Mein Sohn hat kein Selbstvertrauen – Leserfrage von Barbara

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Mein Name ist Barbara und ich mache mir große Sorgen um unseren Sohn. Ich möchte Euch von ihm erzählen und hoffe, dass es hier andere Mamas gibt, die mir Tipps geben können. 

Mein Sohn ist fast vier Jahre alt und hat ein extrem geringes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Er hat viele Ängste und geht an Neues fast immer mit einer negativen Einstellung ran. Hier ein paar Beispiele: 

Er geht nun seit über einem Jahr in den Kindergarten und ist dort immernoch nicht angekommen. Anfangs hieß es immer "das dauert", "mache Kinder brauchen länger", usw. Doch bis heute weint er jeden Tag beim Abgeben, sagt, dass er nicht in die Kita will und wann wir ihn wieder abholen. 

Er hat keine Freunde im Kindergarten, kommt nichts ins Spiel und will am Liebsten nur bei der Erzieherin auf dem Schoß sitzen. Weil das natürlich nicht immer geht, weint er dann viel. 

Auch zu Hause möchte er am Liebsten nur auf meinem oder Papas Schoß sitzen. Er spielt nie einfach mal vor sich hin oder malt etwas – er spielt nur, wenn wir mitspielen. 

Er hat zudem extreme Verlässensängste. Zu Hause geht er nicht alleine aufs Klo. Er würde auch nie alleine in ein anderes Zimmer gehen. Er sagt, er habe Angst, dass ich weggehe. Ich kann ihn auch nicht mal kurz im Auto sitzen lassen, wenn ich zum Bäcker reingehe. 

Wir waren mit ihm beim Eltern-Kind-Turnen, das hat ihm Freude gemacht, aber nur so lange ich direkt bei ihm war. Hat er mich mal kurz "verloren", bekam er Panik. Weil er Musik und Tanz gerne mag, habe ich ihn für eine Tanzgruppe angemeldet. In seiner Altersgruppe sollen die Eltern eigentlich nicht mehr mit den Raum. Fünf Stunden lang durfte ich als Ausnahme mit rein, da saß er nur auf meinem Schoß und hat sich nicht getraut, mitzumachen. Jetzt melde ich ihn wieder ab, denn so macht das keinen Sinn. 

Ich frage mich oft, ob ich etwas falsch gemacht habe. Ich war nie eine "Helikopter Mama". Als er krabbeln und laufen lernte, habe ich ihn immer machen lassen. Ich habe ihn nie zurückgehalten oder war übervorsichtig. Er konne alles alleine ausprobieren, war aber schon als Baby eher immer bei mir und seine Erkundungstouren hielten sich in Grenzen.

Zudem macht er vieles Neues schlecht. Zwei Beispiele: 

Neulich waren wir auf dem Geburtstag seines Cousins, dort gab es eine kleine Hüpfburg. Er ist den ganzen Tag dort herumgehüpft und hatte riesigen Spaß. Als ich ihn auf der Heimfahrt fragte, wie er den Geburtstag fand, sagte er: "Blöd. Und die Hüpfburg fand ich am blödsten." Warum sagt er sowas?

Oder: Er konnte schon sehr früh, sehr gut Laufrad fahren und hat sich dann sehr ein Fahrrad gewüscht. Zu Weihnachten gab es nun das Fahrrad, das er so herbeigesehnt hatte. Doch er reagierte nicht mit Freude, sondern er weinte bitterlich. Auf die Frage, warum er denn weine, sagte er: "Ich kann das nicht. Ich kann nicht Fahrrad fahren." 

Wir haben ihm klar gemacht, dass man das erst üben muss – und als wir rausgingen und es probierten, konnte er es tatsächlich ganz schnell. Trotzdem hat er immer wieder gesagt: "Ich kann das nicht." 

Mit tut unser Sohn einfach leid und ich wünschte, ich könnte verstehen, warum er so wenig Selbstbewusstsein hat und woher all die Ängste kommen. Was haben wir falsch gemacht? Wie können wir ihm helfen? 

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26 Kommentare

  1. Eine Ferndiagnose ist
    Eine Ferndiagnose ist natürlich immer schwierig und ein Fachmann bin ich auch nicht. Ich kann daher nur von dem ausgehen, was Du in diesem Text schreibst und dazu meine eigene Meinung sagen.
    Auf mich persönlich macht der Text aber den Eindruck, als wärst Du sehr leicht zu verunsichern.

    Ich möchte hier einmal Dein Beispiel mit dem Geburtstag und der Hüpfburg aufgreifen. Mir scheint, dass Du Dir darum riesige Gedanken gemacht hast. Eventuell hast Du auch gegenüber dem Kind irgendwie geschockt oder enttäuscht reagiert oder es mit Fragen gelöchert: „Warum denn? Was hat Dir denn nicht gefallen? Aber ich dachte, es würde Dir gefallen? u.s.w.“

    Dabei kann es durchaus sein, dass Dein Kind in diesem Moment nach dem langen und anstrengenden Tag einfach müde war, deshalb schlechte Laune hatte und dann ist halt „alles doof“. Wenn man als Erwachsener in so einer Situation gleich anfängt, alles zu hinterfragen, Ursachenforschung zu betreiben oder sich selbst in Frage zu stellen, dann merkt das Kind vor allem eines: Elterliche Unsicherheit.
    Diese Unsicherheit überträgt sich auch auf das Kind.

    Der Vorschlag, Dir mal eine externe Hilfe (z.B. einen Psychologen oder Familientherapeuten) zu suchen, ist grundsätzlich nicht falsch. Nur sollte meines Erachtens nicht nur das Kind untersucht und therapiert werden. Viel sinnvoller erscheint es mir, wenn ein neutraler Dritter mal Euer familiäres Zusammenspiel analysiert.
    Du sagst zwar „Ich habe ihn nie zurückgehalten oder war übervorsichtig“ und in Deiner Selbstwahrnehmung ist das gewiss auch richtig. Oftmals unterscheiden sich Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung.

    Auch Etiketten wie „hochsensibel“ oder „hochbegabt“, halte ich in vielen Fällen für wenig hilfreich. Da mag es zwar Ausnahmen geben, aber die sind seltener gesät, als viele Eltern es wahrhaben können. Finden wir Eltern nicht immer, dass unsere Kinder besonders begabt, einzigartig u.sw. sind?`Insbesondere sehr fürsorgliche Eltern sind schnell dabei, ihrem ganz besonderen Kind auch ganz besondere Bedürfnisse zu attestieren und leider gibt es auch im therapeutischen Bereich (und noch mehr in den Bereichen Coaching, Heilpraktiker, Berater) viele Leute, die das im Interesse ausreichender Kundschaft jedem attestieren, der das für seine Kinder haben will- keineswegs immer zum Wohl der Kinder.

  2. Kopf hoch!
    So außergewöhnlich hört sich das für mich nicht an. Der kleine ist noch nicht mal 4.
    Ich habe bei Kinderwgeburtstagen des öfteren Kinder erlebt wo Mama oder Papa dableiben mussten. Wie gesagt 4 Jahre ist echt klein.
    Viele Kinder fangen erst mit 4 Jahren am de ersten Freundschaften zu knöpfen. Davor geht es meist über die Eltern.
    Akzeptiere deinen kleinen Jungen und sei stolz darauf, dass er klar seine Bedürfnisse bekannt gibt.
    Sei stolz auf dich: Dein Sohn hat nicht das Gefühl funktionieren zu müssen. er weiss, daas er keinen Ärger belommt, wenn er nein sagt und dagegen ist. Das finde ich super!

  3. Dein Kind zeigt was es braucht
    Hallo, ich bin u.a. Sozialpädagogin und Elterncoach – und habe selbst 3 Söhne. Ich glaube nicht, dass dein Sohn einen Psychologen braucht….es klingt so, als bräuchte er mehr Vertrauen und mehr Sicherheit. In sich selbst und in seine Welt…was euch, seine Eltern natürlich mit ein schließt. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich viele Jahre eine Kita geleitet. Ein Kind das diese Verhaltensweisen zeigt ist in der Kita nicht angekommen. Vielleicht ist die Kita für euer Kind auch zu groß und es braucht einen kleineren Rahmen und weniger Menschen, damit es übersichtlicher für euren Sohn wird. Ich höre, dass ihm auch Zutrauen zu sich selbst fehlt, das könnt ihr ihm nach und nach geben. Eure Reaktionen sind hier in jeder Hinsicht entscheidend , um ihm heraus zu helfen. Wenn euer Kind Angst hat oder mutlos ist, solltet ihr ihm nicht abnehmen wovor es Angst hat, sondern es begleiten und ermutigen und ihm Sicherheit geben und die positive Erfahrung ermöglichen dass er es kann. Begleitet ihn dabei – Wenn er solche entmutigenden Sätze sagt, reagiert mit: „Wow! Du hast es gar nicht gemerkt, du fährst ganz alleine. Das machst du gut.“ Betroffenheit verstärkt nur seine Unsicherheit. Wenn ihm Mut fehlt oder er Angst hat, hilft es ihm auch, wenn er Distanz dazu gewinnen kann, das befreit ihn nach und nach von seinen Gefühlen. Er kann der Angst oder Mutlosigkeit einen Namen geben und ihr könnt ihm sagen, dass die Angst und Mutlosigkeit nicht er ist. Er kann sie loswerden. Ihr könnt ihm langsam helfen wieder mutiger zu werden. Holt euch professionelle Hilfe, um richtig zu reagieren und ihm Mut zu geben.

  4. Du machst nichts falsch!
    Liebe Barbara,
    auch ich habe einen Sohn, der genau wie Deiner ist. Und ich kann Deine Sorgen so gut nachempfinden! Wir haben lange mit der professionellen Hilfe gewartet, was ich im Nachhinein doch etwas bereue. Da unser Sohn aber in einem tollen Kindergarten war und nun in einer kleinen Grundschule mit einer großartigen Klassenlehrerin ist, wurde er immer gut betreut und hat sich toll weiterentwickelt. Er spielt außerdem im Verein Fußball seit er 4 Jahre alt ist.
    Mit 6 Jahren war er soweit, dass er auch alleine beim Fußballtraining geblieben oder alleine bei anderen Kindern gespielt hat, bei Kindergeburtstagen mussten wir noch einige Zeit da bleiben, durften dann aber gehen.Und auch in anderen Bereichen wird es mit zunehmend Alter besser. Aber die Ängste bleiben, das „ich kann/ schaffe das nicht“ bleibt, die ständigen Sorgen um uns, um seinen Bruder oder darüber dass wir zu spät kommen oder etwas verbotenes machen könnten, auch die bleiben.
    Mein Sohn ist heute 8 Jahre alt und wir suchen gerade einen Psychotherapeuten für ihn. Nicht, weil er nicht „normal „ ist, sondern weil er sich einfach häufig selbst im Weg steht und es ihn wirklich stört und anstrengt!
    Er braucht Hilfe, um mit diesen Gefühlen zurechtzukommen, denn verschwinden werden sie nicht.

    Ich rate Dir, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Meldet ihn auch bei einer Mannschaftssportart an, die ihm liegt und ihm Spaß macht, auch dadurch wächst das Selbstbewusstsein.
    Nimm Deinen Sohn so lange an die Hand wie er es braucht, bleibe beim Sport, bei Freunden oder wo auch immer er hingeht, so lange wie er es braucht. Sei geduldig mit Deinem Sohn und zeige ihm jeden Tag, dass er so wie er ist, genau richtig ist!
    wenn es Euch möglich ist, gebt ihm noch etwas Zeit ohne Kindergarten und bleibt mit ihm zu Hause.
    Und am aller Wichtigsten, lass Dich nicht Stressen von anderen Eltern, Familienmitgliedern oder Freunden und vergleiche Deinen Sohn nicht mit anderen Kindern.

    Alles Liebe für Euch!

  5. So und so – hinter haben alle gewusst, dass es falsch ist
    Hallo, auch ich schreibe nicht als Fachfrau, sondern als Mutter. Auch unsere Tochter war schon immer anders, hat Verlustängste und Probleme. Vieles von deiner Erzählung kommt mir bekannt vor. Natürlich kann es sein, dass sich alles von allein gibt und ja, tatsächlich erwarten wir heute viel von den Kindern. Zu allem gibt es eine Statistik und sobald das Kind zu sehr oder wenig so oder so ist wittert man Probleme. Andererseits weißt eine abweichende Entwicklung ja tatsächlich darauf hin, dass etwas nicht stimmen könnte. Wir haben uns so entschieden: wenn eine Untersuchung oder Therapie ohne Probleme, Schmerzen und Negatives auskommt, dann machen wir mit. Warum soll man die Chance auf Erklärung/Diagnose/Hilfe ausschlagen, wenn es keine Nachteile zu befürchten gibt??
    Bei uns gibt es inzwischen eine Antwort: unsere Tochter ist Hochbegabt und hochsensibel. Sie hat also viel früher die Gespräche der Erwachsenen verstanden und immer schön dazu geneigt sich Sorgen zu machen. Diese Sorgen sind nur weniger geworden oder verschwunden wenn wirklich vertraute Personen da waren, dann war spürbar“alles in Ordnung“. Durch die Hochsensibilität „bitte nicht mit „sehr sensibel“ verwechseln nimmt sie alle Sinne überdeutlich wahr. Sie schmeckt mehr (=durcheinander auf dem Teller sorgt für Chaos im Mund und im Kopf), sie hört mehr (=lärmende Kinder im Kindergarten sind ihr zu anstrengend, ruhige Plätze im Kindergarten mussten erst gesucht werden) sie fühlt mit anderen mit (=früher Sinn für Gerechtigkeit). All das haben andere Erwachsene nicht verstanden, es gab immer wieder Probleme bei der Tagesmutter und im Kindergarten. Unsere Tochter hat auch viel anderen zugesehen und dadurch gelernt. Das wirkt als wäre sie sozial isoliert, aber sie wollte diese Beobachterposition. Erwachsene die das Kind nicht so gut kennen sprechen sie vermeintlich altersgerecht an, dabei fühlt sie sich dann nicht ernst genommen, da sie geistig deutlich weiter ist. Geholfen hat uns: Die Feststellung der Hochbegabung, Hochsensibilität, Ergotherapie, Psychotherapie

  6. Ich bin betroffen
    Ich habe deinen Artikel gelesen und sämtliche Kommentare und ich bin bestürzt. Es wird ein Kind beschrieben, dass eine starke Bindung zu seinen Eltern hat (herzlichen Glückwunsch). Autonomie eines Kindes übs Selbstständigkeit entwickeln sich und zwar mit der Zeit. Dass hier bis auf einige wenige alle psychologischen Rat und Betreuung empfehlen, das schockiert mich zu tiefst. Wer sagt, dass Kinder mit 3 oder 4 alles mutig alleine machen müssen. Was machen die dann mit 18. Warum dürfen sich kleine Kinder nicht die Zeit nehmen, die sie brauchen? Warum wird sofort an Maßnahmen und Medikamente gedacht? Wieso geht verloren, dass die Welt bunt ist und es autonomere Kinder und Kinder mit mehr schutzbedürfnis gibt?

    1. Genau
      Das sehe ich genauso… Jedes Kind ist anders und man kann nichts erzwingen.. Wenn er deine Nähe sooo sehr braucht, dann gib sie ihm! Damit stärkst du ihn am allermeisten!! Nichts hilft so sehr wie Mami’s Liebe!! Und ganz ehrlich, was spricht dagegen wenn man sein kind erst mit 4 oder 5 in fremdbetreuung gibt??? Am besten stärkt man die kleinen Seelen immer noch zuhause mit viel Liebe und Zuwendung, der Rest entwickelt sich mit der Zeit allein! Das ist zumindest meine Meinung… Lg

    2. Hallo,

      Hallo,

      ich würde auch dazu raten einen Kinderpsychologen aufzusuchen und es abklären zu lassen.

      Für mich hört es sich nämlich nach einer unsicheren Bindung an. Diese entsteht nicht durch „Helikopter-Mutter-Sein“ (Bezug auf den Text), sondern dadurch, dass die Bezugspersonen es nicht schnell genug geschafft haben auf die Bedürfnisse ihres Babys zu reagieren.

      Ein unsicher gebundenes (Klein-)Kind (erkennt man besonders gut mit ca. 1 Jahr) klammert an der Bezugsperson und erkundet nicht seine Umwelt.
      Ein sicher gebundenes Kind erkundet seine Umwelt, solange die Mama in der Nähe ist.

      Ich war auch ähnlich. Eine Spieltherapie hat mir viel gebracht (habe es danach geschafft auf der Klassenfahrt zu schlafen, vorher musste ich abends abgeholt werden). Allerdings habe ich mich trotzdem in der Schule z.B. nicht getraut zu melden etc. Und habe auch nach der Schule noch viel an mir arbeiten müssen.

  7. Ich bin keine Psychologin
    Ich bin keine Psychologin aber selbst Mutter von zwei Kindern und kenne natürlich viele Familien mit kleinen Kindern.
    Ich ärgere mich immer, was die alles so von ihren kleinen Sprösslingen erwarten!
    Wenn die nicht funktionieren wie man sich das vorstellt, werden sie überall hingeschleppt um korrigiert zu werden.
    Meine Kinder wollten auch nicht in den Kindergarten oder gar alleine beim Kinderturnen bleiben.
    Selbst mit 7 Jahren wollten sie im Urlaub in keinen kinderlieb gehen.
    Keine Chance.
    Und ja, Beide haben lange ( bis zum 10. Lebensjahr) bei uns geschlafen am liebsten. Wunderbar!
    Es sind so kleine Seelen!
    Was erwartet man von einem Vierjährigen?
    Viel zu viel!!!!!
    Gerade auch mein Sohn klebte ewig an mir und ich habe ihm diese Nähe immer gegeben.
    Heute ist er als 10 Jähriger ein selbstbewusstes fröhliches Kerchen und unglaublich empathisch!
    Jedes Kind braucht seine Zeit! Und manche eben etwas mehr!
    Gelassenheit und Liebe!
    Damit geht alles!
    Ist meine Erfahrung!!!!!

    1. Danke, das hab ich heut
      Danke, das hab ich heut morgen noch vergessen dazu zu schreiben. Das es auch einfach normal ist wenn die Kinder uns brauchen und am liebsten bei uns sind und nicht weg wollen. Vielen Erwachsenen geht es auch noch so, nur die „funktionieren“ halt oder haben Lösungswege gefunden oder gehen halt einfach nicht weg, da stört es in aller Regel auch keinen. Er muss nicht in Spielgruppen, Kinderturnen etc. Kindergarten auch nur wenn ihr Erwachsenen es braucht arbeiten zu gehen oder sonst keine Entlastung habt, aber dann ist es für euch, die Kinder brauchen keinen Kindergarten! Aber es ist auch schwierig da immer sein Kind im Fokus zu haben, da oft das Umfeld einem das Gefühl gibt und so sagt das das Verhalten vom Kind unnormal sei und mit anderen Kindern verglichen wird….

  8. Wie die meisten Kommentare
    Wie die meisten Kommentare oben geschrieben haben. Wenn ihr so unsicher seid holt euch bitte Hilfe. Ich entdecke das aber auch Parallelen zu meinem Sohn, er sagt zwar nicht es war doof wenn ihm was Spaß gemacht hat, aber er ist am liebsten mit Mama zuhause. Seit er in den kiga geht ( bisher 2 Stunden am Tag), möchte er noch weniger weg und hat jetzt auch den Lösungsvorschlag das er bei Opa oder Oma bleibt ( wir wohnen nebeneinander) wenn wir zb in den Wald oder auf einen Spielplatz gehen wollen. Er hat als Baby und Kleinkind ( ist er mit fast vier ja immer noch) auch viel Zeit in Spielgruppe etwaig meien Schoß verbracht, vor einem Jahr war er schonmal im kiga, das mussten wir wieder abbrechen. Jetzt hat er dort zwei Freunde und geht gerne hin, ich sollte bisher auch nur einmal beim hinbringen noch eine Weile dabei bleiben. Er ist sehr sensibel ( hochsensibel), schnell irritierbar und nimmt emotionale Schwingungen sehr wahr. Wir haben jetzt angefangen frühkindliche Reflexe die bei uns beiden nicht komplett integriert sind, zu integrieren. Auswirkungen davon können sein das eine übergroße Ängstlichkeit, schnelle Erregbarkeit, verlustärmste, Schwierigkeiten bei Übergängen und neuen Situationen bestehen, genauso kann auch das Gleichgewicht betroffen sein. Sowas wäre auch eine Möglichkeit. Ich finde es schwer da eine Grenze zwischen „ normal“ und „ unterstützendwert“ zu finden, wenn ihr Leidensdruck habt wartet aber bitte nicht ab ob es sich verwächst sondern holt euch professionelle Hilfe bei welcher ihr euch wohl fühlt.

    1. Frühkindliche Reflexe
      Hallo Katharina,

      Bei wem waren die frühkindlichen Reflexe nicht komplett integriert? Und bei wem habt ihr euch Hilfe geholt? Danke für deine Antwort. Liebe Grüße Anna

  9. Mein Sohn hat kein Selbstvertrauen
    Liebe Barbara

    Ich empfehle dir, eine Abklärung auf ASS (Autismus-Spektrum-Störung) Könnte gut möglich sein, dass dein Sohn betroffen ist. Es ist nicht immer „die Schuld“ der Eltern oder der Mutter. Leider wird das gerne so gesehen und rasch so be- oder verurteilt. Lass dich nicht davon beeinflussen, hör auf dein Herz, dein Gefühl, deinen Instinkt und du wirst die Ursache dafür finden. Ich wünsche dir viel Kraft, Vertrauen in dein Kind und dich und Durchhaltevermögen. Es kommt gut, glaube daran und gehe den Weg, der für euch gut ist.

    Liebe Grüsse Nadine

  10. Das hilft wirklich!!!
    Hallo liebe Barbara,
    Kinder wie deinen Sohn habe ich viele in meiner Praxis für Evolutionspädagogik! Meistens sind das überdurchschnittlich Intelligente Kinder, die aufgrund ihrer Denkstruktur sehr stressanfällig sind. Sein Verhalten beruht auf Lernblockaden, diese kann ich aufspüren, durch Bewegungsübungen werden diese aufgelöst, dadurch kommen Fähigkeiten und Talente zum Vorschein. Blockaden sind ursächlich für ‚eingeschränktes‘ bzw. auffälliges Verhalten. Sichtbar werden Blockaden in Stresssituationen, man kann sich das vorstellen, als würde eine Türe zugehen. Gruppen (Kiga, Schule) sind oft mit Stress verbunden, die Ursache kann sehr unterschiedlich sein. Blockaden verschwinden nicht von alleine, ohne Unterstützung legt man sich irgendwelche ‚Überlebensstrategien‘ zurecht. Mein Rat, suche dir einen Evolutionspädagogen, es gibt mittlerweile viele in ganz Deutschland. Über die Webseite vom ‚Institut P.P.‘ (Institut für Praktische Pädagogik) kannst du in deiner Nähe jemanden finden. Viele Grüße und alles Gute! http://www.evolutionspaedagogik-kwossek.de

  11. Holt euch Unterstützung
    Liebe Barbara, bitte holt euch Unterstützung von einer Familienberatungsstelle und/oder einem Kinderpsychologen. Ergotherwpeztin tut den Kindern auch oft gut oder, wenn er Musik sehr liebt, Musiktherapie. Habt ihr bei euch ein Sozialpädiatrisches Zentrum oder eine Frühförderstelle? Das wäre super, da ist meist alles unter einem Dach und es gibt einen Rundumblick auf das Kind und die Familie plus Beratung. Bitte nicht abwarten, dass sich das „verwächst“. Das erlebe ich in meiner Arbeit oft nicht so und die Kinder kommen dann erst kurz vor dem Schulstart.

    Alles Liebe euch und viel Kraft

    Und bitte, denk nicht, dass ihr etwas flasch gemacht habt. Jedes Kind bringt seine eigenen Wesenszüge mit. Vielleicht ist er auch einfach schnell überreizt.

  12. Holt euch Unterstützung
    Liebe Barbara, bitte holt euch Unterstützung von einer Familienberatungsstelle und/oder einem Kinderpsychologen. Ergotherwpeztin tut den Kindern auch oft gut oder, wenn er Musik sehr liebt, Musiktherapie. Habt ihr bei euch ein Sozialpädiatrisches Zentrum oder eine Frühförderstelle? Das wäre super, da ist meist alles unter einem Dach und es gibt einen Rundumblick auf das Kind und die Familie plus Beratung. Bitte nicht abwarten, dass sich das „verwächst“. Das erlebe ich in meiner Arbeit oft nicht so und die Kinder kommen dann erst kurz vor dem Schulstart.

    Alles Liebe euch und viel Kraft

    Und bitte, denk nicht, dass ihr etwas flasch gemacht habt. Jedes Kind bringt seine eigenen Wesenszüge mit. Vielleicht ist er auch einfach schnell überreizt.

  13. Mein Sohn hat ähnliche
    Mein Sohn hat ähnliche Wesenszüge. Ein erfahrener Homöopath kann die psychologische Therapie gut unterstützen.
    Viel Liebe, Kraft und Ausdauer für Euch!

  14. Liebe Barbara
    Ich muss sagen das ich das Verhalten deines Sohnes mit fast 4 relativ normal finde. Mein Sohn war ganz ähnlich in dem Alter und es tut sich noch soviel. Manchmal habe ich das Gefühl es wird viel erwartet von Kindern heute, alle sollen früh selbständig und unabhängig sein, das sie aber auf der anderen Seite noch ganz viel Sicherheit von Mama brauchen gilt immer als rückständig. Ich kenne einige Kinder die mit drei noch nicht alleine in Kurse gehen, selbst meine „coole“ vierjährige Tochter macht das erst seit kurzem und ja, auch sie möchte nie alleine irgendwo auf mich warten und ich weiß gar nicht wie lange ich meine Kinder aufs Klo begleiten musste. Ich fand es oft nervig aber irgendwann sind sie alle alleine gegangen. Ich finde es auch normal das ein Junge in dem Alter noch alleine spielt, das sehe ich jeden Tag im Kiga. Mein Sohn geht erst seit dem er 4, fast 5 war richtig gern in den Kiga, früher musste ich ihn mittags abholen heute ist er sauer wenn ich komme. Ich bin keine Fachfrau und kann umd will natürlich keine “ Diagnose“ stellen. Wahrscheinlich wäre es auch hilfreich einen Psychologen um Rat zu fragen. Aber ich wollte dir etwas Mut zu sprechen das meiner Erfahrung nach sich viele Sachen auch verwachsen. Ich habe auch oft gezweifelt aber ich sehe das meine Kinder im Laufe der Zeit automatisch selbständiger werden. Sie fangen übrigens jetzt mit 6 und 4 erst an alleine in ihren Zimmern zu spielen.
    Viele Grüße und alles Gute!

  15. Alles Gute!
    Hallo!
    Unser Sohn ist deinem nicht unähnlich. Ich denke, es ist wichtig Ursachenforschung, auch bei sich selbst, zu betreiben und natürlich Lösungen zu finden. Auch ich würde euch auch raten psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das wichtigste hierbei ist, dass die Chemie zwischen TherapeutIn und Kind und Eltern stimmt. Es gibt auch tolle Familien- oder Erziehungsberatungsstellen, bei denen oft schneller Termine zu bekommen sind. Wir waren ein paar Mal zu Beratung dort und letztendlich ein knappes Jahr regelmäßig bei einer Psychotherapeutin, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ausgebildet ist und uns allen sehr gut getan hat.
    Außerdem könntet ihr versuchen deinem Sohn zu unterstützen Freundschaften in der Kita aufzubauen. Vielleicht könnt ihr immer wieder Kindern zu euch einladen, damit er sie zuhause stressfrei besser kennenlernen kann. Wenn er sich auch da nicht traut mit den Kindern zu spielen, könntet ihr gemeinsam backen, basteln, o.ä.
    Alles Gute und gute Nerven!

  16. Eine Ablösung sollte im Tempo
    Eine Ablösung sollte im Tempo des Kindes und nicht erzwungen werden. Vorallem bei einem unter 3 Jährigen Kind.
    Eltern sind das Uhrvertrauen und das Bedürfniss sich in einer Gruppe zu bewegen kommt gegen 3 Jahre.
    Mit: bei manchen braucht es länger oder, hat nur 10 Minuten geweint, ist es leider NICHT getan! Eine Ablösung kann auch im Nachhinein geübt werden, aber Eltern und Personal, müssten sich die Zeit dazu nehmen, die das Kind braucht.

    Bei jedem Welpen, lernt man, dass man ihn nicht einfach allein lassen kann ohne es ihm zu lernen. Wieso schaffen wir es denn bei unsern Kindern nicht, dass zu aktzeptieren?

    Ahja. Stimmt ja. Gesellschaftlich gesehen, muss ich arbeiten so schnell wies geht. Wie „Familienfreundlich“ dass die Kinder versorgt werden können….

  17. Hallo, vielleicht solltet ihr
    Hallo, vielleicht solltet ihr mal in Richtung hochsensible Kinder schauen, da gibt es einige interessante Infos im Netz.
    Alles Gute

  18. Also mit dem Kinder
    Also mit dem Kinder Psychologen würde ich evtl auch in Betracht ziehen. Ich selber als Kind hatte immer Angst vergessen zu werden oder verloren zu gehen, weil ich einmal meine Mutter beim einkaufen verloren hatte. Das war für mich natürlich ganz schlimm und klammerte dadurch und habe als Kind auch nirgends wo anders geschlafen. Meine Tochter ist noch recht klein, aber ich rede immer viel und erkläre ihr auch alles. Ich stelle mir das schwierig vor, weil einem ja auch selber die Geduld i.wann fehlt. Aber was wenn Sie ihn in einfach lassen? Einfach bei Ihnen auf dem Schoß lassen? Gibt es eine Möglichkeit dass er mal nicht in Kita muss wenn er partout nicht möchte (natürlich ist das auf Dauer nicht realisierbar und auch Kinder müssen i.wann in die Schule, das ist alles verständlich)? Aber was wenn Sie ihm die Nähe und Sicherheit der immer sucht für einen gewissen Zeitraum zusagen? Dass er von sich aus merkt „ja, hier bin ich sicher und hier kann ich hinkommen.“. Vllt lässt das ganze dann etwas nach? Bindungs- und Bedürfnisorientiert eben. Dem Kind den Hafen geben, den es scheinbar so sehr sucht und nötig hat. Das ist schwer und vor allem wenn man selber am Limit ist. Aber Kinder können nur los lassen und gehen wenn sie sich sicher und geborgen fühlen (Thema frühe fremdbetreuung, schreien lassen, etc.). Ich möchte dazu sagen dass ich keine Expertin bin, ich keinen Erziehungsstil verurteile oder andere Eltern verurteilen möchte. Ich möchte lediglich meine Meinung und einen evtl Rat geben, der erwünscht wurde. Ebenfalls finde ich dass sich jeder respektvoll und freundlich äußern sollte, da wir alle nur Menschen sind und uns gegenseitig helfen möchten .


  19. Wir haben das genauso. Geh zu einem Kinder Psychologen. Seit wir einmal die Woche in der Spieltherapie sind, sind die Ergebnisse der Wahnsinn! Kann ich wirklich nur empfehlen. Mein Sohn ist wie ausgewechselt.

  20. Erfahrung
    Hallo, aus meinem beruflichen Umfeld kenne ich einige Kinder, denen es ähnlich geht! Mein Rat wäre sich Hilfe von einem guten Kinder Psychologen zu holen!
    Ergänzend würde ich Ergotherapie empfehlen!
    Viele Grüße und alles Gute!

  21. Professionelle Hilfe holen!
    Meine Tochter war sehr ähnlich, weshalb ich begonnen habe, mich intensiv mit Bindung, Bindungsstörungen und – trauma auseinanderzusetzen. Ich würde unbedingt professionelle Hilfe (Kinder-Psychologe) in Anspruch nehmen! Meiner Tochter hat es sehr geholfen. Sie ist mittlerweile Grundschülerin, hat einige Freunde, geht sehr gerne zur Schule und spielt auch gerne.

  22. Er liest sich so als ginge es um unseren Sohn
    Er liest sich so als ginge es um unseren Sohn . Mir kommen wirklich alle deine Erzählungen bekannt vor. Mein Rat an dich- hole dir Hilfe von einem kinderpsychologen. Unser Sohn ist heute älter und ich wäre wirklich froh wir hätten uns eher Hilfe geholt. du hast noch ein paar Jahre bis die Schule beginnt, nutze sie möglichst gut um deinen Sohn zu stärken- mit professioneller Anleitung. Meine Erfahrung ist, dass Vorallem gut gemeinte Ratschläge anderer Eltern, der Familie etc. gar nichts bringen und es wirklich nur schlimmer werden lassen. Ich wünsche euch alles Gute!

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