Because i´m happy

happy

Hallo Ihr Lieben, guckt mal, was ich gestern Abend noch aufgeschrieben habe…

 

Heute war kein besonderer Tag. Es war nicht überraschend warm, ich habe keine Blumen per Fleurop bekommen, wir haben keinen Ausflug gemacht und es gab abends nur Salamibrote. Eigentlich ist sogar einiges schief gelaufen. Der Junior hat plötzlich eine Schnupfennase und nachdem sich meine Tochter so auf den Tanzunterricht gefreut hatte, standen wir vor einer verschlossenen Turnhalle. „Tanzen fällt heute aus. Die Lehrerin ist krank“, stand auf dem Zettel an der Tür. Und trotzdem  war heute ein besonders schöner Tag, der so herrlich vor sich hinplätscherte, ohne Dramen, ohne Tränen, ohne Schimpfen am Abend, ohne „Ich-kann-nicht-mehr“- Gedanken. Mehr noch: Während meine Dreijährige und ich die Salamibrote futterten, bekamen wir einen Lachkrampf. Wir stellten uns vor, wie wir morgen im Wald nach Kröten suchen, eine mit nach Hause in die Badewanne nehmen. Wir alberten herum, während mein Sohn friedlich auf der Krabbeldecke spielte. Und plötzlich, ganz plötzlich, überkam mich ein tiefes Glücksgefühl. Kein Oberflächliches, sondern eins, das direkt im Herzen entsteht und sich durch den ganzen Körper schlängelt. „Was hab ich für ein Glück“, dachte ich und gucke meine beiden Mäuse an. Zwei gesunde, lustige, fröhliche Kinder. Ja, natürlich, mit Seiten, die mich zur Weisglut bringen können. Aber 98 Prozent der Zeit sind die beiden einfach ein Segen. Sie haben mir so viel beigebracht über mich, das Leben, die Gelassenheit. Darüber, dass ich nicht alles planen kann. Dass manche Dinge, die immer so wichtig schienen, plötzlich unwichtig werden.  

Ich hatte immer eine genaue Vorstellung davon, wie ich als Mutter sein wollte. Und wie meine Kinder sein sollten. Vieles ist ganz anders gelaufen, als ich es wollte. Und was soll ich sagen? Ich glaube, ich schlage mich trotzdem gut. Nicht perfekt, aber ganz gut. Ich bin keine Mutter, die sich nonstop aufopfert. Ich gebe mein Bestes. Und hoffe, dass das reicht. Und wenn ich Fehler mache, hoffe ich, dass sie mir verziehen werden.

„Mama, haben wir nicht großes Glück“, fragte meine Tochter, als wir mit der Rolltreppe nach unten fuhren und genau in dem Moment die Ubahn kam. Sie hat so Recht. Es sind die manchmal die ganz kleinen Dinge, die einen Tag schön machen. 

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8 comments

  1. Zum Glück gibt es solche
    Zum Glück gibt es solche Momente, die sich immer wieder ganz still und heimlich in den Alltag einschleichen. Und ganz ehrlich, darum machen wir das doch alles um am Ende glücklich zu sein. Schön geschrieben!

    Ganz liebe Grüße
    Nina
    http://ninaitwanina.blogspot.co.at/

  2. Liebe Katharina
    Liebe Katharina
    Ich lese den Blog hier schon seit längerem und seit langem hat mich kein Beitrag wie deiner so berührt. So ehrlich, authentisch & einfach so wahr. Schön, dass du bei Stadt/Landmama bist!

  3. von Kindern lernen
    Ja, du hast vollkommen Recht. Man sollte das Augenmerk wohl mal öfters auf die kleinen Dinge legen und auch zu schätzen wissen. Da sind uns die Kinder einiges Vorraus.. Sie nehmen es wie es ist und vorallem nehmen sie es an 🙂

  4. Danke…

    .. Ihr Lieben für das Lob. 

    @Katharina: Das ist eine Tanzgruppe dür Kinder ab 3 Jahren in einem Sportverein. Ohne Drill, einfach Spaß, Musik, Bewegung. Meine Große liebt es!

  5. Hallo katharina!das hast du
    Hallo katharina!das hast du sehr schön beschrieben.ich habe drei kleine Kinder im altersabstand von 1,5jahren.und obwohl es immer stressig ist überwiegen diese glücksmomente die du so schön beschreibst.weiter so!ich lese euren blog sehr gerne.lg katharina
    Was macht deine Tochter denn für tanzen?ich bin auch auf der suche nach etwas wie Ballett oder tanzen für meine Tochter.sie wird im Dezember vier.

  6. Wie schön! Und wie recht du
    Wie schön! Und wie recht du hast. Gut, dass es solche Tage gibt. Danke fürs Aufschreiben.

  7. Sehr schön gesagt…
    …hast du das Katharina!Genau so sollte es sein. Ich schaue gerade meinem 5 Monate alten Sohn zu wie er wild umher strampelt und da passt dein Blogeintrag wie die Faust aufs Auge.
    Mach weiter so, bisher habe ich jeden deiner Einträge gerne gelesen!