Interviews

28/08/2019 - 06:00

Stadt-Mama Katharina

Lehrermangel: So verkorkst war der Schulstart für meinen Sohn

Liebe Ute, Dein Sohn ist gerade erst eingeschult worden. Was hattest du Dir für deinen Sohn für die ersten Schultage gewünscht?

Vor 12 Jahren sind wir auf ein Dorf mit ca. 1.400 Einwohnern zwischen Leipzig und Halle/Saale gezogen. Wir haben davon geträumt, dass unsere Kinder behütet in einer „Dorfgemeinschaft“ aufwachsen. Unser Dorf hat auch einen Kindergarten und eine Grundschule. Meine Tochter (10 Jahre) besuchte bereits unsere Grundschule. Sie ist jetzt in die 5. Klasse gekommen. Sie hatte in der 1. Klasse eine wirklich tolle, sehr liebevolle und engagierte Klassenlehrerin. Zur Unterstützung unserer Klassenlehrerin, gab es noch eine junge Frau, die ihren Bundesfreiwilligendienst absolvierte. Die beiden haben die Kinder auf wirklich wundervolle Weise aufgefangen und in den Schulalltag begleitet. Zusätzlich gab es zur Unterstützung noch eine pädagogische Mitarbeiterin an der Schule, die aber vor 2 Jahren in Rente gegangen ist. Schöner hätte der Start für meine Tochter nicht sein können. Genauso hätte ich ich es meinem Sohn gewünscht!

Doch nun ist die Situation etwas anders. Es gibt akuten Lehrermangel. Erzähl mal.

Mein Sohn ist mit 30 weiteren Kindern in nur eine 1. Klasse eingeschult worden, die von unserem Schuldirektor als Klassenlehrer betreut wird. Eine Teilung war nicht möglich, weil es nur noch 2 weitere Lehrer an unserer Schule gibt. Diese sind Klassenlehrer der 3. Klasse und 4. Klasse. Es ist ein wirklich untragbarer Zustand.

Ist dieser Mangel neu oder besteht er schon länger?

Es bahnte sich schon seit längerem an, dass auf unsere Grundschule ein größeres Problem zukommt. Bereits im letzten Schuljahr arbeitete unsere Grundschule mit vier vollen Klassen (die alle mehr als 25 Kinder haben) mit 2 Stammlehrern und unserem Rektor. Die fehlenden Stunden wurden mit verschiedenen auf Zeit abgeordeten Lehrern mehr oder weniger überbrückt. Diese Lehrer waren dann an unterschiedlichen Tagen in der Woche da.

Unsere jetzige 2. Klasse hat bereits den dritten Lehrerwechsel hinnehmen müssen. Gerade für die für die 1. und 2. Klasse ist eine Bindung an den Lehrer unverzichtbar! Die Klassenlehrerin meiner Tochter erkrankte während des dritten Schuljahres und kam leider auch nicht wieder. Die Klasse wurde damals von unserem Schuldirektor übernommen und zu Ende gebracht, weil auch dafür kein Ersatz kam. Pädagogische Mitarbeiter hat unsere Schule seit 2 Jahren auch nicht mehr. Ich glaube, jeder kann sich vorstellen, was passiert, wenn auch nur ein Lehrer bei uns krank ist. Die Klassen werden dann zusammengelegt und die Kinder können ab 10 Uhr abgeholt werden bzw. werden bis zum Hort nur noch von den vorhandenen Lehren betreut, weil kein Unterricht möglich ist.

Wie geht es Deinem Sohn und den anderen Schülern damit?

Mein Sohn geht gut mit der Situation um. Er hat gerade seine ersten spannenden Tage und ist glücklicherweise selbstbewusst. Dadurch, dass seine große Schwester die Schule bisher besuchte, kannte er schon viele Kinder, die Räumlichkeiten und auch unseren Schuldirektor. Einigen Kindern in seiner Klasse geht es da anders. Für sie ist alles komplett neu und nicht jedes Kind kann sofort mit neuen Situationen umgehen.

Man darf nicht vergessen, es sind Kinder, die gerade frisch aus dem Kindergarten kommen! Unser Schuldirektor ist mit den 31 Schulanfängern alleine. Was mir als Mutter wirklich große Sorgen macht: Wie kann mit 31 Kindern ein qualitativ guter Unterricht stattfinden? Wie sollen leistungsschwache, aber auch leistungsstarke Kinder zusätzlich gefördert werden? Die Kinder brauchen doch jetzt ihren Grundstein für viele weitere Schuljahre. Verbaue ich meinem Sohn jetzt schon seine ganze Zukunft, aufgrund mangelhafter Bildung?

Und wie geht es den Lehrkräften - die sind doch sicherlich auch am Rande der Belastbarkeit?

Wir haben einen sehr engagierten Schuldirektor, der auch im Ort wohnt und persönliche Bindung zu seinen Schülern hat. Aber er hat neben seiner Rolle als Klassenlehrer natürlich auch viele andere organisatorische Aufgaben. Im letzten Schuljahr hatte er über Wochen Schmerzen in der rechten Schulter. Trotzdem stand er jeden Tag vor den Kindern und hat unterrichtet und mit links die Tafel beschrieben.

Auch unsere beiden anderen Stammlehrer tun wirklich alles dafür, um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Ihr Engagement ist aussergewöhnlich! Aber wie lange wird das noch gut gehen? Man hat es im letzten Schuljahr allen drei angesehen, wie sie von Monat zu Monat schlechter aussahen. Sie sind entsetzt darüber, das unser zuständiges Schulamt und unser Bildungsminister trotz aller Versprechungen nichts für unsere Schule tun. Die Überlastung unserer Lehrer beginnt in diesem Schuljahr, wie sie im letzen Jahr aufhörte. Wir haben im Moment eine Unterrichtsversorgung von lediglich 65%, aber auch nur mal wieder durch eine auf Zeit abgeordete Lehrerin. Wie sollen das unsere Lehrer durchhalten?

An wen hat die Elternschaft sich gewandt, um auf die Situation aufmerksam zu machen und was war die Reaktion?

Unsere Schule hat einen starken Elternrat und an der Spitze eine fantastische Vorsitzende. Sie saß persönlich im Schulamt, hatte auch schon einen Termin bei unserem Bildungsminister. Sie hat im Juli schriftlich vom persönlichen Referenten unseres Bildungsministers die Zusage für 1 feste Lehrkraft zum 01.08.2019 und 2 weitere zum 01.10.2019 im vollen Stundenumfang erhalten. Weiterhin schrieb er, dass Personalzugänge und Zeitpunkte laut Landesschulamt bereits feststünden. Wer nicht kam, war die zugesagte Lehrkraft zum 01.08.2019.

Man versprach uns weiterhin bis Ende August 2 pädagogische Mitarbeiter. Wir als Eltern fühlen uns wirklich mehr als veralbert und die Sorgen um unsere Kinder werden immer größer. Am 15.08.2019 besuchte zum Schuljahresanfang unser Bildungsminister eine Schule. Dort wurde ein Stück einer Reportage für den MDR gedreht. In dem Bericht sprach man von einer Unterrichtsversorgung von 96 % in diesem Schuljahr. Davon träumt unsere Grundschule! Daraufhin hat unsere Schulelternvertretung einen Offenen Brief an den MDR, Schulamt und Bildungsministerium verfasst. Dieser wurde auch an verschiedene Zeitungen geschickt. Die Reaktion auf den offenen Brief bleibt abzuwarten, er ist noch sehr frisch.

Was meinst Du, warum es gerade so einen Lehrermangel gibt?

Es sind sehr viele Lehrer in Rente gegangen, zu wenig Nachwuchs wurde ausgebildet. Weiterhin sehe ich einen Konkurrenzkampf zwischen den Bundesländern. Wenn ein junger Lehrer im Nachbarbundesland mehr verdienen kann oder sein Status ein anderer ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er es auch nutzt. Da überall Lehrer fehlen, können sie sich aussuchen, wo sie arbeiten und werden nicht dort eingesetzt, wo die Not am größten ist. Die zusätzliche Anzahl schulpflichtiger Kinder mit Migrationshintergrund hat die Situation auch nochmal verschärft.

Was wünscht Du Dir für die nächsten Wochen? Wie soll es weiter gehen?

Ich wünsche mir einfach die vom Bildungsminister zugesagten Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter an unserer Schule. Damit könnte die Klasse meines Sohnes geteilt werden und jedes Kind hätte die Chance ordentlich lesen, schreiben und rechnen zu lernen und individuell gefördert werden. Auch unsere 2. Klasse hätte dann endlich einen festen Klassenlehrer. Das kann einfach nicht zu viel verlangt sein!

Sollte sich nicht ändern, würdet Ihr Euer Kind umschulen?

Umschulen wäre wirklich der letzte Schritt und das kann auch nicht die Lösung zu diesem Problem sein. Mein Sohn hatte das Glück mit seinen besten Kumpels eingeschult zu werden. Wir haben sogar die private Einschulungsfeier zusammen gemacht. Wir würden ihn nur ungern aus seinem gewohnten Umfeld rausnehmen.

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Kommentare

Birgit Konopka — Mi, 08/28/2019 - 13:17

Da bleibt mir echt die Spucke weg. Wenn es doch so schlecht ist mit der Lehrer Versorgung in ihrem Ort würde ich nicht zögern meinen Sohn umzuschauen,damit er eine gut grundsolide Schulausbildung bekommt. Freunde findet er neue und es gibt immer noch der Nachmittag oder das Wochenende zum spielen. Bums um. Für mich nur ausreden.

Ute — Mi, 08/28/2019 - 15:13

Dem kann ich nur zustimmen!! Sind hier die Freunde des Sohnes wichtiger als eine ordentliche Schulbildung???? Neue Freunde wird er mit Sicherheit finden, er sei ja so unkompliziert. Alles nur Ausreden in meinen Augen... wahrscheinlich sieht dann die Mama des Kindes ihre Freunde auch nicht mehr und das wird wohl eher das tragische sein...

Andrea — Mi, 08/28/2019 - 16:41

Grundschulen gibt es auf dem Land nicht wie Sand am Meer. Wollen sie 1. Klässlern 2mal am Tag 1-2 Stunden Schulweg zu absolvieren zumuten? Außerdem besteht in der Grundschule Schulbindung und sie können nicht einfach woanders einschulen. Erst nachdenken bevor sie die Mutter dermaßen angehen!!!

KaluNe — Mi, 08/28/2019 - 16:43

Hallo! Das ist wirklich traurig, was an dieser Schule mit Grundschülern passiert! Ich weiß aber nicht, was mich mehr irritiert, die Schule, oder die beiden vorhergehenden Kommentare. Die Autorin schreibt doch, die Umschulung wäre ein letzter Schritt. Sicher geht es nicht nur um Freunde, an einer Umschulung hängt viel mehr. Außerdem finde ich es richtig und sinnvoll, erst einmal für die Gemeinschaft für bessere Bedingungen zu kämpfen und nicht egoistisch zu schauen! So, wird das sicher nichts! Schade, dass die Kommentare eher einen Angriff darstellen, als konstruktive Kritik oder gar Lösungsideen Ich wünsche der Autorin und ihren Mitstreitern jedenfalls viel Erfolg!

Nelly — Mi, 08/28/2019 - 22:33

Bitte lesen Sie sich doch Ihren Kommentar noch ein Mal durch. Wenn Sie sich dann nicht wenigstens etwas schämen, dann schäme ich mich für Sie umso mehr....

Sarah — Fr, 08/30/2019 - 09:13

Ich finde es echt schlimm, dass hier die Mutter so angegangen wird. Die Schuld an dieser Situation trägt doch nicht sie. Ein Schulwechsel an eine Schule zu deren Einzugsgebiet man nicht gehört ist auch nicht einfach so möglich.

Marlies Reichert — Mi, 08/28/2019 - 20:36

Ich würde auch nicht zögern mein Kind umzuschulen, wenn nur irgendwie möglich. Wie lange ist diese Situation schon? Hat sich bisher etwas geändert? Was wurde unternommen mit welchem Ergebnis bisher? Was bezweckt dieser Beitrag / Interview hier überhaupt? Glaubt wirklich jemand im Ernst, dass einer der Verantwortlichen oder jemand der etwas ändern könnte diesen Blog liest? Anstatt hier nur zu jammern wie schlimm doch alles ist, würde ich lieber etwas unternehmen, was meinem Kind wirklich hilft die entsprechende Schulbildung zu bekommen. Die einen jammern eben, andere tun etwas zum Wohle Ihre eigenen Kinder!

Anlauf — Mi, 08/28/2019 - 23:09

Die ersten Fragen wurden doch schon im Interview beantwortet. Das Kind wurde in diesem Schuljahr eingeschult. In Sachsen-Anhalt gingen die Ferien bis zum 14.8., in Sachsen bis zum 18.8. Ein Kommentar erklärte inzwischen, dass es sich um Sachsen-Anhalt handelt. Der Schule wurden zum 1.8. und 1.10. Lehrkräfte zugesichert. Erst jetzt zum Schulbeginn wird klar, Teil I des Versprechens wurde nicht eingehalten, was mit Teil II ist, steht in den Sternen. 14 Tage nach Schulbeginn noch andere Wege zu suchen, als das Kind umzuschulen, ist da keinesfalls zögerlich. Außerdem ist ein Tragen von Mißständen in die Öffentlichkeit kein Jammern, sondern Handeln. Und zwar in diesem Fall eines zum Wohle der ganzen Schule und nicht nur des eigenen einzelnen Kindes.

Sarah — Fr, 08/30/2019 - 09:20

Ist es jammern, wenn man auf Missstände hinweist. Diese Missstände aufzuzeigen ist meiner Meinung nach ein guter Schritt etwas in Bewegung zu setzten. Es kann ja auch nicht die Lösung sein, dass alle Eltern ihre Kinder in eine andere Grundschule bringen. Das ändert ja nichts am Grundproblem. Es gibt nicht genügend Lehrer, weil die Politik einfach verschlafen hat. Dieser Lehrermangel ist ja nicht unvorhersehbar gewesen, sondern bahnt sich schon seid Jahren an.

Dorothee Majeed — Mi, 08/28/2019 - 14:48

Mein Mann ist Kanadier und lebt seit 2015 in Deutschland. Sein Beruf-Lehrer. Er darf aber nicht als Lehrer arbeiten, weil er deutsch auf dem Level C2 sprechen und schreiben müsste. Dies zu erreichen dauert Jahre, egal wie engagiert und talentiert man ist. Somit arbeitet er jetzt als Hilfskraft im Kindergarten. Die Hürden für den Einstieg sind viel zu hoch!

Dorothee Majeed — Mi, 08/28/2019 - 14:51

Und bevor ich es vergesse: Um gratis zu arbeiten im Rahmen eines "Praktikums" war er aber gut genug... Auch um drei Jahre lang Projektgruppen zu leiten, Vertretungsunterricht zu machen etc. Alles über den Schförderverein bezahlt. Nur wenn es darum geht langfristig eingestellt zu werden, dann ist das plötzlich nicht erlaubt.

Somoja — Mi, 08/28/2019 - 15:10

Hallo! Kenne ich leider auch zu genüge. Lieber lässt man Unterricht ausfallen oder stopft 2 Klassen zusammen, anstelle das Lehrer eingestellt werden. Auf Nachfrage: keine Lehrer vorhanden. Aber das man Lehrer aus anderen Bundesländern nimmt, nein, das geht nicht. Was ich auch nicht verstehe, ein Kind das 2019 geboren wird, muss 2025 in die Schule. Auf 6 Jahre sollte man sich ausreichend planen, ausbilden und einstellen können. Und wenn ein Lehrer in Pension geht, weiß man das ja auch nicht kurzfristig, sondern ist auch länger bekannt und sollte ausreichend Möglichkeit lassen entsprechend einzustellen. Oder denke ich da zu primitiv?

Kolenia — Mi, 08/28/2019 - 15:43

Viele LehrerInnen sind in den vergangenen Jahren vorzeitig in Rente gegangen. Das ist etwas, das man vorher kaum planen kann. Und 6 Jahre für eine grundständige Lehrerausbildung sind leider auch nicht ausreichend. Die Universitäten müssen mehr Platz schaffen. Dazu gehören Räume und ebenso Personal. Das Studium dauert meist 4-5 Jahre und ist zudem sehr anspruchsvoll, sodass es bei weitem nicht jeder in Regelstudienzeit schafft. Danach kommt noch das Referendariat mit 1 bis 2 Jahren und erst dann ist man vollständig ausgebildet. Ich finde auch schlimm, was da an dieser Schule passiert, keine Frage. Aber das Problem ist leider nicht so einfach.

Simone — Mi, 08/28/2019 - 18:26

Ich weiß nicht in welchem Bundesland die Schule liegt, aber gerade Sachsens CDU-Regierung hat sich lange damit gebrüstet, von allen Bundesländern im Bildungsbereich das preiswerteste zu sein, das sind dann auch die Konsequenzen.... mein sohn wurde gerade in Berlin eingeschult, wo die Schülerzahl jedes Jahr rapide ansteigt, aber die Lage ist viel besser, Untterricht und Hort, auch 3 Stunden Sport in der Wochesind gewährleistet, auch weil Bildung ein Schwerpunkt der rot-rot-grünen Regierung ist. Klar ist hier auch noch Luft nach oben, aber es wird viel gemacht!

Rebecca — Mi, 08/28/2019 - 19:34

Das die Lage in Berlin besser ist würde ich jetzt so nicht sehen. Klar gibt es mehr Lehrer, aber das sind in der Regel an der Grundschule Quereinsteiger, die überhaupt keine Ahnung haben wie man unterrichtet. Die Folge ist, dass die Kinder zwar betreut werden, aber eben nicht gebildet. An den weiterführenden Schulen werden dann die Lücken sichtbar (eine Schülerin in der siebten Klasse kann bei uns weder bis zehn zählen, noch die Uhr lesen). Ist halt die Frage ob Masse statt Klasse die richtige Herangehensweise für die Bildung unserer Kinder ist.

Alexander — Mi, 08/28/2019 - 22:30

Hallo, die beschriebene Schule, ist in Niemberg, gehört zur Stadt Landsberg bei Halle in Sachsen Anhalt

Sabrina — Do, 08/29/2019 - 21:28

Meiner Meinung nach liegt das Problem darin, dass den Beruf kaum noch jemand machen möchte. 1. Anforderungen (Klassenstärke, zu viele Kinder mit sozial-emotionalem Förderbedarf, Stress mit Eltern, ...) 2. soziales Ansehen von Lehrern (mur ein Bsp: sich rechtfertigen zu müssen, dass man lange Ferien hat etc.) 3. schlechtere Bezahlung als Lehrer am Gymnasium (trotz mehr Schulstd) und als Lehrer der Förderschule 4. extrem viel "Drumherum" (neben dem Unterricht und dessen Vor- und Nachbereitung)

Richard & Hugo — Fr, 08/30/2019 - 09:16

Ich denke, dass das gesamte Schulsystem in Deutschland in Frage gestellt werden sollte (Stichwort "Digitalisierung", "PISA" etc.). Wir leben in einer sich rasch ändernden Zeit, da muss unser Bildungssystem ganz vorne mit dabei sein. Ich habe in meiner Kindheit quasi "Schulhopping" betrieben: Grundschule, Waldorfschule (wo es im übrigen Klassen unter 40 Kindern nicht gab. Als introvertiertes Kind war dies der Beginn einer zähen & unnötig uninspierenden Schulkarriere, da man einfach untergeht & in diesem starren Schulsystem nicht entsprechend gefördert wird), Gymnasium, Realschule, später nochmal Wirtschaftsgymnasium. Ich sehe die Thematik "Schule" für unseren Sohn mit gemischten Gefühlen entgegen. Ja, Bildung kostet Geld. Aber Bildung ist der Schlüssel, der sich in einer funktionierenden, harmonischen Gesellschaft bezahlt macht. LG, Richard & Hugo vom https://www.vatersohn.blog/

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