Gastbeiträge

13/10/2017 - 06:45

Land-Mama Lisa

Von einer ganz normalen berufstätigen Zweifach-Mutter, die sich jeden Abend wie überfahren fühlt

Schwer atmend, ja fast schon keuchend, nimmt sie die letzten Meter vor der Ziellinie. Kaum will sich ein Bein noch vor das andere setzen lassen, die Muskeln schreien förmlich „NEIN! Wir! Machen! Jetzt! NIX! Mehr!“. Ihr Kopf könnte glatt als Grablicht durchgehen, so rot glüht er. Mit den Armen, die Hände verkrampft zu Fäusten geballt, nimmt sie noch einmal Schwung und hebt trotzdem nochmal einen Fuß vor den anderen. Erst den rechten. Dann den linken. Und nochmal. Und nochmal! Und... Geschafft! Das Ziel ist erreicht!

Das Ziel ist: Das Sofa, auf das sie vollkommen fertig plumpst, nachdem die Kinder endlich im Bett sind und Ruhe im Haus einkehrt.

Und „sie“? Naja, ist nicht irgendeine „sie“, nein, sie ist eine Mutter. Eine berufstätige Mutter mit zwei Kindern. Das eine in der 3. Klasse der Grundschule, das andere im Kindergarten.

Ok, also noch genauer: das bin ich, Lulu.

Lulu rennt. Und zwar gefühlt den ganzen Tag, deswegen bin ich auch abends quasi zu nichts mehr in der Lage. Meine liebste Abendbeschäftigung: „fernsehschlafen“. Es dauert unabhängig vom Programm ungefähr sieben Minuten bis mir die Augen zufallen.

Wenn ich dann irgendwann mit verzogenem Nacken wach werde, müsste ich eigentlich schon im Bett liegen; also raffe ich mich dann auf, mache den Fernseher aus, die Rollos runter und räume gerade noch die letzten Sachen in die Spülmaschine – wenn die nicht eh gerade voll ist und erst mal AUSgeräumt werden müsste. Ich glaube, alle in meinem Haushalt lebenden Mitbewohner gehen nämlich davon aus, dass das Spülmaschineausräumen von Heinzelmännchen erledigt wird. Wie so viele andere Dinge übrigens auch.

Dann muss ich natürlich noch ins Bad, Abschminken, Zähne putzen, und schließlich gehe ich ins Bett und kann meistens nicht direkt schlafen.

Dann frage ich mich, was ich eigentlich ändern könnte, damit ich nicht immer so rennen muss. Und ich frage mich auch, ob das den meisten anderen Müttern, die in so einer ähnlichen Situation sind, wohl auch so geht?! Oder bin ich, dank meiner bislang erreichten vierzig Lenze, einfach nicht mehr so belastbar wie ich denke, dass ich bin?

Mein Tag sieht ungefähr so aus:

Ich stehe so gegen 6 Uhr auf. Dann gehe ich ins Bad und genieße eine halbe Stunde ALLEINE. Zwischen 6.30 und 7 Uhr stehen die Kinder auf. Ich bereite ihnen Frühstück vor, schmiere Toastbrote und schnippele Gurken, Äpfel, Möhren oder was auch immer.

Die Kinder essen das dann erst in Kindergarten und Schule, sie mögen nichts zu Hause essen – obwohl ich das ja gerne hätte, aber den Kampf habe ich aufgegeben. ICH hingegen MUSS morgens etwas zu Hause frühstücken, sonst ist der Tag für mich schon gelaufen, bevor er überhaupt richtig angefangen hat: ich werde sonst nämlich zum Unterzuckermonster, und das ist nicht lustig. Für niemanden.

Manchmal passiert es trotzdem, dass mein Frühstück hinten runterfällt: etwa dann, wenn die Diskussionen darüber, was heute angezogen wird, kein Ende nehmen: diese Hose ist uncool (Sohn), der Pullover kratzt (Tochter; ist auch egal wenn das immer der Lieblingspullover war, manchmal kratzt der GANZ PLÖTZLICH), warum hast Du das T-Shirt, das ich gestern Abend in die Wäsche geworfen habe noch nicht gewaschen und gebügelt (Sohn), die Jacke ist oberscheiße (Tochter, 4 Jahre, sehr wortgewandt), meine Schuhe sind mir zu klein (Sohn, auch GANZ PLÖTZLICH), was, bis zu 12 Grad heute, ist ja voll warm, da kann ich eine kurze Hose anziehen...

In letzterem Falle habe ich auch aufgegeben, dann sollen sie halt eine kurze Hose anziehen. Gewisse Erfahrungen müssen Kinder ja auch machen. Hab ich gelesen.

Im Übrigen denke ich manchmal, ungeachtet der Witterung, manchmal beim Verlassen des Hauses um 7.30 Uhr auch schon, dass ich besser ´ne kurze Hose und ein T-Shirt angezogen hätte.

Normalerweise bin ich dann zwischen halb neun und neun an meinem Schreibtisch. Ich arbeite in der IT eines großen Handelsunternehmens, und zwar 19 Stunden pro Woche. Früher hätte ich das kommentiert mit „Och, wie süß!“. Also genau genommen ist es ja auch wirklich nicht viel. Aber was ja gar nicht oft genug bemerkt werden kann: in diesem 19 Stunden schaffe ich nahezu so viel wie manch ein Kollege, der Vollzeit beschäftigt ist…

Ich genieße verschiedene Privilegien an meinem Arbeitsplatz: zum einen habe ich flexible Arbeitszeiten und kann auch gut im Homeoffice arbeiten. Zum anderen darf ich an vielen verschiedenen, innovativen Themen mitarbeiten. Das ist superspannend, wirklich! Da stürze ich mich gern kopfüber hinein und bin immer bestrebt, Dinge voranzubringen. Ich zwinge mich zu nichts, ich MUSS das zum Glück auch nicht, denn all mein Engagement erwächst tatsächlich aus tiefster intrinsischer Motivation für die Themen. Das ist ja eigentlich total super!

Aber dann... muss ich zwischen 14.30 und spätestens 15 Uhr los, denn dann muss ich meine Kinder abholen. Im Kopf bin ich dann oft noch im Job, weil ich Gedanken noch nicht zu Ende gedacht habe oder weil ich ein Meeting schon frühzeitig verlassen musste oder weil ich hoffe, dass die Kollegen ein Meeting an dem ich schon gar nicht mehr teilnehmen kann weil es NACH 15 Uhr liegt, schon irgendwie mit einem Ergebnis in meinem Sinne gestalten werden...

Klick, jetzt muss ich aber den Schalter umlegen. Nix mehr Job, jetzt Kinder.

Montags: Sohn zum Kommunionunterricht bringen (16h), Sohn wieder vom Kommunionunterricht abholen (17.30h). Leider keine Fahrgemeinschaft möglich. Dann Abendessen machen. Ich MAG nicht kochen. Ich mache das auch unter der Woche nicht oft, weil ich es eben nicht mag, weil es mir zu aufwendig ist und weil wir eigentlich alle mittags ein warmes Essen bekommen: ich in der Kantine, die Kinder in Schule und im Kindergarten. Also gibt’s oft auch Brot oder Brötchen, aber die muss ich dann auch erst noch kaufen. Also noch mal eben schnell in den Supermarkt oder zum Bäcker.

Nach dem Essen noch ein bisschen spielen, aufräumen, spülen, was auch immer; die Kinder dürfen dann eine halbe Stunde Fernsehen.

So langsam nähere ich mich dem Tagesziel... eine letzte, manchmal recht schwierige Etappe ist der Teil „Kinder ins Bett kriegen“. Nein ich will noch fernsehen, nein, ich muss gerade eben noch xx machen, nein, ich will nicht duschen, Haare waschen ist oberscheiße, die Bettwäsche ist mir zu kratzig,  ich will bei meinem Bruder im Zimmer schlafen (der will das aber nicht), Du hast die falsche Geschichte vorgelesen (nachdem ich sie aber schon FERTIG vorgelesen habe), ich finde das Hörbuch nicht, ich kann nicht einschlafen.

Wenn ich DAS geschafft habe, kommt der Teil mit dem Sofa und dem Fernsehschlafen.

Am Dienstag und Donnerstag muss man nur den Teil zwischen 16h und 18.30h austauschen: da muss der Sohn dann zum Fußballtraining und zurück (aber da haben wir wenigstens eine Fahrgemeinschaft, so dass ich nur eine Strecke fahren muss). Je nach Füllgrad des Kühlschranks kann auch an diesen Tagen noch ein Besuch im Supermarkt dazukommen.

Dienstags abends gebe ich noch einen Yogakurs: da bin ich dann von 19.30h bis 21.30h nicht da. Meistens überlege ich mir dann während die Kinder fernsehen mal eben schnell, was ich denn abends unterrichten möchte... also viel Zeit zur Vorbereitung habe ich eigentlich nie.

Donnerstags kommt zum Fußballtraining des Sohnes noch das Kindertanzen der Tochter hinzu. Da muss ich schon ganz schön fliegen, damit ich rechtzeitig mit ihr um 15.15h dort ankomme. Aber: jeder darf schließlich ein Hobby haben.

Freitags habe ich tatsächlich FREI. Halt, falsch: ich gehe freitags keiner Berufstätigkeit nach. DAS ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Wir haben das Glück, in einem Haus mit Garten leben zu dürfen. Da wir keine Haushaltshilfe haben, die JEDEN TAG kommt und dazu auch noch gärtnerische Ambitionen hat, nehme ich freitags in Angriff, was ich montags bis donnerstags nicht hinkriege: Ich laufe durchs Haus und sammle Wäsche ein (die findet nicht immer automatisch den Weg in die Wäschetonne), tausche Handtücher aus, stelle die Waschmaschine an, hänge Wäsche auf; ich sauge mal in allen Zimmern einmal durch, ich kehre den Hof, ich lese und sortiere mal die Post der Woche (auch die hunderte von Zetteln mit Elterninformationen, die die Kinder so aus Kindergarten und Schule mitbringen), ich räume all das, was so an Zeitschriften, Malsachen, benutzten Gläsern, nicht wieder zusammengefalteten Decken, Schuhen, Jacken, Taschen so rumliegt wieder an seinen Platz. Und ja, ich lese auch die Tageszeitung, die jeden Morgen in unserem Briefkasten landet, einmal RICHTIG statt nur der Überschrift auf der ersten Seite.

Weitere Wahlpflichtprogrammpunkte für Freitag sind außerdem Arzttermine wahrnehmen (also meine eigenen; die für die Kinder muss ich meist an den anderen Tagen unterbringen), Überweisungen durchführen, Arztrechnungen einreichen, Ablage machen, Leergut sortieren und entsorgen, manchmal Wocheneinkauf machen (meistens machen wir das aber samstags), Unkraut entfernen, Hecken und andere Pflanzen  zurückschneiden, den Keller aufräumen (außer mir stellt hier jeder einfach alles kurz hinter die Tür und macht dann schnell wieder Licht aus und Tür zu – und ich hasse es wie die Pest, wenn ich da reinkomme und kaum treten kann, geschweige denn kaum eine Chance zu haben irgendetwas direkt zu finden, was ich gerade brauche).

Manchmal erledige ich freitags auch so „Besorgungskleinkram“, sofern mir das montags bis donnerstags nicht gelungen ist: also zum Beispiel mal schnell in den Baumarkt weil ich Schrauben, LEDs, Farbe oder sonstwas brauche. Mal schnell in die Gärtnerei, weil ich meine Blumentöpfe neu bepflanzen möchte. Mal schnell in die Parfümerie, weil mein Puder und mein Lipgloss zur Neige gehen. Mal schnell zum Schuster, zum Postamt, zur Bank,...

Schwupp, schon ist 14.30h, jetzt muss ich die Kinder abholen!

Dann steht Samstags meistens der Wocheneinkauf an, das Wäschezusammenlegen und –wegräumen und manchmal auch bügeln (weil am Vortag wurde ja gewaschen), das Kontrollieren der Hausaufgaben des Sohnes (kann ganz schnell gehen – kann aber auch schon mal ´ne Stunde dauern) und meistens gibt’s auch noch irgendwas im Garten zu tun oder so. Ach so, und natürlich finden samstags gerne Fußballspiele statt... da müssen wir auch noch hin. Beim Backen irgendwelcher konditorischer Köstlichkeiten, die bei Heimspielen zugunsten des Vereins verkauft werden, ducke ich mich schon immer mit einem leicht schlechten Gewissen weg... ich weiß echt nicht wann ich das noch unterbringen soll.

Meistens setze ich mich sonntags auch noch mal hin und versuche das Programm für die kommende Woche noch mal sauber durchzudenken: können die Schwiegereltern wirklich die Kinder nehmen am Mittwoch oder muss ich mir was anderes überlegen? War da nicht noch ein Elternabend wo ich hingehen sollte? Ach ja, Kindergarten zu, „Konzeptionstag“! Was mach ich dann mit der Kleinen? Und bald ist Weihnachtsfeier in der Schule. Und im Kindergarten. Und die Tanzaufführung. Und der Saisonabschluss beim Fußball. Oder das Sommerfest. Und der Sankt Martinszug. Oh, da ist ja noch ein Termin zum Laternebasteln! Was, nicht nur im Kindergarten, sondern auch in der Schule?! Können die das langsam nicht mal selber?! Und wann überhaupt wollten sich die Kinder noch mal mit wem verabreden diese Woche und wo?

Mist, der Kalender ist zu klein, wo soll ich das denn alles reinschreiben? Und überhaupt: DER Kalender? Schön wär’s! Ich habe es bis heute nicht hinbekommen, EINEN übersichtlichen Kalender zu haben. Ich habe immer DREI, also Kalender-Kuddelmuddel. Einen Familienplaner auf PAPIER, der hängt in der Küche an der Wand. Einen Outlook-Kalender im Job, wo ich manchmal auch private Termine eintrage (wenn die erforderlich machen, dass ich zum Beispiel früher weg muss). Und noch meinen Google-Kalender, also meinen Smartphone-Kalender. Vollständig ist keiner und wird es auch vermutlich nie sein.

Mein Kopf dröhnt... habe ich jetzt alles? Morgen noch an die Matschhose denken, die habe ich Freitag zum Waschen aus dem Kindergarten mitgenommen. Hat der Sohn eigentlich seine Hausaufgaben gemacht? Ach Mist, ich wollte ja den Knopf noch an Töchterleins Kleid annähen, sonst stehen gleich morgen früh die Zeichen schon wieder auf Sturm. Und ich muss unbedingt das Zeug für die Reinigung noch rauslegen, das kann ich dann morgen gleich mitnehmen.

Das ist mein Tag, meine Woche. Immerwährendes Intervalltraining: Montag bis Donnerstag Sprinteinheiten, Freitag und Samstag Tempo etwas drosseln (aber bloß nicht gehen! Schön weiterlaufen!), Sonntag ruhig traben und beim abendlichen Tatort schon mal langsam wieder mental auf die nächsten Sprints einstellen...

Ist das normal?

 

 

 

 

Tags: Leben, Alltag, Familie, Familienleben, Arbeit, Beruf, Vereinbarkeit, unbezahlte Arbeit, Wäsche, Erziehung

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Kommentare

Katja — Fr, 10/13/2017 - 07:37

... ist mein Bericht. Haargenau. Ich versuche an Erledigungskleinkram noch mehr unter der Woche zu schaffen, auf dem Weg zur Arbeit oder zurück, aber ansonsten könnte ich das geschrieben haben. Mit einem kleinen Unterricht: mein Job verlangt abends Schreibtischarbeit. Korrigieren, Unterricht vorbereiten, Mails beantworten, Pläne schreiben etc. Das bedeutet nach 20.30 Uhr, wenn es ruhig geworden ist, ab ins Arbeitszimmer und arbeiten bis ca. 22-30/23 Uhr, in Stoßzeiten bis Mitternacht. Nur so schaffe ich es, das Wochenende frei zu halten. Dann sinke ich ohnmächtig und mit komplett verspanntem Nacken ins Bett und frage mich, wie ich das noch durchhalten soll wenn ich mal 52 oder was auch immer bin. Bis dahin sind die Kinder größer und brauchen mich nicht mehr so intensiv (oder noch viel mehr??), aber das ist mir wirklich ein Rätsel. Lösungen habe ich keine außer das Nachmittagsprogramm zu reduzieren, aber man will ja auch nicht zu allem nein sagen. Auch wenn dir das nicht viel hilft: you are not alone :-)

Micha — Fr, 10/13/2017 - 09:01

Sorry, wenn ich da was mißverstehe, aber wo ist oder Mann oder bist du alleinerziehend? Wird in dem text leider nicht angesprochen. Bei uns ist es irgendwie ähnlich. Meine Frau arbeitet auch ca. 19 Stunden, hat berufsbedingt aber deutlich unattraktivere Arbeitszeiten als nur vormittags. Zum Beispiel freitags 9-12 und 15-19 Uhr... In vielen Fällen kann ich da einspringen, arbeite zwar Vollzeit, aber durchaus flexibel. Ich putze, mache Wäsche, auch wir haben keine selbst aus- und einräumende Spülmaschine und das Ding (ich will es nicht missen) läuft jeden Tag. Einkaufen ist allerdings das Einzige was ich gerne mache, Kochen auch irgendwie, wenn man mal Zeit hat und Essen ist dann immer eine Katatrophe. Unsere beiden sind "zum Glück" noch 2 und 4, so dass die Termine sich in Grenzen halten, aber das kommt jetzt auch Stück für Stück. Abends fallen wir meistens auch nur aufs Sofa, gucken eine Serie, wobei meine Frau auch meistens einschläft. Manchmal komme ich mir abends unproduktiv vor, weil man könnte ja in der Zeit was erledigen, aber dafür ist man dann eben selber zu erledigt...

Sunshine — Fr, 10/13/2017 - 09:47

Das absolut Gleiche hat sich hier auch angespielt. Mein Mann und ich sind beide bei einem großen Automobilhersteller im Management. Erist beruflich stark eingebunden, viel auf Dienstreisen, so dass ich unter der Woche fast alleinerziehend bin und es sind auch keine Großeltern in der Nähe. Ein Jahr nach dem zweiten Kind habe ich wieder mit 25 Std die Woche angefangen und dachte das funktioniert so wie nach dem ersten, aber Pustekuchen! Wir sind nur am Limit gelaufen, jedes Mal endlose Diskussionen, wer zu Hause bleibt, wenn ein Kind krank ist, wenn mein Mann seine Abmachung nicht halten kann, die Kinder morgens zu bringen, etc. Ich habe mich abends so gefühlt wie Du, nur habe ich da noch Wäsche zusammen gelegt oder noch mal Mails gecheckt. Die Stimmung zu Hause war schlecht, auch die Kinder haben den Stress gemerkt. Und dann bin ich mit dem Großen auf dem Arm die Treppe herunter gefallen, bin mit dem Rücken auf der Steinstufe gelandet und habe mega Glück gehabt, dass außer Prellungen nichts passiert ist (nach Röntgen, Kernspin, etc. abgeklärt) Dem Sohnemann ist zum Glück auch nix passiert, weil er auf mir gelandet ist. Dieser Unfall hat uns alle wachgerüttelt. WAS MACHEN WIR EIGENTLICH HIER?? Muss das alles sein? Ist Geld so wichtig, dass wir uns das antun müssen? Mein Mann verdient glücklicherweise so gut, dass wir damit sehr gut auskommen. Und dann wurde mein Bereich in der Arbeit umstrukturiert, ich sollte noch mehr Verantwortung übernehmen, also noch eine Schippe drauf. Mein erster Gedanke war "oh nein, nicht das noch", das pack ich nicht mehr. Und dann habe ich die Reißleine gezogen. Ich hatte mir bei beiden Kindern das dritte Jahr der Elternzeit aufgehoben und diese jetzt genommen. Mein Vorgesetzter und die Personalerin hatten Verständnis und mich toll unterstützt. Ein Jahr ist nun schon rum, das zweite hat gerade angefangen. Die Kinder sind jetzt 5,5 und 2,5 und wir genießen das Leben. Ich arbeite vormittags alles weg, was getan werden muss und nachmittags ist Freizeit. Unser ganzes Familienleben hat sich extrem entspannt, auch die Beziehung zwischen meinen Mann und mir hat sich wieder stärker angenähert. Wir lachen alle mehr, haben am Wochenende Zeit für Familienaktivitäten und ich vermisse die Arbeit derzeit überhaupt nicht!! Hätte ich nie gedacht, aber ist so. Und was in einem Jahr ist? Keine Ahnung, vielleicht mache ich auch ganz was anderes, bis dahin ist ja zum Glück noch etwas Zeit...

Miriam — Fr, 10/13/2017 - 10:36

Ich möchte Deinen Beitrag ausdrucken, einrahmen und meinem Mann überreichen! Mir geht's so ähnlich, ich arbeite auch in einem tollen Job (gleiche Branche ;)), tatsächlich aber nur im Homeoffice und trotzdem ist so viel zu tun. Bezüglich deines Kalender-Problems: In Google kann man Exchange-Kalender einbinden und vice versa. Der Papierkalender in der Küche ist bei uns wirklich nur für's Kind, alles andere steht bei uns in Google. Ich vermisse bei dir auch den Vater. Der macht bei uns zumindest die Wäsche - wenn auch etwas ungeordnet..

Ann-Kathrin — Fr, 10/13/2017 - 10:39

Ich habe das Gefühl, dass du dich besser organisieren und auf die wichtigen Dinge konzentrieren müsstest. Du könntest dir einen übersichtlichen Kalender anschaffen, bei dem man alle Termine übersichtlich in Spaltenform eintragen kann. Machst du auch mal was für dich? Nehm dir doch mal einen Samstag, an dem du frei hast und Zeit für dich hast. Ist dein Mann am Wochenende zu Hause? Oder die Schwiegereltern passen auf. Wenn alle sowieso mittags warm essen, warum kochst du dann abends? Eine Brotzeit reicht doch völlig und ist schnell gemacht. Und wenn du es mit Haushalt und Arbeit nicht auf die Reihe bekommst, warum holst du dir denn keine Putzhilfe, die wenigstens einmal die Woche kommt und alles wenigstens einigermaßen sauber hält? Dann sparst du dir die Zeit doch auch. Ich weiß ja nicht, was dein Mann macht, aber wenn er Vollzeit arbeitet und du Teilzeit, dann müsste das doch finanziell drin sein. Selbst in nur 2 oder 3 Stunden wird da schon viel erledigt. Ich habe mir den 3 in 1 Wischstaubsauger von Philipps angeschafft, der mir einen kompletten Arbeitsgang nämlich das Wischen abnimmt. Ich würde mir an deiner Stelle überlegen, ob dir das Arbeiten nicht einfach zu viel ist. Wenn ihr finanziell über die Runden kommt, dann würde ich vielleicht mal weniger Arbeiten. Und wenn dir die Yogastunden zu geben zu viel ist, dann lass es doch und mach Yoga nur für dich. Ich würde die Kinder einfach sich selbst anziehen lassen oder wenn es bei der 4jährigen noch nicht gut klappt, dann wenigstens sich selbst die Sachen raussuchen lassen. Das macht meine 4 jährige auch und sogar die 2 jährige schon. Auch ihre Schuhe und Jacken suchen sie sich selbst raus. Da sage ich nur etwas, wenn es viiiiel zu kalt oder zu warm. Dein Großer kann das auf jeden Fall! Da würdest du dir die Diskussionen wenigstens sparen. Meine Große ist auch nicht gerade pflegeleicht und treibt mich oft an den Rande des Wahnsinns, aber manche Sachen und Diskussionen kann man auch umgehen. Manchmal muss man nachgeben und sie einfach mal machen lassen. Wenn du für den großen tatsächlich das Essen für die Schule vorbereiten musst und du morgens keine Zeit dafür hast, dann schnippsel doch die Sachen am Abend. Richte abends Brotzeit statt kochen, schneid etwas mehr Gemüse, dann hast du Ratzfatz die Sachen für den nächsten Tag schon fertig. In Brotzeitdosen im Kühlschrank hält das wunderbar. Ach so noch etwas. Muss der Große denn zum Fussball gefahren werden? Ist der Weg zu weit zum Laufen oder zum Radfahren? Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Viele Grüße und alles Gute.

Lena — Fr, 10/13/2017 - 10:48

Leute, sorry, wenn ich es so drastisch sage: warum zieht ihr euch den Schuh allein an? Eltern sind doch ein TEAM und nicht die Frauen dazu da, den Männern den Rücken frei zu halten. Ich weiß, leichter gesagt als getan und auch bei uns führt das zu vielen Diskussionen (bei bisher nur einem Kind). Aber nur ihr selbst könnt für eure Rechte einstehen und den Kids in Sachen SELBSTFÜRSORGE ein Vorbild sein. Soll doch der Mann ebenfalls die Stunden reduzieren und zB nachmittags den Sohn zum Hobby fahren. Oder was auch immer, genau überlegen, was Sinn macht, muss eh jedes Elternpaar für sich. Aber ich lese im Bericht und den Kommentaren viel heraus im Sinne von “Frau reibt sich mit Job, Haushalt, Familienorga auf während Mann ungehindert Karriere macht“. Das kann es doch nicht sein!! Irgendwann hat frau dann den Burnout und dann ist die Not groß. Da will sicherlich auch keiner der Partner, also verteilt die Last auf alle starken Schultern!

Caroletta — Fr, 10/13/2017 - 10:49

Das liest sich sehr stressig. Da bekommt man ja schon vom Lesen einen Burnout. Falls es einen Vater zu den Kindern gibt... Wo ist der? Wenn ihr zusammenwohnt: Übernimmt er auch Aufgaben im Haushalt? Falls ihr nicht zusammenwohnt: Kann er dich nicht den ein oder anderen Nachmittag mit den Kindern unterstützen? Ich habe rausgelesen, dass du die T-Shirts deiner Kinder bügelst. Das könnte man ganz einfach als erstes vom Terminplan streichen ;-) Meinen Kindern habe ich gesagt, sie können sich ab nem bestimmten Alter in einem Verein ihrer Wahl anmelden. Hinkommen müssen sie aber allein (Bus, S-Bahn, U-Bahn) und mit irgendwelchen Turnieren am Wochenender mag ich auch nix zu tun haben. Das Umschalten von Job auf Kinder fällt mir auch schwer, aber ich denke das ist bis zu einem gewissen Grad normal, gerade wenn man den Job sehr gern macht und/ oder viel Verantwortung trägt. Es ist möglich, dass sich das Hamsterrad etwas langsamer dreht. Manchmal braucht es dafür den Blick eines Außenstehenden. Vielleicht kannst du aus den Kommetaren was mitnehmen, damit sich dein Alltag etwas entstresst.

Iris — Fr, 10/13/2017 - 11:29

Oh je, das hört sich sehr sehr stressig an. Sehr lange hatte ich ähnliche Tage, jedoch ohne fixes Gehalt und mit einer circa 40 Stunden Woche, da ich meine Selbstständigkeit aufgebaut habe. Mein Mann war unter der Woche unterwegs, ich hatte ein eineinhalb und dreijähriges Kind, Abendveranstaltungen und irgendwann kam dann die Sinnkrise. Damals sagte ich zu meinem Mann O-Ton: Ich möchte wieder lachen können und Zeit für mich haben. Das habe ich nun auch geschafft und für mich eine ganz andere Art von Selbstständigkeit aufgebaut, um endlich Familie und Beruf mit allen Facetten unter einen Hut zu bekommen. Denn jetzt kommt auch noch eine pflegebedürftige Schwiegermutter hinzu...Auch wir haben einen Garten und ein großes Grundstück. Wenn der Rasen dann mal nicht gemäht ist, ist es mir übrigens mittlerweile auch egal. Ich habe ziemlich an meinem Perfektionismus und "Es muss alles sauber und in Ordnung Syndrom geschraubt, das bedeutet, gebügelt wird kaum noch, Rasen gemäht, wenn wir Zeit haben...du kriegst das hin. Tipps möchte ich dir nicht geben, ich denke, die wirst du dir suchen, wenn du es für nötig hältst...ich wünsche dir jetzt ein entspanntes Wochenende.

Lena — Fr, 10/13/2017 - 11:38

Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an: wenn es einen Vater zu den Kindern im Haus gibt, sollte der in die Planung mehr einbezogen werden. zB. Einkauf am Wochenende erledigen (mit gutem Einkaufszettel schafft das jeder Mann), zum Fussballturnier oder er muss sich um den Garten und den Keller kümmern-so läuft das zumindest bei uns: mein Mann kümmert sich um Autowartung, kaputte Spielzeuge, Waschbecken, Spülmaschinen, Renovierungen in der Wohnung, Keller aufräumen, Getränke einkaufen, und die Unternehmungen am Wochenende teilen wir uns auf. Obwohl ich immer noch das Gefühl habe, dass ich viel mehr mache als er, ist er doch präsent und ich merke bei jedem Einsatz seinerseits, wie erleichtert ich im Alltag bin, weil ihm ja auch ebenso viel an den Kindern liegt wie mir.... Zu Thema einkaufen kann ich nur sagen: Bestell bei REWE Lieferservice oder einem anderen, einmal die Woche reicht, und Du sparst Dir Zeit und Schlepperei und Gezeter im Supermarkt.

Brizzle — Fr, 10/13/2017 - 12:30

Huhu, lese deinen Blog nicht so oft - gibt es einen Papa? Das ist schon irre, was man da tagtäglich rockt! Aber ohne Arbeit würde man eben mehr zuhause arbeiten und sich nicht erholen. Wenn es einen Vater gibt, dann muss dieser trotz Vollzeitjob mit anpacken. Sonst fällt man irgendwann um.

Birgit — Fr, 10/13/2017 - 13:11

Bei uns ist es auch fast genauso. Bin aber alleinerziehend. Was mir hilft: Gezielt Mahlzeiten für die Woche vorbereiten (Gib mal meal prepping im Internet ein) Wir haben auch einen Fussballsohn und ich Versuche, Opa für Turniere und auch mal Trainings einzuspannen. Morgens haben die Kinder ein Schild mit festem Ablauf wie Zähneputzen... so dass es besser klappt. Und sie Laufen zur Schule, so dass ich Zeit habe, mich für die Arbeit fertig zu machen. Größtes Zusatzproblem hier ist die Schule: Hausaufgaben aus der OGS sind oft nicht ok und müssen nachbearbeitet werden und zusätzlich müssen beide Kinder jeden Tag zuhause lesen und 1 x 1 üben. Das schlaucht. Ich bin abends auch nur fertig.

Kathi — Fr, 10/13/2017 - 13:50

Hallo :-) ich denke, dass ist ein stinknormales Alleinerziehendenleben. Hast du denn gar keinen Kontakt zum Vater mehr, dass der auch mal ein Wochenende übernimmt? Alleine die komplette Verantwortung tragen zu müssen ist natürlich schon echt hart.

Anonyma — Fr, 10/13/2017 - 20:48

So siehts aus. Ganz normal, für mich jedenfalls. Vater dienstlich außerhäusig, keine Großeltern vor Ort....

Dorothee — Fr, 10/13/2017 - 22:05

Gerade heute durfte ich mich von einer jungen Lehrerin anblaffen lassen, weil ich mir milde Kritik erlaubte, nachdem ich meine Hilfe angeboten hatte ohne darauf jemals eine irgendwie geartete Antwort zu erhalten. Als eigentlich-immer-schon-Alleinerziehende (seit einiger Zeit dann halt mal ohne wirklichen Unterhalt) in einem 80% Job mit 20 - 30% Überstunden hatte ich es mir doch glatt erlaubt, an einem Geschäftstermin teilzunehmen anstelle des kurzfristig anberaumten Elternabends zum Frankreich-Austausch, am Montag der Woche des Ankunftsfreitags. Und dann hatte ich auch noch gewagt festzustellen, dass bei 200km verbleibender Strecke 30 Minuten vor der Ankunft des Busses klar war, dass der Zeitplan gerissen würde; - was man durchaus mittels Telefonkette hätte kolportieren können. ... ah, die Telefonkette, die dann Stunden später entgegen des Sinns aktiviert wurde. Übrigens: wer zu uns kommt, wissen wir seit 12 Tagen. Briefeschreiben wird offensichtlich überbewertet. Für die, die sich fragen, wie mein Hilfsangebot aussah: ich hatte angeboten, diverse unterschiedliche interessante Ausflüge zu organisieren. Stattdessen gehen die Kinder jetzt ins Erlebnisbad und den Vergnügungspark. Ich darf übersetzen: macht Ihr blöden Alten Euch doch mit Kulturprogramm unbeliebt - dann kann ich mich auf Eure Kosten bei Euren Kindern einschleimen. Ah ja, und die Kohle, die überweist Ihr dann mal hübsch auf mein privates Konto und erwartet bitte keine Rechenschaft darüber, wofür ich Eure sauerverdiente Kohle rausgehauen hab.

Birgit — Fr, 10/13/2017 - 22:10

Wollte nur anmerken, dass es meist kein Problem ist, wenn man das Pensum mal einen Tag nicht schafft. Manchmal lege ich nachmittags gezielt einen Faulenztag ein und dann lassen wir das Training sausen, die Wäsche bleibt liegen und das dreckige Geschirr auch und wir hängen uns vor die Glotze und essen Popcorn statt Abendessen. Das tut der Seele auch mal richtig gut und ich finde das muss bei all den Anstregungen auch mal sein.

Claudia — Fr, 10/13/2017 - 22:15

19 h arbeiten, Freitag frei. Wo ist das Problem?

Jane — Fr, 10/13/2017 - 22:32

Also ich arbeite auch 20 h und habe 2 Kinder (3&6). Der Mann hat ein Unternehmen und ist bis auf das Frühstück nur am Wochenende „bei uns“. Meine Tage sehen genauso aus wie deine, nur dass ich immer versuche, mit den Kids zusammen so viel zu erledigen, dass wir am Wochenende eben nicht mehr einkaufen müssen. Meistens klappt das ganz gut ... Falls du an den Wochenenden auch alleine bist, Respekt, denn da tanke ich wieder Energie aus schönen Familienmomenten.

Julia — Sa, 10/14/2017 - 09:29

Sorry, Aber so geht es mit Sicherheit vielen. Ich bin 30, mein Sohn 11. Schon seit seiner Geburt war es immer nur Stress. Ich habe ihn nämlich drei Monate vor den Abiturprüfungen zur Welt gebracht. Natürlich war das nicht geplant. Zum Glück half damals meine Mutter aus, die als Hausfrau keiner beruflichen Tätigkeit nachging. Auch einen Vater des Kindes gibt es, der sich auch viel um ihn kümmert. Aber nach 6 Jahren ging die - mittlerweile- Ehe dann doch in die Brüche. Konsequenz daraus war, dass wir ein Wechselmodell eingeführt haben, was aber wiederum auch nur durch Ganztagsschule und Hilfe von anderen zu bewältigen ist. Wir gehen beide 40+ Stunden arbeiten, haben beide einen eigenen Haushalt und neue Partner. Trotzdem reicht bei mir das Geld nicht, dass ich auch nur eine Stunde weniger arbeiten könnte. Nach 40h arbeiten plus Überstunden (Gleitzeit zwar, aber faktisch arbeite ich trotzdem von 7.30-16.00 Uhr) kommt noch sämtliche Hausarbeit, ein Hund und das Kind abends. Mein Partner muss seine Eltern versorgen und kommt daher erst gegen 19 Uhr nach Hause, und hält sich aus der Kindererziehung komplett raus,was auch ok ist. Fakt bleibt, ich arbeite 40 Stunden, bin quasi allein erziehend, und haben noch Hund und Haushalt, die mir keiner abnimmt. Ich hasse das Wochenende, weil ich dann zuhause putzen, aufräumen, Wäsche etc machen muss. Keiner nimmt mir das ab. Und mein 11 jähriger treibt mich schon jetzt zum Wahnsinn. Freizeit? Ich versuche irgendwie den Sonntag frei zu machen. Was dann aber bedeutet, was mit den Kindern (der Sohn meines Partners ist auch alle zwei Wochen am Wochenende bei uns) zu unternehmen oder endlich mal mit dem Partner liegen gebliebene Dinge zu besprechen, einen Ausflug oder einen dringend überfälligen Besuch zu machen oder oder... Ganz ehrlich, ich tausche gerne mit dir. 19 Stunden arbeiten wäre für mich das Paradies. Ich glaube aber auch gerne, dass das für dich alles zu viel ist und kann nur raten, hol dir Hilfe von außen. Mal einen Abend einen babysitter engagieren bringt finanziell niemanden um, aber uns selbst einen hohen Mehrwert, wenn man mal ins Kino oder mit der Freundin, die man eh viel zu selten sieht, essen gehen kann.

Patrizia — Sa, 10/14/2017 - 11:28

Hallo Du Liebe! Wie ich aus deinem Text rauslesen kann, bist du aber nicht komplett allein auf Dich mit der Erziehung und handling der Kids gestellt? Stelle Dir vor das ganze und noch Alleinerziehend zu sein.... ich bin Sängerin und Tänzerin(28) , habe eine 4 Jährige Tochter, die nicht zu den einfachsten und ruhigsten gehört... ich ziehe Sie komplett alleine groß. Durch meinen Job ist das oft ein Spagat zwischen zwei Welten. Da ich ziemlich schnell gemerkt habe, dass es vielen Frauen/Mütter so geht, ob alleine oder nicht, habe ich begonnen darüber zu schreiben, Musik zu machen, speziell nur für Müttee und die es noch werden. Es sind kurz Geschichten, kleine Stücke umrahmt mit Melodien... zur Entspannung und auch leicht meditativ. Wenn Du Interesse hast kontaktier mich gerne. Und vergiss Dich niemals! Deine Ruhezeiten , deine Tanks wieder aufzuladen . So wie Du schreibst, sind Diese nämlich schon mehr als leer! Du bist Mutter,ja! Aber als Mensch wurdest Du wir alle geboren!! Alles Liebe, Patrizia Capreoli

Mary — Sa, 10/14/2017 - 12:25

Ja das ist normal, leider. Und leider ist es auch oft so dass die Frau in Teilzeit "gehen muss" und den Haushalt schmeißt. Ich persönlich habe meine Arbeitszeit auch drastisch auf 10 Stunden die Woche reduzieren müssen. Ich liebe meinen Job, aber ich liebe meine Tochter natürlich mehr. Sie ist 4 und autistisch. Mit einem Kindergarten hat es bisher nicht geklappt so dass ich rund um die Uhr bei ihr bin. Mein Mann arbeitet von früh bis spät und kommt heim um die kleine gerade so noch ins Bett bringen zu können. Gott sei Dank habe ich eine Haushaltshilfe die einmal die Woche putzt. Omas und Opas wohnen auch zu weit weg um mal einspringen zu können. Ich denke ne Haushaltshilfe könnte bei dir auch viel bewirken so dass du den Freitag mehr Zeit für dich hast. Wichtig ist auch sich die freie Zeit fest einzuplanen. LG

Mimi — Sa, 10/14/2017 - 16:59

Ihr Lieben, ich finde diese Vergleicherei ein bisschen schade. Aus dem Text geht nicht hervor, ob die Autorin alleinerziehend ist. Sollte das so sein, ist das natürlich nochmal ein anderer Schnack. Ich ziehe meinen Hut vor allen, die ihren Alltag allein (und alleinerziehend heisst ja oft auch noch finanziell auf sich gestellt zu sein) wuppen müssen. Bei Eltern, die zusammen sind, ist die Aufteilung aber sehr häufig frei gewählt. Manche packen Vollzeit/Vollzeit super und sind glücklich, anderen ist Teilzeit/Vollzeit zu viel. Dass derjenige, der weniger arbeitet, dafür für Haushalt etc. zuständig ist, finde ich legitim. Erziehungsarbeit finde ich sollte hingegen schon geteilt werden, weil davon einfach alle profitieren. Und manchmal sind es ja nicht unbedingt die Papas, die das nicht wollen, sondern die Mamas, die das für.sich beanspruchen und wenig anderes neben sich gelten lassen...

clau — Sa, 10/14/2017 - 17:31

Liebe zweifachmama mir geht es auch oft so. Zwei Kinder, Job und Haushalt. Hier zu kommentieren nach dem Motto schlimmer gehst immer finde ich schon mal blöd und dass es keinen Vater gibt auch. Wäre sie alleinerziehend hätte sie das mit Sicherheit dazugeschrieben. Also was soll denn von den ganzen Sachen am Abend um ca 19 Uhr der Vater übernehmen, wenn mir mal davon ausgehen er arbeitet in Vollzeit. Da kommt er heim will die Kinder noch herzen und was essen und ist auch geschafft. (Und dass es der eine Dienst am Geschirrspüler ausräumen ausmacht glaube ich auch nicht.) Das meiste bleibt doch an dem der am Nachmittag zu Hause ist hängen. Ob das gut ist, ein anderes Thema. Aber was ich mache und was mir hilft. Denn ich bin normalerweise, wenn ich alles alleine schaffen will auch in so einem Hamsterrad und dann ändere ich folgendes. Papa bringt abwechselnd die Kinder am Abend ins Bett. Er kocht am Wochenende mind. einmal. Kauft alleine am Wochenende ein. Ich komme mal zu spät nach Hause und die Kinder kommen nicht in Ihren Sport. Wäsche optimieren (gleiche Sockenfarbe gleiche Sockenmarke = keine Socken zusammenlegen. Alles in den Trockner.) Hemden weggeben. Außerdem habe ich einen Top Kalender im Smartphone in dem wirklich alle Termine stehen. Mein Mann bekommt Termine geschickt, an denen ich nicht da bin. Ich koche unter der Woche selten, es gibt Brot mit geschnippelter Rohkost. Ich lasse mir die Lebensmittel liefern, bzw. dass wirst du nicht haben ich spanne die Großeltern ein. Brot holen, Bettwäsche waschen. (für dich, Brot einfrieren, Toast zuhause haben, Wäsche außer Haus) Und wer lästert bekommt von mir zu hören „dann mach es doch selber! schön wenn´s dir so Spaß macht!“ (meine Mutter liebt übrigens einen perfekten Haushalt und freut sich riesig, wenn ich ihr Bettwäsche bringe). Und bildet euch doch nicht so viel drauf ein was ihr alles schafft oder schaffen müsst (ich arbeite mehr, ich bin finanziell ein Desaster, ich bin völlig verweist, mein Mann ist nur unterwegs, ich habe ein Haus, mein Garten ist aber größer, mehr Kinder, mir fehlt der rechte Arm). Dann darf nie über so ein Thema gesprochen werden. Ich wünsche dir alles Gute!

Maike — So, 10/15/2017 - 08:04

Auch ich frage mich- bist Du alleinerziehend? Leider scheinen viele Mütter ab Geburt eines Kindes zu denken, sie seien allein für Kind und Kegel verantwortlich. Dass es Emanzipationsbestrebungen im letzten Jahrhundert gab, scheint vollkommen vergessen. Wenn Mütter in den Kommentaren schreiben: “mein Mann ist beruflich stark eingebunden“, dann möchte ich sagen, dass haben die braven Hausmütterchen aus den 1950ger Jahren auch gesagt!! Wer den Partner von den Familienpflichten entbindet und das alte Rollenbild lebt, ist abends “allein erschöpft“.

Gast — So, 10/15/2017 - 18:22

Abgesehen davon ist "mein mann ist beruflich stark eingebunden" noch immer meilenweit von alleinerziehend und "alles lastet nur auf meinen schultern" entfernt! das ist oft eine ansage die nur unverständnis wiederspiegelt...das ist keinesfalls eine vergleichbare situation!!

JuliaAusGE — So, 10/15/2017 - 18:14

Also wenn man die ganzen dramatischen Beschreibungen/Umschreibungen weg lässt klingt das Ganze halb so schlimm. 19std pro Woche arbeiten was auch zuhause möglich ist und in gleitzeit ist wohl ein Traum für viele.. Einmal pro Woche hat man noch Zeit um abends Yoga zu unterrichten also ist man wohl nicht ganz allein. Auch die Schwiegereltern nehmen die Kinder wohl mal. Die Haushaltshilfe kommt nicht jeden tag aber zwischendurch mal? Sorry aber ich finde es etwas dramatisch beschrieben und wenns wirklich so schlimm ist dann muss man halt mal einen Gang zurück schalten..

Gast — So, 10/15/2017 - 18:14

.... aber wie man allein den job von sonst 2 familien erledigt is jedem wurscht. Schaffs od geh unter. Und das bitte leise. Das kenn ich...nur ohne haus und garten, ohne schwiegereltern od sonst groß familie, ohne haushaltshilfe, mit vollzeitjob und alleinerziehend (ohne alimente)... eine ständige rennerei, ein ständiger druck, ausfallen geht nicht...und kaum wer hat verständnis. Wenn man die tatsachen mal anspricht gilt es oft noch als jammern od ausrede... daher ertragen es die meisten stumm bis zum umfallen...

Steffie — So, 10/15/2017 - 20:04

Liebe Lulu, die ersten Absätze waren grandios... Da dachte ich wirklich, boah, die Frau lebt hier und jetzt in meiner Familie... Ich häkele inzwischen exzessiv, um auf der Couch nicht einzuschlafen... Und ja, manchmal ist 07.30 schon die Zeit, wo man völlig fertig ist, weil die lieben Kinderchen sich nicht planmäßig verhalten... Aber dafür sind es eben Kinder und keine dressierten Äffchen! Ein Kommentar zu diesem Artikel fragte nach deiner familiären Situation und da würde ich auch nachhaken wollen. Was macht dein Partner? Wo ist er, wenn du völlig fertig nachts noch die Spülmaschine einräumst? Später im Artikel fing ich an zu grübeln, ich habe Kinder, die deinen vom Alter her sehr ähnlich sind, habe reintheoretisch einen Vertrag über 26,00h, mache faktisch aber zwischen 10-15 Überstunden, um das Geforderte zu schaffen (als Doktorandin ist das leider normal). Es geht mir hier jedoch nicht darum, wer als Mutter mehr arbeitet oder leistet... Jeder hat sein Päckchen und damit ist gut. Jede Mutter ist genervt von Trainingszeiten und Turnieren und bemüht Kinder, Küche und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Was mich wirklich aber stört, ist der Schluss deines Artikels, das Ducken, wenn es ums Kuchen backen geht... Da wurde ich ehrlich gesagt richtig sauer... Ich habe zwei Ehrenämter, indenen ich immer wieder darauf angewiesen bin, dass sich andere in Listen eintragen, helfen, Kuchen backen, etc. Und diese Listen bleiben immer wieder leer... Und warum? Weil angeblich niemand mehr Zeit hat... Keine Zeit, um den Verein des eigenen Kinfes zu unterstützen? Sorry, einen Blechkuchen mache ich neben Wäschebergen und Haushalt.. Es ist ein Kuchen und nicht die Bitte innerhalb 24h eine dreistöckige Hochzeitstorte zu kreieren... Sorry, aber das musste jetzt raus...

Nathalie — So, 10/15/2017 - 21:45

Hallo Lulu, Ich kann Deinen Text sehr gut nachvollziehen, es geht mir ähnlich. Allerdings habe ich einen 30 Std Job im Schichtdienst -auch manchmal am Wochenende-, einen Minijob mit 8 Std pro Woche und mache nebenbei noch Ausbildung. Meine Tochter geht in die 2. Klasse und wir sind alleine, ohne einen Vater, der sich gelegentlich kümmert. Einen Hund haben wir auch noch. Meine Eltern springen in den Zeiten außerhalb von Schule und OGS ein und ich habe einen Hundesitter. Hier bleibt oft einiges liegen und ich muss echt jonglieren mit unterschiedlichen Arbeitszeiten und anderen Terminen. Ich sehne das Ende meiner Ausbildungszeit herbei und werde mir von dem, was ich danach mehr verdiene definitiv eine Putzfrau leisten und meinen Minijob an den Nagel hängen. Auf einen 19 Stunden Job werde ich wohl leider nie kommen, aber: ich habe bis jetzt sehr viel geschafft und ich bin stolz auf meine Tochter. Ich würde nie im Leben mit einer Frau tauschen wollen, die unzufrieden in ihrer Ehe ist und dafür aber nur wenig bis gar nicht arbeiten muss. Ich genieße meine Freiheit und Unabhängigkeit und ich muss niemandem Rechenschaft ablegen für das, was ich tue oder eben nicht, außer mir selbst. In den letzten Jahre habe ich sehr viel Stärke gewonnen und ich bin sehr viel glücklicher als in den ersten 1,5 Jahren im Leben meiner Tochter, die ich noch mit ihrem Vater zusammen war. Also Ihr alles stemmenden Mütter da draußen, wenn es nicht mehr geht, haltet Euch vor Augen, was Ihr bis jetzt alles geschafft habt, das soll mal jemand nachmachen!!! Liebe Grüße Nathalie

ich — So, 10/15/2017 - 22:38

Ich oute mich einfach mal. Ich habe keine Kinder. (oh mein Gott!!) Wir sind also nur ein zwei Personen Haushalt ohne Haushaltshilfe. Aber ich verstehe Dich trotzdem. Das ist der Hammer was Du da ableistest! Aber, wenn ich das als Nicht-Mutter und "Nur Beobachterin" sagen darf. Es wird besser. Ich bin ein paar Jahre älter als Du und habe Freunde, die in genau der gleichen Situation stecken. Und ich konnte das schon über eine halbe Generation beobachten. Die Situation wird entspannter, je selbstständiger die Kinder werden. Die Problem verlagern sich etwas und werden mentaler und physisch abnehmender. Selbst ich habe Schwierigkeiten alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe nur eine 32-Stunden Woche, studiere berufsbegleitend noch auf meinen Master und habe einen Mann, der einem Kind fast ebenbürtig ist. Der Haushalt, die Planung und Organisation lasten aufgrund des Jobs meines Mannes allein auf meinen Schultern und das macht mit schon fertig. Klopf Dir mal auf die Schulter. Du machst alles richtig und gut, nur an Deinen Freiräumen gilt es noch zu arbeiten ;-)

Lulu — So, 10/15/2017 - 23:30

Meine Lieben, ich bin wirklich begeistert über so viele Kommentare mit Euren Meinungen und Erfahrungen, Euren Tipps und Eurem Zuspruch! Das zeigt mehr als genug, dass es ein THEMA ist, und nicht nur MEIN Thema. Und: wir haben alle unsere eigene Geschichte, bringen eigene Voraussetzungen mit, haben den Alltag unter verschiedenen Rahmenbedingungen zu meistern, weil wir INDIVIDUELL sind. Deswegen ist es mir auch nicht wichtig, ob es da jemanden gibt, der mich vielleicht belächelt wegen meinem Pensum - weil es schließlich andere gibt, die sind viel schlimmer dran. Oder können das Doppelte leisten und versprühen immer noch überschüssige Energie. Und es ist auch nicht schlimm, wenn jemand schon mit der Hälfte meines Pensums an sein Limit gerät. Das ist eben individuell, weil WIR individuell sind. Und trotzdem treffen wir uns am gleichen Punkt wieder... nämlich dass wir den Alltag als Familie, den Alltag mit Kindern häufig als ziemlich durchgetaktet und stressig empfinden. Das scheint - leider - normal zu sein. In zunehmendem Maße führt das dazu, dass unsere eigene Gesundheit deswegen in Mitleidenschaft gezogen wird: die modernen Stresserkrankungen... und das wiederum - denke ich - kann NICHT normal sein. Was also tun? Gäbe es eine Pille dagegen, würden wir sie einwerfen. Gäbe es ein Geheimrezept mit einer ausgefeilten Zutatenliste - wir würden es ausprobieren. Aber weg mit dem Konjunktiv, so etwas gibt es nicht. Der Weg zu einem anderen Alltagsempfinden ist genauso individuell wie wir es sind. Ich kann Euch einige Beispiele nennen, was ICH aus Euren Kommentaren für MEINEN Weg mitnehmen werde: ich werde öfter mal Faulenzernachmittage einlegen, ich werde mal "Meal prepping" googlen, ich habe mir schon eine Haushaltshilfe gesucht die nun wöchentlich statt alle 2 Wochen kommt, und: ich war gestern tatsächlich mal einen ganzen Tag mit einer lieben Freundin in der Sauna! Das war toll! Eine Sache möchte ich noch loswerden, da meine Geschichte offenbar zu spekulativer Verwirrung hinsichtlich des männlichen Parts in meiner Familie geführt hat: ich habe einen sehr lieben Mann an meiner Seite, der einen sehr fordernden Job hat und der ebenso wie ich oft müde und erschöpft ist. Und ja, er unterstützt mich, manchmal mehr, manchmal weniger. Unterm Strich würde ich sagen wir sind da noch nicht perfekt organisiert, aber wir wollen gemeinsam dran arbeiten :-) Meine Lieben, noch mal Danke fürs fleißige Kommentieren, ich gehe jetzt schlafen, gute Nacht!

Tina — Mo, 10/16/2017 - 23:59

Ernsthaft, liebe Damen, wie wäre es denn mal damit, den Herrn Vater seinen Teil der Kindererziehung machen zu lassen? Der Beitrag liest sich, als ob Du alleinerziehend wärest, was ich bezweifle. Das selbe kenne ich von meiner Schwester, deren Mann genauso viel Arbeitstunden wie sie hat, aber zuhause keinen Finger hebt. Und sie lässt ihn damit durchkommen, dankt ihm überschwänglich wenn er mal "die Kinder hütet." SEINE eigenen Kinder! Liebe Frauen, seid doch so gut und hört auf Euch zu beschweren wenn Ihr selbst Schuld seid - meine Freundin und Ihr Mann teilen sich Haushalt, Arbeit und Kindererziehung 50/50 und das klappt super. Warum? Weil sie es sich nicht gefallen lässt, dass er so tut als ob Haus- und Kind grundlos nur Frauenarbeit wäre! Da sind dann halt beide zusammen morgens dabei, das Obst zu schnibbeln, abends bringt jeder je eines der Kinder ins Bett, Putzaufageben werden geteilt, Termine gemeinsam geplant und besprochen, etc. SO sollte das sein, dann gäbe es auch weniger Mamas, die fertig sind. Solange Männern suggeriert wird, dass sie Helden sind wenn sie mal die Spülmaschine einräumen, solange Frauen die Opferrolle spielen und den Haushalt trotz Arbeit komplett alleine schmeißen, solange sie glauben, Männer sind für die Kindererziehung nicht zuständig, solange werden wir Artikel wie diese lesen. Lasst Eure Männer mit dem Scheiss nicht durchkommen!!!

Anne — Do, 10/19/2017 - 14:28

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Christine — Do, 05/10/2018 - 09:27

Ich kenne auch so viele Frauen, die alles alleine machen und sich freuen, wenn der Mann mal mit den Kindern oder dem Haushalt "hilft". Ich kann es echt nicht mehr hören. Genausowenig wie die anerkennenden Worte anderer Mütter, wenn mein Mann allein unter Müttern mal nachmittags im Kindergarten beim Elterncafe ist. Natürlich werden dann noch die Worte hinterhergeschoben: "Also mein Mann könnte sich das in seiner Position nicht leisten..." Ja mei, können und wollen wird da oft verwechselt, sage ich dann immer. Bloß weil der Papa am Tag 2-3 Stunden länger arbeitet als die Mama kann es doch rein logisch nicht sein, dass die Mütter neben den Nachmittagen, die sie mit den Kindern verbringen (auch DAS ist bisweilen anstrengend...), abends und nachts den Haushalt schmeißen, während der Herr Gemahl seine Freizeit (und das ist dann WIRKLICH freie Zeit) genießt.

tine — Fr, 03/02/2018 - 20:14

Mir geht es auch oft so. Und auch wenn es ganz gut klappt und ich mental mal weniger Dinge jonglieren muss, sind 3 Wochen so irre schnell vorbei, dass ich mich oft frage: Ist es das wert? Mir macht die Arbeit Spaß und auch die Termine mit den Kids beim Sport, Singen, Spielen.... Aber alles zusammen lässt die Zeit rasen. Genieße ich noch? Vor allem die Zeit mit den Kids?

Katja — Sa, 03/03/2018 - 08:42

Hijab, das hört sich sehr sehr vertraut an und klingt für mich auch nach einem direkten Weg ins burn-out an. Sei da sehr achtsam. Mir hat tatsächlich ein MBSR-Kurs (achtsamkeitskurs)sehr geholfen, hat mich gerettet . Das kann ich nur jedem empfehlen. Im Grunde hat sich mein Pensum auch nicht geändert, aber ich gehe anders damit um, durch das Achtsamkeitstraining. Mittlerweile praktiziere ich das gemeinsam mit meinen Kindern. Die Kurse sind etwas teuer , werden aber auch in Volkshochschulen angeboten, wo sich der Preis direkt halbiert. Ich habe nicht viel Geld, aber das war es wert ! Das was ich sein lasse, ist immer nach mehr Optimierung zu suchen. Es ist so wie es ist und besser geht es nicht . Ich tue mein bestes und das ist völlig ausreichend! Sei stolz auf dich, was du alles schaffst und wie gut du es organisierst. Die Zeit einer Person so einzuteilen, das drei Menschen davon gut versorgt sind! Dafür darfst du dir jeden Tag auf die Schulter klopfen!

Julia — Do, 05/10/2018 - 00:57

Besuch doch mal meine Seite auf Facebook! Bin auch Alleinerziehende von zwei Söhnen, 8 und 5 Facebook.de/Zeitmanagement

Eva — Do, 05/10/2018 - 11:32

So geht es vielen Müttern. Ich bin und war 16 Jahre alleinerziehende, arbeitende Mutter von 4 Kids, 2 Katzen und Hund. Ohne Hilfe von Großeltern. Der tägliche Wahnsinn war oft nicht einfach zu bewältigen. Aber man muss auch Mal 5 gerade sein lassen, sich Auszeiten nehmen und wenn's nur der Kaffee und die Kinderbetreuungg am Samstag bei Ikea ist. Sie werden so schnell groß und nie habe ich mich besser gefühlt, wie damals, als warme Kinderärmchen um meinen Hals hingen und klebrige Küsschen meine Wangen streiften. Aufgaben an Kinder geben, straffe Organisation, gutes Mütternetzwerk, Ferienfreizeiten und Urlaube mit Kinderbetreuung nutzen, so kommt man recht gut durch die anstrengenden Jahre, bis die Kids selbständiger werden und man (fast) nicht mehr gebraucht wird. Genießt trotzdem diese stressige Zeit. Sie werden sooo schnell groß. Eine Mama (52) von m 30, 23, 16 und w 27

Lydia — So, 06/02/2019 - 22:31

Liebe Eva, dein Beispiel zeigt dass es geht, mit 4 Kindern Vollzeitberufstätig zu sein. Chapeau!!#!# Ich bin dieser wehleidiger Berichte von ach so gestressten Müttern Leid. Das liegt gar nicht an den Kindern, sondern solche Frauen wären auch dann gestresst wenn sie keine Kinder hätten und nicht arbeiten würden. Einfach durch die Fragen, die das Leben stellt: Rock oder Hose? Kartoffeln oder Reis? Rad oder Bus? Also Mütter, reisst euch mal ein bisschen zusammen, ehe ihr alle anderen mit solchen Berichten stresst (lesen und ignorieren, lesen und kommentieren oder nicht lesen)

Stephanie — Fr, 05/11/2018 - 01:46

Genau mein Bericht ;-) meine Kids sind Kindergarten und 1. Klasse, ich arbeite Vollzeit (kein „freier“ Freitag), frühstücke in der Früh nix (komme in der Früh auf dem Weg zur Arbeit an einem Bäcker vorbei) und ich habe eine Putzfrau, die alle zwei Wochen kommt. Riesen Pluspunkt ist mein Mann! Wäsche, Geschirrspüler (der ist dann oft leer) oder Kinderfahrdienst, da hilft er sehr! Liebe Grüße Stephanie

Helli — Fr, 07/13/2018 - 14:54

Hallo Lulu! Danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns anderen Müttern teilst! Meine Kollegin klagt auch ständig über eine unausgeräumte Spülmaschine. Und dann gibt es ja noch Hundert andere Dinge im Haushalt zu erledigen, bis man sich den erfreulichen Dingen des Alltages widmen kann. Meine Kollegin hat von einer Freundin berichtet, die jetzt seit 3 Jahren mehrere Haushaltshilfen engagiert hat, um mehr vom Leben zu genießen.

Helli — Fr, 07/13/2018 - 14:55

Hallo Lulu! Danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns anderen Müttern teilst! Meine Kollegin klagt auch ständig über eine unausgeräumte Spülmaschine. Und dann gibt es ja noch Hundert andere Dinge im Haushalt zu erledigen, bis man sich den erfreulichen Dingen des Alltages widmen kann. Meine Kollegin hat von einer Freundin berichtet, die jetzt seit 3 Jahren mehrere <a href='http://www.aktivhomeservice.de/leistungen/' > Haushaltshilfen</a> engagiert hat, um mehr vom Leben zu genießen.

Alex — Di, 07/17/2018 - 12:23

Hallo liebe Mütter! Eine halbe Stunde zur Vorbereitung alleine, das klingt paradiesisch! Meine Schwester klagt auch immer über den Stress, den eine berufstätige Mama hat. Deshalb überlegt sie jetzt, sich eine Haushaltshilfe einzustellen. So kann sie ihre Zeit optimieren und kann sich auch mehr um ihre Kinder kümmern. Eine Kollegin hat ihr diese Seite empfohlen: https://www.vorarlberger-hausservice.at/de/jobs/ Mal sehen, ob sie sich letztendlich dafür entscheidet.

Ada — Mi, 05/29/2019 - 22:37

Haushaltshilfe??? geht's noch??? wenn jemand Stress macht mal eine Waschmaschine zu machen oder in den Supermarkt zu gehen dann hilft auch eine Haushaltshilfe nichts. Denn der Stress kommt von der Einstellung her

Catherine — Sa, 05/04/2019 - 15:10

Mein Freund und ich waren mehr als ein Jahr zusammen und wir sind noch jung. Wir hatten immer Streit und Streit, und deshalb hat er mich betrogen, aber wir kamen wieder zusammen, weil ich ihm eine weitere Chance gebe. Nach unserem einjährigen Jubiläum hat er sich von mir getrennt und gesagt: "Wenn wir zusammen sind, würden wir mehr Stress machen und wir sollten es beenden", nachdem ich so bedürftig und verzweifelt war und er mich weiter weggedrückt hat, aber ich weiß, was wir tun Bevor unsere Beziehung großartig war, hatte er mich wirklich geliebt und mir alles gegeben. Aber bevor wir uns verabredeten, wusste ich, dass er der Playboy-Typ war, um mit jemandem zu sprechen und zu versuchen, mit irgendjemandem reinzukommen, und ich kann es irgendwie sehen, aber jetzt sagt er, dass er nicht weiterkommt auch in der Zukunft. Ich liebe ihn so sehr, dann bin ich auf ihn gestoßen (greatmutaba @ g mail. c om) er hilft mir, einen Liebeszauber zu wirken, der meinen Freund zurückgebracht hat. Heute leben wir glücklich zusammen, wenn Sie seine Hilfe benötigen, fügen Sie ihn auf WhatsApp +234 hinzu 805 468 1416

Tanja — So, 05/19/2019 - 20:02

irgendwie kommt es mir so vor, als verlieren Leute, sobald sie Kinder haben, ihren Verstand. Was kann daran so schwer sein zb das Essen zu machen, das eben gerade da ist? Dieses "mal eben schnell" ist der selbstgemachte Stress. Selbst dran Schuld, ihr Eltern

Dobry — Mi, 10/23/2019 - 14:00

Waoh, was für ein toller Mann ich getroffen habe. Dr. Great Mutaba, du bist ein Gott, der zu mir geschickt wurde, weil ich nie gelehrt habe, meinen Geliebten wieder zurück zu haben, bis er mir die wahren Kräfte des Bannes gezeigt hat, indem er mir meinen Geliebten innerhalb von 24 Stunden zurückbrachte, du bist ein großartiger Mann, den ich dir gebe Ehre, denn du hast mich wieder eine glückliche Frau gemacht, alle da, ich möchte, dass du weißt, dass dieser große Mann namens Dr. Great Mutaba ein Mann Gottes ist, der gesandt wird, um unsere Ehen und Beziehungen zu retten. Wenn jemand Beziehungshilfe braucht, rate ich Ihnen, sich mit Dr. Great Mutaba in Verbindung zu setzen, weil er getestet und vertraut ist. Ich glaube nicht, dass es irgendjemand anderen wie Dr. Great Mutaba gibt, weil seine Kräfte einfach zu aktiv sind, um die Beziehung zu retten. So können meine Brüder und Schwestern Sie mit Dr. Great Mutaba kontaktieren: greatmutaba@yahoo.com

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