07/04/2013 - 11:25

Land-Mama Lisa

Ein (fast!) normaler Tag im Leben der Lisa H.

Ach Caro, gestern mal wieder einer der verdammten Tage, die so nicht planbar und die für Nicht-Eltern mit Sicherheit auch undenkbar sind. Eigentlich wollte ich Dir heute auf Deinen Barbietext antworten, aber mein Kopf fühlt sich noch so taub an von der Verantwortung, die gerade mal wieder deutlicher als sonst über uns herein bricht. Wir schreiben den vorletzten Tag der Osterferien.

Beim Frühstück beschließen wir spontan, uns für zwei Stunden ins Auto zu setzen und nochmal ein Wochenende bei der Verwnadtschaft zu verbringen. Geburtstagsfeier der Schwägerin, Kuchen, quatschen, Kinderreigen. Der eine Sohn ist verdächtig ruhig auf er Reise, während die anderen beiden hysterisch quietschen, gackern, Haare reißen, heulen, kratzen, singen, schreien. Als wir ankommen müssen wir erstmal kurz durchatmen, ein Süppchen inhalieren, dann verabschieden wir uns in den Mittagsschlaf, die Kinder bei Oma. Der ruhige von ihnen hat mittlerweile Fieber. Die quietschende Tochter dreht noch einen Zahn auf, knallt Türen, rennt, und hustet wie ein Schornstein, der die besten Tage bereits hinter sich hat. Als grad der erste Traum anklopft, werde ich geweckt von der Quietschtochter und ihrem noch gesunden Bruder. Ich schimpfe ein bisschen: Jetzt FAHR mal einen Gang runter, da knallts auch schon, das Fangenspiel ist jäh beendet, der Bruder hängt mit dem Kopf in der offenen Türklinke - Notaufnahme.

Der Kopf blutet, wir rasen in die Klinik statt zum netten Geburtstagskaffee und erst am Empfang fällt mir auf, dass meine Hose noch offen steht, vom Mittagschlaf. Der Sohn ist tapfer, die zwei Zentimeter Platzwunde werden geklebt und dann kommen wir mit einer Stunde Verspätung doch noch zu unserem Kaffeeklatsch. Der Adrenalinspiegel sinkt wieder, wir werden ruhig und erschöpft und um den Tag dann noch unstressig beenden zu können, erlauben wir am Abend noch ein bisschen Glotze.

Wir sind zu schwach, um zu verhindern, dass sie die volksmusikalische Hitparade in der ARD schauen. Wir hören nur noch die Frage, ob das eine Karnevalsveranstaltung sei, da werden die Lider schwer von der Verantwortung, die an solchen Tagen klarer zu sehen ist, als an anderen, und schon schließen sich unsere Augen und die der Kinder auch. Wir wachen nur noch einmal kurz auf, um Fiebersaft nachzureichen. Am nächsten Morgen beginnt ein neuer Tag...

Tags: Eltern, Kinder, Platzwunde

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Kommentare

toner cartridge — Mi, 05/08/2013 - 08:23

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