12/05/2014 - 16:45

Land-Mama Lisa

Oma und Opa am Steuer - Dürfen Eure Kinder mitfahren?

Ihr Lieben, am Wochenende waren wir auf einer Hochzeit und hatten auch unsere Tochter mit. Die Feier war etwa eine Autostunde von zu Hause entfernt und weil es abends keine Möglichkeit gab, die Kinder hinzulegen, haben wir gedacht, dass wir unsere Tochter dann einfach am späten Nachmittag mit dem Opa nach Hause schicken. Opa und Tochter fanden die Idee super. Die Indianer-CD sollte über die Stunde Autofahrt hinweghelfen.

„Stellt Euch nicht so an, wir sehen uns doch schon morgen wieder!“, sagte das Töchterlein zu uns Eltern. Das war schon ein skurriler Moment. Und dann schauten wir ab und zu mal auf unser Handy und warteten darauf, dass die SMS kommen würde, dass alles gut geklappt hatte und die beiden sicher zu Hause angekommen sind.

Der Opa ist noch recht jung, quietschgesund und hat in seinem ganzen Leben noch keinen Unfall gebaut, wir konnten also relativ sicher sein, dass alles klappt. Aber viele – auch in meinem Freundeskreis – sind sich da eben nicht mehr so sicher, ob Oma und Opa noch sicher genug fahren, um sie mit den Enkelchen auf Spritztour zu schicken. Kennt Ihr diese Sorgen auch?

Und deswegen finde ich diesen Selbsttest hier so super un sinnvoll. Ihr seid nämlich nicht allein mit Euren Sorgen. Eine aktuelle forsa-Umfrage zeigt: Angehörige älterer Pkw-Fahrer sind häufig unsicher, ob ihr Familienmitglied noch fahrtüchtig ist. Generell gilt: Autofahren ist keine Frage des Geburtsdatums, sondern des persönlichen Gesundheitszustands. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) rät Angehörigen das Gespräch mit dem Betreffenden zu suchen und einen freiwilligen Check beim Hausarzt zu empfehlen. Wie das gehen soll, das ist hier gut zusammengefasst. Die Aktion Schulterblick des DVR macht auf die Notwendigkeit freiwilliger Gesundheitschecks aufmerksam. Dieser Schulterblick lohnt sich, wie ich finde.

Wie steht Ihr denn zu dem Thema? Lasst Ihr Eure Kinder guten Gewissens mit den Großeltern mitfahren?

Fotoquelle mal wieder: Dieses tolle Buch namens Babyalbum Bibliografische Angaben: Andrea Wong: Babyalbum, südwest Verlag. Und so sieht das verheißungsvolle Cover aus:

Tags: Verkehrssicherheit, Großeltern, Familien, Enkel, Kinder

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Kommentare

Marie — Di, 05/13/2014 - 15:00

Ich lebe glücklicherweise in der Nähe meiner Eltern und das in der Großstadt Köln. Da ist natürlich die Hilfe der Großeltern (3 Kinder, 2 Berufstätige) wichtig und nützlich. Der Opa ist Anfang 60 und noch fit. Wie es mal ist, wenn es anders wird und er nicht mehr "verkehrstauglich" fährt, weiß ich nicht. Darüber habe ich mir noch keinen Kopf gemacht. Ich finde es normal, dass die Kinder bei den Großeltern mitfahren.Aber im Zuge der durchschnittlich älter werdenden Generation werden natürlich auch die Großeltern immer älter. Da kann ich eine gewisse Vorsicht nachvollziehen. Ich persönlich fände es aber für mich wirklich traurig, wenn die Kinder nicht ihre eigenen Erlebnisse mit den Großeltern haben könnten. Gestern hatte z.B. die Kita zu und zwei der drei Kinder waren mit dem Opa (Oma in Urlaub) im Zoo. Was gibt es schöneres?

Anni — Di, 05/13/2014 - 15:15

... mit meiner Mama (erst Anfang 50, wir haben ein super Verhältnis zueinander), würde ich es mir für eine längere Strecke/Autobahn ernsthaft überlegen (sorry Mama! *duck*). 1. ein ruppiger Fahrstil (mache mir eh immer schon Sorgen wenn sie alleine fährt) 2. lässt sie sich sehr von ihrem geliebten Enkel ablenken ;-) Für kleine Strecken innerorts köln, lasse ich es aber zu. Außerdem gibt es für eine weitere Fahrt den viel- und sicherfahrenden Opa :-) Mein Schwiegerpapa hat Herzprobleme (die er andauernd erwähnt) und ist schon über 80, da kommt eine Autofahrt für mich nicht in Frage, auch wenn er es immer wieder anbietet.

Martha — Di, 05/13/2014 - 16:24

Mein Vater ist Busfahrer, meine Mutter hält sich immerhin für mindestens genau so erfahren. Ich habe kein Problem damit, wenn sie die Enkel mitnehmen. Das sieht vielleicht anders aus, wenn sie 90 sind und nichts mehr sehen ... aber dann können die Enkel auch schon selber Auto fahren

M — Di, 05/13/2014 - 16:50

Kommt wohl immer drauf an, wie fit Oma und Opa noch sind. Bei meinen Eltern, Schwiegereltern und allen Tanten und Onkels sehe ich da gar keine Probleme, aber die sind fit und verantwortungsvoll. Kann sich aber auch irgendwann aendern, und dann sieht es anders aus.

Anja — Di, 05/13/2014 - 21:14

Meine Omas und Opas sind alle knapp über 50, fahren sich selbst regelmäßig, na klar dürfen die fahren! Ansonsten auch gern andere Verwandte, die sonst auch unfallfrei unterwegs sind. Wir haben nämlich selbst kein Auto! Die Uromas und Uropas sind alle Mitte 70 (noch fast vollständig, insgesamt 7) fahren vernünftigerweise nur noch Bahn, da stellt sich die Frage also nicht.

KampfzwergMama — Mi, 05/14/2014 - 10:22

Mein kleiner Mann darf immer mit guten Gewissen bei meinen Eltern mitfahren, beide sind erst 45, da mache ich mir keine Gedanken. (-; Bei seinen Ur- Großeltern Väterlicher Seite würde ich ihn aber nie nie mitfahren lassen, aber die zwei wollen freiwillig gar nicht mehr selbst fahren.

Dieter Hoppe — Sa, 05/07/2016 - 20:23

Ich bin 75 Jahr alt, bin in meinem Leben ca. 1 Million Kilometer mit meinem Pkw unfallfrei gefahren, habe bei einem Sicherheitstest der mit bestem Ergebnis abgeschnitten, habe mich einer Grauen Star-Operation unterzogen, kann auf beiden Augen ohne Brille wieder 100 % sehen und doch verbietet mir meine Schwiegertochter nach wie vor, meine 2 jährigen Enkeltochter gelegentlich -z. B. wenn es regnet- ca. 3 Kilometer (Hin- und Rückfahrt) zu befördern. Ich denke, sie hat einfach kein Vertrauen zu mir und das enttäuscht mich sehr. - Übrigens- wenn ich meine Enkeltochter mit der Oma bei der Schwiegertochter zusammen besuche, ist sie sehr froh, einen Babysitter zu haben, dann darf ich den Straßenverkehr belasten". Ich weiß sehr genau, dass ich ein guter sicherer Autofahrer bin, das wird mir überhall bestätigt - leider nicht von meiner Schwiegertochter. Ich muss das Verbot meiner Schwiegertochter akzeptieren. Ist es von mir überzogen, dass ich nun nicht mehr zu meiner Enkeltochter selbst hinfahre - ca. 25 km -, sondern meine Schwiegertochter darum bitte, sie in unser Haus zu bringen ?

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