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08/10/2018 - 06:45

Stadt-Mama Katharina

Interview mit Simone: Keine Frau treibt ein Kind leichtfertig ab

Liebe Simone, Du hattest einen Schwangerschaftsabbruch - in welchen Lebensumständen warst du damals?

Ich hatte vor acht Jahren einen Abbruch, da war ich 29. Mein jetztiger Mann und ich waren etwa vier Jahre zusammen - er studierte noch, ich hatte meinen ersten Job im Handwerk. Geld gab es bei uns also immer zu wenig.

Wie hast Du Dich gefühlt, als Du von der Schwangerschaft erfahren hast?

Es war der totale Schock. Wir hatten kurz vorher zufällig darüber gesprochen, dass es kein guter Zeitpunkt wäre, um nun ein Kind zu bekommen. Kurz darauf war ich schwanger und emotional meilenweit davon entfernt, Mutter zu werden. 

War dir also schnell klar, dass Du das Kind nicht bekommen möchtest?

Eigentlich ja. Beim Frauenarzt habe ich sofort geweint, weil mir klar war, dass wir jetzt kein Kind wollen. Trotzdem hat die Frauenärztin mir sofort den Mutterpass ausgestellt - da könnten ja dann auch die nächsten Schwangerschaften eingetragen werden, meinte sie. Für mich war das ein Unding  - die ganze Sache ist auch ohne Mutterpass schon belastend genug...

Wem hast Du dich in dieser Zeit anvertraut? Und wie hat sich Dein Freund verhalten?

Mein Freund steckte damals mitten in den Prüfungen, er war wie vor den Kopf gestoßen. Wir haben uns dann nochmal beraten, uns dann aber gemeinsam für den Abbruch entschieden. Zum Glück habe ich eine tolle Familie, die mich sehr aufgefangen hat. Sie haben mich auch auf den Wegen zu Pro Familia begleitet. 

Wie hast Du dann den Tag des Abbruches erlebt?

Es fühlte sich so an, als sei das gar nicht ich, der das passiert. Es war so, als würde ich einer anderen Frau zuschauen. Die OP selbst war ganz kurz und die Mitarbeiter waren nett. Ich fühlte mich aber die ganze Zeit wie im Nebel. 

Und wie waren die Tage/Wochen danach?

Ich habe versucht, alles ganz tief in mir zu vergraben und das alles nicht so an mich ranzulassen - obwohl meine Entscheidung richtig für mich war. Der Abbruch wurde in der 7. SSW gemacht und natürlich habe ich in den Wochen danach ständig nachgerechnet, wie weit ich jetzt wäre. Ein paar Tage nach dem Abbruch bin ich wieder arbeiten gegangen und dachte, dass es mich ablenkt. Das hat aber nicht funktioniert. Ich bin zusammengebrochen und habe mir Hilfe bei Pro Familia geholt. Das war das Beste, was ich hätte machen können.

Ich bin dort an eine super tolle Sozialarbeiterin geraten, die mir wahnsinnig geholfen hat - noch heute denke ich viel an sie. Und ich habe Tagebuch geschrieben, schreiben hat mir geholfen. Ebenso wie der Austausch mit einer netten Autorin, die ein Buch über ihren Abbruch geschrieben hat. Ehrlich gesagt, ist mir die Zeit danach aber auch sehr schwammig in Erinnerung...

Du hast allerdings dann ein schlimmes Erlebnis mit einer Therapeutin gehabt.

Genau, nach der Pro Familia-Beratung habe ich mit noch eine Therapeutin gesucht. Die sagte sofort zu mir: "Ja, sie haben ihr Kind getötet." Ich kann nur sagen: Keine Frau macht leichtfertig einen Schwangerschaftsabbruch. Und keine Frau braucht dann solche Sprüche. Ich bin nie wieder zu der Therapeutin, sondern habe mit einem anderen Therapeuten alles aufgearbeitet. Ich kann nur jedem empfehlen, sich Hilfe zu holen. Niemand muss einen Abbruch alleine aufarbeiten. 

Bist Du wegen deiner Entscheidung noch anderswo negativ beurteilt worden?

Ja, einige Freunde, denen ich mich anvertraut haben, konnten mich nicht verstehen und sagten: "Wie kann man sowas nur machen." Und als ich nach dem Abbruch einen Arzt um eine Krankmeldung bat, sagte der: "Klar, sie bereuen das jetzt also. Und deshalb geht´s ihnen schlecht." 

Mit dem Wissen von heute - würdest Du dich heute wieder so entscheiden?

Puuh, schwere Frage. Vor einem Jahr habe ich nämlich ein Kind bekommen. Damals war es die richtige richtige Entscheidung, ich habe mich damals nicht als Mutter gesehen. Heute bin ich eine andere Frau - auch wegen des Abbruchs vor vielen Jahren. Mit dem Wissen von heute würde ich keinen Abbruch mehr machen - aber wie gesagt, damals war es eine andere Situation und ich stehe zu meiner Entscheidung. 

Wie geht es Dir heute?

Heute geht es mir gut. Der Abbruch gehört jetzt zu meinem Leben dazu. Es ist gut, dass so viel Zeit zwischen dem Abbruch und der Geburt meines Sohnes lag. So konnte ich alles in Ruhe verarbeiten, mir selbst vergeben. Denn durch unbedachte Äußerungen haben es viele Menschen geschafft, in mir ein Schuldgefühl zu erzeugen und das musste ich auch erstmal verarbeiten - obwohl ich mir sicher bin, dass ich damals eine für mich richtige Entscheidung getroffen habe. Aber die Sprüche der Leute, die brennen sich ein, die vergisst man nicht.

Glücklicherweise hat meine Beziehung den Abbruch auch überstanden - es war nicht leicht, aber heute sind wir eine glükliche Familie. 

 

 

 

Tags: Schwangerschaft, Liebe, Leben, Baby, Schwangerschaftsabbruch, Pro Familie, Abtreibung

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Kommentare

Elena Mustermann — Mo, 10/08/2018 - 09:01

Danke für Deinen persönlichen Beitrag und den Mut, diesen zu veröffentlichen, denn wahrscheinlich wirst Du auch hier negative Beiträge lesen. Frauen, die sich unbedingt ein Baby wünschen und keins bekommen können oder gerne eins adoptieren würden usw. Schon als ich den Anfang gelesen habe, "29, 4jährige Beziehung mit dem jetzigen Ehemann, wenig Geld" fragte ich mich einfach, was die Gründe für eine Abtreibung waren, warum passte es denn nicht hin. Nur wenig Geld ist doch kein Grund und es findet sich doch alles irgendwie. Bestes Alter würde ich sagen und lange Beziehung, ist doch alles top. Und frau wird doch auch nicht so einfach schwanger, ist mein zweiter Gedanke. Meinst Du echt, dass Dir andere Leute das schlechte Gewissen eingeredet haben? Wenn Du die Entscheidung super gefunden hättest, dann wäre Dir doch die Meinung anderer egal. Schön, dass Du jetzt gewollt Mutter geworden bist. Alles Gute Euch

Anonym — Mo, 10/08/2018 - 09:23

Ich musste zum Glück eine solche Entscheidung noch nicht treffen. Aber ich kann dich gut verstehen Und vor allem bin ich der Meinung, dass jede Frau das Recht hat, über sich selbst zu bestimmen. Alles Gute dir

Steffi — Mo, 10/08/2018 - 11:21

Man entscheidet halt nicht nur für sich selbst, sondern über ein ungeborenes Leben. Aber danke für den Bericht. Meiner Meinung nach sehr realistisch, dass man doch etwas länger und auch Unterstützung braucht, um eine Abtreibung zu verarbeiten. Bzgl. des Therapeuten ist die Wortwahl sicher etwas krass, aber durchaus fachlich nicht falsch. Zum Verarbeiten gehört es ungeschönt Gefühle zu beschreiben und zu benennen. Man muss durch die Gefühle durch und sie akzeptieren, um sie annehmen zu können. Hart, Aber wichtig.

Anne — Mo, 10/08/2018 - 11:37

Liebe Simone, Ein uneingeschränktes und bedingungsloses und klares Danke für diesen Bericht. Alles Gute!

Melanie — Mo, 10/08/2018 - 14:10

Liebe Simone, es tut mir sehr leid, wie alles gekommen ist und ich finde es wirklich schade, dass Du damals diese Entscheidung getroffen hast. Verständlich, dass Du geschockt warst, als Du erfahren hast, dass Ihr ungewollt schwanger geworden seid. Passt nicht rein ins Leben zu denken ist auch ok. Eine Schwangerschaft dauert 9 Monate. Meiner Meinung nach genug Zeit, um sich mit dem Gedanken anzufreunden, um Muttergefühle zu entwickeln, um zu überlegen, wie es beruflich weiter läuft, um Unterstützung zu suchen. Wirklich viel Zeit. Ich wage zu behaupten, dass fast jede Mama nach der Geburt sein Kind liebt. Das hat die Natur einfach gut hinbekommen. Schade, dass das Du Dich nicht getraut hast, Dich auf dieses Abenteuer einzulassen. Vielleicht hättest Du damals mit anderen Müttern sprechen sollen, Dir noch mehr Gedanken zu machen. Nun ist es leider zu spät. Ich freue mich, dass Du jetzt ein Kind hat und glücklich bist, aber das Gefühlskino " Was wäre wenn, wie alt wäre es jetzt, wie wäre mein Leben, wenn ich mich anders entschieden hätte" bleibt sicherlich das ganze Leben. Das sind Entscheidungen, die leider unwiederbringlich sind. Einfach traurig.

Katharina — Mo, 10/08/2018 - 15:47

Danke für diesen Bericht, Simone. Ziemlich genau heute vor einem Jahr saß ich mit meinem "Zellhaufen", wie Abtreibungsbefürworter ihn gerne nennen, bei einer Abtreibungsklinik. Das Geld für die Abtreibung kam zur Hälfte von meinem Freund, mit dem ich zu dem Zeitpunkt noch kein halbes Jahr zusammen war und zur anderen Hälfte von meinen Eltern. Ich war 18, gerade mein Abi sehr gut bestanden, war mit meinem Freund nicht lange zusammen, hatte keinen Cent in der Tasche, gerade seit zwei Wochen angefangen in einem Job zu arbeiten, der absolut Schwangerschaftsuntauglich war und wollte mein Studium beginnen. Ich war nun seit einer Woche krankgeschrieben, weil ich mich bis zu 40x am Tag übergab. Schon vorher war ich 6 Monate chronisch krank, habe selten das Bett verlassen und nahm viele Medikamente. Beim vorherigen Gespräch bei ProFamilia war ich 5x auf die Toilette zum übergeben mehr gekrochen als gegangen, weil mein Kreislauf so am Ende war. Ich hatte mir kein Leben aufgebaut, aber für mein Baby hätte ich alles hinschmeißen müssen, was ich mir gerade aufbauen wollte. Ich Mein Freund war in einem Leben etwa genauso weit wie ich. Es gab keine andere Option als Abtreibung. Die Frauenärztin musste vor der Abtreibung einmal per Ultraschall kontrollieren, ob da wirklich etwas ist zum Abtreiben. Sie drehte den Bildschirm extra von mir weg. Doch ich wollte mein Baby sehen in dem Moment. Ich fragte sie wie groß es sei (0,8cm, ich werde diese Zahl und den verwirrten Blick der Ärztin nie vergessen) , stand auf und sagte ihr, dass ich ihr das Geld für die Untersuchung zahlen würde, jedoch nicht mehr. Ich verließ die Praxis und sah sie nie wieder. Während ich diesen Text schreibe, liegt mein 5 Monate alter Sohn neben mir und schnullert wild im Schlaf. Neulich weckte mein -jetzt Mann- wir haben vor 2 Monaten geheiratet, tränenüberströmt und erzählte mir, dass er sich wie ein Monster fühlen würde. Und wie grausam es sei, dass die Chance bestände, dass unser geliebter Sohn nicht neben uns läge sondern tot sei. Er war total fertig und zitterte. Er möchte nicht mehr darüber reden, sagt, der Weg zu der Ärztin war das schlimmste, was er jemals in seinem Leben gemacht hat. Ich kann damit aber nicht abschließen. Vielleicht kann ihr mir deshalb auch nicht vorstellen, wie die Autorin damit abschließen konnte. Mein Sohn ist das beste was mir je passiert ist und ich bin überglücklich, wenn er großer Bruder wird und vorallem, dass ich mein Leben mit ihm verbringen kann. Ich will unser Leben nicht schönreden, ich musste 3 Tage nach seiner Geburt wieder für 40+ Stunden an die Uni, wir leben von deutlich weniger als dem Hartz-IV-Satz und mein Mann kann selten vor 23 Uhr vom Schreibtisch weg, meistens hat er es zu dem Zeitpunkt noch nicht geschafft etwas zu essen. Mein Sohn wird noch immer nachts stündlich wach. Unsere engeren Verwandten hatten teilweise sehr lange Funkstille zu uns, haben sehr verletzende Dinge gesagt. Aber ich habe irgendwo mal den schönen Spruch gelesen: Mein lieber Sohn, vielleicht haben wir uns zu früh kennengelernt, aber das heißt nur, dass wir länger Zeit miteinander haben werden. Wir haben auch das Leben vieler Menschen mit unserer (meiner?) Entscheidung sehr beeinflusst - aber ich kann heute sagen, definitv zum positiven. Unser Sohn ist wundervoll und ich würde ihn für kein Geld der Welt hergeben. Aber ich kann total verstehen wenn jemand sagt, dass er das nicht kann. Dann sollte man jedoch nicht sagen, dass das Geld nicht reicht. Denn an den Rahmenbedingungen von Simone lag die Abtreibung defintiv nicht, denn das sind welche, von denen viele Kinder nur träumen können. Simone, ich bin sehr froh, das ich nicht in deiner Situation bin, denn ich weiß heute, ich wäre an einer Abtreibung zerbrochen und hätte schon alleine aus Schuldgefühlen nie ein zweites Kind bekommen können. Ich wünsche dir alles, alles Gute und das du mit deinem zweiten Kind und deinem Mann dein Leben genießen kannst. Aber diese Rahmenbedingungen als Grund für eine Abtreibung darzustellen, finde ich aufgrund der Leserschaft, die sich evtl. mit genau diesen bewusst für ein Kind entscheidet, sehr traurig. Man muss/sollte sich nicht über eine Abtreibung rechtfertigen, aber meiner Meinung nach fehlt diesem Bericht der notwendige Hintergund.

Susanne — Mo, 10/08/2018 - 16:07

Das dann doch so viele "negative" Antworten kommen. Ich bin Mutter von 2 Kindern und habe 2mal abgetrieben. Ich bin 2mal ungeplant schwanger geworden und 2mal geplant. Und ich bin froh und dankbar, dass ich so entscheiden konnte, wie ich es getan habe.

Julia — Mo, 10/08/2018 - 23:58

Man kann auch ungeplant schwanger werden und sich trotzdem für das Kind bzw. das neue Leben entscheiden. Das Leben geht doch selten "nach Plan". Ich bin auch ein ungeplantes Kind (meine Mama war 21 und unverheiratet und mitten im Studium). Ich bin super froh, dass sie nicht einmal daran gedacht hatte, abzutreiben. Sie hat geheiratet, Studium beendet und eine tolle Tochter bekommen ;-)

Franzi — Mo, 10/08/2018 - 17:45

Wenn man denn andere Meinungen als "negafiv" bezeichnen möchte... Ich denke auch, dass es eine Errungenschaft ist, abtreiben zu können, natürlich. Aber dass dies nur die Frau allein betrifft ist nun auch nur die halbe Wahrheit. Es geht da schon noch um ein weiteres Leben. Und Abtreibung als Art verlängerte Verhütung zu sehen, naja... Beschönigen sollte man das Thema nun nicht.

Mimi — Mo, 10/08/2018 - 19:15

Ich sehe das etwas pragmatischer: es weiß doch überhaupt niemand, ob die Autorin heute ein gesundes glückliches Kind hättest, wenn sie keine Abtreibung gemacht hätte! Das Leben hält so viele Wendungen bereit... Ich habe selber eine Fehlgeburt in der 9. Woche erlebt und kenne einige Frauen, denen dasselbe in einer noch späteren Woche passiert ist (oder bei einer Freundin traurigerweise sogar erst im 8. Monat). Darüber hinaus gibt es Krankheiten und Behinderungen, die das Leben stark erschweren können. Von daher ist dieses ganze "was wäre wenn..." reine Spekulation und dient meistens eher dazu, sich selber fertig zu machen. Die beiden werden ihre Gründe gehabt haben, und sie haben ihre Entscheidung getroffen. Niemand hat das Recht, sie dafür zu verurteilen. Wir können froh sein, das wir heutzutage solche Entscheidungsmöglichkeiten haben. Noch vor wenigen Jahrzehnten sah das ganz anders aus, und möchte nicht wissen, wie viele Kinder ihr Leben lang darunter zu leiden hatten, nicht erwünscht zu sein bzw in Familien mit existenziellen Sorgen hineingeboren zu sein.

Clara — Mo, 10/08/2018 - 20:44

Das sehe ich ganz genauso.

alex — Mo, 10/08/2018 - 22:05

was dabei immer völlig vergessen wird sind die Kinder . Meine Mutter konnte nicht abtreiben weil es damals extrem schwierig war das überhaupt zu bewerkstelligen (1969 ) war das noch illegal und sie hätte auch gar nicht gewusst an wen sie sich wenden soll. Aber ich habe ihr das Leben versaut und sie hat es mich spüren lassen . Und ich habe davon Narben davon getragen , Narben die nie weggehen nie verheilen . Klar habe ich mir ein gutes Leben aufgebaut ich habe zwei tolle Kinder die ich alleine großgezogen habe weil ich es lange nicht geschafft habe eine wirklich stabile Beziehung zu einem Mann aufzubauen . Ich bin der festen Überzeugung es währe besser gewesen meine Mutter hätte abgetrieben es währe mir und ihr viel leid erspart geblieben. Deswegen habe ich vollstes Verständnis für Simone

Julia — Mo, 10/08/2018 - 22:43

Ich finde sowohl die Geschichte von Simone als auch die Kommentare dazu wirklich sehr interessant und toll, dass ihr das Thema aufgegriffen habt. Zumindest hier im Blog finde ich, dass auch "Kritik" wirklich sehr vorsichtig und ordentlich geäußert wurde, was ich bei so einem brisanten Thema nicht selbstverständlich finde, aber natürlich toll. Danke dass ihr diese Vielfalt zeigt! Lg Julia

Martina — Di, 10/09/2018 - 09:44

"Keine Frau treibt leichtfertig ab" - diesen Satz kann ich nicht unterschreiben, ich kenne tatsächlich eine, für die ihre (mehrfachen) Abtreibungen keine große Sache sind. Sie hatte auch niemals etwas zu betrauern oder aufzuarbeiten. Mag sein, dass diese Frauen nicht die Mehrheit sind, aber geben tut es sie durchaus. Wie auch immer, ich verurteile niemanden, könnte mir für mich persönlich allerdings niemals einen Abbruch vorstellen. Bzw. müsste es schon eine wirklich extreme Situation sein, in der es absolut keinen anderen Ausweg gibt. So wie ich mich kenne, würde so ein Erlebnis meine Psyche zutiefst erschüttern. Ich habe selbst mit 18 Jahren mein erstes Kind geboren. Mein Sohn ist heute ein 17 jähriger wahnsinnig toller junger Mann. Ihn zu bekommen gehört zu den besten Entscheidungen meines Lebens!

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