Elternfragen

20/12/2018 - 17:00

Stadt-Mama Katharina

Leserfrage: Warum braucht mein Sohn plötzlich wieder Hilfe beim Toilettengang

Mein Name ist Heike und es geht um meinen sechsjährigen Sohn. Plötzlich will er sich nach dem Klogang nicht mehr selbst den Po abwischen, sondern schreit nach meinem Mann oder mir. Ignorieren geht kaum, denn wenn wir nicht kommen, schreit er minutenlang und macht totalen Krach. 

Er macht das nur bei uns zu Hause, woanders ist es kein Problem, alleine aufs Klo zugehen. 

Ich frage mich: Will er damit nur Aufmerksamkeit? Und wie sollen wir damit umgehen? 

 

Foto: Pixabay

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Kommentare

Juliane — Do, 12/20/2018 - 22:40

Meine Kinder sind einiges jünger, daher kenn ichs nur von meinem Neffe. Der hat das mit sechs auch noch nicht allein gemacht. Vor allem aus Ekel. Und für den Fall, dass es schon mal funktioniert hat und er einen "Rückschritt" gemacht hat, auch das kann ja in diversen Entwicklungsebenen auftauchen. Ich würde mir nicht zu viele Sorgen machen und dem ganzen eher mit Geduld und Verständnis entgegen treten.

Sandra — Fr, 12/21/2018 - 06:46

Mein Neffe hatte diese Phase auch. Aber nicht weil er Aufmerksamkeit brauchte o.ä., sondern weil er nicht"sauber" war, wenn er es selber gemacht hat. Und das konnte man dann halt in det Unterhose ab und an sehen. Somit wurde ihm dann, wenn er zu Hause war etwas nach geholfen. Ich meine, mit 6 Jahren finde ich es ehrlich gesagt auch gar nicht schlimm, nochmal nach zu helfen. Es braucht halt auch etwas Übung, bis man es richtig hin bekommt und nicht jeder 6 Jährige Arm ist "lang" genug um alles perfekt sauber zu bekommen. Einfach ignorieren finde ich nicht angemessen in der Situation. Alles Gute noch

Marina — Fr, 12/21/2018 - 14:18

“Ignorieren geht kaum“ - warum sollte man das auch ignorieren? Euer Sohn möchte Hilfe haben, dann soll er sie doch auch bekommen. Wenn er sich das Abwischen nicht alleine zutraut, was völlig legitim ist, sollte es doch kein Problem sein ihm zu helfen. Kinder wirken woanders oft selbstständiger, weil sie sich dort “zusammenreißen müssen“, zu Hause möchten sie sich dann gehenlassen. Ist bei uns Erwachsenen doch nicht anders, wenn man mal recht überlegt. Ich finde von Kindern wird oft viel zu viel erwartet.

Die Stille Leserin — So, 12/23/2018 - 09:09

Ich würde ihn fragen warum er Hilfe braucht um herauszufinden was dahinter steckt. Wenn er sich Sorgen macht, dass er es alleine nicht ‘richtig’ macht, könntet ihr ihm ja hilfreiche Anweisungen geben oder auch nochmal zeigen was zu tun ist. Beim nächsten mal ihn dann ermutigen es, in Eurem Beisein, selbst zu versuchen und loben. Bei Kindern in diesem Alter können Feuchttücher auch hilfreich sein. Es gibt viele Entwicklungsschritte die Kinder mit der Entwicklung des Gehirns und nun möglichen neuen Gedankenvorgängen neu hinterfragen und dann mit altersgemäßen Anweisungen oder Erklärungen nochmal neu ‘lernen’ müssen. Falls das alles nichts hilft, könnte es auch hilfreich sein zu überlegen was sich im Umfeld des Kindes im letzter Zeit verändert hat. Hat er mit der Schule angefangen, gibt es ein neues Geschwisterchen, arbeitet einer der Eltern mehr...? Denn das beschriebene Verhalten könnte auch ganz einfach eine ‘Regression’ sein, in der das Kind nochmal ‘Baby’ sein will und mehr Nähe sucht. (ähnlich wie Kinder die nachts wieder in das Bett der Eltern klettern). Das ist völlig in Ordnung, kann aber in andere Bahnen gelenkt werden. Z.B. mehr kuscheln oder vorlesen usw.

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