Stadtleben

25/01/2017 - 07:30

Stadt-Mama Katharina

Seit zwei Monaten zu fünft - Zeit für ein Update

Ihr Lieben, gestern vor zwei Monaten habe ich mein drittes Kind zur Welt gebracht. Zeit also, mal wieder ein kleines Update zu geben, wie es bei uns so läuft:

Was mich überrascht, Teil 1

Die Kleine ist erst zwei Monate bei uns - und doch ist es so, als sei sie schon immer ein Teil der Familie gewesen. Ich kann mir absolut nicht mehr vorstellen, wie es ohne sie war oder wäre. Sie gehört ganz selbstverständlich zu uns - und das fühlt sich sehr schön an. 

Was mich überrascht, Teil 2

"Das dritte Kind läuft einfach so nebenbei mit." Diesen Spruch habe ich oft gehört und auch geglaubt. Ich kann das aber so nicht bestätigen. Dieser kleine Mensch läuft null komma null nebenbei. Sie fordert mich genau wie ihre Geschwister, auf eine andere Art, klar. Aber sie hat auch Bedürfnisse - und die kann sie sehr lautstark klar machen. Sie weckt mich nachts teilweise alle 2 Stunden - es besteht also nicht im Geringsten die Gefahr, ich könnte sie "vergessen". 

Wovon ich mich deshalb verabschiede

Dass dieses Kind ein easypeasy Kind ist, weil es ja die Nr. 3 ist. Mein Rückbildungskurs, auf den ich mich so sehr gefreut hatte, ist bisher ganz schön ins Wasser gefallen. Weil meine Tochter es überhaupt nicht lustig fand, eine Stunde auf der Matte zu liegen, damit ich tunen kann. Nö, ich habe sie die meiste Zeit getragen oder gestillt.

Was neu für mich ist

Wenn meine große Tochter müde war, hat sie einfach die Augen zugemacht und ist eingeschlafen. Die kleine Maus schafft das nicht. Sie braucht Unterstützung. Und wenn ich den Zeitpunkt verpasse, sie auf meinem Arm einschlafen zu lassen, brüllt sie sich dermaßen in Rage, dass ich sie kaum noch beruhigen kann. Überhaupt schreit sie mehr als ihre Geschwister das getan haben. 

Was sich sehr vertraut anfühlt 

In manchen Punkten merke ich doch ganz stark, dass es mein drittes Kind ist. Ich habe nicht ständig Angst, sie könnte totkrank sein, nur weil sie mal weint. Und: Die Handgriffe sitzen einfach. Zum Beispiel: Was habe ich früher ein Tamtam um das Baden gemacht, heute ziehe ich alle Kinder in einer Windeseile durch die Wanne - auch das Baby.

Ich mache mir generell in allem weniger Druck und denke mir viel öfter: "Ist halt gerade eine Phase. Wird auch wieder anders." Ich bin im Großen und Ganzen gelassener mit allem. Und diesmal habe ich auch überhaupt keine Probleme mit dem Stillen, während ich bei den anderen beiden oft gegen Milchstaus kämpfen musste

Wie die Großen damit umgehen

Ganz ganz ganz wunderbar. Es erfüllt mich mit Stolz und Mega-Liebe, wenn ich sehe, wie lieb die Großen mit dem Baby umgehen. Selbst mein Sohn, der ja gerade erst drei geworden ist und auch noch nicht wirklich groß ist, macht das ganz toll. Keine Eifersüchteleien, kein Gemotze, weil ich das Baby ständig auf dem Arm habe.

Nur neulich, als ich ein Abendessen mit einer befreundeten Familie absagen wollte, weil die Kleine nur brüllte, entfuhr es der Großen: "Das Baby nervt! Die ist blöd!" Also habe ich meine Freunde angerufen, ihnen gesagt, dass es unruhig werden könnte. Wenn sie das nicht störe, könne das Date wie geplant statt finden. Das Abendessen hat prima geklappt und meine große Tochter war mehr als happy.

Natürlich habe ich gerade weniger Zeit für die beiden Großen. Deshalb ist es mir ganz ganz wichtig, dass wir jeden Abend im Bett kuscheln und lesen. Da schläft das Baby dann bereits und ich kann mich ganz auf die Großen konzentrieren. 

Wie es mir geht

Mal so, mal so. Meistens hängt es davon ab, wie die Nacht war. Manchmal sitze ich abends völlig groggy auf dem Sofa und Tränen rollen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass alles schon richtig prima läuft. Ich trage immer noch Schwangerschaftsjeans, habe immer noch 10 Kilo mehr auf den Rippen. Aber das ist, denke ich, ziemlich normal. Glücklicherweise habe ich einige Freundinnen (DANKE VORALLEM AN LISA!!!!), die ich voll jammern kann, wenn ich müde und kaputt bin. 

Wann es stressig ist

Abends. Ich bringe die Kids immer alleine ins Bett, weil mein Mann lange arbeiten muss. Vorallem die Abendessen sind momentan nicht so einfach, weil die Laune des Babys ab halb sechs abends zusehens schlechter wird. Manchmal müssen die beiden Großen dann alleine aufessen - was ich schrecklich, die beiden aber ganz lustig finden. "Wie bei Pippi Langstrumpf", sagte meine Tochter neulich. 

Wann es super ist

Wenn das Baby ausgeschlafen und satt ist und die Großen Quatsch mit ihr machen. Da geht mir das Herz auf. 

Wie es mit dem Job weitergeht

Seit gestern ist die Elternzeit vorbei  - heißt: ich arbeite eben, soviel mich das Baby lässt. Vielleicht nehme ich nochmal zwei Monate, wenn ich merke, dass ich eine Pause brauche. Ich lasse das auf mich zukommen. 

Was ganz anders ist, als bei den anderen beiden

Das Baby pennt bei mir im Bett. Davon war und bin ich kein Fan - aber momentan ist mir alles recht, hauptsache ich kann schlafen :-)

Was genau so ist, wie bei den anderen beiden

Wenn sie mich anlächelt oder auf meinem Arm eingeschlafen ist, denke ich: Ich habe wirklich das aboslut süßeste Baby der Welt!!!

 

Tags: Familie, Leben, Geschwister, Liebe, Geburt, Umstellung, Baby

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Kommentare

Sarah — Mi, 01/25/2017 - 09:50

Wie machst du das, drei Kinder am Abend ins Bett zu bringen - alleine? Wacht das Baby nicht auf, wenn die anderen gerade am Einschlafen sind und daher verzögert sich das Einschlafen der Großen? Lieben Gruß!

Antje — Mi, 01/25/2017 - 10:28

und anstrengend zugleich. Ein wirklich schöner Text. :) Die Frage von Sarah würde mich auch interessieren, da wir ab Sommer dann auch zu dritt sein werden und mein Mein vermutlich im selben Zeitraum einige Wochen lang auswärts arbeiten muss...

Antje — Mi, 01/25/2017 - 10:30

*...also ich meine, dass wir dann auch drei Kinder haben werden... **und mein Mann... Schwangerschaftsmüdigkeit, sorry! :)

Stadt-Mama Katharina — Mi, 01/25/2017 - 10:48

Liebe Antje, liebe Sarah, ich bringe die Kleine um 7 ins Bett. In dieser Zeit spielen die Großen oder hören CD oder gucken eine Folge Yakari auf dem iPad. Sobald sie schläft (ca. 19.15 Uhr) mache ich die Großen fertig, wir lesen und kuscheln. Gegen 20 Uhr geht dann im Kinderzimmer bei den Großen das Licht aus. Da die Kleine ja im Elternschlafzimmer liegt, ist die Gefahr, dass sie aufwacht, nicht so groß.

Antje — Do, 01/26/2017 - 13:30

Lieben Dank für deine Antwort. na mal schauen, ob Dein Prinzip dann bei uns auch anwendbar ist... :) Hängt natürlich auch davon ab, wie lange das baby dann zum Einschlafen braucht. Liebe Grüße und weiterhin alles Gute

Britta — Mi, 01/25/2017 - 13:44

Hallo Katharina, Falls du einen Rückbildungskurs “für zu Hause“ suchst kann ich dir die dvd von Hebamme Fr. Niersmann wärmstens empfehlen. Da wird der BB und der Rest der Frau wirklich fit, aber dann wenn du Zeit hast (-: Ich schaff es mit drei Kindern auch nur so. Aber keine Rückbildung zu machen wär ja auch doof. Viele Grüße und Danke für eure tollen Artikel! Sie versüßen meinen Alltag! Britta

Stadt-Mama Katharina — Mi, 01/25/2017 - 14:20

Danke für den Tipp und das schööööne Lob! Das tut sehr gut!

Anne — Mi, 01/25/2017 - 20:18

Seit vier Monaten haben wir auch drei Kinder und ich finde mich in vielen Punkten von Dir wieder! Es ist gleichzeitig entspannter und stressiger und anders und genauso. Und abends alle alleine ins Bett bringen - danach fühlt man sich, als ob man eine Medaille verdient hätte, oder? Ich bringe übrigens zuerst 19h30 die beiden Grossen ins Bett (2 Jahre und 5 Jahre) und danach erst den Kleinen. Aber das wird manchmal auch anstrengend, wenn die Babylaune nicht mehr mitspielt..

Stadt-Mama Katharina — Mi, 01/25/2017 - 21:26

Erstmal Glückwunsch zum Baby Nr. 3! Ich habe anfangs auch zuerst die Großen ins Bett gebracht, aber dann hatte die Kleine jeden Abend ein bis zwei Schreistunden und so war das nicht mehr möglich....

Yvonne — Mi, 01/25/2017 - 21:51

Was habe ich mich geärgert, dass ich so eine hängeschaukel nicht schon bei Kind 1 hatte! Denn damit wäre nicht so viel auf dem Arm geschuckel notwendig gewesen - kind 2 hat ab einem Alter von 2 Monaten täglich mehrere Stunden in ihrer Schaukel geschlafen, tagsüber - und ich hatte beide Arme frei für andere Sachen, vor allem für die 20 Monate ältere Schwester! Einfach die Schaukel an die Decke montieren, baby reinlegen und los geht's! Viel Glück

Birgit — Do, 01/26/2017 - 14:17

Liebe Katharina! Danke für die schöne Beschreibung! :-) Was mich interessiert: Warum beendest du deine Elternzeit schon? Willst du sie für später aufheben? Elternzeit und Arbeiten geht ja auch. Ich habe manchmal das Gefühl, viele vergessen, dass man Rentenpunkte bekommt, wenn man in Elternzeit ist. Was man dann noch dazu verdient (max. 30 h/Woche während der Elternzeit) wird dann noch drauf gerechnet. http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/1_Lebenslagen/03_Familie_und_Kinder/01_Informationen_zur_Rente/Kindererziehung_Ihr_Plus_fuer_die_Rente.html Liebe Grüße

Birgit — Do, 01/26/2017 - 14:34

... oder ist das anders, wenn man selbständig/freiberuflich arbeitet?

Martha — So, 01/14/2018 - 05:33

Man bekommt für jedes neugeborene Kind für drei Jahre Rentenpunkte, ob man Elternzeit nimmt oder nicht. Wenn man/frau in der Zeit arbeitet, kommt der Rentenanteil noch obendrauf. Übrigens immer automatisch die Mutter, für den Vater muss es beantragt werden. Lieben Gruß

Silvia Obst — So, 01/29/2017 - 11:04

Schön dies zu lesen. Bin jetzt mit unserem 3. Kind schwanger und bin auf die Zeit zu 5 . schon sehr gespannt.

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