Drei Jahre später: Update von Sylvia, der 3 fachen Zwillingsmama

Ihr Lieben, vor fast drei Jahren haben wir Sylvia interviewt, die dreifache Zwillingsmama ist. Viele von Euch haben sich gefragt, wie es der Familie in den letzten drei Jahren ergangen ist – daher haben wir Sylvia um ein Update gebeten. Los geht´s: 

Liebe Sylvia, unser letztes Interview ist fast drei Jahre her, Dein jüngstes Zwillingspaar ist nun fast sechs Jahre alt. Die Jüngsten kamen als Frühchen zur Welt und vor drei Jahren gab es einige gesundheitliche Probleme. Wie geht es den beiden heute?

Den beiden Jungs geht es prima, auch wenn sie durch den Sauerstoffmangel unter der Geburt eine Behinderung haben. Einer von ihnen hat eine bilaterale Bein-Spastik beidseitig, der zweite Zwilling ist entwicklungsverzögert mit Wahrnehmungsstörung und einer Sprachverzögerung. Unser Alltag ist mit vielen Therapien und Arztbesuchen gefüllt, aber wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Jungs. Ab nächstem Jahr werden beide eine Schule für körperbehinderte Kinder besuchen. Leider bringt ein Besuch einer solchen Schule jede Menge Bürokratie und Papierkram mit sich – das steht jetzt in den nächsten Wochen an. 

Deine Mittleren sind jetzt 16 – wie waren die letzten drei Jahre mit Teenager-Zwillingen? 

Wie es eben mit Kindern in dem Alter ist – schön, aber auch anstrengend. Der Junge besucht die 10. Klasse des Gymnasiums, das Mädchen die 9. Klasse Realschule. Beide sind im Alltag eine große Hilfe für mich, weil sie oft mit anpacken. 

Und dann gibt es ja noch die beiden Großen – sie sind jetzt 22 und erwachsen. Wohnen sie noch zu Hause und was machen sie beruflich?

Beide Großen wohnen in eigenen Wohnungen. Der männliche Zwilling, bzw. der junge Mann hat einen guten Job im Handwerk und sammelt wertvolle berufliche Lebenserfahrungen. 

Das Mädchen bzw. die junge Frau ist noch in der Ausbildung. Wenn sie es zeitlich schafft, kommt sie oft zum Babysitten oder begleitet mich zu Arztbesuchen mit den kleinen Zwillingen. Ich bin sehr sehr dankbar, dass meine vier Großen mich so toll unterstützen. 

In unserem letzten Interview hat uns deine positive Lebenseinstellung begeistert – es schien, als könnte dich nichts umwerfen. Gab es denn in den letzten drei Jahren mal eine Situation, in der Du an Deine Grenzen gekommen bist?

Ich glaube, dass das Leben jeden Menschen immer wieder vor Herausforderungen stellt. Ich glaube auch, dass man wirklich sehr viel schaffen kann, wenn man es nur will. Also versuche ich immer positiv zu bleiben und nie zu resignieren. Jammern bringt meiner Meinung nach gar nicht, außerdem gibt es viele Menschen, die ein viel härteres Schicksal haben. Ich versuche jeden Tag zu genießen und dankbar für das zu sein, was ich habe. 

Jetzt sind die Kinder alle etwas größer – merkst Du, dass es wieder mehr Raum für Dich und Eure Ehe gibt? 

Wie jede Mutter muss ich mir Zeit für mich alleine erkämpfen. Ich bin ja sehr viel ehrenamtlich tätig, leite eine Elterninitiative für behinderte Kinder und deren Eltern. Außerdem arbeite ich seit einem Jahr wieder halbtags, ebenfalls in diesem Bereich. Ich liebe meine Arbeit, ich finde, es muss sich noch sehr viel ändern in Deutschland für Menschen mit Behinderung. 

Mein Mann ist selbstständig und wenig zu Hause. Daher ist gemeinsame Zeit besonders kostbar, Urlaube oder ein Restaurantbesuch ohne Kinder genießen wir total. Den Alltag in der Familie schmeiße ich nach wie vor alleine. 

Wenn Du eine Sache in Eurem Alltag optimieren könntest, was wäre das gerade?

Da fällt mir echt nichts ein. Immer wenn ich finde, dass irgendwas nicht so toll läuft, versuche ich es gleich zu ändern. 

Was würdest Du Dir selbst als frischgebackene Zwillingsmutter zurufen mit Deiner Erfahrung von heute?

Zwillinge sind toll. Hab keine Angst, dass Du es nicht schaffst. Man wächst mit seinen Aufgaben! 

—-Hier nochmal das erste Interview mit Sylvia

 

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