Midlife und Teen Time: So war der 18. der Zwillinge und so geht´s hier weiter

Midlife

Ihr Lieben, nun bin ich seit exakt zwölf Tagen Mutter von insgesamt drei volljährigen Kindern. Welcome to Midlife 😉 Meine Bank-Apps haben die Kinder-Konten entfernt. Alle Kids können mit ihrem Geld nun machen, was sie wollen.

Sie können Verträge für Nebenjobs selbständig unterschreiben. Sie können nun alle allein Auto fahren und sich einfach nachts aus dem Staub machen, sie können sich in der Schule selbst entschuldigen. Sie können in Spielotheken und Roulette spielen (zu Hiiilf, bitte nicht) und werden von Türstehern am Club nicht mehr wegen ihres Alters abgewiesen.

Der 18. Geburtstag der Zwillinge war wirklich wunderschön. Er ging schon los mit der Schul-App, in der stand, dass die erste Stunde ausfällt. Und die 3. und 4. Und die 7. Dass wir morgens etwas mehr Zeit hatten, war natürlich sensationell, denn so blieb genug Zeit zum Singen, um Tortenkerzen auszupusten und um sich in den ersten Geschenken zu verlieren.

Problem mit der ausfallenden 7. Stunde am Nachmittag war, dass ich alle Überraschungsgäste – Familienmitglieder und Paten – extra so eingeladen hatte, dass sie da sein würden, wenn die Jungs von der Schule kämen. Das platzte nun natürlich alles durch den veränderten Zeitplan. Aber wir wären ja nicht seit Jahrzehnten Eltern, wenn wir auf so etwas nicht flexibel reagieren könnten 😉

Sie hatten sich für die Fahrt zur Schule mein Auto geliehen und kamen natürlich dann doch viel später als erwartet wieder, weil sie noch die besten Freunde nach Hause bringen wollten. Wir warteten natürlich ungeduldigst, weil hier noch die ein oder andere Überraschung für sie wartete, irgendwann hielt die große Schwester es nicht mehr aus und rief an, wo sie denn blieben, hehe.

18

Süß war, dass sie sich zum Frühstück Pfannkuchen wünschten. Und als ich sie fragte, was es denn zum Mittagessen geben solle, meinten: Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Spinat 😉 Ein Stückchen Kindheit! Könnt ich jetzt beim Aufschreiben noch drüber heulen vor Rührung. Und das gab´s dann natürlich auch! Und den Brei nicht wie früher in der Drei-kleine-Kinder-haben-Hunger-Zeitdruck-Phase schnell schnell aus der Pulver-Packung, sondern aus echten Kartöffelchen, yummi.

Nach und nach trudelten dann Gäste ein, wir aßen Torte – die große Schwester hatte zwei gebacken und ich eine, hier ging´s tags zuvor zu wie in einer Konditorei, so schön – es war das allerallerallerschönste September-Sonnen-Wetter und irgendwie hätte alles nicht perfekter sein können.

Was mich überraschte war, wie lang und intensiv die Jungs morgens direkt die zwei Fotoalben zu ihren letzten 18 Jahren durchschauten, die ich – zugegeben teils unter Tränen der Überforderung über viel zu viele unsortierte Bilder aus den letzten Jahren – zusammengestellt hatte.

Außerdem hatten wir im Vorfeld Weggefährten der beiden angeschrieben und sie um ein paar Sätze zu den beiden gebeten. Und um ein Foto. DAS möchte ich euch an dieser Stelle wirklich empfehlen, weil das nicht nur für die Jungs unfassbar schön war, sondern auch für uns als Eltern.

Ich hatte einfach einige Menschen per WhatsApp angeschrieben, ob sie mir höchstens 6 Sätze zu einem oder beiden Jungs schicken könnten, die sie vor allem mit ihm verbinden – plus ein Foto von der Person selbst. Manche schickten Handgeschriebenes, das ich abfotografierte, andere Collagen, wieder andere einfach kurze Grüße.

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Das alles ließ ich dann im Copyshop in Farbe ausdrucken und binden, sodass kleine individuelle Hefte entstanden. Und so viel sei gesagt: Es kamen Anekdoten zutage, die selbst wir noch nicht kannten… so schön. Überhaupt hatten wir das Gefühl, es war für unsere Junges einer der schönsten Tage ihres Lebens.

Am Tag drauf waren noch einige Verwandte da, wir frühstückten alle zusammen und verbrachten den Tag gemeinsam, nachmittags hatten die Jungs ein Fußballspiel und abends… ach, auch so sweet.

Ein Patenonkel hatte einem der beiden einen Gutschein für einen Kölner Burgerladen geschenkt und für die Jungs war sofort klar, dass sie den direkt am Abend einlösen wollten. Und zwar als Einladung an ihre Clique, wie toll ist das! Trotzdem: So ne erste Autofahrt in vollbesetzt („Boah, wie teuer ist eigentlich tanken?!“)… puh, waren wir froh, als alle heile zurück waren. Auch das wieder etwas, an das wir uns nun gewöhnen müssen.

Aus Teen Time wird Midlife Time

Und weil hier bei uns jetzt alle Kinder mit großen Schritten raus aus der Teeniezeit wachsen (die Große ist ja schon in den Twens), wollte ich bei euch mal nachhorchen: Wäre es okay für euch, wenn aus der Teen Time Jugendkolumne eine Midlife Time Kolumne wird?

Es soll darin natürlich weiter Teen-Themen geben und wie wir als Mütter und Eltern damit umgehen können, weil die uns ja weiter beschäftigen, aber es soll darüber hinaus eben auch uns Frauen zusätzlich in den Fokus nehmen – und wie wir mit der jetzigen Lebensphase umgehen. Mit der Frage, ob das Schönste mit Geburten und Hochzeiten bereits hinter uns liegt oder ob erst jetzt die richtig geilen Jahre der Selbstbestimmung kommen.

Denn was uns auffällt: Wie unterschiedlich Frauen diese Zeit gestalten: die eine, die noch ein Nesthäkchen bekommt, die andere, die sich weiterbildet oder plötzlich etwas ganz Neues im Leben für sich entdeckt. Die eine, die in die Sinnkrise gerät, weil sie noch überfordert mit der Gestaltung der zweiten Lebenshälfte ist… und die dann auf dem Misthaufen Blumen wachsen lässt.

Die nächste, die nach einem neuen Sinn sucht, nach einer Veränderung, nach neuer Freude: Über all das würden wir gern ZUSÄTZLICH zu den Teen Time-Themen mit euch sprechen, würdet ihr da mitgehen? Und habt ihr dazu eventuell sogar Wünsche? Dann haut sie gern raus!

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