Magenverkleinerung als Papa: „Ich tu das auch für meine Töchter“

Abnehmen als Mann

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Ihr Lieben, Claus ist seit seiner Kindheit übergewichtig und hat fast alles probiert, um abzunehmen. Nun möchte er die Notbremse ziehen, wie erst selbst sagt, und sich den Magen verkleinern lassen. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

Lieber Claus, erzähl mal, wer alles zu deiner Familie gehört.

Zu meiner Familie gehören meine Töchter Laura (13 Jahre) und Maike (10 Jahre), meine Exfrau Nicole (43 Jahre) und ich (45 Jahre).

Du hast unzählige Diäten und Abnehm-Programme hinter dir. Wann hast du gemerkt, dass du zu schwer bist und wie hast du versucht abzunehmen?

So richtig angefangen hat das in der 6. Klasse. Durch meine Allergie habe ich damals viel Antihistaminika zu mir genommen, wurde total träge und unmotiviert. In der siebten oder achten Klasse bin ich das erste Mal auf eine Kinderkur zum Abnehmen.

Später habe ich so gut wie alles probiert. WW, zuckerfreie Ernährung, mehr Sport, FdH – dadurch und durch beruflichen Stress habe ich dann immer ein paar Kilos verloren, die aber schnell wieder drauf waren. Als ich dann das Rauchen aufhörte, kamen noch mehr Kilos dazu.

Was hat das ständige Gewichtschaos mit dir gemacht?

Ehrlich gesagt fühlte ich nur noch Frust. Mein Körper wurde zur Last. Der Kleiderkauf war schrecklich. Gibt es überhaupt was in meiner Größe? Und sieht das dann überhaupt noch einigermaßen gut aus? Dazu diese Scham, wenn ich mal ins Schwimmbad oder in die Sauna bin…

Wenn meine Ex-Frau und ich was mit den Kindern unternommen haben, war ich ständig schnell außer Atem. Da habe ich mich mehr und mehr zurückgezogen, bin oft gar nicht mehr mit der Familie mit. Und natürlich ist so viel Übergewicht auch beim Sex mehr als hinderlich…

Dürfen wir fragen, wie viel du grad aktuell bei welcher Körpergröße wiegst?

Momentan wiege ich bei 1,82 cm 145 Kilo. Ich habe mich entschieden, eine Magenverkleinerung vornehmen zu lassen, dafür muss ich noch runter auf 131 Kilo. Nach der OP wird mein Magen noch ca. 100 – 200 ml fassen. Mein Ziel bzw. Idealgewicht sind zwischen 80 und 85 Kilo.

Da es auch um gesundheitliche Aspekte geht: Ist diese OP eine private Leistung oder zahlt die Krankenkasse mit?

Die OP wird wegen meinem BMI, der größer ist als 41, komplett von der Krankenkasse übernommen.

Wirst du nach der OP irgendwie therapeutisch begleitet?

Ja, um nach der OP das Gewicht zuhalten, werde ich vom Krankenhaus psychologisch begleitet. Das ist absolut wichtig.

Was versprichst du dir von der OP?

Ich möchte unbedingt mein Idealgewicht erreichen, dafür muss ich nur diese Notbremse ziehen. Ich mache das auch, um meinen Töchtern noch lange herhalten zu bleiben. Ich will ihnen ein Vorbild sein, mit ihnen aktiv sein, ohne sofort außer Atem zu sein. Ich will wieder mehr vom Leben. Und außerdem hoffe ich, dass sich mein Asthma verbessert. Natürlich denke ich auch, dass ich wieder selbstbewusster werde, keine dämlichen Kommentare mehr von anderen höre. Wenn ich mein Zielgewicht erreicht habe, erfüllt ich mir einen langersehnten Traum: Einen Tandem-Fallschirmsprung.

Was rätst du anderen in deiner Situation?

Eine Magenverkleinerung ist und bleibt eine Operation, zu der man sich nicht leichtfertig entschließen sollte. Besprecht das gut mit euren Ärzten und eurem Umfeld. Ich glaube auch, dass es wichtig ist, stabile Beziehungen zu anderen Menschen zu haben, bevor man sich operieren lässt….

Wo siehst du dich in fünf Jahren bestenfalls?

Normalgewichtig, sportlich, aktiv. Mit mehr Lebensfreude und weniger Problemen, passende Kleidung zu finden.

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1 comment

  1. Hallo,
    ich hab diesen Schritt als Mama gemacht für meine Kinder ❤️
    Ich hab es bisher nicht bereut und von 120 Kilo auf 75 abgenommen. So 5-7 Kilo wären noch schön und sind auch bestimmt in Reichweite. Ich kann wieder alles mit meinen Kindern machen und das Asthma ist weg bzw die dauernden Hübe mit dem Kortison 🙏

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