Landleben

20/02/2018 - 06:45

Land-Mama Lisa

Schluss damit! Warum der Begriff Helikoptereltern abgeschafft gehört

Ihr Lieben, es gab Zeiten, da wurde der Begriff Helikoptermom inflationär benutzt. Gerade über die – angeblich hippen, allesamt latte-macchiato-trinkenden – Eltern in Stadtteilen wie Berlin-Prenzlauer Berg oder Köln-Sülz wurde viel gelästert. Ich finde, es ist Zeit für einen Schlussstrich unter diesem Phänomen. 

Warum der Begriff Helikoptereltern abgeschafft gehört!

Helikoptermom, das soll eine Mutter sein, die ständig um ihr Kind kreist. Arthur nicht so schnell, Arthur, sei schön vorsichtig! Na und!!! Wer erlaubt uns, darüber zu urteilen? Es ist Zeit, dass über Mütter nicht mehr gelästert wird.

Wenn wir Eltern sehen, sehen wir nur einen Ausschnitt. Vielleicht hat die Mama Angst, dass ihr Kind von der Rutsche fällt, weil sie schon mal bei einem schlimmen Sturz dabei war? Wer weiß das schon?

Wenn wir Eltern sehen, dass sich um das Wohlergehen ihrer Kinder kümmern, dann sollten wir lieber aufmunternd lächeln, als sie im Kopfe zu zerfleischen. Denn viel schlimmer wäre, wenn sie ihr Kind gar nicht beachten würden.

Sorge entsteht auch aus Liebe! Überbehüten? Allein in diesem Wort schwingt schon etwas Vorwurfsvolles mit. Statt einer Mama die Überbehütung ihres Kindes vorzuwerfen, wie wäre es da mal mit einem: „Wow, DAS kann dein Kind schon?“ als positive Bestärkung? Vielleicht hat sie dann beim nächsten Mal schon viel weniger Angst um ihr Kind.

Natürlich müssen sich Kinder entwickeln und selbständig werden dürfen. Aber das werden sie doch! Ja, auch bei einer sehr behütenden Mutter, vielleicht aber eben etwas später. Wir sollten immer dran denken: Kaum ein Kind schläft im Regelfall noch mit 16 in Mamas Armen ein.

Und mal ganz ehrlich: Eine Mutter, die eh schon sehr ängstlich ist, deren Selbstbewusstsein in Sachen Kindererziehung vielleicht nicht das größte ist… meint ihr, es hilft ihr, wenn sie dann auch noch von anderen von außen angegiftet wird? Vielleicht trägt sie eine Last, von der wir nichts wissen, vielleicht ist sie alleinerziehend und überfordert mit der ganzen Verantwortung, vielleicht hat sie einen Schicksalsschlag erlebt, vielleicht auch nichts derartiges, aber es steht uns einfach nicht zu, über behütendes Verhalten negativ zu urteilen.

Wir können Hilfe anbieten. Wir können ermutigen. Wir können als Mütter zusammenhalten.

Und wir sollten das auch tun. Gerade bei jenen, die vielleicht anders sind als wir. Ein Anfang wäre damit gemacht, wenn wir diesen unsäglichen Begriff der Helikoptereltern verbannen würden. Denn er bringt weder uns noch die anderen in irgendeiner Form weiter. 

 

Foto: pixabay

Tags: Abwerten, Abwertung, Lästern, Mutter, Konflikte, Vorwürfe, Erziehung, Zusammenhalt

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Kommentare

G.Görnert — Di, 02/20/2018 - 09:11

Vielen Dank für den Beitrag über Helikoptereltern. Allerdings sehe ich es etwas anders. Ich glaube nicht dass es unsichere Eltern noch mehr verunsichert wenn man ihnen vorwirft "Helikoptereltern" zu sehen. Denn es sind oftmals die starken und selbstbewusstenEltern die auf der einen Seite den Tagesablauf ihres Kindes durchstrukturieren und überwachen und demgegenüber eine überfürsorglichkeit im Alltagsgrschehen zeigen. Und dadurch wiederum den Kindern verwehren auch durch negative Erfahrungen zu lernen. Diese Eltern versuchen ihren Kindern jedes Hindernis aus dem Weg zu räumen. Wodurch die Kinder nicht die Möglichkeit haben ihre "Alltagspropleme" altersgerecht selbst zu klar. Auf der anderen Seite gibt es ein hohes Anforderungsprofil im intellektuellen, sportlichen oder künstlerischen Bereich. Diese Eltern versuchen ihre möglicherweise eigenen nicht erreichten Ziele über ihre Kinder zu kompensieren. Ich habe einige Bücher von Dr. Michael Winterhoff gelesen. Wenn ich auch nicht in allen Punkten mit ihm übereinstimme, kommt er der Entstehung und Entwicklung von "Helikoptereltern" und deren Kindern sehr nahe. Natürlich sind nicht alle besorgten Eltern Helikoptereltern. Aber es birgt auch eine Gefahr in sich dieses herunterzuspielen. Unsere Kindergärten und Schulen haben Tag täglich damit zu tun.

Lena — Di, 02/20/2018 - 09:39

Danke für diesen Artikel zu einem Wort, dass ich schon lange sowas von daneben finde. Als Mutter kann man es eben meistens nur falsch machen. Auf niemandem sonst wird so gerne öffentlich, auch in der Presse, herumgehackt. Neuerdings gibt es ja auch noch "Robotermütter" die ihre Kinder durch die Schule und hobbies triezen. Zu dem Kommentar hier über mir: angesichts der absoluten Schul- Kita- und Bildungsmisere in Deutschland mitsamt G8, zwangsweisen Einschulungen 5jähriger in einigen Bundesländern, Integration, inklusion bei gleichzeitigem totalen Lehrermangel usw., wie kann man da Eltern Vorwürfe machen, dass sie ihre Kinder irgendwie heil da durchbekommen wollen?

Gina — Di, 02/20/2018 - 10:19

Ich bin auch gegen eine allzu leichtfertige Verwendung dieses furchtbaren, stigmatisierenden Begriffs. Wenn eine Mutter in einer bestimmten Situation angeblich "helikoptert", muss man das nicht gleich pauschalisieren und oft ist das nur ein Ausschnitt ihres Daseins als Mutter und heisst noch lange nicht, dass sie immer und generell so ist. Aber wenn jemand besonders ängstlich ist oder eigene, nicht erreichte Ziele kompensieren muss usw., ist das zwar keine Schande, aber auch absolut keine Entschuldigung, wenn man das dann auf sein Kind überträgt. Da sollte man sich seiner Verantwortung stellen, die man als Eltern hat und dann besser zum Psychologen gehen, das schadet generell niemandem, weil jeder im Leben seine Blessuren abbekommt - und erst recht muss man das nicht pathologisieren, ganz im Gegenteil. Ich spreche da aus eigener Erfahrung...

Gina — Di, 02/20/2018 - 10:24

Das heisst dann zwar nicht, dass man sich sofort positiv verändern kann, aber man wird sich immerhin der Mechanismen, die einen steuern, bewusst und das ist so viel wert...auch für einen selbst, denn "helikoptern" ist ja auch für einen selbst anstrengend ;)

Anna — Di, 02/20/2018 - 10:39

Finde es aber interessant, dass Land-Mama Lisa diese Meinung zu Helikoptermüttern hat - warum schreiben Sie dann nicht auch mal einen Artikel in diese Richtung für Ihren Auftraggeber Spiegel (oder SPON)? Denn gerade dort gab es in letzter Zeit unheimlich viele hetzerische Artikel und "lustige Sprüchesammlungen" über/gegen Helikopter-Eltern. Nur so eine Idee.

Land-Mama Lisa — Di, 02/20/2018 - 11:18

... aber ich bin mittlerweile gar nicht mehr bei Spon beschäftigt. Trotzdem ein guter Hinweis, vielen DANK!

Schokominza — Di, 02/20/2018 - 11:10

Unter "Helikopter-Eltern" verstehe ich keine Eltern, die ihrem Kind beim Rutschen helfen oder beim Einschlafen mit ihm kuscheln. Das sind doch normale Eltern. Helikopter-Eltern sind diejenigen, weshalb an Schultüren Zettel kleben wie "Ab hier kann Ihr Kind alleine gehen."

Anni — Di, 02/20/2018 - 12:45

Genau das kam mir auch in den Sinn. Lehrer, die die Eltern der ersten Klasse jeden Morgen anflehen, dass diese doch die Kinder an der Schultüre abgeben sollen und die Kinder die Schulranzen bitte selber tragen lassen. Für diese Mütter finde ich den Begriff nicht übertrieben...

Jürgen Kranitz — Mi, 12/12/2018 - 17:50

Zitat: "weshalb an Schultüren Zettel kleben wie "Ab hier kann Ihr Kind alleine gehen." Genau das ist eben ein großes Problem, denn vielen Schulen reicht es nicht, wenn die kinder ab der Schultür allein das Schulgebäude betreten, nein. es wird gefordert, daß ja bereits an der Straße, am besten von noch ferner her allein ohne elterlichen Schutz laufen müssen. Ab der Schultür aber, im Schulgebäude, beginnt jene Zone, wo man die Kinder in relativer Sicherheit wissen können sollte, außerhalb der Schule ist das grundsätzlich nicht der Fall, in unserer unsicherer gewordenen Gesellschaft schon gar nicht. Muß immer erst etwas passieren? Was man als Eltern verhindern kann an Schaden für den Nachwuchs sollte man tun, gerade heute und erst recht wenn man Mädchen als Kinder hat.

Lena — Di, 02/20/2018 - 14:42

Es soll auch Kinder geben, die in der ersten Klasse und auch noch danach von der Schule eingeschüchtert sind- warum Ihnen die Starthilfe verweigern? Was geht das außerdem die Lehrer an? Ich bringe meinen Sohn nicht bis ins Klassenzimmer, weil er das nicht will,habe aber vollstes Verständnis für Eltern, die ihre Kinder unterstützten.Mit der Pubertät die ja bei manchen schon sehr früh einsetzt hat sich doch das sowieso erledigt- lasst doch einfach die anderen Eltern in Ruhe so handeln, wie sie es für richtig halten!

Katrin — Di, 02/20/2018 - 15:25

Richtig, Lena! Der Schulstart ist doch ein großer Schritt für ein Kind, das Schulgebäude vielleicht sehr groß und der Klassenraum weit weg vom Eingang (so ist es bei uns), und bei uns kam es zudem in den ersten Wochen zwei Mal vor, dass die Kinder vor dem Klassenraum warteten und kein Lehrer kam. Einzig die Eltern, die die Kinder - entgegen dem auch hier vorhandenen Hinweisschild am Schuleingang - doch bis zum Klassenraum begleitet haben, haben dann die Kinder in den Hort gebracht und sich beim Sekretariat gemeldet. Damit wären die gerade eingeschulten Kinder doch noch etwas überfordert gewesen, gerade angesichts des riesigen Gebäudes. Es hatte eine Stundenplanänderung gegeben, die den betreffenden Lehrern aber nicht mitgeteilt wurde. WTF?! Während ich zurst auch dachte, dass wir unsere Tochter bald ermutigen sollten, vom Eingang aus alleine zu gehen (was sie aber nicht wollte, und wozu ich sie dann auch nicht gezwungen hätte), haben wir danach unsere Meinung geändert und wollten lieber selbst auf Nummer sicher gehen. Auch hier kommt es also auf das Kind an - forsch oder schüchtern, will es alleine weitergehen oder nicht? - und eben auf die Schule und die konkreten Erfahrungen!

A — Di, 02/20/2018 - 15:00

Inhaltlich völlig d'accord. Warum nur steht da "alleinerziehend und überfordert"? Als wäre das ein Automatismus. Ja, als Vollzeit berufstätige Alleinerziehende bin ich ständig an der Belastungsgrenze, aber überfordert bin ich nicht! Eine Stigmatisierung (Helikoptermutter) durch eine andere (überforderte Alleinerziehende) zu ersetzen kann nicht Ziel dieses Artikels sein.

Jürgen Kranitz — Mi, 12/12/2018 - 10:19

Es ist aber unumstößlich Fakt, daß Alleinerziehende tatsächlich überfordert sind, finanziell wie zeitlich, daher findet man Kinder von Alleinerziehenden auch meist im Ganztagsbetrieb der Kitas und Schulen. Dabei trifft selbstverständlich die Alleinerziehenden keine unmittelbare Schuld, da sie ja wohl meist nur aus einer Zwangslage heraus ihre kinder anderen mensche, staatlich geleiteten Menschen in die Hände geben. Das es so viele Alleinerziehende gibt, ist ein anderes, ja auch gesellschaftliches Problem, welches hier an dieser Stelle aber nicht diskutiert werden muß und kann. ;-)

Nadine — Di, 02/20/2018 - 22:22

Ich finde diesen Bericht zum Thema sehr schwammig und wenig hilfreich. Zum Einen Beschreibt der Begriff doch einen für die kindliche Entwicklung nachweislich schädlichen Erziehungsstil, zum Anderen eher eine Elterngeneration als dass er auf dem Spielplatz als Versagensurteil verwendet wird. Ich muss über die Diskussion des Beinges bis zum Klassenzimmer lachen, wir sind doch vor 25-30 Jahren nach einer Woche ganz alleine zur Schule gelaufen! Dieser große Unterschied und die Gefahr des sich daraus ergebenden Grupenzwangs (ein anderes Beispiel ist das permanente Eingreifen schon in Kleinkindliche Auseinandersetzungen, Beispiel Kindercafe) ist es, was für mich Helicopter Parenting ausmacht.

Jürgen Kranitz — Mi, 12/12/2018 - 10:12

Ganz so kann ich deinen Kommentar nicht stehen lassen, denn mit 6 bzw. 7 Jahren bin ich von meinen Eltern auch noch bis zur Schule begleitet worden, was mir keineswegs geschadet hat in meiner Entwicklung und meinem Selbstbewusstsein. dazu kommt, daß dank unserer gleichgültig gutgläubigen Politik unsere Gesellschaft nicht sicherer geworden ist. Dieses Sicherheitsvakuum auszugleichen ist nun Aufgabe der Eltern, denn sonst interessiert sich buchstäblich niemand dafür. Wir Eltern sind die Erziehungsberechtigten, nicht die Schule, nicht die Kita und nicht der Staat, die Politik.

I. S — Di, 02/20/2018 - 22:51

Dann müssen aber solche Eltern aufhören die Eltern schief an zu schauen die ihre Kinder in die Welt hinaus lassen und weniger Helikoptern ich weiß gar nicht wie oft mich eine Helikopter Mutter angestarrt hat mit einem Blick als würde sie mir ein Messer in den Rücken rammen wollen weil mein Kind mit 1 1/2 alleine schaukelt, nen Keks vom Boden isst, ich es hoch in die Luft werfe, den Berg runter kullern darf oder einfach nur kind sein darf ohne ein ständiges das darfst du nicht das darfst du nicht nein das ist zu schnell nein das zu hoch etc beide seiten sind nervig und zicken sich gegenseitig an wir nicht Helikopter eltern haben ebenfalls Gefühle Schicksalsschläge etc aber es bringt nichts seine Ängste auf seine kinder zu übertragen, es ist wichtiger kinder selbstbewusst groß werden zu lassen mit einem gefühl Ja ich kann das ja ich schaffe das und nicht nein hilfe das ist zu hoch weil mama das gesagt hat... Ich habe selbst so ein kind in der Familie was aufgrund der Helikopter mutter total ausgegrenzt wird super Kindheit muss ich sagen selbstbewusst nicht ein Hauch der traut sich nix zu und von selbst probieren ist nicht weil mama macht schon... Jap nexgeneration verwöhnt und überbehüttet

Sabine — Mi, 02/21/2018 - 00:37

Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele. Endlich mal eine wertschätzende Sicht auf Eltern, ohne auf der Mobbing- Welle gegen sehr fürsorgliche Eltern mit zu schwimmen. Natürlich sind sehr extreme Verhaltensweisen oft einengend. Aber ich arbeite mit Eltern, die sich kaum um ihre Kinder kümmern. Wie glücklich wären diese Kinder, wenn jemand um sie kreisen würde.

Jürgen Kranitz — Mi, 12/12/2018 - 10:02

Deinem Kommentar kann ich nur zustimmen, besonders auch Deine Aussage bezüglich der Mobbingwelle gegen fürsorgliche Eltern, welche, ich sage es mal direkt, politisch beabsichtigt ist, versucht man damit doch, elterliche Kompetenzen aus verschiedenen gründen zurück zu drängen und in die fragwürdige Hand des Staates mit zur Zeit inakzeptablem politischen Kurs zu übertragen. Pflichtvergessenheit, Sorglosigkeit, Kritiklosigkeit schaden jedenfalls unseren kindern weit mehr als elterliche Fürsorglichkeit. Angesichts der Mobbingwelle, wie du es treffend bezeichnet hast, sehe ich die Notwendigkeit in der Sache , daß wir Eltern näher zusammenrücken und entsprechend Widerstand leisten.

Franzi — Mi, 02/21/2018 - 17:11

Mir keine Begriffe verbieten lassen. Ich finde dieses überbehüten halt nicht schön. Sicher gibt es immer persönliche Gründe, aber die kann man ja hinterfragen. "leben und leben lassen" klingt ja schön nett aber ich bezweifle, dass alle Kinder heute ähnlich selbständig sind/werden wie früher. Hotel Mama ist doch viel praktischer. Ich als Lehrerin kenne so viele Kinder, die die einfachsten Sachen nicht machen. Wann wollen sie denn Verantwortung übernehmen? Und was sagt es eigentlich über die Mütter aus, dass sie ihren Kindern so wenig zutrauen? Naja, ein weites Feld und Aufregerthema, aber ich hab da ne andere Meinung.

Jürgen Kranitz — Mi, 12/12/2018 - 09:42

Verbieten lassen muß man sich auch nichts, aber vielleicht sollte man mal über den begriff "Helikoptereltern," und dessen Aussagekraft nachdenken. Damit werden jene Eltern verächtlich gemacht, welche sich um ihre Kinder sorgen und da hört z. B. mein Verständnis für derartige Begriffe auf, denn sie zielen auf Ausgrenzung, Brandmarkung jener Eltern ab. Unsere Gesellschaft ist keineswegs sicherer geworden und wenn 100 mal nichts passiert ist, so kann es durchaus beim 101ten mal geschehen. Eltern sind die Erziehungsberechtigten, und wie ich meine, die einzig legitimierten Erziehungsberechtigten, wenn man keine "Staatserzziehung" für seine Kinder haben möchte und diese ist aktuell so fragwürdig wie seit Ende des 2. Weltkriegs, bzw. vor dem Zusammenbruch der DDR nicht mehr. Man braucht sich nur mal informieren, welche politische Klientel die Schulbehörden oder auch das Familienministerium leitet, auch das hat Bezug zur Ablehnung sorgender Eltern und Übernahme vermehrt staatlichen Einflusses. Am liebsten wäre es einigen Herrschaften, wenn die Kinder ihren Eltern so früh als möglich entzogen werden, sie bereits ab der Kita staatlich geformt werden, was bis zum ende der Schulzeit einer Gehirnwäsche politischer Art gleichkommt. Daher von mir ein klares Nein zu dem diffamierenden Begriff "Helikoptereltern". ;-)

Jürgen Kranitz — Mi, 12/12/2018 - 09:29

Sehr guter Bericht, ich als Vater, Hausmann bringe unsere 7 jährige Tochter auch zur Schule, da wir etliche Kilometer entfernt wohnen und kein Bus direkt zur Schule fährt, ohne daß unsere Tochter umsteigen müsste. In der gegenwärtigen Schule, einer Grundschule im Südharz, erlebe ich auf drastische Weise, wie Eltern wie ich, welche auch aus Sicherheitsgründen ihre kinder bis zur Schultür begleiten, von Seiten der Lehrer verbal attackiert werden und man versucht, den Kindern einzureden, daß sie den Weg doch auch allein gehen können. Die staatlichen Schulen versuchen in diesem Punkt einen keil zwischen sorgende Eltern und ihre Kinder zu treiben, was nichts anderes bedeutet, als Elternrechte zu minimieren und staatliche rechte zu vermehren was die kinder angeht und deren Erziehung. Das dieses nicht akzeptabel sein darf sollte uns die Geschichte gelehrt haben, schließlich gibt es bei uns in Deutschland die negativen Beispiel der NS-Zeit und der SED Herrschaft in der ehemaligen DDR. Ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, daß wir uns DDR-Verhältnissen diesbezüglich bedenklich annähern und wir im Interesse unserer Kinder dringend diesbezüglich Widerstand leisten müssen. Packen wir es an, es gibt viel Handlungsbedarf, gemeinsam sind wir sehr stark. ;-)

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