Polizei-Expertise im Familienalltag: So machst du dich und dein Kind stark!

Polizei-Expertise trifft Familienalltag

Jascha Wozniak und Laila Maria Witt. Foto: Michael Gabat

Ihr Lieben, wir wünschen uns doch alle, dass unsere Kinder unbeschwert und sicher aufwachsen können, fragen uns dabei aber öfter mal, wie wir uns selbst, aber auch unser Kind stark machen können. Bei Laila Maria Witt und Jascha Wozniak trifft Polizei-Expertise auf Familien-Alltagserfahrung. Gemeinsam haben sie das Buch „So machst du dich und dein Kind stark: Unbeschwert und sicher aufwachsen in herausfordernden Zeiten“ geschrieben, in dem es um den Umgang mit Mobbing genauso geht wie um den sicheren Schulweg.

Laila ist Fünffach-Mutter und betreibt einen vielgeklickten Familien-Education-Kanal auf YouTube, nahbar, pädagogisch fundiert und alltagstauglich. Jascha war 25 Jahre lang bei der Berliner Polizei tätig, unter anderem als Ermittler in der Operativen Gruppe Jugendgewalt und als Personenschützer beim LKA. Er ist Gründer von Kleine Helden Deutschland und hat mit seinen Gewaltpräventions- und Mobbingtrainings bereits fast 60.000 Kinder an Schulen trainiert.

Ihr Lieben, beginnen wir mit dem Klassiker: Wie erkläre ich meinem Grundschulkind, dass es nicht mit Fremden mitgeht – ohne ihm Angst zu machen?

Laila Maria Witt: Ich glaube, wir Eltern haben manchmal zu viel Angst davor, unseren Kindern Angst zu machen. Dabei ist Angst erst einmal nichts Negatives. Wir sprechen ja nicht von Horrorszenarien, sondern von einem gesunden Respekt und einer notwendigen Vorsicht.

Wenn mein Kind alt genug ist, sich allein draußen zu bewegen, muss ich ihm auch zutrauen, zu verstehen, dass nicht jeder Mensch gute Absichten hat und es mit Fremden niemals mitgehen darf. Jascha hat dafür eine wunderbare, einfache Formel gefunden: „Geschichte plus Auto gleich Lüge.“ Sobald ein Fremder ein Kind mit irgendeiner Geschichte zu einem Auto locken möchte, weiß das Kind: nicht hingehen.

Ihr sprecht von einem Aufwachsen in emotionaler Sicherheit und von Prävention durch Selbstbewusstsein, was genau meint ihr damit?

Laila Maria Witt: Eigentlich ist es eine einfache Kausalkette: Je stärker das Urvertrauen eines Kindes, desto größer kann sein Vertrauen in sich selbst werden. Und je selbstsicherer ein Mensch ist, desto weniger angreifbar ist er nach außen. Viel davon haben wir Eltern in der Hand: In den ersten Lebensjahren Bedürfnisse verlässlich erfüllen und Geborgenheit schenken und sobald das Kind beginnt, sich von allein zu lösen, ihm immer mehr zutrauen und erlauben.

Häufig machen Eltern es aus alten Glaubenssätzen heraus genau andersherum: Vom Baby wird erwartet, allein zu schlafen oder sich selbst zu regulieren, obwohl sein Nervensystem dazu noch gar nicht bereit ist. Und wenn das Kind später bereit ist, sich zu lösen und selbstständiger zu werden, bremsen wir es aus Sorge, dass ihm etwas zustoßen könnte.

Das kann ein Kind in seinen eigenen Fähigkeiten verunsichern: Wenn mir wenig zugetraut wird, traue ich mir irgendwann selbst weniger zu und genau diese Unsicherheit kann sich auch in meiner Außenwirkung zeigen.

Es braucht auch eine starke Fehlerkultur im eigenen Zuhause und ihr plädiert auf ein Recht auf Widerworte. Habt ihr hier eine konkrete Situation für uns?

Laila Maria Witt: Wir Eltern neigen manchmal ganz unbewusst dazu, unseren Kindern unseren eigenen Willen aufzudrücken und ich meine damit ausdrücklich nicht Situationen, in denen Kinder auf uns hören müssen. Ein ganz banales Beispiel: Ich habe eine wunderschöne rosa Jacke für viel Geld gekauft und möchte nun natürlich, dass mein Kind sie auch toll findet.

Sagt es aber: „Nein, die gefällt mir nicht“, ist dieses Widerwort etwas Gesundes. Mein Kind lernt: Ich darf eine andere Meinung haben, ich darf Nein sagen und mein Nein wird gehört. Denn genau das wollen wir später auch: dass unser Kind nicht etwas tut, nur weil ein Freund, ein Erwachsener oder irgendein anderer Mensch es von ihm verlangt.

Welche Gefahrenlagen können unseren Kindern auf dem Schulweg begegnen – und wie können sie adäquat darauf reagieren?

Schulweg
Foto: pixabay

Laila Maria Witt: Das lässt sich pauschal kaum beantworten, denn jeder Schulweg ist anders. Deshalb raten wir Eltern, den konkreten Weg einmal bewusst mit den Augen ihres Kindes abzugehen: Wo gibt es unübersichtliche Stellen, wo wenig Menschen, welche Situationen könnten schwierig werden und wo findet mein Kind im Zweifel Hilfe?

Viel wichtiger, als sämtliche Gefahren aufzuzählen, ist es, konkrete Situationen vorher gemeinsam durchzusprechen und dem Kind einfache Handlungsstrategien mitzugeben. Genau das ist auch ein wichtiger Teil von Jaschas Training.

Jascha Wozniak (auch Antwort auf Frage 1): Auf dem Schulweg kann ein Kind leider auch mit Situationen konfrontiert werden, in denen Kriminalität eine Rolle spielt – etwa wenn es von einem Fremden angesprochen, zum Mitkommen aufgefordert oder sogar in ein Auto gelockt werden soll. Genau deshalb reicht der klassische Rat „Lass dich nicht ansprechen, geh mit niemandem mit und steig zu keinem ins Auto“ nicht aus. Kinder müssen wissen, was sie konkret tun sollen, wenn es tatsächlich passiert.

Ich habe dafür eine sehr klare Grundregel entwickelt: Ein Kind soll die Geschichten, die ein fremder Erwachsener erzählt, grundsätzlich nicht auf ihre Wahrheit überprüfen. Ein Kind kann und soll nicht unterscheiden müssen, ob ein Fremder nett wirkt, ob seine Geschichte glaubwürdig klingt oder ob er tatsächlich Hilfe braucht. Denn genau an dieser Stelle versuchen Täter häufig, an die gute Erziehung der Kinder zu appellieren.

Sie erzählen Geschichten, bitten um Hilfe oder erzeugen das Gefühl, das Kind müsse höflich und folgsam sein. Das muss ein Kind nicht sein. Kein vernünftiger Erwachsener bringt ein Kind in eine Situation, in der es einem fremden Erwachsenen folgen oder mit ihm mitgehen soll. Die Aufgabe des Kindes ist deshalb nicht, die Situation zu lösen oder herauszufinden, ob der Fremde die Wahrheit sagt. Die Aufgabe des Kindes ist: weg von diesem Ort und hin zu anderen Menschen.

Dafür gibt es in meinem Konzept sehr einfache Formeln und Übungen, die Kindern auch unter Stress abrufbar bleiben. Eine davon ist die Schulformel „Geschichte + Auto = Lüge“. Sie hilft dem Kind, gar nicht erst darüber nachzudenken, ob die Geschichte stimmen könnte. Wenn ein Fremder eine Geschichte erzählt und gleichzeitig möchte, dass das Kind zu seinem Auto kommt oder einsteigt, gilt: nicht diskutieren, nicht überlegen, sondern flüchten.

Ein weiteres Element ist die sogenannte „Kleine Helden Arschbombe“ aus meinem Kleine Helden Training. Dabei lernt das Kind, sich nicht mitziehen zu lassen, sondern sich auf den Boden zu setzen und sich dort zu wehren. Es geht ausdrücklich nicht darum, einen Täter zu besiegen – das wäre eine völlig falsche Erwartung. Es geht darum, sich wehrhaft zu verhalten, einen Moment zu gewinnen und anschließend wegzulaufen.

Dazu kommt die 7-Sekunden-Regel: Das Kind soll sich auf der Flucht lautstark bemerkbar machen und innerhalb dieser entscheidenden ersten Sekunden dafür sorgen, dass andere Menschen aufmerksam werden und helfen können. Ich benutze dafür gerne das Bild: „Wenn du laut schreist, gehen am Himmel die Scheinwerfer an.“ Der Täter steht dann bildlich gesprochen im Rampenlicht und andere Menschen können sehen und hören, was passiert. Wer dagegen ganz leise bleibt, macht es den Helfern unnötig schwer, die Situation überhaupt wahrzunehmen.

Ein wichtiger Bestandteil des Trainings ist außerdem die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Helfern. Kinder lernen, dass ein Täter genau ihre gute Erziehung ausnutzen kann: „Sei doch nett“, „Hilf mir bitte“, „Meine Katze ist weggelaufen“, „Komm, ich muss dir etwas zeigen.“ Das Kind soll verstehen: Es ist nicht seine Aufgabe, einem fremden Erwachsenen zu helfen. Und es darf laut, unhöflich und konsequent sein, wenn es um seine eigene Sicherheit geht.

Dabei darf die Verantwortung aber niemals allein beim Kind liegen. Prävention beginnt schon vor dem ersten Schultag. Eltern und Kinder sollten gemeinsam den sichersten Schulweg auswählen – und der ist nicht automatisch der kürzeste. Sinnvoll ist es außerdem, gemeinsam Geschäfte oder andere geeignete Anlaufstellen entlang des Schulwegs aufzusuchen und dort mit den Mitarbeitern zu sprechen. Das Kind sollte wissen: Wenn ich mich bedroht fühle, kann ich hier hineingehen und um Hilfe bitten. So wird aus einem abstrakten „Pass auf dich auf“ ein konkreter Plan.

Unser Ziel im Buch ist deshalb nicht, Kindern Angst vor Fremden zu machen. Wir möchte ihnen vielmehr Sicherheit durch klare Regeln und eingeübtes Verhalten geben. Ein Kind muss in einer solchen Situation nicht höflich sein, nicht diskutieren und nicht herausfinden, ob ein fremder Erwachsener „wirklich böse“ ist. Es muss nur eines wissen: Ich darf Nein sagen. Ich darf laut sein. Ich darf mich wehren. Und ich darf weglaufen.

Und wenn sich nun im Bus oder in der Bahn eine Person neben unser Kind setzt, die ihm unangenehm ist, wie kann es reagieren?

Polizei-Expertise
So machst du dich und dein Kind stark!

Jascha Wozniak: Wenn Kinder älter werden und der Schulweg länger wird, gehören Bus und Bahn für viele ganz selbstverständlich zum Alltag. Damit verändert sich auch die Art der Vorbereitung: Kinder müssen lernen, sich in öffentlichen Verkehrsmitteln sicher zu bewegen und in unangenehmen oder brenzligen Situationen richtig zu reagieren.

Dabei sind für uns fünf Dinge besonders wichtig: Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit, Orientierung, ein sicherer Platz und ein Plan B. Kinder sollten ihre Umgebung wahrnehmen können – deshalb beispielsweise nicht mit beiden Ohren durch Kopfhörer von der Außenwelt abgeschottet sein. Auch an der Haltestelle gilt: aufmerksam bleiben, Abstand zur Fahrbahn halten und nicht drängeln oder schubsen.

Wer allein unterwegs ist, sollte sich möglichst einen festen „Ankerplatz“ suchen, an dem er sich sicher fühlt und Orientierung hat. Im Bus kann das beispielsweise ein Sitzplatz in der Nähe des Fahrers oder der Fahrerin sein. Und ganz wichtig: Ein Kind sollte immer wissen, wo es ist und wie es ans Ziel kommt.

Deshalb gehört auch ein Plan B dazu: Was mache ich, wenn der Bus ausfällt, ich die Haltestelle verpasse oder unerwartet aussteigen muss? Und schließlich sollten Kinder wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sich etwas falsch anfühlt. Der Fahrer oder die Fahrerin kann in einer solchen Situation eine wichtige Anlaufstelle sein.

Das sind nur einige der Grundprinzipien. Im Buch gehen wir deutlich genauer darauf ein, wie Kinder sich in Bus und Bahn verhalten können, welche Situationen sie vorher einmal gedanklich und praktisch durchspielen sollten und wie Eltern sie darauf vorbereiten können, um sie sicher und stark zu machen.

Denn auch hier gilt: Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass wir nur Kindern sagen, was alles passieren könnte, sondern dadurch, dass sie wissen, was sie tun können, wenn etwas passiert.

Ihr gebt auch Tipps für den Sportverein, welche Ratschläge habt ihr da für Kinder?

Jascha Wozniak: Gerade Sportvereine sind für Kinder wichtige Orte: Sie bieten Gemeinschaft, Vertrauen und enge Beziehungen zu Trainern und anderen Erwachsenen. Genau diese Nähe macht einen konsequenten Kinderschutz besonders wichtig. Dabei geht es nicht darum, Vereine unter Generalverdacht zu stellen, sondern darum, Strukturen zu schaffen, die Kinder schützen und gleichzeitig auch Trainerinnen, Trainer und Vereine absichern.

Wir sind deshalb überzeugt, dass jeder Verein verbindliche und selbst verpflichtende Kinderschutz-Leitlinien haben sollte. Dazu gehören beispielsweise eine klar benannte Kinderschutzbeauftragte oder ein Kinderschutzbeauftragter, die Prüfung des erweiterten Führungszeugnisses für Personen, die mit Kindern arbeiten, und eindeutige Regeln für den Umgang mit Nähe und Distanz. Entscheidend ist, dass Kinderschutz nicht nur auf dem Papier existiert, sondern im Vereinsalltag gelebt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage: Wie gehen Täter vor? Im Buch beschreibe ich dazu einen sechsstufigen Plan und zeige typische Vorgehensweisen auf. Ebenso wichtig ist aber die Frage, wie Eltern und Verantwortliche reagieren sollten, wenn es einen Verdacht gibt. Hier kann man sehr viel falsch machen – gerade deshalb ist es wichtig, besonnen und möglichst rechtssicher vorzugehen und nicht vorschnell selbst Ermittlungen führen zu wollen.

Für Eltern stellt sich außerdem die schwierige Frage: Woran kann ich erkennen, dass mein Kind möglicherweise sexuelle Gewalt im Verein erlebt hat? Auch darauf gehen wir ein und beschreiben mögliche Warnsignale, ohne einzelne Verhaltensweisen automatisch als Beweis für einen Missbrauch zu interpretieren.

Und weil Täterstrategien oft abstrakt bleiben, haben wir dieses Kapitel auch mit realen Fällen aus dem Vereinsumfeld angereichert. Diese Beispiele zeigen sehr eindrücklich, wie Täter Vertrauen aufbauen, Grenzen verschieben und Strukturen ausnutzen können. Das hat durchaus einen gewissen True-Crime-Charakter, aber vor allem einen pädagogischen Zweck: Die Fälle sollen helfen, Muster zu erkennen und dadurch früher aufmerksam zu werden.

Das alles können wir an dieser Stelle natürlich nur anreißen. Das Buch geht hier deutlich tiefer und verbindet konkrete Prävention mit Täterstrategien, Warnsignalen und Handlungsmöglichkeiten für Eltern und Vereine.

Wie bringen wir unseren Kindern einen halbwegs sicheren Weg für die digitale Welt bei?

Laila Maria Witt: Für mich sind es zwei Dinge: Zum einen Begleitung und Vertrauen. Mein Kind sollte wissen: Egal, was mir online passiert oder welchen Fehler ich gemacht habe, ich kann immer zu meinen Eltern kommen, ohne Angst vor Ärger haben zu müssen. Und zum anderen müssen wir das Leben außerhalb der digitalen Welt stärken. Kinder sollten erleben, dass echte Beziehungen, echte Abenteuer, Bewegung, Langeweile und das wirkliche Leben immer wichtiger und erfüllender bleiben als das, was auf einem Bildschirm passiert.

Bei aller Vorsicht, welche Situationen haben euch mit euren Kindern oder bei der Arbeit als Polizist trotzdem noch überrascht?

Kind in der Stadt
Foto: pixabay

Laila Maria Witt: Was ich nach 20 Jahren als Mutter von fünf Kindern und über zehn Jahren in der Familienberatung mit Sicherheit sagen kann: Kinder schaffen es immer wieder, uns zu überraschen. Sie denken anders, reagieren anders und finden manchmal Lösungen, auf die wir Erwachsenen niemals gekommen wären. Sich immer wieder auf ihre Perspektive und ihre Art zu denken, einzulassen, ist eine wunderschöne, manchmal herausfordernde Aufgabe und ich glaube, sie hält uns Erwachsene auch ein Stück weit jung und beweglich.

Jascha Wozniak: Ein Erlebnis aus meiner Polizei-Zeit ist mir bis heute besonders im Gedächtnis geblieben. Ein Kind wurde auf dem Schulweg von einem fremden Mann angesprochen und aufgefordert, mit ihm mitzugehen. Das Kind wollte das nicht und ging weiter. Der Mann lief dem Kind jedoch hinterher. Erst nach etwa 150 Metern griff eine Mutter ein, die mit ihrem eigenen Kind auf dem Weg zur Schule war. Daraufhin flüchtete der Fremde. Wir konnten ihn später ermitteln.

Was mich dabei besonders überrascht und beschäftigt hat, war die Antwort des Kindes auf meine Frage, warum es nicht einfach in eines der vielen Geschäfte auf dem Schulweg gegangen sei, um dort Schutz und Hilfe zu suchen. Die Antwort war: „Ich hatte doch kein Geld. Ich dachte, ich muss etwas kaufen und sonst schimpft der Verkäufer mit mir.“

Dieser Satz hat mir sehr deutlich gezeigt, wie anders Kinder Situationen bewerten als Erwachsene. Für uns ist selbstverständlich, dass ein Kind in einer solchen Situation in ein Geschäft gehen und um Hilfe bitten darf. Für das Kind war diese Möglichkeit überhaupt nicht selbstverständlich, weil es gelernt hatte: In einem Geschäft kauft man etwas – und ohne Geld darf man dort vielleicht nicht einfach bleiben.

Genau solche Gedanken müssen wir in der Prävention berücksichtigen. Es reicht nicht, Kindern zu sagen, was sie im Notfall tun sollen. Wir müssen ihnen diese Situationen vorher erklären, mit ihnen durchspielen und ihnen ausdrücklich die Erlaubnis geben, Regeln zu brechen, wenn es um ihre Sicherheit geht.

Daher sage ich bewusst: Kinder brauchen die innere Erlaubnis! Du musst in einer Gefahrensituation nichts kaufen. Du darfst in einen Laden gehen, laut um Hilfe bitten und dich an einen Erwachsenen wenden. Dieses Erlebnis hat mir als Polizist und später auch in meiner Arbeit mit Kindern in meinem Kleine Helden Training gezeigt, dass zwischen dem, was Erwachsene für selbstverständlich halten, und dem, was ein Kind tatsächlich denkt, manchmal Welten liegen.

Polizei-Expertise trifft Familienalltag: Was möchtet ihr Eltern schlussendlich noch mit auf den Weg geben, um ihnen Mut zu machen?

Laila Maria Witt: Familienstärke und Sicherheit entstehen nicht in einem einzigen Moment, sondern in einem fortlaufenden Miteinanderwachsen. Und dabei ist es völlig egal, an welchem Punkt wir gerade stehen, ob wir schon vieles richtig gemacht haben oder im Rückblick manches anders machen würden. Wir können jeden Tag neu anfangen, an dieser Verbindung und Sicherheit zu bauen. Es ist nie zu spät dafür.

ae6fd6d849c4410a82d091437868654c


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert