Teen-Time: Wenn Mama plötzlich nicht mehr so kann, wie sie will

Mama

Ihr Lieben, erstmal vielen Dank für all eure Nachrichten über Instagram zu meinem Bandscheibenvorfall. Wer uns nicht auf Insta folgt: Anfang August habe ich eine richtig blöde Bewegung gemacht und sofort gemerkt, dass da was richtig Dummes passiert ist. Es waren Schmerzen, durch die ich wirklich Sternchen gesehen habe und auch die anwesenden Kinder haben sofort gemerkt: Mama geht´s richtig schlecht.

Vier Wochen lang habe ich mich selbst therapiert, ohne eine genaue Diagnose zu haben: Osteopathie, Dehnungsübungen, Wärme, Bewegung, Schmerzmittel. Stoßwellen, Chiropraktik – alles ohne nennenswerte Verbesserung. Google und KI haben mir irgendwann ziemlich deutlich gesagt, was ich habe und dass ich ein MRT machen lassen sollte (das Bild oben ist ein Selfie aus dem Aufzug zum MRT).

Das Ergebnis war dann ein Bandscheibenvorfall L5/S1 – also Bandscheibenvorfall mit Nervenreizung, was die heftigen Schmerzen im Bein erklärte.

Als ich das auf Insta erzählt habe, war ich so überrascht, wie viele von euch ebenfalls betroffen waren oder sind und wie viele von euch seit Monaten oder gar Jahren mit diesen Schmerzen leben. Wie viel Kraft es bedeutet, den Familienalltag aufrecht zu erhalten, wenn man ständig Schmerzen hat, kann ich nun gut nachvollziehen…

Wenn Mama eigentlich immer fit ist

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber meine Kinder kennen mich eigentlich nur fit. Klar, ich hab manchmal dolle Kopfweh oder Bauchweh, sie haben mich auch schon heulen sehen, aber dass ich gewisse Dinge nicht mehr machen konnte – das gab´s bisher eigentlich nicht.

Und plötzlich muss dein Teenie jeden Wäschekorb und jeden Einkauf tragen, dein Sohn muss dir die Socken anziehen, weil du es vor Schmerzen nicht mehr schaffst. Deine Tochter holt dir Wärmeplaster aus der Drogerie, weil die ein bisschen Linderung verschaffen. Die Großen sagen: „Leg mal die Beine hoch, ich deck Tisch“, weil sie merken, dass grad alles zu viel ist.

Und irgendwie bringt uns diese Phase nochmal anders zusammen. Für kleine Kinder müssen wir Eltern irgendwie unverwundbar sein. Wir sind deren Sicherheit, der Anker, das Netz. Aber größere Kinder springen auch schon mal ein: Sie können sehen, dass Mama oder Papa auch mal am Ende sind, dass sie Hilfe brauchen, dass sie verletzlich sind. Und wir dürfen dann auch Hilfe von ihnen annehmen.

Ich kann nur sagen, wie froh ich gerade bin, kein Baby mehr zu haben, sondern schon (etwas) größere Kinder. Wie schön ist es, zu merken, dass sie mitfühlen und helfen. Schon auch, weil ich sie aktiv darum bitte, aber auch, weil sie helfen wollen.

Wie ist das bei euch? Gab es auch schon Momente oder Phasen, in denen ihr sehr verletzlich wart? In denen ihr nicht „funktioniert“ habt? Und wie sind eure Kinder damit umgegangen?

e903364d7b0f4e1cae74a80269cc6e4c


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert