Kinderbuch-Empfehlung: Lasst Euch von Fee Maxi verzaubern

Ihr Lieben, in Corona-Woche wieviel befinden wir uns eigentlich? In diesen Wochen und Monaten, in denen alles ganz anders war als sonst, sind wie so viel spazieren gegangen, dass ich das Gefühl habe, jeden Baum, jeden Stein, jede Wurzel persönlich zu kennen.

Wir alle sind für jede Abwechslung dankbar und deshalb stellen wir Euch heute ein ganz wunderbares Kinderbuch vor, das Eure Kinder in eine magische Welt entführt und die Phantasie ordentlich ankurbelt: Maxi von Phlip (erscheint morgen im Arena Verlag). Worum gehts? Bei Paula ist eine echte Fee eingezogen – zumindest fast. Denn Maximeralda Feodora Dilara Nima von Phlip, oder einfach Maxi, ist eine beurlaubte Fee mit eingeschränkten Zauberfähigkeiten. 

Ihre Zauberfähigkeiten bekommt sie erst dann wieder zurück, wenn sie für Paula gute Taten vollbringt. Doch wie sich „gute Taten“ definieren – darüber kann man ja streiten 🙂

Meine Tochter das Buch verschlungen, dabei ist sie eigentlich keine Leseratte. Das Buch an eine angenehme Dicke (wenns zu dick ist verschreckt das ja die Kinder oft) und wunderschöne Illustrationen, die einfach Lust machen, in dem Buch zu schmökern. Glücklicherweise ist dieses Buch wohl der Auftakt einer „Maxi von Phlip„-Reihe – das heißt, im Juli soll es wohl Nachschub geben.

Autorin des Buch es ist Anna Ruhe, sie hat auch die sehr erfolgreiche Reihe „Die Duftapotheke“ geschrieben. Diese Bücher hat meine Tochter auch geliebt – Anna Ruhe hat also ein gutes Gespür, was Kinder gerne lesen. Wir haben mit ihr über gute Kinderbücher gesprochen und warum Paula keine typische Heldin ist….

Liebe Frau Ruhe, was braucht ein Kinderbuch, um ein gutes Kinderbuch zu sein? 

Das kann so vieles sein. Vor allem sollte ein gutes Kinderbuch Kopfkino bei seinen kleinen Lesern hervorrufen und sie damit entführen, verzaubern und dadurch die Welt ein bisschen größer machen. Und es sollte intelligent sein, liebevoll, mal lustig, mal traurig und einem etwas vom Leben zeigen, das man im Kopf und Herz behalten möchte.

Welches Kinderbuch haben Sie als Kind am Liebsten gelesen?  

Das war ganz klar „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, aber auch „Pippi Langstrumpf“ habe ich immer wieder gelesen, genau wie „Momo“ von Michael Ende oder „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preussler. Das waren meine absoluten Lieblingsbücher als Kind.

Haben Sie einen Tipp, wie man Kinder, die nicht so gerne lesen, zum Lesen bringt? 

Ich glaube das Wichtigste ist, Kindern ganz viel und ein bisschen stoisch vorzulesen und die gemeinsame Lesezeit so gemütlich und entspannt zu verbringen, wie es eben geht. Auf keinen Fall sollte das Lesen zu einer Pflicht werden, dass die Kinder dann als etwas so Nerviges wie Hausaufgaben abspeichern oder etwas, das man noch erledigen muss, bevor man Freizeit hat. Lesen lernen ist ziemlich anstrengend, wir Erwachsenen vergessen das nur oft, weil wir es schon so lange können. Das Beste ist sicher, keinen Druck aufzubauen, im Zweifelsfall weiter stoisch vorlesen und manchmal auch ein bisschen Zeit dabei ins Land ziehen lassen. Manchmal dauert es auch einfach nur. Auch bei einem meiner Kinder hat es eine ganze Weile gebraucht, bis das selber lesen endlich Spaß gemacht hat. Manchen Kindern fällt das Lesen lernen einfach schwerer. Genauso wichtig ist es aber auch Kindern viele und unterschiedliche Bücher anzubieten (dafür kann man prima die vielen Bibliotheken nutzen und die Kinder dort selbst etwas aussuchen lassen, was sie anspricht). Von meinen Kindern habe gelernt, wie wichtig die Wahl eines Buches sein kann und wie unterschiedlich die Geschmäcker dabei sind, um die Leselust zu entfachen. Ich glaube, darin sind Kinder gar nicht so anders als wir Erwachsene auch. Ein Buch muss einen irgendwie packen. Dann lässt man es auch nicht mehr los. Und wenn das alles nichts hilft, drückt man Kindern ganz viele Hörbücher in die Hand. Das kann Wunder bewirken.

Wer hat sie für die Figuren von Paula und Maxi inspiriert? 

Ehrlich gesagt, sind die beiden ein bisschen ein Mischmasch aus den vielen Kindern, die ich bislang auf meinen Lesungen treffen durfte. Ich bin ja (zumindest in der Zeit vor Corona) in den unterschiedlichsten Schulen zu Gast und treffe dort Unmengen an Kindern. Mit Paula wollte ich unbedingt eine schüchterne und gleichzeitig starke Hauptfigur, einer lauten und sehr selbstbewussten Mädchenfigur gegenüberzustellen und die beiden voneinander lernen lassen. Leider gibt es in der Kinderliteratur noch selten starke und gleichzeitig schüchterne Mädchenfiguren. Aber im echten Leben begegne ich so vielen schüchternen kleinen Mädchen. Und genau deshalb habe ich für jede von ihnen Paula so geschrieben, wie Paula eben ist.

Wenn Sie für einen Tag eine Kinderbuchfigur sein könnten, welche wäre das und warum? 

Spontan wäre ich natürlich am liebsten Pippi Langstrumpf, einfach deshalb, weil Pippi so unendlich cool ist. Aber nach fast einem Jahr Corona, muss ich sagen, wäre ich vielleicht doch noch lieber Ronja Räubertochter. Dann könnte ich den lieben langen Tag im Wald herumstromern und Wildpferde zähmen. Das klingt doch gut, oder?

„Maxi von Phlip“ ist ein wunderbares, buntes, mutmachendes Märchen für Kinder ab 7. Wir empfehlen es Euch von ganzem Herzen! Um Euren lokalen Buchhändler zu unterstützen, würden wir uns sehr freuen, wenn Ihr Maxi von Phlip dort bestellt.


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