Kita-Eingewöhnung: Mit wem rede ich über mein ungutes Gefühl?

Eingewöhnung

Mein Name ist Charlotte, ich habe einen dreijährigen Sohn, den ich gerade in die Kita eingewöhne. Ich wollte eigentlich schon vor einem Jahr wieder anfangen zu arbeiten, aber wir haben zu dem Zeitpunkt keinen Kitaplatz gefunden.

Nun haben wir einen und leider muss ich sagen, dass ich kein richtiges gutes Gefühl habe. Es ist nicht so, dass die Erzieherinnen die Kinder grob anfassen würden oder ich irgendwas ganz Schlimmes gesehen hätte. Aber ich empfinde es als sehr lieblos, manchmal schnauzen die Erzieherinnen die Kinder auch an. Und das, obwohl ich noch dabei bin. Ich denke mir: Wie wird das sein, wenn ich erstmal nicht mehr dabei bin?

Soll ich die Eingewöhnung abbrechen?

Ich habe Angst, die Erzieherinnen darauf anzusprechen und dann vielleicht den Kitaplatz zu verlieren. Dadurch, dass ich eh ein Jahr länger ausgesetzt habe als geplant, sind alle Ersparnisse aufgebraucht. Ich muss also dringend wieder arbeiten gehen. Leider finde ich auch die Kitaleitung nicht besonders freundlich, ich glaube nicht, dass ich dort ein gutes Gespräch hätte.

Was würdet ihr machen? Mit wem würdet ihr reden? Oder wie würdet ihr euch generell verhalten? Ich danke euch für eure Tipps.


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60 comments

  1. Guten Tag liebe Nicole,

    seit 2021 soll jede Kita ein Kinderschutzkonzept erarbeitet und veröffentlicht haben.Dieser Kinderschutzkonzept soll Beschwerdeverfahren für die Eltern beschreiben.Das Kinderschutzgesetz soll helfen, Kinder vor Gewalt durch Kita-Personal zu schützen.Anschreien ist verbale Gewalt und daher nicht mehr erlaubt.Auch Bestrafungen, Androhen von Strafen sind grundsätzlich nicht mehr erlaubt.Leider hatten bis vor Kurzem viele Kita-Leitungen diese Problematik nicht ernst genommen und das Kinderschutzkonzept weder bei Teambesprechungen besprochen noch veröffentlicht.Und leider üben viele Leitungen selbst diese Gewalt aus ( wenn sie in Gruppen mithelfen) und/oder dulden diese Gewalt.Ich bin selbst in der Probezeit gekündigt worden, nachdem ich Leitung und später Träger ( Bürgermeister) von dieser Gewalt in einer Kinderkrippe berichtet hatte ( Anschreien, sogar von weinenden Kleinkindern, die Trost gebraucht hätten, und das sogar in der Eingewöhnungsphase, grobes Anpacken, Ausgrenzen von Kleinkindern für vermeintliches Fehlverhalten, usw.).
    Es ist schwierig, dir einen Rat zu geben, da ich selber das große Glück hatte, für meine Kinder ( inzwischen volljährig) eine wunderbare Erzieherin in einem Kindergarten zu hatten, die sich liebevoll um sie gekümmert hatte.Ich weiß aber als Pädagogin, dass Gewalt in manchen Kitas leider eine Tatsache ist und geduldet wird.Mittlerweile haben Studien das sogar bestätigt ( Annedore Prengel, Remsberger).
    Möglichkeiten könnten sein:
    1) Thematik im Elternbeirat ansprechen.Zuerst ohne Leitung, dann mit Leitung.Die Leitung soll dabei das Kinderschutzkonzept offen legen und Lösungen anbieten, die zum Veränderung der Verhaltenweise der Erzieherin führen soll.
    2) Wenn die Leitung die Thematik nicht ernst nimmt ( Gewalt wird als solche nicht wahrgenommen, sondern als Erziehungsmittel gerechtfertigt und daher erlaubt bzw. geduldet, die Leitung signalisiert keine Bereitschaft, diese Verhaltensweisen zu verhindern) dann könntest du ein Gespräch mit Elternbeirat und Träger vorschlagen ( zuerst ohne Leitung, dann mit Leitung).
    3) Wenn das nichts bringt, dann bleibt noch die Möglichkeit einer Meldung an das zuständige Jugendamt, das für die Einhaltung dieses Kinderschutzgesetz in Kitas zuständig ist.
    4)Wenn mein Bauchgefühl mir sagen würde, meinem Kind wird es seelisch in dieser Kita 3 Jahre lang nicht gut geht, dann würde ich mich parallel um eine andere gute Kita in der Umgebung umsehen.Beim Gespräch mit der Leitung kannst du prüfen, ob ein Kinderschutzkonzept vorhanden und ernst genommen wird, sprich ob die Leitung dahinter mit dem Herzen steht und ob es ihr wichtig ist, dass Kinder in ihrer Einrichtung vor seelischer Gewalt geschützt werden.
    5) Stichwort Eingewöhnung.Es gibt andere Konzepte als das Berliner Modell, wo die Mutter bereits nach 4 Tagen das Kind alleine in der Gruppe lässt.Ich habe vor 18 Jahren Folgendes mit meinem 3jährigen Sohn gemacht: 1.Tag: von 8 bis 12 Uhr mit ihm in der Gruppe, 2.Tag: von 8 bis 11 Uhr ( bis Beginn des Stuhlkreises) mit ihm in der Gruppe, 3.Tag: von 8 bis 9.30 ( Kinder haben zwischen 9 und 9:30 Uhr gefrühstückt) mit ihm in der Gruppe, 4.Tag: von 8 bis 9 Uhr mit ihm in der Gruppe.5.Tag: ich bin zwar in die Gruppe mit ihm reingegangen, bin aber nur kurz geblieben, da er bereits nach ein paar Minuten mit dem Spielen angefangen hat, ein Zeichen, dass er sich dort seelisch sicher gefühlt hatte ( ein Kind, das an der Mutter noch klammert und seine Umgebung nicht erkundet, hat dieses Gefühl der seelischen Sicherheit in der Gruppe noch nicht und braucht noch Zeit, um dieses Gefühl zu entwickeln.Das Kind in diesem Zustand der Unsicherheit von seiner Mutter zu trennen, weil das Eingewöhnungsmodell es vorschreibt, ist ein pädagogisches Fehlverhalten, da diese Trennung in diesem Zustand der Unsicherheit ein traumatisierendes Erlebnis ist, welches die Eingewöhnung gefährdet, da das Kind in diesem Zustand der inneren Unsicherheit in einer fremden Umgebung wochenlang bleiben kann.)
    Es gibt zum Glück Kita Leitungen, die das aktuelle Kinderschutzgesetz ernst nehmen und versuchen, in der Praxis umzusetzen, z.B mit jährlichen Team-Fortbildungen zum Thema Kinderschutz, mit Veröffentlichung des Kinderschutzkonzeptes der Einrichtung, das übrigens Beschwerdeverfahren für Eltern und Kinder beinhalten soll.Ich kann Eltern, die auf der Suche nach einer guten Kita sind, nur empfehlen, sich zu diesem Kinderschutzgesetz zu informieren ubd und das Thema Kinderschutz in der Einrichtung mit der Leitung offen anzusprechen.Die Forschung hat übrigens gezeigt, dass verbale, seelische, emotionale Gewalt im Gehirn die gleiche Wirkung hat wie körperliche Gewalt. Von einer Erzieherin oder Kinderpflegerin angeschrien werden tut als den Kindern genauso weh, wie eine Ohrfeige. Verbale, emotionale Gewalt ist daher kein förderliches Erziehungsmittel, sondern ein eindeutig schädliches Mittel und darf daher nicht mehr geduldet werden.
    Ich weiß, dass die aktuellen Arbeitsbedingungen in vielen Kitas mit zu vielen Kindern in zu kleinen Räumen und zu wenig Erzieherinnen/Kinderpflegerinnen leider oft zu Überforderung und Gefühl der Ohnmacht bei diesen führen.Wer schon mal alleine in einem 30 qm großen Raum mit 25 bis 30 Kindern war- und das noch mit 2-3 hyperaktiven Kindern, die ihren hohen Bewegungsdrang mit 1 Stunde Gartenzeit am Vormittag und 1 Stunde Turnen pro Woche nicht ausleben können!- weiß wovon ich spreche. Auf dem Papier stimmt der Persönalschlüssel, in der Realität aber leider nicht immer.Sind nur 2 Kolleginnen in einer Gruppe vorhanden, ist eine Kollegin dann den ganzen Tag alleine, wenn die Kollegin krank oder auf Fortbildung oder in Urlaub ist.Alleine mit 25 bis 30 Kindern von 8 bis 16 Uhr ist meist ein Graus, das muß man ganz deutlich sagen! Nach einem solchen Tag habe ich meistens keine Kraft mehr und bin froh, keine kleine Kinder auch noch zuhause betreuen zu müssen!
    Trotzdem müssen wir als Pädagoginnen uns unserer hohen Verantwortung täglich bewusst sein, sprich über die Auswirkungen unseres Verhaltens auf diese Seele der Kinder.Diese sind bei verbaler, emotionaler Gewalt kurzfristig ( Angst, Weinen, welches Ausdruck eines akuten depressiven Zustandes ist, Schuldgefühle, usw.) und langfristig ( angepasstes Verhalten statt Handeln aus Vernunft, niedriges Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, erhöhtes Risiko für Depressionen und Angstsstörungen) verheerend. Erziehen ist nicht Gewalt ausüben! Erziehen ist die seelische, emotionale, soziale, kognitive, sprachliche Entwicklung eines Kindes begleiten und unterstützen, Regeln und Normen beibringen, Grenzen setzen, aber ohne verbale Gewalt (Anschreien).Leider wird das in Fachakademien für Sozialpädagogik und Kinderpflegeschulen den Auszubildenden immer noch nicht beigebracht. Stattdessen lernen diese wie Bastel-und Turnangebote gemacht werden sollten (Ausarbeitung eines Angebots: 20 DIN A4 Seiten!!!), was nur ein Bruchteil der pädagogischen Arbeit darstellt. Pädagogische Arbeit ist tägliche Beziehungsgestaltung! Ein Kind, das ich zu einer erwünschten Verhaltensweise bewegen möchte, schreie ich nicht an, sondern erkläre ihm und LEBE ich ihm VOR, wie er sich zu verhalten hat.Ich weiß, mit 25-30 Kindern, ist das harte Arbeit! Wer das 39 Stunden pro Woche leistet, kriecht auf dem Zahnfleisch und wird dann manchmal lauter. Aber dann muss ich mich bei den Kindern entschuldigen und ihnen erklären, warum ich das gemacht habe.

    1. liebe Nicole,
      wichtig an der Stelle ist, bitte spreche mit der Erzieherin über deine bedenken und Gefühle offen und ehrlich. Leider sind derartige Verhaltensweisen von Seiten der Erziehers, kein Einzelfall. Solltest du weiterhin ein ganz mieses Gefühl haben suche den Kontakt zum runden Tisch und besprecht das mit allen Erzieherin und Leitung gemeinsam.Allerdings wäre das ein denkbar schlechtester Einstieg überhaupt für eine Eingewöhnung. Eventuell eine neue Kita suchen?

  2. Hallo Charlotte ,ich bin seit ca 40 Jahren als Erzieherin im Kindergartenbereich tätig. In dieser Zeit habe ich viele Kinder und Eltern auf diesem Abschnitt ihres Weges begleitet und bin dankbar, daß mir so viele Mamas und Papas ihren wertvollsten Schatz anvertraut haben. Das wichtigste für eine gelungene Eingewöhnung ist gegenseitiges Vertrauen, ich wäre dankbar, wenn eine Mutti, mit ihrem unguten Gefühl, zu mir käme. Wir sind Menschen und machen Fehler, sind also auch auf Feedback von außen angewiesen. Wenn man immer gleich grosses Geschütz aufführt, ist es , nach meiner persönlichen Erfahrung, sehr schwer, danach noch frei miteinander umzugehen. Sollte die betreffende Erzieherin auf dein Anliegen abweisend oder sogar böse reagieren, rate ich dir auch den Gang zur Kitaleitung nicht zu scheuen. Ich wünsche dir und deinem Sohn eine hoffentlich gute weitere Eingewöhnung und eine tolle Kindergartenzeit.

  3. Ich hatte vor ein paar Jahren das gleiche Problem in der Kita und es wurde dann von uns im Elternbeirat besprochen. Zunächst ohne die Leitung dann mit Leitung. Es war zu keinem Zeitpunkt die Rede davon, dass einem Kind gekündigt werden sollte. Im Gegenteil es wurde zunächst ausgetauscht ob mehreren Eltern dieses Problem aufgefallen ist. Als sich das bestätigt hat, wurden im Gespräch mit der Leitung konstruktive Lösungen gesucht. Wichtig ist: der Erzieherin war es gar nicht bewusst, dass es so war wie es war. Und es wurde ihr auch kein persönlicher Vorwurf gemacht, sondern höflich darum gebeten mit den Kindern liebevoller umzugehen.
    Es hat sich dann gebessert, nach ein oder zwei Jahren hat die Erzieherin dann sowieso die Kita gewechselt.
    Wichtig in dem Fall: nicht von Bösartigkeit ausgehen und nicht die Erzieherin als Reaktion anschnauzen. Man will ja das Verhalten kritisieren und nicht die Erzieherin als Person…

  4. Es gibt bei den Trägern der Einrichtungen sogenannte Fachberatungen. Wenn du im Team mit niemandem sprechen kannst, darfst du dich auch an die Fachberater*innen wenden und ihnen deine Situation schildern. Diese Menschen sind dafür da, das Kollegium fachlich zu beraten, um die Qualität der Arbeit zu erhöhen/erhalten/weiterzuentwickeln.
    Frag beim Träger nach oder vielleicht sind die Kontaktdaten auch auf deren Internetseite zu finden.

    LG

  5. Eine vage Beschreibung und aus der Entfernung kann man sicherlich keine ernsthaften Ratschläge geben. (Die helfen ja in der Regel auch nicht bei Problemlösungen.)
    Aber aus dem täglichen Miteinander… Eltern und Kollegen bzw. auch im Umgang mit Menschen im allgemeinen:
    Ein Gespräch mit dem betroffenen (pädagogischen Personal) ist, wenn Redebedarf besteht, meist der richtige Weg! Ich würde mich übergangen fühlen, wenn Eltern ein Problem mit meinem Verhalten als Erzieherin haben, sich aber gleich an einen Vorgesetzten wenden oder gar an Kita-Ausschuss (am besten noch anonym) oder Elternschaft! Damit kann man die Basis des Vertrauens sehr schnell kaputt machen.
    Die Eingewöhnung (anfangs nur Kind-Erzieher-Bezugsperson des Kindes) bietet in unserer Einrichtung allen viel Gelegenheit sich kennenzulernen, Fragen zu beantworten und Erwartungen zu klären! Da merkt man meist schon, wie man am besten miteinander umgehen kann.
    Bauchgefühl ist aber immer ein Wegweiser und muss sicherlich berücksichtigt werden.

  6. Heutzutage wird alles auf das Erzieher- und Lehrerteam abgewählt. Die kleinen Prinzen und Prinzessinnen wickelt man in Watte, sie dürfen alles, damit sie gar nicht in ihrem Tatendrang eingeschränkt werden. Aber die Erzieher sollen alles richten, was die Eltern in der Erziehung versäumt haben. Wir brauchen uns nicht wundern, dass keiner mehr gerne als Erzieher oder Lehrer tätig sein möchte bei dieser Elternschaft

    1. Versuch mal von deinem Kind auszugehen.möchte es in den Kindergarten gehen, dann kannst du beruhigt gehen.
      Wenn es noch unsicher ist, wie ist es beim 1. Trennungsversuch? lässt es sich trösten von der Erzieherin. Dann kann die betreubgszeit schrittweise größer werden. Viel Erfolg Franzi

    2. So unnötig und einfach nur falsch. Eltern verlassen sich vielleicht nicht mehr auf die Meinung einer Profession und hören viel mehr auf sich und die Kinder, anstatt einen Lehrer als oberste und einzig wahre Instanz zu betrachten. Aber verzogener als vor x Jahren sind die meisten Kinder heute auch nicht. Die nächste Generation Erwachsener wird darüber sehr dankbar sein!

    3. Was für eine ablehnende Grundhaltung den Kindern gegenüber!
      Wenn sich Erzieher* derart verhalten, dass sie sogar Kinder ausschimpfen, sind jedenfalls solche Erzieher* eindeutig Fehlbesetzungen für diesen Beruf.

    4. Danke, das ist nämlich der springende Punkt, ich in seit 28 Jahren Erzieherin und in dieser Zeit haben sich Kinder, Eltern und Anforderungen ganz schön verändert. Alle dürfen immer auf der Erzieherin herumhacken und über die Kitas meckern, aber dass wir selber am Krückstock gehen, zu wenig Personal, zu wenig Bezahlung, schon mal daran gedacht? Liebe Grüße von einer Erzieherin mit einer generalisierten Angststörung, ausgelöst durch die Umstände in der Kita, hier arbeiten nämlich auch NUR Menschen und keine Roboter!

  7. Vertraue IMMER deinem Bauchgefühl! Wenn du dich nicht wohl fühlst, fühlt sich auch dein Kind nicht wohl. Ich habe nach langem Abwarten den Kindergarten gewechselt, dort ist mein Sohn regelrecht aufgeblüht und gerne hin gegangen. Ich jedoch mache mir immer noch Vorwürfe, wieso ich mir so lange eingeredet habe, dass es im ersten Kindergarten schon noch gut wird, und er aber so gelitten hat. Du bist der einzige Schutz, den dein Sohn hat.

    1. Wir leben leider in einer Zeit, in der es viele Kinder und wenige Kita-Plätze gibt. Daher ist es sehr schwierig, Mit diesem Problem umzugehen.
      Die teilweise unangebrachten Methoden an Kindergärten und in KiTas habe ich auch bemerkt. Teilweise sind es Erziehungsmethoden, die die Erzieher selbst als Kind erlebt haben und nun reproduzieren anstatt die Methoden anzuwenden, die sie in der Ausbildung gelernt haben.
      Manchmal ist es jahrelanger Frust, den dann Eltern und Kinder ausbaden, die nie die Verursacher waren.

      Da im beschrieben Fall keine konkrete Verhaltensweise beschriebenen wurde, wäre mein Ratschlag:
      1. Die Eltern sollten versuchen mit der KiTa in gutem Kontakt zu stehen. Eltern, die Hilfen anbieten und das KiTa-Personal unterstützen, können zu einer besseren Grundstimmung beitragen.
      2. Als Mutter muss man manchmal in sich selbst hineinhören, ob man nicht vielleicht deshalb ein schlechtes Gefühl hat, weil man unbewusst die Trennung vom eigenen Kind nicht ertragen kann und nur nach einem Vorwand sucht, sich den KiTa-Platz schlecht zu reden.

      Sollte es wirklich nicht gehen an dieser KiTa, dann sind die Optionen leider sehr spärlich.

      1. Ich würde den Kontakt und Austausch mit dem Elternbeirat suchen.
        Die pädagogischen Fachkräfte können natürlich nicht immer perfekt sein und der Stress Tag für Tag, dem sie sich stellen müssen, kann sie schon manchmal an ihre Grenzen bringen. Dennoch ist es ihre Pflicht, die Kinder wertschätzend zu behandeln und freundlich. Die Kinder können nichts für strukturelle Missstände. Im Austausch mit anderen Eltern kann man herausfinden, ob dies nur die eigene Wahrnehmung ist oder ob es anderen auch so geht. Dann würde ich das Gespräch mit den Fachkräften suchen und ehrlich die eigenen Gefühle (Unsicherheit, Angst) thematisieren und die Wünsche, die ich für die Betreuung meines Kindes hätte. Wenn sie darauf konstruktiv reagieren, würde ich es weiter versuchen und überprüfen. Wenn sie weiterhin abweisend reagieren würde ich im Interesse meines Kindes eine andere Betreuung suchen, auch wenn dies ein schwerer Weg ist. Aber das Kindeswohl geht vor!

    2. Das sehe ich genauso!!! Wir haben seinerzeit nicht unserem Bauchgefühl vertraut. Ergebnis: Bei den ersten Erzieherinnen waren sich die Dreijährigen selbst überlassen, die nachfolgende Erzieherin hatte sich u.a. an unserem Kind vergriffen. Dann fing die Sucherei nach einem neuen Kitaplatz an, die nächste Kita machte einen tollen Eindruck. Leider war unser Kind durch die erste Kita psychisch schon derart deformiert, dass es in der neuen Kita nicht unproblematisch war. Also hört auf euer Bauchgefühl und lasst es, wenn es Alarm schlägt

    3. Liebe Christina,
      ich schreibe aus der Sicht eines Erziehers welcher selbst etwas softer ist, will heißen manchmal kommt mir das Verhalten meiner kolleg*innen selbst etwas schroff vor. Aber ich weiß auch, das wenn alle so wären wie ich, nichts laufen würde -zumindest nicht bei dem jetzigen betreuungsschlüssel. Auf eine Pädagogische Fachkraft können rein rechtlich 10 Kinder ab 3 Jahren kommen und dieser Rahmen wird in der Regel auch voll ausgeschöpft, auch wenn wir dagegen protestieren. Denn wir haben zum einen das Problem das sich in der Gesellschaft verständlicherweise darüber beschwert wird das es zu wenige Kita plätze gibt und Eltern eben ewig warten müssen und zum anderen das es ums Geld geht. Wenn es nach uns Pädagog*innen gehen würde, hätten wir ein besseren betreuungsschlüssel, den bekommen wir aber nicht, denn es kommen zu wenige Erzieher*innen nach da der Job leider nicht lukrativ genung ist. Diejenigen die ihn machen,machen ihn meistens mit Herzblut. Wir müssen uns wie fast alles in der Gesellschaft von allen Seiten etwas anhören und gefallen lassen. Haben sie schon einmal ein Kindergeburtstag alleine mit 10 Kindern gefeiert ? vielleicht hätten sie glück und es lief alles gut, weil es ein tolles Programm gab und besonderes essen und der Geburtstag vielleicht 3-4 h ging. Wir sind aber oftmals 8h am Kind und können nicht jeden Tag Schnitzel Pommes und Wald oder Kino als Schmiermittel anbieten.
      Meiner Erfahrung nach kann ich sagen das diejenigen die vor ihnen schroff sind, auch später nur genauso schroff sind. Sie brauchen also in der Regel keine sorge haben das es schlimmer ist wenn sie nicht da sind. Die meisten Erzieher*innen verstellen sich nicht nur weil die Mutter dabei ist. Wozu auch?
      wie immer empfehle ich einen Dialog, sprechen sie mit den Erzieherinnen, fragen sie warum sie die schroffheit anwenden, was die erzieherin sich dabei gedacht hat. Wir machen nicht immer alles richtig, aber in der Regel sind wir Fachkräfte und können ihnen auch für Zuhause Tipps geben.
      Des weiteren empfehle ich allen Müttern und Vätern, das sie sich ebenso an der Streiks für bessere Arbeitsbedingungen von Erziehern einsetzen. Vielleicht mögen sie jetzt denken, in meinem Job gibt es auch keine guten Arbeitsbedingungen, aber bedenken sie wir arbeiten mit ihrem Kind. je besser die Arbeitsbedingungen im Kita Bereich sind, desto mehr profitiert ihr eigenes Kind davon. Schreiben sie Briefe und E-Mails an Politiker, Träger und Abgeordnete, das diese etwas für mehr Personal tun soll. Es geht um ihre Kinder.

  8. Bei uns gab es vor 20 Jahren keine Eingewöhnungszeit. Kind wurde abgegeben, nach 3 Stunden abgeholt. Nachdem weder die ErzieherInnen noch meine Tochter sich beschwerten, nahm ich an, dass alles soweit ok war. Mein Kind war damals zweieinhalb Jahre alt. Wir hatten keine Wahlmöglichkeit punkto Kindergarten, es war sowieso der einzige freie Platz weit und breit. Besonders sympathisch fand ich die Pädagoginnen nicht beim Aufnahmegespräch, aber meine Tochter kam mit einer von ihnen gut zurecht und fand auch bald eine Freundin unter den anderen Mädchen. Die dreieinhalb Jahre im Kindergarten waren zwar kein Highlight, aber mein Kind hat die Zeit unbeschadet überstanden.
    Ich denke, man sollte dem Personal und dem Kind vertrauen und möglichst kurz dabei bleiben. Solange ein Elternteil vor Ort anwesend ist, kann sich das Kind nicht auf die neue Situation einlassen. Was soll schon groß passieren? KindergartenpädagogInnen sind ja keine schlagenden Monster. Sie werden vielleicht manchmal laut, was bei so vielen lärmenden Kindern verständlich ist. Aber Kinder können sehr wohl differenzieren, ob das Schimpfen berechtigt war und wem es gegolten hat. Ich würde mir da keine allzu großen Sorgen machen und mal schauen, wie es ohne Mama so läuft und was das Kind daheim erzählt.

    1. Das ist weder aus entwicklungspsychologischer noch aus bindungstheoretischer Sicht ein guter Ratschlag! Möglichst kurz dabei bleiben, also dem Kind den sicheren Hafen nehmen, Augen zu und durch?! Menschen, welche einem ein ungutes Gefühl geben, das eigene KIND anvertrauen?! Was bedeutet denn „unbeschadet überstanden“?! nicht geschlagen worden, keine direkten Verhaltensauffälligkeiten? Traumata in der Frühkindlichen Entwicklung können sich übrigens oft viel später im Erwachsenenalter zeigen…
      1. wenn das Mama-Bauchgefühl einen warnt, dass das eigene Kind an diesem Ort nicht gut aufgehoben ist, kann und soll man das ernst nehmen,es ist durchaus berechtigt! 2. Nein, Kinder können alleine aufgrund fehlender Gehirnreife nicht differenzieren ob/wer/warum geschimpft wurde! Schimpfen ist Adultismus, und ein Zeichen von Überforderung des Personals. Kinder sind diesen Menschen ausgeliefert. Und doch JA es gibt Fachkräfte, die sind schlagende Monster siehe BR Reportage „Gewalt in Kitas“. und das Thema „emotionale Gewalt“ und welche Folgen diese hat, wird in diesem Kontext viel zu wenig beachtet! Ich empfehle den Film „goodenoughparents“ und „Liebe, Wut und Milchzähne“, da sind die Basics gut erklärt.

      1. Hallo.

        Also zum einen wirst Du den Kitaplatz nicht aufgrund einer Rückfrage verlieren. Aber ich kann verstehen, dass Du da gehemmt bist.

        In jeder Kita gibt es einen Elternbeirat. nimm doch erstmal Kontakt zu denen auf. Auch die können für Dich mit den ErzieherInnen oder der Leitung sprechen. Oder bei einem Gespräch vermittelnd dabei sein.

        Aber höre auf dein Bauchgeüfhl und lasse es nicht unausgesprochen.
        Die Eingewöhnung ist auch immer für die Eltern da. Und Deine Bedenken wird Dein Kind spüren und das kann sich auf den Erfolg der Eingewöhnung auswirken.

        Viel Erfolg.

  9. Das ist echt eine richtig unangenehme Situation. Ich hatte bei meinen beiden Kindern nie ein richtig gutes Gefühl, gerade bei der Eingewöhnung. Ich hatte da auch immer die Erwartungen,dass nur mein Kind gesehen werden muss. Die Situation mit den anderen vielen Kindern hatte ich nicht im Blick. Es viel mir rückblickend schwer die Kinder loszulassen, ich hatte mich schlecht gefühlt weil sie so früh in dieKita sind.Letztendlich war es aber dann bei beiden so, dass sie sich super schnell zurecht gefunden haben und sehr gern hin sind. Die Kita und derKindergarten waren einfach super, einmal bin ich sogar mit der Leitung aneinander gerasselt.Hatte da auch dann grosse Angst, dass dies Probleme gibt.Ich habe die Leitung darauf angesprochen und sie meinte, dass können die Erzieherinnen schon gut ausblenden und sie sehen ja das Kind. ( so professionell ist aber bestimmt auch nicht jeder)
    Hier gibt es keinen Geheimtip, mach das was für euch als Familie gut ist, dazu gehört auch dass Du eben arbeiten musst. In der Regel wirst Du Probleme sehr schnell mitbekommen.
    Alles Gute!!!

  10. Hallo Charlotte ,ich war über 40jahren Erzieherin in verschiedenen Kitas ,Krippen,und Horte.Nimm dein ungutes Gefühl ernst.Versuche es mit einem Gespräch der Bezugeerzieherin.Ich muss dir aber auch leider sagen,dass ich es selbst erfahren musste, dass es leider immer noch viele Erzieherinen gibt,die in diesem Beruf nichts verloren haben.Vieleichtkann du es ja mit der Erzieherin oder der Leitung in ruhigen sachlichen Gespräch klären.Wenn dir dort aber jemand dumm kommt und du dich nicht ernst genommen fühlst. Dann würde ich sogar zum dort ansässigen Jugendamt gehen und mich beschweren. Aber vielleicht ist dein ungutes Gefühl auch weil du schlecht loslassen kannst. Das ist mir sogar als Mutter passiert obwohl ich es besser wissen müsste.Man kann schlecht loslassen. Mit sachlichen und freundlichen Gespräch müsstest du ja merken .Ob sie es ehrlich mit dir und deinem Kind meinen.Gerade in der Eingewöhnung sollte es doch gut sein.Ansonsten was kommt danach.Ich will dir keine Angst machen ,aber ich habe viele Schlechte Dinge in Kita erlebt .Und musste auch erst lernen meinen Mund auf zumachen .Was ich dann immer getan habe,wenn ich erlebt habe dass jemand nicht gut mit Kindern Umging.Und ich bin Stolz darauf,das getan zu haben.Schlechter Umgang mit kleinen wehrlosen Kindern geht gar nicht.Auch nicht wenn ich als Erzieherin gestresst bin.Dann sollte diejenigen kurz krank machen u.sich erholen, damit sie danach wieder freundlich und lieb zu den Kindern ist.Ich hoffe du kannst es klären. Oder du nimmst dir eine Tagesmutter wenn es sowas gibt und du es dir finanziell leisten kannst. Ich drücke dir die Daumen und alles liebe fürdich und dein Kind lg.

  11. Ich bin selber im Erziehungsbereich tätig.
    Mein Sohn ist schon 17, aber ich kann mich noch gut an die Kitazeit erinnern. Seine Gruppenleitung habe ich damals als fachlich sehr kompetent aber auch als ziemlich ruppig empfunden. Aber was war? Mein Kleiner kam super mit ihr klar und hat sie geliebt! Und auch später kam er mit sehr strengen Lehrern immer am besten zurecht. Und warum? Weil er dort Klarheit und Verlässlichkeit erfahren hat. Grenzen setzen kann wirklich hart sein, es sollte allerdings niemals kalt sein. Reibung erzeugt Wärme. Wenn dein Kind gerne in die Kita geht, würde ich das als Maßstab nehmen. Falls nicht, sprich es offen mit Ich-Botschaften an.

    1. Es könnte hilfreich sein mit anderen Eltern ins Gespräch zu gehen und nach ihrer Sicht zu fragen. Möglicherweise gibt es mehr Eltern, die es ähnlich sehen. Gemeinsam kann man das was man anzumerken hat, an die Fachleute rantragen. Sollten jedoch weder die Erzieherinnen noch die Leitung es schaffen können dir/euch das Gefühl zu geben, wohl aufgehoben zu sein, kannst du dich auch an den Träger bzw. die pädagogische Leitung der Kita wenden. So machst du auf ein evtl. schon länger bestehendes Problem aufmerksam.

    2. ich würde gerne Mal mit der Mutter sprechen die das erlebt hat bitte schreiben sie mich an .
      Ich habe gerade das gemacht was sie nicht gemacht haben und mein Kind wurde direkt fristlos gekündigt .
      mein Kind war jetzt 6 Monate zu Hause dementsprechend viel verpasst.
      dann hieß der Satz von der Leitung besser ein Kind kündigen als einen Erzieher .
      Ich war schockiert,habe alles 6 Monate gestemmt mit meiner Familie.
      die Erzieherin hat mich angeschrien wo wir alleine waren und ich weiss wie heute noch das ich ihr gesagt habe ,ich möchte nicht wissen wie es ist wenn ich nicht da bin .
      Bitte schreiben sie mich an denn da würde ich gerne mit ihnen sprechen

      Selbst der Kirchenvorstand war nicht bereit für ein Gespräch.
      ich bin an die Öffentlichkeit gegangen was abgelehnt worden ist .
      Und das war nicht einfach bitte schreiben sie mich an.
      Wir können nur im Zusammenhalt was erreichen

  12. Liebe Charlotte!
    Eingangs möchte ich sagen, dass ich selber Erzieherin bin und auf über 30 Jahre Berufserfahrung zurück blicken kann. Gerade, aber nicht nur in der Eingewöhnung halte ich es für ausgesprochen wichtig, dass eine freundliche Atmosphäre in der Gruppe herrscht und die Erzieher und Erzieherinnen offen für Gespräche und Anregungen sind. Auch mir ist schon aufgefallen, dass sich Kolleg*innen im Ton vergreifen können, oder zu burschikos mit Kindern oder Erwachsenen umgehen. Darauf angesprochen ist Ihnen oftmals nicht bewusst, wie sie wirken. Manchmal wünsche ich mir, dass Menschen sich gleich darauf selber hören könnten. So mancher wäre erstaunt, wie er von außen klingt. Ich möchte dir vorschlagen, im Gespräch freundlich, ruhig und sachlich zu bleiben. In pädagogischen Berufen muss man sich mit seinem Selbstbild und seiner Außenwirkung immer wieder auseinandersetzen und in der Lage sein, sich dementsprechend zu reflektieren. Damit das möglich ist, ist man auch auf Rückmeldung angewiesen. Es kommt halt immer darauf an, wie solche Gespräche begonnen werden und wie reagiert wird. Eine gute Fachkraft ist offen und dankbar für konstruktive Kritik. Nur so kann man Dinge verändern. Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe, dass du dein Kind anschließend mit leichtem Herzen in die Kita bringen kannst.
    Liebe Grüße
    Claudia

    1. Liebe Claudia,

      wie geht’s denn deinem Kind in der Eingewöhnungsphase? Wie kommt denn dein Kind mit den Betreuern und anderen Kinder zurecht?

      Ich würde die Erzieherin / Betreuerin um ein 4-Augen Gespräch bitten. Dort würde ich der Dame von meinen Eindrücken, Beobachtungen und auch den Befürchtungen von dir berichten. Oftmals benötigen auch die Betreuer mal die Spiegelung ihres Verhaltens, um sich selbst mal wieder zu reflektieren.

      Nach dem Gespräch kannst du dann entscheiden, ob dein Kind z. B. in der Gruppe bleibt oder einfach die Gruppe innerhalb der Kita wechseln kann zu einer anderen Erzieherin oder ob du eine komplett neue Einrichtung suchen musst.

      Mein Kind ist in der ersten Kita immer weggelaufen, die waren zwar lieb aber hatten wenig Interesse an Förderung und haben sich den Kids fast nur selbst überlassen. Sie waren einfach nur wenig Motiviert überhaupt etwas zu machen. Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und eine andere Kita gesucht und hatte Erfolg über die Warteliste.

      Was soll ich sagen, dass war die beste Entscheidung die ich je getroffen habe. Mein Kind flitzt morgens in die Gruppe und ist weg… und nachmittags muss ich mehrfach rufen, dass er endlich mit nach Hause kommt. Er fühlt sich sichtlich wohl.

  13. Bei Kind 2 bin ich nach der ersten Woche in der KiTa bei einer Tagesmutter auf dem Sofa gesessen. Ich hatte auch Zweifel ob die Einrichtung eine gute Betreuung hinbekommt. Also hatte ich mir eine Alternative angeschaut.
    Mein Fazit: auch bei der Tagesmutter sah nicht alles 100% aus.
    Durch das Umschauen, Termin bekommen, Bedenkzeit, … hat sich herausgestellt dass die Kita tatsächlich Anlaufprobleme hatte, die sich dann aber schnell gelöst haben. Ich habe die Tochter in der Kita gelassen und sie hatte eine schöne und glückliche Zeit dort.

  14. Hallo Charlotte, mein Rat :
    bitte um ein Gespräch außerhalb der Eingewöhnungszeit und sprich die Situation an.
    Und wenn das Gespräch nichts bringt dann bleib mit deinem Kind daheim und freue dich zu sehen welche Fortschritte es jeden Tag macht.

  15. Hallo Charlotte.

    Wenn es mir heute so gehen würde, würde ich Umstände in Kauf nehmen und eine Kita suchen, bei der ihr beide ein gutes Gefühl habt und ihn notfalls noch länger Zuhause lassen. Wenn du einen Partner hast, der arbeitet, könnt ihr zusätzlich zum Kindergeld Wohngeld und Kinderzuschlag bekommen und so über Umwege das Geld zurückholen, was euch eigentlich sowieso gehört (Steuern).

    Ich persönlich habe in der Vergangenheit den Fehler gemacht, aus anerzogenem Leistungsbestreben keine Rücksicht auf mein Kind zu nehmen, was auch darin resultierte, dass ich sie aus Gründen der Praktikabilität von der „erstbesten“ (eher schlechtesten) Kita betreuen ließ, auch noch ganztags, was zu vielen Problemen führte, die sich auch später noch in der Schule auswirkten und insgesamt unsere Situation nicht verbesserten, sondern verschlechterten. Sie wechselte dann auch bzw. musste wechseln, aber eigentlich war das viel zu spät und ich hätte von Anfang an viel skeptischer sein sollen. Damals war ich noch sehr jung und naiv und glaubte deswegen der Erzieherin, die immer so auf mich einredete, dass das Gefühl entstand, es lag an mir, beziehungsweise noch schlimmer, an meiner Tochter.

    Ganz unabhängig von der Qualität der Kita: heute ist meine Meinung, Kinder so viele Stunden pro Woche fremdbetreuen zu lassen, dass es sogar die eigene Arbeitszeit, die man bereit oder in der Lage ist, zu arbeiten, übersteigt, kann nicht gut für die Entwicklung sein. In die Kita gehen ist auch anstrengend für die Kinder, und je mehr Regeln, Kinder und unterschiedliches, gestresstes Personal es gibt, desto anstrengender ist es.

    Und die Personalmangelprobleme sind jedem bekannt, deswegen ganz allgemein mein Plädoyer an die Mütter und Väter: jeder, der es sich vorstellen kann, seine Kinder bis zur Schule zu Hause zu lassen und dafür vielleicht auch finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen, lasst euch nicht von anderen Meinungen davon abhalten und probiert es einfach aus 🙂

    VG Lisa

    1. Hallo
      Ich selbst habe viele Jahre in Kindergärten und Krippen gearbeitet und bin jetzt als
      Tagesmutter selbständig. Sprich dein Problem offen an. Wenn du Beratung suchst, kannst du dich auch an die Kindergartenfachbeauftragte des Landkreises in Verbindung setzen,die findest du im Jugendamt. Vielleicht ist auch eine Tagesmutter oder Großtagespflege der richtige Weg für Euch. Auch dabei findest Du Hilfe beim für Dich zuständigen Jugendamt.
      Euch alles Gute und trau Deinem Bauchgefühl.

  16. Ich würde mein schlechtes Bauchgefühl ernst nehmen. Bei der Eingewöhnung bekommt man schon Gefühl, wie es in der Einrichtung abläuft. Kläre für dich, was für dich okay ist und was nicht. Schreibs dir auf. Und mache oaralkel deine Beobachtungen. So kommst du vielleicht zu einer realistischen Einschätzung.

  17. Hallo Charlotte, es tut mir leid das zu hören. Ich bin selbst Erzieherin und Mutter von 2 Kindern. Dein Artikel ist sehr allgemein gehalten und somit ist es schwer, daraus einen hilfreichen Tip geben zu können. Es gibt Situationen das auch Erzieher*innen laut werden müssen, wenn sie die Situation danach sofort aufklären, weshalb sie so reagieren mussten. Ansonsten ist laut werden eher unangebracht in diesem Job und gilt auch in der Pädagogik als Hilferuf. Vielleicht solltest du es auf einer sachlichen Ebene ansprechen bzw. auch die Situation im Kindergarten erfragen. Wie wirken die Erzieher*innen auf dich? Sind die Erzieher*innen überfordert, haben sie einen guten Überblick über die Gruppe, wieviel Kinder werden pro Fachkraft betreut…etc.? Such das Gespräch mit der Bezugserzieherin und bitte sie um ein kurzes Gespräch, wenn dir das weiter helfen könnte. Bleib beim Gespräch freundlich, sachlich und werde dabei nicht persönlich! Schreibe dir Punkte auf die dir wichtig sind, im Bezug auf die Betreuung deines Kindes und Versuche herauszufinden, ob die Kita dieses Erfüllen kann. Lies dir am besten dazu die Konzeption der Einrichtung durch. Es hört sich nach viel an, aber es ist wichtig, auch wenn es nur ein „Gefühl“ ist, sollte man diesem Gefühl auf dem Grund gehen. Und falls es immer noch von deiner Seite ein komisches Gefühl besteht und evtl. auch Ungereimtheiten gibt, dann Wende dich an die Kita-Leitung und erkundige dich auch nach dem Elternbeirat. Nimm Kontakt zu anderen Eltern auf, das hilft oft beim Austausch. Ich hoffe das es nur ein ungutes Gefühl ist, was alle Eltern am Anfang der Ablösung verspüren und wünsche dir nur das Beste. LG

  18. Hallo Charlotte,
    Du solltest auf dein Bauchgefühl hören.
    1. Meistens stimmt es und wird sich manifestieren.
    2. Überträgt sich dein Gefühl auf das Kind.
    Liebe Grüße Alexandra

  19. Ich würde dem eine Chance geben, rede mit Deinem Sohn. Und ich finde es eher “ gut“ das die Erzieherinnen das (normale menschliche) Verhalten nicht verbergen. Ein ( vorgespieltes) ewiges rosarotes Regenbogenland- Verhalten würde mich eher stutzig machen. Oder sprich mit anderen Eltern, vielleicht auch von älteren Kitakindern mal vertraulich. Ruhe bewahren, wir alle sind nur normale Menschen ( auch ich bin in der Pflege mal genervt oder rede mal im strengeren Tonfall)!

  20. Wenn die Erzieher dir aufgrund deines Nachfragens den Platz kündigen dann ist dein schlechtes Gefuehl auf jedenfall berechtigt.
    Bitte beachte beim Nachfragen nur Ich saetze zu benutzen auf keinenfall Du saetze so kann das auch nicht als Vorwurf aufgenommen werden.
    „Ich habe das Gefuehl, dass hier manchmal ein rauer Ton den Kindern gegenueber benutzt wird und befuerchte, dass dies das Explorationsverhalten meines Kindes hemmen koennte, wie empfinden Sie das?“

    1. Ich bin selber Erzieher und hab das Gefühl,dass du über mein noch aktuellen kindergarten sprichst . Ich Wechsel ja im Moment. nimm auf jedenfall dein Bauchgefühl ernst und schau,dass drin Kind woanders hinkommen kann. Ich würde es auch ehrlich zu den Erziehern so ansprechen .

  21. Das tut mir furchtbar leid dass du dich nicht wohlfühlst. Wie geht’s deinem Sohn ? Geht es ihm gut ? Spürt er dass du mit der Situation nicht glücklich bist? Kinder haben ein feines Gespür für Unstimmigkeiten. Rede offen mit den Erzieher, erzähl was du fühlst. Ein etwas ruppiger Ton gepaart mit viel Liebe nehmen die Kinder nicht krumm, meistens. Wenn sonst ein herzlicher Umgang herrscht wird es deinem Sohn gut gehen.
    Wenn Eltern offen sind, such negatives ansprechen, können Erzieher darauf eingehen. Vielleicht herrscht Personalmangel und sie sind gestresst.
    Auch der Elternbeirat wäre eine Anlaufstelle.
    Viel Glück!
    LG Patrizia

  22. Hallo, ich kann dir nur von meiner Seite aus sagen, das „wir“ wenn Eltern da sind besonders alles richtig machen wollen und dann erst Recht sowas passiert wie anschauzen oder ähnliches.
    natürlich ist das nicht in Ordnung brauchen wir gar nicht davon reden. der Job ist manchmal aber auch alles andere als einfach. da hast du 5 Kinder die dir alle 2min schreien. die anderen streiten, dazwischen hast du dann noch Eingewöhnung wo du dich, a) um das Kind und b) um die Eltern kümmern sollst.

    falls das jetzt nicht täglich so ist und dein Kind sich nicht unwohl fühlt dann warte noch und gib allen eine Chance.

    Unfreundlich kann auch einfach nur Stress bedeuten.

  23. Hallo Charlotte,
    ich bin selber Erzieherin und kenne diese Situationen.
    Eine Rasselbande von bis zu 15 Kinder unter Kontrolle zu haben ist nicht immer leicht. Oft müssen Erzieher meckern (auch weil den lieben Kleinen zu Hause keine Grenzen gesetzt werden), was der Liebe keinen Abbruch tut. Mein Spruch ist immer „Ich kann auch meckern wenn Mama und Papa da sind!“ Das signalisiert das unsere Regeln auch gelten, wenn die Eltern da sind, und die Eltern sehen wie wir meckern und in welchen Situationen. Ich muß mich nicht vor den Eltern verstellen,was auch nicht authentisch wäre.
    Wenn du unsicher bist sprich die Erzieherinnen an. Zu. B. wie der Alltag sonst so aussieht, was es für Probleme gibt, und du noch unsicher bist, weil es dein erstes Kind ist. Sei ehrlich und offen. Das entkrampft die Situation vielleicht und du lernst im Gespräch die Erzieher besser kennen.
    Ansonsten kann ich mich nur Catrin anschließen, wenn es deinem Kind gut geht ist alles gut.
    Im übrigen dürfen Erzieher mehr machen und sagen als die eigenen Eltern. Aber das kommt erst wenn dein Kind richtig angekommen ist.

    Lieben Gruß
    Yasmin

  24. Liebe Charlotte,

    ich bin selber Erzieherin und arbeite in einer Grundschulbetreuung. Ich finde den Austausch mit den Eltern wichtig und das es zwischen beiden Parteien keine Missverständnis gibt. Die Pädagogen sollten eigentlich so professionell sein und das nicht persönlich nehmen.
    Liebe Grüße Anna

  25. Liebe Chatlotte
    Wenn Sie ein „ungutes Gefühl“ haben und beobachten, dass die Erzieherinnen unfreundlich und barsch mit den Kindern umgehen, MÜSSEN Sie das ansprechen!
    Sowohl bei den Erziehern der Gruppe, als auch bei der Leitung!
    Jeder kann mal einen schlechten Tag haben und etwas dünn bereitet sein, mal meckern usw. Aber es liest sich für mich so, als wären diese Motzereien täglich?
    Eine wertschätzende und liebevolle Atmosphäre sollte deutlich spürbar sein….
    Niemand wird Ihnen böse sein, wenn Sie Ihre Sorgen äußern!
    Und falls doch – es gibt noch weitere Instanzen, bei denen man sich beschweren kann.

    1. So sehe ich das auch.Allerdings habe ich in meiner Gruppe 25 Kinder und darunter viele mit Migrationshintergrund was es noch schwieriger macht.
      Und daß die Kinder von heute anders sind kann ich nur bestätigen. Erziehung seitens der Eltern lässt Stellenweise sehr zu wünschen übrig.

  26. Hallo Charlotte,
    da dein ungutes Gefühl für ein unerfülltes Bedürfnis steht, ist es wichtig das du es kommunizierst. Wichtig zu wissen wäre ob du schon im Vorfeld ein ungutes Gefühl in Bezug auf die Kita hattest. ich selbst leite seit über 12 Jahren eine Kita und sage unseren Eltern immer, dass sie auf ihr Bauchgefühl hören sollten. Nichts ist schlimmer als nichts zu sagen. Es geht dir ja nicht gut damit und es kann nur besser werden, wenn du das loswerden kannst. Ich würde ein vertrauliches Gespräch mit der Leitung anstreben und dort dein Empfinden kommunizieren. Dabei kommt es natürlich immer darauf an WIE man etwas sagt. Gefühle kommen und sind nicht steuerbar und somit auch nicht böse gemeint. es sei denn man möchte Wirbel machen. Dann ist aber der eigentliche Grund für dein Gefühl auf andere Dinge zu begründen und nicht um die Art und Weise wie Erzieher mit Kindern interagieren. wenn du es ehrlich meinst kannst du es auch respektvoll wertschätzend benennen. Du möchtest keinem etwas Böses sondern ein gutes Gefühl wenn du dein Kind in die Kita gibst. Viel Erfolg dabei. LG Ben

    1. Hier sind so viele Komentare, aber ich sag mal als Erzieher und Vater dessen Tochter grad die Kita verlassen hat:Raus da!

      Natürlich unter dem Vorbehalt, dass ich dich nicht kenne(Je nach Individuum und pers. Verfassung werden Situationen unterschiedlich wahrgenommen).

      1. Thomas
        Ich kann das mit dem Erzieher nicht glauben, sonst würden Sie ihr Kind erziehen und nicht umgekehrt. Gewalt/ Misshandlung ist nie zu dulden das bitte nicht missverstehen. Aber Sie erinnern mich an einige Väter aus Rehakuren, die sofort umkippen wenn das “ liebe“ Kind erklärt es will aber micht mitmachen, und Papi fährt natürlich prompt nach Hause. Schuld ist dann die “ böse“ Reha.

        1. Ich würde mal beim Elternbeirat nachfragen, ob es schon weitere Beschwerden über die Erzieherinnen gab. Bei uns im Kindergarten haben sich Vorkommnisse mit einer Erzieherin gehäuft und der Elternbeirat hat dann mitgewirkt, bis diese dann gekündigt hat.
          Alles Gute!

  27. Der Podcast von mamsterrad.de beschäftigt sich in seiner aktuellsten Folge mit dem Thema „Eingewöhnung“/ „Eingewöhnung vorbereiten“.
    Vielleicht hilft Dir das weiter?

  28. Liebe Charlotte,
    es ist natürlich blöd, dass du kein so gutes Gefühl im Bezug auf die Kita hast.
    In erster Linie würde ich mich aber fragen, wie es deinem Sohn geht. Meine Erfahrung (ich habe zwei Jungs (7 und 4 Jahre alt) sagt, dass Kinder da oft viel toleranter sind, als wir Eltern. Also wenn dein Sohn gerne hingeht und sich auch zu Hause genauso verhält, wie immer, würde ich erstmal gar nichts sagen. Wenn du das Gefühl hast, es geht ihm nicht gut, dann musst du natürlich das Gespräch mit den Erzieherninnen suchen. Dann würde ich aber auch immer konkret die Situation deines Sohnes ansprechen, statt generell das Verhalten der Erzieherinnen zu kritisieren. Dann fühlen sie sich ev. so angegriffen, dass kein vernünftiges Gespräch mehr möglich ist.
    Ich drücke euch die Daumen, dass sich alles positiv entwickelt!
    Liebe Grüße
    Cathrin

    1. hi, sowas ist immer blöd. ich würde an deiner Stelle mal den Elternrat fragen, ob die sowas schonmal mitbekommen oder von anderen Eltern gehört haben. ich bin selbst im Elternrat und wir bekommen immer mal wieder auch Anfragen diesbezüglich oder zu Themen, wo man halt nicht direkt zu den Erziehern rennen möchte. wenn das Problem bekannt ist oder du trotzdem gerne mit den Erziehern darüber reden möchtest, dann mach das ruhig. ich glaube auch nicht, dass die euch den Platz kündigen können, weil ihr das Gespräch sucht.
      wünsche dir viel Erfolg und hoffentlich wird die Situation bald besser!

      1. Hallo, das wäre auch mein Tipp, frage mal im Elternrat nach, oder wenn es sich ergibt andere Eltern eines schon älteren Kindes in der Gruppe. Manchmal finden die Kinder eine ruppige Art gar nicht so schlecht, wenn es dann auch wieder herzlich zu geht. Mein Sohn hatte in der Geundschule eine Lehrerin des Typs hart aber herzlich und fair, er hat sie geliebt. Auch unsere Erzieherinnen im Kindergarten meiner Kinder waren nicht immer nur ruhig und lieb, wenn sie dafür aber auch Späße machen, Kinder liebevoll trösten und auch mal auf den Schoß nehmen, dann hat es gepasst. Meine Kinder kamen und kommen bis heute eher schwierig mit dauergestressten Bezugspersonen schwer klar.

    2. Diese Artikel…konstruierte Geschichten aus dem Zusammenhang heraus geschilderte Erfahrungen/ Aussagen…das brauchen Erzieherinnen nun wirklich nicht…unverständlich, kann nur mit dem Kopf schütteln…Eltern stellen immer den Sachverhalt ausschließlich aus ihrer Sicht. Habe jahrzehntelange Erfahrung, eine Kündigung muss begründet sein…dem muß einiges vorausgegangen sein…und…ja Eltern sind in Fällen von Verhaltensauffälligkeiten meist unkooperativ,..logisch…müsste ja was verändert werden, ist meist harte Arbeit..meiner Meinung nach scheint dieser Artikel stark konstruiert…lassen wir das doch lieber…stehen wir lieber zu diesen Einrichtungen, die im Allgemeinen gemeinsam mit den Eltern auf der Seite der Kinder stehen…es wird wieder mal aufgefordert mit der Allgemeinheit zu hetzen…anstatt mit den Erz. zu reden bzw.diskutieren, hier kann man ja anonym alles darstellen

      1. richtig ungutes Gefühl hatte ich nicht, aber am Anfang hab ich auch gedacht „wow, der Ton. ich weiß nicht ob ich es so will“. Im Endeffekt war es aber nur bestimmt, aber nicht grob oder unfreundlich. Unser Sohn ist/war aber etwas schüchterner fremden gegenüber. Hab versucht es dann immer realistisch zu betrachten. War es wirklich so schlimm, unangemessen?
        lange Rede, kurze Sinn: ich liebe unseren Kindergarten und alle unsere Erzieherinnen. Unser Sohn geht mehr als gerne hin. Vielleicht ist auch ein Aspekt, dass es ein AWO-Kindergarten ist.
        ich wünsch euch alles Gute, ob hier oder in einem anderen 😊

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