Produkttests

06/08/2018 - 17:30

Anzeige

Was macht eigentlich mein Körper, wenn ich genau hinschaue? Der AVA Zyklustracker im Test

Ihr Lieben, wisst ihr, was wirklich spannend ist? Mal zu erfahren, wie viel Schlaf man selbst so pro Nacht kriegt. Vielleicht bin ich, die ich damals drei Kinder in zwei Jahren bekam, auch etwas empfänglicher für das Thema, weil ich lange einfach viel zu wenig Schlaf bekam… aber ich denke, für viele Frauen kann es spannend sein, einmal zu erfahren, ob sie durchschnittlich fünf oder eher acht Stunden Schlaf pro Nacht brauchen, um sich wohl zu fühlen.

Einen Monat lang habe ich nun das Ava Armband getestet, das mir jeden Morgen in einer App auf dem Handy mitteilte, wie viele Stunden Schlaf ich bekommen habe. Ich habe erfahren, dass meine Atmung unruhiger ist, wenn ich zu spät und vielleicht auch zu aufgewühlt ins Bett kam. Ich fand das eine hochspannende Erfahrung. Eigentlich ist das Armband aber viel mehr als ein einfacher Schlafstundenzähler.

Ava - Zyklus-Tracker, Fruchtbarkeits-Tracker, Schwangerschafts-Tracker

Das Ava Armband kann als Zyklus-Tracker, als Fruchtbarkeits-Tracker und als Schwangerschafts-Tracker genutzt werden. Ich habe mir zur Einrichtung der App denn auch tatsächlich die Mühe gemacht, alle letzten Zyklen einzutragen, denn auf dieser Basis kann die App deine körperlichen Eigenheiten recht genau berechnen. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber ich habe das nie so genau verfolgt – und war dann doch überrascht, dass sich mein Rhythmus in den letzten Monaten doch erheblich verändert hat.

Wie funktioniert der Zyklustracker Ava?

Ruhepulsfrequenz, Hauttemperatur, Atemfrequenz, HRV (Herzfrequenzvariabilität) und Schlaf – das alles und noch mehr zeichnet das Ava-Armband auf. Über seine Sensoren misst es auf der Haut die entscheidenden Parameter, um die Zyklusphasen in der Ava App anzeigen zu können. Der Algorithmus ist in der Lage, die in der Nacht gesammelten Daten auszuwerten und am Morgen in der App darzustellen. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Die Gründer haben sich für die Entwicklung übrigens von unterschiedlichsten Institutionen unterstützen lassen, die klinischen Studien werden mit dem Universitätsspital Zürich vorgenommen. Nicht zuletzt wegen dieser guten Basis wurden die Macher des Armbandes dieses Jahr mit dem Preis „Best Swiss Start-Up“ und dem „Swiss MedTech Award“ ausgezeichnet.

Der Ava Zyklustracker im Praxistest

Im Alltag habe ich es mit der Nutzung des Armbandes wie folgt gemacht. Ich habe es mir immer abends angezogen, wenn ich ins Bett gegangen bin. Das mag sich am Anfang noch ungewohnt anfühlen – spätestens in der zweiten Nacht hatte ich mich aber daran gewöhnt. Morgens habe ich das Armband dann ausgezogen und ans Ladekabel gesteckt.

Dann habe ich mein Handy eingeschaltet, Bluetooth aktiviert und die Ava App aufgerufen. Schnell wird dort dann ein Balken sichtbar, der zeigt, dass die Daten gelesen werden. Die Überraschung war dann immer groß, wenn ich sah, wie viel (oder wenig!) Schlaf ich hatte – und wie die anderen Daten darauf reagieren.

Auch konnte ich perfekt nachvollziehen, warum nach sechs Stunden Schlaf mal gerädert und mal wirklich fit war – das sah ich an den Tiefschlaf- und Leichtschlafphasen, die ebenfalls angezeigt werden. Dass die App mich jeden Morgen mit einem „Maximale Fruchtbarkeit“ oder „Geringe Furchtbarkeit“ begrüßte fand ich ehrlich gesagt lustig ;-) So starte ich sonst eher selten in den Tag… Das Großartige: Ava erkennt mit einer Genauigkeit von 89 Prozent nachweislich 5,3 fruchtbare Tage pro Zyklus und das alles in Echtzeit.

Alles in allem kann ich aber sagen: Ich habe echt viel über mich gelernt!

Für wen eignet sich das Ava Armband?

Das Armband eignet sich für Frauen, deren Zyklus relativ regelmäßig stattfindet – also alle 24 bis 35 Tage. Frauen mit Endometriose können es ebenfalls benutzen, allerdings nur dann, wenn die Verwachsungen nicht so stark sind, dass kein Eisprung mehr stattfindet. Auch stillende Frauen können das Armband benutzen, sobald ihr Zyklus wieder eingesetzt hat.

Welche Kosten kommen beim Ava Armband auf mich zu?

Das Ava Armband kostet in der Anschaffung einmalig 249,- Euro. Mit dem Rabattcode „stadtlandmama20“ erhaltet ihr es hier aber ganze 20 (!) Euro günstiger! Die zugehörige App ist gratis – und auch die Newsletter zu den Themen Schlaf, Atemfrequenz und den anderen Größen, die gemessen werden, gehören dazu und sind sehr hilfreich, um die einzelnen Daten besser bewerten zu können.

Da wir selbst so fasziniert waren und aber vieles nicht gleich verstanden haben, durften wir der Ava Country Managerin DACH, Vicky Kummer, noch einige wichtige Fragen stellen:

Was wir uns in unserem Testmonat am häufigsten gefragt haben, war: Woher „weiß“ mein Armband eigentlich, dass ich schlafe?

Kummer: Schlaf basiert momentan auf dem Parameter Bewegung. Ava misst Bewegungen mit Hilfe eines Beschleunigungsmessers. Dadurch kann Ava zwischen Leicht- und Tiefschlaf- bzw. REM-Phasen unterscheiden. Während des Tiefschlafs kommt der Körper zur Ruhe und bewegt sich sehr wenig. Während des REM- oder Normalschlafs bewegt sich der Körper vermehrt. Das heisst aber auch, dass das Schlafen im selben Bett wie der Partner oder zusammen mit Kindern einen Einfluss auf die Schlafdetektion von Ava haben können.

Wenn sich bei mir Parameter ändern, mein Zyklus also vielleicht nicht mehr alle 28 Tage stattfindet, sondern regelmäßig früher kommt, passt sich das System dann an und berechnet meinen nächsten Zyklus aufgrund der neuen Daten?

Kummer: Ja. Das ist, was Ava von anderen Methoden oder den klassischen Zyklusapps unterscheidet. Ava basiert nicht nur auf einer Methode (z.B. nur Kalendermethode oder nur Temperaturmethode), sondern wertet mit der neuesten Sensortechnologie mehrere, entscheidende Parameter aus, um in Echtzeit Informationen über den Zyklus zu vermitteln. Nutzerinnen können Ava ein bisschen unterstützen, indem sie stets die Periode korrekt eintragen. Also wenn die Periode früher kommt, als von Ava prognostiziert, sollte diese entsprechend manuell eingetragen werden. Bereits wenn nur eine Periode mal früher kommt und dies so in der App von der Nutzerin vermerkt wird, führt Ava diese Information mit den physiologischen Parametern zusammen und berücksichtigt diese Korrektur so für den nächsten Zyklus.

Wichtig ist aber, dass Ava nur für Zyklen von 24 bis 35 Tagen getestet wurde. Sofern der Zyklus regelmässig kürzer oder länger als dieser Zeitraum ist, könnten Avas Messungen nicht genau sein.

Wenn ich durch das Armband plötzlich so genau über meine sehr fruchtbaren und eher weniger fruchtbaren Tage Bescheid weiß – eignet sich das Armband auch als Verhütungsmethode? Und falls nicht: Für was eignet es sich vorrangig?  

Kummer: Ava eignet sich zum Zyklustracking, zum Fruchtbarkeitstracking und zum Schwangerschaftstracking. Das Zyklustracking ist vor allem für jüngere Frauen interessant, die ihren Zyklus und ihren Körper überhaupt erst mal verstehen wollen. Das Fruchtbarkeitstracking hilft Frauen, die versuchen, schwanger zu werden. Wenn dies geklappt hat, kann die Nutzerin in der App in den Schwangerschaftsmodus wechseln und erhält dort hilfreiche Infos über ihren eigenen Körper, aber auch über die Entwicklung des Babies.

Ava ist derzeit noch nicht zur Empfängnisverhütung geeignet, wir wollen diese Funktion in Zukunft aber gerne anbieten. Jedoch konzentrieren wir uns im Moment darauf, Frauen zu helfen, schwanger zu werden. Darum berechnet unser Algorithmus ausschliesslich die fruchtbarsten Tage im Zyklus. Bei einem Verhütungsprodukt würden wir jedoch gerne die Tage berechnen können, an denen es eher unwahrscheinlich (aber dennoch möglich) ist, schwanger zu werden.

Ich selbst habe einmal auf einem Wochenendtrip mein Armband vergessen, so gingen bei mir für die Berechnung zwei Nächte verloren. Ist das schlimm oder gar kein Problem?

Kummer: Ava kommt mit bis zu drei fehlenden Nächten pro Zyklus klar und liefert verlässliche Informationen. Allerdings sollten diese drei Nächte nicht am Stück fehlen, nicht im fruchtbaren Fenster und wenn möglich nicht in der Lutealphase (in der zweiten Zyklushälfte).

Zuletzt interessiert uns noch: Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Kunden? Sind durch Ava tatsächlich schon Babys entstanden?

Kummer: Wir bekommen sehr viele positive Rückmeldungen von unseren Nutzerinnen. Viele haben sehr lange versucht, ein Kind zu bekommen. Viele waren kurz davor, die Hoffnung aufzugeben, bevor sie auf Ava gestossen sind und nach nur wenigen Zyklen schwanger wurden – um zwei Beispiele zu nennen: Eine Nutzerin hat 38 Zyklen lang versucht, schwanger zu werden und hatte dann mit Ava im fünften Zyklus bereits Erfolg. Eine weitere Nutzerin hat es sogar 70 Zyklen lang probiert und wurde mit Ava im vierten Zyklus schwanger. Frauen, die Ava nur zum Zyklustracking nutzen, berichten uns, dass sie endlich einen Überblick über ihren Zyklus erhalten und verstehen, woher z.B. bestimmte körperliche Schmerzen herrühren oder wie Stimmungsschwankungen zu deuten sind.

Insgesamt sind seit unserer Markteinführung im Juli 2016 weltweit bereits 10.000 Frauen mit Ava schwanger geworden. Aktuell feiern wir gerade einen weiteren Meilenstein, denn inzwischen zählen wir 1000 Ava-Babies. Weltweit kommen ausserdem täglich rund 25 neue Schwangerschaften hinzu.

Tags: Zyklus, Periode, Tage, Verhütung, Tracking, Stillen, Eltern, Kinder, Schwangerschaft, Familienplanung

Das könnte dich auch interessieren...

Neuen Kommentar schreiben