Brandbrief einer Mutter an den Ministerpräsidenten: So geht es nicht weiter!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil, sehr geehrter Minister Tonne,

mein Name ist Alexandra Jaeger. Ich bin 40 Jahre alt und Mutter von fünf Kindern. Einem Mädchen und vier Jungs. 14, 11, 6 und doppelt 3 Jahre alt. Und ich bin am Ende. Mit Latein. Und auch sonst.

Ich schreibe Ihnen heute diesen offenen Brief, weil ich meine Belastungsgrenzen erreicht habe. Die unserer Kinder sind längst überschritten.

Und ich fordere Sie auf: Verlieren Sie uns nicht aus den Augen! Lassen Sie uns nicht im Stich! Treten Sie an unsere Seite! Wir Eltern, wir Mütter und Väter brauchen Sie. Und zwar jetzt! Nicht erst zu Ostern.

Lassen Sie mich unsere Situation beschreiben. Und wenn Sie fertig gelesen haben, nehmen Sie meinen Namen aus diesem Brief und ersetzen ihn. Durch Müller. Meyer, Schulze oder Schmidt. Denn die Not, die ich Ihnen hier beschreibe, zerreißt gerade tausende Familien in Niedersachsen. Das, was ich hier berichte, ist meine Geschichte, ja, aber es ist gleichzeitig die Geschichte vieler. Und ich erlaube mir nun, für sie zu sprechen.

Fangen wir so an: Mein Mann arbeitet in gehobener Position im Lebensmitteleinzelhandel und sorgt dafür, dass sich in diesem Land auch künftig niemand Sorgen darüber machen muss, ob wohl ausreichend Klopapier, Hefe oder Mehl in den Regalen steht.

Ich selbst habe mich 2019 selbstständig gemacht und ein Hebammenzentrum gegründet, das Zwillings- und Drillingseltern auf die Geburt und das Leben mit ihren mindestens zwei Neugeborenen vorbereitet. Trotz dieser doppelten – wie heißt es so schön – „Systemrelevanz“ haben wir bis jetzt auf eine Notbetreuung unserer Kinder verzichtet.

Unsere Gründe dafür:

  • Wir wollten damit unseren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen.
  • Wir wollten uns und unsere Familie, insbesondere aber die Erzieherinnen und Lehrer unsererKinder schützen.
  • Wir sind bis heute der ungebrochenen Überzeugung, dass ein Notarzt, eine Altenpflegerin,ein Müllmann, eine Polizistin, ein Journalist, eine Pastorin, ein Bestatter und all die anderen, die gerade in sogenannten Berufszweigen allgemeinen öffentlichen Interesses beschäftigt sind, ihren Platz in einer Kindergarten-Notgruppe dringender benötigen als wir. Ich kann schließlich nachts arbeiten, wenn die Kinder schlafen. Und am Sonntagmorgen, so um 6 Uhr.

Oder zwischendurch, wenn die größeren Kinder vergessen müssen, dass sie eigentlich wilde, lustige und freie Pubertiere sind … weil sie wieder einmal meinen verdammten Job als Mutter übernehmen.

Ich schlafe schlecht. An unserem Kühlschrank hängen DIN A3-große Pläne und To-Do-Listen für alle Familienmitglieder. Wer macht wann auf welchem Endgerät welche Videokonferenz? Wer benötigt Hilfe von wem zu welcher Zeit? Welche Aufgabe lässt sich nicht aufschieben? Und immer wieder: Wer betreut wann die Wirbelwind-Zwillinge (die in ihrem kurzen Leben übrigens insgesamt 3 Wochen in einen Kindergarten gegangen sind) und was erledigen die jeweils anderen Familienmitglieder in dieser Zeit?

Homeschooling Klasse 6 und Klasse 8, Gymnasium. Homeoffice. Homecooking. Homecaring. Home- was-auch-immer. Und dazwischen unsere drei Kindergartenrocker.

Ich denke, Ihre Vorstellungskraft und vor allem Ihre Erfahrung als vierfacher Vater, Herr Tonne, reichen an dieser Stelle aus, um jedem der oben genannten Begriffe kleine, mittlere und große Dramen zuzuordnen.

Machen wir es kurz: Für uns bedeutet das alles eine extreme Belastung.
Die wir bis hierher getragen haben. Und die wir nun nicht mehr tragen können.

Mein Antrag auf Notbetreuung wurde in der letzten Woche durch den Träger abgelehnt. Nicht etwa, weil ich keinen Bedarf anmelden konnte. Nein. Weil die Kita „voll“ ist. Ausgelastet. Keine Chance. Kein Erbarmen. Kein Nachrücken. Kein Platz-Sharing untereinander. Keine Kreativität. Keine Wechselmodelle. Keine Unterstützung.

Nur der Verweis auf Ihre Entscheidungen und Vorgaben. Und den Hinweis, ich hätte mich ja eher melden können. Dann wäre auch noch Platz gewesen für unsere Kinder („Frau Jaeger, das müssen Sie verstehen…da müssten wir ja jetzt drei Familien nach Hause schicken, um Ihnen Betreuung anzubieten. Das geht nicht.“)

Das Land Niedersachsen hat von Beginn der Pandemie an eine Notbetreuung angeboten. Dabei lag die Auslastungsgrenze für Kindertagesstätten stets bei 50 Prozent.

Denn die Kräfte der stärksten und belastbarsten Familien Ihres Landes gehen nun zuneige. Wer im Mai 2020 noch stand, wer es geschafft hat, sich unter Bündelung ALLER familiären Ressourcen IRGENDWIE bis in den Februar zu schleppen, der spürt heute seine Beine nicht mehr. Der wankt. Schnappt nach Atem. Kippt. Und kann – mit Verlaub! – nicht einmal mehr bis Ostern denken. Geschweige denn bis Ostern arbeiten!

Ich bin mir sicher, dass Ihnen die Last, die auf uns Familien, auf allen Müttern und Vätern, vor allem aber auf den Kindern liegt, bewusst ist. Ich bin mir sicher, dass hunderte Briefe wie der meine, Ihr Ministerium erreicht haben.

Das, was allerdings JETZT hier draußen in den Klein- und Großstädten, den Dörfern und Landkreisen unseres Bundeslandes passiert, hat Ihnen aber offenbar noch niemand erzählt.

Die Gesellschaft spaltet sich. Das viel beschworene Mantra „zusammen schaffen wir das!“ greift nicht mehr.Neid. Frust. Missgunst. Und noch viel mehr macht sich breit. „Warum hat Familie x einen Kitaplatz und wir nicht?!“ „Warum kommt Familie y mit Drohkulissen und Klageankündigungen durch?!“ „Warum sind unsere Bedürfnisse, unsere Not und unsere Erschöpfung weniger relevant als die von Familie Z?“

Und vor allem: „Warum lebe ich in Osnabrück und habe dort keine Betreuung, arbeite aber in der Nachbarstadt Rheine (NRW) und sehe dort jeden Tag, wie ein bisschen Normalität die Familien entlastet?“

Alles Fragen, die zusätzlichen Druck und zusätzliche Schmerzen erzeugen. Und die nicht länger unbeantwortet bleiben dürfen.

Ihr Ministerium schreibt auf der Internetseite, dass beispielsweise Platz-Sharing möglich ist. Dann nehmen Sie die Träger in die Pflicht (insbesondere die kommunalen!) ENDLICH diese Möglichkeit auch zu nutzen und umzusetzen!

Schaffen Sie den Rahmen für gute Entscheidungen. Und nehmen Sie den brodelnden Topf von der Flamme, der genau dann überschäumt, wenn in ein und derselben Stadt eine Kita (städtisch) strikt nach 50 Prozent Auslastung abriegelt und eine andere (100 Meter weiter die Straße runter, kirchlich) ihren Eltern und vor allem Kindern das Gefühl vermittelt, sie seien in ihrer Erschöpfung und mit ihrem Bedürfnis nach Entlastung willkommen, die vorhandene Notgruppenplätze unter den Eltern aufteilt und die im Rahmen der Möglichkeiten alles dafür tut, den Müttern und Vätern so ein paar extra-Atemzüge zu verschaffen.

Teilen Sie die Wochen auf! Oder die Tage! Oder die Kinder! Oder die Tageszeiten! Oder was auch immer. Aber bieten Sie uns, die wir bislang unter Mobilmachung sämtlicher Kräfte ihren Alltag gemeistert und damit ein großes Stück aktive Pandemiebekämpfung geleistet haben, eine Perspektive!

Wir schaffen das nicht mehr bis Ostern. Wir sind durch. Die Zeit hat uns zermürbt. Die Reserven sind erschöpft.

Keine gute Zeit, um einer Familie verständlich zu machen, wieso ein Erstklässler im Wechselmodell die Schule besuchen darf. Das anderthalb Jahre jüngere Geschwisterkind aber als potenzielle Gefahr gewertet wird und zuhause bleiben muss.

Das ist Wahnsinn. Und das ist auch nicht länger zu akzeptieren!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil, sehr geehrter Minister Tonne: Wir brauchen Ihre Hilfe. Und zwar jetzt!

Alexandra Jaeger

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16 comments

  1. Herzlichen Dank für diese Worte!! Sie sprechen uns allen aus der Seele. Ich habe „nur“ 2 Kinder und einen eigenen Laden, den ich durch die Krise bringen muss. Jetzt habe ich auch noch einen Online-Shop an der Backe, den ich nie wollte. Wie meine Tage seit Monaten aussehen? Vormittags kein PC zum Arbeiten, da Videokonferenzen Schule und ich spiele für Klasse 5 und 7 Gymnasium Ersatzlehrer. Dann Mittagessen und Küche. Nachmittags click&collect am Laden. Abends notdürftig Küche, denn dann sind Rechner frei für Büroarbeiten. Nachts und am Wochenende habe ich den Online-Shop eingerichtet und tue es immer noch. Pausen = Fehlanzeige! Wir sind durch. Laden immer noch zu. Das ist meine Existenz als getrennte Mutter. Es ist zum Heulen. Warte auf amtliche Genehmigung für Kinderschuh-Verkauf im (!) Geschäft. Nicht nur die Haare wachsen in der Pandemie. Kinderfüße wachsen und leiden/deformieren in falschem Schuhwerk. Hauptsache der Deutsche hat die Haare schön! Kinder rutschen unter der Krise durch, Eltern, (psychisch) Kranke, alte Menschen ebenso…. Es ist unglaublich. Wir sind eine Industrie-Nation und treten derart auf der Stelle. Wir persönlich sind ein akademischer und sozial gehobener Haushalt. Unsere Belastungsgrenze ist mehr als erreicht!!! Und was machen die schwächer gestellten Familien???? Das möchte sich besser niemand ausmalen….

  2. Danke! Mehr muss man glaub ich nicht sagen. Danke- dass es jemand laut „ausspricht“ und man ohne Anmeldeproblematik auch mal kommentieren kann.
    Mein Mann und ich sind berufstätig, keine Berufe die wichtig genug sind- dass unser 3 jähriger Sohn wieder betreut werden dürfte. Seit Januar sitzt er mit mir zu Hause und wir „arbeiten“ zusammen. Das prägt ein Einzelkind. Kein Geschwisterkind das mit ihm kindliche Sachen tut. Nein. Dafür sind seine Lieblingsworte jetzt „Kollegen“ und „arbeiten“. Die Kitas in Niedersachen werden am Montag wieder geöffnet hieß es.. man gut das ich meinem Kind nichts gesagt habe. Denn nur ein paar Stunden nach dieser Aussage wurde es direkt für unsere Region wieder dementiert. Denn die Inzidenz ist nun zu hoch. Wie soll das bitte funktionieren? Jeden Tag die Zahlen checken? Und die Kinder mal einen Tag bringen, und dann wieder drei Tage zu Hause lassen? Die so wichtige Routine geht verloren, ebenso die sozialen Kontakte und das lernen untereinander bzw. Voneinander. Ich bin sauer, erschöpft und traurig. Was unseren Kindern, egal in welchem Alter, Seit einem Jahr angetan wird ist unglaublich und führt sicherlich zu erheblichen Nachwirkungen in allen Bereichen, sei es Entwicklung, Schulbildung, Ausbildung usw.

  3. bald sind in rheinland-pfalz die kitas wieder offen. endlich! und hier wird es auch sehr unterschiedlich gehandhabt. die einen haben massive sicherheitsvorkehrungen und sehr strenge regeln – die so gar nicht vom land vorgegeben sind! und andere halten sich an die vorgaben und sind gar nicht so begrenzt und sehr sehr eingeschränkt, alle kinder dürfen kommen, die kinder sehen die kindergärtnerinnen auch ohne maske…. . wir sind in einem kiga in dem alle sehr ängstlich sind und die maßnahmen sehr streng. natürlich muss jeder geschützt werden aber es muss auf die dauer auch würdevoll für die kinder und familien sein.

  4. Liebes Redaktionsteam,
    gerade ist unsere komplette Kindertageseinrichtung mit fünf Gruppen (Bayern) geschlossen, alle Kinder müssen zwei Wochen in Quarantäne, abschließend zum Coronatest, diverse Fälle der britischen Variante sind aufgetreten. Wir hoffen und bangen. Und das nach einer Woche eingeschränktem Regelbetrieb!
    Würde mir Beiträge zur aktuellen Lage wünschen: Wie kann es bei der Wiederöffnung weitergehen? Wann ist das Personal geimpft? Welche Erfahrungen gibt es bei einer Infektion mit der hochansteckenden britischen Variante beim Kind?

  5. Ganz toll geschrieben!
    Leider ist die Lobby aller anderen Menschen größer als die der Familien und und der Kinder – obwohl sie doch unser aller Zukunft sind!
    Hauptsache, alle haben die Haare schön!
    Den Einzelhandel etc. kann man finanziell retten, die seelischen Schäden der Familien und besonders unserer Kinder aber nicht.

  6. Hallo, ich finde auch, dass die Familien gerade zu kurz kommen. Aber die hier beschriebene Situation (man meldet sich spät zur Notbetreuung, die Kita ist dann voll und will die Plätze nicht teilen) scheint mir ein ziemlich spezielles Problem, das nicht repräsentativ ist. Die Kita scheint das ungeschickt und nicht ganz regelkonform zu managen. Kann man das nicht eher mit dem Kita-Träger oder der Gemeinde lösen, statt an den Ministerpräsidenten zu gehen? Den würde ich dich eher als Ansprechpartner für die grossen strukturellen Probleme sehen, die es gerade gibt.

    1. Mir ist das in Berlin auch passiert, dass wir als zwei systemrelevanten Eltern wochenlang, durch abwechselnde Nacht-und Wochenendarbeit Notbetreuungen vermeiden konnte. Irgendwann litt unsere Gesundheit so massiv, dass wir Betreuung nutzen mussten. Wir wurden erneut doppelt und dreifach geprüft, abgelehnt und mussten auch den Weg von ganz oben gehen. Schade.

      Ich habe solche und ähnliche Geschichten, z. B. bei Kindern mit Behinderungen, leider häufiger im Bekanntenkreis.

      Ich hoffe sehr, dass wir Einzelfälle sind. Bin mir da leider nicht sicher…

      1. Der Kita-Träger ist die Gemeinde und diese hat auch in anderen vorherigen Entscheidungen gezeigt, dass sie Dinge nicht ganz regelkonform entscheidet. Da wird eine Sturheit an den Tag gelegt, die mit normalem Menschenverstand nur bedingt nachzuvollziehen ist.

  7. Vielen Dank für deinen Brief. Ich habe „nur“ zwei Kinder und wünsche mir so sehr, dass sie schnellstmöglich wieder in den Kindergarten dürfen, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass in den meisten anderen Bundesländern wieder alle Kinder im Szenario B willkommen sind im Kindergarten. Das Land Niedersachsen hat es also schwer, eine weitere Schließung zu rechtfertigen.

  8. Dein Brief spricht mir aus dem Herzen.

    In NRW geht unser Kleinster zum Glück mittlerweile wieder in die Kita. Aber als bei den heute morgen „Ach so freudigen Öffnungsperspektiven“ die Perspektive für die Schüler der weiterführende Schule mal wieder komplett vergessen wurden hab ich mich im Homeoffice krank gemeldet und mich erstmal heulend ins Bett gelegt. Ich kann auch überhaupt nicht mehr und sehe leider auch keinen Sinn mehr in dem ganzen.

    Die Kinder tun mir am meisten leid, sie haben keine Lobby und keine wortstarken Verbände die sich fürs sie einsetzen und ununterbrochen laut verkünden wie wichtig sie sind.

    Vielleicht sollten wir Eltern nicht so leise für unsere Kinder bleiben. Ich habe eben erstmal Mails an das Schulministerium, das Familienministerium und den Ministerpräsidenten in NRW geschrieben. Die Adressen der jeweiligen Ministerien findet ihr im Internet! Vielleicht ist es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein aber wenn wir alle zusammen für unsere Kinder aufstehen hilft es vielleicht!

    Haltet durch, für eure Kinder seid ihr die Größten!

    1. Vielen Dank! Ich bin auch Mama von 5 Kindern (9,7,4,1,1), Juristin und arbeite halbtags im systemrelevanten Bereich. Ich habe jetzt einen ähnlichen Brief an diverse Landesschulämter, Politiker und Pressevertreter geschrieben.
      Ich bekomme jetzt mit, dass es tatsächlich schon unzählige Versuche gibt, etwas zu ändern, uns Eltern Gehör zu verschaffen. Ich frage mich, warum es trotzdem wenig bis gar nichts bringt?! Ich denke es liegt daran, dass wir keinen Druck ausüben können. Alles was wir bestreicken könnten würde am Ende doch wieder nur unserer Familie schaden. Und anscheinend geht ohne Druck leider gar nichts mehr.
      Allen Eltern wünsche ich gute Nerven für die kommenden Wochen.
      Viele Grüße, Sabrina

  9. ja ganz ehrlich, ich bin (noch! ab mai arbeite ich wieder und muss vorher lernen da ich dann 5 1/2 jahre aus dem beruf bin und mit kindern zuhause nicht lernen kann und nachts nichts in den kopf geht!) geht der große seit dieser woche und die kleine ab übernächster woche in den kindergarten. trotz dessen das ich noch in elternzeit bin. ich konnte einfach nicht mehr. der große ist 5, die kleine wird 3. und der große war in seinem leben 3x für 3 monate im kiga, ich hatte bisher also kaum entlastung. ich mag mir gar nicht vorstellen wie das ist währenddessen homeoffice oder homeschooling oder schichtarbeit immer so legen zu müssen damit alles abgedeckt ist. wann soll man das denn machen ?! und das so lange und ohne aussicht auf ein ende?! ich bin ja mit „nur“ betreuung von. zwei wilden kleinen komplett ausgelastet… da muss echt was passieren, sonst fährt sie hälfte vom land gehen die wand. weil alle im absoluten bornout landen.

    1. Ein herzliches Dankeschön für deine Worte. Egal wie viele Kinder, egal welches Alter die Kinder haben, egal welchen Job die Eltern haben, jegliche Grenzen sind erreicht.

  10. Liebe Alexandra!

    Vielen Dank, das ist toll geschrieben und ich kann alles, also wirklich alles, so mit unterschreiben. Aus Hamburg heraus, mit ’nur‘ vier Kindern von 6-10 Jahren, ebenfalls Zwillinge dabei und zwei berufstätige Eltern.

    Bei uns dürfen nur einige Klassen ab 15.3. in Wechselunterricht gehen, unser Sohn in der 5.Klasse Gymnasium ist dann 3 Monate durchgehend zu Hause ohne Perspektive auf reale Beschulung. Am 23.6. starten hier schon die Sommerferien.
    Er feiert nun ernsthaft seinen zweiten Geburtstag nächste Woche im Lockdown! Erst den 10. und nun auch den 11.Geburtstag!!

    Ich weiß tatsächlich langsam auch nicht mehr weiter und die Kinder tun mir unendlich leid. Nun darf ich Ihnen erklären, dass nicht nur Fußballer, Friseure und Bäcker wichtiger sind als sie, sondern auch Buchhändler und Gärtner.

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