Großeltern, die keine Lust auf die Enkel haben? Jetzt spricht eine Oma

Ihr Lieben, schon lange nicht mehr hat euch ein Artikel so beschäftigt wie der Bericht von Carla. Sie erzählte, dass ihre Schwiegereltern keine Lust haben, ihren Enkel zu sehen. Sie sprach nicht davon, dass sie die Großeltern dreimal die Woche als Babysitter braucht, sondern dass sie sich einfach alle paar Wochen mal sehen sollen, um eine Bindung aufbauen zu können. Über 230 Kommentare stehen unter dem Artikel. Es geht von: „Haaallloooo? Kannst du dich nicht alleine um dein Kind kümmern?“ bis hin zu Geschichten, die ähnlich traurig sind wie Carlas. Daraufhin hat sich auch Uta bei uns gemeldet. Sie hat drei Kinder und zwei Enkel und schildert uns ihre Sicht der Dinge.

Liebe Uta, auch du hast unsere Geschichte über die Großeltern gelesen, die keine Lust auf die Enkel haben. Du bist selbst Oma. Erzähl doch erstmal was über deine Familie.

Ich bin 54 Jahre alt und habe selber 3 Kinder 26, 28 und 31 Jahre, zwei Söhne und eine Tochter. Seit 2009 bin ich vom Vater der Kinder geschieden, wir verstehen uns aber noch sehr gut. Seit 2021 bin ich mit meiner Jugendliebe in zweiter Ehe sehr glücklich verheiratet. 2014 bin ich aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden, ich war Berufskraftfahrerin bei der Post.

Unsere Tochter machte uns 2016 zum ersten Mal und 2019 zum zweiten Mal zu Großeltern dabei. Ich war bei den Geburten dabei, hatte die Kinder als erstes im Arm, da es Kaiserschnitte waren. Ich kann nur sagen, dass ich vor Stolz geplatzt bin.

Wie ist heute dein Kontakt zu den Enkeln?

Meine Tochter arbeitet Vollzeit, weil sie alleinerziehend ist. Die große Enkeltochter nehme ich einmal die Woche mit, dann fahren wir reiten, danach kommt sie noch mit zu uns und wir basteln, malen oder kochen. Den Kleinen kann ich nur mitnehmen, wenn mein Mann auch da ist, weil ich gesundheitlich angeschlagen bin. Ich kann nicht mehr rennen und mich nicht gut backen. Es gibt auch noch die Urgroßeltern, die auch erst Mitte 70 sind und öfter mal einspringen, wenn meine Tochter was vor hat.

Du hast uns gesagt, dass du verstehst, wenn Großeltern nicht so viel Lust haben, ständig auf die Enkel aufzupassen. Erklär das mal. 

Nun, in der Regel sind Großeltern ja nicht mehr ganz so jung und haben einen anderen Tagesablauf. Oder sie arbeiten selbst noch und haben dann nur das Wochenende, um selbst wieder Kraft zu schöpfen. Würde ich da ständig die Enkel nehmen, hätten mein Mann und ich gar keine Zeit mehr für uns.

Dazu kommt, dass man ab einem gewissen Alter auch nicht mehr so viel im Voraus planen kann, weil man nicht weiß, wie es gesundheitlich an dem Tag geht.

Ich finde schon, dass junge Leute weniger Verständnis dafür haben, wenn die Alten nicht so können oder wollen. Ich kann das sagen, weil ich früher auch nicht so viel Verständnis dafür hatte.

Heißt das, dass die Eltern-Generation gar keine Erwartungen an die Großeltern haben darf/sollte?

Ja, bitte keine Erwartungen an die Großeltern stellen! Wenn ich Kinder in die Welt setze, bin ich in erster Linie für sie verantwortlich und nicht die Großeltern. Da kann man als Eltern auch kein Fass aufmachen und stinkig auf die Großeltern sein, weil diese keine Lust oder andere Pläne haben. Ich muss sagen: ich habe selbst genug Freunde und Pläne, ich sitze ja nicht nur gelangweilt auf der Couch und stricke und warte, bis meine Kinder anrufen…

Wie unterscheidet sich die Eltern-Generation heute von deiner Generation?

Ich sehe schon große Unterschiede. Die Eltern heute heulen zu schnell rum und beklagen sich so viel, dass sie nichts mehr vom Leben haben. Wir waren früher irgendwie zäher. Ich hab meine Kinder auf großgezogen ohne großartige Hilfe. Ab und zu hatten wir mal einen Babysitter, aber das wars auch.

Wie war das bei Dir, als du Mutter wurdest – hattest du keinerlei Unterstützung von deinen Eltern?

Doch. Mein drittes Kind kam zu früh auf die Welt und ich war sehr viele Wochen im Krankenhaus. Zu dieser Zeit hatte ich Hilfe von der Caritas, meiner Mutter und einer Freundin. Ohne diese Hilfe hätten wir echt ein Problem gehabt, die beiden größeren Kinder zu versorgen.

Hast du Erwartungen an deine Kinder, dass sie sich um dich kümmern, wenn es dir mal nicht mehr gut geht?

Nein, ich habe keine Erwartungen an meine Kinder. Meine Kinder führen ein eigenes Leben und haben genug mit sich selber zu tun. Ich freue mich, wenn sie mich besuchen oder schreiben oder mich anrufen. Ich würde mir wünschen, dass das auch im Alter so bleibt – aber ich erwarte es nicht. Deshalb ist es wichtig, jetzt schon seine sozialen Kontakte zu pflegen, damit man im Alter nicht vereinsamt.

Was möchtest du zu dem Thema noch sagen?

Es ist mir wichtig zu sagen, dass ich meine Familie sehr liebe und dass ich immer meine vollste Überstützung gebe, wenn Not ist oder wenn es um große Entscheidungen geht. ABER ich lasse mir mein Leben nicht von den Kindern und Enkeln diktieren oder terminieren. Ich habe noch ein eigenes, aktives Leben, das ich gerne leben möchte.

Ich würde mir wünschen, dass die jüngeren Leute sich mal klar machen, dass ihre eigenen Eltern das alles schon hinter sich haben. Sie haben bereits Kinder großgezogen, sich immer gekümmert – und jetzt wollen sie sich wieder mehr um sich selbst kümmern. Ja, wir sind natürlich Eltern und Großeltern, aber wir sind keine Geiseln der Familie und verpflichtet, die Aufgaben der Eltern mit zu übernehmen.

Wenn man eine Familie gründet, sollte man sich klar sein, was das bedeutet. Die eigenen Eltern sind ganz sicher da, wenn es wirklich mal schwere Situationen gibt, aber für Kino, Ausgehen und so weiter: Besorgt euch einen Babysitter!


Symbolfoto: Pixabay

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168 comments

  1. Ich find das so schade… man merkt hier, wie Familie verloren geht und nur ein Ich Ich Ich übrig bleibt.

    Wenn man mal davon absieht, wie anders die Belastungen heute sind…
    Heute muss Frau alles sein: Arbeitnehmerin (denn wie früher ein Einkommen, das geht nicht mehr), tolle Mutter, hübsche fähige Gattin, fröhliche Freundin, usw. Und die Großeltern, deren Mamas und Omas immer für sie da waren, die selbst finanziell zuhause bleiben konnten, die haben keinen Bock auf Familie, keinen Bock den überarbeiteten Töchtern und Schwiegertöchtern zu helfen und noch viel viel schlimmer: keinen Bock Geborgenheit an ihre Enkel zu vermitteln, gemeinsam Fanilie zu sein.

    Meine Oma war noch so ein echter Familienmensch, wir Enkel waren immer Willkommen, später die Urenkel ihre große Freude, wie gern hätte sie mich unterstützt und sie ab und an betreut, wenn es ihre Kräfte erlaubt hätten, denn Familie und Kinder, das war ihr Glück im Leben.

    Die Woche hat 7 Tage und hier verliert eine Frührentnerin wertvolle Lebenszeit, wenn sie sich regelmäßig um ihre Enkel kümmert?

    Eine traurige Welt in der Familie und Kinder als jammernde belastende Einschränkung gesehen werden.
    Es sollte eine Freude sein, kein „ich hab meinen Teil gemacht und bin fertig mit Familie und Kindern“. Das ist doch kein Punkt auf einer to-do-Liste, das sollte doch eine Herzensangelegenheit sein.

    Aber so ist das mit der Egozentrik, da sieht man nur sein akutes Bedürfnis. Bloß keine Verpflichtungen, bloß keine Verantwortung, bloß keine Zusagen machen auf die man dann vielleicht keinen Bock mehr hat.

  2. Viele Meinungen verschiedene Ansichten. Ich finde das normal jeder sollte für sich selbst entscheiden wie er damit umgeht.ich bin 59 Jahre alt habe 2 Söhne und einen Enkel namens Jaden 9 Jahre alt. Ich bin stolz auf ihn. Mein Sohn ist alleinerziehend. Wir kümmerten uns die Jahre vorher schon viel um unseren Enkel da das Jugendamt Jahre eine Rolle gespielt hatte .Zum Glück wohnt er nur 2 Etagen über uns. Es gibt auch Regeln die er einhalten muß und das weiß er auch. Und Diskussionen die er nicht hören will gehören genauso dazu wie lachen und Blödsinn machen. Manchmal sehen wir uns ne ganze Woche nicht. Das ist auch ok so .Dann klingelt es an der Tür da steht er da fragt was und geht wieder. Dann sind wieder 2 oder 3 Tage hintereinander wo er bei uns ist . Es ist also ganz unterschiedlich und meiner Meinung nach richtig so .Jeder braucht seine Freiräume und Ruhe voneinander ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Ich habe auch loslassen lernen müssen. Es war nicht einfach. Und trotzdem war es eine sehr tolle Erfahrung bis jetzt.

    1. Hallo,genau der Meinung bin ich auch,als Großeltern hat man seine eigenen Kinder aufgezogen und jetzt soll man das gleiche bei den Enkelkinder machen und das geht gar nicht,dafür sind die Eltern da. Und man muss nicht ganztags arbeiten es geht auch teilzeit. Oder man braucht keine Kinder. Die junge Generation macht sich das Leben eh ziemlich einfach bei der Erziehung. Ich stoße öfter mit meiner Meinung alleine da aber das ist mir mittlerweile egal.

      1. Also ich habe 2 Kinder und ich erwarte ganz und gar nicht, dass die Großeltern Erziehungsarbeit leisten. Ich erwarte auch nicht, dass die Großeltern immer gleich parat stehen. Aber ich hätte mich für meine Kinder gefreut, wenn sie eine gute/normale Beziehung /Bindung zu den Großeltern aufbauen hätten können. Dieser Zug ist zumindest beim Großen (6) schon abgefahren. Gerade war wieder ein Geburtstag und er hat sich ganz viel an mich gekuschelt, weil für ihn Zeit bei den Großeltern so anstrengend ist. Er spürt, dass die Großeltern am liebsten 2 dressierte Äffchen hätten, er leise sein soll etc. Er darf dort nicht Kind sein und er ist jetzt echt kein Kind, dass besonders wild ist! Gleichzeitig ist jedes Fußballspiel, jede Wahl wichtiger als Geburtstage der Enkel. Da wird auch gerne mal früher von extrem seltenen Ausflügen gegangen. Wir sehen uns eh fast nur zu Geburtstagen und Feiertagen. Mehr will ich den Kindern und den Großeltern nicht zumuten.
        Eigentlich habe ich ein normales/gutes Verhältnis zu den Schwiegereltern, aber was da mit den Enkeln abläuft, finde ich gar nicht gut. Für mich heißt das, dass ich mich auch nicht sonderlich einbringen werde, wenn sie mal Hilfe brauchen. Und ich werde die Kinder später auch nicht zu ihren Geburtstagen anschleppen, wenn die Kinder etwas anderes mit Freunden machen wollen. Beziehungen müssen eben wachsen und gepflegt werden. Wenn man das nicht tut, muss man eben auch mit den Konsequenzen leben.

  3. Ich habe mir beide Artikel durchgelesen, den von Carla und Uta. Natürlich macht jeder seine eigenen Erfahrungen und man hört in diesen Berichten immer nur eine Seite.
    Ich habe selbst 3 Kinder (16, 10, 5 Jahre) und die Großeltern wohnen jeweils in Abstand von ½ Autostunde von uns entfernt.
    Ohne Kinder war das Verhältnis zu beiden Elternpaaren ungefähr gleich.
    Als enthusiastischer Mensch habe ich viel organisiert, Ausflüge, gebacken usw. Es war eine schöne Zeit.
    Mein Mann und ich kennen uns schon lange und haben uns deshalb früh für Kinder entschieden. Das heißt aber auch beide Großelternpaare mussten mindestens noch 15 Jahre arbeiten.
    Das war kein Problem. Der Anfang unserer Elternschaft war holprig. Die Erwartungen Aller, das kleine Würmchen zu sehen war groß und da habe ich bereits gemerkt, ich bin eher die Glucke.
    Meine Einstellung wurde, dass ich so wenig Hilfe wie möglich möchte, nur wenn es nicht anders geht. Ich habe keineswegs die Enkel-Großeltern-Beziehung unterbinden wollen. Aber um diese Bindung aufzubauen, müssen die Großeltern sich eben selbst bemühen und den Freiraum lassen wir ihnen.
    Am Anfang unserer Elternschaft musste ich erstmal selbst in die Rolle reinwachsen.
    Nach etlichen Jahren kann ich nun sagen, dass größte Problem dabei ist die Wahrnehmung für die Kinder.
    Wenn ich meine Kindheit so reflektiere und die war auf alle Fälle nicht schlecht, stelle ich fest, dass wir mehr auf die Kinder fokussiert sind. Ich rede nicht von Helikoptereltern.
    Viele Menschen in meinem Umfeld leben bewusster mit den Kindern, verabreden sich am Wochenende mit Freunden auf dem Spielplatz, besuchen sich zu Hause und fahren gemeinsam in den Urlaub. Sie verbringen viel Freizeit mit den Kindern. Das raubt natürlich Zeit für die Großeltern. Unsere Elterngeneration war eher dafür bekannt, durch harte Arbeit einen Wohlstand zu erreichen.
    Meine Großeltern hatten sich bewusst Zeit genommen, die meine Eltern gar nicht wirklich hatten.
    Jetzt ist es also bei unseren jetzigen Großeltern so, dass sie den Lohn der harten Arbeit auch genießen wollen und das sei ihnen auf alle Fälle gegönnt.
    In meinem Freundeskreis überengagieren sich die Großeltern oder eben gar nicht.
    Die Aspekte von Alter oder Krankheit spielen eine wichtige Rolle aber und das darf man keineswegs unterschätzen auch Egoismus. Das ist kein Vorwurf jeder soll sein Leben gestalten wie er will.
    Ich benötige keine Hilfe und brauch auch keine. Ich muss mein Leben alleine organisieren und habe mich für die Kinder entschieden. Wenn es hart auf hart kommt, kann ich auch mal Freunde fragen und umgedreht ist es genauso.
    Wenn man sich also um seine Enkel kümmern möchte, muss man natürlich ein Stück weit ein Teil von seinem Leben aufgeben und bindet viel Zeit ans Bein.
    Die Zeit in denen die Kinder klein sind und wir den Weg intensiv gemeinsam gehen ist sooo kurz. Es ist für mich eher unverständlich, dass nicht zu wollen. Woher kommt da das fehlende Interesse? Ich habe Kinder großgezogen und will das nicht nochmal machen. Soll man ja auch gar nicht. Niemand spricht von 24/7.
    Meine Mutter opfert sich da wirklich auf. Sie muss ich des öfteren ein Stück weit sogar bremsen, weil ich schon der Meinung bin, dass sie auch mal Erholung braucht.
    Meine Schwiegereltern führen ihr eigenes Leben, mit Freunden und Unternehmungen.
    Jetzt kann sich jeder ausrechnen, wie das Verhältnis zu meinen Schwiegereltern ist.
    Ich sag immer Leben und leben lassen. Ich habe keine Erwartungen aber ich möchte dann auch das an mich keine Erwartungen gestellt werden. Und dies wird jetzt leider im Alter immer schwieriger.
    Generationen verändern sich aber andere Länder zeigen noch einen Familienzusammenhalt. Der finde ich, bei uns doch sehr verloren geht. Kümmere ich mich nicht um die nächste Generation, kümmern sie sich auch nicht um mich. Das hat etwas mit Gegenseitigkeit und Respekt zu tun.
    Das Argument, die jungen Leute wollen nur ihre Ruhe ist hinfällig. Jede Zeit hat ihre Probleme und wer das verleugnet ist borniert.
    „Gehe hundert Schritte in den Schuhen eines anderen, wenn du ihn verstehen willst.“
    Nach Jahren hätte ich vielleicht mehr kommunizieren sollen, denn jetzt ist da ganz schön der Wurm drin und Kommunikation kann die meisten Unstimmigkeiten lösen.

  4. Hi. Warum werden Eltern so heftig, wenn die eigenen Eltern oder Schwiegereltern nicht „mitarbeiten“ wollen in der Kinderbetreuung?

    Meine Eltern bzw. die Eltern meines Mannes sind zu nichts verpflichtet. Wir haben unsere Kinderbetreuung gut durchdacht: Wir als Eltern, Tages Mutter, Kita, Ganztags Betreuung der Schule plus ein Netzwerk von Babysittern/Kinderbetreuer.

    Die Omas und Opas können die Enkel sehen, sie besuchen, von den Kindern besucht werden, wenn sie mögen und es passt.
    Aber für die Arbeit der Betreuung müssen sie nicht herhalten.
    Der Großelterngeneration gönnen wir ihre Golf-und Tennisstunden, ihre Urlaube, ihr Senior Unistudium usw.
    Sie haben uns groß gezogen und jetzt ziehen wir unsere Kinder groß.
    Wir sind eine Familie, keine Arbeitsgemeinschaft mit Pflichtstunden.

    1. Das ist auch meine Meinung, Familie sollte nicht einfach automatisch Verpflichtung und Abhängigkeit bedeuten. Ich sehe das bei meiner Schwägerin und ihrem Mann. Sie wurden vor einem Jahr pensioniert und hüten jetzt fast täglich drei Kinder zwischen zwei und sieben Jahren, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen sind. Und sie wagen es nicht, auch einmal nein zu sagen mit der Begründung, dass man sich in der Familie eben gegenseitig hilft. Ich denke, es ist oft einfach bequemer sich von seinen Verwandten helfen zu lassen, als selbst etwas zu organisieren und dann eventuell dafür noch zahlen zu müssen.

    2. Sie ziehen ein Fazit, das genau dem meinem entspricht. Ich habe meinem Bruder u. Schwägerin damals die Frage:“Warum habt ihr eigentlich Kinder?“ Meine Eltern nahmen die Erstgeborene mit 0.5 Jahren mit zu ihrer Winterresidenz in Spanien und dort war sie Monate. Das zweite Kind versuchte man auch bei meinen Eltern unterzubringen , nur war der junge Mann etwas zeitaufwendiger und meine Eltern waren mit zwei Kindern unter 4 Jahren einfach überfordert. Die Erstgeborene war, wenn nicht bei meinen Eltern, so doch bei uns 150 km vom Elternhaus entfernt. Ich nahm sie überall mit hin und ihre Unterbringung, Falle von Terminüberschneidung, wurde durch einen Babysitter gedeckt. Irgendwann hatte ich die Schn***e voll, daß wir unsere Leben umorganisierten und mein Bruder und seine Frau, wie Menschen ohne Verpflichtungen (Reisen, Essen gehen, etc.) nachgingen und wir für alles und jeden aufkamen nur die Erzeuger nicht.
      Wir lieben unsere Nichte und unseren Neffen, nur beobachteten wir auch die Entfremdung der Kinder von ihren Eltern. Sie würden dann hervor geholt, wenn man mit ihnen angeben könnten. Sie gingen von klein auf bei ihren Großeltern und uns überall mit hin, d. h. Reisen, Restaurant, etc.! Warum dann nicht bei ihren Eltern?
      Die Antwort meines Bruders war damals:“ Weil sie dazu gehörten!“ Meine Augenbrauen hoben ab und er erklärte mir, daß wir die Arbeit mit den Kindern ja freiwillig gemacht haben und nicht gezwungen würden und wenn es uns nicht passt, er könnte auch anders. Wie andere er kann hatte er dann gezeigt,nachdem mir eine Zurechtweisung über die Lippen kam. Die Großeltern, so auch wir haben ihm und ihr nicht mehr gedient, ergo bekamen wir die Kinder seit Jahren nur heimlich zu sehen. Sie hatten uns entdeckt auf Schulwegen und beim Einkauf. Es gibt Stunden der Tränen auf beiden Seiten, leider. Wenn jemand die Großeltern oder Tante/Onkel als Gebrauchsutensilien benutzt, damit einem das Leben leicht gemacht wird, ist auch ein Thema, warum manche Großeltern eventuell keine Lust auf ihre Enkel??? oder viel mehr auf deren Erzeuger haben.

      1. Ich werde erst in ein paar Wochen zum ersten mal Oma und ich bin ein bisschen verunsichert . Als Mutter 2er Söhne möchte ich ihnen den Freiraum doch geben das nicht immer ihre Mutter dasteht und Anweisungen gibt . Um so mehr man sich sieht umso mehr mischt man sich auch ein denke ich . Weil man eben so viel von deren Leben mitbekommt . Ich bin selbst noch die nächsten 15 Jahre berufstätig in Schicht. Geschieden bin ich auch und mein Ehemann hat eine neue Frau geheiratet . Nach meinem Gefühl fühlen sich meine Schwiegertöchter in spe bei dem Ex und seiner Frau wohler oder es ist vielleicht lustiger als bei uns . Ich weiß es nicht so genau. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon unsicher wie ich mich dann verhalten soll .Da ich eher so der introvertiert Typ bin und mich nicht so gerne jemanden aufdrängen möchte . Ich hab echt keinen Plan wie das von statten gehen soll. Das ganze hat aber bei weitem nichts mit dessinteresse zu tun . Auch Großeltern oder Eltern können verunsichert sein mit den Erwachsenen Kindern und deren Partnern umzugehen.

  5. Ein spannendes Thema, sehr unterschiedlich zu betrachten. Ich wurde als Kind sehr sehr viel bei meiner Oma „abgegeben“. Ich war nicht “gewünscht“, meine Mutter wurde zufällig schwanger und ich habe (bis ich knapp 16 war) sämtliche Schulferien und auch alle Zeit dazwischen bei den Großeltern verbracht. Meine Mutter hatte ihr eigenes aktives Leben, sie war noch eben sehr jung.
    Ich selbst bin spät Mutter geworden und meine Mutter hat kein Interesse am Enkelkind. Sie lebt ihr eigenes Leben. Ich dachte immer, dass sie aufgrund ihres nun gesetzteren Alters ruhiger geworden ist und somit mehr Interesse am Enkelkind und ihrer Rolle als Oma zeigt, aber sie ist kein Familienmensch. Sowas kann man nur hinnehmen, wie es ist. Keiner macht sich selbst, auch meine Mutter nicht. Es redet auch keiner davon, dass die Großeltern bei Zeugung bereits als Babysitter eingeplant werden, es geht einfach um nicht vorhandenes Interesse. Sowas gibt es. Babysitter haben wir, zwei sogar, das ist auch nicht der Punkt. Wir schaffen das Kümmern und Erziehen allein, es wäre trotzdem schön, wenn die Enkelin Oma und Opa hätte, die sich auch an ihr freuen könnten. Die Eltern meines Mannes sind bereits verstorben.
    So ist es nun mal.

    1. Danke, das ist auch meine Einstellung. Habe selbst 5 Kinder großgezogen und inzwischen sind 7 Enkel vorhanden zwischen 5 und 19 Jahren. Ich bin 73 Jahre alt und noch 2 Tage in der Woche berufstätig. Als Omi springe ich im Notfall gern mal ein, aber ich möchte keine festen Verpflichtungen als Dauer-Babysitter mehr eingehen.

  6. Liebe Karin, toll, dass du dich so schön kümmerst und regelmäßig am Alltag deiner Enkelin teilhaben kannst. Wäre es nicht denkbar für dich, den anderen Großeltern diese Wochenenden von Herzen zu gönnen?

    Wir haben es ähnlich – eine Großmutter vor Ort, die die „Sahnehaube“ in unserem Familienalltag ist und regelmäßig schöne Dinge mit den Kindern unternimmt. Und die Großeltern, die wegen langer Anreise immer für 1 Woche bleiben, die dafür besonders intensiv genutzt wird. Unsere Kinder lieben beide Großeltern-Seiten von Herzen.

    1. Hallo, habe hier viele Kommentare gelesen und kann viele nicht nachvollziehen. Ich selber habe leider die einen Großeltern kaum kennen lernen können, da sie so früh verstarben. Die Eltern meines Vaters habe ich kennen gelernt, leider war mein Opa krank aus dem Krieg heim gekehrt und verstarb auch früh, da war ich gerade mal 9 Jahre alt. Meine Oma war mit krankem Mann und dann acht Enkeln gut ausgelastet, aber zu allen wichtigen Tagen da. Ich habe auch etliche Ferien gemeinsam mit meinen Cousinen oder Cousins bei ihr verbracht. Sie war keine liebevoll verwöhnende Oma, das Leben hat sie etwas hart werden lassen, dennoch wollte sie Anteil an und Enkeln. Ich habe sie als Erwachsene auch gerne besucht. Bin sogar während meiner Ausbildung in ihrer Stadt teilweise täglich zu ihr. Auch mit meinen Kindern habe ich sie noch oft besucht. Meine Eltern und Schwiegereltern sind tolle Großeltern, sie haben unsere Kinder gerne um sich, besuchen uns oft, laden uns ein, wir Unternehmen viel gemeinsam. Unsere Kinder verbringen in jeden Ferien Zeit mit ihnen. Im Alltag wohnen wir jeweils 2 Stunden entfernt, das macht es da nicht immer möglich. Wir fahren mit beiden Großeltern auch in den Urlaub. Jetzt verstarb meine Mutti ganz plötzlich und da ist es ein großer Trost, dass wir als Familien zusammen halten. Ich wüsste nicht, wie wir sonst die letzten Monate überstanden hätten. Die Kinder vermissen die Oma, ich meine Mama und sogar mein Sohn die Schwiegermutter. Mein Papagei vermisst seine Frau. Das kann man nur zusammen aushalten. Wir sind auch gerade mit meinem Vati im Skiurlaub, es ist so schön, dass wir ihn noch haben. Auch meine Schwiegereltern sind ganz betroffen vom plötzlichen Tod meiner Mutti, da ist keine Eifersucht auf die Zeit, die wir mit meinem Vati verbringen, im Gegenteil sie unterstützen uns und sind auch für ihn da. Ich bin sehr dankbar dass wir eine so tragende Familie haben.

    2. Also mein Mann und ich sind auch 3fache Großeltern und Happy darüber. Unsere große Enkelin sehen wir leider nie, weil die Mutter den Kontakt zu ihrem leiblichen Vater nicht möchte. Diese Gründe kann und möchte ich hier nicht näher kommentieren.
      Aber unsere anderen beiden Enkel sehen wir sehr oft. Wir haben sogar feste Tage, an denen sie zu uns kommen. Da es aus beruflichen Gründen von unserem Sohn und Schwiegeetochter nicht anders geht. 1 Tag in der Woche holen wir unsere beiden Enkelkinder ab und an einem anderen Tag die Urgroßeltern. Wenn denn Mama und Papa mal einen Termin haben, wo sie alle beide hin müssen, sind wir ganz froh wenn sie denn auch nochmal zusätzlich bei uns sind und die beiden freuen sich auch bei uns zu sein. Die größere von beiden kam eine Zeit lang fast jedes oder jedes 2. Wochenende zu uns zum schlafen. Da haben wir immer sehr viel Spaß miteinander gehabt. Inzwischen möchte sie nicht mehr so oft bei uns schlafen. Wir überlassen ihr die Entscheidung ob oder ob sie nicht zum schlafen kommen möchte. Wir sind beide gesundheitlich auch sehr angeschlagen, aber unsere beiden Enkelkinder stehen soweit es uns möglich ist stets an erster Stelle. Das Wissen unser Sohn und seine Frau natürlich genauso wie unsere beiden Enkelkinder. Wir haben alle dabei immer sehr viel Spaß miteinander. Wir lachen viel, gehen Enten füttern oder blödeln manchmal auch einfach nur herum.

      1. Hallo. Das Thema hatten wir am Anfang auch. Die Mutter wollte das wir keinen Kontakt haben sollen . Das tat sehr weh. Ich wollte mich aber damit nicht abfinden und suchte mir einen Anwalt für Familienrecht. Sie sagte eindeutig „auch Großeltern haben Anspruch die Enkel zu sehen“. Es ist dann bei uns Gott sei Dank anders gekommen das Kind wurde der Mutter weggenommen , sonst hätte ich mir das Recht eingeklagt

  7. Liebe Conny,
    dein Kommentar habe ich mit Aufmerksamkeit gelesen und war tief berührt! Unser beider Biografien ähneln sich sehr! Bin Oma von 6 Enkeln….habe bis zu deinem Kommentar alle gelesen! Du hast es auf eine sehr natürliche, leicht verständliche Sprache geschafft alle Für und Wider Kommentare auf einen Nenner zu bringen. Dein Kommentar bringt hier wissenschaftliche Studien psychologischer Fachgebiete auf einen Punkt oder vielleicht auf neue Sichtweisen (ich bin keine Psychologin) Allein unsere Lebenserfahrung und damit entwickelte Empathie lässt uns diese Worte sprechen!
    Kleine Ergänzung an dieser Stelle zu einem Kommentar: Im Osten hatten es wir als junge Mütter um Einiges einfacher!! Krippe, Kindergarten waren selbstverständlich, Alleinerziehende wurde unterstützt, bis hin zum Frauensonderstudium, nach 8 Stunden Arbeit konnten wir uns auf Haushalt und Kinder konzentrieren ohne: Steuerbüro, Bürgeramt (für irgendwelchen notwendigen Anträge), die Lehrer kamen zum Elterngespräch nach Hause…
    Wenn ich heute die Pinnwand unserer Kinder ansehe, ist es erstaunlich woran sie bei beidseitigen Berufstätigkeit so denken müssen, wenn inzwischen Grundschüler zu behüten und erzogen werden müssen….WIR HATTEN ES EINFACHER!
    Insofern verstehe ich, wenn so manch junges Elternpaar an Grenzen kommt!

    1. Das ist echt eine spannende Diskussion hier.

      Ich denke, die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte. Wenn Großeltern fit sind und Zeit haben, ist das doch meist für alle Beteiligten prima, wenn es eine gute Beziehung zwischen allen drei Generationen gibt. Inklusive ab und zu Großeltern – Babysitting, damit die Eltern frei haben.

      Und ja, ich bin der Meinung, dass Eltern von heute doch schon ne Menge zu tun haben und belastet sind. Der „Mental Load“ ist größer. Beide arbeiten meist. Aktuelles Beispiel aus der heutigen Woche, an was wir (nur bezüglich Kita und Schule) zu denken haben:

      Situation bei uns : zwei Kinder (Kita und Schule, beide 80% Berufstätig, ich mit Dienstreisen wöchentlich inklusive Übernachtung, Großeltern mehr als 300km weit weg)

      Kind klein: Notbetreuung Kita diese Woche wegen Corona: mit Mann absprechen, wer wann jeden Tag das Kind betreuen kann. Ich regel von der Ferne (Dienstreise), dass Kind klein am Dienstag und Donnerstag lang bleibt, am Mittwoch von einer befreundeten Mutter abgeholt wird. Montag hole ich dafür ihr Kind ab und versuche, mit zwei Mädels zu Hause, zu arbeiten, obwohl zwei Stunden später das Taxi zum Flieger vor der Tür steht. Freitag Fasching in der Kita:ah, die brauchen noch was für das Buffet. Was spenden wir? Absprache mit der Kita darüber. Terminanfrage von der Kita für ein Entwicklungsgespräch im Rahmen der kommenden Einschulung.

      Kind groß, Schule: bitte Wechselhose (Kind mit sonderpädagogiscben Förderbedarf), und auch Seife mitbringen (Kind reagiert allergisch auf Schulseife). Am Montag Medikamente für die ganze Woche mitgeben. Karneval am Montag. Mit Schulbegleitung abklären, wann und wie die Betreuung von unseren Sohn an diesem Tag läuft. Mit Schule soll ein Termin zum Hilfeplangespräch vereinbart werden.

      Ja, und das betrifft nur die Felder Kita und Schule.

      Unsere Großeltern spielen im Alltag keine Rolle. Aber meine Schwiegereltern (500km Anfahrt) übernehmen dieses Jahr für insgesamt drei Wochen die Kinderbetreung in den Ferien (verteilt über das ganze Jahr) Ich bin unendlich dankbar dafür. Die Großeltern und auch Kinder freuen sich total drauf. Diese Großeltern arbeiten nicht mehr, sind fit und haben ein sehr aktives Rentner – Leben mit zum Teil monatelangen Reisen, Konzerten in ganz Deutschland und anderen Sachen. Trotzdem haben sie die Enkelkinder gerne um sich und kümmern sich, wenn Not am Mann ist. Sofern es mit 500km dazwischen eben geht. Alles mit Planung monatelang im Vorraus und mit der Bereitschaft beider Parteien, 500km einfach zu fahren, um Kinder zu bringen oder zu holen.

      Meine Eltern wohnen zwar dichter (nur 300km),aber nehmen unsere Kinder nicht (höchstens ein WE, noch nie vorgekommen bis jetzt) . Meine Mutter arbeitet Vollzeit in Schichten und benötigt den Urlaub bitter um sich selbst zu erholen. Mein Vater ist gesundheitlich nicht in der Lage, sich um zwei kiezu kümmern. Trotzdem haben unsere Kinder eine gute Beziehung zu meinen Eltern. Meine Eltern besuchen uns ca zweimal im Jahr, wir fahren alle 6-8 Wochen zu meinen Eltern. Das klappt und ist für alle gut.

      Viele Grüße
      Stiefelkind

  8. Ich habe selbst vier Kinder zwischen 2 und 10 Jahren und quasi null Unterstützung. Mein Mann arbeitet idR 60 Stunde und ohne Corona 2-4 Tage pro Woche deutschlandweit beim Kunden. Selbst wenn die Hütte brennt, lassen sich die Großeltern (immerhin drei Omas und zwei Opas) nicht blicken. Weder im Wochenbett, noch, wenn bei den Kindern OPs anstanden oder ich schwanger mit einem Kapselriss am Sprunggelenk oder einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter ausgefallen bin und einfach keine Haushaltshilfe oder Familienpflege zu bekommen war. Natürlich sind die Gründe vielfältig. Ein Teil ist selbst gesundheitlich sehr angeschlagen, der Rest arbeitet noch und ist obendrein weit weg gezogen. Aber sie alle haben jahrelang selbst bereitwillig die Hilfe der eigenen Eltern bei der Kindererziehung in Anspruch genommen. Meine Großeltern haben z.B. mich und meinen Bruder immer von Sonntag abend bis Dienstag abend betreut, wenn meine Mutter 140km arbeiten war. Wir haben auch mindestens 4 Wochen in den Ferien pro Jahr bei Ihnen verbracht. Aber selbst eine Woche im Jahr bekommen unsere Eltern nun nicht hin. In der Regel sehen die Kinder sie zwischen 4h und 3 Tagen im ganzen Jahr. Meine Mutter als Älteste und obendrein gesundheitlich mit einer COPD sehr angeschlagene war vor Corona wenigstens einmal im Monat einen Nachmittag hier. Aber das wurde mit der Pandemie hinfällig. Alle anderen gehen lieber auf Motorrad- oder wochenlange Cabriotouren oder drei Mal im Jahr auf Fernreise als Zeit mit den Enkeln zu verbringen.

    Ich frage mich wie das in 10 oder 15 Jahren sein wird, wenn sie wirklich alt und gebrechlich sind und Hilfe brauchen. Glauben die dann allen Ernstes, dass meine Kinder sie versorgen und ihnen den Po abwischen wollen?!? Ich wohl eher nicht und ich sehe auch keinen Grund dafür. Und ganz ehrlich: ich kann dann ja auch 3 Tage im Jahr zum Kaffee vorbeikommen und ihnen so helfen, wie sie mir geholfen haben.

    1. Auch ich bin Oma und muß auch feststellen,das die eigenen Kinder so überfordert sind mit ihren Kindern. Es fängt schon an am Respekt und Durchhaltevermögen. Respekt der Kinder gegenüber Erwachsenen und Durchhaltevermögen der Eltern bei Verboten. Das was sich heutzutage Kinder erlauben dürfen, wäre zu unsere Zeit nicht denkbar gewesen und somit war auch die Erziehung unsere Kinder bestimmt auch anstrengend, aber dennoch entspannter.
      Das ist es dann auch das die Eltern von heute schnell gereizt und überfordert wirken. Aber keine Ratschläge von uns annehmen wollen.

      1. Ich finde auch hier sollte ganz klar unterschieden werden zwischen „Ich plane die Großeltern schon bei Zeugung mit ein“ oder „in 5 Jahren 1x zu fragen und dann abgelehnt zu werden“

      2. Was ist wenn es umgekehrt ist ich habe auch 3kinder und 2 Enkelkinder und sehe sie nur zu Feiertagen und Geburtstag ich würde sie gerne öfter sehen und mit ihnen etwas machen ich frage öfter mal aber es meldet sich keiner.
        Ich werde jetzt bald 83 und es macht mich traurig sie nicht mal zusehen.

        1. Ich find’s ehrlich gesagt ein Unding das die „alte Generation“ sich für so viel besser hält. Ihr habt ja schließlich die großgezogen von denen ihr jetzt meint sie hätten kein Durchhalte Vermögen oder können keine Kinder großziehen. Witzig finde ich auch das sehr viele von dieser Generation meint sie hätten alles besser hinbekommen. Da Frage ich mich wo all die kaputten Menschen herkommen die von unzumutbaren Zuständen in der Kindheit berichten. Ich lehne mich jetzt Mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte: Die alten Menschen können ja gar nicht so vieles besser gemacht haben, guckt euch Mal den Planeten an und das was aus der Menschheit geworden ist. Das sind ganz sicher kein Fehler die eure Kinder gemacht haben.

          1. Hallo,

            Ich bin auch Mutter von 2 Kindern und im Moment sehr entsetzt darüber, dass man über meine Elterngeneration so urteilt.
            Es wäre wichtiger, sie zu unterstützen, überleg doch mal, was du selber gebraucht hättest…??

      3. Meine Eltern helfen bei den Kindern null komma null. Sie nehmen die Enkel nicht mal in den Schulferien. Wenn wir einmal pro Jahr zu Besuch kommen, dann muss ich mich komplett selbst um die Kinder kümmern. Von ihrer Seite aus: 0 Interesse! Dementspr schlecht ist auch das Verhältnis Grosseltern/Enkel. Aber sie wollen, dass ich noch ein Kind bekomme: ich habe ihnen einen Vogel gezeigt…
        Wenn sie alt sind werde ich mich auch null komma null um sie kümmern.

      1. Was hat das denn mit dem Thema zu tun. Ich würde es schöner finden, wenn sich Frauen auch gegenseitig unterstützen könnten. Noch nicht einmal vorbei kommen, wenn Not ist (OP, Wochenbett, etc) ist armselig.

      2. Hallo Christine,
        unsachlicher Kommentar und für den gemeinsamen Austausch überhaupt nicht hilfreich. Wenn man sonst keine Argument hat, zu fragen, ob die Kinder Unfälle sind… sehr schade.

    2. Ich bin 54 Jahre alt und Oma. Ich freue mich, dass ich relativ jung Oma geworden bin und somit noch genug Kraft und Energie habe, um mich um meine Enkelkinder zu kümmern. Meine Eltern haben wenig Interesse an meinen Kindern gezeigt. Sie waren berufstätig und außerdem der Ansicht, wie die Dame im Artikel, dass man sich um seine Kinder selbst zu kümmern hat. Ich hätte die Unterstützung meiner Mutter manches Mal gut gebrauchen können und biete meine Unterstützung deshalb meinen Kindern an. Ich stehe also auf jeden Fall auch mal zum Babysitten oder Kochen oder Helfen zur Verfügung, denn nicht nur gemeinsames Schönwetter machen fördert den Familienzusammenhalt sondern gerade die gegenseitige Unterstützung und die Arbeit miteinander. Zum Glück hatte ich selbst eine Oma, die zwar nicht Babysitterin war, die aber immer Zeit und ein Ohr für mich hatte.Ich konnte hingehen, wann immer ich wollte. Das war ein Geschenk für mich, welches ich sehr gern auch an meine Enkel weitergeben möchte.Noch bin ich berufstätig und kann nicht so frei über meine Zeit verfügen.Aber ich nehme mir Zeit so oft es geht Es bleibt trotzdem noch Raum für Freundschaften oder Mal einen Saunabesuch oder anderes.
      Für meine Kinder ist es selbstverständlich, dass sie mich, falls ich im Alter in Not geraten sollte, nicht einfach nur in fremde Hände übergebe,sondern sich um mich kümmern.

    3. Das sehe ich ganz genau so. Bei uns ist es genau die selbe Situation wie bei dir.
      Denn meine Eltern wundern sich warum ihr Enkel keinen Kontakt zu ihnen pflegt,nur den obligatorischen, Weihnachtsfest, Ostern,Geburtstag.
      Das haben sie nun davon,ihren Enkel nicht mal in den Ferien haben zu wollen!!! Wie egoistisch, sag ich da nur. Liebe Grüße von Nadin

    4. Meine Eltern sind mit Mitte 40 das erste Mal Großeltern geworden und haben sich mit Begeisterung um die Kinder gekümmert. Wir wohnten weiter weg, aber die Kinder haben alle Ferien bei den Großeltern verbracht. Heute sind meine Kinder erwachsen. Sie wohnen alle weiter weg, aber kümmern sich regelmäßig um die alt gewordenen Großeltern. Meine Mutter hat eine anstehende OP und meine 3 Kinder teilen sich ihren Urlaub auf, um indirekt Zeit den kranken Opa zu pflegen. Wenn der Garten gemacht werden muss, fahren sie 350 km um das für die Großeltern zu übernehmen. In der Nachbarschaft gab es auch Großeltern, die keine Lust darauf hatten, sich so oft um die Enkelkinder zu kümmern. Heute beneiden sie meine Eltern, weil die Enkelkinder immer zur Stelle sind. Es ist immer ein Geben und Nehmen.

    5. Jeder ist sich eben selbst der Nächste! Ich hatte mal ein Baby auf dem Arm, das beim Stillen eingeschlafen war. Der Kleine hatte einen Magen-Darm-Infekt und ich war einfach nur froh, dass er gerade etwas Entspannung hatte…
      Ich rief die Omi an, die 400 Meter entfernt wohnt und fragte, ob Sie den 3jährigen vom Kindergarten abholen könne? „Nein“ war die Anwort! Sie sei gerade beim Putzen, ÜBER-MORGEN käme doch Besuch.
      Krankes Baby also in die Babyschale und ins Auto um zum Kiga zu fahren.
      Man sieht sich so einmal pro Monat. Wenn das Jahresphoto ansteht, welches mit hübschen Kids den feinen Freunden und Bekannten per Post übersenden werden, dann werden wir zum Kaffee eingeladen 😀
      Das Omi-Ritual ist Skispringen schauen um Neujahr. Yay…
      Manchmal kommt mein Mann und sagt seine Mutter sei einsam.
      In 10 Jahren hab‘ ich vielleicht 10x gefragt, ob Sie mal einspringen kann… quasi immer NEIN.
      Zum Glück freuen sich auch einige Großeltern über Zeit mit den Enkeln.
      Sollte ich mal Enkelkinder haben bin ich da!!!
      Jeder kann so leben wie er mag… aber es gibt ggf. auch Konsequenzen…

    6. Liebe Amelie,
      same here.
      Kann auch nicht verstehen wie man als Großeltern so sein kann, obwohl man damals unendliche Hilfe der eigenen Eltern in Anspruch genommen hat. Ich spüre deinen Frust – und den kenne ich mir allzu gut. Leider hilft er auch nicht weiter, denn ändern wird sich nichts…

    7. Liebe Amelie Ich kann dir nur raten, mach dich innerlich frei und unabhängig, akzeptiere deine Situation und suche dir Hilfe ausserhalb der Familie. Vier Kinder sind eine Wahnsinnsaufgabe, da kommst du täglich an deine Grenzen. Und ehrlich gesagt würde ich mir als Oma nicht zutrauen, vier Kinder in den Ferien zu hüten. Nicht wegen der Bequemlichkeit, sondern aus Angst, dass etwas passiert. Vielleicht suchst du für euch eine „Ersatzoma“ am Ort, die Freude an Kindern hat?

    8. Genau das habe ich auch gedacht. „Wir haben das auch schon mitgemacht“. Und wie habt ihr das gemacht? Mit Hilfe von Oma und Opa in vielen Fällen.

      Kindergarten ging bei uns auf dem Land nur bis 12, also wurde ich von Oma abgeholt. Es gab natürlich viel mehr Ferien als Urlaub also wieder zur Oma, teilweise wochenlang. Und meine Oma war selbst noch berufstätig, da sie gerade 42 war als ich geboren wurde. Meinen Kameraden vom Kindergarten ging es ähnlich. Entweder die Mama war Hausfrau oder Oma wurde eingespannt.

      Ich erwarte bestimmt keine Babysitterdienste, aber eventuell mal einen Besuch, wenigstens 1 mal im Jahr. Ist leider auch nicht drin, also muss ich mit 3 Kindern 1.000 km durch Deutschland, weil sie so weit wie möglich weggezogen ist.

      Braucht sich halt auch keiner wundern, wenn ich mich um meine 80 jährige Oma kümmere anstatt um meine 60 jährige Mutter. Der Egoismus kommt immer zurück.

  9. Wie traurig! Ich musste mit meinen Eltern im Alter von 5 Jahren nach Deutschland kommen und habe meine Großeltern ab da für 10 Jahre nicht mehr sehen und besuchen können… bis dahin war ich ständig bei Ihnen und bis heute war das die schönste Zeit in meinem Leben. Meine Oma erzählte Geschehnisse aus dem Krieg – spannender als jeder Krimi. Und meinem Opa habe ich beim reparieren zugesehen und gemeinsam Kohle oder Eingemachtes aus dem dunklen Keller geholt… hab nie einen Fernseher vermisst! So viele thematisieren immer wieder das Organisatorische… für mich ist klar …. jeder sollte für jeden da sein, Freunde, Nachbarn und vor allem Familie! Jeder wie er kann…. aber heutzutage ist Mallorca etc… wohl wichtiger… für mich hört sich vieles super egoistisch an…. wobei das bestimmt Generationen übergreifend zutrifft…. einfach nur traurig…. Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen! Damit es geliebt und gesund groß werden kann!

  10. „Bitte keine Erwartungen an die Großeltern stellen“ ist mir ins Auge gefallen. Doch, ich habe Erwartungen an meine Eltern, genauso wie sie Erwartungen an mich haben, und das gehört zu einem gesunden Familienleben dazu. Keine Sorge, unsere Kinder werden nicht dauernd bei den Großeltern geparkt, dafür wohnen diese auch viel zu weit entfernt.

    Aber wenn ich meine Eltern um Hilfe bitte, dann wissen sie, dass ich michHilfe brauche, und dann erwarte ich auch Hilfe. Genauso wie meine Eltern auf meine Hilfe zählen können, falls sie diese benötigen.

    Dazu ein Beispiel, sehr zeitnah nach der Geburt unseres zweiten Kinder musste meine Frau operiert werden. Ich war zu Hause, mit einem 8 Wochen alten Säugling und einer 2-Jährigen, und hatte von einem Moment auf den nächsten einen Hexenschuss, so dass ich nicht mehr alleine aufstehen konnte. Also habe ich meine Eltern angerufen, ob sie für zwei Tage vorbeikommen können, was sie natürlich gerne gemacht haben. Hätten sie gesagt „Deine Kinder, dein Problem“, etwa weil sie abends gerne Kegeln gehen wollten, wäre das natürlich ihr gutes Recht gewesen, hätte unser Verhältnis aber nachhaltig belastet.

    Meine Schwiegermutter übrigens kümmerte sich anfangs intensiv um unsere Tochter und ließ sich dann von einem Tag auf den anderen nicht mehr blicken. Auf wiederholte Nachfragen hat sie nicht reagiert, uns quasi über Monate geghosted, während wir traurige Kinder zu Hause hatten, weil die Oma sie nicht mehr sehen wollte. Nach etwa 6 Monaten wollte sie auf einmal wieder, aber zu einem klärenden Gespräch war sie nicht bereit, sie habe ja schließlich nichts falsch gemacht, denn es sei ihr gutes Recht keinen Kontakt zu pflegen wenn sie das nicht wolle. Also hat sie ihre Enkelkinder seit inzwischen 6 Jahren nicht mehr gesehen, und wird sie auch nie wieder sehen.

    1. Stefan, ich nehme Mal an, Ihre Schwiegermutter hatten Gründe, ueber die sie aber nicht reden wollte, weil eine Verletzung zu tief ging? Ohne Grund, wenn vorher alles in Ordnung war, wird sie nicht wegbleiben. Schade ist es in erster Linie für Ihre Kinder. Und dass da einiges im argen liegt, zeigt auch Ihre Reaktion …und wird sie auch nicht wieder sehen…..

      Meine Kinder hatten zu den Schwiegereltern auch kaum Kontakt und diese über Jahre nicht gesehen. Grund war das schlechte Verhältnis zwischen meinem Mann und seinem Vater und das schon zu einem Zeitpunkt, bevor ich überhaupt auf die Bühne trat. Ich habe es dann immer wieder versucht. Meine Schwiegermutter hat mir das auch hoch angerechnet.

      Als mein Mann jung verstarb, hatte ich ein langes Gespräch mit der Schwiegermutter und dabei zeigte sich, dass es nicht nur weiß und schwarz gibt und mir vieles nur einseitig berichtet worden war.

      Ich selber musste dann meine Arbeitszeit ausweiten, um die Familie über die Runden zu bringen. Unterstützung erhielt ich von meiner Mutter, die für die Kinder nach der Schule, GT gab es nicht, an 3 Tagen kochte und im Haus war, bis ich von der Arbeit kam. Die Kinder lieben und liebten ihre Oma, bis im etwachsenen Leben meines Sohnes eine Frau auftauchte, die ihn komplett veränderte.
      Sowohl seine Oma wie auch ich haben diese Frau mit offenen Armen empfangen, ich wollte, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt. Das habe ich schon immer betont. Es nützte nur leider nichts.

      Plötzlich wurden wir ohne Grund kurzfristig zu Weihnachten ausgeladen, wir wurden über Einladungen belogen, bei der Hochzeit an den Katzentisch verbannt, der Sohn legte den Namen ab, ohne vorher etwas zu sagen. Die Geburt seines Kindes berichtete er Oma bei einem kurzen Telefonat, mir selber nicht, ich war noch in der Arbeit. Ich habe dann in einem Brief meiner Enttäuschung Ausdruck gegeben. Keine Reaktion, seither ist Funkstille. Das Kind ist jetzt 2, ich kenne es nicht, die Uroma hat es einmal kurz gesehen. Meine Mutter versteht ihren Enkel nicht mehr, es ist ein total Fremder geworden, dabei hat sie wirklich alles für ihn getan. Vielleicht zu viel?

      Wem wird mit dem Verhalten geschadet? Doch nur dem Kind, das seine Oma und Uroma nicht kennen lernen darf.

      Wenn ich mit meinem älteren Kind telefoniere, wegen Corona müssen wir etwas Abstand wahren, verlangen die Enkel immer mit mir zu sprechen und fragen, wann ich wieder komme. Und die Kleinen sagen von sich aus, ich soll die Uroma grüßen und das nächste Mal wieder mitbringen. Oft sogar erfolgt der Anruf, weil die Enkel mit Oma telefonieren wollen.

      Ich kenne somit alle drei Seiten und weiß, wie schmerzhaft es für alle Beteiligten ist, für Enkel und Kinder, aber auch für Omas und Uromas sein kann.

      Menschen treffen Entscheidungen, ob es immer die richtigen sind, sei dahingestellt. Was ich aber aus all dem lernte: nun, es gibt Dinge, die ich nicht ändern oder beeinflussen kann, so gerne ich es auch möchte. Dann muss man es einfach so stehen lassen.

  11. Ich bin 71 Jahre alt, verheiratet und habe eine zwölfjährige Enkelin. Meine Großeltern habe ich jeweils nur zweimal im Jahr gesehen, weil sie weit entfernt wohnten. So habe ich nie eine innige Beziehung aufbauen können. Da ich bis zur Berentung vollzeit erwerbstätig war, und meine Toczter das auch ist, haben wir viele gemeinsame Interessen und ein Superverhältnis: Schwiegersohn, Tochter, Enkelin, Ehemann und ich. Gegenseitiger Respekt ist sehr wichtig. Zwei Tage in der Woche ist die Enkelin nach der Schule bei uns und jeden Sonntag! Und ab 24.3. ziehen die Kinder in meinen Geburtsort! Was will ich mehr?

    1. Es ist in erster Linie schade für die Oma. Die Enkel werden es mal nicht anders kennen und keine Beziehung zur Oma haben. Wir haben hier beide Großeltern Modelle.Ich finde es für alle Seiten schöner, wenn man sich regelmäßig sieht. Und auch wenn meine Kinder Mal groß sind, werde ich versuchen sie mit ihren Kindern zu unterstützen. Das heißt ja nicht, dass man als Rentner sein Leben komplett wegen der Enkel aufgeben muss, so wie das in dem Artikel klingt. Aber mal eine Stunde ins Kindertheater oder so ist doch für alle Seiten schön.

      1. Ich denke für Großeltern welche keine gesundheitliche Defizite haben gibt es nichts schöneres ein inniges Verhältnis zu seinen Enkeln zu haben. Wer sich gut organisieren kann kann auch noch genügend Freunde und Bekannte parallel dazu haben. Unsere 6 Enkeln (17, 15,13, 11, 9, 0,3 Jahre) sind uns sehr ans Herz gewachsen und wir haben unsere Kinder vorallem seit wir seit 6 bzw 5 Rentner sind oft unterstützt. Zeitweise hat eine Enkeltochter bei uns gewohnt, wir möchten diese Zeiten nicht missen auch wenn es manchmal schwierig war. Leider wohnen zwei Enkel ca. 600 km entfernt, wir können deshalb nur 4 bis 5 Mal im Jahr zu Ihnen fahren. Es ist andererseits für uns noch gewöhnungsbedürftig und überraschend wenn unser Großer sagt “wenn ihr etwas schweres zu erledigen (umräumen o. ä) habt sagt es rechtzeitig damit ich euch helfen kann“.
        Ich bedauere jeden der keine Kinder und Enkel hat bzw wo das Verhältnis aus welchen Gründen abgekühlt ist, ich denke unsere Pflicht als ältere Generation ist es im eigenen Interesse klare und gute Verhältnisse zu schaffen bzw zu erhalten.

      2. Bei uns ist es leider genau andersrum. Mein ältester Sohn ist mit der Mutter unseres Enkelkindes nicht mehr zusammen. Trotzdem haben wir immer den Kontakt zum Kind gesucht. Es gibt Zeiten, da klappt das gut, aber wenn die Kindsmutter wieder ihre Launen hat, dann bekommen wir das Kind nicht zu Gesicht. Es wird von ihr und ihrem neuen Partner schlecht über uns geredet. Das wurde uns vom Kind dann schon oft berichtet. Zuletzt gesehen haben wir sie kurz vor Silvester letzten Jahres. Die Kleine ist sehr gern bei uns und sagt auch immer, dass sie es regelmäßiger haben möchte. Doch uns sind die Hände gebunden. Ich habe teilweise schon betteln müssen, sie mal wiederzusehen. Es wird dann einfach nicht geantwortet.
        Jetzt habe ich für mich entschieden, nicht mehr zu kämpfen. Ich halte das psychisch nicht mehr aus. Unser Enkelkind fehlt uns wahnsinnig, aber wir können nicht mehr.

  12. Ich finde es schwierig, hier eine persönliche Position zu finden….

    Die Großeltern von heute sind in keiner Weise mehr mit den Großeltern früherer Generationen zu vergleichen: sie arbeiten BEIDE, oft Vollzeit. Früher™ war die Großmutter zu Hause und konnte oft und auch für längere Zeit die Enkel betreuen. Jetzt gehen fast alle ihrem Beruf nach und düsen in den Urlaub. Das limitiert die zur Verfügung stehende Zeit natürlich. Dann kommen noch eigene Interessen dazu und schon sind Enkel eher „ein Punkt auf der Liste“ statt Lebensinhalt, genau wie früher, als die eigenen Kinder noch klein waren.

    Für mich liegt die Wurzel des Übels daran, daß ein Einkommen alleine nicht mehr auskömmlich ist, schon seit (spätestens) den Nullerjahren nicht mehr. Also müssen seitdem beide Elternteile arbeiten und haben sich seitdem (speziell die Frauen/Mütter) vom ureigenen Wesen der Familie entfernt. Und was Grete nicht gelernt hat („in der Familie aufgehen), wird Gretchen nimmermehr lernen – und einen solchen Umgang dann auch mit den Enkeln pflegen. Nämlich distanzierter als noch unsere Großeltern (besser: Omas), die ihren Inhalt in der Familie und ausschließlich in der Familie gefunden haben.

    Ich habe Lungenkrebs und kann mich nicht mehr um meine Enkel kümmern, ich kann ja kaum stehen. Hätte ich den aber nicht, wäre ich immer noch voll engagiert im Job. Und das noch 10 Jahre lang. Dann wären die Enkel zwischen 15 und 20, wenn ich dann quasi erstmals „so richtig“ Zeit hätte, mich mit ihnen zu befassen, also die Oma sein könnte, die ich gerne wäre. Dann ist dieser Zug aber auch schon abgefahren.

    1. Die Worte dieser Frau machen mich sehr traurig. Die jungen Leute von heute haben wesentlich mehr Verantwortung als die jungen Leute von damals. Das kann man überhaupt nicht vergleichen. Den meisten Eltern geht es nicht darum,Zeit für sich zu haben und die Kinder zu den Großeltern abzuschieben. Es geht Ihnen darum, die Bindung in der Familie zu stärken. Ich empfinde viele Großeltern von heute als sehr Ich-bezogen. Mich erschrickt auch die Art und Weise der Aussagen, wie hier von Biggi. Wie spricht sie von den Eltern! Auch hier liest man heraus, alles nur eine Last. Sie sollte sich glücklich schätzen, Enkelkinder zu haben. So viele ältere Leute würden sie beneiden. Was ist so schlimm daran, einmal in der Woche Zeit mit den Enkeln zu verbringen. So schnell ist die Zeit vorbei, und dann denken sie…. hätte ich mal… Bei uns ist es ähnlich. Ich frage nicht mehr. Mein Wunsch ist es, dass irgendwann einmal der Wunsch aus ihnen allein kommt, die Kinder zu sehen. Wir haben die Großeltern nicht nötig, damit sie uns die Kinder abnehmen. Es geht nur um die Beziehung, die ich mir für meine Kinder wünsche. Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass ich einmal eine andere Oma bin. Meine Familie ist mein ein und alles und eine enge Beziehung, auch auf fern, ist mir wichtig. Großeltern von heute sind nicht mehr wie Großeltern von damals. Eine Familie war früher einmal eine Institution. Zur Kindererziehung braucht es viele Personen. Es braucht Eltern aber es braucht auch Groseltern. Umgekehrt werde auch die Großeltern einestages Unterstützung brauchen. Hoffen wir, dass der Egoismus dann nicht das ist, was die Enkel von ihren Großeltern gelernt haben…..

    2. Hallo Biggi, an der Stelle muss ich mal ganz energisch widersprechen. Zu behaupten, berufstätige Frauen hätten weniger Interesse an Familie und später also auch nicht an den Enkeln: das ist ja wohl an den Haaren herbeigezogen!! Was für ein undurchdachtes Klischee. Sowohl die Mutter meines Mannes als auch meine eigene waren berufstätig und haben sich immer sehr für ihre Enkel interessiert, sie von klein auf so oft wie möglich zu sich genommen und sich gekümmert. Also diesen Zusammenhang sehe ich überhaupt nicht!

    3. Tja, wo soll ich nur anfangen. Irgendwie steckt in jedem Kommentar hier ein Körnchen Wahrheit. Also, ich bin Bj. 62 habe einen Sohn den ich größtenteils alleine erzogen habe. Ich war immer berufstätig. Vollzeit. Nicht weil ich das so wollte, nein, weil ich keine andere Wahl hatte. Als unser Sohn (Wunschkind) 5 Monate alt war meinte mein 1. Ehemann sein Leben mit einer anderen Frau weiterleben zu müssen. Auch meine Eltern waren beide berufstätig und wirklich nur im äußersten Notfall zur Stelle. Die Eltern meines Ex Mannes waren aus der Generation wo noch Zucht und Ordnung herrschte. Einzelheiten erspare ich an der Stelle.
      Mein jetziger Ehemann, wir sind jetzt 33 Jahre zusammen, hat ebenfalls 1 Sohn und der hat wiederum selber 2 Kinder. WIR sind also Opa. 😊 Aber von der Seite der Exfrau meines Mannes, was ja die Oma der Enkelkinder ist, steht die 1/2 Familie Gewehr bei Fuß wenn es um die Enkelkinder (15 und 18 Jahre) geht. Immer schon. 😉 Und es ist auch so das, wenn z. B. einer in diesem Familien-Konvolut die Wohnung wechselt, alle mit-umziehen. 🤷‍♀️. Wie auch immer. Wir haben uns damit arrangiert. Jetzt sind sie fast erwachsen und wir sind auch nicht traurig drum. Vermissen auch nichts. Im nachhinein hätte ich mir, für meine Zeit als Alleinerziehende, schon gewünscht mehr Unterstützung zu haben, das ist aber Stand heute. Früher habe ich anders gedacht, meinte alles alleine zu wuppen.

      Und noch etwas zum Geld. Ich glaube nicht, dass man heute weniger Geld zur Verfügung hat als früher. Im Verhältnis. Nur, heute sind die Ansprüche höher. Und man nehme mal nur das Beispiel unserer „neuen“ Bundesländer. Da war es üblich die Kinder abzugeben. Und ich glaube nicht, dass alle ein gestörtes Verhältnis zu ihre Großeltern haben.

      Lange Rede-gar eine Füße, ich denke es liegt an jedem selber ob er/sie Traum-Großeltern sind oder nicht. Es ist ja auch immer aus der Sicht des Betrachters. Wir können unseren Enkelkindern andere Sachen bieten/ermöglichen als die andere Seite und wir respektieren und akzeptieren so gegenseitig. Und das ist doch auch etwas 😉

    4. Ich kann nur meine Geschichte als Oma erzählen. Unsere Tochter ist jetzt 51 Jahre alt und seit 2007 Alleinerziehend. Unsere beiden Enkeltöchter sind inzwischen 15 und 17 Jahre alt. Seit dem 3. Lebensjahr der jüngeren Enkeltochter ist unsere Tochter in Vollzeit berufstätig. Von diesem Zeitpunkt an haben mein Mann und ich die Betreuung der Mädels 5 Tage die Woche von in der Frühe bis Abends 18 bis 19 Uhr komplett übernommen. Erst Kita dann Schule, mit allem Drum und Dran. Wir haben es mit Freude getan, wenn wir auch oft an unsere Grenzen gestoßen sind. Dann wurde mein Mann krank und wir mussten alles etwas zurückschrauben. Inzwischen waren die Mädels aber dann doch schon in einem Alter, in dem sie dann doch schon ziemlich selbstständig waren. Jetzt hat sich das Verhältnis so entwickelt, dass wir oft wochenlang nichts von unserer Tochter und den Enkelkindern nichts hören und sehen, obwohl sie eigentlich nur 3 Minuten von uns weg wohnen. Wenn wir mal anrufen oder über WhatsApp schreiben, heißt es nur, dass sie viel beschäftigt seien und keine Zeit hätten. Es tut weh, dass wir jetzt als Großeltern nichts mehr zählen. Auch so kann es Großeltern ergehen.

    5. Ich habe Ihren Kommentar mit Begeisterung gelesen. Er ist wertfrei und sehr reflektiert. Es tut mir leid, dass Sie so krank sind. Alles Gute für Sie und gute Besserung, soweit ich das wünschen darf.

  13. Genau! Ein Thema bei dem ich die Welt nicht mehr verstehe. Oder besser gesagt die Kindeseltern.
    Die Dame ist klingt nicht unsympathisch, sie trifft den Nagel auf den Kopf und hat mal den Mut alles auszusprechen.
    Ich habe zwei Kinder. Die Kleinen haben nur noch eine Oma und ein Opa. Auch keine Urgrosseltern mehr.
    Mein Mann und ich haben beschlossen dass ich die ersten Jahre sicher zu Hause bleibe, bis die Kinder in die Schule kommen.
    Ich kenne Familien die Kinder haben, sich aber nicht kümmern können, oder besser gesagt wollen. Die Omas sind abwechslungsweise dran die Kidis zu hüten. Wenn diese nicht in der Kita sind. Ich finde es beschämend Kinder in die Welt zu setzen und diese dann abzuschieben, weil es eben nicht so einfach ist, wie man es sich vorgestellt hat. Wie die ganze Woche nicht schon ausreichen würde, muss die liebe Oma auch am Wochenende noch hinfahren. Da das junge Paar eine Auszeit im Wellness oder auf einer Party braucht. Oma ist dann immer zur Stelle und übernachtet dann auch auf dem Sofa, damit die verkaterten Eltern ausschlafen können.
    Ich kann ihnen sagen, da kriege ich die Krise!!!!!!
    Ich finde es einfach eine Frechheit was sich heutige Eltern erlauben.
    Schön wenn die Kids eine Beziehung zu den Grosseltern aufbauen können. Aber dieses Aufbürden ist in meinen Augen schon missbrauch. Die Grosseltern haben auch ihr Leben und ihre Rente auch verdient. Also reisst euch mal am Riemen und erzieht eure Kinder selber.

    1. Hui.. das sind aber große und sehr eindimensionale Worte. Ich habe noch nie in meinem Leben Alkohol getrunken oder ein Wellnesswochenende gemacht. Ich bin Mutter! Sehr gern sogar! Und ich bin Ärztin, auch sehr gern.
      Sollte ich (wie ca. 50% der Kollegen, die auch kleine Kinder haben) zu Hause bleiben, bis unser Sohn zur Schule kommt? Wer betreut dann bitte den nächsten Schlaganfall hier im Krankenhaus?
      Ich habe keine Großeltern vor Ort, die ich „nötigen könnte“ meinen Sohn zu nehmen. Ich bezahle viel Geld für Babysitter, aber habe Großeltern, die ihn sehr gern nehmen würden, wenn nicht 500km zwischen uns lägen.
      Meine Ausbildung als Ärztin hat eine halbe Million Euro gekostet, die der Steuerzahler finanziert hat. Ich finde es (für mich) nicht ok für meine Gesellschaft da zu sein und meinen Job zu machen.
      Und trotzdem bin ich ne gute Mutter! Oder vielleicht gerade deshalb.

      Wie Sie Eltern beschreiben kenne ich zumindest wenige. Möglicherweise lohnt ein Blick über den Tellerrand oder aus der eigenen wütenden Blase heraus. Weil das ist es, was ich hier vor allem lese: Wut und Vorwürfe. Schade!

      LG

        1. Ich werfe ja nicht alle Mütter in einen Topf. Mir ist klar, dass einige Mütter auf Unterstützung agewiesen sind. Wie sie erläutern gibt es Berufe, bei denen man schlecht einfach zu Hause bleiben kann. In ihrem Fall sind es ja nur 50%, das ist auch noch angemessen. So braucht es eine gute Organisation,dann klappts auch. Ich wollte einfach mal einen Extremfall erzählen, die es leider immer wie mehr gibt. Ich finde es einfach schade wenn Kinder nur als Statussymbole gelten.

    2. Ich denke wenn die eigenen Kinder die Großeltern so wie hier geschildert ausnützen ( was es durchaus gibt) müssen sich Oma und Opa sich fragen wer hat meine Kinder erzogen? Was habe ich diesen vorgelegt?

    3. Liebe Angela, ich finde es schön, dass Sie mit Ihrer Familie ein Modell gefunden haben, das zu Ihnen passt.
      Denn darum geht es doch: Jede Familie ist anders, jede Familie organisiert sich so, wie es am besten für alle passt.
      Und wenn das bedeutet, dass die Großeltern mit betreuen UND alle damit glücklich sind? Warum freuen Sie sich eigentlich nicht mit diesen Familien?

  14. Ich finde die Dame aus dem Text so unsympathisch dass ich direkt gedacht habe: da würde ich mein Kind nicht allein lassen. Mein Sohn ist jetzt seit 14 Monaten auf dieser Welt und in der Zeit waren wir erst 3 Stunden getrennt. Das war 3 mal üben für 1 Stunde allein mit Oma und Opa sein. Das ging von ihnen aus. Auch vorher kamen meine Eltern jede Woche um erstmal eine feste Bindung aufzubauen, dann kochen wir alle zusammen. Es ist kein Zwang, kein Muss, kein ausnutzen – es ist FAMILIE. Ich kann nur hoffen eines Tages noch so präsent im Leben meines Sohnes zu sein wie meine Eltern jetzt bei mir. Ich liebe ihn so wahnsinnig und die Vorstellung nicht mehr an seinem Leben teilhaben zu dürfen finde ich schrecklich.
    Ich glaube ich habe Schwierigkeiten ihn jemand anderem zu überlassen weil ich selbst als Kind wahnsinnige Angst vor meinen Großeltern hatte, denn ich hatte quasi keine Bindung zu ihnen.
    Ich überlasse mein Kind doch nicht jedem. Meine Schwiegermutter hat ähnliche Aussagen getroffen wie die Dame in dem Text, folglich werde ich ihr wohl niemals genug Vertrauen entgegen bringen können. Das ist aber auch in Ordnung.
    Ja, ich bin müder als die Mütter früherer Generationen – weil ich einer Bedürfnisorientierten Erziehung folge und mein Kind sich nicht in den Schlaf schreien lasse. Natürlich bin ich am nächsten Tag nicht so fit wenn ich das Kind nachts 18 mal in den Schlaf wiegen musste. Wir Mütter von heute sind nicht weniger „zäh“, wir benutzen einfach keine Misshandlung um es uns leichter zu machen (Kind schreien lassen, Kind allein lassen, Ultimaten stellen, Strafen, bis hin zu körperlicher Gewalt wie Po verhauen).
    Wer damit ein Problem hat (wie meine Schwiegermutter) hat im Leben meines Kindes nichts verloren. Es reicht aus dass ihr eine komplette Generation traumatisiert habt, ich unterbreche diesen Kreislauf!

    1. Du hast so Recht!!! Kann dir zu 100% zustimmen und mache es genauso.
      Von wegen weniger zäh.
      Will ich mal sehen was die heutigen Großeltern gemacht hätten unter der Vorraussetzung Bedürfnisorientierter Erziehung. Aber sag das nicht zu Laut, weil niemand von denen hätte sein Kind jemals weinen lassen. Und vorallem wenn man nicht präsent sein will, dann doch bitte auch nicht ungefragt in die Erziehung einmischen oder ungefragte Ratschläge geben a la „aber das Kind muss doch dies oder jenes, sonst wird es nie…“

      1. Ich empfinde das genauso wir ihr beiden. Wir haben das Problem mit meinen Eltern auch. Das Problem ist, bedürfnisorientierte Erziehung verstehen sie nicht. Sie hatten auch eine deutlich ausgewogenere Work – Life – Balance ohne Schichtarbeit und Überstunden. Und im Übrigen geht es gar nicht darum, die eigenen Kinder abzuschieben, sondern darum, dass Großeltern einem Kind nochmal eine ganz andere Art von Beziehung bieten können als Eltern, oft aus einer entspannteren Perspektive heraus, weil sie weniger erziehen, sondern mehr Zeit schenken. Im Normalfall sollte auch ihnen das etwas zurückgeben. So war das jedenfalls bei meinen Großeltern und mir. Ich verstehe einfach nicht, wie man das ausschließlich als Belastung empfinden kann. Die Dame im Text ist 54. Meine Oma war über 10 Jahre älter und fit wie ein Turnschuh, als ich geboren wurde. Ich glaube manchmal, nicht nur unsere Generation ist angeblich nicht mehr belastbar, sondern vllt auch die heutige Großeltern Generation. Spätestens im Alter, wenn die dann erwachsenen Enkel kein Verhältnis zu ihnen haben, kommt das böse Erwachen bei einigen.

  15. Superspannendes Thema.., ich habe neulich das Tagebuch meiner schon länger verstorbenen Großmutter gelesen aus der Zeit in der mein Vater ein Kleinkind war.. sehr, sehr spannend. Ich glaube tatsächlich nicht, dass es was mit Generationen zu tun hat, sondern schlichtweg mit unterschiedlichen Menschen…
    Ich selbst bin würde ich behaupten noch sehr jung mit 30 und trage trotzdem viel Verantwortung: mein Mann und ich haben 3 gemeinsame Kinder (Schulkind, Kitakind und Kleinkind). Meine Eltern sind aktuell beide hilfsbedürftig, bei meinem Vater wird das auch so bleiben, er hat Alzheimer im weitgeschrittenen Stadium (heißt er weiß nicht mehr wirklich wer ich bin, erkennt aber meist noch mein Gesicht) und meine Mutter hat seit vielen Jahren Krebs. Mein Vater war noch nie der großartige Kindermensch und demnach auch nie der total engagierte Opa, meistens hat meine Mutter mit der Großen gespielt, wenn sie dort war. Der Mittlere war ein paar Mal alleine für eine Stunde da (er ist auch ein sehr quierliges Kind), mit der Großen zusammen wird es der Oma auch schnell zuviel und meine Kleine war noch nie bei Oma alleine.
    Aktuell unterstütze ich meine Eltern gemeinsam mit meinem Mann mehr, in dem wir einkaufen gehen, Mal den Müll runterbringen oder was auch immer.. als ich meine Tochter bekommen habe (die Große) hat meine Mutter vier Wochen jeden Tag bei mir im Haushalt geholfen. Mein Vater wohnt durch die Krankheit meiner Mutter und da es mich tatsächlich psychisch überfordert in einer Demenz-WG. Er will oft auch keinen Besuch und ärgert sich eher, wenn ich komme, aber das ist krankheitsbedingt.. trotzdem schaue ich, dass ich alle zwei Wochen am Wochenende die Zeit finde (coronabedingt darf ich auch nur alleine hin, die Kinder müssen Zuhause bleiben). Die Eltern von meinem Mann und er hatten schon als ich ihn kennengelernt habe kein sehr enges Verhältnis, so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie eher „Feiertagsgroßeltern“ sind..
    Natürlich bin ich manchmal traurig, wenn meine Tochter erzählt ihre Freundinnen sind das Wochenende wieder bei Oma oder Freunde erzählen ihre zwei Jungs fahren erst mit den Großeltern auf der einen Seite in den Urlaub und dann mit denen auf der anderen Seite.. aber das Leben läuft nicht immer nur so, dass man es einfach hat.
    Trotzdem finde ich darf man auch Mal traurig sein… es gibt immer Menschen denen es besser geht, die mehr haben, die es leichter haben, aber man darf auch nicht vergessen, es gibt auch immer die, die es noch schwerer haben.. und am Ende bringen einen diese ganzen Vergleiche ja auch nicht weiter..
    Ich persönlich möchte später gerne viel mit eventuellen Enkeln (falls ich denn welche kriege und mich meine Kinder lassen) machen, aber wer weiß was kommt.. wer weiß ob es dann gesundheitlich geht…
    Ich kann nur sagen, meine Oma zumindest hat vor über 60 Jahren auch „gejammert“, über den immer arbeitenden Mann, immer nur alleine Zuhause, die doofe Schwiegermutter, die so weit weg wohnende eigene Familie.. vielleicht vergisst man auch einfach viel ich zumindest neige dazu mir nur das positive zu merken und wirklich prägende schlimme Dinge.. aber sonst..

    Ich persönlich finde es wunderbar, wenn man das Glück hat Großeltern zu haben die gerne Großeltern sind und sich freuen ihre Enkel zu sehen (wobei auch da habe ich schon mitgekriegt gibt es dann eher Mal Schwierigkeiten den Omas und Opas klarzumachen, wenn es Mal nicht geht, ohne dass sie traurig sind^^).

    Wie hat mein Sohn neulich so schön gesagt: „Mama, das Beste im Leben ist, wenn man jemanden lieb hat!“

  16. Ich finde es unglaublich schade, dass die heutige Großelterngeneration z.T. Enkelkinder als Arbeit oder sogar als Belastung ansieht. Früher war das normal, dass man sich gegenseitig um einander kümmert. Ich z.B. war früher jeden Vormittag bei der Oma, während meine Mutter gearbeitet hat. U3-Betreuung gab es noch nicht. Meine Eltern dagegen, wollen sich auch ungern einbinden lassen, meistens nur wenn wir was wichtiges vor haben, z.B. ein größerer Geburtstag im Freundeskreis. Sie haben kaum Verständnis dafür, dass wir uns auch mal Zeit gemeinsam nur als Paar wünschen und sei es nur ein ruhiges Abendessen ohne Kind. Wir überlegen immer 2x ob wir sie wirklich fragen sollen, ob die Kleine bei ihnen schlafen darf. Ich finde das schade, weil es für unsere Tochter immer ein großartiges Erlebnis ist. Sie freut sich schon Tage vorher darauf bei Oma und Opa zu übernachten oder mal von der Oma vom Kindergarten abgeholt zu werden. Wohl gemerkt, das kommt ca. alle 3 Monate mal vor, aber nur wenn wir das initiieren. Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass meine Eltern noch nicht in Rente sind und auch ihre eigenen Hobbys haben. Trotzdem bin ich ein bisschen neidisch auf Eltern, deren Kinder einen festen Oma-Tag in der Woche haben.

    1. Wir haben auch zwei Kinder und 3 Enkel. Als unser erster Enkel geboren wurde war ich als Oma oft da und habe aufgepasst weil Mama und Papa arbeiten waren. Bis mein Mann einfach mal gesagt hat jetzt ist Schluss schließlich geht Oma auch noch arbeiten und ich sitze den ganzen Tag alleine zu Hause bin EU Rentner und möchte meine Frau nicht nur abends zum Schlafen wieder sehen. Ja im ersten Moment haben unsere Kinder geschluckt doch dann auch verstanden. Jetzt sind die Enkel schon so groß das sie auch mal alleine bleiben können und sie genießen ihr Leben jetzt auch. Das ist nicht böswillig aber wer Kinder in die Welt setzt muss auch selbst Verantwortung übernehmen.

    2. Ultimaten, mal schreien lassen und durch kleine Strafen Grenzen setzen sind Misshandlungen??
      Naja, Ihre Schwiegermutter kann sich möglicherweise glücklich schätzen, wenn Sie nicht permanent die „Vetretungs-Mama“ spielen muss.
      Viele Eltern der neueren Generationen hätten ihr Leben anders planen sollen, wenn sie mit ihren Kindern, bzw. deren Betreuung nicht klar kommen. Hierfür sind die Eltern zuständig, nicht die Großeltern. Wenn sie gern jederzeit einspringen ist das gut und schön, was mich stört, ist die Erwartungshaltung an Oma und Opa

      1. Sie haben wohl auf den falschen Kommentar geantwortet. Ich kann nicht sehen, wo Ina etwas von dem schreibt, was Sie hier erwähnen.
        Auch kann ich hier keine übertriebene Erwartungshaltung feststellen. Bitte nächstes Mal genauer hinsehen.

  17. Hallo, Recht haben die Großeltern. Wir setzen Kinder in die Welt, dann müssen wir uns auch Kümmern.Ich habe 4 Kinder. Die kleinsten sind Zwillinge. Meine Eltern haben 16 Enkelkinder.Die hätten einiges zu tun wenn sie alle nehmen würden.Ich finde es reicht wenn sie dann da sind wenn wirklich etwas extrem wichtiges ist.Ich helfe meinen Eltern und Geschwistern wo es geht.Bin vielleicht auch anders groß geworden.Da meine Eltern auch nie jemanden hatten für ihre Kinder.. Meine Schwiegereltern haben nur 1 Kind, 2 Stunden nach der Geburt gesehen. Dann sagte meine Schwiegermutter,,Ich wünsche euch das es genau so ein scheiss Kind,wie mein Stiefsohn wird.“Daraufhin bat ich meinen Schwiegervater sie aus dem Raum zu schaffen.
    Er sei aber trotzdem immer Willkommen.
    Von den 3 weiteren Kindern wissen meine Schwiegereltern scheinbar nichts. Und auch nicht das wir nun nach den Zwillingen Verheiratet sind.Mein Mann arbeitet Vollzeit, ich habe noch 1 Jahr Elternzeit und einen Minijob wo ich meine Zwerge mitnehmen kann.Meine Kinder waren alle erst mit 3 im Kindergarten. Kennen keine Tagesmutter oder Babysitter.In meinem Freundeskreis ist das anders.. Mama geht 6 Wochen nach der Geburt arbeiten,Oma und Opa passen auf und es gibt eine Tagesmutter.Wenn Partys anstehen werden ihre Kinder mitgenommen und irgendwo im nebenraum Schlafen gelegt.Das muss nicht sein.Mir ist da Persönlich wichtiger das meine Kinder warm gebettet in ihrem Bett liegen.Mein einziger Wunsch wäre das meine Schwiegereltern endlich mal alle Enkelkinder kennenlernen. Denn egal wie viel scheiss mein Mann in seiner Jugend gebaut hat,er ist ein Fabelhafter Ehemann und Vater.
    Und er Vermisst seinen eigenen Vater.Aber für die Stiefmutter hat nur ihre eigene Tochter und die 2 Enkelkinder Wert. Diese Kinder sind Täglich dort.Obwohl Oma Krebs hat.Sie sollen nicht unsere Kinder nehmen,sie sollen nur an Feierlichkeiten am Tisch sitzen.Denn auch mit 31. Wünscht mein Mann sich seinen Vater.
    Wenn ich später Oma werde dann wünsche ich mir das alle meine Kinder mir ihre Kinder bringen. Aber zum Party machen oder weil sie Kaffee trinken möchten mit Freunden werde ich die Kinder nicht nehmen.Ein Kind ist keine Sache die man aus der Ecke holt wenn man Lust und Zeit hat.

    1. Hallo,ich habe 2 Enkel einem 14 jährigen und eine 10 jährige Enkeltochter.
      Meinen Jungen kann ich sehen wann immer Er kann, aber bei meiner Kleinen wäre ich gern Oma und darf es nicht… Weil die Schwiegertochter quer schießt.. Ich gebe was drum Oma sein zu können und würde mir wünschen, mal auf zupassen. Also genießt doch die Zeit die ihr bekommt

    2. Hallo und Hut ab vor Deiner Einstellung und vor Deiner Leistung, liebe Christina! Deine Kinder dürfen sich glücklich schätzen, so eine fürsorgliche Mama zu haben! Und ich finde, die Tatsache, dass Deine Schwiegereltern Deine Kinder nicht kennenlernen wollen, sollte Dich überhaupt nicht grämen – das haben die ohnehin gar nicht verdient!
      Zum Thema: ich selber bin 72, habe 4 Kinder und bislang 2 liebe Enkel. Einmal die Woche sind die beiden bei meinem Mann und mir – die kleine Maus ganztags und ihr Bruder ab mittags, nach dem Kindergarten. Zwischendurch springen wir halt ein, wenns grade nötig ist. Wir lieben die beiden sehr und würden sie immer nehmen. Trotzdem muss ich sagen, es ist nicht nur Egoismus, wenn sich Großeltern auch mal überfordert fühlen. Jeden Tag… hmm … da kommt man sicher auch mal an seine Grenzen bei lebhaften Kindern… weil, unsereins ist eben nicht mehr „so zäh“… ;), sondern auch schon ein bisschen verbraucht.
      Nichts desto trotz habe ich Verständnis für junge Mütter, wenn sie wieder arbeiten gehen, weil heute vielfach ein Einkommen gar nicht mehr reicht, um um die Runden zu kommen. Und weil den Müttern, die zuhause bleiben, die fehlenden Beitragszeiten später bei der Rente auf die Füsse fallen. Und… wir leben halt auch nicht mehr in den 60ern, als es das Normalste auf der Welt war, dass Mütter zuhause bei den Kindern bleiben (sie durften ja auch gar nicht Arbeiten gehen ohne Erlaubnis des Ehemannes), und ‚Selbstverwirklichung‘ ein Fremdwort war. ‚Urlaub‘ meist ebenso.
      Wie auch immer: ich wünsche allen Kindern liebevolle Großeltern, bei denen sie gut aufgehoben sein können, wenn die Eltern arbeiten müssen und hin und wieder auch mal Zeit für sich brauchen.

  18. Das ist alles ein geben und nehmen.
    Ich erwarte mir nichts von den Großeltern,und wir ziehen unsere Kinder selber groß. Teile mir das gut ein mit meinem Mann.
    Aber es kommt die Zeit wo die „pflege“ startet,….
    Da weis ich dann auch nicht was ich machen werde…..

    1. Beim Lesen einiger Kommentare wird mir ganz anders zumute. Ich gehöre der Generation Großeltern an, bin bald Großmutter von drei Enkeln meiner beiden Töchter, Oma von sechs „Stief“enkelkindern, die für mich den gleichen Stellenwert haben und selber noch berufstätig. Meine älteste Tochter wohnt 700 km entfernt. Die Kleine setzt sich in kein Auto und daher kaufe ich mir ca. alle sechs Wochen eine Fahrkarte und fahre für ein verlängertes Wochenende zu ihr um eine persönliche Bindung aufzubauen. Diese Zeit erarbeite ich mir mit Überstunden, die ich dann in den Besuch der Kinder investiere. Ich bin stolz und glücklich, wenn unsere Kinder so viel Vertrauen zu uns haben und um Unterstützung und Hilfe bitten wenn es nötig ist und alle Kinder und Enkelkinder sich freuen, mit Oma und Opa etwas zu unternehmen. Eine Übernachtung der Enkelkinder ist dabei auch selbstverständlich. Für mich bedeutet Familie füreinander da sein und nicht nur zum Kaffeetrinken an den Feiertagen. Wir sind Groß“eltern“ mit Enkel“kindern“ und die Bezeichnungen beinhalten doch alles: Eltern und Kinder. Hört Familie auf, wenn die eigenen Kinder erwachsen sind? Ich glaube fast, unsere Generation ist die Generation Vergnügen und Kreuzfahrtschiff. Wir selber arbeiten noch, haben einen großen Freundeskreis, viele soziale Kontakte, die alle auch älter werden, unternehmen sehr viel und fahren regelmäßig in Urlaub. Und das lässt sich alles wunderbar mit der Familie verbinden, denn auf den Kontakt und das Zusammensein mit Kindern und Enkeln würden wir nie verzichten. Und ehrlich gesagt erschließt sich mir nicht so ganz, wer hier egoistisch und wehleidig ist. Es geht ja nicht darum, sich jeden Tag um die Enkel zu kümmern und sie zu bekochen, wie meine Oma und die Oma meiner Kinder das noch gemacht haben. Und ich persönlich finde es schön auch von der Familie gebraucht zu werden und nicht nur von meinem Arbeitgeber.

      1. Das ist so toll. Sie geben wahrscheinlich viel zu viel, aber ich lese daraus die Liebe. So eine Großmutter möchte ich aich einmal sein.

      2. Liebe Helga, großartig geschrieben! Vielen lieben Dank, dass es noch Omas und Mamas wie dich da draußen gibt! Bei vielen Kommentaren habe ich nämlich auch das Gefühl, dass die Familie und auch die Verantwortung mit dem Erwachsenwerden der eigenen Kinder endet.

        1. Liebe Claudia, ich finde deinen Kommmentar interessant. Meiner Meinung nach endet die Verantwortung tatsächlich – aber (idealerweise) nicht die Liebe und das Bedürfnis, als Familie gemeinsam füreinander da zu sein.

          Ich bin sicher, Helgas Kinder und Enkelkinder sind sehr dankbar. Aber eben nicht, weil es ihre Pflicht wäre (Stichwort Verantwortung), sich so einzusetzen. Sondern weil sie es aus eigenem Antrieb, Überzeugung… und eben Liebe macht.

          <3

    2. Ich denke wir sollten bei dem Thema , welche Rolle Großeltern spielen ( sollten) mal Luft holen und die ganze Sache mal wissenschaftlich betrachten , was sehr entlastend sein kann.
      Empirische Studien geben Hinweise darauf, dass Fürsorgebereitschaft bei Großeltern ms.höher ist als bei GE vs.auch evolutionsbiol. Verwandtschaftsforschung gibt Hinweise darauf ,dass bei angeheirateter Verwandtschaft das „Investment“ in Enkelkinder weniger stabil ist als dass bei direkter Verwandtschaft, sprich Mutter -Tochter- Enkelkind. ( St ichpunkt intergenerationale Asymmetrie (Fthenakis)) Hinzukommt dass Mütter und Töchter sehr viel stärker familiale Netzwerke hegen und pflegen, als das Söhne tun (Stichwort kinkeeping); dh. Enkelkinder haben vermutlich zur mütterlichen Linie einen leichteren und natürlicheren Zugang. Entscheidend ist aber auch, wie die früheren Beziehungen auf Eltern – Kind- Ebene in den jeweiligen Herkunftsfamilien waren, diese guten oder auch belasteten Erfahrungen werden in die nächste Generation , sprich auf die Enkelkinder uebertragen und dann können sich Beziehungen verstärken und intensivieren ( beste Oma /Opa ) bzw. sich auch zum Gegenteil verkehren, weil sich ungelöste Aktlasten über die Enkel noch stärker hochschaukeln und zu mehr Distanz führen können.Es ist also ein sehr differenziertes Thema, und es kann hilfreich sein, sich seiner eigenen Beziehung zu den Eltern bewusst zu werden: Mit Geburt der Kinder werden wir mitFacetten unserer Persönlichkeit konfrontiert, denen wir vorher vielleicht ausgewichen sind .
      Qualität und Enge der Großeltern -Eltern -Beziehung hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob GE Nähe zu Enkelkindern aufbauen koennen.

    3. Hallo!!! Ich kann auch diese Situation sehr gut verstehen. Ich kann nur mal meine Geschichte mit meiner Mutter erzählen. Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, war für mich und mein Mann klar, dass ich zu Hause bleibe. Nun hat sich meine Mutter aber das ganze anders vorgestellt. Sie mischte sich ein, kaufte ein Reisebettli ect. nur weil ihre Kolleginnen ihre Enkel ständig hüten, wollte sie dies auch. Obwohl sie noch 80% arbeitete. Sie drängte mir das Grosi sein dermassen auf, dass ich ihr eher abwandte. Zudem hatte ich ein Schreikind und war selber am Limit.
      Ich besuchte sie trotzdem manchmal mit der Kleinen. Sie ist ja schliesslich auch die Oma. Aber als sie mein Vertrauen missbrauchte, indem sie sich einmischte und immer alles besser wusste, habe ich mich fast ganz zurück gezogen. Als die Kleine grösser war, gabs auch einige gefährliche Situationen in denen mir klar war, dass ich ihr mein Kind nicht eine längere Zeit anvertrauen kann. Dann lieber meinem Vater, der bei mir zusammen mal kurz eine Stunde mit den Kidis spielt wenn ich zu Arzt musste. Ich denke man sollte immer beide Seiten anhören. Ein gesundes Mass an Vertrauen gehört sicher dazu und
      muss Schritt für Schritt neu aufgebaut werden.

      1. hallo angela, wir hatten das so ähnlich. die omas wussten es besser und wollten auch im eigenen bett schreien lassen. sie haben es auch gut gemeint dsd ich mal durch schnaufen konnte nur ein dann noch schlimmer schreiendes baby zurück zu bekommen war für mich dann auch nicht sinn der sache und entspannen ging dann auch nicht.
        das erste jahr hab ich meinen sohn keinem überlassen. ich hatte einfach kein vertrauen ( aber das sitz sowieso schwer). die beziehung zu meiner mutter ist sowieso schwer und ich möchte sie gar nicht sehen. als die kinder jetzt mal größer sind hab ich sie auch mal kurz dort gelassen oder mein mann ist mit ihnen zu ihr, aber ich kann ihr einfach nicht vertrauen. sie sagte mal das sie es ist ok findet das ihre anderen enkelinnen ( die drei töchter meiner schwester) so toll bei ihr aufs wort hören und funktionieren und wie sie teils mit den kindern umgeht…. sowas macht eine oma nicht aus! wenn die kinder größer sind und selbstständig kommen und gehen oder sich bei mir melden können können sie ja zu ihr aber ich gestalte es keinen kontakt. meine mutter respektiert die grenzen anderer nicht und nur ihre meinung ist die richtige.
        also sie würde auch hier traurig schreiben sie dürfe ihre enkel nicht sehen und würde so viel für sie machen ( würde sie tatsächlich!) aber ich kann den umgang mit ihr einfach nicht haben. und das verstehen alle denen ich meine seite der beziehung erzähle.
        meine schwiegereltern und wir wohnen auf einem grundstück . seitdem die kinder stabil genug sind dürfen sie auch wie sie wollen und alle zeit haben zwischen unseren häusern hin und her.
        wir haben auch alle einige zeit gebraucht das es sich einspielt und jeder damit ok ist.
        meine schwiegereltern unterstützen uns wo sie können. sie holen sie vom kindergarten ab, gehen mit hieben zum frisör, bereuen sie das wir arbeiten oder zum arzt können. sind beide berufstätig.
        aber wir sind auch verhandelt, da mein mann und sein vater zusammen einen kleinen familien betrieb hat.
        meine schwiegermutter sagte letztens:“ der schönste tag ist, an dem ich mit meinen enkelkindern zusammen sein darf“.
        sie lieben sich alle gegenseitig.
        aber mein mann und ich haben auch keine erwartungen.
        mir fällt es immer sehr schwer nach hilfe oder da sie aufpassen nachzufragen. sie ermöglichen uns auch ab und an einen freien abend. aber da sie so beschäftigt sind und ein gutes jahr ihr anderes einjähriges enkelkind fünf tage die wocje betreuen mag ich (!) derzeit gar nicht danach fragen. sie sollen sich auch mal ausruhen. und um ihre eltern kümmern sie sich auch noch.
        mein vater wohn 600 km weit weg und familie ist ihm nicht wichtig. wenn man sich mal 1x im jahr sieht beschäftigt er sich auch nicht mit den kindern. aber so war er zu uns kindern auch schon, ich kenne es also nicht anderst.
        ich finde das wichtigste: kommunizieren was man möchte und um zu wissen was der andere leisten kann und mag.
        und erwartungen runter schrauben.

    4. Vollkommen richtig!
      Meine Schwiegereltern haben auch keine Zeit und kein Interesse. Sie wollen ihre Freizeit nicht opfern.
      Umgekehrt wird das dann bestimmt genauso stattfinden.
      Wir haben unsere 3 Kinder (13,10,10) bisher ohne Hilfe betreut. Und werden unsere Freizeit später einmal auch nicht für desinteressierte Großeltern opfern.
      Im Gegenteil, wir werden unsere Zeit unseren Kindern und Enkelkindern widmen – und es bestimmt besser machen.
      Da sind mein Mann und ich uns einig!

      Man bekommt immer soviel zurück, wie man zu geben bereit ist.

      1. Zu Katharina.
        Ja ihre Geschichte hört sich ähnlich an. Mir ist vollkommen klar, dass eine Oma nicht alles gleich macht wie die Mutter. Das ist auch ok so. Allerdings gibt es eine Grenze. Ich habe mit ihr schon mal über meine ganze Beziehung zu ihr gesprochen. Sie hat alles abgestritten und hat mir klar gemacht, dass sie sich nicht ändern wird. Ok dann macht es keinen Sinn Kraft aufzuwenden ihr einen Schritt entgegen zu kommen.
        Nun lebt sie über den Sommer in Frankreich. Die Distanz tut mir echt gut. Wenn sie aber manchmal für eine kurze Zeit in die Schweiz kommt, erwartet sie, dass man sie oft besucht und sich alles nur um sich dreht. Momentan habe ich einen Weg für mich gefunden mit der Situation umzugehen. Wir sehen uns nur wenns mir passt oder treffen uns auf einem Spielplatz. Echt schade, manchmal wünschte ich mir eine andere Mama und Oma für meine Kinder.

        1. angela, ja ich kenne das zu gut. ich kämpfe oder arbeite auch nicht an einer besseren beziehung zu meiner mutter. und „reichen wir ihr den kleinen finger“ also zb treffen sie mal einmal in zwei monaten, will sie uns auf einmal jedes(!) wochenende sehen. sie übertreibt dann immer gleich. oder wenn ich mal helfe ( ich bin halt die einzige die helfen kann wenn sie ins krankenhaus muss) dann denkt sie es wird wieder alles toll. aber ich helfe dann nur weil einfach sonst kein anderer da ist.
          ich kenne es ja von beiden seiten wie es laufen kann einmal für alle seiten toll und man mag sich und sieht sich gerne und unterstützt sich, und von der anderen, das man sich nicht mag und keinen kontakt bzw auch das von der opa seite nichts kommt. meinen eltern würde ich, so hart es auch klingt, ich würde sie nicht pflegen oder jede woche viel unterstützen. traurige aber wahr.
          ich kann also irgendwie alle verstehen!!
          ich bin so dankbar für meine schwiegereltern. und es ist selbstverständlich das wir auch ihnen jederzeit helfen werden. oder der tante oder schwester meines mannes. es ist ein richtiger clan. es ist ein geben und nehmen. aber wie gesagt, wir hatten auch so etliche konflikte und waren auch mal sauer aufrufender usw.

        2. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Was ist bei Euch eigentlich schiefgelaufen? Ich denke, dass wir uns unsere Freiheit im Alter teuer erarbeitet haben. Wir waren immer für unser Kinder da und haben liebevoll, aber auch konsequent erzogen. Wenn sich junge Leute für Familie entscheiden, dann bitte auch mit allen Konsequenzen. Wir sind im Notfall immer für Kinder und Enkel da, werden uns aber nicht mit der Drohung, dass im höheren Alter keiner für uns da ist, erpressen lassen, Kinder die das tun, haben keinerlei Respekt vor der Lebensleistung der Eltern und werden ohnehin später nicht für sie da sein.

          1. petra, wenn sie das auf meinen kommentar beziehen geht es hier nicht im auge im auge und zahn und zahn.
            meine einstellung bzw meine beziehung zu meinen eltern fußt auf ganz anderen erfahrungen und nicht darauf wie sie sich um die enkel kümmern oder nicht. mit denen hat das in dem fall nichts zu tun. ich stehe ihnen einfach nicht nahe und das fing schon als ich kind war an. gerade meine mutter ist die die erwartungen und fixe vorstellungen hat, nicht ich.
            sie würden uns , auf ihre art, auch helfen aber wir finden so nicht zusammen. und beide haben auch nicht die erwartungshaltung das wir sie wenn sie pflegefall sind betreuen. im notfall ( was in den letzten jahren häufig war, leider für sie) haben mein mann und ich meiner mutter immer geholfen wenn sie ins krankenhaus musste oder danach nicht alles selbst konnte. meine schwester wohnt 300 km weg und kam kein einziges wochende mal zum helfen. also was da auge um auge ist weiß ich auch nicht.
            mein vater wohn selbst gewählt 700km weg und ihm reicht es wenn wir uns 1x im jahr sehen, mich um ihn kümmern werde ich nicht müssen, geht ja auch gar nicht bei der entfernung.
            andere sehen das mit dem auge im auge vielleicht so aber ich nicht. dann ist es bei ihnen vielleicht so rüber gekommen oder sie beziehen sich auf einen anderen kommentar….

  19. Hallo! Wir haben 3 Kinder unter 5 Jahre und bekommen Hilfe von den Großeltern und ich bin unendlich dankbar dafür, weil es uns als Familie so gut tut! Und ich spüre auch, wie sehr es den Großeltern gut, das ist also stimmig. Wir versuchen aber auch immer viel zu sprechen und ein Gefühl voneinander zu haben, wie es dem anderem gerade geht und ob alles so passt, wie es ist. Unsere Großeltern arbeiten aber auch alle schon lange nicht mehr und freuen sich daher auf die Abwechslung und Unternehmungen mit den Kindern und müssen dies nicht mit einem Arbeitsablauf vereinbaren. Ute hat mit dem Satz ‚Dazu kommt, dass man ab einem gewissen Alter auch nicht mehr so viel im Voraus planen kann, weil man nicht weiß, wie es gesundheitlich an dem Tag geht‘ mich aber auch nochmal
    sensibilisiert, stets im Blick zu haben, dass Großeltern noch deutlich andere gesundheitliche Baustellen haben. Das haben unsere auch und sagen es nur manchmal vielleicht nicht, weil sie uns nicht damit belasten möchten oder es sich selbst auch nicht eingestehen möchten. Klar sind sie alt genug selbst zu entscheiden, aber ich werde ab jetzt versuchen das mit im Blick zu haben, denn ich möchte sie auch nicht überfordern. Kinder sind ein wahnsinniges Glück, aber auch sehr viel Arbeit. Ich finde es gut, dass wir heutzutage beides benennen können! Und eins möchte ich noch sagen: unter dem letzten Artikel haben auch einige Großeltern geschrieben, die leider keinen oder kaum Kontakt zu ihren Enkeln haben können/dürfen, etc.. Einige haben geschrieben, dass sie dafür für Kinder aus anderen Familien da sind. Auch wir haben von einer solchen Hilfe während der Corona Lockdowns profitieren dürfen. Auch wenn dies sicher über den anderen fehlenden Kontakt nicht weg tröstet, möchte ich sagen: so eine Hilfe ist so etwas wertvolles, man kann dafür gar nicht genug danken. Wenn Ihr Großeltern seid ubd offen für so etwas seid, traut euch ruhig, es können wunderbare Kontakte und Momente daraus entstehen. Und Kinder machen das Leben wirklich einfach etwas heller, wie man so schön sagt ;-).

    1. Ich finde diese Haltung traurig. Meine Großmutter ist gerade mit 91 Jahren gestorben, in ihren eigenen 4 Wänden, umsorgt und gehalten von ihrer ganzen Familie. Wir wurden dabei von einem Paliativpflegedienst unterstützt. Zum Abschied nehmen am Krankenbett war mindestens ein Dutzend Leute da.
      Ich bin froh, dass ich sie zusammen mit meiner Mutter und Schwester sowie ihrer Nichte, die sie pflegte, waschen, kleiden und aufbahren durfte.

      Sie hat ihr ganzes Leben für andere gesorgt, ihre eigenen alten Eltern, für meine Mutter und für meine kleine Schwester und mich. Daneben arbeitete sie lange in der AWO Altentagesstätte und kümmerte sich um alte Menschen.

      In unserer Familie herrscht eine Kultur tiefer Liebe und Fürsorge, wir stehen immer füreinander ein.
      Meine Kinder haben tatsächlich ein Dorf, das sie aufzieht, es gibt für sie viele Anlaufstellen für alle möglichen Probleme im Leben.

      Ob ich erwarte, dass meine Eltern immer auf meine Kinder aufpassen? Nein, aber sie tun es gern und sagen auch, wenn sie keine Zeit / Lust haben.

      Meine Familie hört nicht vor meiner Haustür auf. Das macht mich glücklich und dankbar, denn es ist keine Selbstverständlichkeit.

    2. Bei uns ist das auch so. Meine Schwiegermutter freut sich immer sooo wenn sie endlich mal wieder ihren Enkel sieht. Aber ausschließlich wenn wir zu ihr fahren sie schaffen es nicht mal uns zu besuchen wenn sie alle paar Wochen zum Rest der Familie fährt (wir wohnen auf einem 10 min Umweg). Hilfe habe ich da nie erwartet aber anfangs hab ich noch versucht sie einzuladen oder regelmäßig hin zu fahren aber mittlerweile lassen wir es laufen.

      Möglicherweise sind die direkte, beweisbare Verwandten bereitwilliger zu helfen, keine Ahnung.

      Grundsätzlich finde ich es nicht richtig die Großeltern einzuplanen aber ich sehe es hier in der Gemeinde dass da oft sehr viel geholfen wird. Da die meisten Mütter hier mindestens 50% arbeiten ist das anders kaum zu stemmen, vor allem mit den in letzter Zeit sehr unzuverlässigen öffentlichen Betreuungsmöglichkeiten. Wir haben uns mit aus diesem Grund gegen ein zweites Kind entschieden. Was hätte ich denn mit dem jeweils anderen gemacht wenn ich mit einem Kind zum Turnen, in den Schwimmkurs, etc. gehe. Es ist jetzt schon so dass ich mir einen Babysitter suchen muss wenn ich zum Entwicklungsgespräch in den Kindergarten muss, weil die die nur mittags zwischen halb zwei und drei anbieten und da kann ich ihn ja schlecht mit nehmen. Sonst muss er halt überall hin mit das geht schon ist aber nicht immer schön. Frauenarzt mit Kind ist zum Beispiel doppelt Scheiße.
      Deshalb schaue ich schon manchmal neidisch auf die Mamas mit Eltern in Rufweite. Die ich nachmittags ohne eins ihrer drei Kinder beim Einkaufen treffe.

      Wir haben es auch schon mit Babysitter versucht aber mit dem aktuellen Mindestlohn muss man sich das erst Mal leisten können und da legale Angebote zu finden ist wirklich schwer. Wir haben ein halbes Jahr gesucht und selbst über das Arbeitsamt oder betreut.de ausschließlich Leute gefunden die illegal ohne Anmeldung arbeiten wollten.

  20. Als wir meiner Mutter ganz stolz verkündeten das ich schwanger bin, war ihre allererste Reaktion: Erwarte bloß nicht das ich mich darum kümmern werde. Ich bin fertig! Bääam. Das hat gesessen. Ich habe überhaupt nicht an Kinderbetreuung gedacht, ich habe mich einfach nur über unser erstes Wunschkind gefreut. Aber diese Reaktion beschreibt ihren Einsatz als Oma bis heute recht gut. Mittlerweile haben wir 5 Kinder. Meine Mutter ist stolz, macht Geschenke, Feiertage verbringt man zusammen. Aber das war’s dann auch. Gemeinsame Unternehmungen, Bindungsaufbau, Fehlanzeige. Sehr, sehr schade. Sie selbst hatte Unterstützung von ihrer Mutter. Ich habe großartige Großeltern und bin traurig für meine Kinder das sie das so nicht kennen. Unser Vorsatz steht auf jeden Fall Felsenfest: Wir werden einmal die besten Großeltern werden, die die Welt je gesehen hat. Zumindest dieses Geschenk können wir unseren Kindern machen. Vielleicht fällt es der heutigen Großeltern Generation so schwer nachzuvollziehen wie sehr sie fehlen, weil sie gar nicht wissen wie hart es ist, seine Kinder ohne die Hilfe der Großeltern groß zu ziehen. Wir erleben das schmerzlich und werden dafür selbst die weltbesten Großeltern werden. Hat es also doch was gutes *trauriger smilie*

      1. ??? Was genau willst du damit sagen? 3 sind unsere leiblichen Kinder, 2 sind Pflegekinder. Demnächst kommt noch ein drittes dazu. Wir sehen es als unsere Berufung Kindern Familie zu sein, die sonst keine hätten. Egal ob die Großeltern mit machen oder nicht. Schade finden kann ich es dennoch, finde ich. Vor allem für die Kinder. Man kann nie genug Menschen in seinem Leben haben von denen man geliebt wird. Da haben Großeltern die Chance eine wichtige Rolle zu spielen. Schade wenn diese nicht genutzt wird. Dann pflegen wir eben andere Beziehungen intensiver und kompensieren so gut es irgendwie geht.

  21. Nun habe ich den ersten Artikel aufmerksam verfolgt und nun diesen hier. Finde dieses Thema sehr spannend, da es mich selbst betrifft. Dort ist es die Schwiegermutter, die kaum von sich hören lässt. Außer an Ostern, Weihnachten und ihrer Hochzeit im letzten Jahr, als unser dreijähriger unbedingt dabei sein sollte.
    Ich finde dieser Artikel ist nicht wirklich eine Antwort auf den ersten. Dort wird nicht darum gebeten ständig auf die Kinder aufzupassen. Sondern eine Bindung zu ihnen aufzubauen und sie darüber enttäuscht ist. Im Gegenartikel wird davon gesprochen, dass Eltern bei jeder Gelegenheit die Großeltern einfordern. Und weiter erzählt sie, dass sie ihrer Tochter regelmäßig aushilft. Und dies auch gern tut. Nun verstehe ich nicht, dass scheinbar die erste Rednerin nichtmal die Erwartung haben darf, dass ihre Schwiegereltern die Kinder gerne sehen. Und die zweite macht sogar ein Hobby mit den ihren.
    Unsere Generation heult zu viel? Ja, weil wir neben unserem Job während der letzten zwei Jahre bangen, ob die Kita/Schule wieder zu macht, ob wir, wenn sie offen ist, unsere Kinder hergeben sollten. Mein Mann und ich haben die Schließungen allein, ohne Hilfe bewerkstelligt. Vormittags habe ich gearbeitet und er hat auf unseren Sohn aufgepasst, nachmittags haben wir uns die Klinke in die Hand gegeben und gewechselt. Wenn mein Mann nicht auch am Wochenende arbeiten musste haben wir uns nur dann gesehen. Als mein Vater im Sommer 2020 plötzlich verstarb auch hier keinerlei Unterstützung um aufzuatmen. Nachdem ich kurz darauf meinen Job verlor (ich war dummerweise mit Kind nicht flexibel genug) haben wir auch das geschafft. Und ja, ich jammere, weil es dort eine Oma gibt, die fast täglich 12 Stunden Nachtschicht schiebt und uns jederzeit helfen würde und von sich aus fast täglich da ist. Während die andere Oma mit 60 in Rente ist und auf keinen Vorschlag, wie wöchentlich oder zweiwöchentlich zum Abendessen vorbei zu kommen oder andere, eingeht. Irgendwann nimmt man es hin, ist irgendwann auch nicht mehr enttäuscht, aber dennoch traurig wegen des Kindes, was sie doch so gern hat.
    Vielleicht hätten sich einige Großeltern, die heute endlich Zeit für sich haben möchten, damals mehr um sich kümmern sollen, damit sie heute nicht so frustriert wären.

    1. Toller Beitrag, bin genau dieser Meinung jeder sollte bei seiner Kinderplanung das Risiko eingehen. Alles selber machen zu müssen erziehen, pflegen, vorlesen, aufpassen und und und

      1. Wir haben das Problem auf beiden Seiten. Mein Schwiegervater hatte ein sehr gutes Verhältnis zu unserem Sohn ( 10) seid meine Schwiegermutter gestorben ist lebt er nur noch sein Leben, wir hören ihn teils Wochen nicht obwohl wir nur 5 Autominuten auseinander wohnen. Unser Sohn hat eine Zeitlang immer wieder gefragt ob er bei Opa schlafen darf wurde aber zu 99% mit einem Nein abgefertigt. Mittlerweile fragt er nicht mehr. Meine Eltern wohnen 170km weit weg meine Mutter arbeitet noch voll das erste mal alleine hatten meine Eltern unseren Sohn als er 9 Jahre alt war.
        Ich finde es unfair die Eltern von heute immer als egoistisch, fordernd und zu weich hin zu stellen. Man darf nicht vergessen das die Eltern auch noch Mann und Frau sind und für eine gesunde Beziehung auch Zeit zu zweit nötig ist, vielen der Großeltern Generation hätte das gut getan da wären einige Ehen weniger lieblos.
        Dazu kommt um Oma und Opa genannt zu werden gehören nicht nur Rechte sondern auch Pflichten sonst braucht man sich später nicht wundern wenn die Enkel nicht helfen kommen wenn mal der rasen gemäht oder sonst was gemacht werden muss. Meine Oma hatte 14 Enkel und bis auf mich ( meine Oma wohnte in Österreich , wir in Deutschland ) waren alle Enkel fast täglich da.
        Wenn man uns Eltern sagt wir sollen uns kümmern dann sei den Großeltern gesagt dann bitte auch aus der Erziehung heraus halten und nicht dazwischen krätschen wenns gerade in den Zeitplan passt.

      2. Ich glaube, das ist ein ganz zentraler Punkt, bei den Großeltern,welche die Enkel nur als Belastung empfinden. Die eigenen Kinder waren in der Regel auch nur eine Belastung und keine Bereicherung. Dass das nicht so sein muss, haben diese Menschen nie erfahren. Das ist unheimlich schade für alle Beteiligten- die Kinder, die das gespürt haben, die Enkel, die keine Beziehung zu den Großeltern aufbauen können und vor allem, für die Großeltern selber, da diese nie erfahren konnten, wie wundervoll und erfüllend Kinder und Beziehungen sein können. Dass dies mehr ist, als zu Geben. Man empfängt, aber das muss können.

      3. Sorry, aber das ist ausgemachter Blödsinn. Sie haben entweder keine Kinder oder haben kleine Kinder in längst vergangenen Zeiten betreut.

        Letztlich ist es für Eltern, insbesondere für Mütter, heutzutage sehr schwer, dir Betreuung von Kindern und der eigenen Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Von der einstigen Gemeinschaft, in der Kinder aufwuchsen und mehrere Bindungspersonen hatten, ist nichts mehr übrig. Frauen haben dafür schlichtweg „keine Zeit“ mehr, da kaum ein Mann mit seinem Gehalt befähigt ist, eine Familie zu unterhalten.

        Die Erwartungen an Frauen und Mütter sind immens und vor allem divergent. Es ist aus dieser Perspektive nur nachvollziehbar, dass Mütter um Unterstützung ersuchen.

        Das ist die eine Seite. Die andere: wir reden hier doch von Familie. Darunter verstehe ich einen Verbund, in dem gegenseitig Unterstützung gegeben wird. Und zusammen gelacht, Probleme besprochen, an Lösungen gefeilt.. und vor allem die Zeit miteinander genossen wird.

        Heutige Großeltern, die die Haltung „jetzt bin ich dran“ und „ich hab das mit der Kinderbetreuung schon hinter mir“ vertreten, können ihre damalige Familienzeit mit ihren Kindern – vermute ich – nicht wirklich genossen haben. Daher bloß kein „Wiederaufkommen“ lassen.

        Naja, es gäbe noch viel mehr zu sagen. Ich bin nur froh, dass meine Eltern und Schwiegereltern sehr interessiert und engagiert sind und von sich aus ihre Enkelkinder betreuen und mit Ihnen Zeit verbringen. Da hat es meinerseits gar keiner Nachfrage bedürft. Und da ich selbst sehr schöne Beziehungen zu meinen Großeltern hatte, freue ich mich darüber besonders. Für die Großeltern und meine Kinder.

  22. Natürlich sollten Großeltern nicht verpflichtet werden regelmäßig auf ihre Enkelkinder aufzupassen. Meine Eltern haben dies zwar immer regelmäßig gemacht, haben dies sogar eingefordert. Sie haben eine tolle Beziehung zu all ihren Enkelkindern. Auch konnten wir uns immer an sie wenden, wenn es mal einen Bedarf an Babysitter gab. Bei uns besteht ein Generationenvertrag. Ich bin immer ansprechbar für meine Eltern. Ich helfe ihnen wo ich kann. Auch für meine Kinder (inzwischen 13 und 18) ist dies selbstverständlich. Meine Schwiegereltern interessieren sich nicht wirklich. Entsprechend ist das Verhältnis zu ihren Enkelkinder. Ich habe hier schon versucht es zu verbessern. Allerdings kann ich nicht erzwingen. Sie sind neidisch auf meine Eltern und werfen mir vor, dass ich die Kinder auf „meine Seite“ ziehen würde. Sie verstehen nicht, dass ohne ihr Engagement keine Bindung aufgebaut werden kann.

    1. Meine Frage wäre ob sie selbst gearbeitet hat. Denn das ist ein rieIger unterschied. Wieder arbeiten zu müssen mit kleinkindern die noch nicht mal in die krippe oder kiga gehen. Ein ding der unmöglichkeit. Ind ich bin enttäuscht von der Generation die null helfen. Mwine Großeltern haben geholfeb haben betreut und gekocht und schöne dinge mit uns gemacht. Die Generation meiner eltern scheint egozentrisch und nur an ihrem wohl interessiert

      1. Ich habe selbst 4 Kinder großgezogen, teilweise allein und komplett ohne Hilfe meiner Mutter oder meinen Geschwistern. Ich hatte kein Auto, wenig Geld und musste den Tag irgendwie schaffen. Jetzt habe ich 6 Enkel und bin berufstätig. Mein Mann und ich haben meist nur den Sonntag für uns. Ich bin der Meinung, dass unsere Kinder sich für ihre Kinder frei entschieden haben und daher vorher überlegt haben sollten, ob und inwieweit ein oder mehrere Kinder ihr Leben verändert. Sie wollen Eltern sein und das hat Konsequenzen. Wir mache gerne mal was mit meinen Enkeln…aber wir sind nicht ihre Eltern! Wir sind im Notfall da, wir besuchen gerne, oder lassen uns besuchen, wir unternehmen etwas mit den Enkeln, ich gebe einer Enkelin Förderunterricht…aber dann, wenn ich Zeit habe neben Beruf und meiner eigenen Freizeit, außer im Notfall.

        1. Sprichst mir aus der Seele. Habe auch die gleiche Situation. Mir fehlt einfach ein ausgewogenes Geben und Nehmen. Meine Kinder wissen, was sie erwarten und reagieren trotzig mit Enkelentzug, wenn man nicht ständig bereit ist, festgelegte Tage für Enkel abzuleisten. Ich liebe meine Enkel von ganzem Herzen, die Zeit, die ich mit Ihnen verbringe, genießen wir alle. Notfalleinsätze immer inbegriffen. Trotz gesundheitlicher Beschwerden. Allerdings stelle ich fest, das die erwachsenen Kinder wenig Interesse an ihren eigenen mittlerweile pflegebedürftigen Großeltern zeigen, die sehr oft für sie da waren und auch die eigenen Eltern nur gesund von Interesse sind. Wir haben und werden uns nie in die Erziehung einmischen, werden es aber auch nicht zulassen, das wir nur als Betreuer „gebraucht“ werden. Und auch früher war nicht alles leichter, gerade bei der Kinderbetreuung. Und auch derzeit gibt es eine zunehmende Altersarmut. Und das bei drei Kindern, 45 Jahre Arbeit und anschließender Pflege der eigenen Eltern. Auch unsere Lebenszeit ist endlich

    2. Ein Argument, das mit „wir haben früher ja auch…“ bringt uns nicht weiter.

      Die Großeltern sollen auch nicht nur Babysitter sein, sondern Bezugsperson mit Beziehung zum Kind. Es geht einerseits nicht darum, jemanden zu bezahlen, der einfach nur aufpasst, sondern darum, eine Bindung zwischen Großeltern und Enkel zu fördern.

      Und anndererseits ist man heutzutage meistens aufgeschmissen ohne Großeltern. Arbeitszeiten, die nicht mit Zeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen zusammenpassen. Ein Gehalt reicht nicht mehr aus, um die Familie zu ernähren. Frauen müssen arbeiten, weil sie sonst ihren Job verlieren. Altersarmut von Frauen. Frauen, die arbeiten gehen wollen und das auch tun können sollen!

      Ich selbst hatte nach dem dritten Kind eine Depression, weil uns niemand geholfen hat. Und das nicht, weil ich nicht „zäh“ bin.

      Die Zeiten haben sich geändert. Mit jedem Kind,das ich in die Welt setze, habe ich im Hinterkopf die evt. Verantwortung für meine Enkel, weil ich sehe, dass es ohne Oma und Opa schlichtweg nicht mehr möglich ist.

    3. P.S.: vor allem der letzte Satz! Gut geschrieben.
      Und ich würde noch hinzugefügen: und bitte im Alter nichts erwarten, wenn man nie zu geben bereit war.

  23. Moin, ich bin selbst Großmutter von 11 Enkelkindern und fühle mich so gesegnet! Als Mutter hatte ich viel Hilfe von den Omas und guten Kontakt zu den Uromas (die männlichen Mitglieder der Familien sind leider früh verstorben). Unsere Kinder haben ihre Omas und Uromas sehr geliebt und die Zeit mit ihnen sehr genossen. Die eine hat gerne vorgelesen, die andere gerne gespielt, jeder hatte etwas anderes zu geben, was noch heute die Erinnerungen unserer Kinder füllt. Die Großeltern sind in der Regel ein kleiner Gegenpol zu den Eltern. Wenn man Glück hat, kann man sich bei Oma schon mal ausheulen, wenn es zu Hause knistert. Das würde ich jedem Kind wünschen!
    Keine Lust auf Enkel kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich würde da niemals von Verpflichtungen oder Erwartungen sprechen. Für mich ist es selbstverständlich, dass Großeltern zum Leben ihrer Enkel dazugehören. Wer gibt sonst die Erinnerungen und Geschichten weiter? Wer drückt mal ein Auge zu, wenn alles grad so schrecklich ist? Wer gibt Liebe ohne von anderen Dingen abgelenkt zu werden?
    Ich bin in der glücklichen Situation, immer noch mit einem tollen, kinderlieben Mann verheiratet zu sein und so freuen wir uns immer sehr, wenn unsere Enkel zu Besuch kommen. In den Ferien haben wir meistens mindestens 5 zu Besuch und das ist eine großartige Zeit! Das würde ich für keinen anderen Verein eintauschen wollen! Oder wenn eine Tochter mal etwas „Urlaub“ braucht, quartiert sie sich bei uns ein und wir übernehmen kuscheln, wickeln und füttern. Natürlich wirbelt das unseren Tagesablauf durcheinander, aber wir können ja nach dem Besuch wieder auftanken.
    Und wer einmal einen Zettel mit dem Satz „Oma und Opa sind die besten“ bekommen hat, dem läuft das Herz über!
    Jeder, der freiwillig auf dieses Glück verzichtet tut mir leid.

    1. Das ist wirklich toll.,was sie machen …

      Ich hatte als Kind mit meinen Großeltern alles andere als Glück und das sowohl mütterliche ,als auch väterliche Seite ….
      Das einzige was ich zu hören bekam stillstehen Mund halten oder das der blöde Nachwuchs des Sohnes zu sein…
      Ich bin im Alter von 5 Jahren( 1984) lieber zu Hause über Stunden alleine geblieben als zu solchen Menschen ,was sich Familie schimpfte , gehen zu müssen …
      Ich kann mich auch nicht erinnern jemals allein mit dieses .Entchen gewesen zu sein…
      Seid dem ist Familie ein dehnbar Begriff …Und meine Mutter ist genauso eine „tolle Oma“ wie ihre Mutter es damals war …
      Was ich generell erwarte ist Ehrlichkeit…
      Egal ob von Mütter die mal.ne Pause brauchen ..verständlicher Weise, wie auch Großeltern die keine Lust haben auf ihre Enkel …man sollte aber dann als Großeltern später nicht verlangen wollen ,daß die Enkel dann kommen sollen …
      Und ihr Mamas da draußen, ihr macht alle einen tollen Job und ja es läuft manchmal alles gefühlt den Bach runter und die Pandemie hat euch alles abverlangt …aber vielleicht kann auch mal die Freundin die Tante ect. Aushelfen ? Und wenn sie nur ne Stunde mut den Kids zum Spielplatz geht …

      1. Dieser Artikel ist einfach nur traurig und hat nichts mit dem vorherigen Artikel zu tun.
        Es ist doch sehr schade, dass die eigenen Enkelkinder als Belastung und Störfaktor gesehen werden. Für mich gehören Großeltern zur Familie dazu und man wünscht euch ein gutes Verhältnis.
        Natürlich ist es schön, wenn die Großeltern einen unterstützen, damit man z.b. arbeiten gehen kann. Denn wie man gerade in dieser Zeit sieht, kann man die externe Betreuung nicht immer in Anspruch nehmen. Es gibt einem ein gutes Gefühl, wenn da jemand ist, der meine Kinder gerne nimmt und mit ihnen eine schöne Zeit verbringt, ohne, dass eine Verpflichtung dahinter steht. Das ist für mich Familie!
        Außerdem profitieren die Kinder als auch die Großeltern von einem guten Kontakt.
        Die Worte in diesem Artikel sind sehr verletzend für alle Eltern und auch für Großeltern, die wirklich gerne Zeit mit ihren Enkelkindern Zeit verbringen. Davon gibt es nämlich auch sehr viele, DANKE dafür!!!

    2. Mir fehlen die Worte. Was heißt eigentlich Familie? Endet Familie bei einem Verwandtschaftsgrad von 0,5? So wie sich das liest haben die Großeltern tatsächlich keinen Bock mehr auf Enkelkinder – man hat das ja schon durch mit den eigenen Kindern. Und was ist mit einer engen Bindung zu den Enkelkindern? Großeltern sein ist doch das Sahnehäubchen des Lebens! Kindern Werte und Normen mitzugeben – wie ich die Geborgenheit bei meiner Oma geliebt hatte! Und für sie und meinen Opa war es eine Selbstverständlichkeit 8 Enkelkinder jede Ferien auf ihren Bauernhof zu nehmen. Und das war kein Zuckerschlecken – mein Opa war neben Landwirt Maurer und meine Oma dreimal täglich im Stall.

      Wo soll eine Bindung herkommen, wenn gar kein Interesse mehr besteht oder gar Missgunst den eigenen Kindern gegenüber – für eure Freizeit nehme ich die Kinder nicht. ich glaube, die Generation Großeltern weiß nicht, was sie alles aufs Spiel setzt – die Enkelkinder werden sich einen feuchten Kehricht um ihre Großeltern scheren, wenn sie groß sind – wieso auch, wer sind die überhaupt? Und die Eltern? Da sollte man froh sein, dass die Ehe an der gesamten Belastung nicht zerbrochen ist. Das Sahnehäubchen aus Großeltern Sicht ist ja der gute Tipp, der dann immer kommt, was man doch besser machen sollte …
      Und die nächste Farce – soziale Kontakte pflegen, um im Alter nicht abhängig von den Kindern bzw Enkelkindern zu sein… Gleichaltrige sollen das auffangen?! Wieso nicht die Kontakte zur jüngeren Generation pflegen? Ist wohl zu anstrengend? Ach aber die Generation ist ja nicht so zäh, wie man selbst. Ich werd bekloppt bei solch unreflektierten Aussagen.

      Allen Großeltern gebe ich folgenden Tipp: überlegt, wie die Nachwelt euch in Erinnerung haben möchte und handelt im Leben so!

      1. Ich bin seit einem Jahr Mutter eines wunderbaren Sohnes. Es hat einfach alles gepasst, der Zeitpunkt war für uns alle richtig. Ich bin bei seiner Geburt nicht ganz 33 gewesen. Meine Mutter ging genau in dem Jahr in Rente und hatte schon von vornherein ihre Unterstützung zugesichert, wie auch meine Schwiegermutter. Unsere beiden Elternpaare sind übrigens geschieden und nur meine Eltern neu verpartnert.
        Die Freude war überall groß, als unser kleiner kam. Allein mein Vater kann seine Freude irgendwie nicht ausdrücken und hält sich sehr zurück. Er hat den Kleinen seit seiner Geburt vielleicht dreimal gesehen und schiebt immer wieder Corona vor. Das ist ok für mich, ich erwarte nicht viel. Auch, dass meine Mutter und Schwiegermutter sich teilweise auch abends Mal um den Kleinen kümmern, damit wir ausgehen können, betrachte ich nicht als selbstverständlich. Ich glaube, da muss man zum einen reinwachsen, Eltern wie Großeltern und ich glaube, wenn man offen anspricht und fragt und auch mal machen lässt, kann das für alle schön werden, die möchten.

        Aber: ich finde schon, dass es nicht zuviel erwartet ist, wenn frischgebackene Eltern auch Zeit für sich haben wollen und eben nicht 24/7 nur das Kind bei sich haben möchten. Gerade die erste Zeit ist immer besonders hart und ich habe die allergrößte Hochachtung für jene, die diese große Aufgabe samt Haushalt und alles was dazu gehört alleine stemmen. Ich finde es problematisch pauschal zu sagen, man solle sich nen Babysitter nehmen. Das kann ja wohl jede Familie selbst entscheiden, aber ich denke, das war im Artikel auch so gemeint.

        Ein anderer Punkt, der mich wirklich stört ist, dass hier von einer früher selbst erlebten Zähigkeit gesprochen wird. Ich tue mich sehr schwer damit aus zwei Gründen.
        Erstens halte ich es für fraglich, dass alles in Wirklichkeit auch immer so gewesen ist wie man es erinnert. Es ist ja mittlerweile gut erforscht, dass Gedächtnis sehr wandelbar ist, und alles immer anders war, als man es wirklich erinnert. Damit will ich niemanden unterstellen, dass sie in Wahrheit nicht zäh gewesen sei. Ich Frage mich da schon, ob da nicht doch öfter Mal ne nette Nachbarin oder eine liebevolle Oma mit Rat und Tat und vor allem Anwesenheit zur Seite stand. Und falls nicht, möchte ich Zähigkeit nicht als uneingeschränkt positive Tugend einordnen. Denn was bedeutet das denn für das Kind, das von einer zähen Person erzogen wurde? Vielleicht, dass Bedürfnisse einfach nicht wahrgenommen wurden? Zähigkeit hat sicherlich ihren Preis.

        Zweitens finde ich es ebenfalls problematisch eine fehlende Zähigkeit zu kritisieren. Für mich sind da zwei Aspekte sehr wichtig. Zum einen war es damals immer noch eine andere Zeit. Die Mutter hatten meist auch keine andere Wahl. Es war eben so wie es war. Als zweites möchte ich noch anfügen, dass es doch dann die Eltern waren, die es für ihre Kinder später Mal besser haben wollten, als sie es selbst hatten. Somit tragen sie eine Mitverantwortung für eine womöglich fehlende Zähigkeit. Sie ist vielleicht heute nicht mehr so notwendig? Oder eben anders gelagert, dass man es nicht mehr so mitbekommt? Wie auch immer, ich finde es darf von allen Seiten mehr Verständnis gezeigt werden und vor allem ein Respekt davor, dass man eben niemals in den Schuhen des jeweiligen anderen stecken kann. Das ist vermutlich die Wurzel aller Missverständnisse der Generationen.

        1. Ja, genau so ist es! Selten so einen unsinn gelesen. Ich selber komme aus einer südländischen Großfamilie. Obwohl wir in Deutschland aufgewachsen sind, sind wir jeden Sommer zu den Großeltern zu Besuch für mehrere Wochen und haben dort mit all unseren Cousinen und Cousins die Zeit verbracht. Bis heute sind sie alle eher wie Geschwister für mich und ich habe diese Zeit sehr sehr geliebt.
          Ich arbeite in der Altenpflege und kann nur sagen, man sieht, wer sich die Mühe gegeben hat zu seiner/ihrer Familie Kontakt zu pflegen und wer nicht. Manche haben wöchentlich oder gar fast täglich Besuch und ziehen davon auch viel Kraft und Freude, manche bekommen nicht mal zu Weihnachten Besuch. Und ratet Mal wer dann alleine stirbt und wer umringt ist von den nächsten.
          Die gleichaltrigen Kollegen und Freunde kommen da auf jeden Fall selten Besuchen.
          Es ist halt ein geben und nehmen und man erntet was man sät.
          Ich weiß nur, dass meine Eltern auch bis zum Ende umringt sein werden von ihren nächsten und nicht in Einsamkeit ihre letzten Jahre verbringen werden .

  24. Puh, ich spüre ganz schön viel Diskrepanz zwischen deinem Verhalten und deinen leider abwertenden Äußerungen gegenüber Eltern meiner Generation, den schnell heulenden Eltern. Ich weiß nicht, wie du zu deinem Urteil kommst.
    Du scheinst ja deine Tochter toll zu unterstützen, das ist in meinen Augen enorm! Du nimmst an einem Tag in der Woche ein Kind und ermöglichst der Enkel sogar noch ein Hobby! Du fühlst dich aber kritisiert? Oder verstehe ich etwas falsch?
    Ist es denn so, dass deine Kinder deine Termine diktieren und dich terminieren? Du scheinst doch eine Frau zu sein, die Ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten klar erkennt und kommuniziert und in ihren Möglichkeiten richtig toll unterstützt. Das finde ich super und hätte ich mir in den letzten Jahren von den Großeltern meiner Kinder sehr gewünscht! Deshalb verstehe ich den Vorwurf an meine Generation nicht.

    Ich sehe und erlebe einen großen und schmerzhaften Generationenkonflikt. Und verstehe insbesondere nicht, warum so rüde Äußerungen fallen müssen und warum die Überlastung die viele Familien erleben mussten mitunter klein geredet werden. Muss man Umstände, die man selbst nicht erlebt hat und nicht nachvollziehen kann klein reden oder negieren?

    Seit zwei Jahren sollen wir und unsere Kids die Älteren schützen, ich war meinen Kindern zeitgleich Mutter, Lehrerin, Erzieherin, Köchin, Spielfreundin, Sporttrainerin, Haushälterin und entlastete meine KollegInnen in der Risikogruppe und jene die mit der Digitalisierung an ihre Grenzen stießen, in dem ich zudem nachts arbeitete, um meine Eltern- und Großelterngeneration zu schützen. Ich musste meine Grenzen leider erst kennenlernen. Meine Gesundheit, mein Vertrauen in unsere Gesellschaft haben sehr gelitten. Meine Eltern sind getrennt. Beide vorerkrankt. Ich selbst in Teilen bei meinen Großeltern aufgewachsen, viel von ihnen betreut worden. Ich hatte selbst Angst um meine Eltern, habe nichts erwartet. Ich bin sehr traurig, dass meine Eltern meine Erschöpfung als schwäche Auslegen. Auch ihrer Meinung nach heule ich zu schnell rum. Sie selbst hätten die Zeit mit ihren Kindern schließlich auch allein geschafft… Hmm. Ich erinnere meine Kindheit anders und meine Großeltern und unser Kinderzimmer in ihrer Wohnung sind Teil meiner schönsten Kindheitserinnerungen.

    Es geht irgendwie wirklich um einen Generationenvertrag, um Wertschätzung, faire Kommunikation, Bedürfnisse und die Grenzen – auf beiden Seiten. Ich verstehe die Angst und Belastungsgrenzen der Älteren. Möchte aber auch das Recht auf meine Grenzrn haben.

    Ich denke, dass die aktuell häufig schockierende arbeitsrechtliche Situation von Eltern, die schockierende Überlastung von Schule und Kindergärten ein Fass Öl ins Feuer zwischen den Generationen kippt.
    Ich mich möchte meine Eltern nicht ausnutzen. Ich möchte gesehen werden. Ich bin so dankbar, dass ihr das Thema aufmacht und dass es hier so hochkocht. Ich bin dankbar über Kommentare zum Beispiel von Nina, Julia, Tina, Ines zu lesen. Das Wissen nicht allein zu sein.

    Und irgendwie bleibt bei mir die Frage, worum geht es hier eigentlich?

    1. Ich finde es durchaus schön und berechtigt, dass Großeltern ihren Ruhestand oder ihre Freizeit miteinander als Paar/ mit Freunden verbringen und wieder ein bisschen „Jugendliche Freiheit“ genießen wollen. Wenn man mehrmals die Woche die Termine der Kinder berücksichtigen muss und ständig zur Enkelkinderbetreuung rangezogen wird, leidet wieder das eigene Leben darunter. Man richtet sich wieder nur nach den Kindern aus.

      Dass man mit den Enkeln immer wieder was unternimmt und Zeit miteinander verbringt, finde ich selbstverständlich. Aber Großeltern sind nicht dafür verantwortlich, so viele Aufgaben der Eltern zu übernehmen. Es sollte ihnen Spaß bereiten und nicht in zu viel Arbeit und Stress ausarten. Die Arbeit muss bei bei Eltern bleiben, das Engagement der Großeltern ist nicht selbstverständlich – meine persönliche Meinung

      1. Liebe Franzi, so sehe ich das auch. Natürlich unter der Maßgabe, dass die Eltern auch in der Lage sind, sich „normal“ zu kümmern. Die Großeltern sind bei uns normalerweise das „Sahnehäubchen“ im Alltag – toll, wenn sie da sind und etwas mit den Kindern Unternehmen wollen. Aber wenn es ihnen mal nicht passt, dann ist das auch ok. Und auch wenn Not am Mann ist (z.B. Kita zu und beide Eltern haben wichtige Arbeitstermine) fragen wir respektvoll um Hilfe – wenn es bei ihnen nicht geht, dann organisieren wir uns anders, ohne nachtragend zu sein.

  25. Warum können wir Frauen nicht einfach zusammen halten?! Immer wird aber noch mehr verbal draufgehen, alles kritisch beäugt, es wird einem nix gegönnt. Wir jammern zuviel?!So wurde Frau schon immer klein gehalten.Es darf einer anderen Frau ja nicht besser gehen als einem selbst.Ihr habt hier doch mal dieses Buch vorgestellt, in der die Autorin beschreibt, Frauen sind wie Krebse in einem Glas, sobald eine Frau nach oben kommt wird sie sofort wieder runtergezogen.Ganz genau so ist es, ich erleb es in meinem Umfeld nicht andres. Selbst die Frauen der Elterngeneration die es auch nicht einfach hatten, gönnen einem nix.Nein es wird nur gejammert. Ich verstehe es einfach nicht.

    1. Ich habe beide Threads aufmerksam verfolgt, die Antworten beider „Seiten“ machen mich sehr nachdenklich und bewegen mich dazu mit meinen Kindern zu kommunizieren wieviel Hilfe erwünscht ist, wie die Erwartungen sind, noch habe ich keine Enkel, nur vier Kinder. Zu sagen man jammere zu viel finde ich… daneben, In einer Familie hält man, im Idealfall, zusammen und hilft sich gegenseitig. Ich habe, wir haben keinerlei Hilfe bekommen seitens unserer Herkunftsfamlien, das ist für uns sicher keine Begründung zu sagen, liebe Kinder ich helfe euch nicht, weil wir ja auch keine Hilfe bekommen haben. Ja, ich habe ein eigenes Leben, das habe ich auch wenn ich ab und zu auf meine Enkel aufpassen werden, notfalls sogar 24/7, weil das für mich Familie ausmacht. Ich habe mich zwischen Kinder. Haushalt und Beruf, den ich nach dem zweiten Kind aufgegeben habe, aufgerieben, ein schwerbehinderte Kind benötigt nunmal wesentlich mehr Hilfe, Kraft und Zeit. Mich hat das meine Gesundheit gekostet, ich hoffe trotzdem ich kann meinen Kindern weiterhin helfen, ob es nun zu Besuchen im Zoo reichen wird…. keine Ahnung, zum Lego, Memory spielen, zum Kekse BACKEN, Geschichten erzählen und Bilder malen wird es reichen. Zu sagen, ich habe keine Hilfe bekommen also bekommst du auch keine…. absurd. Kein Wunder, dass die Welt so ist wie sie ist. Einfach nur traurig.

    2. Hoffentlich vergessen die Großeltern dann irgendwann nicht, dass in 10 Jahren dann UNSERE Arbeit getan ist und wir die Kinder groß haben. Das wir dann auch unser Leben wieder voll und ausschließlich leben möchten….. so wie sie jetzt!
      Dann sind die jetzt rüstigen Rentner mit dem eigenen Leben nämlich unter Umständen gebrechliche Alte die Hilfe, Zeit und Zuspruch benötigen.
      Kinder zu bekommen darf doch nicht bedeuten sich und die Erwachsenenbeziehung über Jahre ausschließlich (!) aufzuopfern.
      Auch ich möchte nicht von einer Voll-Pflege in die Nächste rutschen!
      Geben UND nehmen, wäre das Maß der Dinge! Und niemand spricht von Besäufnissen zwei Mal im Monat, sondern von EINEM Abend alle 3 oder 4 Monate!
      Da bleibt genug Zeit für eigenes Ruhestandsleben!
      So viele Ehen sind kaputt, wenn die Kinder groß sind, weil es über Jahre keinerlei Möglichkeit gibt, sich auch mal darum zu kümmern, weil in der neuen Generation 60+ kein Platz mehr für den Generationen-Vertrag ist, er aber 80+ dann trotzdem fast immer eingefordert wird!
      Ich beabsichtige meine 2 Jungs so zu erziehen, dass sie erkennen, das Beziehungen egal welcher Art nur Bestand haben können, wenn sie gepflegt werden und sie auch und gerade mit Mitte 30, in einer der Hochphasen des Lebens, noch dabei zu unterstützen, wenn es gewünscht ist. Denn auch DANN bin ich noch ihre Mutter!

  26. Die Oma meiner Kinder – mittlerweile alle erwachsen- wohnt gerade fünf Kilometer weg von uns. Sie hat noch nie, wirklich nie, bei ihnen angerufen oder zu Geburtstagen eine Karte geschickt. An Weihnachten und Geburtstagen müssen die Kinder zu ihr kommen um ein Geschenk abzuholen. Da es sich um meine Ex-Schwiegermutter handelt und ich ebenso darauf bedacht war, dass sich ein gutes Verhältnis von meinen Kindern zu ihr entwickelt, habe ich jahrelang unterstützt, dass sie wenigstens ab und zu zu ihr gehen. Heute machen mir meine Kinder etwas Vorwürfe deshalb, können aber meine Zwickmühle auch nachvollziehen. Besucht wird diese Oma nur noch selten. Und auf Geschenke von ihr legen sie auch keinen Wert. Man hat als Mama bzw. Eltern schon den Wunsch, dass es Großeltern gibt. Nicht weil die die Rolle der Eltern übernehmen sollen, sondern die der Omas und Opas. Kuscheln, erzählen, gemeinsam Plätzchen essen, zu viel Eis mampfen, über Dinge sprechen über die man mit Mama gerade nicht reden mag, und und und. Ich bin selbst mittlerweile auch Oma und mein Enkel lebt mit meiner Tochter und meinem Schwiegersohn 1000 km von mir weg. Wir quatschen bald täglich über Video. Ich bekomme zwar nicht alle Momente mit, aber sehr viele. Wir werden uns in Zukunft auch nicht oft sehen, aber wir werden alles dafür tun um dennoch ein genauso gutes und schönes Verhältnis zu entwickeln.

  27. Zu sagen dass wir heute so viel jammern, ist eine Frechheit. Ich war als Kind viel bei meinen Großeltern – weil es den Kindergarten auf dem Lande nämlich erst ab 3 Jahren gab und auch keine Ferienbetreuung und meine Eltern Geld verdienen mussten. Die Frage, ob das alle so wollten, stellte sich nicht. Heute haben wir möglichst den Kitaplatz ab 1 Jahr, Ferienbetreuungsangebote und Elterngeld. Dafür wird auch erwartet, dass wir nach 12 Monaten wieder arbeiten und alle ach so flexibel sind. Und das meistern wir. Wir meistern sogar geschlossene Kitas, Quarantäne und Homeschooling, machen nebenbei 8 Stunden Homeoffice und fallen abends tot aufs Sofa, wir haben gar keine Zeit zum Jammern.
    Meine Mutter reiste hier sofort an, wenn ich dienstlich reisen sollte oder als ich im Krankenhaus lag. Sie ist alleinstehend und freut sich, jemanden zu bekochen, jemanden zu haben, der mit ihr kuschelt und spielt. Sie hat ein sehr inniges Verhältnis zu den Enkeln, weil es ihr wichtig ist und sie es so aufgebaut hat. Die anderen Großeltern haben lange Zeit ihr eigenes Leben vorangestellt – das ist auch in Ordnung – und die Kinder nur bei Feiern mit Geschenken überhäuft und Fotos fürs Album gemacht. Jetzt wo sie „trocken und pflegeleicht“ sind, wollen sie plötzlich etwas mit ihnen unternehmen und stellen Ansprüche- nur leider haben die Kinder keinen Bezug zu ihnen und kein Interesse.
    Ich denke irgendwie geartete Ansprüche zu stellen ist von beiden Seiten niemals richtig, dafür gibt es auch den guten alten Babysittter. Aber es gibt eben zwei Seiten der Medaille. Die Großeltern dürfen sich dann eben nicht wundern, wenn die Kinder kein Verhältnis zu ihnen aufbauen, denn um da hinterherlaufen – Entschuldigung für das Jammern – war ich am Ende tatsächlich zu müde.

  28. Ich sehe das ein bischen anders. Wenn ich mich entscheide Mutter zu sein, bin ich das auch mit 50, 60 noch und wenn ich meinem Kind was Gutes tun kann, indem ich bei der Kindererziehung unterstütze um ihm ein bischen Entlastung zu verschaffen, mache ich das gern. Davon abgesehen, dass ich auch eine eigene enge Beziehung zu meinen Enkeln aufbauen möchte. Es bleibt als Oma dennoch genug Zeit für eigene Aktivitäten. Aussagen wie wir waren zäher früher und die Eltern heute jammern mehr o.Ä. zeigen nur die Verklärtheit und Engstirnigkeit älterer Generationen, die den Anschluss verloren haben, in Sachen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen. Habe ich kein Verständnis für.

    1. Das!
      „Wenn ich mich entscheide Mutter zu sein, bin ich das auch mit 50, 60 noch und wenn ich meinem Kind was Gutes tun kann, indem ich bei der Kindererziehung unterstütze um ihm ein bischen Entlastung zu verschaffen, mache ich das gern.“

      Meine Mutter war zur Stelle, wenn ich ihre Hilfe gebraucht habe, und genau diese Einstellung hat sie mir gegenüber geäußert. Sie freut sich auf die Enkel, Verbringt gerne Zeit mit denen, hat eine tolle Beziehung zu ihnen, aber sie kommt um MIR zu helfen. So wie ihre Mutter es auch mit ihr gemacht hat.

      Die Schwiegermütter (ihre und meine) hatten diesem Impuls übrigens nicht ….

      Danke Mama, danke Oma!

  29. Meine Mutter passt jeden Freitag und auch ab und an am Wochenende (wenn wir was unternehmen) auf ihr Enkel auf.
    Meine Mutter arbeitet noch und ist auch recht jung.
    Sie macht das mit voller Liebe und nicht erzwungen. Ich muss ehrlich sagen das ich es von Großeltern (wie meinen), nicht verstehen kann das sie immer an sich denken. Wenn man ein Kind bekommt dann hört die Unterstützung ja nicht einfach irgendwann auf.
    Jeder darf ein eigenes Leben führen aber so wie sich jemand später um pflegebedürftige Eltern kümmern sollte ( in welcher Form auch immer) darf die Kinderbetreuung doch gerne mal auf Kosten der Großeltern stattfinden.
    Da gibt es einfach nur ein Kopfschütteln von mir für viel Egoismus und Überheblichkeit
    ( heulen schneller rum als wir früher)

  30. Ich habe beide Artikel und auch die Kommentare verfolgt und sie stimmen mich sehr nachdenklich. Ich habe zwei Kids mit 2 und 4,meine Mutter die noch Vollzeit arbeitet wohnt eine Stunde von uns weg, meine Schwiegermutter im Nachbardorf auf dem landwirtschaftlichen Betrieb den wir als Familienbetrieb bewirtschaften. Auf dem Hof arbeiten alle Generationen Großeltern, Großonkel, Onkel) zusammen und da sind auch die Kids dabei. Was natürlich nicht immer Spannungsfrei ist, ist für die Kinder sehr berreichernd;)irgendjemand hat immer Zeit für sie;) Die Kindern haben auch noch nie bei den Großeltern übernachtet, da sie abends einfach ein bisschen Ruhe brauchen, aber sonst freuen sie sich immer sehr über die Freude und die Liebe, die die Kids bringen. Im Gegenzug versuchen wir sie bei der Stall Arbeit zu entlasten, dass sie auch Zeit für die Enkel haben,sozusagen ein Generationenvertrag. Ich verstehe das Großeltern auch Zeit für sich und Pause brauchen, das muss dann gut abgesprochen werden. Aber sie verpassen, wenn sie sich zu sehr raus nehmen, auch ganz viel Freunde und Liebe die Kinder mit sich bringen.

  31. Was für ein spannendes Thema, ich habe beide Artikel gelesen und viele Gedanken im Kopf, sehr komplexe. Ich selbst bin Mama eines Grundschulkindes und lebe mit meinem Sohn, meiner Mutter und anderen, nicht mit mir verwandten Menschen in einem Mehrgenerationen Wohnprojekt. Ich bin gern Mama. Nach zwei Jahren hat sich meine Mutter beschwert, dass sie mehr Zeit mit ihrem Enkel möchte. Als Babysitterin habe ich sie nie benutzt, aber durch ihre Unterstützung kann ich wertvolle Ressourcen schonen, um als berufstätige Mutter gut zu funktionieren.

    Ich denke, der Mittelweg ist gefragt. Wer seine Enkel ein Mal in der Woche nimmt, tut schon sehr viel. Es ist auch nicht immer eine Frage der Lust, sondern der Wertschätzung gegenüber der eigenen Kinder. Besteht eine positive Beziehung, wird der Kontakt zu den Enkeln automatisch so aufgebaut und dosiert, dass es für alle passt. Hier gilt: Qualität ist wichtiger als Qualität.
    Aber ich stimme zu, dass die ältere Generation einiges anders sieht. Über Gefühle sprechen gleich Jammern. Heutige Eltern stehen im Fokus der Medien, der Gesellschaft. Meine Eltern könnten als Kinder auf der Straße spielen, das ist heute undenkbar. Gerade Mütter werden entweder als Helikopter oder als gleichgültig beschimpft, wenn nicht alles perfekt klappt. Die Anforderungen sind ungleich höher. Darum ist das Thema so komplex. Aber desinteressierte Großeltern verstehe ich nach wie vor nicht.

  32. Hmm, das hat jetzt aber so überhaupt nichts mit der vorherigen Geschichte zu tun. Da ging es ja nicht ums Babysitten, sondern um alle paar Wochen mal hinfahren, um eine Bindung aufzubauen. Und wenn da die Großeltern immer wieder ausreden suchen, damit das Treffen nicht statt findet, dann tuts mir leid.Das hat dann auch nichts mit rumheulen der Eltern zu tun. Ich hatte allerdings auch solche Großeltern! Wir Enkel haben uns alle abgewandt, weil sie nichts von uns wissen wollten, weder gratulationen zum Geburtstag, noch Geschenke, noch einfache Besuche.

  33. Früher war die Betreuung der Kinder einfacher. Nach der Schule, ab nach draußen zum Spielen. Jetzt gibt es diese Selbstverständlichkeit nicht mehr. Die Anforderungen an die Eltern, bezüglich der Erziehung, sind enorm gestiegen. Welches Kind im Grundschulalter geht heute allein zu Musik-Tanz – Nachhilfeunterricht oder zum Sport?

    1. Meine Tochter geht alleine in den Kindergarten und kommt auch alleine zurück..In der Schweiz machen die Kinder das nach Eintritt in den Kindergarten im Alter zwischen 4-5 Jahren ..

      1. Jeder hat andere Lebensvorrausetzungen. Ich kann auch die Oma verstehen, die es ablehnt auf ihre Enkel aufzupassen. Das sind Entscheidungen die man trifft. Was du sähst, das erntest du. Ich habe mich gefreut als meine Tochter mit Zwillingen schwanger war. Sie war alleinerziehend zu der Zeit. Dss war oft schwer für meine Tochter, gerade wenn die Kinder krank waren. Damals lebte sie in der Nähe und ich bin fast täglich zu ihr, damit sie mal Luft holen konnte. Ich bin bis heute berufstätig und nehme die Kinder alle 3 Wochen. Sie sind jetzt 6 Jahre.
        Ich bin so dankbar das ich Sie habe herwachsen sehen konnte.
        Und wir haben auch eine liebevolle Verbindung und wir haben soviel Freude mit Ihnen. Es fällt mir jetzt immer schwerer, aber in 6 Wochen gehe ich in Rente und plane schon einige Kurzurlaube mit den Mädels. Es macht mir soviel Freude, ihnen Dinge zu zeigen, die ihre Mutter nicht mit ihnen macht. Natürlich bin ich oft danach erschöpft, aber das nehme ich hin.

  34. Also ich kann die Aussage „die Eltern heulen heute zu schnell rum“ gut nachvollziehen. Wie oft habe ich von Freunden gehört, wie sie sich über ihre Eltern beschwert haben, weil diese nicht einmal das Enkelkind bei sich haben übernachten lassen und die „armen“ Eltern schon seit Monaten nicht mehr allein waren, immer war das Kind da.
    Dazu muss ich sagen, ich erwarte das 4. Kind der älteste ist 11 und außer das mal eines bei Freunden übernachtet hat, waren meine Kinder nur stundenweise von mir getrennt und ich finde dass überhaupt nicht dramatisch, ich wollte ja auch die Kinder. Natürlich ist es wichtig, dass eine Bindung zu den Großeltern entsteht, ich selbst bin mit den Großeltern in einem Haus aufgewachsen, meine Mutter war alleinerziehend und meine Großeltern haben immer ausgeholfen, wenn sie arbeiten musste. Genauso agiert auch meine Mutter, nach den ersten beiden Kindern war ich auch alleinerziehend, in der Pflege tätig und grad an Wochenenden und Feiertagen hatte ich keine Betreuung, da der Vater sich nicht gekümmert hat. Meine Mutter ist jedesmal zum Kinder hüten eingesprungen, obwohl sie selbst noch mitten im Beruf steht und somit eigentlich nur Wochenenden und Feiertag zur eigenen Erholung hat. Heute bin ich längst wieder glücklich verheiratet hab ein drittes Kind und wie gesagt erwarte mein 4. Mein Mann und ich kriegen die Kinderbetreuung zu zweit ohne Probleme hin und meine Mutter ist nun einfach immer gerngesehener Gast der einfach einen Draht zu ihren Enkeln haben möchte. Ich persönlich finde es wichtig, dass man die eigenen Eltern nicht in die Betreuung einplant, trotzdem ist es aber schön zu wissen, dass man, wenn es hart auf hart kommt, auf seine Eltern zählen kann.

  35. Ich bin vierfache Mama von 2 Jungs und 2 Mädchen. Alle schon erwachsen und bis auf den Jüngsten selber schon Eltern. Daher habe ich 5 tolle Enkel im Alter von 11,4,3,1 und 1,5 Jahren.
    Ich selber habe zu weit weg gewohnt, um meinen Kindern ein wirklich enges Verhältnis zu den Größten ermöglichen zu können. Auch war die Zeit eine andere und die Einstellungen der Großeltern zu meiner Erziehung nicht unbedingt meine.😂.
    Doch ich habe mir immer gesagt, wenn ich Oma bin, dann eine, zu der die Kinder gerne kommen, mit der man Spass hat und die da ist, wenn man sie braucht.
    Ich bin mit Leib und Seele Mama und auch Oma. Mir geben die Enkel so viel. Und ja, ich arbeite noch (bin jetzt 61), habe einen kranken Mann und so einige Verpflichtungen. Na ja und da ich überall im Körper Arthrose habe, auch mit viel Schmerzen zu kämpfen. Das halt mich aber nicht davon ab, mit der vierjährigen 10 mal die vielen Treppen zur Rutsche im Schwimmbad hoch zu laufen oder die Kleine auf die Schulter zu nehmen. Gibt es halt Mal ne Pille mehr danach 🤣. Die Kinder zeigen mir, dass ich noch lebe.
    Und klar mach ich mal Babysitter, warum auch nicht. Hätte ich mir auch gewünscht bei meinen, da blieb halt nur einen suchen.
    Es geht doch gar nicht darum, dass die Kinder abgeschoben werden zu mir.Ich würde mich freuen, wenn meine Enkel irgendwann auch noch zu ihrer alten Oma sagen: „du, ich hab dich lieb und es ist gut, dass es dich gibt.“ Wir leben auch gemeinsam in einem Haus mit dem Ältesten und Familie.
    Beim Großen hab ich während der Pandemie daheim täglich geholfen, dass er in der Schule klar kam, da es ja keinen Präsenzunterricht gab und ich war da gerade lange krankgeschrieben. Hatte doch Zeit, warum nicht? Tja, da ich nicht laufen konnte in der Zeit, ging die Schwiegertochter mit dem Hund.Sie hat dann entbunden und machte das weiterhin. Dafür schlief meine Enkelin stundenlang auf meinem Bauch, bis sie wach wurde. Mama konnte dann nach dem Hundegassi nochetwas Haushalt machen oder was auch immer.
    Das ist für mich Familie, so wie sie sein sollte.
    Heute mit etwas über1,5 ist nach Mama und Papa die Oma die Hauptbezugsperson. Auch meine anderen Enkel haben engen Bezug zu mir. Die vierjährige muss mich zumindest über Facetime anrufen täglich.
    Wenn ich wirklich mal nicht kann, dann sage ich das auch. Ist auch okay.
    Oma sein, sollte man einfach genießen und nicht als Pflicht empfinden.

  36. Andere Länder, andere Sitten

    Ich bin Bulgarin. Bei uns kümmern sich die Großeltern um die Enkelkinder. Und wenn die Großeltern gebrechlich werden, werden sie Zuhause gepflegt – von Kindern und Enkelkindern. Selbst hier in Deutschland hält sich meine bulgarische Familie daran.

    Alt, einsam, hilflos

    Da, wo ich wohne (in Deutschland), bin ich von vereinsamten alten Menschen umgeben. Sie tun mir leid, so alleine und hilflos. Ich frage mich: wären sie so einsam, wenn sie sich proaktiv um die Bindung zu Tochter/Schwiegertochter und Enkelkindern gekümmert hätten?

    Na ja, jeder muss selber wissen…

  37. Ich finde es einfach nur traurig. Ich hatte ein super Verhältnis zu Oma und Opa, war jeden Tag dort, sie haben mich an den Wochenenden mit in ihre Ferienwohnung genommen und meine Kindheit enorm bereichert! Ich wünsche mir für meine Kinder einfach die gleiche wunderschöne Erfahrung… Und finde es traurig wenn das Bedürfnis nach einer starken Bindung nicht auf Gegenseitigkeit beruht.
    Und ich denke auch, dass viele Großeltern, die „ihr Ding durchziehen“, es später bereuen, wenn die Enkel groß sind und nichts mehr von den Großeltern wissen wollen….Sie verpassen viel!
    Es sind doch eh nur ein paar Jahre!

  38. Ich finde, es geht hier um 2 grundverschiedene Dinge. Einerseits um die Unterstützung, die sich Eltern von ihren Eltern wünschen, und andererseits um die Bindung zwischen Kindern und Großeltern. Hier (und auch sonst oft in solchen Gesprächen) geht es vorrangig um die Frage, ob die Eltern Unterstützung fordern dürfen oder die Großeltern sich um die Enkelkinder kümmern wollen.
    Wo ist in dieser Debatte die Liebe, die es zwischen Großeltern und Enkelkindern gibt und die beide Seiten erleben können sollen?

  39. Jede Familie funktioniert anders. Durch die Heirat zweier unterschiedlicher Familien hat es sich mir eröffnet wie unterschiedlich Familien sein können. Die Bandbreite geht von totaler Fürsorge um die Enkel bis zu völligem Desinteresse. Ich ärgere mich nur ein wenig darüber, dass ich selbst noch sehr oft bei den Großeltern sein durfte, ob nach der Schule oder wenn die Eltern allein in Urlaub geflogen sind. Also die eigenen Eltern selbst diese Vorzüge genossen haben, aber es jetzt nicht so wieder weitergeben – sondern der Meinung sind, dass es ihnen jetzt zustünde ihre Freiheit zu Leben, hier beginnt für mich die Enttäuschung. Es gibt aus meiner Sicht also durchaus auch eine Generation die mehr nimmt als gibt, ändern kann man es nicht, nur hinnehmen und eben die Herausforderungen selbst stemmen. Ich bin der Meinung, dass dies auch unserer Gesellschaft und dem Hang zur Spaß/Konsumgesellschaft geschuldet ist. Man hat ja nur etwas erreicht, wenn man diesen und jenen Lebensstandard leben kann. Dort finden dann die Enkel im eng getasteten Lebensstil weniger Platz wie früher, als Fernreisen noch nicht zur Regelmäßigkeit gehörten.

  40. Das Thema hat mich auch sehr beschäftigt, seit ich den Beitrag von Carla gelesen habe. Was mir in vielen Kommentaren aufgefallen ist, dass es eine ganz klare Erwartungshaltung an die Großeltern gibt, wie oft, wann usw. sie ihre Enkel sehen sollen. Ich glaube, hier ist auch das Problem. Niemand möchte fremdbestimmt sein. Gerade wenn man das Berufsleben hinter sich hat und die eigenen Kinder aus dem Haus sind, möchte man endlich Mal ohne Verpflichtungen und Termindruck leben. Und dazwischen hat man bestimmt auch Zeit für die Enkel. Wie oft und in welchem Umfang man das möchte und kann, sollte man aber dann auch den Großeltern überlassen und vor allen Dingen nicht eingeschnappt sein, wenn Mal ein nein kommt. Die meisten Großeltern sind eh zur Stelle, wenn sie dringend gebraucht werden. Mit ein wenig Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten, steht einer guten Beziehung Großeltern/Enkeln sicher nichts im Weg.

    1. Nati, danke für den Beitrag!
      Ich habe zwei Kinder mit meinem Mann groß gezogen. Wir hatten beide unser Studium beendet und mir fiel es nicht im Traum ein, wegen der Kinder meine Arbeit aufzugeben. Im „Osten“ waren genügend Krippen- und Kindergartenplätze vorhanden. Die Öffnungszeiten waren von 6:00 bis 18:00 Uhr, so daß jede Frau/Mann voll berufstätig sein konnte – und wir waren es auch! Wir waren beide immer voll berufstätig, ich habe zusätzlich noch ein 7-jähriges Fernstudium absolviert und unsere Kinder waren in Krippe und Kindergarten gut versorgt. Heute sind beide erwachsen, haben ihr Diplom in der Tasche und sind auch mit ihren Kindern voll berufstätig. Es geht alles- auch heute!
      Meine Eltern und Großeltern meiner Kinder waren selbst noch berufstätig und konnten sich über die Woche nicht um die Enkel kümmern. Wir als Eltern hätten es auch nie von ihnen verlangt, daß sie sich am Wochenende um ihre Enkel kümmern sollten, selbst als sie dann Rentner waren. Wir!hatten uns für unsere Kinder entschieden und waren für ihr Heranwachsen verantwortlich- nicht die Großeltern!
      Wenn wirklich Not am Mann war, haben wir uns immer mit ihnen absprechen können, ob sie uns irgendwie mit helfen könnten. Es fand sich immer eine Lösung- man muß nur vernünftig miteinander reden und kreativ sein!
      Wir haben uns oft mit den Kinder gegenseitig besucht. Sie haben mit den Enkelkindern gekocht und gebacken und gehandwerkelt. Aber nur dann, wenn sie es gern von sich aus wollten und wir haben ihnen geholfen wo und wann wir konnten. Also, ein gegenseitiges geben und nehmen.
      Meine Eltern sorgten sich um meine Großeltern, also um ihre Eltern und uns kam nie in den Sinn, ihnen dann noch ihre Enkelkinder aufzubürden! Sie brauchten auch ihre Ruhe und Erholung. wir waren noch jung und hatten mehr Kraft als sie.
      So wie es meine Eltern uns vorlebten, so machen wir es heute mit unseren Kindern und Enkeln – und, es funktioniert bestens! Keine Verpflichtungen, kein Muß, nur Wollen, keine Vorwürfe…..alles kann-muß aber nicht. Wir sind jetzt Rentner, haben uns als Paar und unsere Wünsche und Träume, die wir uns im Berufsleben nicht erfüllen konnten. Deshalb bleibt die Familie inkl. Enkelkinder nicht auf der Strecke.

  41. Ich möchte gerne allen hier sagen, dass ich euch verstehe. Das eigene Leben und die Erfahrungen prägen uns. Wir sind doch schon durch unsere Kindheit geprägt worden. Was wir dort erlebten, ist nicht unsere Schuld und das haben wir uns nicht ausgesucht!
    Ich habe mit meinen Kindern, als sie erwachen waren, offen darüber geredet. Meine beiden Kinder, Tochter 31, Sohn 24, wissen viel über mein Leben und sie vertrauen mir auch ihre Gefühle an. Wir nehmen uns wertfrei an und sprechen auch offen über unsere Erwartungen. Diese sind ja erstmal nur gesagt und haben ihren Ursprung meist aus Enttäuschung oder eigener Wunschvorstellung. Ich habe gelernt die Gefühle von ihnen auszuhalten, auch meine eigenen Gefühle muss ich aushalten. Ich bin ein ungewolltes Kind, meine Mutter konnte wohl nicht darüber nachdenken was es heißt Kinder in die Welt zu setzen. Meine Schwester ist nur 11 Monate älter als ich, sie wollte kein Kind mehr, aber das interessierte meinen Vater offensichtlich im Wochenbett nicht. Natürlich fühlte ich diese Ablehnung in meiner Kindheit, mein Stiefvater, nur 11 Jahre älter als ich, misshandelte mich mit indem er mich übersah und ich als dumm und nutzlos „links liegen“ gelassen wurde. Ich habe mir schon damals geschworen es eines Tages besser zu machen. Wenn ich meine Oma nicht gehabt hätte, wäre aus mir wohl nichts geworden. Ihre Liebe und dass ihre Tür immer für mich offen stand, gab mir das Gefühl dass ich weiter machen kann. Bei ihr was die Insel der Hoffnung und niemand schrie mich an oder sagte mir wie schlecht und dumm ich sei.
    Meine beiden Kinder sind Wunschkinder, als sie zur Welt kamen, war ich gleichzeitig überglücklich und auch emotional erschrocken und unglaublich traurig darüber, dass ich als ich so klein war nicht diese Liebe erfuhr. Ich frage mich noch heute wieso, eine Antwort bekomme ich nicht von meinen beiden noch lebenden Eltern. Vielleicht denken andere nicht so wie ich, aber ich bin sehr oft im Reinen mit mir und dem Leben weil ich meine beiden lieben Kinder in diese Welt gebracht habe, das erfüllt mich mit stolz und Glückseeligkeit. Es ist egal was sie beruflich machen oder was sie aus ihren Leben machen, ich weiß sie sind stark mit sich. Ich bin immer für sie da, das wissen sie und nutzen es nicht aus. Sie sind aber auch für mich da, das weiß ich. Das Wissen um dem Halt des unsichtbaren Bandes ist doch das Wichtigste!
    Ich bin seit 4 Jahren Oma, meine Tochter schenkte mir diese Rolle in meinem Leben. Vielleicht schaffen auch andere Omas eine andere Sicht auf dieses Sein, wenn ihr mal schaut, dass es ein Geschenk ist. Unsere Kinder und Enkelkinder brauen emotionale Nahrung und Zeit die wir miteinander verbringen. Ich spüre auch die Veränderungen dieser Zeit, dass meine Tochter gestresst ist, weil sie gerade jetzt ihre Pläne nicht verwirklichen kann. Mein Schwiegersohn ist durch Corona bedingt arbeitslos. Da ist es natürlich schwer zur Ruhe zu kommen. Ich kenne die sozialen Probleme selbst zu gut. Nach zwei schlimmen Scheidungen stand ich selber am Abgrund, wusste kaum wie es weiter gehen soll. Ich habe im Laufe meines Lebens gelernt dass kein Besitz glücklicher machen kann als das menschliche Miteinander. Wir wissen doch alle dass wir immer auf der Suche nach der Glückseeligkeit sind. Besitzgüter werden sie uns wohl kaum geben. Ich freue mich auf jede Minute mit meinen Enkelkind. Wenn ich mich auf seine Augenhöhe begebe, wirklich wörtlich genommen, fühle ich seine kleine Welt in der ich sein draf. Ich habe das große Glück dass meine Tochter gleich in der Nähe wohnt, sicher auch ein Zeichen dass sie gerne in meiner Nähe ist. Ich komme wir kommen nie unangemeldet gegenseitig vorbei. Wir respektieren uns und unsere unterschiedlichen Lebensweisen. Ich lebe alleine, habe zwar einen Lebensgefährten, der gerne Opa ist, aber ein Zusammenziehen ist auch eine „Baustelle“ meiner Seele. Ich bin gerne unter Freunden, liebe meine Freizeit, habe Hobbys und zwei Ehrenämter neben meiner Teilzeitarbeit. Ich brauche nicht viel zum Leben, das was ich brauche kann ich ja eh nicht mit Geld bezahlen.
    Vielleicht schauen viele Menschen nicht darauf, es ist so einfach vom Glück zu reden, wenn das Gehalt stimmt, man sich einen finanziell kostspieligen Wunsch erfüllt, das Ansehen bei Menschen die wohl keine Freunde sind, erhalten möchte…. es gibt viele Gründe nicht mal in sein Inneres zu horchen.
    „Warum möchte ich meine Enkel nicht um mich haben oder wenig sehen?“ Sind da unausgesprochene Verletzungen? „Habe ich Ängste dass mir jemand meine Zeit stehlen könnte, bin ich gegen meinen Willen eingeengt worden oder sind es gar Erwartungen von anderen die ich erfüllen soll ?“
    Schaut doch mal in die wunderschönen Augen eurer Kinder, lasst eure Wut mal in Tränen raus, wenn sie euch bedrückt. Niemand ist jemanden etwas schuldig. Eltern haben die Pflicht des Lebens für ihre Kinder übernommen als sie geboren wurden und wenn sie erwachsen sind, ist diese Sorgepflicht vorrüber. Ob Eltern diese Pflicht gut meistern, das ist unterliegt leider keiner Regel und Ordnung. Liebe ist in jedem Menschen bitte lasst sie eure Kinder wieder spüren, sie ist an keine Pflicht gebunden, sie kann euch auch wieder durch die Enkelkinder berühren. Allen Großeltern die kaum Kontakt pflegen oder meinen sie möchten das nicht oder können den Kindern nicht gerecht werden, nicht gegen die digitale Welt ankommen, die Gefühle der Kinder nicht aushalten, keine Zeit für sie einräumen…. Bitte versucht einen Weg aufeinander zuzugehen. Gespräche sind der Weg zueinander, überrascht doch einfach mal einander. Auch mit Enkelkindern könnt ihr ab einem gewissen Alter schon reden. Mein kleiner Schatz ist mit seinen gerade 4 Jahren schon so schlau, dass er weiß dass ich nicht immer einen guten Tag habe. Aber wenn er bei mir ist, hat auch ein schlechter Tag die beste Chance, ein guter zu werden.

    1. Conni, Du wirkst wie ein wirklich toller, reflektierter und weiser Mensch! Hut ab, tolle Frau und Oma, dachte ich gerade beim Lesen deines Kommentars!

      1. Liebe Conny,
        dein Kommentar habe ich mit Aufmerksamkeit gelesen und war tief berührt! Unser beider Biografien ähneln sich sehr! Bin Oma von 6 Enkeln….habe bis zu deinem Kommentar alle gelesen! Du hast es auf eine sehr natürliche, leicht verständliche Sprache geschafft alle Für und Wider Kommentare auf einen Nenner zu bringen. Dein Kommentar bringt hier wissenschaftliche Studien psychologischer Fachgebiete auf einen Punkt oder vielleicht auf neue Sichtweisen (ich bin keine Psychologin) Allein unsere Lebenserfahrung und damit entwickelte Empathie lässt uns diese Worte sprechen!
        Kleine Ergänzung an dieser Stelle zu einem Kommentar: Im Osten hatten es wir als junge Mütter um Einiges einfacher!! Krippe, Kindergarten waren selbstverständlich, Alleinerziehende wurde unterstützt, bis hin zum Frauensonderstudium, nach 8 Stunden Arbeit konnten wir uns auf Haushalt und Kinder konzentrieren ohne: Steuerbüro, Bürgeramt (für irgendwelchen notwendigen Anträge), die Lehrer kamen zum Elterngespräch nach Hause…
        Wenn ich heute die Pinnwand unserer Kinder ansehe, ist es erstaunlich woran sie bei beidseitigen Berufstätigkeit so denken müssen, wenn inzwischen Grundschüler zu behüten und erzogen werden müssen….WIR HATTEN ES EINFACHER!
        Insofern verstehe ich, wenn so manch junges Elternpaar an Grenzen kommt!

  42. Puh! Ich wünschte, meine Eltern würden das genau so mal aussprechen, dann wüsste ich woran ich bin. Zu außen stehenden Menschen wird immer so viel über die Enkelkinder und Kinder erzählt und wie toll alles ist usw. Aber in Wirklichkeit wissen sie nur wenig über unseren Alltag. Und mir ginge es auch nicht um eine ständige Betreuung, sondern um eine Bindung zu meinem Sohn, die doch so wichtig ist. Ich war als Kind auch mal mehrere Tage oder sogar Wochen in den Ferien bei meinen Großeltern und fand es toll. Es ist schon schade, dass sie die Generation Großeltern anscheinend auch verändert hat. Bei uns leidet auch meine eigene Bindung zu meinen Eltern darunter, was unglaublich schmerzlich ist. Und ja, ich erwarte, dass sich die Großeltern sich mal von sich aus melden oder auch mal anbieten, vorbei zu kommen, gerade weil sie auch noch voll im Leben stehen. In ein paar Jahren wird das nicht mehr möglich sein. Schade, dass sich wohl einige jetzt schon komplett aus dem Leben ihrer Enkelkinder raus nehmen.

  43. Natürlich kann man Großeltern nicht in die Pflicht nehmen und es sollte immer eine Freiwilligkeit dahinter stecken, Zeit mit den Enkelkindern zu verbringen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie wichtig für mich die Bindung zu meinen Großeltern und auch einer engagierten Tante (deren eigene Kinder sehr viel älter sind) waren und immer noch sind. Diese Bezugspersonen haben mir sehr in schwierigen Situationen wie der Trennung meiner Eltern und einer psychischen Erkrankung meiner Mutter geholfen. Familie ist eben kein Babysitter, der beliebig austauschbar ist, sondern Menschen, die einen idealerweise eine lange Zeit kennen, begleiten und unterstützen; Menschen, die einen Teil der eigenen Identität ausmachen. Und genauso wie ich dies von meiner eigenen Familie erfahren habe wünsche ich es mir auch für meine Kinder. Ich weiß, dass die Situation zwischen meiner Mutter und ihren Schwiegereltern nicht einfach und sehr angespannt war, trotzdem haben sie sich um einen guten Kontakt mit den Enkeln bemüht und auch meine Mutter hat das unterstützt, obwohl es ihr sicher oft nicht leicht fiel. Heute bin ich allen dafür unendlich dankbar. Beziehung bedeutet eben oft auch „Arbeit“…
    Was ich sagen will: Klar, es geht hier um die Bedürfnisse der Eltern/Mütter und der Großeltern, aber wichtig wäre dabei doch auch besonders das Wohl der Kinder mit zu beachten. Und da heute Familien oft wesentlich kleiner sind als früher, es damit auch weniger Bezugspersonen gibt, finde ich, dass die Bindung zu diesen Personen umso wichtiger ist.

  44. Ich habe michimmer intensif um meine Enkelkinder gekümmert wir waren sehr oft beisammen und wir haben auch unsere Enkelkinder mit in Freizeit oder Urlaub genommen drotz Berufsleben. Heute sehen wir unsere Enkelkinder sowie Urenkel nicht mehr weil sie uns total ins Abseits geschoben haben weil wir eben wegen Krankheit nicht mehr gut drauf sind. Das ist die bittere Wahrheit.

  45. Mh, aber dann gibt es noch die jungen Eltern die Kinder haben und deren Eltern gleichzeitig nicht mehr so fit sind wie die oben genannte Interview Partnerin. Und da wird auch erwartet – sowohl von der Gesellschaft als auch von den Eltern- dass man sich um die Großeltern kümmert und sie pflegt, sie nicht allein lässt. Und das sollte auch so sein, find ich. Denn meines Erachtens ist eine Familie dazu da um sich gegenseitig zu unterstützen in allen Lebenslagen, soweit möglich.
    Klar, auch ältere Menschen haben ihr Leben, gehen Arbeiten, brauchen Erholung.. Aber ich würde es als Privileg erachten wenn ich im Alter noch so fit bin UND meine Enkel beim Aufwachsen begleiten darf! Meine eigene Mutter ist mit 57 an Krebs gestorben und hat meine 4 Kids nie kennengelernt. Mein Vater ist gehandicapt. Mein größter Wunsch ist es später mal noch meine Enkel kennenlernen und wie gesagt begleiten zu dürfen. Kann aber auch verstehen dass da nicht jeder gleich gestrickt ist.

  46. Ich bin 55 Jahre alt, Mutter von 3 Kindern und Oma von 4 Enkelkindern, die ich alle sehr lieb habe. Mir hat der Artikel aus dem Herzen gesprochen. Unsere Kinder sind erwachsen und nun haben wir neben der Arbeit, endlich einmal Zeit für uns. Es ist ja nicht so, dass wir die Kleinen gar nicht nehmen, aber wieso so diktiert? ( ein Wochenende im Monat oder immer Freitags am Abend) Ich passe sehr gern mal auf meine Enkelkinder auf und im Notfall springe ich selbstverständlich ein, aber im Gegensatz zu meinen eigenen Kindern betrachte ich die Enkelkinder nicht als Pflichtveranstaltung. Dafür sind Eltern da.

    1. Sehr viele tolle und wertvolle Kommentare hier ❤ Ich kann mich vielen anschließen. Auch ich habe volles Verständnis dafür, dass Großeltern nicht mehrmals pro Woche Zeit für die Enkel haben. Ich möchte, wenn ich irgendwann in Rente bin, auch schöne Dinge unternehmen, reisen, Sprachen lernen etc.

      Aber wenn so gar kein Interesse da ist, die Enkel richtig kennenzulernen und sie abseits von den drei Feiertagstreffen im Jahr zu sehen, finde ich das sehr schade. Kinder UND Großeltern profitieren meiner Meinung nach sehr voneinander, können voneinander viel lernen. Kinder sind nicht nur „Belastung“, aber so hört es sich in Utas Text an. Enkel betreuen = Arbeit.

      Ich stimme auch dem Kommentar von Lara zu. Den Vorwurf, heutige Eltern würden nichts mehr aushalten, liest man ja oft. Das Gegenteil ist der Fall. Meine eigenen Eltern hatten ein deutlich entspannteres Leben, als ich klein war. Abends musste ich immer zur selben Zeit ins Bett gehen, auch wenn ich noch nicht müde war oder Angst im Dunkeln hatte. Schon als Baby habe ich in einem anderen Zimmer geschlafen, angeblich „problemlos die ganze Nacht durch“. Als ich drei Monate alt war, hat meine Mutter wieder studiert, ich war dann mal hier, mal dort. War ich wütend, musste ich in mein Zimmer, Tür zu. Nix mit Gefühle begleiten. Ich war sehr oft bei den Großeltern, obwohl ich die gar nicht so mochte. Auch mehrere Wochen am Stück in den Ferien, meine Eltern sind mehrmals im Jahr alleine in den Urlaub gefahren. Kein Wunder, dass sie entspannter waren als wir heute. Sie konnten auch einfacher Teilzeit arbeiten, da die Mieten damals noch bezahlbar waren. Wir hatten zu dritt eine günstige 100-Quadratmeter-Wohnung. Ich mit meiner Familie heute zu viert eine teure 70-Quadratmeter-Wohnung. Und meine Eltern hatten ab 17:30 Uhr tatsächlich Feierabend, es kamen nicht abends noch E-Mails vom Chef wegen dieser einen wichtigen Sache, die nicht bis morgen warten kann.

      Wenn meine Eltern so bedürfnisorientiert mit mir umgegangen wären, wie ich heute mit meinen Kindern, wäre ihr Leben sicher nicht so entspannt gewesen. Denn ja, es ist anstrengend, einen Wutanfall zu begleiten, statt einfach zu schimpfen und zu drohen. Es ist anstrengend, das Kind in Schlechtschlafphasen mehrmals pro Nacht zu trösten, statt es allein zu lassen. Es ist anstrengend, die Meinungen und Bedürfnisse der Kinder mit einzubeziehen und gemeinsam zu diskutieren und Lösungen zu finden. Es ist auch einfacher, sich den Kindern gegenüber mit ablenken, Gefühle negieren und Schuldgefühle einreden aus der Affäre zu ziehen, statt klar Stellung zu beziehen und Verantwortung zu übernehmen. All das kostet enorm viel Kraft.

      Ich habe übrigens auch das Gefühl, dass man in Rente schnell einen sehr festgefahrenen Tagesablauf hat und schnell verlernt, den Tag nicht ausschliesslich nach der eigenen Lust auszurichten. Für meine Eltern und Schwiegereltern ist es zum Beispiel eine kleine Katastrophe, wenn das Frühstück mal eine halbe Stunde früher oder später stattfindet als sie es gewohnt sind. So waren sie mit 50 im Berufsleben noch nicht, aber jetzt mit Ende 60 und seit einigen Jahren in Rente sind sie sehr unflexibel geworden und hängen immer mehr an ihren Ritualen. Da sind Kinder natürlich ein Störfaktor. Aber vielleicht ist es ja gar nicht schlecht, nicht so in den eigenen Ritualen zu „versumpfen“. Auch im Alter kann man sich noch verändern und dazulernen.

  47. Ich kann die grundlegende Einstellung verstehen. Natürlich sollte man die Großeltern nicht als kostenlose Babysitter sehen um seine Jugend wieder aufleben zu lassen. Aber es geht denke ich vielen nicht um die eigene Freizeit sondern darum, dass die eigenen Kinder ein gutes Verhältnis zu ihren Großeltern aufbauen und mit ihnen gemeinsam Erinnerungen schaffen und Zeit verbringen. Und diese baut man sich nunmal nicht damit auf, seine Enkel alle 3 Monate mal für 2 Stunden zu sehen. Meine Großeltern sind damals recht früh gestorben und ich finde es bis heute schade, nicht mehr Zeit mit ihnen gehabt zu haben. Und ich denke gerne an die gemeinsame Zeit zurück.
    Daher möchte ich, dass meine Kinder viel Zeit mit ihren Großeltern haben, merke aber auch jetzt schon, dass ich es mir irgendwie anders vorgestellt habe.

    Das ist schade aber die Voraussetzung für solch ein Enkel/Großeltern Verhältnis ist natürlich, dass beide Seiten es auch so wollen.

    1. Sehr richtig! Meine Eltern sind früh Großeltern geworden, weil sie früh Eltern waren. Ich wuchs mit allen Großeltern eng und beständig auf. Meine Mutter war später alleine und wir Kinder wurden dann auch mal für die Ferien oder am Wochenende zu Oma und Opa gebracht. Die genannte Problematik oben erschließt sich mir, aber hinterher zu behaupten „wir haben es auch geschafft“, ist weit verbreitet. Tatsächlich vergisst man einfach schnell und findet den Zugang zu den Herausforderungen der neuen Generation schwerer. Ich wünschte mir Großeltern für meine Kinder, nicht Babysitter in diesem Sinne. Meine Großeltern sind heute noch sowas wie Freunde. Ich rufe sie gerne an, sehe sie häufig und kann mir sogar vorstellen sie bald zu pflegen, wenn es sein muss. Meine Kinder werden diesen Draht zu ihren Großeltern nie haben. Für sie sind das irgendwelche Titel, die an Feiertagen Geschenke hinhalten und wieder gehen. Irgendwie schade.

  48. Eltern heute heulen schneller rum? Ich finde diese Aussage, sagt so viel aus. Das sind Begriffe die die ältere Generation verwendet, heul nicht, hör auf zu jammern.
    Wir sind keine Eltern die mehr „rum heulen“ sondern Eltern die offener über ihre Gefühle sprechen, damit sich endlich mehr ändert für Familien!
    Solche Aussagen, sind genau so fehlgeleitet, wie zu einer Alleinerziehenden Person zu sagen, du hast es dir doch so ausgesucht!

    Sich für Kinder zu entscheiden, bedeutet auch, immer Mutter zu sein. Ich möchte meine Jungs auch unterstützen, wenn sie mal Kinder haben, denn ich bin ihre Mutter und ich weiß wie es ist, wenn Großeltern finden, sie haben ihre Kinder groß bekommen und nun sind sie fertig und haben ihr Leben verdient. Als wäre man selber eine Last gewesen, so fühlen sich so Aussagen an. Natürlich weiß ich nicht, wie es mir einmal gesundheitlich gehen wird.

    Ich bin es leid von einer Generation die psychische Probleme klein redet, zu hören, jammer nicht, heul nicht rum, du wolltest doch Kinder/die Scheidung/die Trennung.

    Allein Corona war und ist so anstrengend und ermüdend für diese Generation Eltern gewesen. Spielplätze waren gesperrt, monatelang keine Kindergarten oder Schule. Arbeiten und Kinderbetreuung zusammen oder Kurzarbeit, Kinderbetreuung und massive Geldsorgen um nur über die Spitze des Eisbergs zu reden.

    Ja ich würde mir wünschen, dass meine Eltern meine Kinder mal nehmen würden. Meine zwei Kinder sehnen sich so sehr, sie sehen sie an ihren Geburtstagen und an Ostern und Weihnachten. Sie sehen, wie andere Kinder fast jedes Wochenende mit ihren Großeltern sind, wie andere Kinder mit in den Urlaub genommen wurden. Was mein Bruder und ich übrigens auch erleben durften.

    Aber ich habe es mir ja so ausgesucht. Selber schuld, dass ich zwei Kinder wollte und das ich mich aus guten Gründen getrennt habe. Dieses Gefühl geben einen solche Aussagen wie rum heulen. Wie würde sich die Frau fühlen, wenn man sagen würde, das sie rum heult, wenn sie über ihre angeschlagene Gesundheit redet?

    Wie hätte sie sich damals im Kindsbett gefühlt, wenn eben keiner da gewesen wäre? Wenn gesagt wurden wäre, heul nicht rum, du wolltest das Baby. Doch dann wäre es was anderes, denn dann wäre sie betroffen. Es ist leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen, heul nicht rum, wenn es einen selber nicht betrifft.

    Einen sonnigen Tag trotzdem

    Eine zweifach, zu schnell heulende, Alleinerziehende Mama, die studiert und seit einen Jahr in Kurzarbeit ist und deren Kinder nun die Trauer über den Tod ihres Papa durchleben müssen.

  49. Du sagst , die heutige Elterngeneration sei nicht mehr so hart wie früher und würde zu schnell jammern. Aber auch das Leben ist vergleichbar härter geworden. Viele Millenials hatten, im Gegensatz zu vorangegangenen Geberstionen, emotional (worldtrade Terror Beginn, Große Wirtschaftskrise, nun corona und Kinderbetreuung sicherstellen)und auch finanziell einen sehr viel schwierigeren Start ins Berufsleben, vor allem für Frauen ists krasser geworden denn ein Gehalt reicht nicht mehr aus und oft sind Überstunden und volle Flexibilitätim Job Bedingung. Es dauert im Durchschnitt auch länger sich eine Grundlage zu schaffen. Und gleichzeitig sind die Erwartungen an Eltern Gesellschaftlich gestiegen, vor allem an Mütter.
    Außerdem ist es auch keine Selbstverständlichkeit dass Eltern oder Großeltern sich in Notlagen kümmern. Ich kenne einige, denen das nicht im Traum Einfallen würde. Dennoch finde ich kann man sich schon wünschen, dass Großeltern etwas Interesse an den Enkeln zeigen und aktiv versuchen sollten Teil deren Lebens zu werden. Denn mit Freunden und Sportclubs treffen sie sich ja auch. Warum sollte dann für die Enkel nie Zeit sein?

    1. Es ist das schönste Gefühl Oma zu sein. Ich habe drei Enkeltöchter und bekomme nicht genug von ihnen. Man hat im Alter nicht viel zu lachen und Corona tut ein übriges dazu aber wenn dies kleinen Persönlichkeiten mich
      voller Liebe anschauen dann weiss ich was gegenseitige Liebe ist. Meine Kinder die ich auch sehr liebe und schätze haben Alles richtig gemacht, gehen arbeiten und ziehn ihre Kibder groß und es ist mir immer eine Freude einzuspringen wenn ich gebraucht werde. Urlaube sind mir nicht so wichtig, da ich auch Zuhause recht glücklich bin. Familie ist nicht nur ein Wort für mich ich lebe für sie und mit Ihr. Das erfüllt mein Leben. Also Omas heute schon mal an Eure Enkelkinder gedacht? Alles Liebe und gute Gedanken. Ich fühle mit Allen Muttis und Papas wünsche ich Geduld, Kraft und ganz viel Liebe für einander…

      1. Danke Luise! Es ist auch einfach schön mit diesen lieben kleinen Menschen zusammen zu sein. Ich finde es schade, dass Kinder oft nur als Belastung und Arbeit gesehen werden. Sowohl meine Eltern als auch Schwiegereltern sind sehr gerne mit unseren Kindern zusammen und umgekehrt. Und wenn sie mich und meinen Mann damit sogar ab und an unterstützen können, umso besser!

        Übrigens weiß jede und jeder, die oder der sich mit sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigt, dass die Anforderungen an Eltern sowohl aus der Gesellschaft als auch aus der Arbeitswelt gestiegen sind. Sie deshalb als weniger zäh oder heulerisch zu bezeichnen ist schlicht frech und zeugt von wenig Empathie und Weitsicht.

        Die Beziehungen zwischen Großeltern und Enkeln sind sehr individuell, diese pauschalen Urteile sind nicht angebracht.

  50. Klar haben Großeltern auch ein eigenes Leben. Aber ich habe meine Großeltern sehr geliebt und viel von Ihnen gelernt. Ich finde es Schade, wenn meine eigenen Kinder keine Bindung zu ihren Großeltern aufbauen können, weil diese keine Zeit und keine Lust haben. Und dabei geht es mir nicht darum, meine Kinder los zu werden und ins Kino zu gehen. Sondern es geht um die Erzählungen, die Liebe und die Momente, die meinen Kindern so verwährt bleiben.

    1. Ich finde Großeltern haben natürlich auch das Recht auf ein eigenständiges Leben, aber heute sind die Zeiten auch anders geworden. Früher hatten Frauen meist mehr Zeit, weil nur der Mann arbeiten musste. Heute ist das kaum noch möglich Alleinverdiener zu sein. Das ist schon ein sehr großer Unterschied, wenn ich nicht arbeite dann kann ich mich natürlich selbst komplett um die Kinder kümmern, aber wenn man selbst auch arbeitet, ist man irgendwie leider schon manchmal auf Unterstützung angewiesen, aber nicht weil man zu faul ist! So kommt es irgendwie rüber und dass finde ich nicht richtig. Ich habe das Glück, dass meine Eltern es lieben Großeltern zu sein und mich sehr gerne unterstützen, wenn ich keinen für meine Tochter habe, aber ich sehe es auch nicht als selbstverständlich und bin dafür sehr dankbar. Ich kenne es von Freunden anders, da kümmern die Großeltern sich garnicht und zeigen auch keinerlei Interesse, worunter die Kinder schon leiden. Das ist wirklich schade, aber in der heutigen Generation ist sich einfach jeder selbst nur noch der nächste.

    2. Es heisst so schön „Familie ist das wichtigste und schönste auf der Welt“ heutzutage hat man allerdings als Mutter oftmals das Gefühl, das Kinder eine Last sind. Das man alles alleine bewältigen muss, das man nicht jammern darf. Das man arbeiten muss, einen Gesellschaftlichen Druck hat was sein darf und was nicht sein darf. Als Frau immer lachen zu müssen und alles erledigt müssen, obwohl man weinen will. Dass sollte Bestmöglich die eigene Mutter und damit die Großmutter verstehen. Es sollte selbstverständlich sein, dass Großeltern eine enge Bindung zu den Enkelkindern haben. Ich habe ein sehr enge Verhältnis zu meiner Oma bei Ihr ist nie das Gefühl aufgekommen eine Last zu sein, niemals. Ganz im Gegenteil ihre Worte und Taten haben einen immer beflügelt,Kraft gegeben,motiviert….das erlebe ich bei vielen Großeltern nicht mehr sie überlassen einem sich selbst, dass empfinde ich also so traurig. Auch zu wissen das mein Kind nie in den gleichen Genuss kommt wie ich, macht mich traurig. Das animiert mich als Mutter allerdings dazu, immer mein Bestes zu geben.

  51. Meine Mama sagt zu Außenstehenden immer dass Enkel so toll sind und sie sie jederzeit nimmt, da sie ja keine Oma hatte für uns Kinder. Sie kann verstehen, dass man mal eine Auszeit braucht. In der Realität sind es ganz anders aus. Sie ist oft genervt und hat keine Lust. Das gibt sie nie offen zu. Man spürt es aber. (Deshalb sind die Kinder auch nicht bei ihr) Sie muss die Kinder nicht nehmen. Ich verlange gar nichts. Wenn sie aber Außenstehenden etwas vormacht, ergibt es keinen Sinn. Und weckt irgendwie falsche Erwartungen. Das finde ich nicht richtig.

  52. Ich bin selbst Mutter von 4 Kindern -2 schon aus dem Haus- und obwohl ich auch immer sehr dankbar über Unterstützung der Großeltern war- leider hatte ich auch wenig- kann ich jetzt die Großeltern verstehen, die nicht mehr so den Drang auf Enkel haben. Ich bin froh, dass meine Kinder bald alle erwachsen sind und ich endlich mehr wieder mein Leben leben kann- arbeite jetzt Vollzeit und habe sicher in ein paar Jahren auch eher wenig den Drang meine Zeit nach Enkeln auszurichten. Man ist einfach froh, dass das Thema Kinder durch ist und auch ich habe die Nerven einfach nicht mehr dafür.
    Ab und zu mal wäre ok aber einfach nicht zu oft🙈

    1. Ich bin Mami von zwei Jungs. Ich finde es einfach enttäuschend, wenn die Großeltern keine Lust, Zeit oder Interesse an ihren Enkeln zeigen. Leider sind meine Eltern schon verstorben und meine Schwiegereltern zeigen eine null Bock Einstellung- nun sind sie an der Reihe… Rennen aber rum und erzählen was für tolle Großeltern sie wären und ihre Enkel zu wenig sehen würden… Hallo? Was stimmt mit euch nicht?! Ihr seit nie da und meldet euch auch nie. Nichts.
      Ich kann mich noch gut an die Zeit mit meinem Opa erinnern und sie war wunderbar und ich würde sie nicht missen wollen. Auch mein Mann hat tolle Erinnerungen an seine Großeltern, die ihn oft aufgepasst oder mit in den Urlaub genommen haben. Warum ist das nicht auch bei unseren Kindern möglich?
      Jeder braucht Mal Zeit zum Luft holen und Krafttanken… Unsere Generation möchte die eigenen Kinder ja nicht tagelang abschieben oder der gleichen… Nur auch Mal Zeit für das eigene ich oder das Pärchen ich oder oder oder… Das hatten unsere Eltern auch. Und den Enkeln gibt es so viel. Soziale Kontakte sind wichtig und prägen den Charakter… Großeltern haben so viele Erfahrungen aus denen sie schöpfen können… Sie müssen nicht erziehen, können verwöhnen bis zu einem Maß. Deshalb ist es so schmerzhaft, wenn die eigenen Kindern es bei anderen sehen aber nicht erfahren können. Was soll man seinen Kindern antworten, warum Oma und Opa nie da sind? Oder später erzählen? Soll man lügen oder die Wahrheit sagen?
      Soll man denen dauernd hinterher telefonieren und sich in deren Leben puzzeln, damit überhaupt was zu Stande kommt, was am Ende eh abgesagt wird? …und die eigene Frustration wächst und wächst???
      Ich verstehe, dass die Großeltern ihr eigenes Leben haben und auch nicht immer springen wollen und auch nicht sollen, aber so null an unserem Leben Teil haben und dann aber erwarten das wenn sie Mal die Enkel sehen, diese Freude strahlend zu denen rennen und dann enttäuscht sind, wenn diese fremden? Irgendwas stimmt da doch nicht!
      Die Eltern von meinem Mann sind immer sehr erwartungsvoll… Auch was die Pflege im Alter an geht… Ich finde es sehr schade, dass viele Großeltern heutzutage viel an sich denken und anscheinend selbst zu kurz früher gekommen sind und statt nun zu sagen, ich möchte das bei meinen Kindern nicht, ich mache es besser. Sagen die sich- selbst schuld seht selbst zu, ihr wolltet Kinder! Wenn ich Zeit und Lust hab bin ich da und dann habt ihr gefälligst auch Lust und Zeit, seit gesund und vorallem auch gut drauf. Denn Enkel mit schlechter Laune oder einem queren Tag sind nicht erwünscht.
      Wenn ich später eine Omi sein darf, dann möchte ich Teil am Leben meiner Kinder und Enkelkinder haben. Denn man verpasst so schnell so viel. Ich möchte unterstützen und helfen so gut ich kann und vorallem auch darf. Ein gutes und gesundes Gleichgewicht. Wenn es auf beiden Seiten passt möchte ich, stand heute, definitiv einen Omi Nachmittag in der Woche oder auch ein we im Monat.
      Ich hoffe meine Jungs werden gute Ersatz-Großeltern finden. Denn viele wären dankbar für Enkel oder am Leben von Familien Teil zu haben… Die sind einsam. An die Großeltern, die sich Zeit für ihre Kinder nehmen und Enkel nehmen. Lust, Intresse und mit Herzblut da sind. Ihr seit Menschen mit goldenen Herzen und seit mit Puderzucker bestäubt. Danke das ihr unseren Kindern das bei bringt und erzählt was wir nicht können…

    2. Das unterschreibe ich voll und ganz. Ich hatte drei Kinder und war dazu noch halbtags tätig. Die zwei ersten Kinder waren dann bei meiner Mutter. Die war zu Hause, wie es in dieser Generation üblich war. Als das 3.Kind dann kam und die beiden anderen dann in Schule und Kindergarten gingen, wollte meine Mutter dann nicht nochmal ein Kleinkind. Was ich auch verstand. Ich bin dann beim letzten insgesamt 8 Jahre zuhause geblieben. Meine Mutter sprang dann nur noch im Notfall ein. Jetzt bin ich fast 60 und habe eine zweijährige Enkelin. Die aber in Essen mit ihrer Mutter wohnt. Das sind fast 600 km Entfernung. Ich bin auch mittlerweile seit 12 Jahren geschieden und habe seit zwei Jahren einen Partner. Ich muss sagen, ich fühle mich gar nicht mehr gewachsen, dauernd ein Kleinkind zu betreuen, da ich in Vollzeit arbeite und am Wochenende die Zeit für mich und meinen Partner haben möchte. Und so wie es ist, dass sie halt ab und an für eine Woche kommt, die beste Lösung ist. Ich muss sagen, die Kinder von heute sind ganz anders wie die Kinder in unserer Zeit. Sie sind lauter, fordernder und können sich kaum noch selbst beschäftigen. Ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht denken Eltern von heute, dass sie ihre Kinder dauernd im Auge behalten müssen und schwirren deswegen dauernd um sie rum. Auch oft werden die Kinder schon verplant, in was sie gefördert werden müssen, damit aus ihnen mal was ganz tolles wird. Dabei wird oft vergessen, dass man Kinder auch mal Kind sein lässt. Dadurch ist das Aufpassen auf Enkel heutzutage anstrengender geworden als früher.

  53. Es gibt auch Familien mit einem Generationenvertrag. Meine Großmutter, bei meiner Geburt Anfang siebzig, passte an zwei Abenden in der Woche auf uns Kinder auf, damit meine Eltern ausgehen konnten. Sie übernachtete bei uns, wenn meine Eltern über das Wochenende wegfuhren. Die anderen Großeltern wohnten weiter weg, dort haben wir Kinder in den Ferien öfter ein paar Tage übernachtet. Ich fände es sehr schäbig von meiner Mutter, wenn sie gar keine Enkelbetreuung übernehmen würde (mein Vater lebt leider nicht mehr). Selbstverständlich sollte man die Erwartungen aus- und absprechen, damit es funktioniert.

    1. Ich finde, dass das ein Geben und Nehmen sein sollte. Häufig ist es nämlich so, dass Großeltern sehr wohl verlangen, dass am an bestimmten Tagen im Jahr auf der Matte steht. Unabhängig von der individuellen Situation. Gleichzeitig ist die Großelterngeneration sehr auf sich bedacht und betont den eigenen Individualismus und das Recht auf Ruhe und Freizeit im Alter. Wenn man sich Statistiken zu der damaligen Zeit anschaut, so wird man feststellen, dass die damaligen gesellschaftlichen Strukturen sich grundlegend verändert haben. Früher war es selbstverständlich, dass die Familie bei der Erziehung in Notlagen eingesprungen ist. Heutzutage brauchen Großeltern dafür einen Orden. Aber an Weihnachten und Ostern ist es scheinbar ein Recht die Enkel sehen zu dürfen. Woher kommt dieses Paradox? Individualisierung und Pluralisierung privater Lebensformen. Die Menschen möchten nicht mehr für andere da sein. Das eigene Sein steht im Vordergrund. Und nicht die Familie. Kein Wunder also, dass Menschen Vereinsnamen und sich scheiden lassen. Alleine ist es leichter. Bis die Einsamkeit und Selbstbezogenheit einen psychisch krank macht. So viel aus soziologischer Sicht.
      Ich wünsche mir in unserer Generation eine Kehrtwende und eine Zukunft, in der junge Familien mit Zusammenhalt und Unterstützung rechnen können.

      1. Sehr richtig. Die Oma im Beitrag die mit 47 aus „gesundheitichen Gründen“ das Arbeitsleben verlässt jetzt aber vor lauter gesellschaftlichen Verpflichtungen keine Zeit für die Enkel hat findet ich extrem egoistisch
        Pfui.

  54. Jetzt muss ich nachfragen: Wir als Eltern sollen keine Erwartungen haben. Wir haben uns als Kinder doch auch darüber gefreut, dass die Großeltern zum Geburtstag gratuliert haben und vielleicht sogar ein Geschenk gebracht haben. Wenn nicht mal das stattfindet, ist das enttäuschend und verletzend! Wir hatten als Kinder die schöne Erfahrung und wollen die eigentlich auch unsern Kinder weitergeben.

    1. Es geht hier doch nicht um Geburtstage sondern um regelmäßige kinderbetreuung. Und da stimme ich voll zu dass es zwar schön ist wenn die Großeltern das gerne tun, es aber keine Pflicht ist und nicht vorausgesetzt werden kann.

      1. Einiges was die Großmutter hier sagt würde ich zwecks meiner Mutter natürlich genauso wie meiner ehemaligen Schwiegermama unterzeichnen.

        Großeltern haben ein Recht auf ein eigenes Leben. Und müssen nicht ständig verfügbar sein.

        Als ich Kinder bekam wusste ich was das heißt.

        Denn ungefragt bekam meine Mutter einen Versöhnungsnachzügler. Ich hab geahnt was das für mich bedeutet. Versöhnung hat nicht funktioniert, die Ehe war ein Drahtseilakt meiner Eltern,der extrem früh gestartet hat ,während Schulzeit und Studium.

        Meine Oma , war Tagesmama mit großem Haus und 10 jähriger Nachzüglertochter und Ehemann. Hat mich gehütet damit meine Mutter Abitur machen konnte.
        Oder mein Vater für das Studium lernen,weil mein Bruder totkrank kurz nach dem Abitur meiner Mutter folgte.

        Meine Mutter war 18,und 20 Jahre.
        Ich hab nicht gebeten darum so aufzuwachsen und war zu vielen Teilen ab Schulzeit verantwortlich dafür ,meinen Bruder zu hüten,weil sie keinen Hort wollten diese Eltern bzw.mein Vater.

        Meine Mutter fing an zu arbeiten.
        Ich hab gekocht ,den Bruder gehütet und mich in meiner Teenagerjahren absolut im Stich gelassen gefühlt und unsichtbar.
        Sie waren mit Streit und Arbeiten beschäftigt. Oder mit Fortbildungen,es wurde von der Schule geschrieben ,wir seien vernachlässigt.

        Ab und an ,war ich dann noch zu Besuch bei Großeltern oder Mal ein paar Tage.

        Nein,die Babysitterdienste gab es da nicht.

        Elf Jahre lang hab ich auch nach Auszug meiner Mutter geholfen meine Schwester aufzuziehen.
        Sprich regelmäßig babygesittet und sie hat bis ich getrennt war auch Urlaub verbracht.
        Bei mir. Bis heute.

        Ja,der neue Partner meiner Mutter,als meine Schwester dann 13 war ,den gibt’s bis heute,hat getan als ob das Kind Luft ist.
        Fand ich megabesch.. da er selbst Vater ist.

        Unser Vater hat angefangen zu trinken als ich 9 war ,wie oft hab ich ihn aus meinem Zimmer in sein Bett gebracht.

        Ich erwarte nicht ,das meine Eltern Sitten.
        Bin jetzt allein mit drei Kindern.

        Aber auch ich war nicht für sie und für ihr Leben verantwortlich.
        Aber sie für meins. Bis ich sogenannt volljährig war.

        Finanziell geht es mir wesentlich schwieriger wie meiner Mutter ,ich habe nichts geerbt.
        Kein Geld geschenkt bekommen zum Wohnungskauf durch meine Eltern.
        Nicht gelernt Beziehung zu führen von meinen Eltern.

        Die jüngste Schwester wuchs meist ohne Vater aber mit Hilfe ihrer Geschwister verlässlich betreut auf.
        Bekommt ein Studium bezahlt.

        Mein Bruder hat sich 10 Jahre ,weil er gesundheitlich nicht auf der Höhe ist von Geburt an,Geld vom Mund angespart um seine Bildung zu zahlen.

        Unterhalt für uns beide Fehlanzeige.
        Ich erwarte nicht viel ,weil ich nicht gelernt habe meine Wünsche zu äußern, aber der kriegsfernen Generation der Babyboomer geht es relativ wirtschaftlich besser wie der jetzigen.

        Da sie wesentlich mehr haben von dem was sie tun und mehr bekommen.

        Früher war vermutlich eine ganze Gemeinschaft an der Aufzucht von Kindern beteiligt und das Recht des einzelnen auf individuelles Glück auch im Alter nicht so wichtig.

        Eine zweite Ehe kann ich ohne erste gar nicht schließen.
        Für Romantik ist in meinem Leben fast keine Zeit.

        Eine Medaille hat immer 2 Seiten.

        Ich werde nach Kräften unterstützen , emotional und soweit ich kann und mein eigenes Leben führen.

        1. „Wenn die Eltern arbeiten müssen oder offizielle Termine haben , dann nehme ich die Enkel, bei „Privatvergnügen“ aber nicht!“ ????
          Das ist gelebte Mißgunst den eigenen, wenn auch erwachsenen, Kindern gegenüber!
          Und das wird dann noch als „wir waren doch immer da wenn es gebrannt hat…..“ verkauft!
          Fair ist das nicht!!!

          Und in ein paar Jahren, wenn die rüstigen Kreuzfahrer-Rentner von heute zu hilfsbedürftigen Greisen geworden sind, weil die jetzt hochgelobten altersgleichen Freunde nach und nach „wegbrechen“ hält man die Hand bei denen auf, denen man heute nichts gönnt! Weil man zu beschäftigt mit seinem eigenen Vergnügen ist!!!
          Ob ich dann aber bereit bin „Privatvergnügen“ in Form von Kontakt, Nähe, Zuhören, Zeit nehmen zu GEBEN, dann MEINE neu gewonnene freie Zeit dafür zu opfern, wage ich Stand heute zu bezweifeln!
          ICH hab ja dann wohl auch das bedingungslose Recht auf mein eigenes Leben, so wie die (noch!) jung gebliebenen Großeltern von heut!
          Aber wenn es brennt … da hilft man sich selbstverständlich, gehört sich ja so …
          -Sarkasmus off-

          Hoffentlich werde ich es als Mutter erwachsener Kinder und Oma sehr sehr viel besser machen als die Oma die das oben geschrieben hat.

    2. Das sehe ich auch so. Bei uns möchte auch niemand helfen. Auch zu Zeiten vom Lockdown nicht. Aber wenn wir an Weihnachten oder Geburtstagen nicht erscheinen trotz Krankheiten und Problemen dann wird geweint und getobt. Schließlich hat man ein Recht auf seine Enkel. Ich finde das nicht fair.

      1. Liebe Eltern und Großeltern, ich habe eure Meinungen alle gelesen und möchte euch sagen, es gibt noch eine andere Seite. Ich bin Mutter eines Sohnes und habe lange auf ein Enkelchen warten müssen. Sie ist jetzt 7 Jahre und mein ganzes Glück. Ich habe eine eigene Firma und betreue meine Mutter mit Pflegegrad 3.Ich gehöre so zu sagen der Sandwich-Generation an. Ich möchte trotz aller Belastungen ganz viel Zeit mit meiner Prinzessin verbringen. Ich nehme mir 1/2 Tag in der Woche frei, hole sie nach der Schule ab und wir verbringen einen Nachmittag mit Spielen, Unternehmungen, Backen, Kochen u.a. In den Schulferien kann sie mehrere Tag kommen
        das richte ich mir ein. Die Wochenenden sind jedoch tabu da darf sie nicht kommen. 1 x jährlich verreisen wir für 1 Woche. Nur gibt mir meine Schwiegertochter immer das Gefühl, dass es ihr nicht recht ist. Ich muss mir jedes Mal die Gnade abholen Zeit mit meiner Enkelin verbringen zu dürfen. Sie
        versucht mich aus ihrem Familienleben weitestgehend auszuschließen. Während ihre Eltern 300km entfernt wohnen und regelmäßig über ein verlängertes Wochenende eingeladen werden. In dieser Zeit werde ich von gemeinsamen Umternehmungen ausgeschlossen. Lade ich die kleine Familie sonntags zum Mittagessen ein, ist es für sie eine Pflichtveranstaltung. Ich möchte nicht auf Konfrontation gehen, deshalb ziehe ich mich immer wieder zurück. Ihr seht es gibt auch Mütter, die entweder eifersüchtig auf die Omas sind oder vielleicht Liebes-Verlustängste haben.

        1. Ich habe viele Kommentare gelesen und bin wirklich sehr schockiert. Ich habe mich vor sechs Jahren scheiden lassen und nach der Scheidung war unser Wunsch mit meinen beiden Töchter unter einem Dach zu wohnen. Ich hab das Haus gekauft mit drei Wohnungen, unten wohne ich. Meine kleine Tochter hat geheiratet und hat eine Tochter auf die Welt gebracht. Oben drüber wohnt meine Enkelin und es vergeht kein einziger Tag, ohne die kleine. Wir brauchen keine Termine auszumachen, meine Tür ist immer offen. Und das ist mein bester Geschenk des Lebens.
          Ich arbeite im Altenheim und es ist so traurig zu sehen, wenn ältere Menschen alleine sind, trotz vorhandenen große Familie.
          Meine Familie ist mein Leben

          Liebe Großeltern genießt die Zeit mit den Enkel, die kommt nie mehr

          1. Man kann sich streiten wie man will, Erziehung heute mit damals Vergleich, ist wie Äpfel mit Birnen. Heute sind Eltern mit ihren Kindern anderen Herausforderungen, wie z.B. der Medienwelt, Digitalisierung,… ausgesetzt, der man sich nicht wirklich entziehen kann . Der Kapitalismus in reinform, mit all seinen negativen Effekten, lässt dem Menschen keinen Raum mehr. Durch dies sind wir zu einer kommunikativ gestörten Gesellschaft mutiert. Wie soll da eine perfekte Erziehung gelingen. Ich bin selbst Mutter von 2 Kindern (9 und 12) und jeden Tag aufs neue am dazulernen. Meine eigen Eltern interessieren sich überhaupt nicht und melden sich nicht einmal zum Geburtstag und anderen Feiertagen. Ich habe gelernt damit umzugehen, denn sie haben in den Eltern meines Mannes ums so liebere Großeltern. Haben meine eben Pech gehabt und sehen ihre bd. wundervollen Enkel nicht aufwachsen. Brauchen später dann nicht mehr ankommen, denn nachholen geht nicht mehr. So, und nun habe ich Pipi in den Augen.

          2. Ich habe mich durch viele Kommentare gescrollt und bin etwas schockiert, wie altmodisch und verklärt das Bild von Grosseltern in den meisten Köpfen ist. Sie müssen ihre Enkel lieben, haben immer Zeit oder nehmen sich diese und kennen nichts Schöneres, als mit der Familie zusammen zu sein. Auch Grosseltern sind Menschen mit den unterschiedlichsten Wünschen für ihre aktive Zeit nach der Berufstätigkeit. Zur Info: Ich bin jetzt Großmutter geworden und geniesse es. Aber ich arbeite nur Teilzeit, habe einen tollen Mann, der mitzieht, Kinder, die nicht zu antiautoritar erziehen und verständnisvoll sind, wenn wir auch einmal nein sagen.

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