Ihr Lieben, neulich fragte mich Lisa: „Wie ist das eigentlich bei deinen vier Kindern? Gibt’s da Teams? Also die zwei Großen und die zwei Kleinen oder eher die Mädels und die Jungs?“ Was für eine spannende Frage – auf die ich gar keine spontane Antwort hatte.
Nochmal zur Info: Meine Tochter ist 15, mein Sohn 12, meine Tochter 9 und der kleine Sohn 3 – wir haben also immer abwechselnd ein Mädchen und einen Jungen, die drei Großen sind jeweils 3 Jahre auseinander, dann folgt der Kleinste mit über 6 Jahren Abstand.
Es gab Zeiten, da konnten Kind 1 und 2 nicht aneinander vorbei gehen, ohne den anderen zu ärgern. Die fanden sich so richtig blöd, da flogen Türen, da wurde gekniffen, gepetzt und ich war oft am Rande des Nervenzusammenbruchs. Einzeln waren die beiden immer hinreißend, in Kombi wars nur nervig. Nr 3 war damals noch ziemlich klein und spielte für die Großen kaum eine Rolle.
In Pandemie-Zeiten wuchsen Nr. 2 und Nr. 3 richtig zusammen. Sie bauten stundenlang Lego. der Sohn brachte seiner Schwester alles über Star Wars bei, sie verstanden sich wirklich prächtig und waren füreinander die wichtigsten Spielpartner in diese schweren Zeit.
Heute – und das ist echt eine große Freude nach vielen vielen Tränen und Verzweiflungsmomenten über den Geschwisterstreit, kann ich echt sagen, dass die vier Kinder alle prima miteinander aus kommen. Klar, manchmal nervt der eine den anderen und dann gibt’s auch mal Streit, aber in unserem zweiwöchigen Sommerurlaub hat man mal wieder gesehen, wie gut die vier zusammen funktionieren.
Katharinas Kinder – wer kann gut mit wem?
Kind 1 und 2 sind die Teenager im Haus, da geht die Schwester mit dem kleinen Bruder zu DM, um über Pickel-Patches aufzuklären. Sie beraten sich in Sachen Mode, hören ähnliche Musik, schauen Serien zusammen. Die Große zieht sich zwar auch oft alleine zurück, aber oft sitzen die beiden abends noch zusammen, spielen ne Runde Karten oder quatschen. Die beiden finden den anderen mittlerweile ganz cool, der Sohn ist stolz auf seine hübsche, große Schwester und die Freundinnen der Großen finden den Bruder irgendwie auch niedlich.
Kind 2 und 3 sind jetzt jahrelang auf der gleichen Schule gewesen, sind zusammen mit dem Bus hin und her und haben so natürlich immer viel Zeit zusammen verbracht. Sie kennen die gleichen Leute, die gleichen Lehrer, haben aber komplett unterschiedliche Interessen (außer Karten spielen, das mache beide sehr gerne und dann auch oft zusammen). In diese Konstellation gibt es noch am öftesten Zoff, aber der Große hat auch einen sehr dollen Beschützerinstinkt seiner Schwester gegenüber und hat sich schon diverse Male auf dem Schulhof für sie stark gemacht.
Kind 3 und 4 kabbeln sich und lieben sich. Die Größere baut mit viel Geduld Höhlen für den Kleinen, leiht im Dinge aus (die sie nie wieder sieht) und spielt viel mit ihm auf dem Spielplatz. Sie ist das Kind, das es am Liebstem mag, wenn immer alle zusammen sind und sie ist auch recht harmoniebedürftig.
Kind 1 und 3 – die Mädels also – mögen sich auch echt gerne, haben im Urlaub ein Zimmer geteilt und unternehmen auch öfter was zusammen. Tatsächlich nimmt die Große die Schwester oft mit, worüber die Kleine sich natürlich immer sehr freut.
Kind 2 und 4 – die Jungs also – spielen nachmittags zusammen Fußball im Garten und „kämpfen“ miteinander. Die beiden machen viel „Jungs-Sachen“ miteinander, toben, rennen, fahren Roller, gehen aufs Trampolin.
Kind 1 und 4 sind sich sehr nah. Ich sage oft, sie ist die geduldigere Mutter. Wenn ich mal mit dem Kleinen schimpfe oder etwas nicht erlaube, zieht der schmollend zu seiner großen Schwester ab und lässt sich trösten. Sie bringt ihn auch öfter abends ins Bett und ist für ihn definitiv eine sehr wichtige Vertrauensperson.
Ich selbst habe ja auch drei Geschwister. Während wir uns heute alle sehr nah sind, hab es in der Kindheit schon die klare Unterteilung zwischen den zwei Großen und den drei Kleinen. Ich finde es total schön, dass es bei meinen Kids nicht so ist. Jeder hat in irgendeinem Geschwister einen Anker oder einen Kumpel, mal matchen die zwei mehr, mal die anderen – aber es gibt keine Teams oder feste Konstellationen.
Und jetzt bin ich gespannt: Wie ist das bei euch? Gibt es da feste Buddies? Verstehe sich welche besonders gut oder gar nicht? Erzählt doch mal…

