Oma Petra: „ Mütter von heute kommen mir vor wie Hamster in ihren Laufrädern“

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Liebe Petra, erzähl erstmal ein bisschen was über deine Familie. 

Mein Mann und ich haben uns jung kennengelernt. Ich war damals knapp 19 und er ein halbes Jahr älter als ich – wir kennen uns also in diesem Jahr 40 Jahre. Im verflixten 7. Jahr haben wir geheiratet, ein halbes Jahr später wurde unsere Tochter geboren, zweieinhalb Jahre später unser Sohn. Als die Kinder schulpflichtig waren, bin ich wieder arbeiten gegangen. Im Oktober 1997 stellte ich fest, dass ich wieder schwanger bin. 

Das war eine wunderbare Überraschung, bedeutete aber für mich eine große Umstellung, weil es hieß: Alles auf Anfang. Ich fand keinen Kindergartenplatz und musste meinen alten Job aufgeben. Die nächsten Jahre hielt ich mich beruflich mit geringfügigen Beschäftigungen über Wasser. Ich wollte nicht ganz den Anschluss verlieren.

Erst 2005 habe ich wieder einen Halbtagsjob gefunden, leider nicht im medizinischen Bereich, was ich gerne getan hätte. Als Arzthelferin, war ich viel zu lange aus dem Beruf raus. Das Krankenhaus, in dem ich 12 Jahre gearbeitet hatte, gab es nicht mehr und so blieb mir nichts weiter übrig, als im Einzelhandel anzufangen.

Bis zu meiner Erwerbsminderungsrente 2013, die ich aus gesundheitlichen Gründen erhalten habe, arbeitete ich 25 Stunden bei einer großen Drogeriekette. Meine Kinder sind heute 33, 30 und 21 Jahre alt. Meine beiden Großen leben schon lange nicht mehr unter unserem Dach.

Unsere Tochter ist schon während ihres Studiums mit ihrem späteren Ehemann zusammengezogen und mein großer Sohn ist 2014 nach seinem Studium in seine erste eigene Wohnung gezogen. Im Moment lebt nur noch unser jüngster Sohn bei uns. Und da er noch mitten im Studium ist und anschließend seinen Master machen möchte, wird es sicherlich auch noch etwas dauern.

Und du hast ja auch schon einen Enkel. 

Genau. Und den kann ich zum Glück relativ häufig sehen. In der Schwangerschaft ging es meiner Tochter nicht gut und ihr damaliger Mann hat sehr viel gearbeitet und war ständig beruflich unterwegs. Irgendwann kam die Frage, ob wir uns vorstellen könnten, dass meine Tochter die restlichen vier Monate und das erste halbe Jahr mit Baby bei uns wohnt.

Wir bauten also den oberen Bereich neu aus und unsere Tochter zog drei Monate vor der Geburt zu uns. Wenn man schon während der Schwangerschaft tagtäglich mit der werdenden Mama zusammen ist, erhält man irgendwie ein ganz anders Gefühl für dieses kleine Wesen, das da im Bauch heranwächst. 

Ich begleitete meine Tochter zu den Gesprächen mit der Hebamme, stand Ihr bei, als die Cerclage kurz vor dem errechneten Geburtstermin gezogen wurde zur Seite, war beim ersten Fehlalarm mit im KH und auch am Tag der Geburt – jedenfalls so lange, bis mein Schwiegersohn aus Köln eintraf. 

Im Laufe der nächsten anderthalb Jahre waren unsere Tochter und unser Enkel immer wieder für einen längeren Zeitraum zu Besuch.  So bekamen wir auch mit, dass die Ehe nicht mehr lief. Im Juli 2017 zog meine Tochter mit unserem Enkel wieder zu uns.

Das war sicher auch wieder eine Umstellung – plötzlich war da wieder ein Kleinkind im Haus. 

Ja, meine Tochter fing zudem wieder an zu arbeiten und wir Großeltern passten währenddessen von morgens 7 Uhr bis abends 18 Uhr auf meinen Enkel auf.  Ich ging mit ihm stundenlang spazieren damit er Mittagsschlaf machen konnte, ich ging mir ihm zum Kinderturnen und machte später auch die Eingewöhnung. Wir waren ein tolles Team.

Wie ging es weiter?

Nach einem Jahr schwieriger Suche fanden wir dann auch endlich eine Wohnung für die beiden in unserer Nähe. Man macht sich gar keine Vorstellungen, wie wenig Vermieter wirklich gewillt sind, Alleinerziehende mit Kind als Mieter zu akzeptieren.  Hätte mein Mann nicht die Wohnung gemietet, würden wohl beide immer noch bei uns im Haus wohnen. 

Mit der eigenen Wohnung änderte meine Tochter ihre Arbeitszeiten und hat seitdem montags und mittwochs frei. An den anderen Tagen und zwei Samstagen im Monat blieb die Betreuung bei mir, bis unser Enkel in die Kita kam.

Wie oft siehst du deinen Enkel momentan?

Seit letzten Sommer wohnt meine Tochter mit ihrem neuen Lebenspartner zusammen. Was ich natürlich absolut befürworte und mich für alle sehr freue. Meine Tochter arbeitet als Department Managerin im Einzelhandel mit wechselnden wöchentlichen Diensten und mein neuer zukünftiger Schwiegersohn ist Rettungssanitäter, hat demzufolge auch Schichtdienst.

Deshalb hole ich unseren Enkel weiterhin dienstags und donnerstags aus der Kita, am Freitag gehts mit ihm zum Wochenendeinkauf und manchmal schläft er auch bei uns. Alle zwei Wochen ist mein Enkel bei seinem Vater in Berlin.

Du hast Dich nach einer Geschichte gemeldet, in der es um Vergleiche unter Müttern geht. Deine Kinder sind ja längst erwachsen – kannst Du Dich daran erinnern, ob Du dich früher auch oft mit anderen Müttern verglichen hast?

Wir neigen ja gerne dazu, vieles aus der Vergangenheit zu glorifizieren und besser zu sehen, als es eigentlich war. Das möchte ich nicht. Dennoch kann ich mich nicht erinnern, dass wir damals unter uns Müttern derartige Vergleiche gemacht hätten, wie es die heutigen Mütter tun.  Natürlich haben wir auch mal über die eine oder andere Mutter nicht ganz so nett gesprochen. Aber es ging nicht um dieses "Wer leistet mehr?" 

Das lag wohl daran, dass die meisten Mütter nur halbtags berufstätig war. Die meisten Familien lebten noch nach dem alten Rollenverständnis und das hat seltsamerweise auch niemand so richtig infrage gestellt. Dass Mütter auch Karriere machen wollen und können – das kam erst in der Generation nach uns auf. 

Du kannst ja mit Abstand auf unsere Müttergeneration schauen – wie erlebst du uns?

Manchmal, wenn ich auf die jungen Mütter von heute sehe, sehe ich eine große innere Hektik. Niemand ruht in sich, alle sind irgendwie ständig auf Achse. Niemand hat für nichts wirklich richtig Zeit und die wohltuende Balance zwischen Beruf und Familie scheint irgendwie abhandengekommen zu sein. Die Mütter von heute kommen mir vor wie Hamster in ihren Laufrädern.

Woran liegt das deiner Meinung nach?

Der Druck ist da enorm hoch. Nicht nur im Beruf, auch als Mutter, Ehefrau, Geliebte und Freundin. Im Fernsehen und im Internet werden jungen Müttern heute Geschlechtsgenossinnen präsentiert, die Anwältinnen, Ärztinnen, Unternehmerinnen sind.

Selbstredend sind sie nicht nur beruflich erfolgreich, sondern obendrein fantastisch aussehend mit einem blendend gutaussehenden Mann an ihrer Seite.

Natürlich mit zwei Prachtexemplaren an Kindern und einem schicken Haus am Stadtrand oder einem Loft inmitten des angesagtesten Viertels der Stadt. Wie soll sich da eine ganz normale Frau mit Halbtagsjob wiederfinden und mit dem, was sie hat oder ist zufrieden sein?

Was sind die größten Unterschiede zu zu früher?

Früher gab es eine höhere Bereitschaft, einfach erstmal Mama zu sein. Heute beschäftigen die Frauen die Angst, beruflich den Anschluss zu verpassen, keinen Job mehr zu finden, später keine Rente zu bekommen. Früher hat niemand die Augenbrauen hochgezogen, wenn eine Frau nur halbtags gearbeitet hat oder erstmal länger zu Hause geblieben ist.

Ich habe das Gefühl, dass sich heute Frauen dafür rechtfertigen müssten. Viele Frauen hetzen durch ihr Leben, kein Wunder, dass so viele junge Mütter heute psychisch und physisch erkranken.

Bitte, nicht falsch interpretieren. Ich finde es gut, dass Frauen heute emanzipiert sind und ihren eigenen Beruf haben. Aber letztendlich ist Karriere nicht das Leben- es ist nur ein Teil und manchmal nicht unbedingt der Wichtigste.

Was würdest Du unserer Elterngeneration wünschen?

Mehr Gelassenheit das Leben und die Dinge so zu nehmen, wie sie sind.  Selbstoptimierung – ein Wort, das ich gar nicht mag – aus dem Wortschatz zu streichen und nicht ständig darauf zu schauen, was andere erreicht haben, besitzen oder welchen beruflichen Erfolg sie zu verbuchen haben. Das Leben vergeht schneller als man es sich wünscht.

Wie erlebst Du unsere Elterngeneration im Umgang mit den Kindern?

In den letzten Jahren mit meinem Enkel ist mir aufgefallen, dass heute von Kindern so viel mehr erwartet wird als noch von meinen Kindern. Leistung wird heute ganz groß geschrieben. Das fängt beim Babyturnen an, geht über möglichst viel Förderung in Kita und Schule bis dahin, dass alle studieren sollen. 

Ich habe das Gefühl, für verträumte Kinder ist kaum noch Platz. Spätestens in der Schule ist die verträumte Kindheit vorbei. Neulich erst habe ich zwei Mütter in der Kita gehört, die darüber sprachen, dass für ihre Kinder nur Privatschulen und Abitur in Frage kommen. Das finde ich schade.

Jedes Kind ist anders und nicht jedes Kind wird ein Absolvent einer Elite-Uni. Warum macht man sich so früh darüber einen Kopf und lässt die Kinder nicht einfach mal Kinder sein? petra2 - Oma Petra: „ Mütter von heute kommen mir vor wie Hamster in ihren Laufrädern“ -

 

 

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8 Kommentare

  1. Hamster in Laufrädern
    Ich empfinde das Interview so gar nicht als abwertend oder belehrend. Sie beobachtet doch lediglich, bei ihrer Tochter & anderen Müttern, dass diese einfach extrem be-/überlastet sind. Und da hat sie doch absolut Recht! Wer von uns fragt sich das denn nicht beinahe täglich, ob das alles noch normal ist, ob es das wert ist, durchs Leben und durch den Alltag zu hetzen, ständig die Zeit im Nacken! Und ja, es stimmt, viele Väter machen weiter wie bisher, verdienen Geld, steigen auf, machen Karriere & bekommen später mal 53% mehr Rente. Unfair! Wenn Menschen Kinder großziehen, sollte das verdammt nochmal der Gesellschaft, dem Staat mehr wert sein als knapp 200€ Kindergeld, im Alter arme Mütter, Burnout-gefährdete Mütter und Familien, die permanent unter zu wenig Zeit & Geld leiden – von den Alleinerziehenden ganz zu schweigen, die total im Stich gelassen werden.
    Als berufstätige Mutter mit einem 25-Stunden-Teilzeitjob in einer stressigen Branche und damit verbundenen Mehrstunden, langen Abenden am Schreibtisch, oftmals auch an den freien Tagen, Erreichbarkeit in der Freizeit wünsche ich mir das oft anders. Das soll nicht heißen, dass ich nicht arbeiten möchte, aber der Druck heute ist sehr hoch & ich kenne viele Mütter, die extrem angespannt sind. Nicht umsonst steigen die psychischen Erkrankungen bei Müttern – die Mutter-Kind-Kurhäuser sind voll! Meiner Meinung nach gäbe es Wege, das zu entzerren. Darüber, eine Lebensarbeitszeit zu haben, wodurch sich Zeiten der Kindererziehung oder der Pflege Angehöriger abwechseln mit Vollzeitarbeit in jungen Jahren oder auch dann, wenn die Kinder größer sind. Oder das beide Partner 30 h arbeiten bei vollem Lohn und sich alles 50/50 teilen. Dann entstünde auch das Problem der Altersarmut bei Frauen nicht. Letztlich sind wir ein solch reiches Land & immer wieder wird dafür plädiert, Kinder zu bekommen um die „Generationen-Gerechtigkeit“ aufrecht zu erhalten. Sind Kinder da, ist es halt das „Hobby“ und das Problem der Eltern. Gesellschaftspolitisch sollte da etwas zurück kommen. Irgendwann bekommt Niemand mehr Kinder. Ich finde das einfach traurig, dieses Thema! Und insgesamt geht es immer auf Kosten der Mütter und Kinder.
    Sorry, dass der Text so lang ist, aber da bin ich auf 180 bei diesem Thema….

  2. Altersarmut?
    Mich verärgert der Beitrag. Eine solche Einstellung und einen solchen Lebensweg wie die Autorin kann man sich nur leisten, wenn genug Geld im Haus ist (vom Partner oder anderswo). Sie scheint sich nicht sorgen zu müssen, wie Brot, Milch, ein Kinobesuch oder mal ein Urlaub finanziert werden. Altersarmut ist für sehr viele Frauen dieser Generation traurige Realität. Ich sehe das in meinem eigenen Umfeld. Und das ist einer der Gründe, warum ich es für wichtig erachte, mehr als nur ein paar Stunden zu arbeiten.

  3. Sympathische Oma
    Danke für dieses schöne Interview. Anders als einige andere Kommentare vorher, verstehe ich es nicht so, als wollte Petra uns heutige Mütter abwerten oder uns vorwirft, karrieregeil zu sein. Vielmehr habe ich es als Wahrnehmen des Drucks, unter dem vor allem Mütter heute stehen, gelesen. Ich finde sehr sympathisch, dass sie ihre Tochter selbstverständlich unterstützt und die Betreuung des Enkels übernimmt. Erinnert mich an meine Eltern, die auch immer einspringen, wenn wir sie brauchen. Und dass die Väter nicht vorkommen, finde ich sehr verständlich, da der Vater vom Enkelkind im Alltag keine Rolle spielt. Vielleicht kann Oma Petra ja nochmal ein Update schreiben, wenn einer der Söhne Papa geworden ist. Liebe Grüße Maria

  4. Ich habe das Interview sehr
    Ich habe das Interview sehr positiv empfunden, nicht so „belehrend“, wie es scheinbar auf einige andere Leserinnen gewirkt hat. Das wir wieder weniger vergleichen sollten, finde ich eine wichtige Aussage.
    Liebe Grüße

  5. Abwertung?!
    Ich lese eine leise Abwertung heutiger Mütter heraus. Ja klar, die Mütter von heute und ihr vermeintlicher Anspruch auf Privatschule, Abitur und Elite-Hochschule.
    Solche Äußerungen sind in meinen Augen nichts als unhinterfragte Klischees. Generell ärgert es mich, dass die heute allgemein anerkannte Hypothese die ist, dass Frauen bzw. Mütter sich aufreiben, weil sie „perfekt“ sein wollen.
    Nein. Sie reiben sich auf, weil sie ihre Kinder vor Schwierigkeiten bewahren, sich ihre Partnerschaft erhalten, ein Leben in Altersarmut verhindern, Verpflichtungen wie die Betreuung oder Pflege von Angehörigen sowie Haushaltsführung erfüllen und neben alldem vielleicht auch noch eigenen Bedürfnissen nach Sozialkontakten außerhalb der Familie oder Hobbys nachkommen wollen. Mit „perfekt sein wollen“ hat das wenig zu tun.

    Ich muss sagen, das Interview hat mich ziemlich geärgert, weil für mich darin mitschwingt „Mütter, seid mal nicht so karrieregeil und perfektionistisch, dann geht es euch auch wieder besser“.
    Liebe „Oma Petra“, eine Heirat ist heutzutage keine Altersvorsorge mehr und auch Frauen möchten gerne einer befriedigenden beruflichen Tätigkeit nachkommen (und ich spreche hier explizit nicht von „Karriere“).

  6. Leider wird in dem Artikel
    Leider wird in dem Artikel gar nicht berücksichtigt, dass viele Mütter einfach arbeiten müssen, um Geld zu verdienen und zu überleben. Wie gern wäre ich 3 Jahre nur für meinen Sohn da gewesen, aber davon kann man leider nicht leben, schon gar nicht als alleinerziehend Mama. Mir reichen auch 20h/Wochen nicht aus, selbst mit einer Vollzeitstelle fehlt das Geld an allen Ecken, und da geht es weder um Urlaub, noch um andere “unnötige” Dinge.

  7. Wo sind die Väter?
    Ein interessanter Beitrag, aber wo sind mal wieder die Väter bzw. die Frage nach den Vätern?
    Ihr Mann bleibt als Vater unerwähnt, ihr ex-Schwiegersohn schien bzgl. ihrer Tochter u. Enkelkind karrierebedingt recht abwesend.

    Dass in einer Familie der Großteil vom Haushalt und „Kindermanagement“ (Betreuung, Besorgung der Ausstattung, Freizeitlogistik, Schule usw.) von den Müttern gestemmt wird, ist hinreichend belegt.
    Dass dabei berufstätige Frauen am Rad drehen ist völlig normal, aber die Antwort darauf heißt nicht „Karriere ist nicht das Leben“ und mehr Gelassenheit von den Müttern zu fordern. Bei dieser Logik spielt man den Ball wieder den vollbeschäftigten Müttern zu, die für ein gesellschaftliches Problem selbst die (unfaire) Lösung übernehmen müssen. Ist es also auch noch unsere Schuld, dass wir übermüdet von A nach B rennen, anstatt wie die 80er/90er Mütter die Nachmittage am Spielplatz zu verbringen?

    Die Angst vor der Altersarmut und beruflichen Sackgasse ist real. Letzteres veranschaulicht sogar der Lebensweg von „Oma Petra“, die aufgrund fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten eine berufliche Auszeit nahm und danach nicht mehr in ihren Job zurück konnte.
    „Karriere ist nicht das Leben“ brauchen die Frauen nicht zu hören, die Männer vielleicht schon.

  8. Interessanter Artikel
    Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Die Familien Konstellation der Autorin ist ähnlich wie bei uns Zuhause wir sind 31, 29 und 23 Jahr alt. Der Nachzügler hat sich einfach so angekündigt und die Mama war insgesamt 16 Jahre größtenteils Zuhause und nur für uns da. Ja es war schön, Sie war entspannter wie ich und viele Mütter es heute im Umkreis sind. Nicht falsch verstehen ich verteufle das gängige Modell von damals nicht, Stelle es aber definitiv in Frage, alles hat seine Zeit. Den lockeren Umgang mit den Kindern, Ihre Freiheiten und den niedrigeren Leistungsdruck wünschte ich mir oft selbst. Was hingegen nicht mehr Zeitgemäß ist, wie ich finde, ist das Bild der einfach nur Mama sein. Wir sollten mehr hin zum Gedanken 50/50 Paare kümmern sich gleichberechtigt um Kinder/Haushalt/Job und Freizeit. Evtl. Mag es sein das der Mann mehr verdient, aber warum ist das so? Mitunter deshalb weil sie nie oder nur sehr wenig Verpflichtungen neben dem Job haben und somit eine bessere Lobby? Besonders für unser Töchter sollten wir ein Modernes, finanziell unabhängiges Leben führen. Nicht weil wir alles können müssen oder besser sind als die Generationen vor uns. Sondern weil wir mehr an unser Zukunft denken sollten und was passiert wenn eine Partnerschaft Mal nicht mehr hält.

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