Béa Beste sagt: Erziehen ist ein Kinderspiel. Kann das denn sein?

Grimasse

Ihr Lieben, wünscht ihr euch auch manchmal einen Ziel-Einlauf in Sachen Erziehung, ein Ankommen, ein Ende des Marathons? Eine Urkunde, dass ihr es jetzt geschafft habt und euch zurücklehnen könnt 😉? DAS wäre schön, oder?

Da das leider nicht geht und die Begleitung unserer Kinder weiter anhält (zum Glück!), freuen wir uns immer über neue, überraschende Ideen und Herangehensweisen. Diese hat unsere liebe Kollegin Béa Beste nun in ihrem etwas anderen Erziehungsratgeber zusammengefasst, in: Erziehen ist ein Kinderspiel (Affiliate Link) – mit acht genialen Strategien für ein Familienleben mit Humor und Leichtigkeit. WER WÜNSCHT SICH DAS NICHT!? Am Ende dieses Beitrages verlosen wir auch noch drei Exemplare!

Erziehen ist ein Kinderspiel – wenn wir es zu einem machen!

Béa Beste: Erziehen ist ein Kinderspiel (Affiliate Link)

Wenn wir also lieber glücklich statt perfekt sein wollen und lieber fantasievoll improvisieren, statt Sklavinnen starrer Regeln zu sein, dann könnten Béas Strategien goldrichtig für uns sein. Denn sie erklärt anhand von prominenten Kindervorbildern ihre Strategien, die dann z.B. so heißen:
– Das Bambi-Prinzip: Was Elternliebe alles bewirken kann
– Das Drei-Musketiere-Prinzip: Zusammen schaffen wir alles!
– Das Tom-Sawyer-Prinzip: Wie man aus Schwächen Stärken macht
– Das Madagaskar-Pinguin-Prinzip: Lächeln und winken …

Ihr wollt mal hören, wie so etwas aussehen kann? Dann lest mal, wie Béa für ihre Kinder manchmal öffentlich wie ein Frosch zu quaken beginnt. Ihr runzelt die Stirn? Jahaaa, die Vorschläge sind definitiv überraschend – und zwar eben auch für eure Kinder, was dann in der Situation selbst wohl einfach nur zur Entlastung führen kann….

Kinder lachen 400-mal am Tag!

Aber wusstet ihr, dass Kinder über 400-mal am Tag lachen, Erwachsene im Schnitt nur 20-mal – Tendenz weniger? Dabei ist das alles sehr gesund, eigentlich sogar Sport: 300 Muskeln betätigen wir, der Gasaustausch über die Lunge ist dreimal so hoch und die Lunge versorgt uns besser mit Sauerstoff. Und nicht nur diese Extraportion tut dem Gehirn gut: Lachen wir, werden Endorphine freigesetzt – wir fühlen uns wohl. Selbst das Schmerzzentrum bekommt eine hormonale Veränderung ab, entspannt sich und das Immunsystem wird durch das Lachen angeregt.

Autorin Béa Beste lacht selbst sehr gern. Foto: Malina Ebert

Also los: So bringen mehr Lachen und Leichtigkeit in unseren Familienalltag:

Von unerwarteter Albernheit und universellem Ulken.

Dieses Kapitel dürfen wir mit freundlicher Genehmigung hier abdrucken.

Kinder lieben Erwachsene, die herumalbern! Grimassen schneiden, zwinkern, popowackeln, mit verstellter Stimme reden, lustige Laute von sich geben … das Repertoire kann unerschöpflich sein!

Allerdings verlassen uns die guten Ideen, wenn die Situation etwas außer Kontrolle gerät. Mein Tipp ist, immer etwas parat zu haben, was sicher funktioniert. Ich kann ziemlich wirkungsvoll ein richtig komisches Froschgeräusch machen, indem ich Luft in die Wangen nehme und dann herauspresse – »Quaaaaahhhhck!« Beim ersten Mal

gucken mich kleine und große Menschen ziemlich irritiert an; wenn ich weitermache, kommen sie irgendwann nicht umhin zu lachen. Na gut, in Ämtern kommt das weniger gut an. Aber sonst wirkt es … bis es nicht mehr wirkt. Als meine Tochter in der Pubertät war, bekam ich die Quittung in einem Restaurant: »Ach ne, komm jetzt nicht mit

deinem peinlichen Gewürgter-Kermit-Geräusch!« Das saß. Ich dachte kurz daran, entmutigt aufzuhören, und dann schoss mir durch den Kopf: »Ich habe eh Level ›peinlich‹ erreicht, jetzt ist alles egal!«, und habe wie gewohnt weitergemacht.

Noch ein »Quaaaaahhhhck!«

Strafender Blick. Augen verdrehen. Ihr Lippen formten stumm: »Pein-lich!«

Noch ein »Quaaaaahhhhck!«

Anstarren. Blinzeln. Anstarren. Lässiger Schluck aus dem Cola-Glas. Und jetzt kam mein großer Moment: ein letztes

»Quaaaaahhhhck!«.

Prusten. Cola spritzt in die Gegend. Lachflash, Kellner inklusive. Geht doch!!!

Natürlich habe ich nicht nur mein Frosch-Geräusch auf Lager, sondern agiere auch öfters aus der Situation heraus – und da geht vieles, vom nonverbalen Schielen bis hin zum theatralischen Skandieren des letzten Satzes, der gerade fiel. Requisite kann auch helfen:

Kennt ihr die roten oder bunten Schaumstoff-Clownsnasen, die ihr in Verkleidungsläden für einige Cent bekommt? Passen in jede Hosentasche und können einen genialen Effekt haben, ohne dass ihr viel mehr dazu tun müsst.

Liebe Béa, wie wäre es denn eigentlich, wenn du uns den »Quaaaaahhhhck!« mal als Video aufnimmst und in Social Media teilst? Ich glaube, wir und unsere Leserinnen würden das durchaus mal gerne sehen, oder? ODER?!

GEWINNSPIEL:

IHR WOLLT MEHR DAZU LESEN? DANN KÖNNT IHR HIER JETZT DREI EXEMPLARE DES BUCHES GEWINNEN! Erzählt dazu einfach in den Kommentaren hier im Blog, wann ihr euch zuletzt über eine eigene Erziehungssituation an den Kopf gepackt habt. Die GewinnerInnen werden innerhalb einer Woche nach Erscheinen dieses Textes per Mail informiert.

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28 Kommentare

  1. Es gibt immer wieder Momente, da drohe ich aus dem Affekt heraus Dinge an (als Strafe), die richtig bedacht ziemlich unsinnig sind.Bei kleinen Kinder mag das noch nicht so ins Gewicht fallen. Aber eigentlich will ich solche Dinge generell vermeiden. Ist aber oft nicht so einfach.
    Ich denke, dieses Buch würde sicherlich helfen, mal ganz andere Blickwinkel kennenzulernen und dann das was für einen passend scheint auch mal in der eigenen Familie auszutesten.

  2. Nach dem heutigen Tag und 2 Riesenwutanfällen unseres Dreeinhalbjährigen bin ich mal wieder auf der Suche nach Tipps zur entspannten Deeskalation. Ich würde mich freuen diesen Ratgeber während meines verdienten Feierabends zu lesen, um in Zukunft mit etwas Augenzwinkern zu reagieren. Danke!

  3. Hallo!
    Das Buch hört sich wirklich interessant an. Bei Tobsuchtanfällen des 3 Jährigen weiß ich oft nicht wie ich die Situation auflösen soll. Die Idee mit der Clownsnase find ich da schon mal toll, so eine muss ich mir zulegen!
    Grüße
    Michaela

  4. Beim Mitttag bzw Abendessen.
    Unser Sohn (vier) kommt nicht zum Tisch und wenn wir fertig sind fängt er an zu essen.
    Wenn man ihn bittet und betet zum Tisch zu kommen und dann lauter wird, rastet er aus..
    Mehr lachen würde uns gut tun.

  5. Hallo, ich habe zwei Pflegekinder, die auch immer wieder viele und vor allem langanhaltende Wutanfälle haben und auch ich würde mich sehr über das Buch freuen

  6. Ich versuche auch hin und wieder die Dinge mit Humor zu nehmen, leider gelingt mir das bei meiner knapp 3 jährigen nicht immer, bzw. mir fehlen Ideen. Deswegen würde ich mich sehr über das Buch freuen 🙂

  7. Wenn mein Kleiner (3,5 Jahre) mal wieder in seiner Wut gefangen ist, suche ich bei ihm verzweifelt den „Aus“-Knopf. Ich drücke dann Nase, Bauchnabel und allerhand andere Stellen an seinem kleinen Körper, bis er lacht und sagt, dass der Knopf da nicht ist und ich weitersuchen muss. Klappt oft sehr gut, um aus der Wut gemeinsam auszusteigen. Wir würden uns über das Buch sehr freuen🤗

  8. Oh, das hätte ich auch gern! Ich versuche es schon oft mit Humor. Aber wenn man selbst richtig sauer ist… klappt das nicht so richtig. Immer noch keine Lösung hab ich für die Situation „überdreht rumhüpfen und dabei hyterisch kichern“. Wie kriegt man Kinder da raus?

  9. diese woche im urlaub. regenwetter, im mini-ferienhaus alleine mit beiden (2&4jahre). unser sohn bekommt oft arge wutanfälle in denen er auch gerne sachen kaputt macht. das ist echt heftig, vor allem kann ich irgendwann auch nicht mehr ( sachen schützen, ihn schützen, schwester schützen , mich schützen und dabei ruhig bleiben). und während ich das quaos im nötigsten aufräumte fingen sie n die küche auseinander zu nehmen udn hunger zu schreien. da wusste ich nicht mehr wie viel arme ich noch haben soll…. ich würde so situationen gern gelassener nehmen können, fände grade sein lassen können und das wir mit einem lachen da raus gehen können.

  10. Mein Sohn kommt jetzt wohl in die sogenannte Wackelzahn-Pubertät. Da haben wir täglich mehrmals Situationen, die im Wutanfall enden (abwechselnd das Kind, mein Mann, ich und die Zweijährige). Ein bisschen mehr Leichtigkeit wäre echt toll.

  11. Habe schon gemerkt wenn man selber gut drauf ist und sich nicht ernst nimmt, ist es viel harmonischer. Nur jeden Tag gut drauf sein, kann man leider auch nicht. Dann ist es sehr anstrengend.zu entertainen. So fühlt sich das dann an.
    Würde mich freuen, noch weitere Tipps zu lesen. Quark, Muh,miau!

  12. Jippiieee – mehr lachen und albern in der Erziehung wäre großartig!!
    Mein Mann kann das schon ziemlich gut, aber ich bin oft zu kopflastig. Da ich aber lernwillig bin und sehe wie oft es den Alltag entspannt und zum Wohlbefinden aller Familienmitglieder beiträgt, würde ich mich über das Buch sehr freuen 😀

  13. Ich wiederhole manchmal die Sätze meines Kleinkundes wie Yoda. Oder rede rückwärts oder auf Englisch mit ihm. Und wenn es zu schlimm ist werde ich mich neben ihn und mache genau das gleiche was er macht, aber ohne dass es ihn ärgert. Manchmal schaue ich ihm auch zu und öffne meine Arme und drücke ihn. Aber egal wie und was ganz am Ende des Tages sprechen wir nochmal welche Gefühle wir hatten und was wir uns in der Situation gewünscht hätten.

    Ich würde mich sehr über weitere Erziehungstipps freuen

    1. Meine beiden Mädels bringen mich mit ihrem Rumtrotzen manchmal echt an die Grenzen und ich würde gerne anders reagieren und nicht permanent die selben Ermahnungen auf den Lippen haben…die dann meistens eh nicht mehr wirken. Humor ist ja in den meisten Situationen hilfreich.

  14. Vor zwei Tagen wollte ich mit meiner Tochter zusammen endlich mal das Kinderzimmer aufräumen. Im Sommer wurde es so gut wie gar nicht benutzt. Dabei hat sie eigentlich nur gespielt und alles wieder unordentlich gemacht. Da wir Besuch erwartet haben, hat mich das so gestresst und ich hörte mich selber nur „blöde“ Erziehungssprüche murmeln. Gebracht hat es gar nichts… Daraufhin habe ich das Zimmer alleine aufgeräumt. Irgendwann war es verdächtig ruhig… Als ich ins Wohnzimmer kam, lag unser Fernseher kaputt auf dem Boden und meine Tochter saß weinend daneben. Beim Aufräumen dort war es aus Versehen geschehen… Hilfe! Das war in den letzten Tagen bei Krankheit zu Hause. Ein Vorgeschmack auf den kommenden Herbst… Ich liebe einfach den Sommer!

  15. Ich packe mir gerade wirklich an den Kopf. Wir haben 4 Kinder, 3 Jungs (10, 8 und 6) und 1 Mädchen (3).
    Hier wird von morgens bis abends nur gestritten und gebrüllt. Es herrscht ein Lärmpegel, der unerträglich ist. Und ich weiß überhaupt nicht mehr was ich machen soll. Zum Abgewöhnen. Mein Mann trägt stellenweise Ohropax. 🙁 Bin für (gewaltfreie 😉 Tipps dankbar und bin inzwischen reif für Erziehungsratgebern.

    1. Guten Morgen! Wir würden uns riesig über Tipps freuen, denn Lachen kommt hier leider oft grad zu kurz. Wir haben vier Kinder, 6, 6, 8 und 10 Jahre alt, davon drei Jungs mit ordentlich Power. Hätte großen Bedarf an neuen Ideen zur Konfliktlösung.

  16. Oh das hört sich wunderbar an! Die Kinder haben anlässlich meines heutigen Geburtstag entschieden, dass ich ausschlafen darf und so kann ich heute den ersten Kommentar schreiben – juchu – das Buch wäre auch ein super Geburtstagsgeschenk 🙂
    Derzeit beschäftigt mich vor allem das Anziehen des 3-jährigen am Morgen, da er einfach nicht das Haus verlassen möchte. So kam es auch schon, dass er im Schlafanzug mit zum Einkaufen gekommen ist. Aber ein paar humorvolle Ideen könnten uns sicher auch helfen. Liebe Grüße

    1. Bei uns wird viel gelacht, allerdings ist mein Sohn sehr eifersüchtig aufs Neue Schwesterchen und da wären paar Tips echt super!
      Süsskramverbot zieht bei ihm mittlerweile nicht merh 🤣

  17. Mehr lachen wäre genial!
    Zugegeben: wir lachen wenig.
    Das hat was mit unserer Lebensgeschichte zu tun. Unser Zwillinge,6 Jahre, versuchen eh was sie können, das zu verändern.
    Jetzt bin ich dran. Das Buch würde sehr helfen. Zuletzt haben wir Eltern angefangen die Zunge zurück rauszustrecken. Und ja: es ist lustig, wenn man sich das erlaubt!

    1. Bei den täglichen Wutanfälle bei denen das Kind selbst nicht weiß, warum es wütend ist – da brauche selbst ich, als normalerweise recht entspannte Mutti, ein dickes Fell und gute Tipps, da gemeinsam gut raus zu kommen.

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