zum Lachen brachte.
Im Abi hatte ich den tollsten Mathelehrer, er hatte die richtigen Worte, um mir alles zu erklären und unter der Mathe-Abiklausur stand eine Strebernote. Ich weiß also: Mathe kann richtig Spaß machen. Ich würde meinen Kindern so gern ein Stück von dieser Begeisterung mitgeben. Das funktioniert zur Zeit jedoch nicht.
 
Ich sage: Der Rechenweg ist richtig, aber du müsstest es anders hinschreiben, und ZACK, explodiert hier wieder ein kleines Bömbchen. Ich versuche, ruhig zu bleiben, die Folge ist Verweigerung. Wir gehen auseinander. Kommen wieder zusammen. Ich erkläre es noch einmal, ernte ein "Was? Ich hab grad nicht zugehört", whrend jemand seinen Radiergummi auseinanderknibbelt und frage mich, was ich hier eigentlich gerade mache.
 
Und ja, dann kann ich auch nicht diplomatisch bleiben und sage Sachen wie: "Wisst ihr was, es ist nicht meine Schullaufbahn, ICH hab schon Abi, es ist euer Leben. Entweder ihr nehmt meine Hilfe an oder ihr lasst es und dann seht ihr nachmittags halt, wie ihr allein klarkommt."
 
Ihr ahnt schon, was mir dabei durch den Kopf geht: Ich biete Hilfe an und ernte dafür Verachtung. So fühlt sich das an.
 
Dass das ein persönlicher Konflikt ist, der da ausgetragen wird, dass es vermutlich gar nicht um Mathe geht, sondern um die Machtverhältnisse zwischen Mutter und Kindern geht - objektiv weiß ich das.
 
Aber ich bin ja auch nur ein Mensch und kann nicht jede Situation wie ein Engel lösen und neutral von außen betrachten. Ich hab keine Supernanny im Ohr, die mir immer wieder ein "Ruhig bleiben" ins Ohr flüstert. Also kracht es hier regelmäßig bei den Hausaufgaben.
 
Und wenn sich dann alle wieder beruhigt haben, will auch keiner mehr ausziehen, die Familie wechseln oder sich auf einen anderen Planeten schießen lassen.
 
Im besten Fall lachen wir später drüber und nehmen uns vor, es am nächsten Tag besser zu machen. Klappt manchmal. Aber eben nur bis zur nächsten Explosion. Und die kommt bestimmt. Vielleicht gehört es auch einfach dazu. 
 
 
 

Tags: Mathe, Hausaufgaben, Streit, Wut, Auseinandersetzung, Kinder, Hilfe, Unterstützung, Bildung, Schule

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Kommentare

Evi — Fr, 12/07/2018 - 08:05

.....ich kann mich nichr daran erinnern, dass in meiner Schulzeit meine Mutter mit an den Hausaufgaben saß. Die wurden im Hort erledigt und fertig, von daher kenne ich diese Konfliktsituation aus meiner eigenen Vergangenheit nicht und meine Tochter ist noch nicht in der Schule. Ist es denn zwingend notwendig heutzutage, dass man sich als Elternteil da mit reinhängt? Zur Kontrolle klar, aber inhaltlich so tief? Die Frage meine ich jetzt wirklich interessiert und sachlich....ich möchte keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen ;) LG Evi

Kerstin — Fr, 12/07/2018 - 08:39

Unsere große ist zwar erst in der Grundschule 2. klasse, aber zur Zeit sitzt sie bis zu 3 Stunden an Aufgaben die in 30 Minuten zu erledigen sind.... und dann sind sie nich falsch, sie liest die Aufgaben nicht richtig oder hat keine Lust und schreibt einfach ne Zahl hin in der Hoffnung, das ich es nicht so genau kontrolliere ....... ich hasse Hausaufgaben und bin der Meinung das die erst ab der 8. klasse überhaupt etwas bringen.....

Sabine — Fr, 12/07/2018 - 08:54

Aus Erfahrung und dank des weisen Rates einer Lehrerin kann ich nur empfehlen, macht keine Hausaufgaben mit euren Kindern ! Wenn sie es nicht alleine hinbekommen gibt es vielleicht einen älteren Schüler der für etwas Taschengeld hilft oder vielleicht bietet die Schule Hausaufgabenhilfe an. Spätestens mit der Pupertät ist da einfach zu viel Sprengstoff drin.

Antje — Fr, 12/07/2018 - 09:12

meine Kids machen die Hausaufgaben in der Schule und ich bin so dankbar dafür. Klar haben sie mal eine Frage an mich oder ich gucke am Wochenende mal rüber, aber sonst bin ich (noch) raus. Mein Sohn kommt im Sommer aufs Gymnasium - mal sehen, wie es dann wird :-)

W. — Fr, 12/07/2018 - 09:35

Ich muss zugeben, ich könnte auch nie mit meiner Mutter lernen oder Hausaufgaben machen. Wir haben es dann gelassen. Ich.kann nur empfehlen, wenn möglich, lernen etc. Zu "outsourcen". Ich.kann verstehen daß es ätzend ist wenn man helfen will und nur "undank" erntet. Aber: keins der Kinder hat vermutlich um Hilfe gebeten. Für sie fühlt sich das vermutlich ähnliche.an wie damals all.die fremden und Familien mitglieder.die ungefragt Tipps zum Umgang mit dem Baby gegeben haben. Gut gemeint nur nicht gewollt. Versuche Mal nicht alles zu genau zu.nehmen. Datum seiten Angaben etc. Sind etwas das auch der Lehrer normalerweise sehen will, genau wie den rechen weg. Da dürfte sehr bald.feedback kommen. ;) Bei mir könnte meine Mutter 1000mal.auf.rechenwege bestehen, hat alles nichts genützt.manchmal brauchte es da dann einfach das beharren meines Lehrers. Auch dafür sind Hausaufgaben da. Ich kann empfehlen: mach dir weniger Druck und lass das Kind Mal machen. Manchmal muss einfach ein anderer als Mutter meckern. ;)

Franzi — Fr, 12/07/2018 - 09:38

Mir geht es auch so wie den anderen Kommentatoren hier. Ich versuche, mich aus den HA rauszuhalten und das, obwohl ich selbst Mathelehrerin bin ;). Als die Kinder noch im Hört waren, haben sie dort die HA gemacht. Jetzt sind sie 6. Und 9. Klasse. Natürlich helfe ich, wenn sie was nicht verstehen und mich fragen. (Kommt bei dem Grossen nie vor, bei der Kleinen manchmal), aber ich habe auch schon erlebt, dass es eskaliert, weil ich "komisch" erkläre. In meiner Erinnerung haben mir meine Eltern auch nie geholfen, manchmal mein grosser Bruder, der das ganz ruhig und sachlich konnte. Übrigens ist es tatsächlich so, dass HA nur so gegeben werden sollen, dass die Kinder sie allein bewältigen können. Zu helfen ist eigentlich gar nicht gut, aus zwei Gründen: die Lehrer bekommen gar nicht so mit, wo es eigentlich noch hakt, und, im gesellschaftlichen Kontext, sind die Kinder im Vorteil, deren Eltern helfen können , führt also wieder zu ungleichen Bildungschancen je nach Elternhaus.

Franzi — Fr, 12/07/2018 - 09:44

Und, noch vergessen, dritter wichtiger Grund: die Kinder sollen lernen, selbst die Verantwortung für ihren Kram zu übernehmen. Samt daraus resultierenden Konsequenzen.

Tine H. — Fr, 12/07/2018 - 09:57

.... hier passiert gelegentlich genau das Gleiche. Und so ganz aus den Hausaufgaben/Lernsachen raushalten finde ich schwierig. Ich bewundere aber die Frauen, die die anderen Kommentare verfasst haben, dass sie das anscheinend konsequent so handhaben können. Am schönsten ist die Botschaft des Textes am Schluss: wenn es schon knallt, dann wenigstens so, dass man sich danach wieder verträgt und im Idealfall drüber lachen kann. Und auch solche Explosions-Tage haben einen Abend! Zum Glück!

Kathrin — Fr, 12/07/2018 - 10:02

Hallo, mein Sohn ist in der 2. Klasse der Grundschule und ich habe es ihm frei gestellt, ob er die Hausaufgaben im Hort macht oder zu Hause. Nur, wenn ich weiß, dass der Nachmittag voll wird, dann weise ich ihn darauf hin, dass es besser wäre im Hort, da es dann am Nachmittag entspannter ist. Mal nimmt er es an, mal verzichtet er zu Hause dann auf Medienzeit und macht die Hausaufgaben schnell noch. Einmal meinte er, er hätte sie gemacht, hatte sie aber nicht und dann vergessene Hausaufgaben gehabt. Er macht sie zu Hause am Esstisch allein und selbstständig. Wenn es aber ein „größeres Projekt“ wie z. B. ein Gedicht schreiben oder eine Buchvorstellung ist, liebt er es, wenn ich einfach daneben sitze, ganz für ihn ansprechbar bin. Das gibt ihm Halt. Und er will dann auf keinen Fall, dass seine kleine Schwester stört. Was es dann schon schwierig macht... Ich habe als Kind die Hausaufgaben auch am liebsten am Esstisch gemacht, meine Eltern sollten nur was sagen, wenn ich sie gefragt habe, ich kann ihn da also schon verstehen... Mal sehen, wie es weiter geht mit ihm und dann mit meiner Tochter... Ich stelle es mir zumindest sehr spannend vor, 3 Kinder mit unterschiedlichen Hausaufgaben am Tisch zu haben.

Kirsten Giebelmann — Fr, 12/07/2018 - 15:09

Es ist mittlerweile so normal geworden, dass sich die Eltern um die Hausaufgaben kümmern. Mich hat das von Anfang an gestört, aber als Eltern blieb einem.nichts anderes über. Je älter das Kind würde, desto intensiver die Mithilfe. Regelmäßig sind mein Sohn und ich aneinander geraten. Bis mein Mann dann abends oft noch mit ihm saß. Mein Sohn hat sich darauf natürlich zu 100% verlassen. Dann starb mein Mann ganz plötzlich, von einer Sekunde zur anderen war er nicht mehr da. Ich habe versucht alles zu geben, aber es ging nicht. Mein Sohn war auf dem absteigenden Ast und meine Nerven lagen blank. Meine beste Freundin, seine Patentante, ist auch Lehrerin und hat dann Weihnachten mit ihm gesprochen. Danach kam sie zu mir und sagte 'Du bist raus aus der Nummer. Du fragst nur noch Vokabeln ab, und auch nur, wenn er dich bittet'. Das war so eine Erleichterung für alle Beteiligten! Und was soll ich sagen, so war es richtig! Mei Sohn ist seitdem autark, er wusste, welchen Abschluss er mit welcher Leistung erreicht, mit allen Konsequenzen. Diesen Sommer hat er sein Abitur gemacht und nach der Ausbildung möchte er studieren. Alles ist gut....

anja — Sa, 12/08/2018 - 15:51

kinder sollten dazu in der lage sein ihre hausaufgaben alleine zu erledigen. erst recht auf der weiterführenden schule!!

Cornelia — Mi, 12/12/2018 - 08:32

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum man Kindern in der 5. Klasse noch bei den Hausaufgaben helfen sollte. Meine Eltern haben das nie gemacht und ich hatte trotzdem gute Noten. Oder, vielleicht genau deswegen. Man lernt sicher mehr fürs Leben, wenn man sich da selber durchkämpft oder halt die Konsequenzen tragen muss. Okay, wer weiß, was ich mache, wenn meine Kinder mal in dem Alter sind und stockfaul - aber momentan kann ich mir echt nicht vorstellen, mal solche Konflikte um die richtige Hausaufgabenhilfe auszutragen. Wenn ich sie zum Abi prügle, haben sie doch auch nix davon.

Patricia — So, 12/23/2018 - 07:00

Ich denke, die Kinder sind sehr unterschiedlich- es gibt die, die alles alleine schaffen und machen und die, denen man helfen muss. Und als Mutter kann man sich das nicht aussuchen, mit welchem Exemplar man sich auseinandersetzen muss. Ich finde, heute ist die Schule sehr anders als früher. Ist der Druck größer? Und wenn ja, warum? Ich kenne auch niemanden aus meiner Generation, bei dem die Eltern mitgeholfen haben. Meine Mutter hat es in der Mittelstufe in Mathe hin und wieder versucht, dann gab es phasenweise Nachhilfe. Mehr nicht. Heute höre ich von den allermeisten Eltern, dass sie mithelfen müssen, dass es ohne Hilfe nicht geht. Nicht unbedingt bei den Hausaufgaben, spätestens aber, wenn es um das Lernen für die Arbeiten und Tests geht, und davon gibt es zahlreiche.... Ich habe zB gerade ein (fast) Halbjahr hinter mir, in dem ich JEDES Wochenende mit meiner Tochter -gerade Gymnasium, 7.Klasse (in Berlin geht man ja nach der 6.auf die weiterführende Schule)-gelernt habe. Meistens parallel für 3 Fächer gleichzeitig. Ich bin jetzt wieder im Thema: habe die Zelle in Bio, die resultierende Kraft in Physik, die Grundherrschaft in Geschichte, den Aufbau der Erde in Erdkunde und die gesamte deutsche Grammatik durchgehechelt -ganz zu schweigen von englisches Zeitformen und einem Revival der französischen Sprache- und fühle mich wie auf dem Weg zum 2.Abitur.... Wollte ich das? NEIN!!! Ich frage mich ernsthaft, was da heute los ist. Sind die Kinder unselbständiger? Glaube ich nicht. Ist die Schule schwerer? Kann ich mir nicht vorstellen. Liegt es an G8? Vielleicht zum Teil. Der Druck ist enorm! Schon in der Grundschule! Und dann der Übergang, der -in Berlin zumindest- nicht ohne ist. Von Null auf 200 gefühlt, in einigen wenigen Wochen. Tatsächlich habe ich mich auch schon gefragt, was sie in 6 Jahren Grundschule denn gemacht haben, wenn nicht AUCH MAL Grammatik, denn die schien so gut wie gar nicht unterrichtet worden zu sein. Rechtschreibung...??? Eh ein Politikum in der heutigen Zeit! Ich habe mir spaßeshalber mal die Rahmenlehrpläne angesehen und bin fast vom Hocker gekippt: schwammiger geht es kaum. Es ist die Rede von "Kompetenzen", die die Kinder erwerben sollen, sprachlicher Kompetenzen, Ausdruck, ...davon wird viel fabuliert. Messbar ist das leider alles nicht, so dass die eine Schule so, und die andere anders unterrichtet. Also ist schlichtweg ALLES Lehrer- und Schulabhängig. Das jedenfalls ist mein Fazit aus dem, was ich aus allen -und es waren verzweiflungsbedigt viele Gespräche- mit anderen Eltern und Lehrern gelernt habe. Es ist Glück/Pech, an wen das Kind gerät. Strenge Lehrer können Fluch und Segen sein, bestenfalls lernt man aber endlich das, was man irgendwann in der Schullaufbahn mal lernen muss- so gab es bei uns ein Schweinsgalopp durch die deutsche Grammatik. Rechtschreibung ist immer noch eine Katastrophe, dabei gab es an unserer Grundschule kein Schreiben nach Hören, dafür aber die Meinung, dass Diktate überbewertet sind und es auch gute Rechtschreibprogramme gibt... Ich verstehe die heutige Schule im Gesamten nicht. Weder den Riesenhype um die Gymnasien, die meiner Meinung nach keine Elitekaderschmieden sein sollen, sondern einfach eine gute Allgemeinbildung anbieten sollen. Ich verstehe nicht den Druck, der auf die Kinder ausgeübt wird, inklusive des Damoklesschwertes aus dem wiederkehrenden Kanon an Drohsätzen wie: "Ihr wollt doch auf der Schule bleiben! Dies hier ist ein Probejahr! Es gibt auch gute Sekundarschulen! Nicht jeder kann Abitur machen!" Ich kann nur aus Berlin sagen: NEIN! Nicht in jedem Bezirk gibt es gute Sekundarschulen, und wenn, sind sie wegen Überfüllung geschlossen oder für Kinder mit Gymnasialempfehlung von Schulseite keine Option. Ich verstehe die Grundschulen nicht, die Noten verteilen wie im Schlaraffenland- nur Einsen und Zweien, die dann -weiß ja eh jeder- auf dem Gymnasium zu Vieren, Fünfen und Sechsen verkommen- zumindest im ersten Halbjahr. Ich verstehe die weiterführenden Schulen nicht, die die Kinder in Angst und Schrecken versetzen, zumindest im ersten Halbjahr, statt ihnen Lust und Mut zu machen. Ich verstehe Lehrer nicht, die ungelogen (!!!) jede zweite Woche nicht zum Unterricht erscheinen in Fächern wie Sport und Kunst. Sie arbeiten daran, sich selber abzuschaffen, dabei sind gerade auch solche Fächer enorm wichtig, finde ich. Ich verstehe die Schnittstelle nicht zwischen Grund- und Oberschulen, da hakt es gewaltig und es scheint wenig Interesse an Kooperation zu geben. Und insgesamt bin ich desillusioniert von den heutigen Schulen, an denen fast jeder frustriert zu sein scheint: Lehrer, Schüler und Eltern. Die größte Burnout-Rate im Vergleich der Berufsgruppen, liegt scheinbar bei den Lehrern. Und einer der lukrativsten Berufszweige scheint auf dem Nachhilfe, Lerntherapie-Sektor zu liegen. Nachhilfeinstitute schießen wie Pilze aus dem Boden und können sich vor Schülern kaum retten, schon in der Grundschule... Verkehrte Welt irgendwie.

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