Kurz vor den Kita-Ferien die Bitte an alle Mamas sehr faul zu sein!

musik

Hallo Lisa, 

so, vergessen wir mal meinen impulsiven Fußballpost von heute morgen. Ja, der war halt impulsiv, aber dafür mag ich auch unseren/meinen Blog. Er dient halt (auch) dazu, manchmal etwas Seelenmüll zu deponieren… So habe ich das dann eben heute Morgen gehandhabt und keine Sorge, dieser Post war nicht, wie eine Leserin bemerkte, eine Allegorie für meinen vermeintlich schlechten Seelenzustand, er war wirklich nur spontan runtergeschrieben… Ich war allerdings die letzten beiden Tage sehr nachdenklich und hatte oben drauf noch eine dicke Erkältung (Vom Mann, über die Kinder, an mich…) unter anderem, weil mich das Burnout unserer Blogger-Kollegin Mama Miez sehr betroffen gemacht hat. Ich glaube, ich lese ihren Blog so lange ich selbst blogge. Viele hier werden auch ihren Blog kennen, sie ist Anfang 30, Mama von drei kleinen Kindern und hat eben vor zwei Tagen für mich sehr plötzlich über ihre Panikattacken und ihr Burnout geschrieben. Aber am besten ihr lest es bei ihr selbst nach…

Mich hat das deshalb so betroffen gemacht, weil ich immer mit offenem Mund mitgelesen habe, wenn sie über ihr Leben als Berufstätige mit drei kleinen Kindern gebloggt hat. Situationen wie Einkaufen (Der Große läuft an der Hand, der Mittlere sitzt im Einkaufswagen und das Baby hat sie in der Trage) ließen es mir ganz schwindelig werden… Ja, Lisa, Du bist ja auch dreifache Mutter, Du wirst das kennen und über mich lächeln können…

Auf jeden Fall ist es einfach erstaunlich und vor allem traurig, dass nicht nur Mama Miez, sondern auch viele andere Mütter an ihre Grenzen geraten, indem sie sich immer zuviel aufbürden. Und das Verschärfteste ist ja: Selbst wenn Du ein Burnout erleidest, Du hörst ja nicht auf Mama zu sein. Du kannst nicht wie ein Top-Manager kündigen, eine Wanderung durch die Berge machen oder Veganer werden. Dein Alltag bleibt der Gleiche, weil Deine Kinder Dich brauchen und auch das Recht darauf haben, dass Du, ihre Mama, da bist. 

In jedem Fall habe ich mir natürlich dann selbst auch die Frage gestellt, ob und wie mir das auch passieren könnte und ich bin zu dem Schluss gekommen: Eher nicht. Ich weiß noch, dass ich damals in Hamburg einen super Job in Aussicht hatte, den ich Jahre zuvor schon gemacht hatte und der Vertrag sollte verlängert werden. Tja, ich habe ihn abgelehnt. Ich habe damals ernsthaft gedacht: Wenn ich das hier weitermache, dann springe ich in zwei Wochen aus dem Fenster… Ich bin stattdessen mit meinem damaligen Freund nach Berlin gezogen und obwohl ich keinen Cent, außer ein bisschen Erspartes, in der Tasche hatte, hat alles irgendwie geklappt… Ich würde deshalb bis heute sagen, ich bin der Typ, der vermeidet bis es kracht. 

Ich weiß, dass das nicht jedermanns Sache ist so zu sein und höflich ist es bestimmt auch nicht immer, aber jetzt wo in den nächsten Tagen alle diese Verabschiedungen, Kitafeste, Urlaubsplanungen anfangen, dachte ich, dass es ein guter Moment, mal ehrlich aufzulisten, was ich alles extra verpasst habe und wie gut es mir getan hat. Ich finde, wir sollten das alle viel öfters machen als Mamas. Einfach mal Dinge sein lassen. 

Also hier mein Geständnis: 

– Ich werde am Freitag nicht, ich wiederhole, nicht zum Kita-Sommerfest gehen. Ich werde meinen Kuchen dort abgeben mit Baby und Maxime im Schlepptau und dann einfach wieder nach Hause schieben. 

– Ich war in den letzten Wochen von zehn Mal nur zweimal beim Mutter-Kind-Singen. Nun ist der Kurs vorbei und kommt nicht wieder. Na, so ein Pech aber auch. Dafür waren wir spazieren oder auf dem Spielplatz. 

– Ich habe mir angewöhnt meine Aktivitäten in super Kinderaktivitäten umzuwandeln. Heute waren Maxime, Cleo und ich zum Beispiel KOPIEREN. Ich musste für die Steuererklärung ganz viele Unterlagen duplizieren und Maxime durfte immer auf die große Druck-Taste im Copyshop drücken. Toll, was? 

– Ich habe an die sieben Kindergeburtstage geschwänzt in den letzten Monaten. 

– Weil ich weggehen wollte abends, habe ich mir schon nachmittags einen Babysitter gegönnt und mein für andere Zwecke gedachtes Haushaltsgeld verprasst. Ich sehe das sowieso generell so: Bevor ich mir einen Pulli für 50 Euro kaufe, gebe das Geld lieber für einen Kleinkind-freien Nachmittag aus. 

– Es gibt wichtige Dinge, bei denen Mama nachmittags (manchmal) nicht gestört werden möchte: Zum Beispiel Magazine lesen. Dann kann ich „Maaaama“ bis zu einer halben Stunde ignorieren. 

– Ich habe entdeckt, dass mein Zweijähriger mittlerweile kleine Arbeiten verrichten kann. Beispiel: Kannst Du Deine Hausschuhe, eine Windel holen, Mamas Wasserglas, mein Portemonnaie, Cleos Wippe…

Nein, ehrlich, ich möchte das Thema Mutti-Burnout doch mit dem nötigen Ernst behandelt wissen, auch wenn ich einiges lustig meine, weil es mich total traurig stimmt, das ausgerechnet liebenden aufopfernden Wesen wie Mamas soetwas passiert. Also gute Besserung, liebe Pia alias Mama Miez an dieser Stelle. 

Lass(t) es Dir und Euch allen gut gehen, 

Caro xxx

 


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15 comments

  1. Ich bin ein 24-jähriger Fußballer, den ich für den Tottenham
    Ich bin ein 24-jähriger Fußballer, den ich für den Tottenham Club spiele. Mein Name ist David, bevor ich Fußballer werde. Ich liebe Fußball von ganzem Herzen, das war mein Traum. Oft versuche ich sicherzustellen, dass ich ausgewählt wurde, damit ich spielen kann für mein land habe ich aber versagt, eines treuen tages habe ich mein facebook wahr gemacht, als ich mit frau elizabeth in kontakt kam, dann unterhalten wir uns, wenn sie mich fragt, was mein traum war, habe ich ihr gesagt, ich möchte fußballerin werden, dann fragt sie mich ob Ich bin ein Geber und wenn ich Menschen helfen kann, die ich mit Ja geantwortet habe, fragt sie mich jetzt, ob ich bereit bin, Mitglied der Illuminati der Neuen Weltordnung zu werden, und alles, was ich jemals will, werde ich bekommen, aber ich weiß, dass die Illuminati schlecht sind, aber als sie mir erklärte, was die Illuminaten sind, verstehe ich, dass es nicht schlimm ist, dass sie sich nur um die Menschen kümmern, also stimme ich zu und tue, was von mir verlangt wurde, und um dir die Wahrheit zu sagen, wurde alles für mich leicht, den ganzen Einfluss, den ich brauche Ich habe alles dank Frau Elizabeth bekommen. Benötigen Sie ihren Kontakt hier ist ihre E-Mail-Adresse: aldrichelizabeth49@gmail.com oder WhatsAppNumber: +2347033155855, ich verspreche Ihnen, dass Sie gerne Mitglied werden

  2. YES!
    LIebe Caro,
    oh ja, dass hier trifft mich grad an einem wunden Punkt. Das tut so gut, dass zu lesen, weil so viel davon auch grad in mir arbeitet. Ich will grad soviel: tolle Mama sein, mir meinen Blog weiter aufbauen (himmel ich muss echt mehr Posts machen/ manno, warum kommentiert eigentlich kein Mensch mehr?/ wie krieg ich endlich mehr Leser?/ wie werden meine Fotos besser?). Außerdem endlich das Manuskript für meine Buchidee zu enden schreiben, dazu noch Job und Haushalt wuppen. Ach ja, das Leben genießen wollt ich eigentlich zwischendurch auch noch. STOP.
    Ich hab mir jetzt gesagt: Sutsche, immer sutsche (ja, so sagen wir das hier in Hamburg). Ich mach das alles, aber eben schön hintereinander. Und wenn nicht mehr geht, geht eben grad nicht mehr. Dann geht das vielleicht später. Oder auch nicht. Und das ist dann auch kein Weltuntergang.
    Deine Liste: „Was ich grad nicht geschafft habe“ ist grandios. Danke!
    Liebe Grüße,
    Claudia

  3. Seitdem Baby Luuk (4 Monate)
    Seitdem Baby Luuk (4 Monate) auf der Welt ist bin ich leider viel krank und oft ist mir dann alles zu viel. Aber was bleibt mir anderes übrig. Mein Mann arbeitet als selbständiger sehr viel und halt auch samstags,deshalb bin ich oft allein mit den Kids. Ich stoße an Grenzen die ich vorher aus dem Berufsleben so nicht kannte. War ich doch immer der Überzeugung mit Streß gut umgehen zu können, fällt es mir jetzt zu Hause umso schwerer alles am Laufen zu halten. Trotzdem bin ich stolz alles mehr oder weniger allein zu schaffen. Und dadurch motiviere ich mich selbst auch immer wieder ! Ich beneide Dich um Deine Gelassenheit manche Termine abzusagen. Ich würde mir manches mal diese Stärke wünschen, denn ich versuche oft es allen Recht zu machen und möglichst auf allen Hochzeiten zu tanzen.

  4. Zeit, Zeit, Zeit
    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie anstrengend es ist, mit kleinen Mäusen, arbeiten zu gehen. Aber: viele Probleme sind oft echt total hausgemacht (ich kenne Mama Miez nicht, ist also nicht auf sie bezogen). Warum gleich wieder nach ne. Jahr Top im Job sein? Wer das will und kann, super. Aber die meisten schaffen es mit einem oder mehreren Kleinkindern eben nicht. Wenn man sich zunächst als Familie mal genau ausrechnet, wieviel kohle man im Monat braucht, zeigt sich häufig (leider natürlich nicht immer), dass BEIDE nicht Vollzeit arbeiten müssen! Dann spar ich mir halt mal einen Urlaub, ein Auto, usw. weg- und nehm mir dafür Zeit. Zeit für die Kinder, die eh zu schnell groß werden. Zeit für mich. Für uns! Unsere Ansprüche sind echt ziemlich hoch- materiell und aber auch an uns selbst. Da kann man schon mal in sic gehen und neu sortieren.
    Das zweite, was ich nicht verstehe: Warum schleifen so viele ihre Kinder (meist ja noch nach der kita) zu etlichen Baby/Kleinkind/Musik/Krabbel/Pekip-sonst was Gruppen? Zuhause auf dem Teppich oder noch besser in der Natur spielt es sich doch mindestens genauso gut. Ich glaube, dass viele Mamas und Papas denken, sie müssten ihren Kindern weiß Gott was bieten. Dabei brauchen die vor allem eins: Nähe und ganz viel Zeit!!!

  5. gut
    Ich finde deine Einstellung da gut. Ich denke, nicht die Doppelbelastung von Mutterschaft und Arbeit ist das Problem, sondern der Perfektionismus in beidem macht kaputt. Im Job perfekt, als Mutter perfekt, immer 110 Prozent. Mich nerven Muetter nur, die nicht mal in Anwesenheit der Kinder lesen, weil sie ihnen ja immer die volle Aufmerksamkeit schenken muessen. Auf meinen Job wollte ich nicht verzichten, das waere mir zu oede und ich will finanziell nicht abhaengig sein, aber natuerlich muss dann der Papa mit ran.

  6. Zeit ist Luxus
    Ja die Zeit ist Luxus und vor allem die Zeit die man mal nur für sich hat. Und man kann ja auch nur eine gute Mutter sein wenn man auch mal Energie tanken kann. Also kein schlechtes Gewissen haben wenn man mal sich die Zeit nimmt.

  7. Rabenmutter
    Wo wir hier alle schon so ehrlich sind. Da die Kita bald 4 Wochen geschlossen hat. Lasse ich meinen Sohn (5) zur Zeit öfter mal bis zum Schluss (die Kita schließt um 17.30h) und genieße 1-2 Stunden extra Freizeit. Erst hatte ich ein super schlechtes Gewissen. Aber er findet es sehr cool so lange zu blieben und ich kann ein bisschen Kraft tanken für die Sommerferien.

  8. job gekündigt
    caro, hast du nicht letztes jahr auch deinen job gekündigt, weil das ganze stressig war und zu wenig zeit für maxime hattest? korrigiere mich, falls ich das falsch in erinnerung habe. fand ich auf jeden fall sehr beeindruckend von dir! ganz liebe grüße!

    1. Beeindruckend??? Ich fand und
      Beeindruckend??? Ich fand und finde es nach wie vor sehr gedankenlos. Sie hätte ja auch fürs erste die 3 Jahre Elternzeit ausschöpfen können, aber gleich den Job kündigen…. Autsch

  9. Baby Aktivitäten
    Meine kleine Maus (9 Monate) ist mittlerweile schon sehr aktiv, daher hin ich dazu übergegangen die Hausarbeit zum größten Teil mit ihr zusammen zu erledigen. Staubsaugern ist ihr neuster Lieblingssport, da kann man hinterher robben und das Kabel festhalten. Oder die Wäsche machen, da kann man den Korb ausräumen oder unter der Leine liegen und alles beaufsichtigen.

    Zum Thema Burnett kann ich nicht viel betragen, da ich chronisch faul bin. Vor einem Kitafest drücken könnte ich auch 😉

    Ich ziehe den Hut vorhalten die das Rückrad haben diese vollen Babyprogramme durch zu ziehen. Für mich wäre das nichts. Ich mag meinen Trot.

    Aber es gibt ja schon eine gewisse Erwartungshaltung an junge Mütter und viele geraten dabei unter die Räder. Diesen Müttern fehlt vielleicht teilweise eine gewisse „leckt mich am popo“ Haltung sie müssen einfach mal Nein sagen.

  10. @Anni
    Wieso? Männer machen das doch auch so. Die haben nur eine Frau, die ihnen dafür den Rücken freihält. Also ist es doch wohl genau das, was vielen Frauen fehlt (mir zum Glück nicht, mein Man machen 50/50, und anders würde ich es nie haben wollen). So einfach.

  11. Warum – Darum
    Ich meine das völlig wertfrei, aber es ist doch auch Wahnsinn mit drei kleinen Kindern innerhalb von drei Jahren. (Was ganz toll ist). Das kleinste zwei und dann schon wieder ein Jahr arbeiten. So etwas ist bisher halt auch den Müttern nicht zugemutet worden. Oder muten wir uns das selbst zu? Jungen Mütter lassen sich von der Politik ganz schön unter Druck setzen. Mit Slogen wie : “ Frauen müssen wieder schneller in ihren alten Beruf zurück können“ oder “ raus aus der Teilzeitfalle“ meinen Frauen das auch erfüllen zu müssen. Bzw. sagen Mütter auch “ Ich habe doch nicht so eine gute Ausbildung, um dann NUR bei meinen Kindern zuhause zu sein“. Für dieses Problem gibt es noch immer keine Lösung. Aber arbeitende Frauen und arbeitende Frauen mit Kindern werden in der Berufswelt gleich behandelt und irgendwie geht das nicht 🙁