DasBUUSENKOLLEKTIV: Niemanden mit Brustkrebs allein lassen

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Ihr Lieben, wie gut es tut, wenn man sich in Ausnahmesituationen nicht alleine fühlt, wissen wir alle. Als Anne als Dreifachmutter mitten in der Corona-Zeit die Diagnose Brustkrebs erhielt, brach für sie erstmal eine Welt zusammen. Aber dann packte sie alle Kraft, tauschte sich aus, trat mit anderen Betroffenen in Kontakt und ist nun Teil von dasBUUSENKOLLEKTIV, damit sich niemand als junge Brustkrebspatienten oder Brustkrebspatient mehr alleine fühlen muss. Hier kommt ihre Geschichte.

„Du hast Brustkrebs? Du bist doch noch so jung.“

„Du hast Brustkrebs? Du bist doch noch so jung.“ Eine Aussage, die immer wieder zu hören ist. Du wachst morgens auf, nichtsahnend, wie der Tag weitergeht. Einen Blick in die Zukunft wagen? Ist nicht möglich. Vielleicht auch nicht für jeden erstrebenswert…

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Von jetzt auf gleich kann sich aber durch ein Schicksal dein komplettes Leben verändern. In unserem Fall war es die Diagnose Brustkrebs, die uns wie aus dem Nichts getroffen hat.

Krebs.

Ein Thema, welches gerne gemieden wird. Aus Angst. Aus Furcht. Aus Respekt vor dem, was geschehen könnte. Mit der Diagnose gerät das Leben von jetzt auf gleich zunächst aus den Fugen. Für den Moment steht die Welt still. Wut, Sorgen und die Angst vor dem Tod schießen wie eine Leuchtreklame empor. Es trifft einen mit voller Wucht.

Krebs.

Leider kann diese Krankheit alle treffen. Egal wie alt du bist, in welcher Lebensphase du dich befindest, egal, ob du dick, dünn, sportlich oder super ausgeglichen bist. Krebs kennt leider keine Grenzen. Jede 8. Frau erkrankt einmal in ihrem Leben an Brustkrebs. Aber warum wird so wenig darüber gesprochen?

DasBUUSENKOLLEKTIV holt den Krebs aus der Tabu-Zone

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Die Diagnose keine Seltenheit und trotz alledem ist Krebs immer noch ein großes Tabuthema. Verständlich, denn sich mit dem Tod auseinandersetzen zu müssen, oder aber allein der Gedanke daran, ist alles andere als wundervoll. Klingt nicht nach Leben. Nach schönen Momenten. Nach Unbeschwertheit und Lebenslust. Wir möchten das ändern. Wir, das ist dasBUUSENKOLLEKTIV. 

Hi! Ich bin Anne und ich gehöre zu den 10 lebensbejahenden Frauen, die zusammen dasBUUSENKOLLEKTIV.e.V. bilden. Ein gemeinnütziger Verein von Betroffenen für Betroffene. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, einen neuen Umgang mit Brustkrebs zu schaffen. Laut, Frech, Wild. Solidarisch, Kreativ und Ermutigend. Wir stehen für: Buusenfreundinnen, die sich unterstützen!

Wir kreieren gemeinsam, was wir alle vermissen: Austausch, schöne Produkte und Informationen, die in einer schwierigen Lebensphase unterstützen. Wir selbst sind alle an Brustkrebs erkrankt. Sind durch Täler gegangen, haben Berge erklommen. Jede von uns traf es wie ein Schlag ins Gesicht. Junge Frauen, die von jetzt auf gleich mit dem Thema Krebs konfrontiert wurden.

Zukunftgedanken: Absolute Ungewissheit

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Wenn man als Frau auf einmal die Endlichkeit vor Augen geführt bekommt, tauchen unsäglich viele Themen auf, die die Diagnose mit sich bringt. Haarverlust. Einen möglichen Verlust der Brust. Die vielleicht ungewollte Kinderlosigkeit. Die inneren wie äußeren Narben und vieles mehr. Auf all das ist man nicht vorbereitet, denn so wirklich rechnet man in dieser Lebensphase nicht damit. Leider sind wir aber „nur“ eine von vielen Frauen, die da draußen auf harte Art und Weise mit dem Krebs konfrontiert wurden.

Als ich im Sommer 2020 die Diagnose bekam, herrschte gerade Corona über uns. Ungewissheit wohin man nur sah. Ich bin Mutter von drei Kindern und bin rückblickend mehr als dankbar über diese drei Zauberwesen. Das Chaos in meinem Kopf könnte zu diesem Zeitpunkt nicht größer sein. Als ich meinen Knoten selber ertastete, hatte ich ein ungutes Bauchgefühl.

Leider zählte ich zu den Frauen, die sich selbst vorher die Brust nicht abtasteten. Als dann ein paar Tage später, nach unzähligen Untersuchungen und Telefonaten, dauer brennenden Kerzen für das Fünkchen Glück, Hoffen und Bangen dann die Diagnose eintrat, fiel ich in ein Loch, welches dunkler und tiefer nicht sein konnte. Im Alter von 35 Jahren. Krebs. Eine von vielen. Eine von ACHT.

Verschwesterung mit Gleichgesinnten

In einer Zeit, in der Lockdowns und Kontaktverbote unseren Alltag bestimmten, entstand dasBUUSENKOLLEKTIV. Die Möglichkeit, Gleichgesinnte auf zunächst digitale Weise zu treffen, sich gegenseitig zu unterstützen und das Ganze aus allen Ecken Deutschlands, war nicht nur in Zeiten von Corona, sondern ist auch jetzt eine für die Betroffenen wundervolle Möglichkeit der Gemeinschaft. Sich gegenseitig mit Tipps und Tricks zur Seite zu stehen. Fragen stellen, den Kopf frei kriegen und vor allem eins: SICH NICHT ALLEINE FÜHLEN. In den unterschiedlichsten Formen kommen wir in den Austausch miteinander.

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Eines unserer Herzensprojekte sind die Tittie-Talks. Durch dieses digitale Austauschformat bieten wir betroffenen Frauen die Chance, sich unter anderem über Therapiemöglichkeiten, Therapieverfahren und Gefühlslagen auszutauschen oder aber einfach einen netten Abend mit anderen Buusenfreundinnen zu verbringen.

Let your Scars shine ist unser Empowernment-Projekt für Brustkrebsbetroffene, mit dem wir dem betretenen Schweigen, wenn es um die veränderten Körper brustkrebserkrankter Frauen geht, Mut, Selbstbewusstsein, Authentizität und Goldglitzer entgegensetzen.

Etwas Schönes aus den Narben zaubern

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Anne Nieland

Das Shooting steht in der Tradition des Kintsugi, dem japanischen Handwerk, bei dem zerbrochenes Porzellan mit Goldkleber gekittet wird, um den Riss oder den „Makel“ als etwas Besonderes und Einzigartiges hervorzuheben. Für uns heißt es bei dem Shooting deshalb: „Let your scars shine“ – denn die Narben stehen für das Überleben, für den Kampf, für etwas Besonderes und Einzigartiges.

Von Betroffenen für Betroffene kommt gerade in diesem Bereich direkt aus dem Herzen. Denn wir alle wissen, wie sich das Leben verändert. Welche Hürden auf einen zu kommen. Gemeinsam wollen wir eine Zukunft, in der offen über Krebs gesprochen wird und die Angebote unseres Vereins zur Lebensqualität aller Buusenfreundinnen beitragen.

Raum für Gemeinschaft und Verbundenheit

Wir stehen für Empowerment und schaffen einen Raum für Gemeinschaft und Verbundenheit. Mit Löwenmut, Konfetti im Herzen und ganz viel Lust auf´s Leben gehen wir neue Wege, denn wir sind laut, frech und wild. Wir freuen uns, wenn ihr uns besucht. Ihr findet uns auf Instagram @dasbuusenkollektiv oder auf www.dasbuusenkollektiv.de

Und weil wir vorhin vom Abtasten sprachen: Heute schon an Morgen denken. Auf unserer Website findet ihr dasABTASTVIDEO. Nehmt Euch die Zeit. Für Euch. Für Dich. Fürs Leben!

Anne & dasBUUSENKOLLEKTIV

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1 comment

  1. Eine tolle Initiative! Besonders schön finde ich das empowerment Fotoshooting. Meine Mutter war Brust-amputiert und konnte ihre Narbe nie so Recht annehmen. Das Gold Glitzer Foto hätte sie geliebt und beim Buusenkollektiv wäre sie sicher sofort Mitglied geworden.

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