Stadtleben

31/10/2015 - 07:00

Stadt-Mama Katharina

Wir basteln einen Traumfänger (auch als Bastel-Idiot machbar!)

Ihr Lieben, ich habe einige verborgene Talente in mir. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass ich mit acht oder neun Jahren zweite bayerische Meisterin im Seifenkistenrennen war? Außerdem habe ich tatsächlich eine abgeschlossene Damenschneider-Lehre. Ich kann wirklich leckeres Gulasch kochen und habe ein ziemlich gutes Gedächtnis, was Namen und Gesichter angeht.

ABER: Ich es gibt auch einige Dinge, ich nich gar nicht kann. Backen zum Beispiel. Grausam. Obwohl ich mich an die Rezepte halte, geht der Teig nie schön auf oder er lässt sich erst gar nicht ausrollen. Und ich kann ÜBERHAUPT nicht malen. Genau wie basteln. Ich bin eine VOLL NULL. Kleben, falten, verzieren – all das sieht so aus, als hätte ich nur ein Auge und einen Arm. Das tut mir wirklich leid – vor allem, seid ich Mutter bin und ich NIE mit tollen Bastelideen bei meinen Kindern punkten kann. Warum ich das erzähle? Weil ich neulich über meinen Schatten gesprungen bin und gebastelt habe. Und das kam so:

Zwei Nächte hintereinander stand meine Große plötzlich an unserem Bett. Sie hätte schlecht geträumt, schlotterte sie und brauchte eine extra Portion Liebe, um die bösen Träume zu verscheuchen. Ich weiß, wie furchtbar schlimme Träume sind und wollte ihr helfen. Kurzerhand sagte ich am Morgen zu ihr, dass wir einen Traumfänger basteln würden, der sie vor schlimmen Träumen beschützt. Wie mein kleines Mädchen strahlte. Da hatte ich mir aber was eingebrockt – ich und basteln.... Aber na gut. Ich wollte es versuchen! Ich zog also los und besorgte:

  • Pappteller
  • Aufkleber
  • Krepp-Papier
  • Geschenkeband

Zu Hause beklebten und bemalten wir zuerst den Pappteller. Stifte hat ja jeder zu Hause und mit ein paar tollen Aufklebern wird´s noch schöner.Dann knüllten wir das Krepp-Papier zu kleinen Kugeln und klebten sie mit Tesa an die Geschenkbänder. Die fädelte ich durch ein Loch durch den Teller und klebte sie auf der Rückseite mit Tesa fest. TATAAAAA: Fertig ist der Traumfänger. 

Jajaja, ich weiß, es gibt sicher DIY-Queens unter Euch, die jetzt lachen, weil es doch ziemlich unprofessionell aussieht – aber was soll´s! Meine Tochter strahlte, ich auch, weil ich mich wahnsinnig kreativ fühlte.

Und die Moral der Geschichte: Manchmal muss man einfach machen. Das Ergebnis ist dabei gar nicht so wichtig, sondern eigentlich nur, dass man es macht. Vorallem, wenn man es aus Liebe zu jemand anderem tut.... Amen :-)

Tags: Basteln, Traumfänger, DIY, selbstgemacht, verzieren

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