wellcome-Engel im ersten Jahr mit Kind: „Damit Mama mal kurz duschen kann“ – Wir spenden 30 WOW MOM-Bücher an die Familienhilfe

Erstes Jahr mit Kind

Foto: pixabay

Ihr Lieben, wir hatten uns – bevor sich bei uns hier im Blog aus Versehen und sehr spontan eine Kleider- und Spielzeug-Spenden-Aktion entwickelte – überlegt, was wir zu Weihnachten in diesem Jahr Gutes tun könnten. Dabei kamen wir auf die Idee, der Organisation wellcome, dem Sozialunternehmen für Familien, das sich ehrenamtlich für Mütter aus allen Gesellschaftsschichten im ersten Jahr mit Kind direkt vor Ort und zu Hause einsetzt, 30 Bücher zu stiften.

30 WOW MOM-Bücher zur Unterstützung von Müttern mit Baby im ersten Jahr

Und zwar von unserem ersten Werk WOW MOM – der Mama-Mutmacher fürs erste Jahr mit Kind (Affiliate Link). Weil wir damit ja ganz ähnliche Interessen verfolgen: Müttern zu helfen, gut durchs erste Jahr mit Kind zu kommen. Druck zu nehmen. Mut zu machen.

Tja, und was wollen wir sagen: Die Verantwortlichen waren ganz aus dem Häuschen über unser Vorhaben und freuen sich, dass sie jetzt einige ihrer Mütter mit diesem tollen Geschenk glücklich machen dürfen. Vielleicht habt ihr das Unboxing-Video auf Instagram gesehen, das wir geteilt haben, weil wir so gerührt waren.

Wir danken da auch von Herzen unserem Verlag S. Fischer Verlage, der uns die Exemplare für Wellcome zum reduzierten Autorinnenpreis zur Verfügung gestellt hat, um sie an wellcome weiterzugeben. Und wenn ihr euch überzeugen wollt, WIE toll wellcome ist und warum wir genau diese Organisation ausgewählt haben, dann lest euch mal das Interview mit einer der beiden Geschäftsführerinnen durch. Danke für die wohltuenden Worte, Kirsten Harnisch-Eckert!

Liebe Kirsten, wir wollen heute über wellcome sprechen. Erzähl mal: Was ist Euer Hauptanliegen?

Wir entwickeln Angebote für Familien und möchten Eltern damit ermutigen, der Sehnsucht nach Familie zu folgen. Fehlende Netzwerke, doppelte Berufstätigkeit und steigende Mobilität erhöhen den Druck auf Eltern. Mit unseren Angeboten entlasten, beraten und vernetzen wir Eltern damit Kinder in einer liebevollen Umgebung gesund aufwachsen können.

An wen richtet Ihr Euch und gibt es Vorgaben, wer sich bei Euch Unterstützung holen kann?

An „wellcome – Praktische Hilfe nach der Geburt“ können sich alle Familien wenden, die sich Unterstützung wünschen. Natürlich können nicht alle Familien von den wellcome-Teams mit Ehrenamtlichen unterstützt werden. Damit auch Familien Unterstützung bekommen, die von wellcome nicht betreut werden, sind die wellcome-Koordinator*innen gut vernetzt und empfehlen alternative Angebote zur Unterstützung.

Wie sieht Eure Unterstützung ganz konkret aus?

Die wellcome-Ehrenamtliche hilft so wie sonst Familie, Freunde oder Nachbarn, wenn die eigene Familie zu weit weg lebt oder die Großeltern berufstätig sind. Der wellcome-Engel kommt 1-2x in der Woche für 2-3 Stunden zu der Familie nach Hause. Sie ermöglicht kleine Auszeiten damit die Mutter duschen kann, einen Arztbesuch erledigen oder einfach mal etwas schlafen kann.

Es gibt sogar die Möglichkeit eines Spendenfonds für Familien in Not. Wie genau funktioniert das? 

Mit dem Spendenfonds für Familien in Not ermöglicht wellcome Familien in akuten, vorübergehenden Nöten individuelle finanzielle Unterstützung. Diese Unterstützung ist möglich im Rahmen eines wellcome-Einsatzes oder für eine Familie die beim unserem wellcome-Team bekannt ist. Denn wir geben nicht einfach Geld weiter, uns ist es wichtig, die Familien so zu unterstützen, dass die Sorge um die Ausstattung der Kinder genommen ist. Häufig kommen dann die wirklichen Sorgen zur Sprache, die dann mit der Koordinator*in besprechen werden.

Wie finanziert Ihr Euch und wie kann man Euch unterstützen? 

Als gemeinnützige Organisation ohne staatliche Unterstützung sind wir auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen. Das geht als Privatperson durch die ganz „normale“ Spende, als Mitglied im Spendenfonds für Familien in Not oder auch im Rahmen eines Festes das gefeiert und Spenden statt Geschenke gegeben werden. Auch für Unternehmen bieten wir zahlreiche Möglichkeiten sich für wellcome mit einer Spende zu engagieren. Hier gibt es mehr Informationen: https://www.wellcome-online.de/spenden/

Mit ElternLeben.de habt Ihr nun auch eine Online-Plattform. Was finden Eltern hier? 

Wer Eltern heute zur Seite stehen will, muss sie auch digital erreichen. Deshalb entwickeln wir seit 2016 die Online-Plattform www.ElternLeben.de. Hier werden Eltern von der Schwangerschaft bis zum Teenageralter der Kinder begleitet. Eltern finden hier umfangreiches Wissen, eine kostenlose Online-Beratung, in der ihnen erfahrene Fachkräfte innerhalb von 24 Stunden auf alle Fragen antworten, ein Verzeichnis für lokale Eltern-Angebote in ihrer Nähe und einen Shop mit wertvollen Online-Kursen und digitalen Handbüchern zu Fragen rund um die Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder.

Das letzte Jahr war für Familien besonders hart. Habt Ihr das auch gemerkt?

Ja, das war und ist deutlich spürbar. Auch wenn die Praktische Hilfe im ersten Lockdown nicht so wie gewohnt arbeiten konnte, waren unsere wellcome-Teams für die Familien da. Die wellcome-Koordinator*innen haben in dieser Zeit besonders engen Kontakt zu Familien und Ehrenamtlichen gehalten. Auch viele der wellcome-Ehrenamtlichen standen mit den Familien Telefonisch, per Messenger oder Videotelefonie in Kontakt, so dass sich diese nicht alleine fühlten. Denn wer in dieser Zeit ohne Netzwerk mit Baby in einer fremden Stadt lebt hat es besonders schwer. Daher haben wir auch sehr schnell die Betreuung der Familien wieder aufgenommen – natürlich immer unter der Hygieneregeln.

Gibt es einen Fall einer Familie, der dich ganz besonders berührt hat?

Berührt hat mich vor allem die Dankbarkeit der Familien, dass unsere wellcome-Koordinator*innen weiterhin für sie da waren, die Ehrenamtlichen ansprechbar waren und sind. Viele Eltern wussten schlichtweg nicht an wen sie sich wenden sollten, da viele Angebote nicht wie gewohnt erreichbar waren, gerade in den ersten Wochen des Lockdowns im Frühjahr. Als wir mit unserem Spendenfonds in Not im Frühjahr die Corona-Soforthilfe umgesetzt haben, haben uns natürlich viele berührende Geschichten erreicht. Alleinerziehende Mütter, die plötzlich ohne Unterhalt dastehen, weil der Vater keine Einkünfte mehr hat, der Alleinerziehende Vater von fünf Kindern der morgens mit dem Pastor gebetet hat, dass irgendwoher Hilfe kommen möge oder wo einfach nicht genug Geld für Lebensmittel vorhanden war.

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