Teen-Time zum Thema Taschengeld: Wer zahlt wann was?

Taschengeld

Foto: Pixabay

Ihr Lieben, heute geht es mal um meine (angehenden) Teenager, meine beiden Großen sind ja 12 und 15 Jahre alt. Und es geht um das liebe Geld – also ums Taschengeld.

Unsere drei Schulkinder haben ab der ersten Klasse Taschengeld bekommen, laut den Kindern natürlich immer viiieeeeeellll weniger als alle anderen. Weil wir gemerkt haben, dass wir zu oft vergessen, das Taschengeld wöchentlich auszuzahlen, sind wir irgendwann dazu übergegangen, es am Anfang des Monats für den kompletten Monat zu geben. Was zu sehr unterschiedlichem Verhalten führte: Während ein Kind sehr sparsam mit dem Taschengeld umgeht, ist eins am Dritten des Monats immer pleite…

Wenn die Kinder kleiner sind, ist es relativ klar, für was diese ihr Geld ausgeben: Süßigkeiten, mal ein besonderer Stift, Krimskrams – absolut überschaubar und klar im „Taschengeld-Bereich“.

Bei Teenies finde ich das gar nicht mehr so easy, klar einzuteilen, was vom Taschengeld bezahlt werden soll und was nicht. Muss das teurere spezielle Shampoo selbst bezahlt werden, wenn das Shampoo für die kleineren Geschwister von Mama bezahlt wird?

Was wird vom Taschengeld bezahlt?

Wer zahlt den Kino-Besuch mit der Freundin, wenn Mama sonst natürlich bezahlt, wenn sie mit dabei ist? Sind Schmink-Sachen Taschengeld-Sache? Wie häufig wird ein Friseur-Besuch bezahlt?

Warum zahlen die Eltern zwei Paar Fußballschuhe für den Sohn, aber die zweiten Paar Freizeit-Sneakers für die Tochter sind doch eher Taschengeld-Sache? Wie viel H&M-Trägertops sind in der „Grundausstattung“, die die Eltern bezahlen und was ist dann doch eins zu viel?

Bis zu welchem Alter zahlen die Eltern für die Geburtstagsgeschenke der Freund*innen? Ist der Bagel am Nachmittag Taschengeld-Luxus oder ein grundlegendes Muss, weil das Kind natürlich was essen muss (aber es könnte sich ja auch von zu Hause was mitnehmen). Und weil hier grad ein Roller-Führerschein angedacht ist: Wieviel zahlen Eltern, was zahlt der Teenie?

Klar könnte man sagen: Alles, was der Teenager wirklich braucht, übernehmen die Eltern, alles andere der Teenie selbst. Aber was „braucht“ man wirklich? Das ist definitiv Definitionssache und führt hier auch zu Diskussionen. Braucht eine 16-Jährige einen Mascara mehr oder weniger als der Teenie-Bruder ein Stylinggel für die Haare?

Daher die Frage: Wie macht ihr das zu Hause? Was fällt für euch eindeutig in den „Taschengeld-Bereich“ und was zahlt ihr selbstverständlich? Ich bin gespannt, was ihr erzählt.

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6 comments

  1. 3 Söhne, Taschengeld wurde ab der 1.Klasse monatlich gezahlt, erst bar, später aufs Girokonto. Alle Kosten für Schulzeug und -Aktivitäten, Geschenke für Geburtstage, Klamotten im für uns normalen Preisrahmen, Drogerieartikel (bei unseren Jungs auch nicht so wild), Essen(auch außer Haus, wenn mal ein Döner nach dem Training gegessen wurde) zahlen oder haben wir gezahlt. Beim Füherschein zahlen wir allen den Pflichtteil. Die Fahrstunden über dem Minimum oder ggf Kosten für das Wiederholen von Prüfungen zahlen die selber von ihrem Sparbuchgeld, das sich seit Geburt durch Kommuniongeldgeschenke etc. angespart hat. Gehen wir gemeinsam ins Kino, zum Fußball, ins Restaurant, ein Eis essen, im gemeinsamen Urlaub zahlen wir Eltern. Alle anderen Freizeitaktivitäten, Partyeintritt, Tanken des Autos, Auswärtsfahrten des Lieblingsvereins zahlen sie selber und gehen dafür nebenbei arbeiten (Sonntagszeitung austragen, dann Gartenarbeit bei Bekannten oder den Großeltern für einen Obulus, Bäckerei, Supermarkt, Arbeit in einem Lager einer Handwerksfirma, Botendienst in einer Apotheke….). Besondere Klamotten oder Sneaker, die Fußball Dauerkarte, neue Handys sind ggf. auch Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke. Friseur zahlen wir einmal im Monat. Der zweite Schnitt im Monat wurde von uns Eltern als „Luxus“ dem Taschengeld zugerechnet;-). Fahrradreparaturen zahlen auch wir Eltern, da ggf. Geldmangel nicht zu fehlender Sicherheit führen soll, da das Rad hier Alltagsfortbewegungsmittel ist.
    Und dann wird natürlich auch immer situativ entschieden…. zwei Kinder wollten zum Beispiel auch ab der Oberstufe einen festen größeren Betrag und dann für alle Anziehsachen etc. selber verantwortlich sein….hat auch weitestgehend funktioniert.

  2. Bei uns fließt das Taschengeld der Teenies auf ihre Konten. Und dort bleibt es auch, bis sie das Geld für Luxusanschaffungen (Handtasche, besondere Sneaker…) ausgeben. Im Alltag zahlen wir großzügig alles, so als würden sie kein Taschengeld bekommen. Über Bagel oder Maskara ( DM Marke) diskutiere ich nicht, das wäre mir zu nervig, auch das nachzuhalten und gegen den Bedarf der Geschwister aufzurechnen. Sie bekommen was sie brauchen und möchten, es sei denn es fällt in den Bereich Luxus – und da gilt unsere Eltern Definition.

  3. 3 Kinder, Taschengeld ab Klasse 1 monatlich entsprechend den Empfehlungen der Jugendämter, was die Höhe angeht. Bis zum 14. Geburtstag, ab dann ist Zeitung austragen usw. möglich. Ab dann haben alle Kinder ihr Taschengeld selber verdient und sind damit von Anfang an sparsam umgegangen. Geld, für das man erst arbeiten musste, ist anders, als Geld das einfach so zur Verfügung steht. Wir bezahlen Schulsachen, Klamotten und Schuhe (außer es wird was deutlich teureres gewünscht – dann wird die Differenz selbst bezahlt), Bad- und Schminkartikel (Standart – Extrawünsche zahlt jeder selber), Ausflüge der Schule und Vereine. Fortgehen mit Freunden, Kino und Co wird selbst bezahlt.

  4. Unsere Tochter ist noch etwas jünger, aber wir kommen langsam in den Bereich. Wir haben das mit dem Taschengeld wöchentlich auch öfters vergessen und nach dem Besuch der etwas älteren Cousine im letzten Jahr kam auch der Wunsch nach einer Bezahlkarte auf. Somit hat sie nun seit einigen Monaten ein Girokonto und das Taschengeld geht wöchtentlich per Dauerauftrag ein. Bisher haben wir keine klaren Regeln, was sie selbst bezahlt und was nicht. Aber ich entscheide eben, ob ich das gewünschte als sinnvoll oder notwendig erachte oder eben nicht. Oder wir verhandeln, dass wir uns die Kosten teilen. Das habe ich allerdings auch schon gemacht als sie noch deutlich kleiner war.

    Ich habe früher selber mit dem Eintritt in die weiterführende Schule 50 DM am Monatsanfang bekommen. Davon musste ich meine Schulsachen (Hefte, Stifte, Patronen etc.) bezahlen und ansonsten auch mal ein T-Shirt, das ich unbedingt haben wollte o.ä. Generell war ich eher sparsam und bin sehr gut damit ausgekommen, aber als mein Füller kaputt war und ich am Anfang des Monats gleich 25 Mark für einen neuen ausgeben musste, das tat schon weh.

    1. Hier ähnlich, Taschengeld seit der 1. Klasse, Grundausstattung Kleidung und Schuhe, sowie Shampoo etc. u. Hygieneartikel oder mal ein Eis/Döner bei Nachmittagsunterricht zahle ich. Bei z.B. einem zweiten Paar Turnschuhe wird zu- oder selbst bezahlt. Sie können sich mit Gartenarbeit o.ä. etwas zu verdienen. Meine Tochter (11 J.) hat schon einen kleinen Nebenjob (Lesen üben mit einem ukrainischen Mädchen). Grundsätzlich klappt das Teilfinanzieren situativ sehr gut. Meine Mädchen kennen das und bieten es bei besonderen Sachen und Wünschen auch an. Gelder zum Geburtstag etc. habe ich in einem Konto angelegt, davon werden sie später den Führerschein teilfinanzieren können. Der Rest muss später mit einem Nebenjob reinkommen. Auch für größere Wünsche die nicht über Geburtstag oder Weihnachten finanziert werden (können). Mehr könnte ich als Alleinerziehende aber auch gar nicht finanzieren. Finde es aber auch grundsätzlich ok, so bekommt Geld einen Wert für Kinder.

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