Outing: Wie unterstütze ich mein Kind?

Mein Name ist Nina und ich habe die Vermutung, dass meine Tochter (fast 15) eher auf Mädchen als auf Jungs steht.

Wir hätten damit null Probleme, uns ist es völlig egal, wen unsere Kinder lieben, Hauptsache sie sind glücklich. Uns gegenüber hat sich unsere Tochter allerdings noch nicht geöffnet. Ich habe mal gelesen, dass man als Eltern warten soll, bis die Kinder den Mut haben sich zu öffnen.

Mich interessiert: Gibt es hier Eltern, deren Kinder sich schon geoutet haben? Und die uns Tipps geben können, was wir tun oder lassen können, damit ihr ein mögliches Outing leichter fällt? Danke!

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4 comments

  1. Meine Tochter hat sich an ihr Outing “ herangepirscht: die erste Frage war, ob ich es denn schlimmfämde, wenn sie bisexuell wäre?! Fand ich nicht. Ich erzählte ihr von sehr guten Freund☆innen und Verwandten, die homosexuel buw bisexuell sind.
    So kam etwas später ihr Outing, dass sie nur auf Mädchen stehe und , dass sie Non- binary ist. Was mir zugegeben schwerer fällt, dass sie nicht mehr mit ihrem Geburtsnamen genannt werden möchte und ihn als death-name bezeichnet.
    Ich habe eine Weile gebraucht, aber jetzt nenne ich sie so wie sie es sich wünscht. Denn letztlich will ich , dass es ihr gut geht. Ich liebe sie als Mensch so wie sie ist. Punkt.
    Und ich liebe es ihr einen Regenbogenkuchen oder ähnliches zu backen🙂🌈

  2. Ich finde das Schönste ist, dass man jeden Tag seines Lebens unfestgelegt ist! Jeder Tag ist potentiell ein völlig neuer Tag, auch in der Frage wo meine sexuelle Orientierung hingeht: festgelegt sein auf homo oder hetero passt doch gar nicht gut dazu, dass ein Mensch sich doch (auch weiter noch) entwickelt und verändert.
    Festlegen? Jetzt schon? Das tolle am Jugendlich sein ist doch zu experimentieren ohne dabei festzufahren. Das wünsche ich mir für Erwachsene auch.
    (Ich meine hier sicher nicht Promiskuität- sondern eher philosophisch, dass eine Zuschreibung uns unsere Freiheit (vorallem erstmal gedanklich) nicht raubt und uns nicht einengt in der jugendlichen Entfaltung)

  3. Moin, kann dir zwar nicht aus Elternerfahrungssicht antworten, nur aus Kindererfahrungssicht, aber zwei Dinge würde ich gern aufschreiben:
    Die eigene Wortwahl mal reflektieren, ob irgendwo deutlich oder subtil Menschen abgewertet werden, die nicht den klassischen Bildern entsprechen. (Will euch nichts unterstellen, aber in meiner Familie gab‘s eine selten deutliche, aber häufige subtile Abwertung von Mensch verschiedenster Art, die es schwer macht, sich selbst zu akzeptieren, wie man ist).
    Und das zweite ist, lass sie sich finden, elterliche Vermutungen müssen nicht stimmen, gleichsam formen sie das Kind mit und können zum Käfig werden.
    LG Anne

  4. Hallo,meine Tochter hat sich geoutet.Wir sind hier sehr offen damit umgegangen.
    Wir haben uns bemüht zuvermitteln,uns ist nicht wichtig wen Du liebst ,uns ist wichtig das Du glücklich wirst.
    Die kleinen Geschwister sind auch sehr offen und erklären tatsächlich auch mal in der Schule das z.B. schwul einfach nur blöd ist als Schimpfwort.
    Geahnt hatte ich es schon,ich habe mich entschieden zu warten , bis meine Tochter bereit war darüber zu sprechen.

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