Alleinerziehende Linda: Wie mein Sohn und ich in Kenia endlich unser Glück fanden

Kenia

Ihr Lieben, seit 10 Monaten lebt Linda mit ihrem Sohn in Kenia – und hat dort einen neuen Mann kennengelernt. Ihr Leben zeigt sie auf ihrem Instagram-Kanal und muss sich dort regelmäßig heftige Kommentare zu ihrer neuen Beziehung anhören – weil sie eine weiße Frau Mitte 40 und er ein schwarzer Mann Anfang 30 ist. Warum Linda Deutschland verlassen hat und wie sie mit dem Hate im Netz umgeht, erzählt sie im Interview.

Liebe Linda, wann hast du warum Deutschland verlassen? Und wie sah dein Leben damals aus – welcher Job, welcher Alltag?

Wir sind am 28. Mai 2023 nach Sansibar ausgewandert. Mein Sohn und ich, mit vier Koffern – und ehrlich gesagt mit ziemlich wenig Ahnung davon, wie unser Leben dort genau aussehen würde.

Mein Leben in Deutschland war vorher ziemlich unspektakulär. Ich war alleinerziehende Mama und hatte eine Teilzeitstelle im Marketing eines Immobilienunternehmens. Das war ein Job, der mich weder wahnsinnig interessiert noch erfüllt hat, mich aber auch nicht komplett aufgefressen hat. Finanziell hat das trotzdem nicht gereicht. Ich musste mit Hartz IV aufstocken, damit wir über die Runden kamen.

Mein Sohn ging ganz normal in die Kita und später in die Grundschule. Mein Alltag bestand im Wesentlichen aus Arbeiten, Kind abholen, Spielplatz, Haushalt, organisieren – und wieder von vorne. Mein Highlight waren tatsächlich meine zwei Sportkurse pro Woche. Das waren die Momente, in denen ich gemerkt habe: Ah, da bin ja noch ich. Da fühle ich mich lebendig.

Und gleichzeitig gab es diesen Traum von Afrika schon sehr, sehr lange. Über ein Jahrzehnt. Ich hatte nur überhaupt keine Idee, wie ich das als alleinerziehende Mutter mit einem Teilzeitjob jemals realisieren sollte.

Auch der Wunsch nach einem eigenen Business war schon lange da. Aber ich habe mir jahrelang erzählt, dass ich das nicht kann. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich dachte: Wenn ich immer weiter auf den perfekten Moment warte, wird mein Leben irgendwann vorbei sein und ich habe all die Dinge, nach denen ich mich sehne, nie ausprobiert. 

Also habe ich angefangen, mir nebenbei ein Online-Business aufzubauen. Schritt für Schritt. Nicht, weil ich wusste, dass das alles funktionieren würde, sondern weil ich endlich eine Möglichkeit schaffen wollte, frei entscheiden zu können, wo und wie wir leben.

Ich bin übrigens nicht aus Deutschland gegangen, weil ich Deutschland schrecklich finde. Es war vielmehr dieser ganz starke Ruf nach Afrika. Und irgendwann dachte ich: Ich bin fast 40. Wann, wenn nicht jetzt?

Noch vor ein paar Jahren warst du sehr unglücklich. Kannst du uns mit in diese Zeit nehmen?

2015 kam mein Sohn auf die Welt und hat mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt. Er war ein Schreibaby, hat kaum geschlafen und ich habe trotzdem versucht, einfach weiterzumachen wie vorher. Durchziehen. Funktionieren. Nicht jammern. Leistung bringen. Genau so, wie ich es mein ganzes Leben gewohnt war.

Bis mein Körper und meine Psyche irgendwann gesagt haben: Schluss. Ich musste in eine Klinik, weil ich eine schwere postpartale Depression entwickelt hatte. Und das war tatsächlich der größte Tiefpunkt meines Lebens. Mein Leben stand damals ganz real auf der Kippe und ich hatte das Gefühl: Hier geht gar nichts mehr.

Im Rückblick war genau dieser Punkt aber auch mein Nullpunkt. Der Moment, an dem alles, was vorher funktioniert hatte, endgültig nicht mehr funktioniert hat. Ich wusste: So wie bisher kann ich nicht weitermachen. Ich kann nicht einfach versuchen, mein altes Leben irgendwie mit Kind weiterzuführen. Ich muss mich komplett neu erfinden. Ich muss ein Leben für meinen Sohn und mich bauen, das wirklich zu uns passt.

Ich habe mich langsam wieder berappelt und war dann alleinerziehende Mutter. Beruflich war mein altes Karriereleben nicht mehr aufrechtzuerhalten. Aus der Niederlassungsleiterin wurde eine Frau mit einem Teilzeitjob im Marketing eines Immobilienunternehmens. Und obwohl ich mein Leben lang gearbeitet und mich angestrengt hatte, reichte das Geld plötzlich nicht einmal mehr zum Leben. Ich musste mit Hartz IV aufstocken. Teilweise wurde sogar das Mittagessen meines Sohnes vom Amt übernommen. Das war für mich extrem frustrierend.

Von außen hätte man wahrscheinlich gesagt: normales Leben. Arbeiten, Kind abholen, Spielplatz, Haushalt, organisieren, wieder von vorne. Aber für mich fühlte es sich immer enger an. Urlaube waren finanziell kaum drin. Mein Alltag bewegte sich in einem relativ kleinen Radius. 

Und ich glaube, man muss dazu sagen: Es gibt Frauen, die total in dieser klassischen Mutterrolle aufgehen. Ich gehörte nie dazu. Ich liebe meinen Sohn. Aber ich war gleichzeitig immer diese Frau, die die Welt entdecken wollte. Ich wollte Abenteuer, reisen, erleben, gestalten. Ich wollte nicht einfach nur funktionieren.

Und deshalb war diese Zeit so schwer für mich. Nicht, weil objektiv jeder Tag furchtbar war, sondern weil ich tief in mir immer wusste: Das kann doch noch nicht alles gewesen sein. Deshalb wurde eine Frage irgendwann immer lauter: Wie kann mein Leben anders gehen?

Wo lebst du nun und wie geht es dir ganz aktuell? Und wovon lebst du?

Wir leben inzwischen seit rund zehn Monaten in Kenia, in einem Küstenort direkt am Indischen Ozean. Davor haben wir zwei Jahre auf Sansibar gelebt und sind anschließend eine ganze Weile gereist – unter anderem durch Indonesien, Mauritius und Malaysia. Am Ende hat es uns aber wieder nach Ostafrika gezogen und so sind wir in Kenia gelandet.

Uns geht es hier wirklich sehr gut. Mein Sohn besucht eine Privatschule, so wie vorher schon auf Sansibar, und hat hier schnell Freunde gefunden. Ich habe inzwischen einen neuen Partner. Wir leben in einem wunderschönen Apartment, brauchen ungefähr fünf Minuten bis zum Meer und mein Alltag sieht heute wirklich sehr anders aus als damals in Deutschland. 

Ich liebe es, mit meinem türkisblauen Scooter durch die Gegend zu fahren, ans Meer zu gehen, Sport zu machen – und denk mir zwischendurch immer noch: Krass, das ist wirklich mein Leben.

Wie finanzierst du euer Leben?

Ich finanziere unser Leben komplett mit meinem Online-Business. Ich begleite Frauen, die eigentlich wissen, dass sie mehr vom Leben wollen, aber immer wieder feststecken. Frauen, die funktionieren, ihren Alltag hinbekommen, für alle anderen da sind – und gleichzeitig merken: Ich will mich nicht mein ganzes Leben mit den Brotkrümeln zufriedengeben.

Meine Arbeit besteht darin, sie wieder in Bewegung zu bringen. Im Mindset, energetisch und vor allem ganz praktisch in ihrem echten Leben. Damit aus „Eigentlich würde ich gerne …“ irgendwann „Ich mache es jetzt“ wird.

Und diese Arbeit erfüllt mich wahnsinnig. Weil ich jeden Tag miterleben darf, wie Frauen anfangen, wieder für sich loszugehen. Manchmal sind das riesige Entscheidungen, manchmal kleine Schritte. Aber sie bewegen sich. Sie bauen sich Stück für Stück ein Leben, das wirklich zu ihnen passt. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres.

Du zeigst dein Leben auf Instagram

Ich bin auf Instagram sehr transparent mit meinem Leben. Nicht, weil ich glaube, dass jeder alles aus meinem Privatleben wissen muss, sondern weil ich glaube, dass gelebte Geschichten Menschen enorm ermutigen können.

Wenn jemand sieht: Da ist eine alleinerziehende Mutter, die irgendwann mit vier Koffern nach Afrika gegangen ist, sich ein Business aufgebaut hat, reist, liebt, Dinge ausprobiert und auch mal wieder alles verändert – dann entsteht vielleicht bei einer anderen Frau dieser Gedanke: Vielleicht ist auch für mich mehr möglich, als ich gerade glaube.

…Deine neue Beziehung in Kenia sorgt aber für viele heftige Kommentare im Netz….

Stimmt. Viele dieser Kommentare bedienen aus meiner Sicht ganz klare rassistische und koloniale Klischees. Ich werde zum Beispiel als ältere, notgeile weiße Sextouristin dargestellt, die sich einen armen schwarzen Mann „genommen“ oder gekauft hätte.

Gleichzeitig wird mein Partner als Mann dargestellt, der selbstverständlich gar kein echtes Interesse an mir haben könne, sondern nur mein Geld, einen Pass oder die deutsche Staatsbürgerschaft wolle. Das Spannende ist: In diesen Geschichten können wir eigentlich beide nur Täter oder Opfer sein. Entweder ich nutze ihn aus oder er nutzt mich aus.

Die Möglichkeit, dass sich zwei erwachsene Menschen einfach begegnen, ineinander verlieben und eine Beziehung führen, scheint für manche Menschen gar nicht zu existieren. Und all das wird dann teilweise anhand eines zehnsekündigen Instagram-Videos komplett analysiert.

Was genau wird analysiert?

Es wird mit irgendwelchen Statistiken argumentiert, mit Fernsehsendungen, Dokumentationen oder Geschichten aus dem Internet. Und ich denke mir immer: Ich habe mein Leben noch nie nach einer statistischen Wahrscheinlichkeit gelebt. Natürlich kann niemand garantieren, wie eine Beziehung ausgeht. Das kann dir aber auch niemand bei einem deutschen Mann aus der Nachbarstraße garantieren. Ich bin in meinem Leben immer dem Leben gefolgt – und nicht der Angst.

Woher kommt dieser Hass und diese Abwertung?

Das kann ich natürlich nicht abschließend beantworten. Ich kann niemandem in den Kopf schauen. Ich war anfangs tatsächlich ziemlich naiv. Ich habe einfach mein Leben und meine Beziehung gezeigt und hätte nie gedacht, dass allein das bei manchen Menschen eine derartige Provokation auslösen kann.

Ich glaube, da kommen mehrere Dinge zusammen. Natürlich spielen Vorurteile eine Rolle. Bei einer weißen europäischen Frau und einem schwarzen afrikanischen Mann springen bei manchen Menschen sofort bestimmte Bilder an. Nicht das reale Paar, das sie da sehen, sondern alles, was sie irgendwann über solche Beziehungen gehört, gelesen oder im Fernsehen gesehen haben.

Dazu kommt für mich etwas anderes: Angst. Ich habe manchmal das Gefühl, dass viele Menschen die Welt inzwischen vor allem durch eine Gefahrenbrille betrachten. Was könnte schiefgehen? Wer könnte mich betrügen? Wo könnte ich ausgenutzt werden? Wem darf ich nicht vertrauen?

Ich glaube außerdem, dass ein Mensch, der sichtbar andere Entscheidungen als man selbst trifft und damit auch noch glücklich aussieht, etwas auslösen kann. Denn plötzlich steht unausgesprochen die Frage im Raum: Was wäre denn, wenn auch mein Leben weniger festgelegt wäre, als ich immer gedacht habe? Wenn es tatsächlich möglich ist, Dinge zu verändern, dann müsste ich mich vielleicht auch fragen, wo ich mich selbst zurückhalte.

Das heißt nicht, dass jeder kritische Kommentar aus Neid entsteht oder dass jeder Mensch, der mir nicht zustimmt, unglücklich ist. Aber bei dieser extremen Abwertung und Aggression glaube ich schon, dass sehr viel Projektion im Spiel ist. Denn ein zufriedener Mensch muss normalerweise keiner fremden Frau auf Instagram erklären, dass sie hässlich, dumm oder notgeil ist.

Wie reagierst du auf solche Kommentare? Und wie geht dein Freund damit um?

Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass das gar nichts mit mir macht. Natürlich macht es etwas mit einem, wenn man permanent liest, man sei dumm, hässlich, naiv, notgeil, realitätsfremd oder sonst irgendetwas. Ich bin kein Roboter.

Gleichzeitig gelingt es mir inzwischen ziemlich gut, aus einer gewissen Metaperspektive darauf zu schauen. Ich kann einordnen: Diese Menschen urteilen aus ihrer eigenen Perspektive heraus. Sie kennen mich nicht. Sie kennen meinen Partner nicht. Sie kennen unsere Beziehung nicht. Sie kennen unseren Alltag nicht. Sie sehen lediglich zehn Sekunden Instagram und bauen daraus eine komplette Geschichte.

Manche Kommentare sind inzwischen so absurd, dass sie für mich fast wieder komisch werden. Mir wurde beispielsweise unterstellt, ich würde hier eine Art Schleuserorganisation betreiben und deutsche Frauen gezielt an afrikanische Love Scammer vermitteln.

Oder ich poste eine für mich völlig harmlose, süße Alltagsszene auf einem Motorradtaxi, bei der sich hinten jemand auf Inlineskates kurz dranhängt – und daraus wird dann in den Kommentaren plötzlich eine Geschichte darüber, mit wie vielen Männern ich mich angeblich „durch Afrika schlafe“. In solchen Momenten wird mir sehr deutlich: Wir erleben nicht dieselbe Realität. Und dann kann ich Abstand gewinnen.

Ich finde es teilweise sogar schade für diese Menschen. Nicht überheblich gemeint. Aber wer überall zuerst Gefahr, Betrug und das Schlimmstmögliche vermutet, wird wahrscheinlich auch viele wunderschöne Erfahrungen niemals machen. Ich habe für mich schon vor vielen Jahren entschieden: Ich nehme ausschließlich Ratschläge von Menschen an, die in dem jeweiligen Bereich etwas leben, was ich selbst gerne leben möchte. Am Ende bin nämlich ich diejenige, die mit den Konsequenzen meiner Entscheidungen lebt.

Natürlich habe auch ich keine Glaskugel. Ich weiß nicht, ob ich für immer in Kenia leben werde. Ich weiß nicht, was in zehn oder zwanzig Jahren sein wird. Und selbstverständlich kann auch ich falsche Entscheidungen treffen. Aber für mich wäre das größere Risiko, mein komplettes Leben aus Angst vor möglichen Fehlern nicht zu leben. Deshalb treffe ich meine Entscheidungen bewusst – und übernehme dann auch die Verantwortung dafür.

Mein Partner selbst war von den Kommentaren ziemlich schockiert. Er hatte immer ein sehr gutes Bild von Deutschland. Hier bei uns leben einige ältere deutsche Auswanderer, die er teilweise im Fitnessstudio trainiert hat, und das waren für ihn immer sehr nette, respektvolle Begegnungen. Entsprechend positiv war sein Eindruck. 

Als der Shitstorm auf Instagram größer wurde, habe ich ihm irgendwann davon erzählt. Und da war er wirklich sichtbar fassungslos. Vor allem darüber, wie schnell Menschen über andere urteilen, obwohl sie sie überhaupt nicht kennen. Aktuell hat er deshalb auch kein besonders großes Interesse daran, Deutschland irgendwann einmal zu besuchen. Das finde ich einerseits schade. Andererseits kann ich es total verstehen. Wenn dein erster intensiver Kontakt mit einem Land darin besteht, dass dir Menschen ungefragt erklären, was für ein Mensch du angeblich bist, würde es mir wahrscheinlich ähnlich gehen.

Wie anders fühlt sich diese Beziehung für dich an als deine vorherigen?

Sehr anders. Wobei es lustig ist, weil mir im Internet teilweise ein unfassbares Männerleben angedichtet wird. Tatsächlich hatte ich in zehn Jahren gerade einmal zwei Männer. Nach der Beziehung mit dem Vater meines Sohnes hatte ich lange überhaupt keine Lust mehr auf Partnerschaft. Ich habe mich damals rund um die Geburt getrennt, weil diese Beziehung weder mir noch meinem Kind gutgetan hat.

Danach hatte ich wirklich die Schnauze voll von Männern. Ich habe jahrelang niemanden gedatet und das Thema Liebe für mich weitgehend abgeschlossen. Erst auf Sansibar hatte ich nach vielen Jahren wieder einen Partner. Das war für mich eine wichtige und auch sehr schöne Beziehung, weil ich nach all meiner Enttäuschung wieder erleben durfte: Männer können zuverlässig sein. Sie können ehrlich sein. Sie können liebevoll sein.

Am Ende hat es trotzdem nicht funktioniert, weil für eine langfristige Partnerschaft eben mehr nötig ist als Liebe und gute Absichten. Manche ganz praktischen Dinge im gemeinsamen Leben haben einfach nicht zusammengepasst.

Meine heutige Beziehung fühlt sich noch einmal komplett anders an. Ich habe noch nie zuvor eine solche Form von Liebe erlebt. So viel Aufmerksamkeit, Fürsorge, Schutz und echte Präsenz. Dieser Mann ist einer der liebevollsten Menschen, die ich kenne. Und er zeigt mir seine Liebe jeden Tag – nicht durch große Inszenierungen, sondern im Alltag.

Es gibt keine Spielchen. Kein künstliches Distanzieren. Kein permanentes Rätselraten darüber, woran man beim anderen ist. Er übernimmt Verantwortung. Er ist zuverlässig. Er sorgt sich um mich und gleichzeitig unterstützt er mich darin, meine eigenen Dinge zu machen. Er steht hinter meinem Business und meinen Ideen und versucht nicht, mich kleiner zu machen.

Es fühlt sich wirklich nach Partnerschaft an. Ich kann bei ihm sehr weich sein, ohne schwach sein zu müssen. Ich kann komplett Frau sein und trotzdem diese sehr selbstständige, ambitionierte Frau bleiben, die ich bin.

Wir sind uns emotional und körperlich sehr nah. Und etwas, das für mich ebenfalls neu ist, ist unsere spirituelle Verbindung. Gott hat einen Platz in unserer Beziehung. Für uns ist Partnerschaft nicht nur: Wir mögen uns, wohnen zusammen und haben eine schöne Zeit. Da ist für uns etwas Tieferes. Etwas Heiliges. Ein Bund. Wir können stundenlang über Gott sprechen, über den Sinn des Lebens, darüber, wofür wir hier sind und was wir in dieser Welt hinterlassen möchten. Diese Ebene habe ich in einer Partnerschaft vorher nie erlebt. Und sie gibt mir unglaublich viel Frieden.

Ich habe bei diesem Menschen zum ersten Mal sehr stark dieses Gefühl: Mit dir könnte ich mir wirklich vorstellen, durch mein Leben zu gehen.

Was wünschst du dir für deine und eure Zukunft?

Vor allem wünsche ich mir noch wahnsinnig viel Leben. Ich möchte mit meinem Partner und meinem Sohn reisen, neue Länder entdecken, Abenteuer erleben, wunderschöne Orte sehen und noch ganz viele Erinnerungen sammeln.

Ich bin kein Mensch für Zehnjahrespläne. Ich schaue lieber regelmäßig: Stimmt dieses Leben noch für mich? Was möchte ich verändern? Was möchte ich noch erleben? Was möchte ich mir noch erobern? Was passt vielleicht nicht mehr? Und dann gehe ich danach.

Ich wünsche mir außerdem, dass wir beide beruflich noch stark wachsen. Mein Partner baut sich sein Business als Personal Trainer weiter auf und ich möchte mit meiner Arbeit noch viel mehr Frauen erreichen. Ich wünsche mir auch finanziell weiteres Wachstum – nicht einfach nur, um irgendeine Zahl auf dem Konto größer zu machen, sondern weil Geld natürlich auch Möglichkeiten schafft. Mehr Möglichkeiten zu reisen. Mehr Freiheit. Mehr Möglichkeiten, etwas aufzubauen. Und vor allem einen größeren Impact. 

Ich wünsche mir, dass wir irgendwann zurückschauen können und sagen: Wir haben richtig gelebt. Wir haben geliebt, wir haben ausprobiert, wir sind Risiken eingegangen, wir haben Menschen berührt und wir haben diese Welt ein kleines bisschen besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Das wäre für mich ein ziemlich geiles Leben.

218be94e2e464f5fb299eea442997473


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert