Elternfragen

21/03/2019 - 15:45

Stadt-Mama Katharina

Leserfrage: Uns wurde der Kitaplatz gekündigt - was kann ich tun?

Mein Name ist Michelle und ich bin gerade total verzweifelt. Meinem Sohn wurde der Kitaplatz gekündigt  -  zum 1.5.2019. Mein Sohn ist fünf Jahre alt und kommt 2020 in die Schule - das heißt, wir haben noch über ein Jahr Kita vor uns. Was also ist passiert? Mein Sohn ist angeblich ein „verhaltensoriginelles Kind“ und nicht mehr tragbar. Im Novemver wurde mit schon mitgeteilt, dass ich mir einen neuen Platz suchen soll, da sich eine Erzieherin seinetwegen nachts in den Schlaf weine. 

Ich habe mich um einen anderen Kitaplatz bemüht, aber nichts gefunden. Im Januar dann hat es endlich mit der Frühforderung für meinen Sohn geklappt, die ihm sehr gut tat. Das bestätigte auch die Erzieherin, die angeblich immer wegen meinem Sohn weint. 

Wie mein Kind sich in der Kita verhält? Wenn es ihm zu viel wird kreischt er rum, er sitzt auch nicht gerne still im Morgenkreis. Hin und wieder gab es Vorfälle wegen Hauens. Generell hat er eine geringe Toleranzgrenze. Leider muss man sagen, dass die Kita auch nicht ideal ist. Der Raum ist recht klein, es sind 22 Kinder in der Gruppe und mein Sohn hat eigentlich keinen Rückzugsort, wenn es ihm mal zu viel wird. Natürlich hatten wir jedes Jahr Entwicklungsgespräche, bis zum November aber stellte niemand die Situation als dramatisch da. 

Am Dienstag waren wir in einer Klinik, um meinen Sohn mal einschätzen zu lassen. Die Aussage vom Arzt war: Er ein normales Kind mit kleinen Auffälligkeiten, die keiner sofortigen Behandlung bedürfen. Er bekommt nun einen Ergo-Status und soll einen Intelligenztest machen. 

Aber jetzt wurde ich beim Abholen zur Kitaleitung zitiert, die mich anblaffte, wieso ich anderen Eltern erzählen würde, dass mein Sohn ja die Kita wechseln solle. Außerdem wurde mit mangelnde Mithilfe und Kooperationsbereitschaft vorgeworfen. Dann bekam ich die Kündigung. 

Ich selbst mitten in einer Umschulung und habe im Sommer Prüfung - meinen Sohn zu Hause zubetreuen ist also keine Möglichkeit. Von dieser Umschulung hängt meine berufliche Existenz ab, das weiß die Leitung auch, aber es ist ihr egal. 

Ich bin verzweifelt und weiß einfach nicht weiter. Was kann ich tun?

 

Foto: Pixabay

 

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Kommentare

Maria — Do, 03/21/2019 - 19:50

Liebe Michelle, dein Sohn hat einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz, also solltest du dich an dein zuständiges Jugendamt wenden und zwar nicht an den ASD, sondern an diejenigen, die für die Kita-Planung zuständig sind. Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe, dass du eine gute Lösung für dich und deinen Sohn findest. Alles Gute, Maria

Sarah — Do, 03/21/2019 - 20:46

Liebe Michelle, ja, bitte wende dich sofort an das Jugendamt! Du hast Anrecht auf einen Kita-Platz und zusätzlich auch auf Förderung in Zeiten von Inklusion! Und zeige einen guten Willen -bemühe dich um einen Therapieplatz, auch wenn die Klinik sagt, es sei nicht nötig. Das zeigt meistens deine Bemühungen und kann nur helfen und nicht schaden. Dann kann auch die Therapeutin/ der Therapeut vermitteln und die Kita beraten. Oder man macht eine Art Helferkonferenz (Kita, Jugendamt, Therapeut). Alles Gute und es wird sicher eine Lösung geben!

Steffi — Fr, 03/22/2019 - 00:07

Wegen dem Kitaplatz wie schon beschrieben am besten ans Jugendamt wenden. Aber denk auch mal drüber nach den Kleinen vielleicht mal einem Kinder Psychiater mit Spezialisierung auf Autismus Spektrums Störungen vorzustellen. Dieses zuviel werden von dem du schreibst, die geringe Frustrationstolleranz und sowas erinnert mich doch sehr an meinem in dem alter.

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