Elternfragen

27/02/2017 - 06:45

Stadt-Mama Katharina

Leserfrage von Marion: Wie präsent sind Eure Männer im Alltag?

Ich heiße Marion, bin 33 Jahre alt und mein Sohn ist acht Monate alt. Gestern habe ich den Beitrag von Nadine gelesen, deren Mann so gar keine Lust auf Familie hat. Das ist hart und sicherlich eine extreme Einstellung. Das ist bei mir nicht so, mein Mann liebt unser Kind und beschäftigt sich auch gerne mit ihm.

ABER: Er ist ein Wochenend-Vater. Das heißt, ich bin unter der Woche viel alleine, weil ich ein Jahr Elternzeit habe und mein Mann eben vollzeit arbeitet. Er kommt meist so nach Hause, dass er den Kleinen abends noch 20 Minuten sieht. 

Das heißt also, dass ich all die typischen Sachen wie Arztbesuche, Kitasuche usw. alleine mache. Das macht mir nichts aus.

Manchmal, wenn ich da im Wartezimmer sitze, sehe ich allerdings Elternpaare mit ihrem Kind. Also Mutter UND Vater, die gemeinsam bei den U-Untersuchungen sind. Ich frage mich: Warum ist das so?

Wirklich, nur damit ich es verstehe (ist wirklich nicht böse gemeint!): Wo ist der Sinn, dass da beide Eltern rumsitzen? Reicht es nicht, dass das ein Elternteil macht? Und wie ist das möglich? Was arbeiten diese Männer, dass sie an einem Dienstag um 10.30 Uhr zum Kinderarzt gehen können? Und ist es den Männern einfach wichtig, bei den U-Untersuchungen dabei zu sein oder fordern das die Frauen ein, damit auch wirklich alles gleichberechtig zugeht?

Natürlich entscheiden mein Mann und ich die wirklich wichtigen Dinge gemeinsam, aber bei so Alltags-Kram vertraut er meinem Urteil - und ich mache es auch gerne, schließlich habe ich genau deshalb die Elternzeit genommen. 

Wenn ich aber all die Väter sehe, die beim PEKIP, beim Tag der offenen Tür der Kita oder eben im Wartezimmer des Arztes sitzen, frage ich mich, ob unsere Rollenaufteilung zu klassisch ist. 

Ich würde mich freuen, wenn Ihr schreibt, wie präsent Eure Männer im Alltags sind. 

 

 

 

Tags: Vater, Vereinbarkeit, Familie, Kinder, Alltag

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Kommentare

Kathrin — Mo, 02/27/2017 - 11:18

Bei uns ist das tatsächlich so und der Grund ist recht simpel. Mein Mann hat viel Elternzeit genommen und will wenigstens in dieser keinen wichtigen Schritt seines Sohnes verpassen. Er will ihn nicht nur aus Erzählungen erleben, sondern dabei sein und mir geht das ähnlich. Außerdem verbringen wir unsere Zeit gerne miteinander. Mir ist klar, dass das nicht mehr geht, wenn dieses kostbare erste Jahr rum ist, aber so lange genießen wir es noch in vollen Zügen auch im Alltag Zeit miteinander zu verbringen

studimum90 — Mo, 02/27/2017 - 11:32

Bei uns ist es so, dass wir beide studieren und mein Mann am Wochenende und teilweise auch in der Woche zusätzlich arbeitet. Wir haben zwei Kinder (3 Jahre und 7 Monate). Mein Mann ist in der Regel etwa 40 Stunden mit Studium und Arbeit beschäftigt, während ich noch einen Monat von meinem Urlaubssemester übrig habe. Wir haben also das Glück uns beide flexibler zu unterstützen, als berufstätige Eltern. Ab April gehe ich 1-2 Tage zur Uni. Da schraubt mein Mann sein Studium zurück, geht zum Kinderarzt, auf den Spielplatz, tröstet, füttert etc. Er kann das genau so gut, wir haben es bei meinem Sohn genau so gemacht. Als meine Tochter sehr krank war konnte ich alleine mit ihr zum Arzt und mein Mann lernte abends mehr und machte tagsüber frei. Wir machen das so, weil unser Studium gleich wichtig ist und wir bei Anteil am Leben unserer Kinder teilnehmen möchten. Und weil es geht. Und auch wenn studieren mit Kind echt hart sein kann, hat es sich gelohnt diesen Schritt zu wagen. Mein Sohn und mein Mann haben eine sehr innige Beziehung. Dafür mussten wir aber auch oft Nächte durch lernen und finanziell Abstriche machen.

studimum90 — Mo, 02/27/2017 - 11:57

Oh je schrecklich viele Tippfehler und überhaupt. Ist der letzten Nacht geschuldet - die wir übrigens auch zusammen meistern - sorry ;)

Anni — Mo, 02/27/2017 - 11:33

Mein Mann und ich sind beide selbständig. Mit allen Nach- aber eben auch Vorteilen - wie etwa der freien Zeiteinteilung. Mein Mann war zwar nie beim Pekip - außer am "Vätervormittag" - aber die ersten U's hat er auch mitgemacht, weil er es gern wollte. Weil es ihn interessiert hat. Vielleicht auch ein bisschen, weil er mich unterstützen wollte (also als unsere Kleine noch neugeboren war). Inzwischen "erledige" ich diese Termine allein, Schulvostellung, Kinderkurse, all soetwas. Aber heute morgen - Fasching! - zum Beispiel haben wir sie gemeinsam zur Kita gebracht, weil mein Mann auch Lust hatte, all die verkleideten Kinder zu sehen. Ich versteh das total. Dafür muss er dann anderer Stelle länger arbeiten.

Jasmin — Mo, 02/27/2017 - 11:41

Mein Mann nimmt sich dafür immer ein bisschen frei. Also verschiebt die Schicht oder wir legen den Termin direkt so,dass er mit kann. Er legt da selbst großen Wert drauf und ich bin froh, dass ihm das so wichtig ist. Ich glaube, das ist nicht selbstverständlich aber es fühlt sich toll an so wie es ist.

Nicole — Mo, 02/27/2017 - 11:41

Wenn sich beide ein Kind wünschen, dann denke ich, dass beide auch präsent sein sollten. Ich fände es z. B. traurig, wenn ich aufgrund beruflicher Erfordernisse mein Kind nur am Wochenende sähe. Warum sollte dass dann für den Vater nicht auch so sein. Auch wenn wir schon eine eher klassische Aufteilung haben: ich in Teilzeit und mein Mann in Vollzeit und viel unterwegs, ist es doch selbstverständlich, dass wir beide mitwirken. Mein Anteil ist insbesondere an den organisatorischen Dingen größer und manchmal wünsche ich mir schon auch noch mehr mitdenken von Seiten meines Mannes aber es ist schon sehr klar bei uns, dass jeder Verantwortung hat. Und gerade bei solchen Entscheidungen wie Kindergarten/Schule besichtigen, Entwicklungsgespräche, Feierlichkeiten in der Schule versuchen wir immer beide teilzunehmen, denn das macht auch was mit dem Kind. Ich möchte, dass das Kind das Gefühl hat, dass wir beide gleichmäßig an seinem Leben teilhaben und uns auch gleich interessieren. Sicherlich muss man nicht zu zweit mit dem Kind zur U-untersuchung. Aber man kann. Und vielleicht ist es dem einen oder anderen auch einfach ein inneres Bedürfnis. Wir sind ja alle unterschiedlich und vereinbaren mit unseren Partnern unterschiedliche Lebensmodelle und so lange sich alle Beteiligten darin wohlfühlen, sehe ich auch keinen Grund das in Frage zu stellen. Nur dann, wenn einer nicht zufrieden ist oder die Konstellationen sich ergeben haben und nicht auf einem Konsens beruhen, sollte man tätig werden . Lg

Teresa — Mo, 02/27/2017 - 11:43

Ich bin froh, dass unser Sohn unglaublich viel von seinem Papa hat. Unter der Woche ist es eher so, dass er mehr von ihm hat als von mir. Das liegt aber einfach daran, dass der Papa im Ort bei der Gemeinde arbeitet, mit dem Kindergarten direkt nebenan, und ich 35 km zur Arbeit habe. Dadurch übernimmt mein Mann einfach mehr Aufgaben. Auch wenn es (wahrscheinlich wie bei vielen Papas) anfangs nicht ganz leicht für ihn war in seine Vaterrolle rein zu kommen, habe ich immer eine gleichberechtigte Elternschaft gewünscht. D.h. wenn er da ist, wickelt er, füttert er, bringt er ins Bett (also zu der Zeit, als ich noch kmoplett Zuhause war). Und jetzt soll jeder so viel Freiheit haben wie er brauch. Wenn ich mal fertig und müde von der Woche bin, darf ich eine Nacht auf dem Sofa verbringen und durchschlafen, während er sich nachts um den Kleinen kümmert. Zum Glück sind unsere Einstellungen hier aber gleich und er WILL auch alles genau so viel machen wie ich. Bei einer U-Untersuchung war er auch schon mal dabei, da hatte er Urlaub genommen :) Normalerweise habe ich das aber auch alleine gemacht.

Katharina — Mo, 02/27/2017 - 11:43

Hallo, bei uns ists wie bei euch. der grossteil liegt bei mir, und ich geniesse jede sekunde mit dem kleinen. Zu kinderarzt-terminen geht er jedoch (noch) mit - liegt wohl daran, dass er selbst arzt ist und unser baby erst 6 wochen alt ist :-) vielleicht spielen sich andere vaeter dafuer auch frei. Lg katharina

Maia — Mo, 02/27/2017 - 11:47

Hey Marion, bei uns ist die Antwort auch ganz einfach: mein Mann ist selbstständig und kann sich die für wichtige Termine freischaufeln. Das heißt: bei besonderen Terminen wie den Vorsorgeuntersuchungen, irgendwelchen Eltern-Veranstaltungen in der Kita o.ä. sprechen wir ab, ob es passt und wir es gemeinsam einrichten können. Besonders die Termine beim Kinderarzt nehmen wir immer beide wahr. Weil vier Ohren einfach mehr hören als zwei und weil es leichter ist, wenn einer das Kind aus- und wieder anzieht, während sich der andere mit dem Arzt unterhält. Das kenne ich tatsächlich auch aus unserem Freundeskreis von Paaren, bei denen keiner selbstständig ist. Häufig kommen zu den U-Untersuchungen die Väter obligatorisch mit, auch wenn sie dafür zwei Stunden im Job fehlen müssen. Das heißt ja nicht (wie bei uns auch), dass sie auch zu jeder Krabbelgruppe mitlaufen. Sicher ist mein Mann aber präsenter im Alltag als andere, das ist schon so. Das hat natürlich auch eine Kehrseite: es gibt, ebenso wenig wie es keine festen Arbeitszeiten gibt, keinen geregelten Feierabend oder klaren Ferienzeiten. So müssen zum Beispiel manchmal Urlaube unterbrochen oder abends noch Mitarbeiter-Gespräche geführt und Steuererklärungen vorbereitet werden. Licht und Schatten also. Wir nutzen halt die Möglichkeiten, die wir haben, ziemlich familienorientiert. Gibt sicher auch selbstständige Väter, bei denen das anders ist.

Simone — Mo, 02/27/2017 - 11:49

war auch einer von denen, die mit beim Kinderarzt saßen. Er hatte 1(!)Jahr Elternzeit und ihm ist es unheimlich wichtig,soviel wie möglich mitzubekommen. Seit er wieder Vollzeit arbeitet, fehlt ihm das sehr und er leidet darunter. Gerade geht es nicht anders, aber unser Ideal wäre, dass wir beide nur zu circa 80% arbeiten und so beide gleichermaßen Zeit für unseren Sohn haben. Unser Rollenbild ist quasi nicht existent, jeder bringt sich so ein, wie er gerade kann und ich sehe nicht ein, für alles was unser Kind betrifft, alleine verantwortlich zu sein. Würde ich auch nicht wollen, mein Beruf ist mir wichtig und das Jahr von unserem sohn mit seinem Vater sowieso unersetzlich. Ich kann nicht verstehen, wieso viele Väter immer noch eine untergeordnete Rolle in der Organisation der Familie spielen, aber im Grunde muss da ja jeder seinen eigenen Weg finden.

Lydia — Mo, 02/27/2017 - 11:52

Ich habe das Glück, dass mein Mann und ich uns die Elternzeit bei unseren beiden Kindern jeweils halbe-halbe aufgeteilt haben (bzw. noch mitten drin sind). Ich liebe meinen Job und mein Mann will auch gern so viel Zeit wie möglich mit den Kindern verbringen. So habe ich jeweils das erste halbe Jahr vom Job pausiert und mein Mann hat die zweite Hälfte genommen. Nach dem 1. Geburtstag unseres 1. Kindes haben wir dann beide Teilzeit gearbeitet. Das war wirklich toll, denn so hatten wir sehr viel Zeit als Familie zusammen. Momentan bin ich in Elternzeit für unser 2. Kind und auch nach ihrem Geburtstag werden wir wieder beide in Teizeit arbeiten. Das ist ein Luxus, den wir uns als Familie gönnen, bis die insgesamt 6 Jahre Elternzeit für beide Kinder aufgebraucht sind. Allerdings machen wir auch nicht alle Dinge (wie z.B. Kinderarztbesuche) gemeinsam. Das frisst einfach zu viel Zeit, die wir besser mit schönen Dingen füllen können.

Quasselette — Mo, 02/27/2017 - 11:58

Mein Mann geht oft mit zum Kinderarzt. Vielleicht liegt es daran, dass wir ein Frühchen bekommen haben und er es immer noch gewohnt ist, sich immer irgendwie Sorgen zu machen und tausend Fragen zu seinem Gesundheitszustand zu stellen, nachdem man die ersten 11 Wochen seines Lebensstarts in der Klinik verbracht hat. Er arbeitet auch Vollzeit, nimmt sich aber für Kinderarzt Termine auch mal Urlaub oder feiert Überstunden ab. Es ist ihm einfach wichtig.

Moni — Mo, 02/27/2017 - 12:02

Hallo Marion, Wir sind genau so eine Familie. Eine Familie die die KiTa-Suche zusammen angeht und gemeinsam zum Arzt geht. Wie? Und warum? Lass mich uns vorstellen. Ich glaube das erklärt es am besten. Mein Freund (26) und ich (24) sind eigentlich beide mitten im Studium. Und damit zusammen, plus unserem gemeinsamem Hobby (Ehrenamt beim DRK), mit Job und Haushalt sind wir eigentlich immer gut beschäftigt gewesen. Doch wie das so ist, kommt der Tag an dem man sagt "Warum nicht jetzt?" Und so entstand unsere kleine Pippi Langstrumpf. Für mich hieß das: Beschäftigungsverbot, da ich in einer Flüchtlingserstaufnahme gearbeitet habe. Für meinen Freund hieß das: Bitte ASAP ein Festvertrag, denn bisher hatte er als Aushilfe und Dozent gearbeitet. Und mein Freund bekam seinen Festvertrag auf Teilzeit, entsprechend seiner nebenberuflichen Ausbildung (denn hauptberuflich sind wir ja eigentlich Studenten), im Rettungsdienst. Durch das 3-Schicht-System in der Notfallrettung hat er auch Dienstags um 10:30 mal frei ;-) Dafür arbeitet er aber zum Beispiel an Heiligabend und Karneval. Ich bin nach Pippi-Lottas Geburt auch in Elternzeit gegangen. Ab März, wenn Sie 9 Monate alt ist, geht mein Freund in Eltrrnzeit. Dann beginnt für mich wieder Studium und Job. Auch wieder im Schichtdienst. Mein Freund macht das alles nicht weil ich ihn zwinge odr er mir nicht traut. Es ist einfach so, dass wir keinen so geregelten Tagesablauf haben. Man kann nicht sagen, Samstags gehen wir als Familie immer ins Freibad. Wir haben kein festes Wochende. Beo hohem Krankenstand arbeitet er auch mal 7 Tage durch und hat dann seine freien Tage. Wir nehmen eben einfach, was wir kriegen können und machen das Beste draus. :-) ;-) Ich finde eure Mutter-Vater-Kind-Rollenverteilung nicht zu klassisch. Sie ist scheinbar genau das Richtige für euch. Und das ist doch super! Für uns wäre sie vielleicht auch etwas, aber wir kennen es nur so. Für mich ist es normal, dass ich jetzt, Rosenmontag um kurz vor 12, neben meinem schlafenden Freund sitze, weil er eben aus der Nachtschicht gekommen ist. Und unsere kleine Pippi Langstrumpf wird es auch nur so kennen lernen. Es wird für sie normal sein, dass der Papa beim Arzt-Termin dabei ist, aber beim Mittagessen am Sonntag nicht. Vielleicht, wenn mein Freund und ich irgendwann unsere Abschlüsse haben und einen festen Job, vielleicht haben wir dann auch so einen geregelten Alltag wie ihr. Aber bis dahin vergehen noch ein paar Jahre und viel, viel gemeinsame Zeit. Euch dreien noch alles, alles Gute. Und wenn Du meinst, für euch das Richtige gefunden zu haben, dann behalt es doch bei! Schließlich muss es ja auch nur euch so gefallen, niemandem sonst!

Jasmin — Mo, 02/27/2017 - 12:03

Mein Mann hat mit Geburt der Kinder entschieden, in die Frühschicht zu wechseln, um am Nachmittag zuhause sein zu können. Er steht dafür um 3h auf, ist um 13h zuhause. Das ist toll für unsere Kinder! Am Nachmittag sind wir beide präsent. Trotzdem erledige ich Arztbesuche und andere organisatorische Dinge allein, auf meinen eigenen Wunsch, weil ich finde, dafür ist die Papa-Sohn-Zeit zu kostbar. Da ich Lehrerin in Teilzeit bin, momentan in Elternzeit zuhause, lege ich alle Termine auf den Vormittag oder in die Ferien. So können wir den Nachmittag entspannt erleben und die Zeit angenehm nutzen. Mein Mann geht aber oft zum Kindersport, ist auf Kitafesten immer da und wir entscheiden im Gespräch alles zusammen, was medizinische Belange angeht, auch wenn ich es dann allein umsetze. Da mein Mann früh ins Bett geht, hat er von Anfang an das Zubettgehen der Kleinen übernommen und mir wurde erst viel später klar, wie genial das ist, weil ich dadurch wirklich entlastet werde, ab einem bestimmten Zeitpunkt sagen kann: "Jetzt hab ich Feierabend." Ich werde oft beneidet, weil ich am Nachmittag nicht allein bin mit den Kindern. Bei vielen kommt der Papa erst gegen 19h nachhause.

Anni — Mo, 02/27/2017 - 13:16

Das ist ja super bei euch! Mein Papa hat das vor 30 Jahren schon für uns gemacht. Nachts angefangen, mittags zuhause und dann noch ne Stunde Mittagsschlaf und früh ins Bett. Für mich war es immer toll und ich glaube für viele Kinder gibt es nichts schöneres als beide Elternteile um sich zu haben. Der Papa kann auch abends so schön vorlesen :-)

Jasmin — Mo, 02/27/2017 - 18:06

das finde ich auch, für die Kinder ist das optimal. Wir machen es genauso mit dem Mittagsschlaf.

Lena — Mo, 02/27/2017 - 12:14

Wir teilen uns die Freuden und Pflichten auf, wenn auch, meiner Meinung nach, nicht ganz gerecht. Mein Mann bringt die Kinder in die Kita, erledigt zudem "typisch männliche" Hausarbeiten wie Waschbecken entstopfen, Möbel auf und abbauen, kleinere Reparaturen an der Wohnung, Fahrräder flott machen, manchmal Fahrdienst bei Geburtstagen. Ich dagegen die Familienorga, Buchhaltung, Abholung von der Kita und Hobbies, ins Bett bringen etc. Zu wichtigen Gesprächen in der Kita gehen wir gemeinsam. Zum Arzt dagegen nie, da wir zwei Kinder haben und meist der eine dann das andere Kind betreut....keiner, der gesund ist, muss meiner Meinung nach beim Kinderarzt sitzen, da man sich dort eher noch ansteckt. Dennoch wünsche ich mir oft mehr Unterstützung seinerseits, ich muss nämlich die genannten Aktionen immer massiv einfordern, und das ist sooo anstrengend.....

Susanne — Mo, 02/27/2017 - 12:33

Ganz einfach mein mann hat schichtdienst. Das heißt wenn er frühdienst hat ist er ab halb 3 wieder da. Hat er spätscgicht muss er um halb 2 weg und bei nachtdienst kommt es darauf an wielange er schläft. Mein mann möchte gerne bei den untersuchungen mit dabei sein,deswegen legen wir die termine so das es passt. Ich finde es schön und wichtig das mein mann auch für den kleinen vorhanden ist. Und der schichtdienst ist für uns einfach super mit dem kleinen vereinbar. Natürlich weiß man jetzt noch nicht wie es ist wenn ich auch wieder arbeiten gehe,ob wir dann die möglichkeit noch haben alles was den kleinen betrifft gemeinsam zu machen. Aber wir werden es versuchen.

Gaudus — Mo, 02/27/2017 - 12:47

Hey, erst einmal: im Grunde ist es bei uns ganz genau wie bei euch. Vollzeitarbeit beim Mann, ich zu Hause. Allerdings haben wir (auch nur in dem Fall so zu nennen) das Glück, dass mein Mann im Lebensmitteleinzelhandel ist. Die haben hier bis 22 oder 0 Uhr auf und somit muss er manchmal erst um 14 Uhr los. Dann kommt er auch mit. Tatsächlich, wie du auch vermutetest, weil es ihn interessiert und er soviel mitbekommen möchte wie geht. Und die Krippenbesichtigung war ihm eigentlich noch wichtiger, damit er mitentscheiden kann...Insofern ist dieses Schichtsystem gar nicht so schlecht. Aber ansonsten ist bei uns meist alles wie fast überall. Papa kommt abends nach hause, hat kurz Zeit mit der Maus und dann geht sie schlafen... Was aber noch interessant ist, ist sicher der Aspekt, dass sich ab dem zweiten Kind alles nochmal relativiert. Oder?? Ich hab nur eins. Aber beim zweiten oder wievielten auch immer, wird so eine U zur Routine. Sowie vieles andere auch, schätze ich.

Kathrin — Mo, 02/27/2017 - 12:56

Mein Mann war bis jetzt bei jeder U- Untersuchung unserer Kinder dabei. Wir legen sie immer auf 08:00 Uhr. Dafür arbeitet er dann abends länger. Mit dem kranken Kind zum Arzt geht der, der besser kann an dem Tag, da wir beide berufstätig sind variiert das immer mal. Die Kita Termine habe ich meist im Kopf, doch kommt mein Mann bei Festen meist mit nach. Aber auch einfach, weil wir 2 Kinder in einer Gruppe haben, damit auch jedes Kind mit Mama oder Papa bei den Spielestationen ist. Ganz wichtig ist es den Kindern natürlich, dass wir beide da sind, wenn sie ein eingeübtes Theaterstück aufführen! Solche Dinge passieren in unserer Kita aber zum Glück nach 16:00 Uhr, da kann mein Mann an solchen Tag meist dabei sein! Bastelnachmittage überlässt er allerdings mir, da macht er nicht früher Schluss ;-)! Zum Training bringe ich unseren Sohn immer und er kommt dann, guckt ein wenig zu und sie kommen zusammen nach Hause. Das passt zeitlich so und unserem Sohn ist es wichtig, dass der Papa sieht, was sie gemacht haben, damit er ihm noch weitere Tricks dazu bei bringt (mein Mann hat auch lange gerungen). 3 Tage die Woche ist mein Mann aber 12 Stunden unterwegs, an einem Tag holt er die Kids von der Kita ab, da ich da lange arbeite und freitags kommt er zum Training... das hat sich so eingespielt. Allerdings legt mein Mann großen Wert darauf die Kids am Abend noch ne Weile zu sehen, kommt er wirklich spät nach Hause fährt er den nächsten Tag später, wenn es geht, damit wir gemeinsam frühstücken.

Anni — Mo, 02/27/2017 - 13:09

Bei uns ist alles ähnlich wie bei euch. Mein Mann arbeitet Vollzeit und ich Teilzeit. Er ist täglich von 7-18 Uhr weg. In der Elternzeit habe ich eigentlich alle Termine wahrgenommen/vereinbart/im Kopf gehabt. Als ich wieder arbeiten gegangen bin, ging es ähnlich weiter, weil ich zeitlich nun mal besser Arzt-/Kita-usw-Termine wahrnehmen kann. Dafür wurde anderes neu organisiert. Eine Haushaltshilfe, die Oma etwas eingespannt usw. Er verbringt zum Glück auch seeehr gerne Zeit mit den Kindern, macht nur Überstunden, damit er die für die Kinder hat. Und wenn er die Zeit dann hat, organisieren wir die auch optimal. Zu zweit beim Kinderarzt saßen wir daher auch noch nie, wir legen vielleicht auch beide nicht sooo viel Wert auf eine Meinung von jemandem, der unsere Kinder alle paar Wochen/Monate/Jahre für einen kurzen Moment sieht, gibt wichtigere Ereignisse, die man gemeinsam mit den Kindern erleben kann. Jetzt kommt bald Nr. 3 und nach meiner Elternzeit wollen wir es dann mal anders probieren, jeder 30-32h arbeiten und die Nachmittage aufteilen. Bin sehr gespannt wie die Aufgabenteilung dann so aussieht.

Aribaldi — Mo, 02/27/2017 - 13:16

Hi, Zu deiner Frage erst einmal: wieso fragst du dich das, wenn du doch glücklich bist mit euren Rollen? Ich persönlich finde es sehr wichtig dass der Vater meiner Kinder eben nicht nur ein Wochenend Vater ist auch wenn er arbeitet und ich die Zuhause Mama Rolle übernommen habe. Gerade bei Entscheidungen wie Kindergarten, sollte der Vater mit entscheiden dürfen, da es ja sein Kind ist was dort untergebracht wird. Was ist denn wenn ihm das überhaupt nicht gefällt? Ebenso zu den U Untersuchungen sollte mein mann dabei sein, denn dort sieht er selbst wie toll sich seine kleinen entwickelt haben und ist dabei verdammt stolz. Abends nach seiner Arbeit ist meist immer Papa Zeit. Da hat meine große ihn bis zum zu Bett gehen für sich alleine und freut sich auch immer wie ein Schnitzel auf diese Zeit. Eigentlich beide! ;) Meine kleine ist erst 4 Monate alt, sie bekommt dann später Ihre Papa Zeit genauso. Ich persönlich finde, ein vater der sich für sein Kind interessiert nimmt sich auch Zeit dafür. VG

Miriam — Mo, 02/27/2017 - 13:24

Ich erkenne uns da direkt wieder. Wir arbeiten beide in Vollzeit, mein Mann pendelt jedoch jeden Tag, da er einen ziemlich weiten Berufsweg hat. Unsere Kinder sind inzwischen 6 und 8. Die meisten U-Untersuchungen habe ich begleitet, wenn ich mal bei der Arbeit nicht ausfallen konnte, hat mein Mann sich freigenommen. Da sein Arbeitsweg eben sehr weit ist, bedeutet die Teilnahme an solchen Terminen durch ihn, einen Urlaubstag weniger für die Familie, das wollen wir natürlich nicht überstrapazieren. Grundsätzlich habe ich aber auch den besseren Durchblick bei allen organisatorischen Belangen der Kinder und wenn mein Mann sie mal begleitet, dann habe ich das zumindest geplant. Umgekehrt ist das nie der Fall. Manchmal sage ich im Spaß, dass mein Mann noch nicht gemerkt hat, dass meine Elternzeit vorbei ist (seit über 5 Jahren). Denn unsere Aufteilung hat sich nicht wirklich geändert seit ich wieder arbeite. Ich sehe es aber auch nicht als Liebesbeweis des Vaters dem Kind gegenüber, wenn er an solchen Terminen teilnimmt. U-Untersuchungen, Kita-Suche und Elternabende sind halt lästige to-dos, warum sollten sich da beide durchquälen? Das irritiert mich auch immer etwas, wenn ich es bei anderen beobachte, "Quality Time" mit der Familie ist dann doch was anderes.

Fabian — Mo, 02/27/2017 - 13:46

Hallo Marion, Ich versuch mich kurz zu fassen. Von klassischer Rollenverteilung halte ich nicht viel gerade weil in den meisten Familien ja beide Elternteile arbeiten gehen. Wir teilen uns die Hausarbeit usw eben genau aus diesem Grund und da ich Schichtarbeiter bin lass ich es mir auch nicht nehmen zum Arzt usw mit meiner kleinen allein oder auch zu dritt zu gehen. Wir versuchen die wenige gemeinsame Zeit als Familie auch zu nutzen egal wo. Ich denke auch für meine kleine bin ich mindestens genauso Bezug wie meine Frau, aber das wechselt auch schon, mal mehr Mama und mal mehr Papa. Meiner Frau musste ich den Zahn zum Teil aber auch ziehen das die Mama ja immer da sein muss und der einzigste trostspender sein kann. Das wichtigste ist doch das die kinder sich geliebt und geborgen fühlen und warum sollte Papa da nicht mitwirken wo es nur geht :) also raus aus diesem Klischeedenken und das WIR leben soweit möglich das macht alles entspannter und schöner ;)

Nadine — Mo, 02/27/2017 - 13:48

....ist es auch so und ich bin verdammt dankbar dafür! Wir haben mittlerweile 3 Kinder und mein Mann hat bei allen immer wieder Dinge wie U-Untersuchungen, Babyschwimmen, etc. gemeinsam mit mir gemacht. Weil er es wollte und wir so viel Zeit wie möglich zusammen verbringen. Möglich machen wir dies durch bewusstes legen von Nachmittagsterminen, Gleitzeit auf der Arbeit und Elternzeit. Es ist uns einfach wichtig und gerade die erste Zeit geht viel zu schnell vorbei.... :-)

Jennifer — Mo, 02/27/2017 - 13:53

Hallo Marion, bei uns ist es auch ganz klassisch. Mein Mann arbeitet Volllzeit, ich bin in Elternzeit gewesen und suche jetzt eine Teilzeitstelle. Warum ist das so? Mein Mann ist generell eher klassisch eingestellt, also Hochzeit - Kind - irgendwann das Haus und er sieht sich in der Rolle des Ernährers, was heute ja nicht immer klappt. Aber er verdient auch einfach mehr als ich, da werde ich nie ran kommen. Ich übernehme auch alle Termine: U-Untersuchungen, Impfungen, Zahnarzt, Eingewöhnung in der Kita - hier bringe ich sie auch hin und hole sie ab. Wenn mein Mann bei solchen Dingen dabei war, dann weil er Urlaub hatte oder er spontan nur nen halben Tag gearbeitet hat weil die Baustelle stockt. Es gab aber auch schon Termine, gerade in der ersten Monaten wo ich mir selber noch unsicher war im Umgang mit unserer Tochter, da habe ich ihn gebeten mit zu dem Termin zu kommen. Wenn es dann arbeitstechnisch ging hat er sich da extra frei genommen. Liebe Grüße Jennifer

Karen — Mo, 02/27/2017 - 13:53

Haben uns schon oft den Boden unter den Füßen weggezogen- ohne Vorwarnung- daher gehen wir meist zu Zweit. Auch weil dann einer aufpassen und einer sich kümmern kann. Wir arbeiten dafür am Wochenende und Abends im Wechsel.

DeLa — Mo, 02/27/2017 - 14:01

Hallo Marion, ich habe mich sehr über deinen Beitrag gefreut! Denn genau die gleichen Fragen habe ich mich auch schon manches mal gestellt. Bei uns ist die "Rollenverteilung" ähnlich. Wobei, ist es richtig, hier von Rollenverteilung zu sprechen? Mein Mann und ich sind selbstständig. Wir betreiben einen landwirtschaftlichen Betrieb und "nebenbei" noch Ferienwohnungen. Das macht bei uns (ich 31, mein Mann 33 und unser Lottchen 6) locker ein Arbeitspensum von 10-12 Stunden und das an 7 Tagen die Woche. Urlaubsreisen oder ähnliches kennt unsere Maus nicht. Auch sonst können wir nicht oft spontan "mal an den Strand" etc. Meistens kalbt unverhofft doch noch eine Kuh, oder unsere Gäste benötigen extra Aufmerksamkeit. In allem Zusammen haben wir einen sehr arbeitsreichen, wenn auch kunterbunten Alltag. Es gibt genügend Abende, an denen ich die Maus alleine ins Bett bringe, auch Arztbesuche plane ich alleine. Allerdings habe ich auch noch nie das Gefühl gehabt, dass ich es vermisse, dass mein Mann uns dahin begleitet. Er hält mir im Gegenzug den Rücken frei und übernimmt dann meine Aufgaben mit. Wenn ich keine Zeit habe, mittags reichtzeitig im Kindergarten zu sein, ist er zur Stelle. Zu Elternabenden etc. gehe ich grundsätzlich alleine. Er übernimmt dann die Gute Nacht Geschichte und sitzt danach am Schreibtisch. Trotz der ganzen Arbeit, empfinde ich unser Leben als ziemlichen Luxus. Unsere Tochter kann frei entscheiden, ob sie Ihre Nachmittage mit Mama oder Papa oder beiden zusammen verbringen möchte. Denn es sind immer beide vor Ort, sie ist immer bei unseren Arbeiten dabei, hilft gerne freiwillig mit (wobei Sie dies defintiv noch nicht muss). Ab und an habe ich doch so meine Zweifel, ob es so richtig ist, wir fahren nie in den Urlaub, haben kaum Freizeit, etc. Doch da muss ich immer über einen Spruch der Kleinen schmunzeln... Als sie nach einem Kindergeburtstag nach Hause kam war sie ganz gefasst: "Wisst ihr was, ...... tut mir richtig Leid. Ihr Papa musste auf seiner Arbeit extra frei nehmen, damit er mitfeiern kann. Zum Glück seit ihr immer da." Diese Momemtaufnahme kann in ein paar Jahren schon ziemlich überholt sein, allerdings ist es aktuell die Bestätigung, dass wir es für uns genau richtig machen. Ich wünsche dir weiterhin eine schöne Familienzeit, und ich denke, dass der Begriff "Familie und Rollenverteilung" für jeden anders definierbar ist. Schließlich hat jeder andere Prioritäten und lebt sein Leben genau so, wie er es für Richtig hält. :-)

Jessica P. — Mo, 02/27/2017 - 14:50

Hi, wenn es der Termin zulässt gehen wir beide zu Terminen. Mein Mann ist Polizist und hat unterschiedliche Dienste, so dass er auch mal Termine am Vormittag wahrnehmen kann. Er geht dann auch mit dem Lütten auch allein zum Arzt, weil ich dann meist arbeiten bin. Wenn ich dann auch wieder zu Hause bin gehen wir wieder gemeinsam, wenn es passt. (Der Lütte wird bald 4 und die kleine Maus kommt im Sommer) Ich denke jeder sollte seinen Alltag so gestalten das für beide passt. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Wenn sich beide damit wohlfühlen ist es immer Richtig. LG Jesse

Papa No.1 :) — Mo, 02/27/2017 - 15:12

Ein schneller Gedanke zwischen zwei Meetings... Hier schreiben ja nur Frauen, da dachte ich mir, jetzt sollte auch mal eine Papa was dazu schreiben. Papa von 1,3 und 5, 100% Angestellter, Mama 100% Selbstständig mit einem Laden. Wir sind voll ausgelastet, der Alltag ist eine Herausforderung, die Koordination vor allem meiner 1-2 Tage Termine ausser Haus anstrengend, die Hausarbeit min zu 50% geteilt und jeder Tag ein Abenteuer :) Die Lösung für deine Frage ist relativ einfach: eine gute Zeitplanung, ein freies Arbeitszeitmodell, Homeoffice und auch mal Mails nachts um 1h oder wenn man beim Kinderarzt im Wartezimmer sitzt über´s Handy. Und warum macht man das als Papa: weil man so viel wie möglich Zeit mit seinen Kindern haben will. Ich habe mal was gelesen, da haben Menschen vor Ihrem Tod aufgezählt, was Sie im Leben besser hätten machen können. Bei Männern stand an 1: mehr Zeit mit meinen Kindern und meiner Familie zu verbringen. DAS ist es doch, warum man eine Familie + Kinder hat, oder?! Wenn ich sowas lese wie: mein Mann hat keine Lust auf die Kinder frag ich mich wirklich"Warum habt Ihr denn dann welche und Du keinen anderen Mann?!". Es gibt nichts wertvolleres als Zeit mit seinen Kindern. Und dafür arbeite ich auch gerne mal nachts und am Wochenende, wobei natürlich niemals der Kunde irgendeinen Nachteil hat!! Erfordert viel Energie 50 Stunden Woche min), geht aber! Immer online, immer da wenn man gebraucht wird, aber wenn mein Kind krank ist, schreibe ich auch mit einer Hand Mails, während der fiebernde Wurm auf meinem Arm schläft. Fazit: es gibt auch Väter, die an dem Leben Ihrer kinder interessiert sind!;)

Andrea — Mo, 02/27/2017 - 15:58

Hallo Marion. Vielen dank für deinen Beitrag! Genau das Frage ich mich auch! Warum sind im Wartezimmer manchmal mehr Erwachsene als Kinder? Bei uns ist es auch so. Wir haben drei Kinder und ich bin zur zeit in Elternzeit. Da ich also nicht arbeite, versucht mein Lebensgefährte das mit mehr Arbeit auszugleichen. Klar, manchmal wünsche ich mir, dass er mehr mit helfen würde, damit ich mich nicht wie eine alleinerziehende fühle. Aber leider ist das Leben kein Wunschkonzert.

Rebecca — Mo, 02/27/2017 - 16:41

Also ich muss schon sagen, dass ich deinen Tonfall etwas anmaßend finde. Woher nimmst du denn bitte das Recht zu entscheiden, dass es komisch ist, wenn Eltern gemeinsam zum Kinderarzt gehen? Man hat das Kind doch gemeinsam gemacht, warum darf man denn danach nicht mehr zusammen sein? Wieso sollte sich ein Vater denn nicht dafür interessieren, wie sich sein Kind entwickelt, oder in welche Kita oder Kindergarten es geht. Stell dir vor, mein Mann ist sogar Elternvertreter in unserem Kindergarten und ich nicht! Wenn man sich die Zeit nehmen kann, solche Dinge gemeinsam machen zu können, warum sollte man es dann nicht tun? Weil es Müttern wie dir nicht in den Kram passt, dass es Familien gibt in denen der Vater mehr als 20 Minuten Zeit für sein Kind hat? Ich finde es wirklich sehr schade, dass jemand 2017 noch eine solche Frage stellen muss! Mein Mann ist selbstständig und daher sehr flexibel, aber ich kenne auch Familien in denen Väter ganz normal angestellt sind, und trotzdem mit zum Arzt gehen, oder bei der Kindergartenanmeldung dabei waren. In unserem Kindergarten werden die Kinder auch oft vom Papa abgeholt. Warum fragst du dich wo der Sinn ist? Ich verstehe dich einfach nicht und das macht mich wirklich traurig!

Sandra — Mo, 02/27/2017 - 17:10

...den arbeitende Menschen nehmen können, wenn sie mal etwas vorhaben. Mein Freund hat einige (wenige) Termine mit mir und Tochter zusammen absolviert. Nicht, weil ich ihn dazu genötigt habe, sondern, weil er gerne dabei sein wollte. Dafür hat er dann besagten Urlaub genommen. Ich fand das ehrlich gesagt gut. Ist ja schließlich unser Kind, da ist es doch schön, wenn man beispielsweise die spätere Kita gemeinsam anschaut.

Anni — Mo, 02/27/2017 - 17:51

Huhu! Also wenn nichts dringliches ansteht, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, dass man regelmässig zu zweit beim Kinderarzt rumsitzt, zum Turneen geht. In der Regel ist das mit Jobs und mehreren Kindern gar nicht machbar. ABER das heißt ja nicht, dass der Mann nicht auch gleichermassen seinen Teil übernehmen kann sprich Kinder in die Kita bringen, Arzttermine, Musikgarten etc. Das ist doch das eigentliche Problem ;-) nicht dass manche Eltern von Zeit zu Zeit im Zweierpack auftreten. Sondern dass mehr Männer länger Elternzeit nehmen, Kind krank Tagr und Teilzeitarbeiten. LG von Anni.

Britta — Mo, 02/27/2017 - 19:50

Hallo Marion, Wenn es dich so sehr beschäftigt, dass du die Frage hier stellst, finde ich es schade, dass du die Eltern nicht direkt fragst. Vielleicht weil es dich eigentlich nix angeht? Stimmt, sehe ich auch so. Trotzdem kann man auch solche eine Frage direkt stellen und muss sich nicht alleine oder in einem Blog damit beschäftigen, ob das jetzt besser oder schlechter ist als der eigene Weg. Es ist einfach ein anderer Umgang mit den gleichen Aufgaben. Nicht mehr und nicht weniger. Es wird möglicherweise so viele verschiedene Gründe geben, wie Elternpaare im Wartezimmer. Papa hat endlich mal Urlaub und will mit, alle haben zusammen im Anschluss was vor und Papa will nicht alleine im Auto warten, es ist zu erwarten, dass ernsthafte Probleme besprochen werden, weil das Kind sich nicht entwickelt, und und und.... Vielleicht nimmst du deine Frage ja zum Anlass mal zu überdenken, ob es dir als Mutter eigentlich gefällt, wie ihr euren Alltag gestartet. Gibt es da Spielraum für Veränderung? Ein bisschen neidisch klingst du nämlich schon.... Alles Gute, Britta

V. — Mo, 02/27/2017 - 23:59

Also bei uns war es tatsächlich manchmal so, dass mein Mann bei den U-Untersuchungen dabei war. Einfach, weil er Interesse hatte. Er ist selbstständig und kann sich daher auch die Zeit nehmen. Der Kinderarzt ist außerdem nicht weit von seinem Büro entfernt. Unsere Tochter ist mittlerweile fast 4 und ich arbeite Teilzeit. Und er bleibt auch mal einen Vormittag zuhause, wenn sie mal krank ist. Wir wechseln uns dann mittags ab. Und so kann ich die wenigen 10 Tage "krank" sein auch gut über das Jahr verteilen. Wenn man die Möglichkeit hat und das Interesse besteht, warum sollte der Vater dann nicht dabei sein?! Mein Mann geht auch mal zum Arzt mit unserer Tochter. Geht natürlich alles nur, weil er selbständig ist und sich frei nehmen kann. Anders wäre es auch nicht möglich. Bzw. er müsste sich dann auch "krank" schreiben lassen, wenn er mit ihr im Krankheitsfall zuhause bleiben würde.

Marta — Di, 02/28/2017 - 08:08

Bei uns ist es so, dass ich, die Mama, in Vollzeit arbeite und mein Mann noch studiert und alle möglichen Termine mit den Kindern ( 4 & 7J.) übernimmt. Wobei Arzttermine machen, beim Sportverein anmelden usw doch meist von mir übernommen werden. Das Seltsame ist, dass die anderen Mütter von Freunden unserer Kinder immer mich als Ansprechpartner sehen. Sie schreiben oder rufen mich an, wenn es um Verabredungen, Kindergeburtstage etc. geht. Ich frage dann meinen Mann und schreibe zurück. Irgendwie wird der Papa da von vielen Müttern noch total ausgeblendet. Und noch zu der Frage von Marion: ich denke, es ging ihr darum, hier eine Forums-Runde zu eröffnen und verschiedene Meinungen zu hören. Dass du, Marion es aber auch überhaupt nicht verstehen kannst, warum der Papa auch mal beim Arzt sitzt etc, mag ich auch gar nicht. Ich fühle mich da auch irgendwie immer angegriffen, obwohl ich das gar nicht will. Soll es jede/r so machen, wie er/sie sich selbst damit gut fühlt. Aber dass es als richtig und wichtig empfunden wird, dass der Vater hauptsächlich für die finanzielle Situation der Familie verantwortlich ist und mit der Erziehung der Kinder nicht viel am Hut hat, und dass die Mama allein immer für das Kind da sein muss/ will und vieles allein entscheidet, das kann ich nicht nachvollziehen. Unser Traum ist ebenfalls, dass beide Elternteile 75% arbeiten und wir uns die Erziehung teilen. Hoffentlich klappt es bald! Lieben Gruß

Julia Meyer — Di, 02/28/2017 - 08:17

Hallo, also bei uns ist es so, dass wir alle Entscheidungen gemeinsam treffen, Arzt besuche gemeinsam wahrnehmen und natürlich auch über die Kitas gemeinsam entscheiden. Bei mir ist es so, dass ich es gar nicht alles allein entscheiden /erleben möchte, da es für ein Kind auch so wichtig ist, dass es miterlebt wie der Papa auch engagiert im Kindergarten mitarbeitet oder beim Arzt zusammen wartet. Wenn unser Sohn krank ist macht das selbstverständlich auch mein Mann mit. Für mich wäre alles andere nicht okay. Schließlich hat man das Kind zusammen gezeugt und dann sollten sich auch beide Elternteile gleichermaßen sorgen!

Carina — Di, 02/28/2017 - 13:51

Ich teile die Verwunderung von Marion, wenn zwei Eltern für ein Kind im Wartezimmer sitzen oder zwei Elternteile für ein Kind beim Elternabend im Kindergarten aufkreuzen. Aus meiner Sicht ist das nicht nötig und für Eltern mit mehreren Kindern (ich habe drei in sehr geringem Abstand) ein wenig zum Schmunzeln. Wir haben uns immer aufteilen müssen, denn natürlich fanden alle Elternabende meist am selben Tag statt. Wenn ein Kind krank ist und zum Arzt muss oder zur U-Untersuchung, dann würde mein Mann es dankend abgelehnt haben, als zweites Elternteil mitzugehen, entweder er macht es allein oder gar nicht. Das ist effektiv und ressourcenschonend. Und so tat er es denn allein oder ich tat es allein. Für den jeweils anderen gab es noch genügend andere Aufgaben...

Chr. — Mi, 03/01/2017 - 00:14

Schon beim Frauenazt war mein Mann so oft dabei wie es ging wenn ein Ultraschall anstand. Das war schön und aufregend. Nach der Geburt war er in Elternzeit und daher auch bei den Usd abei - ich war froh, nach Kaiserschnitt und Schmerzen nicht auch noch den MaxiCosi schleppen zu müssen. Aber es stehen leider auch viele andere Arzttermin an- von aussen mag man sich wundern, aber als unser Kind operiert werden musste war er auch bei der Vorbesprechnung und bei der OP mit dabei, als ich mit der 2. hochschwanger war (oder davor wenn ich krank war z.B.) hat er das Babyschwimmen übernommen, weil es der Maus soviel Spaß gemacht hat und warum sollte sie darunter "leiden". Auch ist bei der Kleinen leider gesundheitlich nicht alles OK, was uns regelnmäßig zu Arztterminen und Klinikbesuchen zwingt. Ich mach auch mal einen Termin alleine, aber ich bin froh, wenn wir zu zweit sind - ein unruhiges, übermüdetes Kleinkind nach so einem Tag gleichzeitig zu umsorgen wenn man das Arztgespräch führt und viele Fragen hat, das kann richtig schwierig sein. Ich freu mich auch wenn andere Papas in die Krabbelgruppe kommen und auch beim Schwimmen ist es so dass viele Papas das gern als exklusive Papa-Kind-Zeit nutzen. Warum auch nicht? Es lässt sich nicht bei allen einrichten, aber wir haben uns für weniger Geld und mehr Zeit für die Familie entschieden, damit die Kinder auch etwas vom Pap haben und umgekehrt. Es muss jeder selbst sehen, was für ihn das richtige ist. Und nicht immer steht eine harmlose U-Untersuchung an wenn beide Elternteile anwesend sind.

Antje — Mi, 03/01/2017 - 11:37

Ehrlich gesagt empfinde ich den Text von Marion irgendwie als vorwurfsvoll. Ob es Zeitverschwendung ist oder eben wichtig ist, dass beide Eltern gemeinsam die Arztbesuche ihres Kindes wahrnehmen ist doch wohl für jeden individuell verschieden. Jede Familie findet da ihre eigenen Prioritäten und Lebenswege, die für sie eben am besten passen. Und wer weiß schon, ob es sich "nur" um eine normale U handelt oder ob das Kind nicht ernstere gesundheitliche Probleme hat, die eben beide Eltern mit dem Arzt besprechen wollen. Dafür nimmt sich eben der eine oder andere auch mal frei oder legt sich - wenn möglich - die Arbeit auch in andere Tageszeiten. Bei uns war es während der Elternzeiten natürlich auch so, dass ich viele Termine (Us, Pekip, Krabbelgruppe etc.) eben tagsüber alleine wahrgenommen habe. Aber wenn es zeitlich gepasst hat oder in der Zeit wo mein Mann auch Elternzeit hatte, haben wir natürlich auch mal beide einen Termin zusammen wahrgenommen, einfach weil mein Mann da natürlich auch Interesse hatte und dabei sein wollte. Inzwischen arbeiten wir beide Vollzeit und müssen uns natürlich in alles rein teilen. Ich bringe die Kinder morgens in die Kita, weil mein Mann früh anfängt und er holt sie meistens ab und übernimmt die Nachmittagsbeschäftigung. Den Schwimmkurs mit dem großen Sohn hat er z.B. übernommen und beim Kinderturnen teilen wir uns auch rein. Ebenso bei den Krankentagen schauen wir, bei wem gerade weniger der Schuh auf Arbeit drückt und der übernimmt dann. Das klappt bisher eigentlich ziemlich gut. Mein Mann will, genauso wie ich, am Leben der Kinder teilhaben und mit Ihnen möglichst viel Zeit verbingen. Und bei wichtigen Sachen, nimmt sich auch mal einer oder beide von uns dafür frei. Zahnarzt-Termine oder Friseur und ähnliches machen wir meistens alle vier zusammen, da dann nicht jeder einzeln hin muss. Oder einer übernimmt das eine und der andere das andere Kind. Wie es halt am besten passt. Im Sommer kommt unser Kind Nummer 3. Am Ende des ersten Jahres plant auch mein Mann wieder Elternzeit ein und danach werde ich wahrscheinlich nicht mehr Vollzeit in meinen Job zurückkehren, sondern nur noch auf 75-80%, da es mit dreien wirklich langsam schwierig wird, alles unter einen Hut zu bekommen. Aber auch dann wird weiterhin jeder von uns seinen Teil beitragen. Wenn ihr mit eurem Modell und eurer Aufteilung zufrieden seid, dann ist das doch toll für euch. Aber andere Menschen haben eben andere Modelle gefunden, die für sie besser funktionieren. Jedem das Seine :)

Jana — Mi, 03/01/2017 - 23:50

Ich hab großes Glück, mein Mann ist sehr präsent im Alltag und als liebevoller Vater. Wir machen den Hauhalt gemeinsam, wir wechseln uns ab mit dem Kochen, Einkaufen oder wer unseren Dreijährigen in den Kindergarten bringt. Keine Rollenklisches, kein typisches Mann-Frau-Ding. Das ist so toll und entlastend. Ich arbeite nur 30 Stunden pro Woche, mein Mann ist selbstständig - wir können uns daher Termine oft sehr gut einteilen. Und ja, es ist ihm sehr wichtig bei U-Untersuchungen dabei zu sein oder bei Elternabenden. Entscheidungen nicht nur zu besprechen, sondern vor Ort und sofort gemeinsam zu fällen. Wir sind ganz bewusst Eltern geworden und wollten beide dieses Kind. Unser Sohn ist ein Notkaiserschnittbaby und mein Mann war nach der Geburt erst mal für alles zuständig - Baby als erster halten, kontakten, versorgen, wickeln usw. Diese erste Zeit hat geprägt, auch heute noch ist der Kleine ein absolutes Papa-Kind, Papa kommt immer vor Mama. Das war hart zu akzeptieren und kostete viel Bindungsarbeit das aufzuholen, aber inzwischen sehe ich auch das Positive daran: ich habe oft mal eine Stunde Zeit für mich allein. Und ich kann mir das nicht mehr anders vorstellen :-)

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