Ambulante Geburt: Wird es zu Hause dann zu trubelig?

Ambulante Geburt

Ihr Lieben, ich hatte hier ja schon einmal erzählt, dass ich mein viertes Kind im Geburtshaus und nicht im Krankenhaus bekommen möchte. Das bedeutet für mich aber auch das erste Mal: Ambulante Geburt! Denn die anderen drei Kinder habe ich im Krankenhaus bekommen und bin mindestens zwei Nächte geblieben.

Bei meiner ersten Tochter hatten wir ein schönes Familienzimmer, wir konnten ganz in Ruhe ankommen, der Papa war die ganze Zeit dabei und ich war einfach nur heilfroh, dass ich jederzeit Ansprechpartner*innen in der Nähe hatte. Alles war ja neu und aufregend und ich war dankbar für jeden Tipp.

Bei meinem Sohn hatte ich ein wenig Pech mit der Zimmernachbarin. Sie bekam unheimlich viel Besuch, ständig flog die Tür auf und jemand stand im Raum. Der Besuch brachte auch immer Essen mit, ich fühlte mich wirklich wie in einem Imbiss. Nach zwei Nächten wollte ich nur noch nach Hause.

Viel besser war es beim dritten Mal. Meine Zimmernachbarin hatte ebenfalls ihr drittes Kind geboren und erzählte mir, dass diese zwei Tage im Krankenhaus für sie in absoluter Ruhe ablaufen sollten, weil sie danach mit dem Baby zurück in die libanesische Großfamilie geht. „Nur mein Mann kommt, sonst will ich keinen Besuch“, sagte sie und so verbrachten wir wirklich drei sehr ruhige Tage und Nächte zusammen. Ihr Baby war ein absolutes Traumbaby, machte kaum einen Mucks und so kam ich relativ ausgeruht nach drei Tagen nach Hause.

Ich finde es eigentlich auch deshalb ganz schön, stationär zu bleiben, weil man sich dann wirklich ausschließlich auf das Baby konzentrieren kann – und eben nicht auf die älteren Geschwisterkinder- Deshalb habe ich – um ehrlich zu sein – ein wenig Bammel vor der ambulanten Geburt und dem schnellen Wieder-zu-Hause-sein.

Ambulante Geburt bedeutet sofort zurück in den Alltag?

Klar wird mein Mann erstmal zu Hause bleiben und die Großen übernehmen, aber bei mir war es schon immer so, dass ich körperlich abwesend sein muss, um mich nicht zuständig zu fühlen. Wir wohnen ja auch nicht in so einem großen Haus, dass ich so weit entfernt wäre, dass ich den Trubel nicht mitbekommen würde. Ich sehe mich schon aus dem Wochenbett brüllen „Im Schrank, wie immer!“, wenn mein Sohn morgens verzweifelt brüllt: „WO ist MEINE Mütze?“

Dazu kommt, dass meine drei größeren Kinder keine Kinder sind, die lautlos nach der Schule in ihren Zimmern verschwinden und bis zum Abend dort friedlich spielen. Nein, es wird die Treppe hochgerannt, im Flur fahren Autos gegeneinander Rennen, mein Sohn singt lauthals Fußballlieder, die Kleinste beschwert sich, wenn sie nicht im Zimmer der Großen bleiben darf. Kurz: Bei uns zu Hause ist es trubelig.

Und ich frage mich: Wird es zu trubelig sein?

Daher würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn die Mamas, die bereits ambulant entbunden haben, erzählen, wie sie das empfunden haben (wichtig wäre, dass es eben schon ältere Kinder gab). Und welche Vorkehrungen wir treffen können, damit ich auch zu Hause möglichst viel Ruhe abbekomme. Ich freue mich auf eure Erfahrungen!

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15 comments

  1. unser erstes kind kam 3 wochen und 2 tage zu früh auf die welt und hatte atemaussetzer, gelbsucht und sonstiges. deswegen musste ich sowieso für die geburt in ein krankenhaus mit kinderstation. es musste dann auch am zweiten tag auf die kinderintensivstation.
    aufgrund dieser ganzen erfahrung beim ersten kind hatte ich einfach unheimliche angst beim zweiten sowas ( in der art) wieder erleben zu müssen. von daher habe ich mich nicht getraut daheim oder im geburtshaus zu entbinden. ich habe mir mehrere kliniken angeschaut und eine gewählt die etwas anderst an die sache heran geht. am ende hatte dort die hebamme auch nur wenig zeit, meine tochter hatte es dann eilig auf die welt tu kommen und ich hätte mir sogar etwas mehr hilfe durch die hebamme gewünscht ( auf die atmung achten zb, da hab ich hilfe erbeten das ich wieder regelmäßig atme und einer mit atmet und sie ist null darauf eingegangen…). die geburt lief gut, sie trank auch direkt danach ohne probleme. außer geburtsverletzungen bei mir war alles gut und ok. ich dachte ich bleibe 1-3 tage im krankenhaus, damit ich den trubel daheim mit 2 jährigem nicht habe.
    am ende wär ich besser ein paar stunden nach der geburt nach hause gegangen!
    das andere baby im zimmer hat tags und nachts geweint, ich konnte wegen dem lärm kaum schlafen. und als wir in der einen der zwei nächte die wir da geblieben sind endlich gegen 2 uhr nachts beide einschlafen konnten, wurde meine tochter für die gehör untersuchung abgeholt. ich wachte auf weil mir ein schreiendes baby gebracht wurde, bei dem die untersuchung abgebrochen wurde und wir das dann sowieso nochmal zuhause nachholen lassen mussten. es war alles nicht furchtbar schlimm aber zuhause hätten wir definitiv mehr ruhe gehabt!
    bei einem potentiell unwahrscheinlichen dritte. kind würde ich wenn vorab alles ok ist und wir beide gesund definitiv im geburtshaus, zuhause oder ambulant entbinden. nicht mehr als nötig im krankenhaus bleiben.

  2. Liebe Katharina, ich habe Kind 3 und 4 (aktuell sind sie 8, 6, 2.5 Jahre und 5 Monate alt) ambulant im KH entbunden und würde es immer wieder so machen. Größte Herausforderung für mich: wirklich liegen bleiben im Wochenbett. Ich habe mich an die Regelung meiner Hebamme zu halten versucht: 2 Wochen IM Bett, 2 Wochen AM Bett, 2 Wochen UMS Bett herum.
    Das geht freilich nur mit Unterstützung. Mein Mann war jedes Mal 3 Wochen daheim. In dieser Zeit war klar: ich bin nur für mich und das Baby zuständig – er für alles andere. Und das muss man dann als Mama versuchen durchzuziehen und eben nicht für alles mögliche aufzustehen und einzuspringen… aber diese Herausforderung hat man ja immer im Wochenbett ab Kind 2 zu bewältigen.
    Insofern: der Unterschied bei der ambulanten Entbindung sind doch eigentlich nur die ersten 3 Tage. Und da surft die ganze Familie ja eh auf der alles-ist-neu-nichts-läuft-wie-sonst-Welle!
    Alles Gute!

  3. Ich fand die ambulante Geburt viel entspannter als das Bleiben im Krankenhaus beim ersten Kind. Auch ohne Omas und Opas und Haushaltshilfe etc. waren die ersten Tage und Wochen machbar. Die älteren Kinder sind ja in der Regel vormittags betreut und wenn dann der Vater die ersten 2-3 Wochen zuhause sein kann, ist es wirklich super. Es kommt doch auch auf den Zustand der Mutter an, ich habe gerne mir mal was aus der Küche zu essen geholt oder mit dem Größeren gespielt. Auf Haushalt hatte ich keine Lust und das lief halt die ersten Monate auch total zweitrangig. Who cares? Ich freue mich, wenn Familien so viel Unterstützung erhalten (können), will aber auch denen Mut zusprechen, die all das nicht haben. Ich war auch ehrlich gesagt froh, zuhause nur mit meiner Familie zu sein ohne fremde Personen oder ständig Familienangehörige. Am Wochenende mal ein Besuch, das hat gereicht 🙂
    Vielleicht sind manchmal auch die Ansprüche im Wochenbett das Problem. Die Mama soll sich 100 % ausruhen und gleichzeitig muss alles weiterlaufen wie sonst. Was natürlich eine andere Nummer ist, ist wenn man alleine für mehrere Kinder zuständig ist und oder der Vater von morgens bis abends arbeiten muss die ersten Wochen.
    Für den Start unter den Geschwistern finde ich eine ambulante Geburt wunderschön. Und gleichzeitig ist auch 2-3 Tage in der Klinik sein völlig legitim. Am Ende ist es eine individuelle Überlegung, je nachdem wie die Rahmenbedingungen sind…

    1. Ich habe beide Kinder zwar im Krankenhaus, jedoch ambulant entbunden, da ich in Ruhe ankommen wollte. Die Hebamme kam die ersten Tage 2-3 Mal am Tag zur Kontrolle (bei K2 weniger). Mein Mann war bei K2 die ersten 5 Tage zu Hause, dann kam noch eine Woche meine Schwiegermutter um K1 zu betreuen, in die Kita bringen, am Nachmittag bespaßen…
      Ich lag auf dem Sofa, eine Ecke mit Büchern zum Vorlesen für K1. Klar, ruft man mal eine Anweisung, aber wenn mgl. im Liegen- das wurde vorher kommuniziert. Bei K2 war es eine schnelle Geburt, ich war auch schnell wieder fit.

  4. Liebe Katharina, ich habe mein zweites Kind ambulant entbunden, das erste war damals dreieinhalb. Ich hatte für’s Wochenbett eine sogenannte Mütterpflegerin, kennst du das? Sie kam jeden jeden Tag für einige Stunden, hat für mich gekocht, aufgeräumt und abgewaschen und gleichzeitig hat sie mir zugehört und mich bei meinen Stillproblemen unterstützt, denn sie war auch Stillberaterin. Mein Mann hat in der Zeit ganz viel mit dem großen Kind unternommen. Bei mir hat die Krankenkasse die Mütterpflege fast vollständig bezahlt, weil ich eine Vorerkrankung habe. Aber wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätten mein Mann und ich dafür gespart. Sie war wirklich Gold wert!

    Eine Sache wollte ich noch sagen zu deinen Sorgen: Ich finde, deine Kinder sind alt genug um in dieser sensiblen Zeit nicht im Haus rumzubrüllen. So viel Rücksicht kann man in dem Alter wirklich erwarten und ich sehe da ganz klar deinen Mann in der Pflicht, Ruhe durchzusetzen.

  5. Ich bin nach der Geburt des zweiten Kindes nach wenigen Stunden nach Hause. Da war der Große knapp 2 Jahre alt (beim ersten Kind war ich auch die üblichen 2 Nächste nach der Geburt im Krankenhaus geblieben).
    Für mich war es die beste Entscheidung schnell wieder zu Hause zu sein. Mein Mann hat sich um den Großen gekümmert und Oma und Opa waren den ersten Tag auch noch da. Oma hat lecker gekocht und über die Reste hab ich mich am nächsten Tag noch gefreut.
    Ich musste mich zwar immer ins Schlafzimmer zurückziehen, um wirklich Ruhe zu haben, weil ich mich sonst auch immer zuständig gefühlt hätte. Aber das hat gut geklappt. Dank Corona kam auch zu Hause kein unangekündigter Besuch.
    Aber zu Hause in gewohnter Umgebung war für mich genau richtig. Beim Großen klappte es mit dem Stillen in den ersten 2 Tagen gar nicht und es hat mich zusätzlich extrem unter Druck gesetzt, dass gefühlt jede Stunde (auch nachts) jemand fragte, ob es jetzt klappt und ob ich es probiert hätte…
    Mit Kind Nummer 2 (hatte ich natürlich mehr Erfahrung) ging das in Ruhe ganz entspannt. Das einzige, was etwas nervig ist, dass natürlich auch die U2 im Krankenhaus wegfällt und man sich vorher drum kümmern muss, dass die Tests und Untersuchungen vom Kinderarzt, HNO und Hebamme gemacht werden.

  6. Hallo Katharina,

    das Empfinden ist wirklich sehr unterschiedlich ☺️. Ich habe meine vier Kinder alle im selben Krankenhaus entbunden, wurde wunderbar und liebevoll betreut und habe habe die Ruhe die ersten drei Tage nach der Geburt auf der Wochenstation sehr, sehr genossen ☺️. So viel Zeit zu zweit hatte ich mit meinen Kindern (9,8,5 und 3) seit dem noch nicht wieder einzeln 😅.
    Ich wünsche dir alles Liebe ☀️

  7. Liebe Katharina, wenn es finanziell möglich ist würde ich Hilfe für den Haushalt organisieren. Jeden Tag 4 Stunden, Wäsche, Mittagessen kochen, oder eben das, was dein Mann nicht so gern mag oder kann. Dann ist er entlastet und kann sich um die Großen und dich kümmern. Das wird sonst schnell zu viel, je nach dem ob er ganz aus dem Job raus kann, können ja viele nicht. Wenn dein Mann überlastet ist, findest du auch keine Ruhe. Die Hilfe kann dann noch zwei Wochen bleiben, wenn dein Mann wieder arbeitet. Frag deine Krankenkasse, ob die das bezuschusst, da ist mehr möglich als man denkt. Caritas und andere vermitteln solche Kräfte als Familienhilfe. Liebe Grüße

  8. ich bin mit Kind 3 ambulant nach Hause (fand im Krankenhaus bleiben im 2. Corona Jahr keine gute Option). die „großen“ waren 3 und 5. Es war schon trubelig, aber deswegen nicht weniger schön. Ja, ich habe alles mitbekommen, bin aber trotzdem immer schön in meinem Bett geblieben. Ich hab mir so aber weniger Gedanken gemacht, ob das Zuhause läuft als bei Kind Nr 2. Die Nächte waren zudem deutlich entspannter. die großen haben in ihrem Zimmer durch geschlafen und kein anderes Baby oder Krankenschwester haben mich wach gehalten. Meine Mama hat sich ums leibliche Wohl für uns 5 in den ersten zwei Wochen gekümmert und meine Schwiegermama hat die anderen zwei öfters bespaßt/abgeholt.
    Generell: die ca 48 h, die man sonst standardmäßig im Krankenhaus verbringt, machen mMn keinen großen Unterschied. Danach geht man ja in jedem Fall nach Hause 😂 da nimmt man lieber das High aus der Geburt mit und geht gleich nach Hause.
    Alles Gute!

  9. 5 Kinder, davon 4 im Geburtshaus und daher spätestens 3 Stunden nach der Geburt nach hause.
    Was mir bzw uns half:
    Im Vorfeld viel darüber sprechen, dass ich am Anfang nur im Bett liegen werde und auch danach sehr viel auf dem Sofa. Ich hatte mir am Bett bzw in meiner Wochenbetthöhle mehrere Sachen vorbereitet:
    Eine sehr gut gefüllte Box mit diversen Snacks, herzhaft und süss, vor allem gut sättigend, daneben eine Kiste Sprudelwasser. Das reduzierte die Botengänge des Mannes enorm, so dass er sich besser um die Geschwister kümmer konnte und auch mein Gefühl, total abhängig von seiner Hilfe zu sein.
    Weiterhin hatte ich (versteckt) eine Kiste mit Beschäftigungen für die Geschwister: Mal- und Stickerbücher, kleine Legosets, besondere Stifte, Hörspiel- CDs, Geduldsspiele etc. Die Kinder kamen mich und das Baby natürlich öfter im Bett besuchen und je nach Stimmung bekamen sie dann eine kleine Überraschung (XY hat mich geärgert, der Papa muss gerade kochen und hat keine Zeit für…,) oder ich las ihnen etwas aus dem neuen Buch vor.
    Sämtliche Anträge hatte ich Vorfeld schon besorgt (auch Umschlag und Marke bereit gelegt) und bis auf Kindsname und Geburtsdatum ausgefüllt, auch alle Belege zusammen gesucht. Ich hatte die Anträge nach der Geburt immer ohne Geburtsurkunde losgeschickt und diese nach Erhalt nachgesendet.
    Telefonnummer vom Kinderarzt lag bereit, um die U2 vereinbaren zu können. Ebenso die Nummer vom HNO, um den Hörtest zu vereinbaren (beides wird sonst kurz vor der Entlassung im KH gemacht).
    Weiterhin vorbereitet: Adressliste für Babykarten und die Karte selbst.
    Alles das stresst im frühen Wochenbett zusätzlich und so blieb mehr Zeit, die Geschwister in der neuen Situation aufzufangen und mich um meinen Körper/ den Milcheinschuss und natürlich das Baby zu kümmern.

  10. Hallo Katharina,

    Ich hatte beim zweiten Kind eine ambulante Geburt und würde es immer wieder so machen. Meine Tochter war knapp 3 und wir haben die Großeltern als Unterstützung in einer Ferienwohnung in der Nähe untergebracht. Von daher wurde das Kind gut betreut und sogar für alle gekocht, ohne das es zu viel Trubel gab. So konnten wir sogar den Geburtstag der Großen 10 Tage nach der Geburt richtig feiern. Viele Grüße und alles Gute Manuela

  11. Ich hatte nach der Geburt meines Sohnes im Krankenhaus eine furchtbar lieblose Betreuung auf der Wochenbettstation. Mir ging es damals körperlich und psychisch nach einer sehr schweren Geburt nicht gut und die Zeit auf dieser Station hat bei mir richtig Spuren hinterlassen. Hab mir damals gesagt, sollte es ein zweites Kind geben, dann nur mit ambulanter Geburt. Davon bin ich aber schon lange wieder abgerückt. Es gibt so viele Komplikationen, die auftreten können. Wie eine Geburt verläuft, darüber hat man wenig bis keine Kontrolle. Dementsprechend würde ich inzwischen keine ambulante Geburt mehr anstreben, aus Sorge, dass es nicht klappt und ich dann enttäuscht bin.
    Ich war bei der Geburt meines Sohnes 38 und bei nicht mehr allzu jungen Schwangeren ist die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen leider einfach höher.

    1. was uns in einer ähnlichen Situation praktisch geholfen hat war:

      1.jeden Tag bringt wer anderer (aus dem Freundes -, Nachbar-, und Familienkreis) ein warmes Essen für die ganze Familie (der Papa braucht Ressourcen für anderes als kochen). mindestens für eine Woche, besser für drei Wochen!
      2. Suppe (Hühner/ Rind/ Gemüse…) in der Schwangerschaft kochen und portionsweise einfrieren. ist schnell zwischen durch aufgetaut im Wochenbett.
      3. Haushaltshilfe in der Schwangerschaft einlernen, die kommt dann regelmäßig nach der Geburt, mind. einmal pro Woche. besser zwei, drei Mal.
      4. die ersten zwei/ drei Wochen ist Mama mit dem Baby (fast) nur im Bett. die Schlafzimmer Tür ist (fast) immer zu.
      5. Besuch bei der Mama im Zimmer (von den Kindern) wird immer erst mit Papa abgesprochen. Papa spricht den Zeitpunkt vorab mit Mama ab. Mama bestimmt den Zeitpunkt und lädt ein.
      6. Notfälle und alltägliches regelt Papa ohne Mama. Dinge die gesucht werden können zum Beispiel einmal pro Tag besprochen werden.
      7. Hebamme kommt täglich am Anfang.
      8. Kinderarzt kommt zu U2 nach Hause!
      natürlich kostet das viel. Lohnt sich aber. (falls das nicht geht: der Papa begleitet die Mama und die Kinder sind Zuhause betreut von einer dritten Person.
      9. Freunde bitten, dass die Kinder Playdates woanders und/ oder Übernachtung woanders haben. Ihre Sachen packen sie alleine oder nur mit Papa.
      10. Rituale täglich: jedes Kind darf zur der Mama und dem Baby nach dem Aufwachen kuscheln kommen. zeitlich begrenzt. Und Abends genauso.
      11. Klare Absprachen vorab, wer für was zuständig ist und für was Mama nicht zuständig sein wird.

  12. Liebe Katharina!
    Ich habe meine 3 Kinder alle im selben Geburtshaus in der selben Badewanne bekommen und 3 wundervolle, komplikationslose, schnelle, selbstbestimmte Geburten ohne Geburtsverletzungen erlebt. Deine Entscheidung ins Geburtshaus zu gehen, kann ich bestens nachvollziehen. Die Atmosphäre und die großartige Betreuung dort sind einfach Gold wert. Bei meinem 2. Kind bin ich anschließend noch für 2 Tage im KH untergekommen, weil mein Sohn zu Hause Hand-Fuß-Mund hatte und der Kinderarzt meinte, das Baby sollte sich nicht unbedingt sofort damit anstecken. Bei meiner Tochter sind wir aber plangemäß direkt nach der Geburt nach Hause in den Trubel, der etwa 3 Stunden nach unserer Ankunft aus der Kita kam (damals waren die großen Brüder 5 und 3).
    Es stimmt: wenn man der Typ Frau ist, der sich gerne zuständig fühlt und weniger gerne auf dem Sofa oder im Bett liegen bleibt, wenn das Chaos tobt, kann das im Wochenbett zum Problem werden. Wenn es geht, sollte man sich zusätzlich zum Papa evtl noch ein Paar helfende Hände in den ersten Tagen organisieren. Sonst steht man doch ständig selbst auf und holt sich Getränke und Essen ran. Ich habe es auch als sehr hilfreich empfunden, dass meine Mutter, die öfter bei uns ist, manchmal ein Machtwort gesprochen hat, z.B. als ich am 2. Tag nach der Geburt „eben schnell “ in den Garten gehen und Kartoffeln fürs Mittagessen ausgraben wollte. Bescheuerte Idee, ich weiß. Ich würde meinen Mann, wenn ich noch mal zu Hause im Wochenbett läge, auf jeden Fall vorher gezielt briefen: DU bist zuständig für die Mahlzeiten, DU bist zuständig für die Nöte der großen Kinder und du darfst mich gerne wiederholt daran erinnern, dass ich ins Bett gehöre!
    Aber auch dann wird es wahrscheinlich nicht der Rundum-Service werden, den man im Krankenhaus bekommt. Dafür rennen aber ausschließlich Menschen um einen herum, die man lieb hat und die man auch mal wegschicken kann, keine Pflegekräfte oder der fremde Besuch der Zimmgergenossin.
    Ich würde resümieren: die ersten Tage zu Hause muss man sich seine Erholung vielleicht etwas aktiver erkämpfen als im Krankenhaus, aber das ist eine Geburt im Geburtshaus alle mal wert!

  13. Liebe Katharina,

    ich habe 4 Kinder und davon 3 ambulant entbunden (Kind 1 war ein geplanter KS wegen BEL). Hier mussten wir natürlich auch stationär bleiben und hatten zu dritt ein Familienzimmer.

    Die darauffolgenden Kinder habe ich zwar im KH aber immer geplant ambulant entbunden. Es war toll mit Baby dann morgens daheim zu sein und die Geschwister lernen das neue Familienmitglied sofort kennen. Uns hat das immer gut getan und dadurch gab es auch nie Probleme mit der Akzeptanz usw. Mein Mann hatte dann nach Geburt des neuen Kindes immer 2 Wochen Urlaub und wir haben als Familie entspannt in den Tag hinein gelebt. Natürlich war das Wochenbett dadurch nicht so klar wie es vielleicht im Kh gewesen wäre aber ich habe mich daheim zurück gehalten so gut es ging und es war ok.

    Bei Kind 4 lief es etwas anders, dadurch dass es lang über Termin war war mein Mann leider nach der Geburt nur noch 4 Tage daheim da er dann eine Woche geschäftlich nach Asien musste.
    Also war ich ab Tag 5 mit den Kindern allein. Bei Kind 4 waren meine anderen Kinder allerdings nicht so alt wie deine, sondern 6, 4 und 2,5 Jahre alt.
    Das ist natürlich eine Zeit wo alles kann und nichts muss, allerdings sind deine Kinder ja auch mit dem Alter schon sehr selbstständig und nicht so abhängig davon dass du sie in Schule oder zum Hobby bringst. Und sie können dir auch wirklich zur Hand gehen.
    Ich finde der Geburtsverlauf spielt auch eine Rolle. Ich hatte immer sehr schnelle und gute Geburten (2h ab 1. Wehe bis Kind da) und war natürlich auch dementsprechend gut drauf und nicht so brezelfertig. Wenn man eine lange anstrengende Geburt hatte ist auch wenn sie am Ende ohne Komplikationen war eine ambulante Geburt evtl. auch nicht immer das richtige.

    Ich hatte mir immer gesagt. Ich strebe ein Heimgehen direkt nach der Geburt an und wenn es nicht geht oder es mir nicht gut geht muss ich halt bleiben. Ich weiß nicht ob du das dir vielleicht auch so offenhalten kannst? So 100% ist das ja nicht planbar.

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