Partnersuche als Mutter: Zwischen Dating-Apps, Alltag und der Sehnsucht nach Liebe

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Foto: pixabay

Ihr Lieben, heute möchten wir euch zwei fundierte Perspektiven auf die Partnersuche als Mama bieten: Prof. Dr. Wera Aretz ist Psychologin und Professorin und beschäftigt sich wissenschaftlich unter anderem mit Online-Dating, Partnerwahl und Beziehungen. Und Simone Janssen ist Expertin für Partnersuche und Beziehungen und begleitet seit über 33 Jahren Singles bei der Partnersuche. Sie ist außerdem Host des Podcasts „Liebe ohne Filter“.

Die beiden Frauen haben in Köln bereits mehrfach gemeinsame Podcast-Folgen aufgenommen und verbinden dabei wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der täglichen Praxis der Partnersuche. Dabei bemerken sie, dass es für Mütter gar nicht so leicht ist mit der Suche nach dem perfekten Match. Hier kommt ihr Einblick.

Kinder, Beruf, Haushalt, Termine und vielleicht noch die Organisation mit dem Ex-Partner. Wer alleinerziehend ist, hat selten das Gefühl, zu viel Zeit zu haben. Und trotzdem gibt es ihn: den Wunsch nach einem Menschen an der eigenen Seite. Aber wo soll man den kennenlernen? Muss man heute zwangsläufig auf Tinder oder Bumble? Wie viel Zeit sollte man sich für die Partnersuche nehmen? Und haben wir vielleicht ein Stück weit verlernt, uns im echten Leben kennenzulernen?

„Ich habe als Mutter überhaupt keine Zeit für Dating oder Partnersuche“

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Simone Janssen

Simone Janssen: Diesen Satz höre ich häufig. Und natürlich weiß ich, was für einen unglaublichen Alltag gerade alleinerziehende Mütter bewältigen. Trotzdem sage ich manchmal etwas, das vielleicht ein bisschen unbequem ist: Wenn ich mir eine Partnerschaft wünsche, muss dieser Wunsch auch irgendwo in meinem Leben vorkommen.

Das bedeutet nicht, dass die Partnersuche plötzlich wichtiger als die Kinder sein soll. Aber warum planen wir Arzttermine, Sport, Elternabende und berufliche Termine selbstverständlich ein und warten bei unserem eigenen Privatleben darauf, dass irgendwann zufällig Zeit übrig bleibt?

Ich würde Frauen deshalb raten, ganz bewusst Zeit für sich einzuplanen. Und Me-Time muss nicht immer bedeuten, alleine auf dem Sofa zu liegen. Zieht euch schön an. Geht mit einer Freundin aus. Geht auch einmal alleine in ein Café oder zu einer Veranstaltung. Verabredet euch zu einem Date. Man darf Mutter sein und trotzdem Frau bleiben.

Prof. Dr. Wera Aretz: Natürlich ist Zeit gerade für alleinerziehende Mütter oft knapp. Gleichzeitig beobachte ich, dass sich etwas verändern kann, wenn Dating anders gerahmt wird: nicht als weitere Aufgabe in einem ohnehin vollen Alltag, sondern als Möglichkeit, sich bewusst wieder Raum für sich selbst zu nehmen. Denn wer viel organisiert, Verantwortung trägt und für andere da ist, befindet sich häufig über lange Zeit im Planungs-, Funktions- und Betreuungsmodus. 

Dating kann dann einen ganz anderen Raum öffnen: einen Raum, in dem es einmal nicht darum geht, etwas zu erledigen oder für andere zu sorgen, sondern darum, neugierig zu sein, etwas Neues zu erleben und wieder stärker wahrzunehmen, was man selbst möchte.

Psychologisch können solche Unterbrechungen unserer Routinen sehr wertvoll sein. Wenn unser Alltag stark von denselben Rollen, Abläufen und Verpflichtungen geprägt ist, erleben wir uns oft auch immer wieder in ähnlicher Weise. Neue Situationen können dagegen neue Seiten von uns sichtbar machen: Wir begegnen anderen Menschen, erleben uns selbst in einem neuen Kontext und entdecken vielleicht Bedürfnisse, Interessen oder Wünsche wieder, die im Alltag wenig Raum bekommen.

Deshalb kann es hilfreich sein, beim Dating etwas Druck herauszunehmen und es stärker als offenen Erfahrungsraum zu verstehen. Nicht jede Begegnung muss sofort darauf geprüft werden, ob daraus eine Beziehung entstehen kann. Gerade unter Zeitdruck geraten wir sonst schnell in einen Bewertungsmodus: Passt dieser Mensch? Hat das Potenzial? Ist er meine knappe Zeit wert?

Oft sind zunächst ganz andere Fragen hilfreicher: Habe ich mich wohl und lebendig gefühlt? Was habe ich an mir selbst wahrgenommen oder vielleicht neu entdeckt? Was hat mich interessiert oder überrascht? Und bin ich neugierig genug, diesem Menschen noch einmal zu begegnen? Um diese offenere Haltung beim Dating zu fördern, können schon kleine Veränderungen helfen:

  • Dating nicht als zusätzliche Pflicht sehen, sondern als bewusst gewählte Zeit für sich selbst.
  • Kleine Zeitfenster nutzen: Ein Kaffee oder Spaziergang kann für ein erstes Kennenlernen völlig ausreichen.
  • Den Ausgang offenlassen: Nach einem ersten Date muss noch nicht feststehen, ob daraus mehr entsteht.
  • Neue Erfahrungen bewusst zulassen: als Gegenpol zu einem stark durchgetakteten Alltag und als Möglichkeit, vertraute Routinen zu verlassen.
  • Auf das eigene Erleben achten: „Wie fühle ich mich in dieser Begegnung? Was entdecke ich vielleicht an mir selbst? Was fällt mir leicht? Wo werde ich unsicher oder ziehe mich zurück? Was tut mir gut – und wovon wünsche ich mir mehr?“

Dating kann einen Raum schaffen, in dem Neugier, neue Erfahrungen und die eigenen Wünsche wieder stärker in den Vordergrund rücken.

Muss ich heute auf Tinder oder Bumble sein?

Simone Janssen: Nein. Und genau das möchte ich Frauen immer wieder sagen. Viele erzählen mir: „Online-Dating ist nichts für mich.“ Wenn ich dann nachfrage, stellt sich heraus, dass sie eine oder zwei der großen Apps ausprobiert haben und daraus schließen, Online-Dating insgesamt funktioniere für sie nicht.

Dabei gibt es mittlerweile unglaublich viele Nischenangebote. Es gibt Plattformen für bestimmte Altersgruppen, für Menschen mit bestimmten Interessen oder Lebensweisen, für Natur- und Outdoorfans, Menschen mit Hund, Vegetarier und Veganer, Menschen vom Land oder Menschen, denen Religion und Glaube besonders wichtig sind. Ich würde deshalb nicht fragen: Welche Dating-App ist gerade die größte? Sondern: Wo könnten die Menschen sein, die zu meinem Leben passen?

Prof. Dr. Wera Aretz: Online-Dating ist natürlich eine sehr bequeme Möglichkeit, von zu Hause aus auf Partnersuche zu gehen – gerade für Alleinerziehende, die zeitlich weniger flexibel sind. Gleichzeitig erweitert es unseren potenziellen Partnermarkt enorm: Wir können Menschen kennenlernen, denen wir im eigenen Alltag wahrscheinlich nie begegnet wären.

Wichtig ist aber, sich bewusst zu machen, dass digitales Kennenlernen anders funktioniert als eine Begegnung im echten Leben. Auf Dating-Apps treffen wir Entscheidungen häufig auf Basis weniger Informationen – eines Fotos, einiger Angaben und kurzer Nachrichten. Dadurch geraten wir schnell ins Vergleichen und Aussortieren. Gleichzeitig fehlen viele Informationen, die bei einer persönlichen Begegnung ganz selbstverständlich vorhanden sind: Stimme, Mimik, Gestik, Blickkontakt oder das Gefühl dafür, wie sich die Interaktion mit einem Menschen tatsächlich anfühlt.

Auch schriftliche Kommunikation lässt mehr Raum für Missverständnisse und Projektionen. Wir ergänzen fehlende Informationen automatisch und entwickeln mitunter schon ein Bild von einer Person, bevor wir sie wirklich kennengelernt haben. Deshalb würde ich Online-Dating vor allem als eine zusätzliche Möglichkeit verstehen, den eigenen Radius zu erweitern, und nicht als Ersatz für reale Begegnungen. Ein paar einfache Regeln können helfen:

  • Das Medium relativ schnell wechseln: Statt wochenlang zu schreiben, lieber früh telefonieren, eine Sprachnachricht austauschen oder sich zeitnah persönlich treffen. So bekommt man schneller einen realistischeren Eindruck voneinander.
  • Bei einem unguten Gefühl genauer hinschauen: Wenn Angaben widersprüchlich wirken oder etwas nicht stimmig erscheint, kann es sinnvoll sein, Identität und Bilder zu überprüfen – zum Beispiel über eine Rückwärtssuche von Fotos.
  • Die Zeit auf Dating-Apps begrenzen: Nicht ständig nebenbei swipen oder Nachrichten kontrollieren, sondern bewusst feste Zeitfenster setzen. Das schützt vor Überforderung und verhindert, dass Dating den ganzen Alltag einnimmt.

Haben wir verlernt, uns im echten Leben kennenzulernen?

Simone Janssen: Davon bin ich tatsächlich überzeugt. Ich höre ständig: „Heute lernt man doch niemanden mehr einfach so kennen.“ Doch! Natürlich begegnen wir Menschen. Im Café. Beim Sport. Beim Spaziergang mit dem Hund. Im Supermarkt. Im Zug. Im Urlaub. Bei Veranstaltungen. Über Freunde. Und als Mutter natürlich auch ständig über Schule, Verein oder andere Eltern.

Aber wir schauen viel häufiger auf unser Handy. Wir nehmen weniger Blickkontakt auf. Und viele Frauen warten ausschließlich darauf, angesprochen zu werden. Ich sage immer: Man muss einem Mann nicht gleich seine Telefonnummer in die Hand drücken. Ein Blick reicht. Ein Lächeln. Eine kleine Bemerkung. Eine Frage. Man kann Begegnungen möglich machen.

Prof. Dr. Wera Aretz: Wenn wir uns vergegenwärtigen, wie viel unserer Kommunikation heute über Smartphones, soziale Medien, Messenger oder Dating Apps stattfindet, wird deutlich, dass sich auch die Art verändert hat, wie wir Menschen kennenlernen. Wir haben uns daran gewöhnt, Kommunikation stärker vorzubereiten, zu steuern und zu optimieren: Wir überlegen, wie wir uns darstellen, formulieren Nachrichten mehrfach um, sortieren Menschen anhand bestimmter Kriterien vor und können inzwischen sogar KI nutzen, um Profile oder Antworten zu verbessern.

Gerne – etwas flüssiger, natürlicher und mit einem runderen Übergang zur Challenge: Eine reale Begegnung funktioniert anders. Sie lässt sich weniger planen und kontrollieren. Wir reagieren spontan, nehmen viele kleine Signale wahr und gehen miteinander in Resonanz. Dabei wirkt nicht nur das, was jemand sagt, sondern auch Stimme, Mimik, Blickkontakt, Körpersprache und vor allem die Frage: Wie fühle ich mich eigentlich in der Gegenwart dieses Menschen?

Gerade diese Unmittelbarkeit macht persönliche Begegnungen so besonders. Gleichzeitig kostet es viele Menschen Überwindung, von sich aus Kontakt aufzunehmen. Denn wer jemanden anspricht, zeigt Interesse und geht damit auch das kleine Risiko ein, dass dieses Interesse nicht erwidert wird.

Mit einer guten Freundin habe ich daraus regelmäßig eine kleine Challenge gemacht: „Wenn du jetzt die Person da vorne ansprichst …“ oder „Wenn du da reingehst und einfach nach XY fragst, bekommst du eine kleine Überraschung.“ Das kann ich wirklich empfehlen: Es macht Spaß, nimmt den Druck aus der Situation und macht das Ansprechen viel leichter und spielerischer.

Mein Tipp: Den Anspruch klein halten. Es muss nicht sofort darum gehen, jemanden „kennenzulernen“ oder ein Date zu bekommen. Ein Blickkontakt, ein Lächeln, eine kurze Frage oder ein spontanes Gespräch reichen oft schon. Je häufiger wir solche kleinen Kontaktmomente zulassen, desto selbstverständlicher kann es wieder werden, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen.

Warum sortieren wir so schnell aus?

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Prof. Dr. Wera Aretz

Prof. Dr. Wera Aretz: Online-Dating verlangt uns ständig Entscheidungen ab. Schon anhand weniger Informationen entscheiden wir, ob jemand für uns interessant sein könnte. Das ist einerseits effizient. Andererseits besteht die Gefahr, Menschen sehr schnell anhand einzelner Merkmale auszusortieren.

Hinzu kommt die große wahrgenommene Auswahl. Wenn sehr viele potenzielle Partner zur Verfügung stehen, kann die Entscheidung schwieriger werden. Wir vergleichen stärker, zweifeln eher an unserer Wahl und fragen uns möglicherweise, ob nicht noch jemand besser passen könnte. Dieser sogenannte Choice-Overload-Effekt tritt vor allem dann auf, wenn die Auswahl groß und schwer überschaubar ist und wir selbst noch nicht genau wissen, wonach wir eigentlich suchen.

Simone Janssen: Das erlebe ich jeden Tag. Zu klein. Zwei Jahre zu alt. Der Beruf gefällt nicht. Falsches Hobby. Die Entfernung ist fünfzehn Kilometer größer als gewünscht. Natürlich soll niemand einen Menschen kennenlernen, den er überhaupt nicht interessant findet. Aber ich frage meine Kunden manchmal: Suchst du einen Menschen oder erfüllst du gerade eine Bestellung? Nach über 33 Jahren Partnervermittlung kann ich sagen: Menschen verlieben sich erstaunlich oft in jemanden, der ursprünglich nicht auf ihrer Wunschliste gestanden hätte.

Simone Janssen: Das ist eines meiner großen Themen. Ich halte überhaupt nichts davon, einen Menschen nur aufgrund eines Fotos auszusortieren. Ein Foto kann nicht zeigen, wie jemand lacht. Wie er spricht. Wie aufmerksam er zuhört. Ob er Humor hat. Wie er riecht. Wie er sich bewegt. Und vor allem nicht, wie ich mich in seiner Gegenwart fühle. Ich habe über Jahrzehnte erlebt, dass Menschen zunächst sagten: „Auf dem Foto wäre das überhaupt nicht mein Typ gewesen.“ Und nach einer persönlichen Begegnung sah die Welt plötzlich völlig anders aus.

Prof. Dr. Wera Aretz: Aus psychologischer Sicht ist Attraktivität deutlich komplexer als die Bewertung eines einzelnen Fotos. Ein Bild vermittelt zwar einen ersten Eindruck, reduziert einen Menschen aber auf einen kurzen, statischen Moment. Bei einer realen Begegnung kommen viele weitere Informationen hinzu: Stimme, Mimik, Gestik, Bewegung, Humor, Blickkontakt, Verhalten und die gesamte Dynamik zwischen zwei Menschen.

Gerade diese zusätzlichen Signale können entscheidend dafür sein, ob wir jemanden sympathisch oder anziehend finden. Ein Mensch, der uns auf einem Foto vielleicht zunächst wenig auffällt, kann in einer persönlichen Begegnung plötzlich sehr interessant wirken. Umgekehrt kann jemand, den wir auf einem Foto besonders attraktiv finden, im direkten Kontakt deutlich weniger anziehend auf uns wirken.

Muss es beim ersten Date sofort funken?

Simone Janssen: Nein! Ich glaube, wir erwarten heute manchmal zu viel von einem ersten Treffen. Nach anderthalb Stunden soll feststehen: Ist das mein zukünftiger Partner oder nicht? Meine Frage wäre viel einfacher: War es schön genug, dass ich diesen Menschen noch einmal sehen möchte? Mehr muss man nach einem ersten Date überhaupt nicht wissen. Nicht jede große Liebe beginnt mit einem Feuerwerk. Manche beginnt mit einem guten Gespräch und entwickelt sich langsam.

Prof. Dr. Wera Aretz: Genau, es muss beim ersten Date nicht sofort funken. Natürlich kann starke Anziehung sofort da sein. Aber romantisches Interesse kann sich auch entwickeln, wenn wir einen Menschen besser kennenlernen und Vertrautheit entsteht. Studien zeigen sogar, dass viele Beziehungen zunächst als Freundschaft beginnen. Nicht jede Anziehung beginnt mit einem Feuerwerk. Manches entwickelt sich erst mit der Zeit.

Wann stelle ich einen neuen Partner meinen Kindern vor?

Simone Janssen: Nicht nach dem zweiten Date. Das sage ich ganz klar. Gerade Mütter dürfen zunächst einmal als Frauen jemanden kennenlernen. Ein Date ist noch keine neue Patchworkfamilie. Ich würde die Kinder erst einbeziehen, wenn ich selbst weiß: Hier entwickelt sich tatsächlich etwas. Das nimmt auch Druck aus der neuen Beziehung. Zwei Menschen dürfen sich erst einmal kennenlernen, bevor gleich die gesamte Familie mit am Tisch sitzt.

Prof. Dr. Wera Aretz: Gerade bei neuen Partnerschaften mit Kindern treffen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Deshalb ist es sinnvoll, eine neue Beziehung zunächst als Paar entstehen zu lassen und die Integration in das Familienleben bewusst und behutsam zu gestalten.

Was wir Singlefrauen gerne mitgeben möchten

Simone Janssen: Wartet nicht darauf, dass irgendwann der perfekte Mann vor eurer Haustür steht. Wenn ihr euch Liebe wünscht, schafft Möglichkeiten, damit euch jemand begegnen kann. Geht raus. Probiert Dinge aus. Nutzt Online-Dating, wenn ihr möchtet, aber schaut euch genau an, welche Plattform zu euch passt. Lasst euch nicht nur von Fotos leiten. Sprecht auch einmal selbst jemanden an. Und gebt einem sympathischen Menschen vielleicht ein zweites Date. Vor allem aber: Glaubt nicht, dass euer Leben erst perfekt organisiert sein muss, bevor wieder Platz für Liebe sein darf.

Prof. Dr. Wera Aretz: Partnersuche hat sich durch die Digitalisierung stark verändert. Die Möglichkeiten sind größer geworden, aber damit auch die Anforderungen an unsere Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, sich bewusst zu machen, was einem in einer Partnerschaft tatsächlich wichtig ist, und gleichzeitig offen dafür zu bleiben, dass ein realer Mensch niemals einer perfekten Wunschliste entsprechen wird. Denn am Ende entscheidet nicht ein Algorithmus darüber, ob Nähe entsteht. Das geschieht immer noch zwischen zwei Menschen.

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