Zeigt her Eure Strategien für die schlechten Eltern-Tage!

trost

Oh mann, manchmal fühlen wir uns als Eltern ja so verdammt… allein. Obwohl wir uns dauernd beschweren, dass wir nicht mehr allein zur Toilette/Waschmaschine/Vorratskammer gehen dürfen, fühlen wir uns einsam. Weil unsere Kinder eben Kinder sind und nicht unsere Freunde. Keine Leute eben, die uns auch mal auf Augenhöhe sagen können, was sie an uns schätzen – und was nicht. Menschen, die sich einfühlen in unsere Situation.
Nun also einsam. Weil wir einfach abends nicht mehr so oft rauskönnen, nicht mehr stundenlang telefonieren. So wie damals halt und dann denken wir in schlechten Momenten: Au wei, die da draußen, die vergessen mich bestimmt bald. So einen Tag hatte ich gestern jedenfalls. Und ich hoffe, dass ich damit kein Einzelgänger bin, sondern dass mir gleich ganz viele andere Mütter und Väter bestätigen werden, dass solche Momente eben dazugehören. Und da wir uns in solchen Situationen so hilflos fühlen, möchte ich hier gern mal Eure Strategien kennenlernen.
Also los: Wie reagiert Ihr, wenn mal wieder eine Elternkrise über Euch herrollt, wenn Ihr Euch genervt und überfordert fühlt, allein sein wollt ohne dass jemand was von Euch will, Decke über´n Kopf und Ruhe… Und Euch gleichzeitig danach sehnt, mal wieder richtig von allen Freunden gleichzeitig in den Arm genommen zu werden, während Euch der Bauarbeiter an der Ecke ein „Scharfe Braut!“ hinterher pfeift. Eben in solchen Ich-bin-hässlich-keiner-mag-mich-mein-Zug-ist-sowieso-abgefahren-Momenten.
a) Ihr setzt die Kinder vor die Glotze und macht Euch einen riesen Kaffee mit Sprühsahne oben drauf.
b) Ihr schreibt mal richtig ins Tagebuch. Ungeschminkte Wahrheit und so.
c) Ihr fallt Eurem Partner in den Arm und heult und heult und heult, bis es Euch besser geht.
d) Ihr ruft am Abend die beste Freundin an und macht für den nächsten Tag ein Treffen aus.
e) Ihr geht Frust-Shoppen. Kauft Euch schöne Bücher für hoffentlich bald mal wieder mehr Ruhe.
f) Ihr geht an die Truhe mit den alten Liebesbriefen und schöpft aus den Schwärmereien vond damals neue Kraft.
g) Ihr beschließt, im neuen Jahr ein leeres Glas mit Aufschrift 2013 auf die Fensterbank zu stellen, in das Ihr immer mal wieder Zettelchen steckt, auf denen Ihr schöne Momente dokumentiert habt und holt das Glas in Depri-Momenten raus.
h) Ihr bloggt über Eure Situation 🙂
Habt Ihr noch mehr Ideen zur Stimmungs-Aufhellung? Oder erkennt Ihr Euch in einigen Punkten schon wieder? In welchen denn?
 

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2 Kommentare

  1. Du bist nicht allein
    Hallöchen, ich hatte seit Montag verschärfte Einzelhaft mit einem eigentich topfitten Kind das aber leider die Hand-Fuss-Mund-Krankheit hatte…. und das in der BESINNLICH STRESSIGEN Vorweihnachtszeit wo jeder Tag vor- und beplant war. Also ich kenne dieses Gefühl der Vereinsamung auch sehr gut, besonders aus der Anfangszeit (inzwischen ist er ja 5 Jahre alt). Mir half es auch immer RAUS zu gehen, Frische Luft und ein paar Leute und meistens hat das gut geholfen. Also shopping mit Kind in Lightversion auf den Markt oder hier in unserer kleinen Stadt, wo man schon bekannt ist. Die munterten mich immer auf. Oder eben Frust-Spontan-Käufe…. wie wärs beispielsweise mit etwas, wo du sonst immer gesagt hast, achneeeeee, lieber nicht! UND ganz wichtig: ausheulen bei MANN und MAMA und FREUNDIN. Spätestens nach dem dritten Mal kommt dir der Gedanke, dass es sooooo schlimm eigentlich gar nicht ist. UND: lach dich im Spiegel selber an, das hebt die Laune ungemein.
    Und merken: wir sind auch nur Menschen und keine Computer!!!!

  2. Ach Lisa…
    …ich nehme a) bis h) ;-)! Nee, im Ernst – gestern hatte ich auch genau so einen Tag, den man gar nichts haben will. Na ja, dann mache ich eben was Schönes mit den Kindern und backe Plätzchen, dachte ich mir. So in der Vorweihnachtszeit gar keine schlechte Idee. Leider fand die ganz Kleine das gar nicht toll und hat während des gesamten „Plätzchen-ausstechens“ gemeckert…die Große hatte dann, nachdem das erste Blech gebacken war, nichts Besseres zu tun als genau dieses Blech runter zu schmeissen, so dass alle Plätzchen in 1000 kleinen Stücken in der Küche verteilt waren…die Große am Heulen, die Kleine am Schreien, ich am Heulen – nee, besinnliche Weihnachtszeit stelle ich mir anders vor! Aber was soll’s, muss ja irgendwie weiter gehen und abnehmen kann einem das ja auch keiner. Will man ja auch eigentlich nicht. Also mir hilft tatsächlich darüber reden, schreiben, was auch immer, ein baldiges Treffen mit der besten Freundin für ABENDS AUSWÄRTS ausmachen, in akuten Notsituationen auch mal die Kinder vor dem Fernseher „parken“ oder ne Runde Frischluft für alle. Hauptsache die Situation erstmal auflösen, damit alle mal durchatmen können. In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten :-)!