Gastbeiträge

09/02/2017 - 12:00

Stadt-Mama Katharina

Nachtrag zum Hilferuf einer Dreifach-Mama

Ihr Lieben, gestern hat unsere Leserin Heike hier geschildert, wie erschöpft sie ist. Der Text hat für Aufregung gesorgt, viele von Euch haben sich wiedererkannt oder Heike Mut gemacht. Auf unserer Facebook-Seite musste Heikes Mann einige Kritik einstecken. "Der Typ ist ein Arschloch" hieß es da oder "Soll der Mann doch mal den ganzen Haushalt machen!" Heike hat die Diskussionen verfolgt und sich gestern nochmal bei uns gemeldet. Sie hätte den ersten Text in einer sehr emotionalen Situation geschrieben - und hätte nun das Bedürfnis, einiges genauer zu erklären - und auch ihren Mann etwas in Schutz zu nehmen: 

"Ich bin Heike. Mein Mann ist ein Arschloch. Ja - manchmal kommen mir auch solche Gedanken.

Reden wir Klartext über meine Situation: Ich habe drei wunderbare Kinder und einen wunderbaren Mann, aber ich fühle mich alleingelassen und hilflos. Hilflos, weil ich am Ende meiner Kräfte bin, weil nicht weiß, wie ich um Hilfe rufen soll, so dass mich jemand ernst nimmt.

Ich gehe arbeiten, 6 Stunden am Tag. Ich mache mit meinem Großen Hausaufgaben, ich fahre meine Kinder zum Sport, zu ihren Hobbys. Ich habe alles im Griff. Vor ein paar Wochen kam der Moment, an dem ich das Gefühl hatte, dass mir alles entgleitet. An dem ich mein Leben nicht mehr unter Kontrolle hatte.

Seit dem bin ich kraftlos und antriebslos. Es fällt mir schwer, morgens aufzustehen und arbeiten zu gehen. Ich möchte, nein ich kann, keine Hausarbeit mehr machen. Jeder Teller ist mir zu schwer, jedes Staubkorn zu groß. Es ist, als hätte jemand sämtliche Kraft aus mir gesaugt. Ich möchte schlafen, möchte ein Buch lesen, möchte einfach mal Zeit für mich. 

Und jetzt zu meinem Mann: Mein Mann bringt die Kinder täglich zum Kindergarten. Er arbeitet lange, kommt kurz vorm Abendessen nach Hause. Zweieinhalb Jahre hat er eine Weiterbildung gemacht. Zweieinhalb Jahre hatte er 2 x die Woche Unterricht, hatte noch einen Nebenjob, damit wir das Ganze finanzieren können. Am Ende, nach vielen Abenden, die er mit lernen verbrachte, hatte er nun endlich sein Zeugnis in der Hand.

Und nun, zwei Jahre später, sind wir am gleichen Punkt angekommen. Einmal im Monat ist er unterwegs auf Fortbildung. Jeden Abend sitzt er vor seinem PC und lernt. Finanziell haben wir noch nichts davon. Wir hoffen, dass unser Engagement bald gesehen wird und sich auszahlt.

Das Schlimmste jedoch ist, wir arbeiten uns als Familie auf. Ich bin die gestresste ausgezehrte Mutter, die mit allem überfordert zu sein schein. Er ist der gestresste Familienvater, der Abends geradenoch so heimkommt, um seinen Kindern „Gute Nacht“ zu sagen.

Wir sind komplett auf uns alleine gestellt, wir haben kaum Zeit für uns und wir schaffen es nicht einmal an unserem Hochzeitstag essen zu gehen.

Was ich mit all dem sagen möchte: Ja, mein Mann ist nicht perfekt. Manchmal ist er auch sehr unfair. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass er auch überfordert ist. Aber er ist kein schlechter Mensch, er gibt wahrscheinlich auch sein Bestes und hat wahrscheinlich auch einfach keine Kraft mehr. 

 Ich glaube, wir sind einfach beide am Rande der Belastbarkeit. Wir haben keine Unterstützung und nie eine Pause. Wir lieben unsere Kinder. Wir möchten keines davon her geben, aber manchmal bräuchten wir nur mal ein Stündchen für uns zwei...

Tags: Ehe, Belastung, Krise, Familie, Burn Out, Beziehung, Kinder, Job

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Kommentare

Christina — Do, 02/09/2017 - 12:56

Liebe Heike! Ich weiß ganz genau wie du dich fühlst! Ich bin Mutter einer wundervollen 19 Monaten alten Tochter und leide schon seit meiner Jugend an Depressionen. Seit der Schwangerschaft habe ich alles soweit im Griff, das ich keine Medikamente mehr benötige. Trotzdem habe ich, wie auch aktuell, immer wieder Phasen wo es mir genauso geht wie dir. Ich würde am liebsten den ganzen Tag im Bett oder auf der Couch liegen und meine ruhe haben! Da unsere Maus noch nicht in den Kindergarten geht ist das natürlich nicht machbar. Wir haben aber das Glück das sie sehr gerne bei ihren Omas und Opas ist und auch am Wochenende mal dort schläft. So traurig sich das anhört aber manchmal arbeite ich die ganze Woche über nur auf diesen Tag hin! Ich liebe mein Kind über alles aber ich denke auch eine Mutter hat das Recht auf Zeit für sich! Mein Mann arbeitet auch sehr viel! Und teilweise noch am Wochenende. So wie dein mann versucht er trotzdem sein möglichstes mich zu entlasten. Manchmal reicht es aber einfach nicht. Rede auf jeden Fall über deine Probleme!!! Mir hilft es manchmal einfach mich mal richtig "auszukotzen" über alles was mir Grad durch den Kopf geht! Mir gelingt es am besten bei Personen die nicht direkt betroffen sind. Falls du Interesse hast kannst du dich auch gerne bei mir melden. Schäme dich nicht für deine Probleme! Das ist keine Schande und wenn man offen damit umgeht gestehen manche Leute auch Probleme zu haben von denen du das nie gedacht hast! Du bist nicht alleine damit :-) Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute! Liebe Grüße Christina

Gast — Do, 02/09/2017 - 13:16

Liebe Heike, auch ich kann dich sowohl gestern als auch heute verstehen. Ich denke gerade wenn ihr beide euch so aufreibt wie du es beschreibst und ihr euch aktuell nicht gegenseitig stützen könnt, dann ist es umso wichtiger dass du Hilfe von außen dir sucht und bekommst. Welche Form davon dir hilft musst du wissen oder ausprobieren. Kannst, willst du Aufgaben abgeben und das ggfs auch bezahlen? Ich weiß es ist Mist bei so einer Überlastung noch Energie in suche und Recherche über Hilfsangebote zu machen, aber vielleicht gibt es ja eine Form von Familienberatung in deiner Gegend die dir dabei helfen können. Alles gute dir und deiner Familie.

Julia — Do, 02/09/2017 - 13:21

Weiterbildung schön ung gut, aber das macht der Mann für sich. Auch wenn es für ihn stressig ist und kein Geld bringt und er lernen "muss", hat er persönlich was davon. Es ist für seine Zukunft und ich würde sogar sagen, es ist eine Art Hobby. Klar, vielleicht verdient er danach mehr und die Familie profitiert davon, aber wäre Zeit mit der Familie nicht viel wertvoller? Kann er mit der Weuterbildung nicht auf etwas später verschieben, wenn die Kinder etwas größer sind? Dann suche Dir doch auch ein Hobby, das Dir Spaß macht. Wäre doch auch schön.

Sandra — Do, 02/09/2017 - 13:25

Eventuell müsste der Mann seine Karriere- und Weiterbildungspläne stoppen! Geld ist nicht alles und drei Kinder laufen halt nicht so mit... ALLE Teile der Familie müssen klare Prioritäten setzen! Gesundheit geht vor!

Joasia — Do, 02/09/2017 - 13:27

Nehmt eure Kraft zusammen und holt euch Hilfe. Es gab schon viele Tipps in den Kommentaren auf Facebook. Ruf gleich an zb hier https://www.muettergenesungswerk.de/startseite.html oder hier http://www.kur.org/ Beim letzteren war ich auf Borkum. Wartet nicht, legt gleich los. Viel Kraft und alles Liebe! Joasia

Joasia — Do, 02/09/2017 - 13:34

Und haltet zusammen als Paar und macht zusammen eine Kur. Und liebt euch und gönnt euch gegenseitig alles was euch gut tut! Ich mache eine berufsbegleitende Ausbildung mit nur einem Kind und VZ Ehemann. Ja es ist anstrengend (mit drei Kids sich4er noch mehr). Aber egal! Unsere Krise ist überstanden und ich bin so glücklich, dass wir machen wonach wir glücklich sind und mein Mann nicht gesagt hat, hör auf mit der Ausbildung. Danke bester Ehemann!!! Es ist JETZT schrecklich für euch. Aber es WIRD wieder gut und besser!!! Und das solltet ihr vor Augen haben. Tschakkkkkkaaaa! :)

Silke — Fr, 02/10/2017 - 12:42

Ach Joasia, eine Kur ist ja ganz schön und gut, um mal wieder "runter zu kommen"(wenn nicht wie dreiviertel der Kinder in meiner letzten Kur Magen-Darm haben)und sich zu sortieren. Aber kommt man nach Hause, wird einem doch der ganze Kram, der einem zu viel wurde, gleich wieder vor die Füße geschmissen. Sinnvoller wäre es wirklich, sich Hilfe von außen, auch psychologische, zu holen und sich vor allem als Paar, meinentwegen auch mit einem Mediator(auch oft Psychologen), zusammenzusetzen. Es besteht würde ich sagen dringend Gespräch-bzw.Vermittlungsbedarf, was die Vorstellungen über das Alltagsleben, aber auch die Zukunft, angeht. So geht es auf jeden Fall nicht weiter.

Anke — Do, 02/09/2017 - 13:37

Liebe Heike, ich bin mir sicher, dass jede Mama solche Phasen hat. Sollte diese aber über einen längeren Zeitraum anhalten, wie es bei dir gerade der Fall ist, würde ich dir empfehlen dir dringend Hilfe zu holen!!! Ein totaler Zusammenbruch hilft nämlich niemanden und auf diesen steuerst du gerade direkt zu. Also geh zum Arzt, lass dich krankschreiben und lass dir sagen, wo und welche Hilfe du dir holen kannst. LG Anke P.S.: auch wenn wir sie über alles lieben, sie alles für die Familie machen und wir sie immer an unsere Seite haben wolleb, wünschen wir sie manchmal auf den Mond - unsere Männer ;-)

Kathi — Do, 02/09/2017 - 14:56

Hallo, du schreibst, dass ihr niemanden habt, der helfen kann. Und da das Geld bei euch knapp zu sein scheint, kommt wohl weder ein Babysitter noch eine Putzkraft in Frage. Aber vielleicht gibt es bei euch ja nette Nachbarn, die als Ersatz-Großeltern einspringen können? Wo die Kinder einmal die Woche nachmittags sind oder am Wochenende mal einen Ausflug mit ihnen machen? Ich meine darüber gelesen zu haben, dass es dafür sogar Organisationen gibt. Ich wünsche euch viel Kraft.

katharina — Do, 02/09/2017 - 15:07

Liebe Heike, ich habe Dir bei Facebook unter einem Pseudonym geschrieben. Habe den Buchtrailer empfohlen. Ich verstehe Dich so sehr!!! Auch bei mir wurde in erster Linie meinen Mann angegriffen. Zu unrecht, da er beruflich kaum zu Hause ist. Und ja, dann ist er müde. Auch er ist an seiner Grenze. Ich vermute, dass du von Außen keine echte Unterstützung hast. Vielleicht warst bisher sogar Du diejenige, welche Andere immer Unterstützt hast. Du warst Ihr Halt. Umso mehr ist es für Dich und Dein Umfeld schwer, Deine Grenzen zu akzeptieren. Du bist nicht nur Mama,Ehefrau und Arbeitnehmerin. Nein Du bist ein Mensch, eine wertvolle Frau, die ganz normal gesund an Ihre Grenzen kommt. Ich verstehe Dich so gut.Für uns ist es doch offengestanden nicht möglich etwas in Ruhe zu machen. Diesen Text hier schreibe ich mit 3 Kinder. Zwei davon streiten und ich schlichte nebenher und der dritte Kind muss für die Schule lernen ;-)Das macht müde,aber auch glücklich. Nur wird von uns erwartet nur glücklich zu sein. Was tun wir Frauen uns da eigentlich an?! Also ein Vorschlag, da Du nun schon die 3 Mutter in einer Woche bist mit der ich über dieses Thema spreche. Der ich Mut machen möchte, dass es leichter wird. Lass uns eine Gruppe gründen. Eine Gruppe in der wir uns Mut machen, zuhören und aufbauen. Das ist es was fehlt. Zuspruch von Außen, ein "Du machst das gut, auch wenn Du mal nicht perfekt bist"Ein Du bist nicht alleine. Denn das bist Du nicht. Leider sind die wenigsten nur so stark wie Du und öffnen sich!Fühle Dich gedrückt.

sabrina — So, 02/12/2017 - 19:12

ich stimme absolut zu und wenn ihr eine Gruppe gründet, hey ich wäre gerne dabei! ich habe nur 2 Kinder im abstand von 2 Jahren und bin dermaßen am limit, ich kann nicht mehr. ich verstehe jedes einzelne wort und manchmal wünsch ich meinen freund auf den Mond . zusätzlich bin ich grad unter der Woche meistens mit den Kindern im Wohnheim wegen der uni , da ich ja sowieso alles alleine schmeißen muss. heute war wieder so ein kack tag, an dem der große einen seiner tollen brüllattacken hatte, mitten im Wohnheim, alle glotzen dich an statt mal zu fragen, hey kann ich helfen?? bitte ja, untereinander helfen!!!! und wenn ihr eine Gruppe macht, ladet ich bitte ein :)

katharina — Do, 02/09/2017 - 15:09

Das hat mir sehr geholfen https://www.youtube.com/watch?v=3zr34QJtCwY

Ela — Do, 02/09/2017 - 15:13

Liebe Heike, wenn Du erst mal nicht das große Rad drehen willst, kann man sich auch mit kleinen Dingen viel Luft verschaffen. Ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht, aber meine Kinder machen jetzt z. B. Hausaufgaben in der Nachschulbetreuung (bei mir ein riesiger Stressfaktor weniger) und ich habe die Nachmittagsaktivitäten auf ein Minimum reduziert. Klartext: jedes Kind darf sich eine Sache aussuchen, die es gerne machen möchte, mehr nicht. Damit haben wir im Moment 3 freie Nachmittage die Woche, an denen ich mir auch mal einen Moment für mich gönne, wenn die Kinder zu Hause oder draußen auf der Straße oder im Garten spielen. Was ich auf jeden Fall tun würde ist beim Arzt deinen Vitamin D Spiegel bestimmen lassen. Das Winterende ist die ZEit für Mangelerscheinungen, die sich unter anderem auch in Müdigkeit, Antriebslosigkeit und depressiven Verstimmungen zeigen können. Als Tipp für deinen Mann und dich: 5 Minuten In-den-Arm-nehm-Zeit jeden Abend, einfach nur festhalten, das macht vieles leichter. Liebe Grüße Ela

Meike — Do, 02/09/2017 - 15:23

Liebe Heike, für mich liest sich dein Beitrag in erster Linie als Hilferuf. Ich habe, vollkommen unabhängig von den Gründen, nicht den Eindruck, dass dein Mann oder Verwandtschaft dich momentan unterstützen können. Du hast wahrscheinlich schon vieles ausprobiert. Das kann ich nicht beurteilen. Daher hier ein paar Ideen. Wie gestern schon jemand anderes schrieb, kann dein Hausarzt dir bei deinen körperlichen und seelischen Baustellen sicherlich am besten helfen. Für Unterstützung im Alltag gibt es von diversen Anbietern sogenannte Familienpatenschaften. Die Details variieren je nach Familie, aber prinzipiell sind alle auf die Entlastung der Familie ausgelegt. Hier bei uns sind Caritas und der Sozialdienst katholischer Frauen sehr aktiv, wobei man nicht katholisch sein muss, um die Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wellcome ist deutschlandweit sehr aktiv. Darüber hinaus gibt es diverse Möglichkeiten in Bezug auf Beratungsstellen. Wenn du mehr wissen möchtest oder ich dir anderweitig helfen kann, frag ruhig. Es ist nicht einfach, sich Hilfe zu holen, zuzugeben, dass man Hilfe braucht. Jeder kommt irgendwann an den Punkt. Sei stolz auf dich, dass du diesen Schritt schon gemacht hast.

Maike — Do, 02/09/2017 - 15:50

Liebe Heike, ich las sowohl gestern als auch heute deinen Text. Auch ich kann vollkommen nachvollziehen wovon du schreibst. Ich suchte mir Hilfe beim Hausarzt (die medikamentösen Hilfsangebote schlug ich da damals noch stillend aus), suchte mir einen Psychologen (die mit Krankenkassenzulassung haben ewig lange Wartezeiten, aber ich hatte Glück eine finanzierbare Lösung privat zu finden), und zu guter letzt waren meine Söhne und ich auf MuKiKur. Alles in allem habe ich in dem Jahr sehr viel über mich selbst gelernt und wir haben einiges überdacht. So "gönne" ich mir inzwischen den Luxus 2Stunden in der Woche für den Grundputz eine Hilfe in Anspruch zu nehmen und alle zwei Wochen kommt für zwei Stunden ein Nachbarskind zum Kinderbespaßen. Finanziell ist das alles nicht zum Nulltarif zu haben, aber es geht mir so viel besser und trotz Arbeit, zwei Kindergartenkindern und Schwangerschaft geht es mir heute gut. Klar bin ich auch müde am Ende des Tages und wenn mein Mann wieder 6Tage/Wochen arbeitet auch richtig abgekämpft. Doch es ist nicht mehr diese bleierne hartnäckige Abgeschlagenheit. Ach so: insgesamt mache ich heute -zwei Jahre nach dem Tiefpunkt- viel mehr. Sogar Sport an zwei Abenden in der Woche. Unser System ist immer noch etwas anfällig -seit Anfang Dezember haben wir wieder brav alles mitgenommen, was an Krankheiten im KiGa zu haben war und die Vereinbarkeit von Familie + Beruf endet merklich wenn noch ein weiteres Faktor dazukommt. Ich hoffe, du findest hilfreiche Anregungen für dich in all den Rückmeldungen! Du bist wahrlich nicht allein.

Cäthe — Do, 02/09/2017 - 17:25

Ich versteh Dich gut. Komme auch oft in diese Situation irgendwas zwischen Depression und Burnout...man weiß nicht mehr ein noch aus und der größte Traum ist es geworden alleine zu sein, Zeit für sich zu haben und zu ruhen, neue Kraft zu tanken. Im Oktober war ich in Mutter-Kind-Kur, dort habe ich eine sehr liebe Familie kennengelernt, die dort zusammen Mutter, Vater & Kinder in Kur waren. Vielleicht wäre das das richtige für Euch, damit jeder zu sich findet, Ihr Entlastung habt und auch vielleicht wieder zu Euch findet. Sprich auf jeden Fall mal mit deinem Arzt, vielleicht findet Ihr da auch kurzfristiger eine Lösung. Kopf hoch!

Buitta — Do, 02/09/2017 - 19:39

Ich kenne Dich nicht. Nicht deine Kinder und auch nicht deinen Mann. Aber wenn das was Du schreibst nur annähernd wahr ist brauchst du dringend Hilfe. Und zwar ärztliche Hilfe. Burnout. Erschöpfungsdepression. Damit ist echt nicht zu Spaßen. Auch im Rahmen einer Verhaltenstherapie kannst Du Hilfe bekommen. Nicht dass Dein Verhalten jetzt schlecht oder falsch wäre! Du bist aktuell nur am Ende einer Sackgasse. Und mit Hilfe von außen findest du den Weg zurück finden und wirst auch sicher alle die anderen Abzweige und Wege sehen, die dein Leben und Alltag bietet!

Antje — Fr, 02/10/2017 - 09:40

Liebe Heike, was ich da lesen muss von euch tut mir sehr leid für euch als Familie. Für deine Kinder und für Dich und für deinen Mann ein bisschen. Warum habt ihr diesen Weg gewählt? Warum macht dein Mann diese Fortbildung? Sicherlich um mehr Geld für seine Liebsten zu verdienen. Aber der Preis dafür ist hoch. Ihr reibt euch beide auf. Ihr leidet sehr darunter. Und da bringe ich mal die Prioritäten ins Spiel. Unsere Situation ist folgende: auch ich gehen 6 Stunden täglich arbeiten, wir haben 2 schulpflichtige Kinder, mein Mann arbeitet ebenso. Allerdings arbeiten wir Beide Teilzeit. Wenn jetzt alle sagen, dass man sich das leisten können muss, dann sage ich, auch wir sind knapp mit dem Geld, aber die Zeit als Familie ist uns wichtiger. Und zwar so sehr, dass mein Mann jetzt ein Jobangebot ausgeschlagen hat, welches uns deutlich mehr Geld in unsere Familienkasse gespült hätte. Aber es hätte uns Zeit gekostet. Zeit als Familie. Die Teilzeitarbeit wäre für ihn nicht mehr möglich gewesen und er hätte 60 -70 Stunden Wochen gehabt. Ich bin so dankbar für diesen Mann, für seine/unsere Entscheidung für ZEIT. Das wichtigste Gut. Aber das muss jede Familie selbst entscheiden. Wir brauchen keine eigenes Haus, dicke Autos und dicke Urlaube. Wir brauchen uns. Gesund, fröhlich und für einander da. Ach so: wir haben auch keinerlei Unterstützung und Geld für Babysitter ist bei uns auch nicht drin. Trotzdem gehen wir nicht kaputt, reiben uns auf. Dafür bin ich unendlich dankbar. Alles Liebe für euch.

Barbara — Fr, 02/10/2017 - 10:31

Wie du schon an den vielen anderen Kommentaren gesehen hast, du bist nicht alleine. Auch ich kämpfe mich langsam aus einem Tief heraus. Was mir grad am Anfang geholfen hat: zum Hausarzt gehen, sich erstmal krankschreiben lassen und in dieser Zeit jeden Tag ganz alleine spazieren gehen. Das macht den Kopf ein wenig frei und lässt neue Gedanken zu: "Wie kann es weiter gehen? Wo kann ich mir weitere Hilfe suchen?" Und ganz wichtig "Was wünsche ICH mir?" und es dann mit dem Mann gemeinsam besprochen. Ich habe z.B. meine Stunden reduziert und mir auch therap. Hilfe gesucht. Was mir auch gut tut, grad abends vor dem Schlafen gehen, ist progressive Muskelentspannung z.B. hiermit: https://www.youtube.com/watch?v=JlbQUjJzO6o Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute!

Dorle — Fr, 02/10/2017 - 13:25

Liebe Heike, könnt ihr reduzieren? -Fortbildungen und Weiterbildungen laufen nicht weg und gemessen an der Lebensarbeitszeit bleibt da noch recht viel Raum dafür. Ich weiß nicht, wie der finanzielle Unterschied so wäre, aber eine zeitlang Totalstress und zwei Eltern am Rande des Wahnsinns für 200€ mehr im Monat wiegen sich nicht unbedingt auf. Mehr Geld wäre natürlich immer eine super Sache, aber die Bedingungen sind doch nicht ganz unwichtig. Jeder ist mal dran, mal mit mehr Arbeit/ Weiterbildung, mal mit mehr Zeit und so sehr dein Mann sich auch weiterbildet und fortbildet, du hältst ja trotzdem den Laden am Laufen. Bei vielen Fortbildungen kann man z.B. ein Senester pausieren, vielleicht geht das bei euch auch? Ich wünsch euch alles Gute!!

Chrissi — Sa, 02/11/2017 - 22:37

Liebe Heike. Mein Mann bringt die Kids morgens auch zum kiga und kommt abends erst um 9 nach hause. Er ist selbständig und immer höre ich dass er ja auch Geld verdienen muss. Ja auch ich denke oft mein Mann ist ein Arschloch und frage mich ob die Kids nicht mehr von ihm haben wenn wir uns trennen und wir Besuchszeiten einrichten. Er will im Job immer mehr, ist am Wochenende unterwegs...sogar an Ostern lässt er uns allein. Ich bin unendlich traurig komme aber mit meinen Argumenten nicht weiter und bin gedanklich noch nicht für ein Auseinandergehen bereit. Jetzt habe ich mir vorgenommen meine Wut ihm ggüber nicht mehr an den kindern auszulassen. Ich plane mein Leben seit einer gewissen Zeit ohne ihn frei nach dem Motto the less you care the happier you'll be. Wenn es auf Trennung hinausläuft dann ist es so. Wenn nicht umso besser vielleicht. Aber ich vergeude die Zeit nicht mehr damit immer zu fragen wann er nach hause kommt, ob er am Wochenende zuhause ist...ich schaue nicht mehr in seinen Kalender, habe selbst Urlaub mit den Kids allein geplant. Vielleicht kommt irgendwann eine Erkenntnis, und so ist es für mich die beste Art damit klar zu kommen. Es kommen wieder Zeiten da werde ich einknicken aber es lebt sich gerade ganz gut damit. So bin wenigstens Ich für meine Kinder ohne Hass und Wut da in der Hoffnung dass sie es irgendwann einmal zurückgeben und nicht ständig fragen wo der papa ist und dann noch sagen dass Mama immer doof ist. Fühl dich gedrückt. .❤

Lucy IMAN — Di, 06/12/2018 - 22:22

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Sie — So, 05/05/2019 - 22:20

Mir geht es grade genauso. Oder ... nein ... etwas anders. Ich habe ein Kind ... der Vater hat sich von uns getrennt. Lebt sein neues Leben in vollen Zügen. Kind ist nur vei mir. Ich fühle mich mit allem allein und überfordert. Kind hat Depressionen. Versuche ihn in einer Klinik unterzubringen. Kann selber nicht mehr.. Das nur so zu mir. Wenn ich lese was Du da schreibst, hmm Du entschuldigst Deinen Mann. Er muss arbeiten und die Fortbildung. Ich würde sofort tauschen. Mein Leben gegen das Männerleben. Er kann sich ausklinken - muss lernen. Als Frau muss man den ganzen Rest machen, auch wenn der Berg fast unüberwindbar ist. Männer machen sich das leicht. Junge Väter arbeiten aufeinmal länger wenn das Kleine zahnt. Ja ... so kann man unangenehmen Situationen entfliehen. So sehe ich das. Ich brauche keinen Mann (keinen Pflegefall) mehr in meinem Leben.

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