Das zweite Kind sind… Drillinge! Was es bedeutet, vier kleine Kinder großzuziehen

Liebe Danica, Du bist Vierfachmama. Dein Sohn Damian ist 6 Jahre, die Drillinge 3 Jahre. So viele Kinder mit geringem Altersunterschied – das ist eine Herausforderung. Erzähl mal, was sind bei Euch die stressigsten Momente des Tages? 

Häufig sind es die Situationen, in denen uns mal wieder klar wird, dass wir in der Unterzahl sind und die Kinder zusammen einen Art Eigendynamik entwickeln. Klassischerweise geschieht das gegen Abend, wenn es Richtung Bett gehen soll…

Lisa hat ja auch Zwillinge, aber Drillinge sind schon etwas ganz Besonderes. Wie war der Moment, an dem Du erfahren hast, dass es drei Kinder werden?

Es war ein Schock in Etappen, da bei mir auch erst „nur“ Zwillinge während des Ultraschalls gesehen wurden. Bei der nächsten Untersuchung haben wir dann plötzlich ein drittes Herzchen schlagen gesehen – dieser Anblick ließ mein Herz wiederum fast stillstehen. 

Ich war natürlich überwältigt von dieser Nachricht und irgendwie war das alles so unwirklich. Aber wir waren zu keinem Moment verzweifelt oder haben daran gezweifelt, dass wir es nicht irgendwie schaffen könnten. 

Was war die lustigste Reaktion von Euren Freunden und Bekannten, als ihr von den Drillingen erzählt habt?

Meine Mutter war die Einzige, die bereits von meiner Schwangerschaft wusste – allerdings wusste sie nichts von den Drillingen. 

Meine Mama liebt Kinder, besonders ihre Enkel. Daher habe ich mir gar keine Sorgen gemacht, dass sie mit der Nachricht überfordert sein könnte. Als ich es ihr dann schließlich gesagt habe, verschlug es ihr die Sprache. Etwa 30 Minuten später sagte sie, sie müsse nun los und braucht jetzt erst mal ein paar Tage um das zu verarbeiten. Diese Reaktion hat mich bei ihr doch sehr überrascht.

Mal zurück ins erste Lebensjahr der Drillinge. Habt ihr überhaupt geschlafen :-)? Was war das Krassteste in diesem Jahr?

Geschlafen haben wir sehr wenig. Das Krasseste in diesem Jahr war: das ganze Jahr! Es war einfach die Summe aus Allem. Alles immer jeden Tag schaffen zu müssen. Ohne eine wirkliche Aussicht darauf, dass es sich ändern würde. Dass man immer funktionieren muss, wie eine Maschine, die Kinder versorgen muss. Pausenlos. Dass man keine Zeit hat, für irgendetwas anderes. Der tägliche 4-Stunden-Rhythmus lief eben immer weiter. Egal ob Tag oder Nacht. Füttern, Wickeln und Bäuerchen machen bei 3 Kindern dauerte immer zwischen 1,5 – 2 Stunden. 

Und was ist heute das Tollste an Drillingen? 

Es ist wunderbar zu sehen, wie nah sie sich sind! Wie sie zusammen spielen, voneinander lernen und jeder von ihnen jeden Tag mit dem besten Freund/der besten       Freundin aufwachen darf.

Du hast neulich in einem Instagram-Post geschrieben, dass du dir früher nie vorstellen konntest, „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein. Was hattest du dir denn früher erträumt?

Ich hatte nie einen wirklichen Plan vom Leben, sondern habe immer das gemacht, wonach mir war. Somit stand ich noch kurz vor den Kindern mit der E-Gitarre auf der Bühne. Dass Hausfrau und Mutter meine nächste Herausforderung sein sollte, daran hätte ich nicht gedacht. 

Wie und warum habt Ihr dann als Familie die Entscheidung getroffen, dass Du erstmal zu Hause bleibst? 

Bei vier Kindern fällt so viel Arbeit im Haushalt und Organisatorisches an, dass man das nicht neben einem anderen Job schafft. Die vier Kinder sind eine Vollzeitaufgabe – und ich konnte mir nicht vorstellen, mich zwischen Kindern und Büro aufzureiben. Zudem habe ich die Vormittage auch einfach mal zum Ausgleich gebraucht, um dann die Nachmittage mit den Kindern mit voller Energie gestalten zu können. 

Keine Frage: Diese Entscheidung hatte einige finanziell harte Jahre zur Folge, die uns geprägt haben und die ich nie vergessen werde. Und dennoch hat es funktioniert und ich stehe voll hinter dieser Entscheidung. 

Wie du ja sagst: Kinder großzuziehen ist ein Fulltime-Job. Hast du trotzdem manchmal das Gefühl, dich rechtfertigen zu müssen, weil du „nur“ zu Hause bist? 

Eigentlich nicht. Die meisten wissen, wie viel Arbeit ein oder zwei Kinder machen und können sich dann in etwa hochrechnen, was bei uns zu Hause so los ist. 

Und das Wichtigste: ICH weiß, was das bedeutet, vier Kinder großzuziehen. Und ich weiß, dass ich mich für nichts zu rechtfertigen brauche. 

Wie hat sich Eure Partnerschaft durch die Kinder verändert?

Natürlich haben wir sehr viel weniger Zweier-Zeit zusammen als früher. Aber die harten Zeiten haben zusammengeschweißt. Wir wissen, dass wir uns auf den anderen verlassen können und das ist sehr viel wert!

Wo holst du dir Kraft und Auszeiten für den Familienalltag?

Ich versuche mir hin und wieder Vormittags etwas Zeit für mich zu nehmen. Dadurch bin ich viel ausgeglichener und diese Ausgeglichenheit spüren auch meine Kinder. Nur wenn es mir gut geht, kann ich eine gute Mutter sein, da bin ich mir sicher.

Wer mehr über Diancas Rasselbande erfahren will, kann ihr auf Instagram folgen: https://www.instagram.com/getthetriplets



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