Elternfragen

21/10/2018 - 07:15

Stadt-Mama Katharina

Leserfrage: Was kann ich tun, wenn mein Kind Albträume hat?

Mein Name ist Anni und mein Sohn (5 1/2Jahre) hat seit einiger Zeit Albträume. Woher die genau kommen, wissen wir nicht. Er guckt nur wenig TV - und wenn er mal guckt, nur kindgerechte Sendungen und die absolut dosiert. Zugang zu anderen Medien hat er nicht.

Mein Sohn wurde allerdings gerade eingeschult und natürlich erfährt er in Schule und Hort ständig Neues. Und  wahrscheinlich bekommt et auch durch seine große Schwester  eine ganze Menge mit. Sie hatte nie groß mit schlechten Träumen zu kämpfen, die Male, die sie deshalb aufgewacht ist, kann ich an einer Hand abzählen. 

Mein Sohn aber wacht seit Wochen JEDE Nacht schreiend auf und ruft mich. Wir nehmen ihn dann mit ins Elternbett. Es gibt aber vor allem beim Ins-Bett-bringen schon grosses Theater. Er sagt, dass er nicht schlafen will, aus Angst was Blödes zu träumen. Ich soll alle Lichter brennen lassen; er ruft immer wieder und fängt von vorne an, dass er Angst hat was Schlimmes zu träumen. Er ist insgesamt sehr wissbegierig und fragt auch immer wieder, warum man träumt und woher die Träume kommen - ich versuche es grob zu klären und ihm die Angst zu nehmen.

Das allabendlich Thema strengt uns gerade ziemlich an; abends ist dann oft meine Geduld nur noch eingeschränkt vorhanden. Und ich fühle mich auch hilflos, weil ich das Gefühl habe, meinem Sohn nicht helfen zu können. 

Ich wüsste gerne, ob Eure Kinder auch längere Phasen mit Albträumen hatten? Was habt ihr dagegen gemacht? Hat irgendwas geholfen?

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Kommentare

Sarah — So, 10/21/2018 - 10:31

Erfahrungen mit Albträumen bei Kindern habe ich zum Glück nicht. Wäre es für euch vorstellbar euren Sohn vorübergehend bei euch im Schlafzimmer schlafen zu lassen? Falls es euch zu dritt im Bett zu eng wird, vielleicht auf einer separaten Matratze? Vielleicht hilft es ja, wenn er direkt in einer für ihn sicheren Umgebung einschläft, dass es erst gar nicht zu Albträumen kommt. Hätte für dich auch den Vorteil, dass du nachts nicht in sein Zimmer hetzen musst, wenn er aufschreckt. Ansonsten würden mir noch Traumfänger einfallen. Falls du deinen Sohn in seinem Alter noch von so etwas überzeugen kannst. Ein befreundeter Pädagoge verwendet in dem Kinderheim in dem er arbeitet "Zauberwasser". Einfaches Wasser in einer hübschen Sprühflasche, mit dem das Kind vor dem Schlafen eingesprüht wird und böse Träume abhält. Glaube versetzt Berge!

Mimi — So, 10/21/2018 - 21:41

Genau so haben wir es gehandhabt. Unsere Tochter (7) hat auch große Angst alleine zu schlafen. Nach vielem Hin und Her schläft sie momentan dauerhaft auf einer Matratze bei uns im Schlafzimmer. Auf manche mag es befremdlich wirken, aber es gibt ihr offensichtlich die Sicherheit, die sie benötigt, und seitdem haben wir wieder ungestörte Nächte. Die beiden Geschwister (10 und 5) schlafen im eigenen Zimmer. So unterschiedlich kann es sein.... :-)

Sabrina — So, 10/21/2018 - 10:37

... Unsere Tochter hatte kurz vor der Geburt ihrer Schwester auch so eine Phase mit Albträumen. Sie ist schreiend aufgewacht und hat sich kaum beruhigen lassen. Wir haben ihr einen Schlüsselanhänger Traumfänger ins Zimmer gehängt und gesagt das er alles böse fängt. Hat super geklappt (glauben selbst nicht an sowas aber der Zweck heiligt die Mittel wie ich finde). Allerdings muss ich sagen das sie auch erst drei war und somit natürlich noch viel leichtgläubiger. Ansonsten würde ich evtl. Mal mit der Lehrerin sprechen wie er in der Schule zurecht kommt evtl. Ist der Druck zuhoch und eine zurück Stellung würde Wunder bewirken, er ist ja noch jung. Habe von erneutem einnässen bis zu starken Albträumen alles im Zusammenhang mit der Einschulung gesehen. Ist natürlich nichts was man von aussen beurteilen kann und auch immer sehr schwer vorallem wenn das Kind evtl. Auch noch recht gerne hingeht. Drück euch die Daumen das ihr die richtige Lösung findet und der kleine Mann wieder zur Ruhe kommt!

Gast — So, 10/21/2018 - 23:01

litt im Alter von 7 oder 8 Jahren unter schlimmen, sich wiederholenden Alpträumen. Es gab dafür keinen konkreten, nachvollziehbaren Anlass - kein Stress in der Schule, mit Freunden oder Zuhause. Geholfen hat mit darüber zu sprechen, die Geduld meiner Eltern, schöne und beruhigende Einschlafgeschichten, instrumentale Musik während des Einschlafen zur Entspannung. Nach einer Weile verschwanden sie dann, aber es war keine leichte Zeit. Alles Gute Euch!

Richard (vaters... — Di, 10/23/2018 - 11:03

Ich glaube, Du hilfst Deinem Sohn sehr, alleine schon weil Du/ihr für ihn da seid. Dass er viel kommuniziert, finde ich gut. Somit erfahrt ihr, wenn ihn was in dem neuen Umfeld in der Schule belastet. Die Idee mit dem Traumfänger bzw. einer Ablenkung finde ich sehr gut. Ich habe von einer Freundin gehört, die als Sozialarbeiterin mit Kindern arbeitet, dass dort bei Albträumen o.ä. eine Spraydose, die eigtl. mit Wasser befüllt ist, im leeren Zustand genommen wird & die Kinder damit ihre Albträume, Monster o.ä. aus dem Zimmer vertreiben können. Alles Gute für euch! LG, Richard & Hugo (vom vatersohn.blog).

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