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14/07/2015 - 07:15

Stadt-Mama Katharina

Interview mit Katia Saalfrank: Schläge hinterlassen immer fatale Folgen

Ihr Lieben, ich bin sicher nicht alleine mit meinem Geständnis, dass mich meine Kinder manchmal auf die Palme bringen können. Früher hätte ich nie gedacht, dass mich so kleine Menschen an meine Grenzen bringen können. Wenn ich merke, dass ich gleich ausflippe, verlasse ich den Raum. Schließe mich ein paar Minuten im Badezimmer ein und atme tief durch. Denn ich will nie nie nie in die Situation kommen, in der mir die Hand ausrutscht. Doch ich weiß, dass viele Eltern - obwohl sie es vielleicht nie wollten - doch mal einen Klaps auf den Po oder die Hand geben. Und laut einer Studie geben mindestens 10 Prozent aller Eltern ihren Kindern Ohrfeigen, 40 Prozent versohlen sogar den Hintern. Das Thema Gewalt an Kindern ist ein Tabu-Thema, die Betroffenen schämen sich. Oft entsteht ein Teufelskreis. Deshalb ist es umso wichtiger, darüber zu sprechen.

Ich bin daher sehr glücklich, dass Katia Saalfrank heute die wichtigsten Fragen zum Thema Gewalt beantwortet. Ich habe sie neulich auf einem Event getroffen, kannte sie natürlich noch aus Supernanny-Zeiten. Sie erzählte mir von ihrer Initiative "Kinder sind unschlagbar" und dass sie sich wünscht, dass bei Eltern die Hemmschwelle sinkt, sich zu einer Beratung zu trauen, wenn sie sich denken „mir rutscht gleich die Hand aus“ oder „ich bin überfordert“. Katia ist eine Frau, zu der man ab der ersten Sekunde Vertrauen hat und die eine unglaubliche Ruhe und Wärme ausstrahlt. Katia hat ihre Familiensprechstunden-Praxis in Berlin, doch sie macht auch deutschlandweit und im deutschsprachigen Ausland Online-Beratungen. Die Beratungen sind natürlich vertraulich. Aktuelle Kurse und Seminare finder Ihr im Anschluss an dieses Interview. Vielen Dank, liebe Katia für die Beantwortung unserer Fragen und Deinen Einsatz gegen Gewalt an Kindern!

Gibt es Schätzungen, wie viele Kinder zu Hause Gewalt erfahren?

Eine im Jahr 2012 vom Forsa-Institut im Auftrag der Zeitschrift Eltern erstellte Studie offenbart dramatische Zahlen. 40 Prozent der Eltern gaben an, ihre Kinder zu verprügeln („Hintern versohlen“), weitere 10 Prozent schlagen ihre Kinder ins Gesicht („Ohrfeige“). Die Hälfte aller Eltern greift also zu körperlicher Gewalt. Zu berücksichtigen ist bei diesen Angaben im Übrigen, dass Gewalt ein schambesetztes Tabuthema ist. So wurden bei der Datenerhebung nur Eltern berücksichtigt, die auch bereit waren, über ihr Gewaltverhalten Auskunft zu erteilen. Es ist deshalb von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Gewalt findet hinter geschlossenen Türen statt, findet oft im Verborgenen und nicht sichtbar statt und ist deshalb schwer zu schätzen. Deshalb müssen wir genau hinschauen und dürfen nicht wegsehen. Übrigens: Im Schnitt kommen nach Angaben der Kinderschutzorganisation „Deutsche Kinderhilfe“ „nach wie vor mehr als drei Kinder pro Woche zu Tode“. Nicht jedes Kind, das Gewalt erfährt, wird sichtbar verletzt oder kommt gleich zu Tode. Das ist jedoch kein Grund, andere Formen der Gewalt zu verharmlosen.

Welche Spuren hinterlassen Schläge bei einem Kind?

Schläge hinterlassen fatale Spuren: Sie zerstören beim Säugling und Kleinkind die unersetzliche Sicherheit, geliebt zu werden. Das Urvertrauen ist gestört – wie man auch beim Erwachsenen später erleben kann, außerdem erzeugen sie Ängste beim Kind: Die Erwartung der nächsten Strafe ist immerzu präsent. Die Beziehung ist also nicht von Liebe und Vertrauen, sondern von Angst geprägt.

Aber es gibt noch weitere fatale Auswirkungen auf Kinder. Wenn Kinder Schläge erleben, wird bei ihnen das Mitgefühl und die Sensibilität für andere und für sich selbst zerstört. Desensibilisierung ist die Folge. Die Fähigkeit, sich einzufühlen, Empathie zu entwickeln, ist nicht gegeben oder wird zerstört. Ein inneres Wachstum ist nicht oder nur begrenzt möglich, und die Entwicklung des Kindes wird beeinträchtigt.
Weiterhin werden durch Schläge Ärger und Wut beim Kind und den Wunsch nach "Rache" produziert und gespeichert. Der Wunsch, der oft zunächst noch unterdrückt wird, richtet sich dann aber entweder gegen Geschwister oder auch gegen andere Personen. Oft können auch diese unterdrückten Wutgefühle erst im Erwachsenenalter ihren destruktiven Ausdruck finden, dann aber oft heftig.

Schläge "programmieren" außerdem das Kind, unlogische Argumente zu akzeptieren: „Wenn ich dir weh tue, geschieht es zu deinem Besten!“ So wird das Kind programmiert, den Schmerz der Demütigung als nicht schmerzhaft zu registrieren. Es setzt eine gefährliche Desensibilisierung beim Kind ein.

Wo fängt für Dich Gewalt an? Ist der Klaps auf die Finger noch ok?

Nein! Gewalt ist Gewalt. Die Botschaften an das Kind, die selbst durch vermeintlich „leichte“ Schläge gesendet werden, sind – wie schon erläutert - vielschichtig und fatal. Das Kind erfährt keinen Respekt und keine Wertschätzung und wird in seinem Urvertrauen tief erschüttert. Es wird fortan, wenn es auf die Eltern reagiert, häufig nur aus Angst handeln. Das Kind lernt, dass es den eigenen Schmerz nicht fühlen darf, dass dieser vielmehr ignoriert werden muss. Und: Das Kind erfährt keinen Respekt und keine Wertschätzung, persönliche Grenzen werden so von uns Erwachsenen missachtet. Die Botschaft ist: Du hast meine Grenze überschritten – Deine ist mir aber nichts wert. Das ist elterlicher Machtmissbrauch. „Ein Klaps hat noch keinem geschadet!“ Wer so etwas sagt, hat wahrscheinlich, physisch oder psychisch, selbst gewaltvolle Erfahrungen gemacht – und beweist mit diesem Satz das Gegenteil, nämlich, dass ein Klaps durchaus schaden kann. Veränderung dauert. Sie dauert auch, weil wir als Gesellschaft nicht bereit sind, das Wissen, das wir gewonnen haben, anzuwenden und Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für unser Handeln und Tun den Kindern gegenüber. 

Wie erlebst Du Eltern, die ihre Kinder geschlagen haben?

Ich erlebe, dass es Eltern sehr schlecht geht. Sie sind traurig, sehr enttäuscht von sich selbst und haben große Schuld- und Schamgefühle. Damit gehen wir dann um und erarbeiten dann einerseits wie sie als Eltern Verantwortung übernehmen und diese Situation in der Beziehung zum Kind gut klären können und entwickeln andererseits auch neue Handlungsalternativen, damit sie in Zukunft anders damit umgehen können.

Ganz praktisch: Wenn ich merke, dass meine Nerven so angespannt sind, dass mir gleich die Hand ausrutscht – was kann ich unternehmen, dass es eben NICHT passiert?

Man kann hier auf zwei Ebenen arbeiten: Einmal im Konfliktmoment und die andere Ebene ist die Reflektion danach. In der konkreten Situation ist es gut, sich so früh wie möglich selbst zu unterbrechen, sich herauszunehmen. Am besten ist es, kurz aus dem Zimmer zu gehen oder die Situation zu verlassen, durchzuatmen und sich zu beruhigen. Wenn dann die Anspannung und der Stress etwas nachlassen, kann man besser mit der Situation umgehen. Die Reflektion danach zeigt dann häufig, dass der Ärger und die Wut oft nicht nur durch das Verhalten des Kindes, sondern durch verschiedene Faktoren ausgelöst wurden. Deshalb ist es hilfreich neue Alternativen und die Reflektion gemeinsam und im Austausch mit jemandem begleiten zu lassen. Wichtig ist, dass Eltern in dieser Umbruchzeit möglichst viele gute Erfahrungen machen können. 

Wohin können sich Eltern wenden, wenn sie merken, dass die da in eine Gewalt-Spirale reingerutscht sind?

Es gibt zahlreiche kostenlose Beratungsstellen. Zum Beispiel haben Eltern die Möglichkeit sich anonym im Internet unter www.buendnis-fuer-kinder.de oder www.elterntelefon.de Beratung von erfahrenen Psychologen und Pädagogen zu holen. Unter www.kinderundjugendtelefon.de findet man auch Kontakt-Telefonnummern und Adressen für hilfesuchende Kinder und Eltern. Auch das zuständige Jugendamt bietet natürlich kostenfreie Beratung und Unterstützung an. Oft ist die Hemmschwelle für Beratung bei diesem heiklen Thema groß, da Eltern große Angst vor Verurteilung haben oder auch Bedenken entstehen, sich einem Amt gegenüber zu offenbaren, welches dann unter Umständen auch tätig wird und Eltern unter Druck setzt. Mit dieser Sorge kommen Eltern dann oft zu mir und entscheiden sich dann oft für eine private, aber dafür kostenpflichtige, pädagogisch-psychologische Beratung ohne Anbindung an öffentliche Stellen. 

Warum schlagen Eltern überhaupt zu?

Nicht nur Kinder aus sogenannten bildungsfernen Schichten sind gefährdet. Auslöser für Gewalt gegen Kinder sind Stress und Überforderung, und so existiert Gewalt in allen Formen als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Eltern die ihre Kinder schlagen, sind meist selbst geschlagene Kinder oder zumindest Kinder, die gestraft wurden. Sie haben einen ganz bestimmten Mechanismus erlebt und  sind von ihren Eltern nicht nur in Bezug auf ihr kindliches „Fehlverhalten“ mit Vorwürfen und Drohungen, sondern auch noch wegen der dann folgenden Tränen geschimpft und kritisiert worden, ja vielleicht sogar gestraft oder geschlagen worden. Dies stellt dann eine weitere Kränkung des Kindes dar. Es empfängt folgende Botschaft: Nicht nur mein Verhalten war verkehrt und hat die Mutter/den Vater gekränkt, auch mein Gefühl, die aufkommende Trauer, ist falsch und wird negativ bewertet. Diese stark emotionalen Erfahrungen werden gespeichert, miteinander gekoppelt und führen so im Gehirn zu bestimmten Vernetzungen, die die Betroffenen im Erwachsenenalter dann die erlebte Gewalt weitergeben lassen werden. Diese Mechanismen sind oft subtil und müssen sich nicht immer im sichtbaren Ausagieren von Gewalt manifestieren. Eltern können ja mal bei sich selbst schauen, denn manchmal verdrängen Betroffene die erlittenen Demütigungen und Kränkungen sogar und glauben sich an eine gute Kindheit zu erinnern. Dennoch bringen genau diese verdrängten Erfahrungen die Menschen dann später dazu, eben jene Gewalt, die sie selbst erfahren haben, als Erziehungsmittel einzusetzen. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um einen starren Automatismus, sondern um ein erkennbares Muster. Wir sind unseren Erfahrungen nicht hilflos ausgeliefert. Kommt ein innerer Prozess der Selbsterkenntnis in Gang, haben wir die Chance, diese erlebten Muster zu unterbrechen. Dies kann oft schon mit wenigen Beratungen erfolgen.

 

Eure Initiative „Kinder sind unschlagbar“ richtet sich gegen Gewalt an Kindern. Seit wann engagierst Du Dich in dieser Initiative und was war der Ausschlag dafür?

Unschlagbar ist eine Plattform gegen Gewalt an Kindern und für eine gewaltfreie Beziehung zu Kindern. Diese Initiative gibt es jetzt seit März 2015. Ausschlag dafür war die Aussage des Papstes, der das Schlagen von Kindern in der Erziehung befürwortet hat. Das hat mich so schockiert, dass ich einen offenen Brief an den Papst geschrieben habe. Die vielen Rückmeldungen haben mich bestärkt, noch mehr mit diesem Thema auch in die Öffentlichkeit zu gehen und als Christian mich ansprach und fragte, ob wir nicht gemeinsam etwas FÜR Kinder und GEGEN Gewalt an Kindern  machen wollen, war ich sofort begeistert und dann haben wir losgelegt: Mit Unschlagbar bieten wir Eltern und Familien eine Platform um sich auszutauschen, um Vorurteile zu beseitigen und wir wollen Hilfestellung für alle geben, groß oder klein. Durch zahlreiche Unterstützung von Freunden, unbekannten und bekannten Menschen wollen wir Sicherheit geben, dass Gewalt keine Lösung ist und mit unserer Plattform einen Ort bieten an dem gegenseitiger Austausch und Bestärkung dazu beitragen das Gewalt an Kindern nicht als Bagatelle angesehen wird und letztenendes aus jedem Familienleben verschwindet. Wir - das bin nicht nur ich, sondern auch Christian Bahrmann (Vater, Schauspieler, Sänger, Moderator und Puppenspieler - bekannt als der beste Freund von Kikaninchen aus dem gleichnamigen Format KiKANiNCHEN auf KiKA von ARD und ZDF). Wir sagen : "Kinder sind unschlagbar"

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Wer sich aktuell gestresst fühlt, nicht mehr weiter weiß, nicht mehr richtig runter kommt, sollte es mal Hypnose versuchen. Damit kann in wenigen Minuten eine effektive und effiziente körperliche Entspannung und geistige Erholung innerhalb kürzester Zeit erreicht werden, die nachhaltig und tiefenwirksam ist. Eltern können so leicht in ihrem stressigen Alltag für sich und den Stressabbau sorgen. Hier findet Ihr Infos zu den Veranstaltungen in Berlin am 27. und 28. Juli. 

Und hier noch tolle Veranstaltungen im Herbst: 
 
 
 
 
 

Tags: Katia Saalfrank, Supernanny, Gewalt, Schläge, Kinder, Eltern, Familie, Initiative, Hilfe, Unterstützung, Beratung

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Kommentare

Luisa — Di, 07/14/2015 - 09:36

für solche Interviews. Es ist sehr wichtig, über solche Tabuthemen zu sprechen.

Chris — Di, 07/14/2015 - 14:06

Auch von meiner Seite Danke für das Interview und das thematisieren. Ich bin immer wieder geschockt, wer eine Ohrfeige als "nicht so schlimm" betrachtet.

Nina — Di, 07/14/2015 - 14:15

Sehr interessant. Danke! Kenne auch Eltern, die auf die Hönde hauen. Ich denke immer, dann ist es nicht mehr weit bis zum nächsten Schritt...

Daja Grube — Di, 07/14/2015 - 17:36

Ich bin auch strikt gegen schlagen aber ich hatte auch schon eine gefaehrliche Situation bei dem mein 2 Jaehriger einen Klapps auf die Finger bekommen hat. Wir wohnen im Ausland und es gibt hier keine richtigen Steckdosensicherungen. Ich habe mehrmals mit einem strengen NEIN und mit erklaeren, das das Spielen an der Steckdose "Aua" macht versucht ihn von der Steckdose fern zuhalten aber 1 x habe ich grade noch so aus dem Augenwinckel gesehen wie er versuchte, einen Stift in die Steckdose zu stecken und da gabs einen Schlag und ein Nein auf die Finger. Mein Sohn war so erschrocken das er bis heute die Steckdose meidet und es war auch nur, um die "Gefahr" zu unterstreichen in anderen Situationen bin ich sehr tolerant und gelassen.

Kathrin — Di, 08/23/2016 - 19:01

wir waren in genau der gleichen Situation! Und ja, wir taten es um unsere Kinder zu schützen! Weil sie vom Verstand einfach nicht soweit waren die Gefahren zu überblicken. Übrigens denke ich, dass Worte noch viel grössere Schäden anrichten - davon redet jedoch kaum jemand...

Salale — Sa, 07/18/2015 - 20:08

Mit dem Grossen alleine war alles supi - dann kam die kleine Schwester. Da war Ben 2.5 Jahre alt. Im ersten Jahr mit den beiden ist mir def. 3x die "Hand ausgerutscht" (scheiss Verharmolsung! Ich habe meinem Kind absichtlich wehgetan!) Die letzt Situation war so dass er die Kleine ganz doll an den Haaren gezogen hat und dann hab ich an seinen Haaren gezogen und gesagt: "Jetzt siehst Du mal wie weh das tut." Total unreflektiert und impulsiv! Der Grosse rebelliert viel, die Kleine ein supersuesses Sonnenscheinchen. Die Position des Grossen ist nicht immer einfach. Liebe Frau Saalfrank. Was kann ich tun, damit der "Schaden" den ich angerichtet habe nicht ganz so schlimm ist??? Ist seine Zukunft jetzt zerstoert? Wuerde mich ueber ein Feedback freuen. VG Jeanni

Mina — So, 01/22/2017 - 12:51

Soviel davon wie Du nur kannst! Was bedeutet die Hand ausgerutscht? Hast Du ihn geohrfeigt? Bitte tu das nicht wieder. Wenn Du merkst es ist Zuviel, ist es wirklich gut den Raum zu verlassen und kurz durchzuatmen oder ins Kissen zu beißen. Natürlich rebelliert Dein Großer. Er muss seine über alles geliebte Mutter plötzlich teilen. Nicht einfach. Hilf ihm liebevoll dabei die neue Situation zu verstehen. Alles Gute für euch

Svea — So, 04/10/2016 - 19:25

Ich stelle die Frage ernsthaft. Denn wenn es was genützt hat, war es nicht falsch. Mein Kleiner hatte sich angewöhnt zu beissen, wenn ihm was nicht passte. Erklärt, dass das weh tut (knapp 1 Jahr alt, das Kind...). Weitergebissenworden. Irgendwann Stimme erhoben. Weitergebissenworden. Irgendwann richtig geschimpft, ihn weggesetzt. Weiter... Und dann habe ich zurückgebissen. In den Arm. Und dann... War Ruhe. So, jetzt steinigt mich. Ich bin nicht fürs Verhauen. Echt nicht. Aber manchmal ist eine Physische Erfahrung für das Kind anscheinend wichtig, um zu verstehen, was es da tut.

Mina — So, 01/22/2017 - 12:44

Kinder in dem Alter zeigen Dir damit, wie lieb sie Dich haben. Für sie ist es wie küssen. Sie sind kleine Nachahmer! Zeig ihm doch einfach mit einem großen Schmatz wie es nicht wehtut!

Holger — Di, 03/13/2018 - 12:15

Danke für diesen Artikel. Ich bin selbst Opfer vieler Jahre durch Prügelstrafe gewesen. Es gibt da einen Unterschied zwischen Bestrafung und Schutz im Gefahrenzusammenhang (Kommentar „Steckdose“). Bestrafung funktioniert nie und man wird niemals den Willen eines Kindes brechen können um etwas ganz bestimmtes zu erreichen. Es liegt in dem Bewusstsein der Eltern in sich und an sich selbst zu arbeiten, damit die Beziehungen zu ihren Kindern funktionieren und gesund werden/bleiben und sie diese auch so weitergeben können. Herzlichst, Holger

Agnes — Mo, 08/20/2018 - 11:02

Sehr guTermin Artikel! Ich bin darauf gestoßen, weil ich aus einem Traum hochgeschreckt bin, bei dem ich wieder häusliche Gewalt durch meinen Vater erleiden muss. Das nimmt mich ziemlich mit, da ich mittlerweile schon über 20 Jahre alt bin. Ich dachte, dass dieses Thema Geschichte ist, da ich und er uns mittlerweile gut verstehen, aber anscheinend sind die Folgen der Schläge immernoch spürbar und in meinem Unterbewusstsein... Damit ist nicht zu Spaßen. Möchte meine Kinder nicht genauso "erziehen", doch mein Partner ist der Meinung dass das nicht schadet. Hab auch Angst, dass mir - wie im Artikel beschrieben - "die Hand ausrutscht"... Zudem möchte ich Lehrerin werden... Ob ich immenoch Kinder will oder Lehrerin werden soll oder wie ich mit dem Ganzen umgehen soll ist jetzt die Frage...

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