Pippi-Panne: Mein Sohn nässt nachts plötzlich wieder ein

Ich heiße Aisha und habe einen 5-jährigen Sohn. Seit einiger Zeit nässt er nachts wieder regelmäßig ein und zwar etwa 1,5 Stunden, nachdem er eingeschlafen ist. Zu dem Zeitpunkt schläft er tief und fest und merkt gar nicht richtig, dass er aufs Klo muss.

Wir haben schon viel versucht, um ihm damit zu helfen. Also: Vor dem Schlafen immer aufs Klo, nicht mehr so viel trinken usw. Wir waren auch schon beim Arzt deswegen, der meinte aber, dass es nicht außergewöhnlich in dem Alter sei und von selbst wieder weggehen würde. Körperlich ist alles ok mit meinem Sohn.

Leider geht das jetzt schon einige Monate so, ich selbst finde es gar nicht so schlimm, aber mein Mann hat Probleme damit und schimpft dann auch schon mal. Das ist in meinen Augen völlig kontraproduktiv.

Man muss ja auch sehen, dass mein Sohn gerade echt einiges zu verdauen hat. Er hat vor 15 Monaten eine Schwester bekommen, dann kam Corona, der Lockdown und auch jetzt läuft ja in der Kita nicht alles normal. Ich glaube einfach, dass es etwas viel für ihn ist.

Da der Arzt gesagt hat, dass viele Kinder in dem Alter nochmal einnässen, möchte ich gerne andere Mamas fragen: Haben Eure Kinder auch so einen „Rückfall“ gehabt? Und wie seid Ihr damit umgegangen? Wie kann ich mein Kind unterstützen?

Foto: Pixabay

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8 Kommentare

  1. Hi, ganz wichtig ist, nicht zu schimpfen!
    Unser Sohn hat auch lange nachts eingenässt. Nach einer urologischen Abklärung stand fest, dass organisch alles gesund ist. Danach sind wir bei einem Osteopathen gewesen. Hier wurde festgestellt, dass er “mehrere Baustellen“ an der Wirbelsäule hatte, also “völlig verdreht“ war. Dies war der Auslöser fürs Einnässen. Er wurde wieder “ins Lot“ gebracht und seitdem ist alles wieder in Ordnung. LG Silke

  2. Meine Tochter wird im November 6 und zieht noch jede Nacht eine Windel an, damit sie gut und in einem trockenen Bett schlafen kann. Warum denn nicht? Mir macht das nichts aus, wir haben keinen Druck und keine Wäsche. Sie hat es von sich aus schon ein paar Mal ohne Windel probiert, hat nicht geklappt – warum sollte man hier schimpfen? Das Kind macht doch nicht mit Absicht ins Bett!! Ich halte es für einen körperlichen Prozess und möchte nicht, dass mein Kind sich dafür minderwertig fühlt, dass sie ihre Blase nachts nicht kontrollieren kann.

    Es ist sogar völlig normal, dass Kinder in diesem Kinder auch phasenweise wieder vermehrt tagsüber in die Hose machen. Sie gehen noch völlig in ihren Tätigkeiten auf und vergessen es einfach.

    Klarer Rat: Druck raus nehmen, Windeln anbieten, sich entschuldigen für die falschen Aussagen, die ihr dazu getroffen habt, lieb haben, einnässen nicht thematisieren, den Vater auf den Hosenboden setzen- schütze dein Kind und sein Selbstwertgefühl, es gibt ganz sicher 1000 Dinge, die es ganz toll kann.

  3. Bei meinem Sohn das Gleiche. Manchmal klappt es mehrere Wochen hintereinander, dann steht er wieder 3x pro Woche nachts neben mir und ist nass. Mach kein Drama drum, dann geht es am einfachsten!
    In einer Phase, in der er sehr oft nass wurde, haben wir ihm vorgeschlagen, dass er doch für eine Weile wieder eine Windel anzieht. War für ihn okay und nach zwei Wochen haben wir sie wieder weggelassen. Alles ganz normal!
    Schimpfen ist dabei echt gemein!!! Was kann denn der arme Kerl dafür???

  4. das wichtigste ist ( vor allem wichtig für deinen mann): nicht schimpfen, können trara drum machen. lieb sein, bett frisch machen, kind frisch machen, einfach weiter schlafen. oft machen kinder das auch wieder wenn sie ein einschneidendes erlebnis hatten, du nennst ja einige, normalerweise wird es dann erst besser wenn dieses erlebnis verarbeitet ist oder ein zustand beendet. wir haben unserem sohn in so einer phase in der er öfters das bett nass gemacht hat wieder eine windel angezogen. ich weiß nicht ob es das beste mittel ist., aber ich wollte nicht mehr jede nacht das bett frisch machen. und jetzt passiert das höchstens noch alle 1-2 monate mal. da ist das dann nicht tragisch. und es hilft bei sowas meist auch kein thema darum zu machen, sowas soll dann nicht das gesprächsthema jeden tag sein.

  5. Hallo,
    das mit dem Rückfall kennen ich auch… Mein Sohn ist auch 5 Jahre und ist nachts noch weit davon entfernt, trocken zu werden. Tagsüber hatte er aber auch während des Lockdowns im März einen Rückfall und pinkelt auch jetzt immer mal wieder ein, wenn wir angespannter sind. Mir hilft es, das von der positiven Seite aus zu sehen: er ist eben sehr feinfühlig.

  6. Hallo Aisha,
    Ich habe zwei Jungs (8 und 6 Jahre) und 1 Mädchen (2 Jahre). Meine Jungs sind beide „spät“ trocken geworden. Der Große mit 3 1/2 Jahre war innerhalb von 4 Wochen tags wie nachts trocken. Dann ist seine Uroma gestorben und ich wurde am Fuß operiert. Von da an hat er wieder nachts eingenässt. Und bei Jungs ist es auch nicht untypisch, dass sie für nachts trocken länger brauchen… Teilweise wohl bis zum 10. Lebensjahr (laut unserem Kinderarzt). Er hat dann einfach nachts eine Windel abbekommen. Als es dann auf die Schule zuging und mögliche Übernachtungen in der Schule sowie bei Freunden in Raum standen, haben wir dann mit Hilfe einer Klingelhose eingegriffen. Wollte ihm einfach peinliche Situation auswärts ersparen. Das hat so zwei bis drei Wochen gedauert, seitdem klappt es einwandfrei.
    Der Mittlere ist tags trocken, nachts war er es noch nie. Kommt erst nächstes Jahr in die Schule und möchte eigentlich erst im nächsten Frühjahr eingreifen. In dieser Woche musste ich aber fast jede Nacht, dass Bett frisch überziehen, weil die Windel alleine es nicht mehr gepackt hat. Daher greife ich vielleicht schon früher ein. Weil ich das tägliche nachts Bett wechseln auf Dauer nicht packe.
    Ansonsten kann ich aus meiner Warte nur sagen, Druck bringt überhaupt nichts. Ist eher kontraproduktiv. Sie sollen ja ein positives Körpergefühl entwickeln. Und die Psycho spielt ja auch echt eine große Rolle und da war/ist dieses Jahr nicht hilfreich. Einfach Zeit geben, dann regelt es sich von alleine oder mit einer Klingelhose unterstützen. Das wird. LG, Sabine

  7. Ich hab selbst eingenässt bis ich 8 oder 9 war. Mein mittlerer Sohn auch. Das ist ein Reifungsprozess im Gehirn. Konsequent abends nicht mehr so viel trinken, die letzte Stunde gar nichts mehr und als allerletztes vor dem Schlafen nochmal auf Toilette. Und eine wasserfeste Unterlage unter das Laken.
    Und ja, ab einem gewissen Alter findet man das selber sehr peinlich und muss nicht noch nachts oder morgens im Halbschlaf angemeckert werden…

  8. Hallo Aisha,
    wir hatten auch so eine Phase im gleichen Alter, auch nachdem ein Geschwisterchen kam. Ich weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat, aber es ging von alleine wieder weg. Wir haben nachts einfach sauber gemacht etc. ohne Kommentar oder Schimpfen über die „Panne“. Beim Einschlafen habe ich ihm ins Ohr geflüstert, dass er wach wird, wenn er auf die Toilette muss.
    Am Ende des Lockdowns als mein Sohn wusste, dass er bald wieder in die Schule muss, hatten wir eine Phase, wo es jede Nacht passiert ist. Wie wir dann rausgefunden haben, hatte er Angst vor einem Kind in seiner Klasse. Nachdem wir mit der Lehrerin gesprochen hatten, konnten wir ihm sagen, dass er nicht an den selben Tagen in die Schule geht wie das andere Kind (50% Regelung). Danach hat es sofort aufgehört.
    Ich denke, es kann viele Gründe geben, warum solche Pannen wieder passieren. So selten ist das glaube ich wirklich nicht. In jedem Fall hilft es zu wissen, dass man nicht allein ist!

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