Maxime Unchained ODER: Was hilft bei der ersten Trotzphase mit 18 Monaten?

crybaby

 

Hey Lisa und hey alle Mamas und Papas,

bitte fühlt Euch alle direkt angesprochen, denn ich habe da mal eine Frage.

Denn auch wenn vielleicht die Taz-Redakteurinnen dieser Republik gerne mal schreiben, dass der Sohn von Prenzlauer-Berg-Mama Caroline Rosales, beim „ungesteuerten Spielen nicht hinfallen“ dürfe, so muss ich hiermit klarstellen, dass (leider?) derzeit das Gegenteil der Fall ist.

Denn Maxime ist mit seinen 18 Monaten AUSSER RAND UND BAND.

Ich meine das so. Ohne Übertreibung. Es ist einfach zum Haare raufen, weil nichts, aber auch nichts mehr dieses Kind (das weder fiebert, noch zahnt und nicht mal erkältet ist) zufrieden stellen kann.

Er brüllt…

…wenn er nicht baden darf.

…wenn er, weil er dann doch baden durfte, die Badewanne verlassen muss.

…wenn er nicht schnell genug sein Frühstück kriegt.

…wenn es das „falsche“ Frühstück war, das es wert ist die kleinen Wurstbrote durch die Luft zu werfen.

…wenn er raus will.

…wenn er draußen ist, weil er nicht in den Wagen will.

…wenn er auf dem Spielplatz ist, weil er theoretisch lieber auf der Straße mit den Autos spielen will oder was weiß ich…

…wenn er müde ist…

…wenn er ins Bett soll…

 

Hach, ich weiß es doch auch nicht mehr.

Manchmal habe ich das Gefühl, Maxime ist frustriert, weil er nicht noch mehr toben darf, obwohl wir zweimal am Tag auf dem Spielplatz sind, bei den Hasen zum Möhrenfüttern, auf dem Klettergerüst…

 

Hach, ich weiß es doch auf nicht mehr.

Der Punkt ist einfach, dass Maxime seitdem er sieben Monate ist und robben kann, NIE, aber wirklich NIE eine Sekunde an einem Ort bleiben kann. Ich meine, ich habe mich als seine Mama längst daran gewöhnt, dass mein Sohn ein sehr wilder Junge ist, aber manchmal denke ich (die nie einen Erziehungsratgeber gelesen hat), dass er vielleicht (er, der ja noch sehr klein ist) doch ein bisschen mehr Ventil bräuchte, um seine Energie rauszulassen. Einen Sport vielleicht? Oder ein frühkindliches Hobby? Vielleicht Ballett oder Mutter-Kind-Tanz?

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich weiß, dass er Grenzen braucht, die zeige ich ihm auch, aber ich würde ihm einfach gerne, meinem Sohn, der einen so sanften fröhlichen Charakter hat, ein paar mehr Momente, einfach Zufriedenheit schenken? Waren Eure da auch so? Immer her mit den Tipps!

Eure (etwas erschöpfte) Caro dankt!


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8 comments

  1. Nur die Ruhe…
    Hallo, manche nervöse Zustände der Kinder haben auch etwas mit dem Befinden der Mutter zu tun. Grad wenn die Kleinen viel entdecken wollen, bleibt der lieben Mutti nicht mehr so viel Zeit für sich. Man ist ständig hinter den kleinen Rackern hinterher. Das entspannt nicht grad. Man ist manchmal extrem genervt alles zigmal zu erklären usw. Wichtigte Regel: Entspannung!!! Also wenn die Mutter entspannt ist, ist es meist auch das Kind. So meine Erfahrung bei meinen zwei Kindern. Ich habe mit dem Joggen angefangen, um den Kopf frei zu bekommen. Danach fühlte ich mich total gut und bereit für Trotzanfälle. Homöopathisch gibt es da auch ein paar Helfer (für die Mutti): Ignatia, Staphisagria und Chamomilla. Ansonsten viel, viel Verständnis für die Kleinen. Sich auch mal anschreien lassen und auch mal mitweinen. Dem Kind erklären, dass man es versteht und es auch nachfühlen kann, dass es ihm grad gar nicht gut geht. Bei mir hat das meist geholfen. Grüße

  2. Immer schön locker bleiben
    Immer schön locker bleiben und dich daran freuen: Ich habe ein gesundes,wildes,neugieriges Kind!
    Das ist garnicht so selbstverständlich.

  3. Das kann…
    …sicherlich nicht ewig dauern und 18 Monate sind ein schwieriges Alter. Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Es kann nur besser werden und ehe du dich versiehst, ist der Kleine wieder ruhiger 😉

    LG

    Boris
    http://docdia.de/

  4. Liebe Caro,
    Liebe Caro,

    vielen Dank für diesen ehrlichen Beitrag! Unserer Kleine befindet sich auch mitten drin im Trotz-Universum. Bei uns hilft in den meisten Fällen:

    – Erst mal ausschreien lassen! Wenn die kleinen Tyrannen sich in Rage bringen, ist eh nix mit „Jetzt lass uns mal reden!“.

    – nach 1-2 Min ruhig fragen, ob sie sich nicht langsam mal beruhigen möchte. Dabei ist es bei unserer wichtig nicht auf Kuschelkurs o.ä. zu gehen. Das mag sie gar nicht. Also einfach nur auf Augenhöhe vor sie hinhocken und mit ruhiger Stimme sagen, dass alles gut sei und man sicher eine Lsg findet

    – und dann Kompromisse eingehen: die Zähne werden auf jeden Fall geputzt, aber sie darf entscheiden von wem! Sie möchte sich eigentlich nur von Süßigkeiten zum Abendbrot ernähren? Ok, es gibt etwas, aber es wird wenigstens ein halbes Brot gegessen.

    Ich denke, es ist gerade jetzt wichtig dem Kind zu vermitteln, dass man seine Wünsche und Bedürfnisse respektiert. Aber eben alles im Rahmen, den die Eltern vorgeben.

    Und einfach mal ehrlich zu sich selber sein: Warum soll das Kind jenes oder dieses nicht? Ich beobachte häufig Verbote von Eltern, bei denen sich mir die Sinnhaftigkeit als Erwachsener selbst manchmal verschließt! Und klar ist es anstrengend, dass das Kind in der einen Minute malen will und nachdem man alle Malsachen parat hat, der Blick auf die Puppe fällt und der Malplan über den Haufen geschmissen wird. Aber was ist schlimm daran? Ich gebe im Moment häufiger nach. Ich glaube nicht, dass ich dadurch etwas versaue. Bei den wirklich wichtigen Dingen (an die Hand nehmen, wenn man eine Straße überquert oder den heißen Backofen nicht anfassen) bleibe ich hart und standhaft. Aber Kinder müssen sich ausprobieren können. Und wenn mal wieder alles zu viel wird, dann mach es wie Nadine bereits vorgeschlagen hat: Hilfe holen, weg vom Kind und machen worauf man Bock hat!

    Liebe Grüße
    Maren

  5. Gönn Dir was!
    Liebe Caro,

    wie meine Vorrednerinnen auch schon gecshrieben haben: Das ist in dem Alter einfach so. Ich war in der Zeit hin- und hergerissen zwischen Auf-das-Kind-eingehen und Einfach-mal-brüllen lassen. Superanstregend ist beides – was sag ich: Erschöpfend ist es!

    Es ist allerdings tatsächlich eine Phase die vorebi geht, und ich glaube, es ist auch egal, was Du in der Zeit tust oder nicht tust.

    Mit einer Ausnahme: Versuch Dir selbst Auszeiten zu schaffen! Hol Dir Unterstützung wo Du kannst, und versuch ab und an einfach mal raus zu kommen. Du brauchst jetzt dringend gute Nerven, und deshalb ab und an einfach mal eine Streicheleinheit.

    Halt durch!

    Viele Grüße
    Nadine

  6. Alles wird besser
    Anderthalb ist wirklich ein schwieriges Alter, meine beiden waren da auch unausstehlich. Viel wollen aber noch nicht so richtig viel können und dadurch extreme Unzufriedenheit! Dazu kommt, dass einfach die Möglichkeiten sich verbal auszudrücken fehlen. Halt durch Caro, es wird besser. Mein Mutti Mantra damals: Nur eine Phase, nur eine Phase! Wenn er erstmal zwei ist, wird’s einfacher und du hast gelernt, was wahre Geduld und Toleranz bedeuten. Eine Lektion fürs Leben 😉

  7. schlimme Phase
    Liebe Caro,
    Ich kann gut nachempfinden wie es dir gerade geht. Mein Großer hatte mit anderthalb auch eine grauenhafte Phase. Er hat ständig wegen irgendwas ein Gezeter gemacht und-was für mich richtig schlimm war-er hat andere Kinder,egal welchen Alters und ob er sie kannte oder nicht, geschlagen und an den Haaren gezogen! Ich habe mich wirklich-weil es so extrem wurde- eine Weile aus dem Spielplatzleben ausgeklinkt u war dann mehr im Garten oder mit ihm auf dem Bobbycar unterwegs. Dann kam er zur Tagesmutter u war bis auf den Umgang mit einem einzigen Kind friedlich. Dazu muss ih sagen, dass er kaum gesprochen hat-vielleicht waren die Aggressione seibe Ausdrucksweise… Wie gesagt, es wurde besser und heute ist er ein meist sehr lieber großer Bruder und beliebter Spielkamerad im Kindergarten. Mir hat es in der schlimmen Phase geholfen, viele Sachen mit ihm zu machen, bei denen er entspannt ist-und Eltern-Kind-Turnen. Das freie Herumlaufen und die Erfolgserlebnisse haben ihm gut getan. Nun ist mein Kleiner ein Jahr alt. Bislang hat er sich ganz anders entwickelt-bin gespannt, wie die Trotzphase bei ihm aussehen wird.
    Denk immer dran:es ist nur eine Phase und du bist nicht allein-viele andere Mamas haben ähnliche Probleme…
    Halt durch! Liebe Grüße