Elternfragen

05/12/2019 - 09:45

Stadt-Mama Katharina

Leserfrage: Ich stecke tief im Baby-Blues und habe Angst vor der Zukunft

Mein Name ist Rebecca und ich habe vor 10 Tagen mein zweites Kind bekommen. Ich stecke in einem intensiven Baby Blues, habe Schuldgefühle meinem älteren Kind gegenüber. Dazu kommen Versagensängste und Verlustängste. Gerade wünsche ich mir nichts sehnlicher, als mich zu fühlen wie vor der Geburt. 

Ich liebe den Kleinen, würde ihn auch nie wieder hergeben und trotzdem bin ich mit all den neuen Gefühlen total überfordert. 

Ich schreibe Euch heute, weil ich - außer meiner Hebamme - keinen habe, mit dem ich darüber sprechen kann. Die anderen Mütter in meinem Freundeskreis scheinen mich nicht richtig zu verstehen, manchmal denke ich, ich bin die Einzige, die nach der Geburt solche Ängste hat. Deshalb würde es mir sehr helfen, wenn andere Mütter mir erzählen würde, wie es ihnen ging und wie sie damit umgegangen sind. 

Ich habe schreckliche Angst, dass es sich nun für immer so anfühlt und ich nie mehr aufhören kann zu weinen. Mir fehlt der Austausch über meine Situation und ich hoffe, dass ich diesen hier bei Stadtlandmama bekomme. Vielen Dank! 

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Kommentare

Janine — Do, 12/05/2019 - 10:09

Liebe Rebecca, hab keine Angst. Dir wird es wieder besser gehen. Ich habe mich bei meinem 1. Kind genauso gefühlt wie du dich jetzt. Glaube mir, kämpfe nicht dagegen an - das kostet dich nur Kraft. Es ist vollkommen okay dass du dich so fühlst. Mit dir stimmt alles. Mir hat Vitamalz oder Karamalz (alkoholfreies Bier / Weizen geht auch - mag ich nicht) geholfen. Ich habe täglich über den Tag 2 Flaschen getrunken, es hat meine Seele wieder in Einklang gebracht. Ich habe mich kräftiger, stärker und mutiger gefühlt. Die Weinattacken wurden weniger. Den Tipp bekam ich damals von einer Mutter , die schon mehrer Kinder hatte. Liebe Grüße Janine

Stef — Do, 12/05/2019 - 10:23

...beim zweiten Kind war ich auch nicht so gefasst drauf. Und die Schuldgefühle dem ersten Kind gegenüber fand ich auch heftig. Ich hatte über die Wochenbettzeit eine Mütterpflegerin, die mich unterstützen könnte. Finanziert durch die Krankenkasse. Sie war mein Glück. Hat mir den Großen abgenommen, mir Obstteller und Essen gekocht und sich mit mir ausgetauscht. Versagens- und Verlustängste poppen jetzt sogar noch auf. Und die Kinder sind 2 und 6. Mein Tipp fürs Wochenbett: Viel Schlaf, Ruhe, Obst und Hilfen annehmen. Ich wünsche dir viel Kraft! Und! Konfetti! Happy new Baby! Willkommen auf der Welt!

Birgit — Do, 12/05/2019 - 10:30

Liebe Rebecca, ich habe drei Kinder, recht nah aneinander (einmal 2, einmal 3 Jahre). Als mein zweites Kind geboren wurde war ich auch sehr zerrissen: darf ich die Zeit mit dem Baby genießen, während der Zweijährige in den Kindergarten "muß"? Dann habe ich mich manchmal so sehr gefreut, wenn der Große endlich zuhause war: er konnte schon sagen, was er will, während das Baby ja immer nur weinte und ich erraten musste, was es wollte. Als dann die dritte kam, waren ähnliche Schuldgefühle da. Und auch die Frage: warum wollte ich eigentlich ein weiteres Kind? Zwei sind auch gut und schon anstrengend genug. Mittlerweile ist die Jüngste zwei. Mal klappt alles gut und die Geschwister freuen sich so sehr, sich zu haben. Mal habe ich das Gefühl, ich kann dem einzelnen Kind nicht gerecht werden. Wahrscheinlich wird dein Gefühl nicht wieder wie vorher. Und vielleicht kommen die negativen Gefühle auch immer mal wieder hoch. Aus meiner Erfahrung kann ich dir aber auch sagen: es werden noch manche sehr schöne Gefühle kommen, die du jetzt vielleicht noch nicht ahnst oder kennst. Es ist anstrengend mit zwei Kindern. Die Geburt eines Kindes bringt eine große Veränderung und du darfst auch den "alten Zeiten" nachtrauern". Die neue Situation will ja erstmal verdaut werden. Du darfst auch negative Gefühle haben. Deine Ängste und Gefühle sind legitim und für mich verständlich. Ich wünsche dir ganz fest, dass du Wege findest, mit ihnen umgehen zu können und offen sein kannst, auch schöne Gefühle zuzulassen!

Daniela — Do, 12/05/2019 - 10:31

Hi, deine Gefühle dem großen Kind gegenüber kann ich so gut verstehen und lass dir sagen, es wird einfacher/besser/routinierter! Wenn es das „neue“ Kind zulässt, nimm dir bewusst Zeit für das große Kind. Diese Zeiten werden immer mehr und das Gefühl dafür wird besser. So war es bei mir und hilft dir hoffentlich etwas.

Romy — Do, 12/05/2019 - 10:53

Liebe Rebecca, Es wird besser, so viel gleich zum Anfang. Es ist ganz normal in so ein tief zu rutschen. Zum einen ändert sich natürlich ganz viel an den äußeren Umständen. Du darfst die Zeit mit deinem Baby genießen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Dein großes Kind wird sich damit arrangieren. Bei uns hat es am Anfang viel geholfen wenn der Papa abends das Baby hatte und ich das große Kind ins Bett gebracht habe. Ich denke, dass gerade die Bettgehzeit sehr wichtig für die großen Geschwister ist und auch eine Zeit in der die Babys häufig müde sind und gut und gerne im Tragetuch oä. von einem anderen Familienmitglied betreut werden können. Zum anderen ist es natürlich auch, wie am Anfang der Schwangerschaft, eine große Umstellung für deinen Körper. Mit der Placenta geht eine ganz große "Hormonproduktionsmaschine" aus deinem Körper und das Gleichgewicht in dem sich die Hormone vor und dann wieder in der Schwangerschaft befunden haben, muss erstmal wieder hergestellt werden. Das kann sehr auf den Gemütszustand schlagen und auch solche Gedanken hervorrufen wie du sie gerade hast. Ich habe auch eine Schilddrüsenerkrankung die zu weilen ähnliche Zustände herbeiführt und habe dadurch gelernt, dass es mir Hilft zu wissen das viele der schlechten Gedanken und Ängste hormonbedingt sind. Das gibt der Sache einen greifbaren Grund und das hat mir auch im Wochenbett gut geholfen. Schließlich kann ich dir wärmstens empfehlen bewusst zu atmen wenn es dir emotional gerade sehr schlecht geht. Das entspannt und hilft die Stresshormone zu reduzieren, die man dann doch irgendwie unfreiwillig in seinem Gedankenkarussel aufbaut. Und natürlich ganz viel kuscheln, mit Baby und großem Kind und ganz viel stillen, wenn du kannst, auch das kurbelt die Produktion der positiven Hormone ungemein an und wird dir helfen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Ich drück dir die Daumen das es dir bald wieder besser geht.

Steffi — Do, 12/05/2019 - 11:28

Hallo liebe Rebecca, Ich habe vor ein paar Wochen mein drittes Kind geboren. Die erste Woche war super, aber dann haben mich drei Baby Blues Wochen eingeholt (nicht nur einen Tag...). Ich hatte vor allem mit vielen Gefühlen aus der Vergangenheit zu kämpfen, die mich plötzlich wieder eingeholt haben. Mein Kind war und ist supersüß, und bei mir hatte es überhaupt nicht mit dem Kind zu tun, aber trotzdem hatte ich mich miserabel gefühlt. Ich bin teilweise in der Nacht mit richtig schlechten Gefühlen aufgewacht (was ich so noch nie in meinem Leben hatte). Mir hat es geholfen mit meiner Hebamme drüber zu sprechen und mit einer meiner besten Freundinnen. Ich hab irgendwann angefangen meine Gefühle aufzuschreiben. Und jetzt (es ist erst zehn Wochen her), fühle ich mich so gut, wie schon lange nicht mehr. Es war so gut, dass ich die vielen Tränen geweint habe! Dass ich meinen Gefühlen auch den Raum gelassen habe und sie jetzt draußen sind. Fühle dich (auch unbekannterweise) gedrückt!

Sabrina — Do, 12/05/2019 - 12:26

Liebe Rebecca, was du gerade durch machst, kenne ich von meiner ersten Geburt her auch. Die Ungewissheit der Zukunft, die Überforderung und der Schlafentzug haben mich mürbe gemacht. Zum Glück ging es mir nach wenigen Wochen wieder besser und ich bin mir sicher, dass auch du das bald geschafft haben wirst. Wenn du magst, können wir uns gerne auch ab und zu per Mail austauschen. Liebe Grüße Sabrina

Julia — Do, 12/05/2019 - 12:34

Mir ging es bei meinem ersten (und bisher einzigen) Kind ganz genauso. Die Mutterliebe war da, aber versteckt unter Verzweiflung, Angst und ganz vielen Tränen. Mir hat sehr geholfen, dass ich in der ersten Zeit nicht alleine war. Mein Mann hatte sich direkt nach der Geburt Elternzeit genommen. Und meine Mutter kam fast jeden Tag vorbei und ist mit mir spazieren gegangen, während der Papa auf das Kind aufgepasst hat. Oder sie ist zu Hause geblieben und ich konnte mit meinem Mann eine Runde drehen. Zwischendurch rauskommen, reden und einfach weinen (auch im Park auf der Bank) haben mir sehr geholfen. Dazu kam, dass ich schon vorher mit Depressionen zu tun hatte und so glücklicherweise schon eine ganz liebe Therapeutin kontaktieren konnte, die sogar samstags für mich in die Praxis gekommen ist, weil ich nicht wusste, wie ich das Wochenende überstehen sollte. Vielleicht wäre so jemand auch was für dich? Schaden kann es auf jeden Fall nicht ;-) irgendwann geht es dir ganz sicher wieder gut, schau immer nach vorne

Sabrina — Do, 12/05/2019 - 12:50

Mir hat ein Gedanke sehr geholfen. Evtl. Hilft er dir ja auch beim schlechten Gewissen gegenüber deiner Großen. Ein Geschwisterchen ist ein Partner fürs leben, Eltern gehen irgendwann Geschwister bleiben. Sie sind, wenn alles klappt, unsre längsten Sozialpartner und somit ein echtes Geschenk. Du hast das der Großen dieses Geschenk ermöglicht. Und das bisschen Zeit das jetzt fehlt wird Sie später vielfach zurück bekommen. Alles gute für dich!

Velvetmorning — Do, 12/05/2019 - 13:34

Liebe Rebecca, Es mag hilfreich sein, zu hören, dass es bestimmt wieder besser wird (da bin auch ich mir sicher), aber du steckst ja Tag für Tag drin und hast diese ganzen Gefühle aktuell. Da kann so eine Aussage vielleicht auch Druck erzeugen im Sinne von: wann geht das denn endlich weg und warum gelingt es mir nicht, das loszuwerden. Daher will ich dich ermutigen, jeden einzelnen Tag aufs neue anzugehen - möglichst wenig an die kommenden zu denken - und dir bewusst zu sein, so wie du es heute machst und schaffst , ist es das bestmöglichste und es ist gut genug! Deswegen keine Vorwürfe, kein schlechtes Gewissen! Dein grosses Kind wird in der Rolle als grosse/r Schwester/Bruder wachsen, im Positiven. Was mir oft auch auffälllt, wir Mamas nehmen die ganze Verantwortung mitunter komplett auf uns, dafür zu sorgen, dass es der Familie gut geht. Und wir sind es, die darum manchmal diese Ängste haben, zu versagen, es nicht zu schaffen. Es ist wirklich viel, was wir leisten. Wenn es geht, vielleicht kannst du dir so viel wie möglich mit deinem Partner teilen an sichtbarer und unsichtbarer Arbeit (Planungen, Organisation, To-Do-Listen, etc.). Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Kraft und auch, dass es vielleicht doch eine Freundin gibt, die einfach nur zuhört. Fühl dich umarmt, liebe Grüße von einer (sehr müden) dreifachen Mama

Kristina — Do, 12/05/2019 - 16:50

Liebe Rebecca, ich war nach der Geburt des zweiten Kindes sicher, die gesamte Kindheit meines Großen (damals 2 Jahre)zerstört zu haben! Ist natürlich Quatsch. Ich hab ihm etwas unglaublich Tolles "geschenkt". Aber ich denke auch, dass du jeden Tag neu angehen solltest und gar nicht drauf warten, ob es besser wird. Mach kleine Schritte, heul, wenn es gerade nötig ist und versuche, ab und zu Zeit nur für deinen Großen zu haben...nix Großes. Es reicht gemütlich zusammen ein Buch zu lesen. Und ich denke, dass viele, viele Mütter genau wissen, was du fühlst!!!

Kristina — Do, 12/05/2019 - 16:55

Noch ein Gedanke...im Rückblick (1,5 Jahre später) finde ich meine Gedanken und Gefühle von damals echt lächerlich! Und ärgere mich fast darüber, dass ich es bei beiden Kindern nicht geschafft habe, das Wochenbett auch nur ein bisschen zu genießen- obwohl es sachlich gesehen null Probleme gab?! Was zeigt, dass du diese fiesen Hormone absolut nicht unterschätzen darfst!

Kathrin — Do, 12/05/2019 - 19:36

Hallo, ich habe mich auch am Anfang ähnlich gefühlt und war auch sehr froh, dass mein Mann gleich nach der Geburt 1 Monat Elternzeit genommen hat. Ohne seine Unterstützung und die von Großeltern, die unseren Großen (2,5 Jahre älter) immer mal ein paar Tage genommen und nach Strich und Faden verwöhnt haben, wäre es nicht gegangen, als er wieder arbeiten musste, habe ich mich fast jeden Nachmittag mit Freundinnen zu Playdates getroffen, damit ich nicht mit Beiden alleine war. Mit der Zeit hat sich alles eingespielt, jetzt sind sie 6 und fast neun und die Beiden lieben und streiten sich jeden Tag aufs Neue! Ist jedoch nur mal einer bei uns, weil der Andere Großelternurlaub macht, ist er bei uns nur ein halber Mensch! Nicht mal ein großer Spielplatz macht alleine Spaß! Wenn Du das im Auge behältst, dann kannst Du Dir immer sagen mit einem Geschwister hast Du dem Großen mehr gegeben, als genommen! Und erst im Alter, wenn wir wunderlich werden, da muss sich nicht einer alleine mit uns auseinandersetzen!

Kate — Sa, 12/07/2019 - 12:39

Liebe Rebecca, auch wenn schon ganz viele ähnliches geschrieben haben, schreibe ich Dir dennoch, denn je mehr Dir zeigen, dass Du nicht alleine bist oder gar seltsam (das dachte ich von mir), hilft vielleicht/bestimmt. Die Geburt meines Sohnes ist erst 15 Wochen her, darum erinnere ich mich sehr gut daran, wie ich mich in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt gefühlt habe. Und ich habe tatsächlich auch bestimmt 10 Tage täglich (mehrmals) geheult, hab mich schuldig gefühlt und konnte eigentlich auch gar nicht erklären, was es ist und warum ich so mit mir haderte. Es wurde dann besser, aber manchmal überkommt mich das Weinen auch so nochmal und ich denke, das ist erstmal gar nichts außergewöhnliches. Leider will (so zumindest meine persönliche Erfahrung) es kaum jemand zugeben und alle mimen die Glückseligkeit. Die gibt es mit Sicherheit auch bei vielen, aber bei mindestens genauso vielen ist es wie bei Dir, bei mir und all den anderen, die hier schreiben. Und Deine Hebamme hat ja auch einen Sinn dafür und wird Dich beraten. Hab damals gedacht, ich habe sicher einer Art Depression. Es war dann nicht so, plötzlich fingen meine Gefühle an sich wieder zu sortieren. Sei nicht zu streng mit Dir selbst und gib Dir noch Zeit!! Alles Liebe Kate

Anja — Sa, 12/07/2019 - 21:43

Hallo Rebecca, es ging mir genau so. Der Babyblues war beim zweiten viel heftiger als beim ersten. Es ist ja auch noch weniger Zeit zum Regenerieren, weil das erste Kind auch Aufmerksamkeit will und man dies geben will. Wichtig ist Hilfe zu holen, wo immer es geht. Nachbarn, Freunde, Verwandte.... Ist mir schwer gefallen, aber ich habe festgestellt, dass wenn man offen sagt, wie es ist, viele (vor allem "dienstältere" Eltern) Verständnis haben und von ähnlichem berichten. Und dann ist es wichtig zu schauen, wie lange es so geht. Ein paar Tage Babyblues sind okay, irgendwann ist es aber mehr und dann darf und soll man Hilfe annehmen! Professionelle Hilfe. Von Menschen, die sich auskennen und die Dir sagen, dass die Gefühle "normal" sind für die Krankheit. Den Weg dorthin können Dir Hebamme, Frauenarzt oder Hausarzt weisen. Und keine Angst: selbst wenn es eine Wochenbettdepression ist, wird es besser. Auch das geht vorbei. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft! (wenn es andauert schau mal hier: www.schatten-und-licht.de)

Sophia — Mi, 12/11/2019 - 09:50

Liebe Rebecca, mir ist es ganz ähnlich ergangen wie Dir! Auch wenn es von außen oft nicht den Anschein hat, versuche zu glauben, dass Du nicht die einzige bist, der es so ergeht. Viele andere Mütter haben auch zu kämpfen und schaffen es vielleicht nach außen hin, souveräner aufzutreten als sie eigentlich sind. Auf Mütter lastet meiner Meinung nach inzwischen schon sehr der Druck, dass gefühlt von aller Welt erwartet wird, dass nach der Geburt alle happy sein müssen, alles muss sich großartig anfühlen, alles sich schnellstmöglich zurechtruckeln. Da ist leider auch einiges an Wochenbettkultur verlorengegangen. Hierzulande liegt der Fokus leider oft darauf, dass der "Laden schnell wieder läuft", das man alles prima gewuppt bekommt und sich schnellstmöglich mit der neuen Familienkonstallation arrangiert. Mütter präsentieren sich stolz ein paar Tage nach der Geburt perfekt gestylt und angeblich ist alles so wunderbar und leicht. Dabei leisten die Hormone ganze Arbeit, es uns eben nicht leicht zu machen. Dein Körper hat soooo viel geleistet und macht direkt nach der Geburt durch Stillen und die Wachsamkeit rund ums Baby grad damit weiter. Das braucht alles seine Zeit,um sich wieder zu regulieren. Wenn es einem sowohl körperlich als auch seelisch nach der Geburt nicht wirklich gut geht, lässt sich das anscheinend ganz logisch auf einen körperlichen Mangelzustand zurückführen:das Kind hat uns im wahrsten Sinne des Wortes ausgelaugt während der Schwangerschaft. Nach der GEburt liegt dann häufig ein Mangel an wichtigen Nähr - und Mineralstoffen vor, der messbar ist und der noch Jahre anhalten kann. Dieser Mangelzustand kann wiederum auf die Psyche schlagen . Ein spannender Buchtipp zum Thema: "Postpartale Erschöpfung: Wenn der Körper nach der Geburt streikt" von Oscar Serrallach, einem australischen Arzt, erschienen im VAK Verlag. Ich wünsche Dir, dass Du dich bald wieder besser fühlst und gestärkt und voller Freude Zweifach-Mama bist. Viele Grüße

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