Wie werde ich eine „gute Schwiegermutter“? Teen Time Jugendkolumne zur Liebe unserer Kids

Gute Schwiegermutter

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Ihr Lieben, wir haben euch auf Instagram gefragt, welche Themen ihr euch wünschen würdet für die nächsten Kolumnen. Ein Wunsch von euch war die Frage: Wie werde ich eine gute Schwiegermutter?

Gemeint war vermutlich nicht die wirkliche Hochzeit des eigenen Kindes, sondern wie wir uns verhalten können, wenn unser Sohn oder unsere Tochter zum ersten Mal den Partner oder die Partnerin mit nach Hause bringt. Beziehungsweise: Wie können wir ab dann auch weiter in eine gute Verbindung kommen, die für alle Beteiligten nicht unangenehm wird.

Die Frage ist natürlich groß. So groß wie: Wie werde ich ein guter Mensch? Wie finde ich Freunde? Wie finde ich die Partnerschaft fürs Leben? Es geht bei all diesen Fragen in der Antwort um Menschlichkeit. Bleibt menschlich, wenn ihr die neue Liebe eures Kindes kennenlernt!

Zeigt euch freundlich und zugewandt, dabei aber möglichst nicht zu neugierig. Lasst euch keine Gedichte aufsagen und fragt am besten nichts als Erstes danach, was die Eltern denn so von Beruf machen 😉 Macht am besten auch nicht den ganz großen Aufriss, sondern tut einfach so, als wäre alles total normal.

„Gute Schwiegermutter“? Die erste Begegnung

Wie begegnet ihr denn anderen Freunden eurer Kinder? Gebt ihr ihnen die Hand zur Begrüßung? Stellt ihr euch vor? Lasst ihr euch siezen oder duzen? Brasselt ihr vielleicht auch einfach weiter rum und sagt: „Hey, schön, dass ihr da seid, ihr könnt euch einfach Essen oder ein kaltes Getränk aus dem Kühlschrank holen, fühlt euch wie zu Hause?!“

Bietet ihr an, die beiden später irgendwohin zu bringen? Sprecht ihr mit eurem eigenen Kind normal weiter? Zeigt ihr euch doch lieber offen und sympathisch als skeptisch und kritisch hinterfragend, so ein merkwürdiger Check-Blick von oben nach unten fühlt sich einfach unangenehm an.

Erse Liebe
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Für den allerbesten Tipp halte ich, mal selbst in die Vergangenheit zu schauen: Bei welchen Reaktionen von Freundes-Eltern habt ihr euch selbst wohlgefühlt? Und bei welchen nicht? Das gibt auf jeden Fall eine tolle Orientierung! Fragt im Zweifel auch eure Kinder, ob ihr irgendwas anders machen sollt als sonst. Oder so sein sollt, wie immer.

Und dann dürft ihr einfach offen sein, was euch angeboten wird und dürft natürlich auch selbst Angebote machen. Wenn demnächst ein Restaurantbesuch mit der Familie ansteht, könnt ihr ja gut und gern auch eurem Kind sagen, dass es die Partnerperson fragen darf, ob sie mitwill. Das sind tolle Gelegenheiten, um mal ins Gespräch zu kommen.

Abtasten und annähern: Nix falsch machen wollen

Seid aber gewarnt: Viele Liebschaften begegnen den Eltern der aktuellen Lieblingsperson mit echt krassem Respekt. Wie oft höre ich von Eltern, die sagen, dass die neue Liebe des Kindes überhaupt kein Wort mit ihnen spricht. Oder dass es Monate dauert. Reagiert da nicht genervt oder mit Druck, sondern bleibt dran.

Am Ende will niemand etwas falsch machen und manchmal ist Rückzug da einfach der sicherste Weg. Aber wenn ihr genauso offen bleibt, wie ihr es sonst seid, dann wird es irgendwann Klick machen, da bin ich ziemlich sicher.

Und wenn das Vertrauen dann erstmal da ist, dann könnt ihr euch zu Begrüßung und Abschied auch umarmen. Dann könnt ihr auch mal zusammen auf ne Shoppingrunde gehen oder gar gemeinsam in den Urlaub aufbrechen. Dann könnt ihr zu Geburtstagen sogar mal eine WhatsApp schreiben oder vor Prüfungen einen kleinen Glückgruß dalassen.

Große Lieben und Lebensabschnittsgefährten

Liebe
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Ganz ganz wichtig finde ich aber den Grundgedanken, dass vor allem unser Kind mit der Person glücklich werden muss. Dass wir nicht Druck ausüben, indem wir total begeistert einsteigen und sagen: Uiii, wenn ihr mal heiratet… und selbst enttäuschter seid als euer Kind, wenn dann mal Schluss ist. Der Gedanke an einen Lebensabschnittsgefährten kann hier sehr helfen.

Und dass wir aber wenn wir nicht ganz so begeistert sind, trotzdem Toleranz walten lassen und darauf vertrauen, dass unser Kind schon seine Gründe hat, warum es gerade jetzt mit genau dieser Person zusammen ist. Mischt euch da nicht zu sehr ein. Akzeptiert, was und für wen sich die Kids entscheiden, soweit es euch möglich und niemand in Gefahr ist. Bietet einfach wie immer euren Support vom Rande aus.

Oder was meint ihr? Welche Erfahrungen habt ihr da schon gemacht?

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